DE192276C - - Google Patents
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- DE192276C DE192276C DENDAT192276D DE192276DA DE192276C DE 192276 C DE192276 C DE 192276C DE NDAT192276 D DENDAT192276 D DE NDAT192276D DE 192276D A DE192276D A DE 192276DA DE 192276 C DE192276 C DE 192276C
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- B28B1/08—Producing shaped prefabricated articles from the material by vibrating or jolting
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 192276 KLASSE BOa. GRUPPE
PETER BURD JAGGER in LONDON.
Verteilen der Formmasse in den Formen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Entfernen der
Luft und überschüssigen Feuchtigkeit aus in den Formen befindlichen Betongemengen o. dgl.
sowie zum gleichmäßigen Verteilen der Formmasse in den Formen.
Bei den bisher in Vorschlag gebrachten oder zur gewerblichen Verwertung gelangten
Verfahren zur Herstellung von Betonplatten
ίο u. dgl. durch Stampfen, Pressen usw. bereitete
die Entfernung sämtlicher Lufträume und der überschüssigen Feuchtigkeit aus der Betonmasse
große Schwierigkeiten, auch war es schwer, eine vollkommen gleichmäßige Dich-
ig tigkeit und Festigkeit unter gleichförmiger Verteilung des Formgutes zu erzielen. Überdies
kommt in Betracht, daß es sich aus Sparsamkeitsgründen empfiehlt, die Mörtelmasse
mit möglichst vielen gröberen Bestandteilen zu durchsetzen, daß es jedoch bei der
Herstellung von Beton durch hydraulische oder andere Pressen oder durch Stampfen
von Hand hierfür eine Grenze gibt, da es unmöglich ist, mit einem geringeren Kraftaufwände
die Masse hinreichend zusammenzupressen, wenn die einzelnen Bestandteile nicht eine gleichmäßige Größe besitzen.
Bei Anwendung des den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahrens kann man
nun nicht nur alle in Betracht kommenden Größen der einzelnen Bestandteile des Gemisches
verwenden, sondern erzielt auch ein sicheres Dichtwerden der Masse bei gleichmäßiger
Verteilung ihrer einzelnen Bestandteile über die ganze Oberfläche, während alle Lufträume und überschüssige Feuchtigkeit
entfernt werden . und eine vollkommene Dichtigkeit gewonnen wird, so daß also der
aus dieser Masse hergestellte Gegenstand eine große Festigkeit und Dauerhaftigkeit
besitzt.
Dem neuen Verfahren zufolge wird die plastische Betonmasse in üblicher Weise in
Formen gebracht und dann einer wagerechten schwingenden Bewegung und einer Anzahl
senkrechter Stöße unterworfen, welch letztere auf den die Form tragenden Tisch, zweckmäßig an seinem Ende, ausgeübt werden.
Zu einem nach diesem Verfahren herzustellenden Block nimmt man 1 Teil Portland-Zement,
7 Teile Sand und ungleichmäßige Bruchsteine, und zwar letztere in verschiedenen Größen, von derjenigen eines Schrotkornes
bis zu Stücken, die durch ein 6 cm-Sieb hindurchgehen; das Ganze wird in der
Maschine gemischt . und genügend Wasser hinzugegeben, um der Masse den Zusammenhalt
von Zuckerbrei zu geben, alsdann wird die Masse in die auf dem Maschinengestell befindliche Form gebracht und der Tisch
ungefähr 20 Minuten lang bewegt. Man erhält auf diese Weise einen Betonblock von
größter Dichtigkeit sowie Drück- und Zugfestigkeit. Die erforderliche Arbeitszeit ist
natürlich je nach den herzustellenden Gegenständen erheblich verschieden, doch werden
(2. Auflage, ausgegeben am 30. Dezember xgio.J
in der Betonbereitung erfahrene Personen ohne Schwierigkeiten dieses Verfahren erfolgreich
durchführen können.
Zur Ausführung dieses Verfahrens bedient man sich vorteilhaft der auf der Zeichnung
beispielsweise dargestellten Vorrichtung.
Fig. ι ist teils Längsansicht, teils Längsschnitt
der Maschine,
Fig. 2 eine Stirnansicht hierzu,
ίο Fig. 3 ein Grundriß der Maschine, wobei
einige Formkästen abgenommen sind, um die auf und nieder beweglichen Formtische erkennen
zu lassen, auch einige der letzteren sind entfernt, um ihre Führungen zu zeigen.
Fig. 4 ist ein Querschnitt der Maschine,
Fig. 5 die Vorderansicht eines elastischen Exzenterstangenkopfes, der vorteilhaft für
die Bewegung der Stange zur Anwendung gelangt.
Fig. 6 und 7 zeigen Schnitte dieses elastischen Stangenkopfes nach den Linien X-X
und Y-Y in Fig. 5.
Fig. 8 ist Vorderansicht und
Fig. 9 Seitenansicht eines Gabelhebels, während
Fig. 10 im einzelnen die Anordnung seitlicher Anschläge für die Arbeitstische zeigt.
Die Maschine ruht auf einem aus einer Anzahl von Ständern und Querstreben bestehenden
Gestell α (Fig. 1 bis 4). Zwischen U-Eisen b, c, die an den mittleren Ständern
befestigt sind und quer durch das Maschinengestell hindurchgehen, sind mit ihren unteren
Enden ein Paar Hebel d, e drehbar gelagert, die, wie aus Fig. 8 und 9 ersichtlich, an
ihrem oberen Ende f gegabelt und mit seitlichen Vorsprüngen g versehen sind, womit
sie in einem oder mehrere an jedem Ende einer Querwelle / befestigten Ringe oder Bunde
h, h1 eingreifen. Die Welle / ist in der
Mitte zwischen den senkrechten Wangen k eines Formtisches oder einer Tafel I befestigt
und kann sich in den gegabelten Enden der Hebel d, e frei drehen, wodurch der Tisch I
in senkrechter Richtung um eine Querachse geschwungen werden kann, also eine Schaukelbewegung
erhält.
Zweckmäßig in der Mitte des Maschinengestelles α ist eine Welle m drehbar gelagert,
welche in der Längsrichtung der Maschine verläuft und von irgendeiner Kraftquelle angetrieben
werden kann. Auf dieser Welle sind an jedem Ende Exzenter η und 0 befestigt;
das Exzenter η ist mit einem der Gabelhebel, nämlich d, und das Exzenter 0
durch Stange p mit einem Ende des Tisches I verbunden, zum Zweck, bei der Drehung der
Welle m dem Tisch I gleichzeitig eine seitliche Hin- und Herbewegung und eine Schaukelbewegung
zu erteilen.
Die Verbindung eines jeden oder beider Exzenter η und 0 mit dem Hebel d und dem
Tisch I ist vorteilhaft elastisch zu gestalten. Wie in Fig. 5, 6 und 7 dargestellt ist, besitzt
insbesondere zur Verbindung des Exzenters 0 mit einem Ende des Tisches I die
Exzenterstange p- einen geschlitzten Kopf q, und in diesem gleitet eine Büchse r, die an
dem Arbeitstisch in geeigneter Weise befestigt ist. Die Büchse r wird durch Fedem
s gehalten, die sich einerseits gegen die Büchse und andererseits gegen Platten t anlegen,
welch letztere ebenfalls in dem Stangenkopf q gleiten können, so daß sie mittels
Keile u zwecks Änderung der Spannung der Federn s verstellt werden können. In den
Keilen u sind Löcher ν und in den Platten t Löcher w vorgesehen, durch welche Bolzen
o. dgl. eingesteckt werden können, um die Keile u in der gewünschten Stellung zu erhalten.
Zur elastischen Verbindung des Exzenters η mit dem Hebel d ist es vorteilhaft,
wie in Fig. 4 dargestellt ist, den Kopf der Exzenterstange χ durch den Hebel hindurchzuführen
und zwischen dem letzteren und einstellbaren Schraubenmuttern ζ Federn y
einzuschalten, doch kann gewünschtenfalls auch der in Fig. 5 bis 7 dargestellte Stangenkopf
Anwendung finden. Der Hebel β kann mit demselben Exzenter wie der Hebel d oder
auch mit einem unabhängigen Exzenter verbunden werden.
An jedem Ende des Gestelles α sind, wie
in Fig. ι rechts dargestellt ist, eine Anzahl zweckmäßig hölzerner Stoßböcke 1 angeordnet,
gegen die der Tisch bei seinen Schwingungen anstößt, so daß abwechselnd
auf jedes Ende des Tisches ein senkrechter Stoß ausgeübt wird. Um eine unerwünschte
Beanspruchung der wagerechten Exzenterstange χ zu verhüten, empfiehlt es sich, die
Exzenter η und 0 so auf die Welle m zu
setzen, daß das Exzenter η als Kreuzungsstelle der Bewegungen keinen Hub erfährt,
wenn der Tisch gegen die Böcke 1 schlägt. Außer den senkrechten Stoßen können auch
seitliche Stöße auf den Tisch I ausgeübt werden. Zu diesem Zweck ist Vorkehrung
zu treffen, daß der Tisch seitlich gegen einstellbare, unter Federwirkung stehende Bolzen
oder andere Anschläge 1* (Fig. 10) trifft, die an dem Maschinengestell α in . der aus der
Fig. 10 ersichtlichen Weise angeordnet sind.
Um zu verhüten, daß sich der Tisch dreht, ist er zweckmäßig, wie aus Fig. 1 ersichtlich,
mit einer Anzahl Führungsplatten 2 versehen, die in am Maschinengestell befestigten Führungen
3 gleiten.
Der Betrieb der Maschine gestaltet sich wie folgt:
Nachdem die Formen für die herzustellenden Gegenstände auf den Tisch I aufgebracht
und mit der plastischen Betonmasse gefüllt sind, wird die Welle m in Umdrehung versetzt.
Infolgedessen wird mittels der Exzenter η und ο dem Hebel d oder den beiden
Hebeln d, e und dem Tisch I eine Schwingbewegung
um ihre Drehstellen erteilt. Der Tisch I wird also gleichzeitig seitlich hin
und her bewegt und auch in senkrechter Richtung um eine mittlere Querachse geschwungen,
wobei abwechselnd auf jedes Ende des Tisches durch dessen abwechselndes Auftreffen
auf den einen oder anderen der Böcke ι ein senkrechter Stoß ausgeübt wird.
Der auf diese Weise einem jeden Tischende erteilte Schlag liefert die gewünschte
Vibration durch die Maschine hindurch und hält in Verbindung mit der senkrechten
Schwingung und der seitlichen Hin- und Herbewegung des Tisches sowie etwaigen Seitenstößen die Betonmasse in ständiger
Bewegung.
Durch das neue Verfahren wird somit durch allmähliches Setzen eine gründliche
Verdichtung der Masse über die ganze Tischfläche hin erzielt, und es werden nicht nur
sämtliche Lufträume und überschüssige Feuchtigkeit entfernt und eine Schichtung der
Masse nach ihren einzelnen Bestandteilen verhindert, sondern es wird auch durch die
selbsttätige Lagerung jedes Teilchens der Masse an der ihm zukommenden Stelle die
größtmögliche Dichtigkeit des Betons durch die ganze Masse hindurch erzielt, ohne daß
irgendein Druck ausgeübt zu werden braucht, wozu noch die Ersparnis an Zeit kommt, die
zur vollkommenen Gebrauchsfertigmachung des erzeugten Gegenstandes erforderlich ist.
Es muß noch bemerkt werden, daß die Anordnung des elastischen Kopfes an einer
oder beiden Exzenterstangen eine schädliche Beanspruchung des Getriebes verhütet oder
doch erheblich abschwächt und so dem Tisch gestattet, vorzueilen und in der Mitte ebenso
starke Erschütterungen zu erfahren wie an den Enden.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Maschine ist unterhalb des Arbeitstisches
am Maschinengestell Vorkehrung getroffen, um die fertigen Betongegenstände aus den
Formkästen herauszunehmen.
Die diesem Zweck dienende, als Ausführungsbeispiel dargestellte Vorrichtung besteht
aus Platten 4, die von Stangen 5 getragen werden, welche sich in am Maschinengestell a
angebrachten Armen 6 führen und je mit einer Zahnstange 7 versehen sind, die durch
ein auf einer Spindel 9 sitzendes, mittels Handkurbel 10 drehbares Zahnrad 8 bewegt
werden kann.
Die Platte 4 besitzt eine Anzahl aufwärts gerichteter Finger 11, die beim Hochheben
der Stange 5 durch den Tisch .1 und die Formkästen 12 hindurchgreifen, welch letztere
in diesem Falle durch herausnehmbare Platten 13 gebildete falsche Böden enthalten, die in
der aus Fig. 1 und 2 ersichtlichen Weise hochgehoben werden, so daß die Platten mit
den darauf liegenden fertig geformten Gegenständen abgenommen werden können. Es
sind geeignete Sperrungen, beispielsweise Zahnräder 14 und Stangen 15, angebracht,
um die Stange 5 solange wie nötig angehoben zu halten.
Gemäß einer anderen Ausführungsform ist der Arbeitstisch zu ebener Erde angeordnet,
so daß ein die Formkästen tragender Wagen darüber laufen und auf dem Tisch festgehalten
werden kann, damit er keine von dem letzteren unabhängige Bewegung ausführt, oder man kann dem Wagen auch eine gewisse
Freiheit lassen, damit er sich vorwärts und rückwärts auf dem Tisch bewegen kann,
wenn dieser in der oben beschriebenen Weise in Bewegung gesetzt wird.
Bemerkt sei noch, daß, abgesehen von Beton, nach dem beschriebenen Verfahren
natürlich auch solche Massen bearbeitet werden können, die wie Beton Gemenge aus
verschiedenen Teilchen darstellen und in eine gleichmäßige Masse oder einen festen Körper
umgewandelt werden sollen.
Claims (6)
1. Verfahren zum Entfernen der Luft und überschüssigen Feuchtigkeit aus in
den Formen befindlichen Betongemengen
o. dgl. sowie zum gleichmäßigen Verteilen der Formmasse in den Formen, dadurch
gekennzeichnet, daß die mit der plastisehen Betonmasse o. dgl. gefüllten Formen
in wagerechte Schwingbewegungen versetzt und gleichzeitig senkrechten Stoßen
unterworfen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die plastische
Betonmasse aufnehmenden Formen neben der wagerechten Schwingbewegung auch eine plötzlich zum Stillstand gebrachte
Schaukelbewegung erfahren.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Arbeitsfläche
außer einer Anzahl senkrechter Stöße auch wagerechte Stöße ausgeübt werden.
4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Formtisch (I) wagerecht hin und her bewegt wird und
senkrechte, gegebenenfalls auch wagerechte Stöße erfährt, indem man ihm eine Schaukelbewegung
erteilt, so daß seine Enden
abwechselnd auf darunter angebrachte Anschläge aufschlagen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Formtisch
(I) in der Mitte auf einer von zwei Hebeln (d, e) getragenen Querwelle (j)
gelagert ist, um welche er durch Exzenter (η und 0), die auf einer in der Längsrichtung
der Maschine liegenden Welle (m) sitzen, nach zwei Richtungen bewegt wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Exzenter
(η und 0) mit den Hebeln (d und e) oder
dem Formtisch (I) mittels elastischer und vorteilhaft einstellbarer Verbindungen zusammenhängen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE192276C true DE192276C (de) |
Family
ID=455602
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT192276D Active DE192276C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE192276C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE950056C (de) * | 1949-11-03 | 1956-10-11 | Hugo Herzbruch Jun Dipl Ing | Vorrichtung zum Herstellen kantenfester Formkoerper fuer Bauzwecke in Formkaesten durch Ruetteln in verschiedenen Wirkungsrichtungen |
-
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- DE DENDAT192276D patent/DE192276C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE950056C (de) * | 1949-11-03 | 1956-10-11 | Hugo Herzbruch Jun Dipl Ing | Vorrichtung zum Herstellen kantenfester Formkoerper fuer Bauzwecke in Formkaesten durch Ruetteln in verschiedenen Wirkungsrichtungen |
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