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Heckfänger mit Aufschleppe Die Erfindung betrifft einen Heckfänger
mit AuSschloppes bei dem die Kurrleinen für das Netz wahlweise über am Reck aufgehängte
Blöcke oder durch die Aufschleppe geleitet werden können.
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In den letzten Jahren hat sich in zunehmendem Maße herau9gestellt,
daß ergiebige Pangplätz;e je nach Wetter- und Stromlage sorUbergehend oder dauernd
zu bestimmenden Jahreszeiten unterhalb von Treibeisfeldern liegen, so daß es für
einen wirtschaftlichen Einsatz der Fangschiffe notwendig wird, in solchen Gebieten
zu fischen.
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Neben den allgemeinen Unzuträglichkeiten durch Eisdruck usw., dem
durch besondere Eisverstärkung des Schiffskörpers Rechnung getragen wird, hat sich
dabei als besonders störend erwiesen, daß die Kurrleinen des Bangnetzes erst hinter
dem Schiff im Wasser verschwinden. Da sie dabei wegen der Scherwirkung des Netægeschirres
auch noch gespreizt werden, und obendrein die Kurrleinenblöcke, durch die sie das
Schiff verlassen, an den beiden durch eine Aufschleppe getrennten Heckteilen aus
handhabungstechnischen
Gründen ziemlich weit außen angebracht sein
müssen, befinden sich schon bei Geradeausfahrt die Bintrittsstellender Kurrleinen
ins Wasser mehr oder weniger weit außerhalb der Schiffsbreite und damit außerhalb
des eisfreien EielwassersO Es geraten dadurch Eischollen unter die Eurrleinen, die
sich in diese einschneiden, und die dann das Netz vom Grund abheben.
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Um diesen Übelstand, der die Fischerei in Treibeisfeldern praktisch
unmöglicnacht, zu vermeiden, ist man bestrebt, die Eintrittsstellen der Kurrleinen
in das eisfreie Xielwasserzu verlegen, und zwar sowohl beim Fischen als auch beim
Aussetzen und Hieven des Geschirrs.
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Durch Wind- und Stromverhältnisse zeigen die Leinen meistens nieht
genau nach achteraus zumal es im übrigen während des Mischens häufig notwendig wird,
den Gurts zu ändernd Aus den geschilderten Gründen sollten die Eintrittsstellen
der Kurrleinen auch in diesen Fällen im Bereich des eisfreien Kielwassers bleibend
Bisher hat man sich so beholfen, daß, wenn das Netz den Grund erreicht hat, d.h.
die Kurrleinen nicht mehr in der Länge verändert werden, diese durch Auswurfvorrichtungenin
die Aufschleppe geworfen,oder in geeigneter Weise in die Aufschleppe gefiert,werden,
so daß der Eintritt der Kurrleinen in das Wasser direkt hinter der Aufschleppe erfolgt.
Nachteilig ist hierbei, daß die Länger der gurrleinen, wenn sie in der Aufschleppe
liegen, nicht nennenswert verändert werden kann, da diese sonst in die Aufschleppe
einschneiden, was neben Riefen in der Aufschleppe zum Kurrleinenbruch führt. Augdiesem
Grund kann bisher das Netz auch nicht im Eise ausgesetzt werden0
Bekannt
ist auch bereits, über Kreuz mit Sliphaken die Kurrleinen hinter dem Schiff zusainmenzuhieven.
Wegen der scharfen Umlenkung wird hierbei die Kurrleine beschädigt' Außerdem kann
ebenfalls nicht gehievt und gefiert werden Schließlich gibt es Schiffe mit quer
oberhalb der Aufschleppe verfahrbaren Galgenrollen (Deutsche Patentschrift 1 040
405).
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Dadurch können die Kurrleinenblöcke auf Mitte Schiff zusammengefahren
werden, so daß die Eintrittspunkte der Leinen in das Wasser um den Betrag der verfahrenen
Strecke weiter in das ELelwasser hinein verlegt werden. Weiterhin kann, da die Kurrleinen
noch in den Blöcken liegen, der Fier- und Hievvorgang besser erfolgen. Außerdem
können auch hier nach beendetem Fieren die Kurrleinen in die Aufschleppe geworfen
werden. Es bleibt aber als Nachteil bestehen, daß bei ausgeworfenen Kurrleinen d
e Kurrlenenlänge nicht nennenswert verändert werden kann und da£ bei den meistens
nicht genaunach achtern zeigenden Eurrleins auch das Querverfahren der Kurrleinenblöcke
nicht ausreicht, n die Eintrittsstellen der Leinen frei von Eis ZU haltens Die Erfindung
liegt die Aufgabe zugrunde, Heckfänger der genannten Art weiter uentwickeln und
zuverbessern, derart, daß die Fischerei in Treibeisfeldern ohne Schwierigkeiten
betrieben werden kann. Insbesondere soll unter Vermeidung der Nachteile bekannter
Einrichtungen erreicht werden, daß während der Fischerei in Treibeisfeldern die
Kurrleinen sowohl gefiert als auch gehievt werden können und dass während des Fischens
eine Veränderung der Kurrleinenlänge möglich ist, ohne dass die Kurrleinen dabei
beschädigt werden.
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Die Erfindung geht aus von einem Heckfänger, bei dem die Kurrleinen
für das Netz während der Fischereiin Treibeisfeldern durch die Aufschleppe geleitet
wird. Die Erfindung besteht darin, daß die Kurrleinen in der Aufschleppe durch eine
Führung laufen. Die Führung ist gemäß der Erfindung so ausgestaltet, daß die Kurrleinen
etwa in Längsmittelebene des Schiffes zwangsgeführt werden, und zwar so, daß die
Kurrleinen auch während des Mischens im Treibeisfeld, also wenn die Kurrleinen durch
die Aufschleppe laufen, längenverändert werden können, ohne daß hierdurch die Kurrleinen
oder die Aufschleppe beschädigt werden0 Hierbei ist vorgesehen, daß die Kurrleinen
ausschließlich an Rollen und/oder Walzen Anlage erhalten.
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Nachfolgend werden weitere Einzelheiten anhand eines in den Zeichnungen
dargestellten Ausführungsbeispiels der Erfindung näher erläutert. Es zeigt: Fig.
1: den rückwärtigen Teil eines Heckfängers gemäß der Erfindung im schematischen
Längsschnitt, Fig. 2: eine Rückansicht des Heckfängers gemäß Fig. 1, Fig. 3: einen
Schnitt III-III der Fige 1.
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Während des normalen Fischereibetriebes, also bei der Fischerei außerhalb
von Treibeisfeldern, laufen die Kurrleinen 10 von einer Winde (nicht dargestellt)
über am Heck des Schiffes angeordnete einseitig offene Blöcke li ins Wasser. Die
Blöcke 11 sind üblicher Weise an Galgen 12 am Heck des Schiffes aufgehängt. Die
Blöcke sind in Richtung auf die Schiffsmitte offen.
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Pür die Fischerei in Treibeisfeldern werden die Kurrleinen 10 durch
eine geeignete, bekannte, nicht dargestellte Einrichtung
aus den
Blöcken 11 ausgehoben und in eine Aufschleppe 13 am Heck des Schiffes geworfen,
Oberhalb des Schanzkleides 14 der Aufschleppe 17 sind an beiden Seiten Bügel 15
(s. insb0 S 2) angeordnet, die die ausgehobenen Kurrleinen 10 in die Aufschleppe
13 leiten.
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Gemäß der Erfindung werden die Kurrleinen 10 in der ausgehobenen Stellung,
also in der Aufschleppe 15 zwangsgeführt. Hierzu ist eine besondere Führung für
die Kurrleinen 10 vorgesehen derart, daß die Kurrleinen etwa in der Längsmittelebene
des Schiffes in der Aufschleppe 13 geführt werden.
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Die Führung für die Kurrleinen 10 besteht bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
aus einer im unteren Teil der Aufschleppe 13, unmittelbar über dem Wasserspiegel
16 angeordnete Leitvorrichtung 17, Weiterhin besteht die Führung aus einer am Deck
des Schiffes im Bereich des Ubergangs der Aufsohleppe 13 in das Schiffsdeck angeordneten
Umlenkvorrichtung 18. Die so ausgebildete Führung für die Kurrleinen 10 (gestrichelte
Linie) in der Aufschleppe 13 bewirkt, daß die Kurrleine 10 ohne Berührung der Aufschleppe
13 bzw. des Decks von der Winde (nicht dargestellt in Fig. 1) ins Wasser geführt
wird.
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Die Leitvorichtung 17 besteht aus Walzen, und zwar vorzugsweise aus
einer horizontal gelagerten Walze 19 und drei im Abstand voneinander angeordneten
etwa aufrechten Walzen 20, 21, 22. Díe walze 19 gibt den Kurrleinen 10 eine Anlage
nach unten, während die aufrechten Walzen 20, 21; 22 eine seitliche Führung gewährleisten,
derart, dak zwischen je zwei Walzen 20 und 21 bzw.
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21 und 22 eine Kurrleine 10 geführt ist (s. Fig. 2).
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Die Walzen 19 .. 22 sind starr an einem Traggestell 23 gelagert.
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Dieses wiederum ist mit Schwenkarmen 24 und 25 verbunden, die zum
oberen Kand der Aufschleppe 13 laufen und dort mit geeigneten Schwenklagern 26,
27 am Schanzkleid 14 der Aufschleppe 13 gelagert sind. Mit Hilfe der Schwenkarme
24, 25 kann die Leitvorrichtung 17 um die Schwenklager 26 und 27 verschwenkt werden,
zum Beispiel aus der in Fig. 1 dargestellten unteren Wirkstellung (ausgezogene Linien)
in die aus der Aufschleppe 13 ausgehobene Stellung (gestrichelte Linie). In dieser
letztgenannten Stellung ist die Aufschleppe für den normalen Fischereibetrieb völlig
frei.
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Die Schwenkarme 24, 25 schließen etwa an die Bügel 15 an und dienen
zur selbsttätigen Einführung der Kurrleinen 10 nach dem Ausheben aus den Blöcken
11 in die Leitvorrichtung 17.
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Zum Ausheben und Einsetzen der Leitvorrichtung 17 in die bzw.
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aus der Aufschleppe 13 sind besondere Hubeinrichtungen vorgesehen.
In ausgezogenen Linien ist in Figo 1 und 2 ein Läufer 28 vorgesehen, der über einen
Block 29 zu einer Winde bzw. einen Spillkopf (nicht dargestellt) führt. Der Block
29 ist mit einer Abspannvorrichtung 30 an den Galgen 12 aufgehängt0 Der Läufer 28
wird zweckmäßiger Weise zusätzlich über den hinteren Portalmast 31 zu der Winde
geführt. Anstelle dieser Betätigungsvorrichtung kann auch eine andere Hubvorrichtung,
nämlich ein Hydraulikzylinder 32 vorgesehen sein, dessen Kolbenstange mit einem
Arm 33 des Schwenklagers 26 bzw. 27verbunden ist und so nach Art einer Kurbel den
Hubvorgang ausführt.
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Die Umlenkvorrichtung 18 am Übergang der Aufschleppe 13 in das Schiffsdeck
besteht vorzugsweise aus Umlenkrollen 34 für jede
Kurrleine 10,
die an Bügeln 35 gelagert sind, derart, daß beim Einführen der Kurrleinen 10 in
die Aufschleppe 13 die Kurrleinen 10 im Bereich der Umlenkung selbsttätig über die
Bügel 35 in die Umlenkrollen 34 gleiten. Für den Betriebszustand der normalen Fischerei
können die Umlenkrollen 34 entweder entfernt bzw0 weggeklappt werden oder es wird
über die Umlenkrollen 34 ein Riegel 36 geklappt, der vermeidet, daß die Kurrleinen
durch die Umlenkrolle 34 eingefangen werden, wenn diese über den Rand der Bügel
35 gleiten. Zur Veranschauung ist in Fig. 3 die Lauge einer Winde 37 zum Auf- und
Abwickeln der Kurrleinen 10 angedeutet.
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Für den Fall, daß die Jager auf besondere Trommeln aufgewiakelt werden
und die Scheerbretter fest angeschäkelt an den Kurrleinen verbleiben (entsprechend
der Deutschen Patentschrift 1 056 960) kann die Umlenkvorrichtung 18 auch durch
am Portalmast 31 aufgehängte Blöcke (nicht dargestellt) gebildet werden.
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Wenn die Führung für die Kurrleinen 10 außerhalb der Eisfischerei
nicht gebraucht wird, so kann sie leicht mit Hilfe von Bordeinrichtungen aus den
Schwenklagern 26 und 27 ausgehoben und an geeigneter Stelle verstaut bzw. an Land
gegeben werden0 Dies gilt auch bei Beschädigungen infolge immer wieder auftretender
unvorhersehbarer Ereignisse. Hier ist vorteilhaft, daß zwar die zusätzlich angeordnete
Führung für die Kurrleinen 10 dann ausfallen kann, die übliche Einrichtung für den
Fischereibetrieb aber nicht betroffen ist0 :Durch die Erfindung wird auch die pelagische
Fischerei in Eisfeldern ermöglicht, da die Kurrleinenlänge ohne Gefahr verändert
werden kann.