DE192190C - - Google Patents
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- DE192190C DE192190C DENDAT192190D DE192190DA DE192190C DE 192190 C DE192190 C DE 192190C DE NDAT192190 D DENDAT192190 D DE NDAT192190D DE 192190D A DE192190D A DE 192190DA DE 192190 C DE192190 C DE 192190C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D45/00—Looms with automatic weft replenishment
- D03D45/34—Shuttle changing
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Looms (AREA)
Description
fi'ii-
bet,
M c?ate-i ιi'or<m Is,
f be-z Saiwvnluwct
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86 c. GRUPPE
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum selbsttätigen Auswechseln von
Schützen an Webstühlen mit Schiebelade.
Die Neuheit derselben liegt in der Art und Weise, wie unter gleichzeitiger Bewegung der
Schützenkastenzunge die Entnahme voller Schützen aus dem feststehenden Schützenbehälter
erfolgt.
In der beiliegenden Zeichnung ist die neue
ίο Einrichtung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt
und zeigt
Fig. ι dieselbe von der linken Seite des
Webstuhles gesehen im Querschnitt durch den Doppelschützenkasten, Fig. 2 den zugehörigen
Grundriß im Schnitt nach der Linie A-B, Fig. 3 die Anordnung der Lade von der
linken. Seite des Webstuhles gesehen und Fig. 4 einen Grundriß des Schützenkastens
unter Hinweglassung des Kastenschutzbleches.
Der Schiebekasten 38 ist mit zwei Kästen 39 und 40 versehen und kann auf feststehenden Gleitschienen 41 eines Gestelles in horizontalem
Sinne verschoben werden. Die beiden Kästen sind gleich weit beschaffen und unterscheiden sich nur dadurch voneinander,
daß der Kasten 40 in bekannter Weise außer oben auch unten offen ist, zu dem Zweck,
die leeren Schützen durch diese Öffnung zum Abgang gelangen zu lassen. Die Kästen sind
oben durch ein^ Schutzblech , 14 überdeckt,
um ein unbeabsichtigtes Herausspringen der Schützen zu verhindern. In gewisser Entfernung
neben der Flugbahn und parallel zu dieser ist unmittelbar über der oberen horizontalen
Kastenwand der Schützenbehälter 16 angeordnet. Der Behälterrahmen steht mit
dem Gleitschienengestell 41 in starrer Verbindung. In diesem Rahmen befinden sich
die vollen Schützen q, deren Anzahl der Rahmenhöhe entsprechend beliebig gewählt
werden kann. Der Behälter ist oben offen, um den Vorrat nach Maßgabe des Verbrauches
durch Einlegung voller Schützen ergänzen zu können.
Die Verschiebung des Schiebekastens 38 erfolgt mittels Bolzen 42, die in demselben
befestigt sind und durch Schlitze des Gleitschienengestelles 41 nach unten vorstehen.
An den freien Enden dieser Bolzen greifen Hebel 43 einer Welle 19 an. Auf gleicher
Welle befindet sich ein Hebel 20 angebracht, welcher durch eine Zugstange 21 mit einem
doppelarmigen Hebel 44 in gelenkiger Verbindung steht. Der Doppelhebel ist in dem
Schlitz eines Stehbolzens 45 drehbar geführt, welch letzterer wiederum um seine Achse
gedreht werden kann. Am freien Arm des Doppelhebels ist eine Gleitrolle 46 vorgesehen,
die durch Drehen des Hebels um die Achse des Stehbolzens 45 in den Bereich einer exzentrisch
zur Schaltwelle α vorgesehenen Gleitbahn 4 gebracht werden kann. Letztere
wird an der inneren oder äußeren Stirnseite eines Rades 47 der Schaltwelle α verschraubt,
welche ihren Antrieb in bekannter Weise von der Kurbelwelle b aus erhält. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel befindet sich die Gleitbahn an der äußeren Stirnseite des Rades.
Während des normalen Webstuhlbetriebes nimmt der Doppelhebel 44 mit der Gleitrolle
46 die gezogen gezeichnete Lage (Fig. 2) ein, in welcher derselbe durch eine Spiralfeder
48 gehalten wird, die auf den Stehbolzen 45 drehend einwirkt. Ist der letzte
65
■ Schuß im Arbeitsschützen abgewickelt, so tritt der Schußfühler der Einrichtung in Tätigkeit
und bewirkt durch Drehen des Fühlerhebels i im Sinne der Pfeilrichtung 49 eine Drehung
der Welle k und damit des Hebels t. Eine mit diesem Hebel gelenkig verbundene Zugstange
M, die ihrerseits wieder einen doppelarmigen Winkelhebel 50 beinflußt, wird gehoben
und veranlaßt hierbei einen Ausschlag des letzteren. Dies hat zur Folge, daß der
Hebel 44 mit der Gleitrolle 46 um die Achse des Stehbolzens 45 in den Bereich der Gleitbahn
4 gedreht wird. Bei Ankunft der am Rad 47 angebrachten Gleitbahn in der gezeichneten
Pfeilrichtung (Fig. 1) führt der
■ Doppelhebel 44 eine ausweichende Bewegung aus, wobei die Stange 21 abwärts gezogen
wird, um eine Drehung des Hebels 20 sowie des Hebels 43 und damit eine Verschiebung
des Schiebekastens 38 zu veranlassen. Die Einrichtung ist so getroffen, daß diese Verschiebung des Kastens erfolgt, während sich
der Arbeitsschützen im gegenüberliegenden Schützenkasten der Webstuhllade befindet.
Der Weg des Schiebekastens 38 ist so bemessen, daß nach stattgehabter Verschiebung
in der einen Richtung der leere Kasten 39 unmittelbar unter den Schützenbehälter 16 zu
stehen kommt. Dadurch kann der unterste Schützen durch die Schwerkraft der übereinander
gestapelten Schützenreihe in dieses Fach einfallen. Gleichzeitig ist der unten offene Kasten 40 an Stelle des Kastens 39
in die Ebene der Schützenbahn getreten. Der leere, Schützen wird darauf unter dem Einfluß
des — in der Zeichnung nicht angegebenen — rechtsseitigen Schlagarmes in das
Fach 40 getrieben und kann nach unten herausfallen, um auf einer schiefen Ebene zweckmäßig abgeführt zu werden. In diesem
Augenblick gibt aber auch die Gleitbahn 4 den Doppelhebel'44 frei, wodurch der Schiebekasten
38 unter der Einwirkung von Spiralfedern 51 (Fig. 1) in die gezeichnete Anfangslage
zurückschnellt. Dabei wird der vorher in das Fach 39 eingefallene volle Schützen
in die Flugbahn bewegt, worauf ein Anstoß desselben durch den Picker des linksseitigen
Schlagbaumes erfolgt. Die Verschiebung des Schützenkastens 38 zur Aufnahme eines vollen
— Abführung des leeren — und Einführung des vollen Schützens in die Flugbahn ist so
bemessen, daß der Betrieb des Webstuhles ein ununterbrochener ist.
Die im Kasten 39 gegen das Zurückprellen des Schützens in die Lade vorgesehene
Kastenzunge 22 muß bei Ankunft dieses Kastens, unter dem Schützen des Behälters 16
geöffnet sein, damit der unterste Schützen ungehindert einfallen kann. Zu diesem Zweck
ist ein Stahlband 52 vorgesehen, welches über eine am Schiebekasten drehbar angebrachte
Rolle 53 geführt wird. Dieses Band ist einerseits an einer Öse des feststehenden
Gleitschienengestelles 41 und andererseits an dem federnden Ende der Kastenzunge 22 befestigt.
Dasselbe befindet sich während der normalen Bewegungsperiode des Webstuhles im ungespannten Zustand (Fig. 1), damit die
Kastenzunge 22 ungehindert in Wirksamkeit treten kann. Bei einer Verschiebung des
Kastens 38 nach vorn — welche Bewegung die Rolle 53 und Zunge 22 mitmachen —
wird sich das Stahlband 22 dadurch, daß sein eines Ende durch eine Öse des starren
Gleitschienengestelles 41 festgelegt ist, zuerst spannen und schließlich die Zunge zur Freigabe
des Kastens 39 aus diesem herausbewegen. Es wird also bei der Verschiebung des Schützenkastens 38 in dem einen Sinne
ein Herausziehen der Zunge aus dem Kasten erzielt. Beim Zurückkehren des Kastens in
die Anfangs- bzw. Arbeitslage wird die Kastenzunge zum Festhalten des Schützens
wieder freigegeben. Natürlich kann das öffnen der Zunge ebensogut durch ein Hebelsystem
oder in sonst geeigneter Weise geschehen.
Für raschlaufende Webstühle ist es angezeigt, auch den Schützenkasten 40 mit einer
Klemmvorrichtung zu versehen, da der einschießende leere Schützen während der Verschiebungsperiode
des Schiebekastens nicht genügend Zeit hat, um nach unten herauszufallen. In diesem Fall muß sich die
Klemmvorrichtung bei Ankunft des Kastens 38 in der Anfangslage in vorbeschriebenem
Sinne selbsttätig öffnen, so daß der volle Schützen immer erst zum Abgang gelangt,
wenn der Schiebekasten bereits in der normalen Arbeitslage angekommen ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Schützenauswechsel vorrichtung für Webstühle mit Schiebekasten, welcher nicht an der Ladenschwingung teilnimmt, da- , durch gekennzeichnet, daß der Schiebekasten (38, 39, 40) zum Einführen eines vollen Schützens mit dem oben offenen Einführungskasten (39) unmittelbar unter den feststehenden Schützenbehälter (16) gebracht und hierbei gleichzeitig die federnde ,Kastenzunge (22) aus dem Kasten herausgezogen wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE192190C true DE192190C (de) |
Family
ID=455527
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT192190D Active DE192190C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE192190C (de) |
-
0
- DE DENDAT192190D patent/DE192190C/de active Active
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