DE192190C - - Google Patents

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DE192190C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D45/00Looms with automatic weft replenishment
    • D03D45/34Shuttle changing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86 c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. September 1906 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum selbsttätigen Auswechseln von Schützen an Webstühlen mit Schiebelade.
Die Neuheit derselben liegt in der Art und Weise, wie unter gleichzeitiger Bewegung der Schützenkastenzunge die Entnahme voller Schützen aus dem feststehenden Schützenbehälter erfolgt.
In der beiliegenden Zeichnung ist die neue
ίο Einrichtung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt und zeigt
Fig. ι dieselbe von der linken Seite des Webstuhles gesehen im Querschnitt durch den Doppelschützenkasten, Fig. 2 den zugehörigen Grundriß im Schnitt nach der Linie A-B, Fig. 3 die Anordnung der Lade von der linken. Seite des Webstuhles gesehen und Fig. 4 einen Grundriß des Schützenkastens unter Hinweglassung des Kastenschutzbleches.
Der Schiebekasten 38 ist mit zwei Kästen 39 und 40 versehen und kann auf feststehenden Gleitschienen 41 eines Gestelles in horizontalem Sinne verschoben werden. Die beiden Kästen sind gleich weit beschaffen und unterscheiden sich nur dadurch voneinander, daß der Kasten 40 in bekannter Weise außer oben auch unten offen ist, zu dem Zweck, die leeren Schützen durch diese Öffnung zum Abgang gelangen zu lassen. Die Kästen sind oben durch ein^ Schutzblech , 14 überdeckt, um ein unbeabsichtigtes Herausspringen der Schützen zu verhindern. In gewisser Entfernung neben der Flugbahn und parallel zu dieser ist unmittelbar über der oberen horizontalen Kastenwand der Schützenbehälter 16 angeordnet. Der Behälterrahmen steht mit dem Gleitschienengestell 41 in starrer Verbindung. In diesem Rahmen befinden sich die vollen Schützen q, deren Anzahl der Rahmenhöhe entsprechend beliebig gewählt werden kann. Der Behälter ist oben offen, um den Vorrat nach Maßgabe des Verbrauches durch Einlegung voller Schützen ergänzen zu können.
Die Verschiebung des Schiebekastens 38 erfolgt mittels Bolzen 42, die in demselben befestigt sind und durch Schlitze des Gleitschienengestelles 41 nach unten vorstehen. An den freien Enden dieser Bolzen greifen Hebel 43 einer Welle 19 an. Auf gleicher Welle befindet sich ein Hebel 20 angebracht, welcher durch eine Zugstange 21 mit einem doppelarmigen Hebel 44 in gelenkiger Verbindung steht. Der Doppelhebel ist in dem Schlitz eines Stehbolzens 45 drehbar geführt, welch letzterer wiederum um seine Achse gedreht werden kann. Am freien Arm des Doppelhebels ist eine Gleitrolle 46 vorgesehen, die durch Drehen des Hebels um die Achse des Stehbolzens 45 in den Bereich einer exzentrisch zur Schaltwelle α vorgesehenen Gleitbahn 4 gebracht werden kann. Letztere wird an der inneren oder äußeren Stirnseite eines Rades 47 der Schaltwelle α verschraubt, welche ihren Antrieb in bekannter Weise von der Kurbelwelle b aus erhält. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel befindet sich die Gleitbahn an der äußeren Stirnseite des Rades. Während des normalen Webstuhlbetriebes nimmt der Doppelhebel 44 mit der Gleitrolle 46 die gezogen gezeichnete Lage (Fig. 2) ein, in welcher derselbe durch eine Spiralfeder 48 gehalten wird, die auf den Stehbolzen 45 drehend einwirkt. Ist der letzte
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■ Schuß im Arbeitsschützen abgewickelt, so tritt der Schußfühler der Einrichtung in Tätigkeit und bewirkt durch Drehen des Fühlerhebels i im Sinne der Pfeilrichtung 49 eine Drehung der Welle k und damit des Hebels t. Eine mit diesem Hebel gelenkig verbundene Zugstange M, die ihrerseits wieder einen doppelarmigen Winkelhebel 50 beinflußt, wird gehoben und veranlaßt hierbei einen Ausschlag des letzteren. Dies hat zur Folge, daß der Hebel 44 mit der Gleitrolle 46 um die Achse des Stehbolzens 45 in den Bereich der Gleitbahn 4 gedreht wird. Bei Ankunft der am Rad 47 angebrachten Gleitbahn in der gezeichneten Pfeilrichtung (Fig. 1) führt der
■ Doppelhebel 44 eine ausweichende Bewegung aus, wobei die Stange 21 abwärts gezogen wird, um eine Drehung des Hebels 20 sowie des Hebels 43 und damit eine Verschiebung des Schiebekastens 38 zu veranlassen. Die Einrichtung ist so getroffen, daß diese Verschiebung des Kastens erfolgt, während sich der Arbeitsschützen im gegenüberliegenden Schützenkasten der Webstuhllade befindet.
Der Weg des Schiebekastens 38 ist so bemessen, daß nach stattgehabter Verschiebung in der einen Richtung der leere Kasten 39 unmittelbar unter den Schützenbehälter 16 zu stehen kommt. Dadurch kann der unterste Schützen durch die Schwerkraft der übereinander gestapelten Schützenreihe in dieses Fach einfallen. Gleichzeitig ist der unten offene Kasten 40 an Stelle des Kastens 39 in die Ebene der Schützenbahn getreten. Der leere, Schützen wird darauf unter dem Einfluß des — in der Zeichnung nicht angegebenen — rechtsseitigen Schlagarmes in das Fach 40 getrieben und kann nach unten herausfallen, um auf einer schiefen Ebene zweckmäßig abgeführt zu werden. In diesem Augenblick gibt aber auch die Gleitbahn 4 den Doppelhebel'44 frei, wodurch der Schiebekasten 38 unter der Einwirkung von Spiralfedern 51 (Fig. 1) in die gezeichnete Anfangslage zurückschnellt. Dabei wird der vorher in das Fach 39 eingefallene volle Schützen in die Flugbahn bewegt, worauf ein Anstoß desselben durch den Picker des linksseitigen Schlagbaumes erfolgt. Die Verschiebung des Schützenkastens 38 zur Aufnahme eines vollen — Abführung des leeren — und Einführung des vollen Schützens in die Flugbahn ist so bemessen, daß der Betrieb des Webstuhles ein ununterbrochener ist.
Die im Kasten 39 gegen das Zurückprellen des Schützens in die Lade vorgesehene Kastenzunge 22 muß bei Ankunft dieses Kastens, unter dem Schützen des Behälters 16 geöffnet sein, damit der unterste Schützen ungehindert einfallen kann. Zu diesem Zweck ist ein Stahlband 52 vorgesehen, welches über eine am Schiebekasten drehbar angebrachte Rolle 53 geführt wird. Dieses Band ist einerseits an einer Öse des feststehenden Gleitschienengestelles 41 und andererseits an dem federnden Ende der Kastenzunge 22 befestigt. Dasselbe befindet sich während der normalen Bewegungsperiode des Webstuhles im ungespannten Zustand (Fig. 1), damit die Kastenzunge 22 ungehindert in Wirksamkeit treten kann. Bei einer Verschiebung des Kastens 38 nach vorn — welche Bewegung die Rolle 53 und Zunge 22 mitmachen — wird sich das Stahlband 22 dadurch, daß sein eines Ende durch eine Öse des starren Gleitschienengestelles 41 festgelegt ist, zuerst spannen und schließlich die Zunge zur Freigabe des Kastens 39 aus diesem herausbewegen. Es wird also bei der Verschiebung des Schützenkastens 38 in dem einen Sinne ein Herausziehen der Zunge aus dem Kasten erzielt. Beim Zurückkehren des Kastens in die Anfangs- bzw. Arbeitslage wird die Kastenzunge zum Festhalten des Schützens wieder freigegeben. Natürlich kann das öffnen der Zunge ebensogut durch ein Hebelsystem oder in sonst geeigneter Weise geschehen.
Für raschlaufende Webstühle ist es angezeigt, auch den Schützenkasten 40 mit einer Klemmvorrichtung zu versehen, da der einschießende leere Schützen während der Verschiebungsperiode des Schiebekastens nicht genügend Zeit hat, um nach unten herauszufallen. In diesem Fall muß sich die Klemmvorrichtung bei Ankunft des Kastens 38 in der Anfangslage in vorbeschriebenem Sinne selbsttätig öffnen, so daß der volle Schützen immer erst zum Abgang gelangt, wenn der Schiebekasten bereits in der normalen Arbeitslage angekommen ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Schützenauswechsel vorrichtung für Webstühle mit Schiebekasten, welcher nicht an der Ladenschwingung teilnimmt, da- , durch gekennzeichnet, daß der Schiebekasten (38, 39, 40) zum Einführen eines vollen Schützens mit dem oben offenen Einführungskasten (39) unmittelbar unter den feststehenden Schützenbehälter (16) gebracht und hierbei gleichzeitig die federnde ,Kastenzunge (22) aus dem Kasten herausgezogen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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