DE1920992C3 - Vorrichtung zum Richten eines Geschützes - Google Patents

Vorrichtung zum Richten eines Geschützes

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DE1920992C3
DE1920992C3 DE19691920992 DE1920992A DE1920992C3 DE 1920992 C3 DE1920992 C3 DE 1920992C3 DE 19691920992 DE19691920992 DE 19691920992 DE 1920992 A DE1920992 A DE 1920992A DE 1920992 C3 DE1920992 C3 DE 1920992C3
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Jacques; Larribaut Rene; Tarbes Pyrenees Maxime (Frankreich)
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Description

Gesichtsfeld des Richtfernrohrs bewegt, auf einer der Schraubenlinien stillgesetzt zu sein scheint. Durch die Bedienungs- oder Einstellknöpfe werden dann die senkrechte und die horizontale Fadenkreuzlinie verschoben. Zur Verfolgung des Ziels muß daher das Zielfernrohr und das Geschütz bewegt und das Richtfernrohr eingestellt wer.Un, um das Ziel in dem Schnittpunkt der beiden Fadenkreuzlinien zu zentrieren; das Geschütz ist dann auf diese Weise entsprechend der geforderten Korrektur verstellt worüen. In der genannten Vorrichtung wird auch nicht die tatsächliche DreU/ewegung beispielsweise eines Geschütz- oder Drehturms, sondern die scheinbare Geschwindigkeit des Zielgegenstandes festgestellt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Richten eines Geschützes von der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, daß mittels einer verhältnismäßig einfachen Ausbildung der Vorrichtung der erforderliche Vorhalt selbsttätig allein durch Verfolgen des Ziels rr.ttels der Visiervorrichtung gewonnen werden kann.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Visiersteuereinrichtung eine Geber-Empfänger-Anordnung aufweist, wobei der Ausgang der Multipliziereinrichtung an einen Eingang des Gebers angeschlossen ist, daß der Ausgang des Empfängers an den Eingang eines Verstärkers angeschlossen ist, daß ein Motor an den Ausgang des Verstärkers angeschlossen ist und das Ausgangssignal des Motors einerseits das Fadenkreuz der Visiereinrichtung verstellt, andererseits an einen zweiten und dritten Eingang (Stator und Rotor von 10) des Empfängers (10) rückgeführt wird, wobei in einem Rückführungsweg ein Integrator (15) zwischengeschaltet ist.
Eine derartige Vorrichtung kann vorteilhaft sowohl in dem Fall angewendet werden, bei welchem ein Geschütz auf einem beweglichen Turm montiert ist, als auch in dem Fall angewendet werden, bei welchem ein Geschütz in einer festen Lage auf einem Panzer montiert ist Im ersten Fall kann die Bestimmung der Winkelgeschwindigkeit des Geschützes leicht vorgenommen werden, indem die Winkgelgeschwindigkeit des beweglichen Turms gemessen wird. Im zweiten Fall kann die Winkelgeschwindigkeit des Geschützes dadurch gemessen werden, indem die Winkelgeschwindigkeit des Panzers als Ganzem z. B. mittels einer Kreiselplattform gemessen wird. Diese Vorrichtung eignet sich übrigens nicht nur zur Bestimmung der Seitenkorrektur, sondern auch, wenn ein Ziel eine Vertikalgeschwindigkeitskomponente besitzt, zur Bestimmung der Höhenwinkelkorrektur.
Die durch die Vorrichtung gemäß der Erfindung bestimmte Schießkorrektur kann in die Visiereinrichtung auf zweierlei Weise eingeführt werden. Es kann eine Visiereinrichtung mit einem einzigen beweglichen Fadenkreuz verwendet werden, welche ständig durch das Korrektursignal gesteuert wird. In diesem Fall wird, wenn der Schütze seine Verfolgung stabilisiert hat, d. h. wenn er das Ziel im Fadenkreuz »führt«, die Korrektur automatisch eingeführt, und der Schütze kann dann schießen.
Es kann aber auch eine Visiereinrichtung mit zwei Fadenkreuzen verwendet werden, von denen das eine feststeht und in der Mitte des Gesichtsfeldes der Visiereinrichtung angeordnet ist und von denen das andere beweglich ist und ständig um einen Wert gleich der Schießkorrektur verlagert ist. In letzterem Fall verfolet der Schütze das Ziel mittels des feststehenden Fadenkreuzes, und wenn die Verfolgung stabilisiert ist, macht der Schütze das bewegliche Fadenkreuz unbeweglich, und zum Schießen muß er nur den Turm so richten, daß das unbeweglich gemachte Fadenkreuz auf das Ziel zu liegen kommt. Wenn, wie vorstehend beschrieben, die KürreKtur nur im letzten Moment eingeführt wird, kann in vorteilhafter Weise mit dem Geschütz und seinen zugehörigen Vorrichtungen (Entfernungsmesser usw.) die Richtung auf das Ziel
ίο während der ganzen Zeitdauer der Verfolgung beibehalten werden.
Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen beansprucht
Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert
F i g. 1 zeigt eine schematische Darstellung zur Erläuterung der Funktion einer Vorrichtung gemäß der Erfindung;
Fig.2 zeigt schematisch eine Vorrichtung gemäß Erfindung.
Nachfolgend wird unter Bezug auf F i g. 1 das Prinzip der Bestimmung der Schußkorrektur gemäß der Erfindung beschrieben.
Der Schütze verfolgt mit seiner Visiereinrichtung das Zie!, und das Geschützrohr wird mit einer Geschwindigkeit Ω verstellt (welche gleich der Winkelgeschwindigkeit des Zieles ist). Der Drehwinkel des Geschützes ist deshalb
und nach einer Laplace-Transformation ist
IJ
q =
(p ist dabei der Laplace-Operator).
Mittels einer Multipliziereinrichtung 1 wird der Winkel φ mit der Flugzeit T multipliziert. Man erhält dann eine Größe
7i =
Mittels einer zweckmäßigen Regeleinrichtung, welche schematisch aus Fig.! ersichtlich ist, und welche zwei Dreh-Meßeinrichtungen 2 und 3, einen Verstärker 4, einen Motor 5 und einen Integrator 6 aufweist, wird das Fadenkreuz der Visiereinrichtung um einen Wert ac — Ωχ T verstellt. Wenn die Zeitkonstanten des Verstärkers 4 und des Motors vernachlässigt werden, ergibt sich folgende Übertragungsfunktion für die Regeleinrichtung:
Es kann der Wert berechnet werden, gegen welchen α strebt, wenn der Eingang φι einem gegebenen Were iäo7ö entspricht. Eine Laplace-Transformation ergibt dann
Es ist bekannt, daß der Wert, gegen welchen λ strebt, wenn die Zeit eesen unendlich strebt istetipes Verhalten
der Regelung) gleich dem Wert von pa ist, wenn ρ
η = "" ?'■ ■ P
und daraus
Wenn ρ gegen O strebt, strebt natürlich μχ gegen Ω0Γ0.
Mit der betrachteten Regelung erhält man für eine Geschwindigkeit Ω und eine Flugzeit 7~eine Winkelauswanderung des Fadenkreuzes gleich Ω ■ T, was eben gerade beabsichtigt war.
In der oben beschriebenen Weise kann die Seitenwinkelkorrektur ebenso wie die Höhenwinkelkorrektur. wenn ein Ziel eine Vertikalgeschwindigkeitskomponente besitzt, bestimmt werden.
Auf die angegebene Weise ist es somit möglich, auf das Fadenkreuz einer Visiereinrichtung entweder eine Seitenwinkelkorrektur oder eine Höhenwinkelkorrektur oder auch beide Korrekturen gleichzeitig zu übertragen.
Nachfolgend wird unter Bezug auf F i g. 2 eine Ausführungsform der Erfindung beschrieben, und zwar für den Fall, daß ein Geschütz auf einem beweglichen Turm montiert ist, wobei auf das Fadenkreuz der Visiereinrichtung nur eine Seitenwinkelkorrektur übertragen wird.
Wie dies bereits beim Richten durch optisches Zielen mittels einer Visiereinrichtung 20 bekannt ist, wird die Winkelverstellung des Turms 21 eines Panzers und somit seines Geschützes in Abhängigkeit von dei Winkelverstellung der Visiereinrichtung 20, mit welcher der Schütze das Ziel verfolgt gesteuert. Die die Steuerung der Verstellung des Geschützes und die Versteilung der Visiereinrichtung gestattenden Organe können in verschiedenen Arten ausgeführt werden und bilden keinen Teil der Erfindung. Diese Steuerungsorgane werden deshalb nicht im einzelnen beschrieben. Zu diesen Organen zählen z. B. Meßeinrichtungen 22 für die Ausrichtung der Visiereinrichtung (Potentiometer, Bewegungseinrichtung usw.), deren Ausgangssignal zur Steuerung eines Servomechanismus 23 verwendet wird, welcher mittels seiner Drehbewegung die Antriebsorgane des Turms 21 steuert
In gleicher Weise sind die Organe 24 und 25, welche jeweils die Bestimmung der Entfernung D des Ziels und in Abhängigkeit von der Messung der Entfernung D die Bestimmung der Flugzeit T des Projektils gestatten, nicht im einzelnen beschrieben, wobei vorausgesetzt wird, daß diese Organe ausreichend bekannt sind.
In der in Fig.2 gezeigten Vorrichtung ist eine Bewegungseinrichtung 7, z. B. ein mit einem Zahnkranz des Turms des Panzers zusammenarbeitendes Getriebe, vorgesehen. Die Abtriebswelle dieser Bewegungseinrichtung dreht sich mit einer Geschwindigkeit von KaQ, welche proportional der Winkelgeschwindigkeit des Turms und deshalb derjenigen des das Ziel verfolgenden Geschützes und demzufolge gleich der Winkelgeschwindigkeit des Ziels ist Die Abtriebswelle treibt eine Reibscheibe eines Kogel-Reibscheiben-Getriebes 8 (Multipliziereinrichtung) an, deren Kugeln um eine CiöSc μΐυμυι ίίυικίί üci Fiuguauci 7~versieiii sind, uie Abtriebswelle des Kugel-Reibscheiben-Getriebes 8 dreht sich deshalb mit der Geschwindigkeit ΚοΩΤ, welche proportional der zu bewirkenden Schießkorrektur ist und mittels einer Steuervorrichtung, welche weiter unten beschrieben ist, zur Steuerung der Verstellung des Fadenkreuzes 17 im Inneren einer V siereinrichtung 20 verwendet wird. Die Verstellung wird dabei in einer Richtung vorgenommen, welche entgegengesetzt zur Verfolgungsrichtung liegt, und mit ei tier Amplitude entsprechend der Schießkorrektur.
Die Steuervorrichtung kann in folgender Weise ausgeführt sein. Die Abtriebswelle des Kugel- Reibscheibt:n-Geiriebes 8 treibt den Rotor eines Drehmeldergebt:rs 9 an, dessen Stator hinsichtlich seiner Umdrehungen elektrisch mit dem Stator eines Drehmelderempfängers 10 hinsichtlich dessen Umdrehungen gekuppelt ist. Der Drehmeldergeber 9 und der Drehmelderempfänger 10 bilden eine Geber-Empfänger-Anordnung (auch Selsynsystem genannt;. Die an den Klemmen der Wicklung des Rotors des Drehmelderempfängers 10 ÜFgende Ausgangsspannung steuert mittels eines Verstärkers 11 eine Generator-Motor-Untersetzung-Anordnung 12. Die Abtriebswelle dieser Anordnung 12 steuert einerseits mittels einer Untersetzung 13 den Stator des Drehmelderempfängers 10. wohei der Stator die eine mit 3 in Fig. 1 bezeichnete Dreh-Meßeinrichtung bildet, und andererseits mittels eines Spindeltriebs 14 die Verstellung des Fadenkreuzes 17 und den Eingang eines mechanischen Integrators 15.
Dieser Integrator 15 wird durch ein Kugel-Reibscheiben-Getriebe gebildet, deren Reibscheibe mit konstanter Geschwindigkeit durch einen Synchronmotor 16 angetrieben wird. Die Antriebswelle des mechanischen Integrators 15 treibt den Rotor des Drehmeldeempfängers 10 an, dessen Rotor die in F i g. 1 mit 2 bezeichnete D -eh-Meßeinrichtung bildet.
Die Werte der Koeffizienten Ko, K\ (Koeffizient der Untersetzung 13) und Kj (Koeffizient des Verstärkers 11) sind so bestimmt, daß unter Berücksichtigung des Kugel-Reibscheiben-Getriebes 8 und 15. des Synchronmotors 16 und des Spindeltriebs 14 die Winkelverstellung des Fadenkreuzes 17 gleich dem Produkt Ω ■ T'ist In der Praxis sind die Elemente 7, 8 und 9 am Turm befestigt, während die Elemente 10 bis 16 in der Visiereinrichtung vorgesehen sind.
Somit wird, wenn der Schütze das Ziel mit der Visiereinrichtung verfolgt mit der Vorrichtung gemäß F g. 2 das Geschütz zur Verfolgung des Ziels im gleichen Maße wie die Visiereinrichtung geführt während gleichzeitig einerseits die Flugzeit bestimmt wird und andererseits die Vorrichtung die Winkelgeschwindigkeit des das Ziel verfolgenden Geschützes
bestimmt und diese Winkelgeschwindigkeit mit der Flugzeit des Projektils oder der Granate derart multipliziert daß sich ein Korrektursignal ergibt welches mittels einer Steuervorrichtung zur Steuerung des Fadenkreuzes einer Visiereinrichtung verwendet wird. Demzufolge muß der Schütze, welcher die Verfolgung vornimmt nur ständig das Fadenkreuz der Visiereinrichtung mit dem Ziel zur Deckung bringen, wobei die Schießkorrektur automatisch durch die Vorrichtung ausgeführt wird.
Die vorerwähnte und durch die oben beschriebene Vorrichtung bestimmte Schießkorrektur kann, in die Visiereinrichtung auf zweierlei. Weise eingebracht werden, wobei in jedem Falle gleiche Ergebnisse erzielt
Il
werden. Im ersten Fall weist die Visiereinrichtung nur ein einziges Fadenkreuz auf, auf welches eine Winkelverstellung, welche eine Funktion der zu bewirkenden Schießkorrektur ist, ständig in der Weise übertragen wird, daß, wenn der Schütze seine s Verfolgung stabilisiert hat, d. h. das Ziel im Fadenkreuz führt, die Schießkorrektur automatisch ausgeführt wird, wie dies weiter oben beschrieben ist, und der Schütze nur das Schießen steuert. Im zweiten Fall weist die Visiereinrichtung zwei Fadenkreuze auf, von denen das eine in der Mitte des Gesichtsfeldes der Visiereinrichtung angeordnet ist und das andere beweglich ist und ständig durch die Vorrichtung um einen Wert entsprechend der auszuführenden Schießkorrektur verstellt ist. Im zweiten Fall verfolgt der Schütze das 1S Ziel mittels des feststehenden Fadenkreuzes, während gleichzeitig die Vorrichtung das bewegliche Fadenkreuz um einen Wert entsprechend der besagten Korrektur verstellt. Wenn die Verfolgung stabilisiert wurde, macht der Schütze mittels einer zweckmäßigen Vorrichtung das bewegliche Fadenkreuz derart unbeweglich, daß er zum Schießen nur den Turm so richten muß. daß das unbeweglich gemachte Fadenkreuz auf das Ziel kommt. Wie schon weiter oben ausgeführt, gestattet dieses letztere Vorgehen, bei dem Geschütz und seinen zugehörigen Vorrichtungen (Entfernungsmesser usw.) die Richtung auf das Ziel: während der ganzen Zeitdauer der Verfolgung beizubehalten.
Obwohl die Vorrichtung weiter oben unter Bezug auf ein auf einem beweglichen Turm eines Panzers montierten Geschütz beschrieben wurde, so kann die Vorrichtung selbstverständlich auch bei dem Fall angewendet werden, bei welchem ein Geschütz fest an
einem Panzer montiert ist, wobei das Richten des Geschützes dann durch Verstellung des Panzers als Ganzem erreicht wird. Die Veränderungen der Winkellagen des Geschützes können dann an Stelle der Bewegungsvorrichtung 7 durch eine zweckmäßige Vorrichtung, wie z. B. eine Kreiselplattform, festgestellt werden, deren Ausgang zu der Multipliziereinrichtung 8 übertragen werden kann.
Im übrigen kann, obwohl sich die obige Beschreibung auf eine zur Ausführung der Schießkorrektur für ein sich horizontal oder im wesentlichen horizontal bewegendes Ziel geeignete Vorrichtung bezieht, selbstverständlich eine analoge Vorrichtung zur Bestimmung und automatischen Einführung der auszuführenden Schießkorrektur in einer Visiereinrichtung für ein Ziel mit einer Vertikalgeschwindigkeitskomponente verwendet werden. Eine derartige Vorrichtung könnte vorteilhaft für eine Luftabwehrwaffe verwendet werden.
Andererseits kann in dem Fall, in welchem das Ziel gleichzeitig eine Horizontal- und Vertikalgeschwindigkeit in Bezug auf das Geschütz besitzt, eine Vorrichtung vorgesehen werden, welche es gestattet, auf das Fadenkreuz einer Visiereinrichtung einerseits eine eine Funktion der Horizontalgeschwindigkeitskomponente des Ziels bildende Horizontalverstellung zu Übertrager und andererseits eine eine Funktion der Vertikalgeschwindigkeitskomponente dieses Ziels bildende Vertikalverstellung zu übertragen. Dies kann !sieht dadurch bewerkstelligt werden, indem jeweils für die Horizontalkorrektur und die Vertikalkorrektur eine Vorrichtung der oben beschriebenen Art vorgesehen wird, wobei diese Vorrichtungen zur Verstellung des Fadenkreuzes in horizontaler und vertikaler Richtung geeignet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609649/102
fi556

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Richten eines Geschützes mit einer Visiereinrichtung, mit einer Richteinrichtung zum Verstellen des Geschützes in Abhängigkeit von der Verstellung der Visiereinrichtung, mit einem Entfernungsmesser zur Ermittlung der Zielentfernung und mit einer Einrichtung zur Bestimmunj der Flugzeit des Projektils, wobei der Eingang dieser Bestimmungseinrichtung an den Ausgang des Entfernungsmessers angeschlossen ist, mit einer Drehgeschwindigkeit-Meßeinrichtung zur Messung der Drehgeschwindigkeit des Geschützes, mit einer Multipliziereinrichtung, deren beide Eingänge jeweiis an den Ausgang der Drehgeschwindigkeitsmeßeinrichtung und an den Ausgang der Flugzeitbesiimmungseinrichtung angeschlossen sind, und mit einer Visiersteuereinrichtung, deren Eingang an den Ausgang der Multipliziereinrichtung und deren Ausgang an ein bewegliches Fadenkreuz der Visiereinrichtung angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Visiersteuereinrichtung eine Geber-Empfänger-Anordnung (2,3; 9,10) aufweist, wobei der Ausgang der Multipliziereinrichtung (8) an einen Eingang des Gebers (2; 9, Rotor von 9) angeschlossen ist, daß der Ausgang des Empfängers (Stator von 10) an den Eingang eines Verstärkers (11) angeschlossen ist, daß ein Motor (12) an den Ausgang des Verstärkers (11) angeschlossen ist und das Ausgangssignal des Motors einerseits das Fadenkreuz (17) der Visiereinrichtung (20) verstellt, andererseits an einen zweiten und dritten Eingang (Stator und Rotor von 10) des Empfängers (10) rückgeführt wird, wobei in einem Rückführungsweg ein Integrator (15) zwischengeschaltet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Multipliziereinrichtung von einem Kugel-Reibscheiben-Getriebe (8) gebildet wird, dessen Reibscheibe durch die Drehgeschwindigkeitsmeßeinrichtung (7) gesteuert ist, und deren Kugeln proportional zur Flugzeit des Projektils von der Flugzeitbestimmungseinrichtung (24, 25) verstellt werden, daß der Ausgang dieser Multipliziereinrichtung (8) an den ersten Eingang des Gebers (9, Rotor von 10) angeschlossen ist, und daß der Integrator von einem zweiten Kugel-Reibscheiben-Getriebe (15) gebildet wird, dessen Reibscheibe mit konstanter Geschwindigkeit von einem Synchronmotor (16) angetrieben wird, und deren Kugein in Abhängigkeit vom Ausgangssignal des Motors (12) verstellt werden, und daß der Ausgang des Integrators (15) an den zweiten Eingang des Gebers angeschlossen ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Geber-Empfänger-Anordnung von einem Drehmeldergeber (9) und einem Drehmelderempfänger (10) gebildet ist, deren Statorwicklungen elektrisch miteinander verbunden sind, daß die Rotorwicklung des Drehmelderempfängers (10) an den Eingang des Verstärkers (11) angeschlossen ist, daß die Rotoren des Drehmeldergebers (9) bzw. des -empfängers (10) jeweils mit Ausgangswellen der Multipliziereinrichtung (8) und des Integrators (15) verbunden sind, und daß der Stator des Drehmelderempfängers (10) an den Ausgang des Motors (12) angeschlossen ist.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Richten eines Geschützes mit einer Visiereinrichtung, mit einer Richteinrichtung zum Verstellen des Geschützes in Abhängigkeit von der Verstellung der Visiereinrichtung, mit einem Entfernungsmesser zur Ermittlung der Zielentfernung und mit einer Einrichtung zur Bestimmung der Flugzeit des Projektils, wobei der Eingang dieser Bestimmungseinrichtung an den Ausgang des Entfernungsmessers angeschlossen ist, mit einer Drehgeschwindigkeit-Meßeinrichtung zur Messung der Drehgeschwindigkeit des Geschützes, mit einer Multipliziereinrichtung, deren beide Eingänge jeweils an den Ausgang uer Drehgeschwindigkeitsmeßeinrichtung und an den Ausgang der Flugzeitbestimmungseinrichtung angeschlossen sind, und mit einer Visiersteuereinrichtung, deren Eingang an den Ausgang der Multipliziereinrichtung und deren Ausgang an ein bewegliches Fadenkreuz der Visiereinrichtung angeschlossen ist
Es ist bekannt, daß die Güte der Steuerung des Schießens auf bewegte Ziele nichts anderes als die Wahrscheinlichkeit ist, auf den ersten Schuß einen Treffer zu erzielen. Sie hängt im wesentlichen von der Bestimmung der Bewegungsgrößen des Zieles, d.h. seiner Entfernung und seiner Geschwindigkeit, ab. Um einen Treffer bei einem sich in einer Entfernung D mit einer Winkelgeschwindigkeit Ω bewegenden Ziel zu erreichen, muß allerdings um einen Winkel- oder Korrekturwert gleich dem Produkt aus ß · T vor das Ziel geschossen werden (vorgehalten werden), wobei T die Flugzeit des Projektils entsprechend der Entfernung D ist.
Wenn zum Schießen mittels einer Visiereinrichtung gezielt wird, wird in bekannter Weise die Verstellung der Abschußvorrichtung, z. B. einer Kanone, in Abhängigkeit von der Verstellung der Visiereinrichtung gesteuert, mit welcher der Schütze das Ziel verfolgt. Es sind zahlreiche Vorrichtungen bekannt, welche eine derartige Steuerung gestatten. Es ist auch bekannt, die Entfernung des Ziels zu bestimmen und in Abhängigkeit von dieser Entfernung den Höhenwinkel des Geschützes zu regeln und die Flugzeit eines Projektils, einer Granate oder dergleichen zu berechnen. Wenn der Schütze im Besitz der Werte ist, dann muß er selbst vor dem eigentlichen Schuß die Schießkorrektur als Funktion von der Geschwindigkeit und der Entfernung des Ziels vornehmen.
Aus der GB-PS 8 39 031 ist eine Einrichtung zum Richten eines Geschützes bekannt, bei welcher eine Instabilität durch eine Verzögerungseinrichtung beseitigt wird, deren Zeitkonstante von der Flugzeit abhängig gemacht werden kann. Diese Verzögerungseinrichtung weist eine differentielle Ausgleichseinrichtung (z. B. 163) auf, bei welcher die Verstellung bzw. Bewegung einer ihrer drei wirksamen Teile proportio-. nal dem Unterschied zwischen den Verschiebungen der beiden anderen Teile ist. Diese veränderliche Verzögerungseinrichtung ist jedoch äußerst kompliziert aufgebaut.
Nach der DT-PS 10 44 676 ist ein Richtfernrohr vorgesehen, in welchem eine zylindrische Trommel mit Schraubenlinien durch einen Synchronmotor, welcher zwei miteinander verbundene Geschwindigkeitsregler, beispielsweise Reibungsgetriebe mit einem Reibrad oder einem Friktionskugelkäfig, antreibt, in eine veränderliche Drehbewegung versetzt wird. Da das Richtfernrohr und das Geschütz starr miteinander verbunden sind, wird die Drehbewegung der Trommel so gesteuert, daß das Ziel, welches sich in dem
DE19691920992 1968-04-25 1969-04-24 Vorrichtung zum Richten eines Geschützes Expired DE1920992C3 (de)

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FR149397 1968-04-25
FR149397 1968-04-25

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DE1920992A1 DE1920992A1 (de) 1973-05-03
DE1920992B2 DE1920992B2 (de) 1976-04-15
DE1920992C3 true DE1920992C3 (de) 1976-12-02

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