DE1920719A1 - Elektrophotographischer fluessiger Entwickler - Google Patents

Elektrophotographischer fluessiger Entwickler

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DE1920719A1
DE1920719A1 DE19691920719 DE1920719A DE1920719A1 DE 1920719 A1 DE1920719 A1 DE 1920719A1 DE 19691920719 DE19691920719 DE 19691920719 DE 1920719 A DE1920719 A DE 1920719A DE 1920719 A1 DE1920719 A1 DE 1920719A1
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proteolytic enzyme
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DE19691920719
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Satoru Honjo
Seiichi Taguchi
Yasuo Tamai
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Fujifilm Holdings Corp
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Fuji Photo Film Co Ltd
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    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
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  • Developing Agents For Electrophotography (AREA)

Description

/ATcNTmNWXL)E
DR. E. WIEGAND DIPUNG. W. NIEMANN DR. M. KÖHLER DIPL-ING. C. GERNHARDT
MÖNCHEN HAMBURG TELEFON. 55J470 , 8000 MÖNCHEN 15, TELEGRAMME, KARPATENT NUSSBAUMSTRASSE 10
23. April 1969 W. 14 247/69 13/Loe
Fuji Shashin Film Kabushiki Kaisha Kanagawa (Japan)"
Elektrophotographischer flüssiger Entwickler.
Die Erfindung bezieht sich auf eine neue Zusammensetzung für elektrophotographische flüssige Entwickler.
Ein flüssiger Entwickler für den Gebrauch bei der Elektrophotographie umfaßt gewöhnlich eine stark isolierende unpolare organische Flüssigkeit und darin dispergierte elektrostatisch geladene feinteilige Teilchen, wobei die tretere bisweilen als TrMgerflüssigkeit und die letztere als Tonerteilchen bezeichnet werden.
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Unter einer Anzahl von Entwicklerverfahren zum Gebrauch bei der Elektrophotographie ist ein flüssiges Entwicklungsverfahren oder eine elektrophoretische Entwicklung bekannt, die zur Erzeugung eines entwickelten Bildes von sehr guter Auflösung und zufriedenstellender Tonwiedergabe fähig ist, was hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, daß die Tonerteilchen in der Trägerflüssigkeit als wesentlich feinere Teilchen als in anderen Entwicklermaterialien stabil dispergiert sind, und daß sie sich auf einem latenten elektrostatischen Bild abscheiden, da die dispergierten Einheitsteilchen nicht in agglomerierter Form vorliegen.
Es wurden viele abgeänderte Bildaufzeichnungsverfahren vorgeschlagen, bei welchen dem elektrophotographischen Tonermaterial spezifische Funktionalitäten erteilt werden. Ein typisches Beispiel ist die Bildung eines ätzbeständigen Musters oder einer ätzbeständigen Vorlage durch Elektrophotographie unter Anwendung eines ein lichtelektrisch leitfähiges Pigment und ein Harz enthaltenden Überzugs, der ein härtbares harzartiges Material und einen katalytischen Entwickler enthält, der die Härtungsreaktion des Harzes fördern oder einleiten kann.
Die Erfindung kann sich auch auf die Art von Elektrophotographie beziehen, bei welcher ein Toner mit einer spezifischen Funktionalität verwendet wird. Der flüssige Entwickler gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß er einen Toner enthält, der ein proteolytisches Enzym umfaßt.
9098^6/0982
Nachdem einmal ein Tonerbild auf einem lichtelektrisch leitfähigen Überzug eines elelrtrophotographischen lichtempfindlichen Gliedes unter Verwendung eines derartigen flüssigen Entwicklers erhalten ist, kann eine Schablone oder eine Matrix zum Kopieren oder zur Bildvervielfältigung in einem sehr einfachen Arbeitsgang hergestellt werden.
Gemäß der Erfindung wird daher ein elektrophotographischer flüssiger Entwickler zum Gebrauch bei der Umwandlung eines auf einer isolierenden Oberfläche gebildeten elektrostatischen latenten Bildes in ein sichtbares Bild oder ein Materialbild geschaffen, der eine nicht-polare, stark isolierende Trägerflüssigkeit und ein Tonerpulver umfaßt, das darin ein feinteiliges proteolytisches Enzym enthält oder dieses absorbiert oder aus einem feinteiligen proteolytischen Enzym besteht und eine geeignete Ladungspolarität aufweist, wobei das Tonerpulver in der genannten Trägerflüssigkeit dispergiert ist. -." - "
Die vorstehend genannte Trägerflüssigkeit besitzt
einen elektrischen Widerstand von oberhalb 1o Ohm· cm und eine spezifische Dielektrizitätskonstante von unterhalb 3,5.
Eine typische Arbeitsweise wird nachstehend im einzelnen mit Bezug auf die Zeichnung näher erläutert.
Die Figuren 1 bis 3 zeigen schamatische Querschnittsansichten von einem elektrophotographischen und einem Matrixmaterial, worin die Arbeitsweise zur Erzeugung einer Gelatine-Matrix unter Verwendung eines Entwicklers gemäß der Erfindung veranschaulicht wird.
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Fig. 1 zeigt eine Querschnittsansicht eines elektrophotographischen Aufzeichnungsgliedes, das auf seiner lichtempfindlichen Oberfläche ein Tonerbild~äufweist, das ein proteolytisches Enzym (das nachstehend abgekürzt als Protease bezeichnet wird) enthält. In Fig. 1 bezeichnet das Bezugszeichen 1 ein elektrophotographisches Aufzeichnungsglied, das einen elektrisch leitfähigen Träger 11 und eine lichtelektrisch leitfähige isolierende Schicht 12 umfaßt. Der Träger ist gewöhnlich aus einem Material mit einem spezi-
fisden Widerstand von unterhalb etwa 10^ Ohm-cm gebildet, " wobei geeignete Materialien Papier, Metallplatten, metallisiertes Papier oder Kunststoff-Filme o.dgl. umfassen. Die lichtelektrisch leitfähige isolierende Schicht 12 kann aus irgendeiner der in der Technik für die Elektrophotographie bekannten Arten bestehen. Typische Beispiele hierfür sind amorphe Selenschicht, eine Schicht aus Zinkoxyd/Harz-Mischung, organische lichtelektrisch leitfähige Schichten o.dgl.. Ein Tonerbild 2 enthält eine Protease. Die Fläche > ist nicht mit dem Toner bedeckt. Ein derartiges Tonerbild kann durch ein typisches xerographisches Verfahren gebildät werden, bei welchem die lichtelektrisch leitfähige Schicht im Dunklen geladen, die geladene Oberfläche einer Bildbelichtung unterworfen und das so erzeugte latente elektrostatische Bild durch Abscheidung des Toners in Aufeinanderfolge entwickelt wird. Jedoch kann irgendein anderes Verfahren zur Erzeugung eines Tonerbildes gemäß der Erfindung zur Anwendung gelangen, z.B. das Kalimann-Verfahren unter Anwendung eines lichtelektrisch leltfähigen Nacheffektes, oder das thermoxerographische Verfahren, bei welchem eine bildweise Wärmestrahlung anstelle einer Strahlung mit sichtbarem Licht zur Anwendung gelangt.
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Fig. 2 erläutert die Arbeitsweise der Matrixbildung, wobei das ein Tonerbild tragende Aufzeichnungsglied 1 in inniger Berührung mit einem Matrixmaterial 5 in Gegenwart von ausreichender Feuchtigkeit gehalten wird. Das Matrixmaterial 5 umfaßt eine wasserbeständige Unterlage 51 und eine Gelatineschicht 52, die in einer Ubarzugsdicke von mehreren Mikron darauf aufgebracht ist. Geeignete Materialien für die Unterlage 51 umfassen Filme aus Cellulosetriacetat, PoIycarbonat, Polyäthylenterephthalat ο.dgl. oder ein wasserbeständiges Papier. Die Gelatineschicht 52 kann farblos sein; sie kann jedoch für eine bequeme Arbeitsweise in gewünschter Weise gefärbt oder mittels geeigneter Materialien getrübt oder undurchsichtig gemacht sein.
Da die Aktivität des Enzyms in dem Toner auf Gelatine sehr schwach ist, wenn die Gelatine im wesentlichen getrocknet isti und außerdem von dem pH-Wert der Feuchtigkeit abhängt, kann die Gelatineschicht 52 vorzugsweise vor der Berührung mit dem Enzymbild angefeuchtet und gleichzeitig behandelt werden, um den erwünschten pH-Wert aufzuweisen. Die Zersetzung von Gelatine wird durch Erhitzen der Anordnung auf etwa 40 bis 50°C erhöht.
Fig. 3 veranschaulicht das Matrixmaterial nach dem Aussetzen an eine bitweise !Zersetzung durch das Enzymmuster oder die Enzymvorlage und nach Waschen nifc kaltem Wasser. Der Enzym enthaltende Toner zersetzte den entsprechenden Bereich 53 der Gelatineschicht während der innigen Berührung, während ein anderer Bereich 51* unverändert zurUckblieb, wodurch ein Reliefbild erhalten wird· Das so erzeugte Reliefbild kann für das übliche Farbübertragungsverfahren oder für andere photographische Verfahren verwendet werden. Ein optisch
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positives Tonerbild ergibt ein optiscn negatives Farbbild durch das Farbübertragungsverfahren. Demgemäß kann man in gewöhnlichen Fällen elektnphotographisch ein optisch positives Bild herstellen, aus welchem ein positives Farbbild gebildet werden kann. Bezüglich' einerjbesonderen Anordnung eines Tonerbildes ergibt ein Tonerbild mit einer richtigen Anordnung eine Endkopie der gleichen Anordnung, da das Gelatinerelief ein Spiegelbild mit Bezug auf das Tonerbild darstellt.
Die Vorteile, die gemäß der Erfindung erzielt werden, sind nachstehend zusammengestellt:
(1) Da die Protease gut auf gehärtete Gelatine einwirken kann, ist die Relief-Herstellung mit weniger Schwierigkeiten sowie mit einem wesentlich herabgesetzten Verlust verbunden, verglichen mit der Relief-Hersteilung mittels eines Gerb- oder Beizverfahrens.
(2) Die elektrophotographisehen Arbeitsweisen, bei welchen ein Tonerbild erhalten wird, sind einfach, zeitsparend und wirtschaftlich.
Enzyme behalten ihre katalytische Aktivität bei, wenn sie in getrocknetem Zustand gehalten werden, was auch der Fall ist, wenn sie in einer unpolaren Trägerflüssigkeit, die außerordentlich wenig Feuchtigkeit enthält, disper giert sind.
(4) Für die Relief-Herstellung ist eine außerordentlich kurze Behandlungsdauer erforderlich.
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Enzyme, die gemäß der Erfindung zur Anwendung gelangen können, umfassen solche tierischer Herkunft, wie Pepsin, Kathepsin, Rennin, Trypsin, Chymotrypsin, Pflanzenproteasen, wie Bromelain, Papain,Chymopapain, Ficin, Asclepain, und Bakterien-Proteasen, z.B. Bacillus subtilis Protease ο.dgl..
Einige dieser Enzyme, z.B. Papain und Ficin, erfordern Aktivatoren, z.B. Cystin, Glutathion oder Ascorbinsäure, für die Ausübung enzymatischem Aktivität. Derartige Aktivatoren können dem flüssigen Entwickler gemäß der Erfindung zugesetzt werden.
Da Enzyme Polypeptiöketten in ihrer, molekularen Struktur enthalten, nehmen sie eine elektrostatische Ladung von positiver Polarität an, wenn sie in einer isolierenden Trägerflüssigkeit dispergiert sind. Daher werden feine Enzymteilchen bei Anwendung auf ein elektrostatisches latentes Bild von positiver Polarität an eine geladene Fläche angezogen, wodurch eine Anztehungsentwlcklung ausgeführt wird, während andererseits eine Abstoß- oder Umkehrentwicklung mit einem latenten Bild von negativer Polarität stattfindet.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird ein flüssiger Entwickler so zusammengesetzt, daß die Tonerteilchen hauptsächlich ein wasserunlösliches, ladungskontrollierendes, harzartiges Material und ein Enzym als in geringerer Menge vorhandener Bestandteil umfassen, um eine Seitliche Diffusion des Enzyms während der innigen Berührung mit einem befeuchteten Gelatineüberzug auf ein Minimum herabzusetzen. Ladungskontrollierende harzartige Materialien zur Verwendung in elektrophotographischen flüssigen Entwicklern sind in vielen Patentschriften (z.B. US Patent-
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Schriften 2 907 675, 5 078 23I und 3 198 649) und Veröffentlichungen beschrieben und werden daher hier nicht aufgeführt. V/enn ein Enzym einem ladungsregelnden harzartigen Material einverleibt ist, ist die für die Zersetzung von Gelatine erforderliche Zeitdauer etwas verlängert. Dies ist darauf zurückzuführen, daß die Enzymauflösung verzögert wird, da dieses in dem wasserunlöslichen Material eingekapselt ist.
Dieses Problem kann ^löst werden, indem man die Herstellungsarbeitsweise für die Entwickler abändert. Ein verbessertes Verfahren zur Entwicklerherstellung wird empfohlen, bei welchem ein proteolytisches Enzym und ein feinteiliges harzartiges Material einer Trägerflüssigkeit einverleibt werden. Da gewöhnlich die Menge des ersteren wesentlich geringer als diejenige des letzteren ist, wird das elektrophoretisch^ Verhalten der sich ergebenden Dispers ion hauptsächlich von dem Verhalten des letzteren, d.h. des harzartigen Materials, bestimmt. Wenn z.B. eine geringe Menge von Proteasepulver, das in einer Trägerflüssigkeit eine positive Ladung erlangt, zusammen mit einer großen Menge von Polyvinylchloridpulver mit einer negativen Polarität dispergiert wird, wird ein flüssiger Entwickler, der einen Toner von negativer Polarität enthält, erhalten, da die Proteaseteliehen an der Oberfläche des Polyvinylehloridpulvers durch Wechselwirkung Coloumb1scher Art zwischen Ladüngen von entgegengesetzten Polaritäten absorbiert werden.
Die Größe der harzartigen Tonerteilchen, die eine Protease enthalten oder absorbieren, beträgt 0,05 bis 10 yu. Die Menge an Protease in dem harzartigen Toner beträgt mehr als 0,05 Gew.-^ , bezogen auf den harzartigen Toner, und insbesondere 0,2 bis 5 Gew.-%.
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ORIGINAL INSPECTED
— y —
Toner, die in einem flüssigen Entwickler gemäß der Erfindung enthalten sind, können auch nur aus feinteiligen Proteaseteilchen bestehen, wobei die Größe der Tonerteilchen, bestehend aus den Proteaseteilchen, im Bereich von 0,01 bis 5 /U liegt.
■ι'
Im allgemeinen liegt eine geeignete l onerknnzentration in dem flüssigen Entwickler gemäß der Erfindung im Bereich von 0,01 bis 5 Gew.-^, bezogen auf die Trägerflüssigkdt. Wenn jedoch ein flüssiger Entwickler, der eine große Menge an Tonerteilchen, bestehend aus Proteaseteilchen, enthält, gemäß der Erfindung verwendet wird, tritt in dem sich ergebenden Gelatinerelief ein Bildmangel, nämlich eine Fleckenbildung, auf.
Andere Bestandteile, z.B. ungesättigte Pflanzenöle, die dem entwickelten Bild ein Eigenfixiervermögen erteilen, können den Entwicklern gemäß der Erfindung ebenfalls einverleibt werden. Auch Stabilisieren für Enzyme können zugesetzt werden.
Außerdem ist es zweckmäßig, den flüssigen Entwickler zu stabilisieren, indem ein in der Trägerflüssigkeit lösliches Harz, beispielsweise Langölfirnis, Alkydharz, mit Naturharz modifiziertes Pkenol-Formaldehyd-Harz, incfem flüssigen Entwickler gelöst wird.
Eine in der Trägerflüssigkeit lösliche Komponente, beispielsweise das vorstehend genannte Harz, kann in einer Menge von 0,2 bis 30 Gew.-^, bezogen auf dieflfenge der Trägerflüssigkeit, dem flüssigen Entwickler gemäß der Erfindung zugesetzt werden.
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Geeignete Materialien für die Trägerflüssigkeit der Entwickler gemäß,der Erfindung umfassen aliphatische Kohlenwasserstoffe, alicyclische Kohlenwasserstoffe, aromatische Kohlenwasserstoffe, halogenierte Kohlenwasserstoffe, PoIymeüiylsiloxan o.dgl.·
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Beispielen näher erläutert.
Beispiel 1
100 mg eines proteolytischen Enzyms, das im Handel unter dem Warenzeichen "Pronase P" erhältlich ist (Kaken Chemical Co., Komagome, Bunkyo-ku, Tokyo), wurden in I50 mg gereinigtes Kerosin eingebracht und einer Ultraschallbewegung (Rühren mittels Ultraschall) während mehrerer Minuten unterworfen. Es wurde dabei eine homogene Dispersion erhalten. Die Dispersion wurde auf ein elektrophotographisches Zinkoxydpapier aufgebracht, das geladen und einer Bild belichtung unterworfen worden war, und ein elektrostatisches latentes Bild von negativer Polarität trug. Da die Pronase-Teilchen positiv geladen waren, wurde eine Anziehungsentwicklung erhalten.
Beispiel 2
In eine Mischung von 100 ml Cyclohexan und 50 ml Kerosin wurden 100 mg des gleichen Enzyms wie in Beispiel 1 dispergiert. Dann wurde 1 g eines harzmodifizierten Phenol-Formaldehyd-Harzes in der Flüssigkeit gelöst. Es zeigte sich, daß die Enzymteilchen in der Dispersion eine Ladung positiver Polarität annahmen*
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,, ι ·-> ί- υ / ι α
Beispiel 3
Ein flüssiger Entwickler, dar feine Teilchen von Polyvinylchlorid mit einem Durchmesser von 0,1 bis 0,5 Mikron enthielt, wurde unter Anwendung einer Rührbewegung mittels Ultraschall hergestellt. Dieser Entwickler enthielt 0,2 Gew.-^ rJ-'oner. Zu 1000 ml von diesem Entwickler wurden 100 mg Pronase unter Rühren mittels Ultraschall zugegeben. Ein elektrophotographisches Zinkoxydpapier, das ein elektrostatisches latentes Dili trug, wurde in die erhaltene Dispersion eingetaucht, wobei eine Abstoßentwicklung aufgrund der negativ geladenen dispergierten Teilchen erhalten wurde. Die Herstellung eines Gelatinereliefs unter Anwendunqjdicses entwickelten Bildes zeigte, daß Pronase-Teilchen zusammen mit Polyvinylchloridteilchen auf dem Blatt abgeschieden waren.
Beispiel 4
Dieses Beispiel unterscheidet sich vonher in Beispiel j3 beschriebenen Arbeitsweise lediglich darin, das als Protease j500 mg eines konzentrierten Pepsinpulvers (Verdünnungsverhältnis 1 : 100) anstelle von Pronase verwendet wurden. Es zeigte sich wiederum, daß Pepsin bei dem elektrophoretischen Verhalten mit Polyvinylchlorid verbunden worden war. Die Herstellung eines Gelatinereliefs wurde bei einem niedrigen pH-Wert ausgeführt, um die Aktivität von Pepsin zu erhöhen.
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ORSGiNAL INSPECTED

Claims (5)

Patentansprüche
1. Elektrophotographischer flüasLger Entwickler zum Gebrauch bei der Umwandlung eines elektrostatischen latenten Bildes, das auf einer isolierenden Oberfläche gebildet ist, in ein sichtbares Bild oder ein Materialbild, dadurch ge-
kennzeichnet, daß er eine nicht-polare stark isolierende Trägerflüssigkeit und ein Tonerpulver umfaßt, das darin ein feinteiliges proteolytisches Enzym enthält oder dieses absorbiert oder aus einem feinteiligen proteolytischen Enzym besteht und eine geeignete Ladungspolarität aufweist, wobei das Tonerpulver in der genannten Trägerflüssigkeit dispergiert ist.
2. Elektrophotographischer flüssiger Entwickler nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerflüssigem keit einen elektrischen Widerstand von oberhalb 1O^ Ohm-cm und eine spezifische Dielektrizitätskonstante von unterhalb 3,5 aufweist.
3. Elektrophotographischer flüssiger Entwickler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Toner aus einem feinteiligen ladungsregelnden harzartigen Material, das ein feinteiliges proteolytisches Enzym absorbiert enthält, besteht.
4. Elektrophotographischer flüssiger Entwickler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß derToner aus einem feinteiligen ladungsregelnden harzartigen Material, das ein feinteiliges proteolytisches Enzym enthält, besteht.
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5. Elektrophotographiseher flüssiger Entwickler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das proteolytische Enzym aus Pepsin, Kathepsin, Rennin, Trypsin, Chymotrypsin, Bromelain, Papain, Chymopapain, Picin, Asclepain oder Bacillus subtilis Protease besteht.
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Leerseite
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