DE192276C - - Google Patents

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DE192276C
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28—WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28B—SHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B1/00—Producing shaped prefabricated articles from the material
    • B28B1/08—Producing shaped prefabricated articles from the material by vibrating or jolting
    • B28B1/087—Producing shaped prefabricated articles from the material by vibrating or jolting by means acting on the mould ; Fixation thereof to the mould
    • B28B1/0873—Producing shaped prefabricated articles from the material by vibrating or jolting by means acting on the mould ; Fixation thereof to the mould the mould being placed on vibrating or jolting supports, e.g. moulding tables

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds, Cores, Or Mandrels (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 192276 KLASSE BOa. GRUPPE
PETER BURD JAGGER in LONDON.
Verteilen der Formmasse in den Formen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Februar 1907 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Entfernen der Luft und überschüssigen Feuchtigkeit aus in den Formen befindlichen Betongemengen o. dgl. sowie zum gleichmäßigen Verteilen der Formmasse in den Formen.
Bei den bisher in Vorschlag gebrachten oder zur gewerblichen Verwertung gelangten Verfahren zur Herstellung von Betonplatten
ίο u. dgl. durch Stampfen, Pressen usw. bereitete die Entfernung sämtlicher Lufträume und der überschüssigen Feuchtigkeit aus der Betonmasse große Schwierigkeiten, auch war es schwer, eine vollkommen gleichmäßige Dich-
ig tigkeit und Festigkeit unter gleichförmiger Verteilung des Formgutes zu erzielen. Überdies kommt in Betracht, daß es sich aus Sparsamkeitsgründen empfiehlt, die Mörtelmasse mit möglichst vielen gröberen Bestandteilen zu durchsetzen, daß es jedoch bei der Herstellung von Beton durch hydraulische oder andere Pressen oder durch Stampfen von Hand hierfür eine Grenze gibt, da es unmöglich ist, mit einem geringeren Kraftaufwände die Masse hinreichend zusammenzupressen, wenn die einzelnen Bestandteile nicht eine gleichmäßige Größe besitzen.
Bei Anwendung des den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahrens kann man nun nicht nur alle in Betracht kommenden Größen der einzelnen Bestandteile des Gemisches verwenden, sondern erzielt auch ein sicheres Dichtwerden der Masse bei gleichmäßiger Verteilung ihrer einzelnen Bestandteile über die ganze Oberfläche, während alle Lufträume und überschüssige Feuchtigkeit entfernt werden . und eine vollkommene Dichtigkeit gewonnen wird, so daß also der aus dieser Masse hergestellte Gegenstand eine große Festigkeit und Dauerhaftigkeit besitzt.
Dem neuen Verfahren zufolge wird die plastische Betonmasse in üblicher Weise in Formen gebracht und dann einer wagerechten schwingenden Bewegung und einer Anzahl senkrechter Stöße unterworfen, welch letztere auf den die Form tragenden Tisch, zweckmäßig an seinem Ende, ausgeübt werden.
Zu einem nach diesem Verfahren herzustellenden Block nimmt man 1 Teil Portland-Zement, 7 Teile Sand und ungleichmäßige Bruchsteine, und zwar letztere in verschiedenen Größen, von derjenigen eines Schrotkornes bis zu Stücken, die durch ein 6 cm-Sieb hindurchgehen; das Ganze wird in der Maschine gemischt . und genügend Wasser hinzugegeben, um der Masse den Zusammenhalt von Zuckerbrei zu geben, alsdann wird die Masse in die auf dem Maschinengestell befindliche Form gebracht und der Tisch ungefähr 20 Minuten lang bewegt. Man erhält auf diese Weise einen Betonblock von größter Dichtigkeit sowie Drück- und Zugfestigkeit. Die erforderliche Arbeitszeit ist natürlich je nach den herzustellenden Gegenständen erheblich verschieden, doch werden
(2. Auflage, ausgegeben am 30. Dezember xgio.J
in der Betonbereitung erfahrene Personen ohne Schwierigkeiten dieses Verfahren erfolgreich durchführen können.
Zur Ausführung dieses Verfahrens bedient man sich vorteilhaft der auf der Zeichnung beispielsweise dargestellten Vorrichtung.
Fig. ι ist teils Längsansicht, teils Längsschnitt der Maschine,
Fig. 2 eine Stirnansicht hierzu,
ίο Fig. 3 ein Grundriß der Maschine, wobei einige Formkästen abgenommen sind, um die auf und nieder beweglichen Formtische erkennen zu lassen, auch einige der letzteren sind entfernt, um ihre Führungen zu zeigen.
Fig. 4 ist ein Querschnitt der Maschine,
Fig. 5 die Vorderansicht eines elastischen Exzenterstangenkopfes, der vorteilhaft für die Bewegung der Stange zur Anwendung gelangt.
Fig. 6 und 7 zeigen Schnitte dieses elastischen Stangenkopfes nach den Linien X-X und Y-Y in Fig. 5.
Fig. 8 ist Vorderansicht und
Fig. 9 Seitenansicht eines Gabelhebels, während
Fig. 10 im einzelnen die Anordnung seitlicher Anschläge für die Arbeitstische zeigt.
Die Maschine ruht auf einem aus einer Anzahl von Ständern und Querstreben bestehenden Gestell α (Fig. 1 bis 4). Zwischen U-Eisen b, c, die an den mittleren Ständern befestigt sind und quer durch das Maschinengestell hindurchgehen, sind mit ihren unteren Enden ein Paar Hebel d, e drehbar gelagert, die, wie aus Fig. 8 und 9 ersichtlich, an ihrem oberen Ende f gegabelt und mit seitlichen Vorsprüngen g versehen sind, womit sie in einem oder mehrere an jedem Ende einer Querwelle / befestigten Ringe oder Bunde h, h1 eingreifen. Die Welle / ist in der Mitte zwischen den senkrechten Wangen k eines Formtisches oder einer Tafel I befestigt und kann sich in den gegabelten Enden der Hebel d, e frei drehen, wodurch der Tisch I in senkrechter Richtung um eine Querachse geschwungen werden kann, also eine Schaukelbewegung erhält.
Zweckmäßig in der Mitte des Maschinengestelles α ist eine Welle m drehbar gelagert, welche in der Längsrichtung der Maschine verläuft und von irgendeiner Kraftquelle angetrieben werden kann. Auf dieser Welle sind an jedem Ende Exzenter η und 0 befestigt; das Exzenter η ist mit einem der Gabelhebel, nämlich d, und das Exzenter 0 durch Stange p mit einem Ende des Tisches I verbunden, zum Zweck, bei der Drehung der Welle m dem Tisch I gleichzeitig eine seitliche Hin- und Herbewegung und eine Schaukelbewegung zu erteilen.
Die Verbindung eines jeden oder beider Exzenter η und 0 mit dem Hebel d und dem Tisch I ist vorteilhaft elastisch zu gestalten. Wie in Fig. 5, 6 und 7 dargestellt ist, besitzt insbesondere zur Verbindung des Exzenters 0 mit einem Ende des Tisches I die Exzenterstange p- einen geschlitzten Kopf q, und in diesem gleitet eine Büchse r, die an dem Arbeitstisch in geeigneter Weise befestigt ist. Die Büchse r wird durch Fedem s gehalten, die sich einerseits gegen die Büchse und andererseits gegen Platten t anlegen, welch letztere ebenfalls in dem Stangenkopf q gleiten können, so daß sie mittels Keile u zwecks Änderung der Spannung der Federn s verstellt werden können. In den Keilen u sind Löcher ν und in den Platten t Löcher w vorgesehen, durch welche Bolzen o. dgl. eingesteckt werden können, um die Keile u in der gewünschten Stellung zu erhalten. Zur elastischen Verbindung des Exzenters η mit dem Hebel d ist es vorteilhaft, wie in Fig. 4 dargestellt ist, den Kopf der Exzenterstange χ durch den Hebel hindurchzuführen und zwischen dem letzteren und einstellbaren Schraubenmuttern ζ Federn y einzuschalten, doch kann gewünschtenfalls auch der in Fig. 5 bis 7 dargestellte Stangenkopf Anwendung finden. Der Hebel β kann mit demselben Exzenter wie der Hebel d oder auch mit einem unabhängigen Exzenter verbunden werden.
An jedem Ende des Gestelles α sind, wie in Fig. ι rechts dargestellt ist, eine Anzahl zweckmäßig hölzerner Stoßböcke 1 angeordnet, gegen die der Tisch bei seinen Schwingungen anstößt, so daß abwechselnd auf jedes Ende des Tisches ein senkrechter Stoß ausgeübt wird. Um eine unerwünschte Beanspruchung der wagerechten Exzenterstange χ zu verhüten, empfiehlt es sich, die Exzenter η und 0 so auf die Welle m zu setzen, daß das Exzenter η als Kreuzungsstelle der Bewegungen keinen Hub erfährt, wenn der Tisch gegen die Böcke 1 schlägt. Außer den senkrechten Stoßen können auch seitliche Stöße auf den Tisch I ausgeübt werden. Zu diesem Zweck ist Vorkehrung zu treffen, daß der Tisch seitlich gegen einstellbare, unter Federwirkung stehende Bolzen oder andere Anschläge 1* (Fig. 10) trifft, die an dem Maschinengestell α in . der aus der Fig. 10 ersichtlichen Weise angeordnet sind.
Um zu verhüten, daß sich der Tisch dreht, ist er zweckmäßig, wie aus Fig. 1 ersichtlich, mit einer Anzahl Führungsplatten 2 versehen, die in am Maschinengestell befestigten Führungen 3 gleiten.
Der Betrieb der Maschine gestaltet sich wie folgt:
Nachdem die Formen für die herzustellenden Gegenstände auf den Tisch I aufgebracht
und mit der plastischen Betonmasse gefüllt sind, wird die Welle m in Umdrehung versetzt. Infolgedessen wird mittels der Exzenter η und ο dem Hebel d oder den beiden Hebeln d, e und dem Tisch I eine Schwingbewegung um ihre Drehstellen erteilt. Der Tisch I wird also gleichzeitig seitlich hin und her bewegt und auch in senkrechter Richtung um eine mittlere Querachse geschwungen, wobei abwechselnd auf jedes Ende des Tisches durch dessen abwechselndes Auftreffen auf den einen oder anderen der Böcke ι ein senkrechter Stoß ausgeübt wird. Der auf diese Weise einem jeden Tischende erteilte Schlag liefert die gewünschte Vibration durch die Maschine hindurch und hält in Verbindung mit der senkrechten Schwingung und der seitlichen Hin- und Herbewegung des Tisches sowie etwaigen Seitenstößen die Betonmasse in ständiger Bewegung.
Durch das neue Verfahren wird somit durch allmähliches Setzen eine gründliche Verdichtung der Masse über die ganze Tischfläche hin erzielt, und es werden nicht nur sämtliche Lufträume und überschüssige Feuchtigkeit entfernt und eine Schichtung der Masse nach ihren einzelnen Bestandteilen verhindert, sondern es wird auch durch die selbsttätige Lagerung jedes Teilchens der Masse an der ihm zukommenden Stelle die größtmögliche Dichtigkeit des Betons durch die ganze Masse hindurch erzielt, ohne daß irgendein Druck ausgeübt zu werden braucht, wozu noch die Ersparnis an Zeit kommt, die zur vollkommenen Gebrauchsfertigmachung des erzeugten Gegenstandes erforderlich ist.
Es muß noch bemerkt werden, daß die Anordnung des elastischen Kopfes an einer oder beiden Exzenterstangen eine schädliche Beanspruchung des Getriebes verhütet oder doch erheblich abschwächt und so dem Tisch gestattet, vorzueilen und in der Mitte ebenso starke Erschütterungen zu erfahren wie an den Enden.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Maschine ist unterhalb des Arbeitstisches am Maschinengestell Vorkehrung getroffen, um die fertigen Betongegenstände aus den Formkästen herauszunehmen.
Die diesem Zweck dienende, als Ausführungsbeispiel dargestellte Vorrichtung besteht aus Platten 4, die von Stangen 5 getragen werden, welche sich in am Maschinengestell a angebrachten Armen 6 führen und je mit einer Zahnstange 7 versehen sind, die durch ein auf einer Spindel 9 sitzendes, mittels Handkurbel 10 drehbares Zahnrad 8 bewegt werden kann.
Die Platte 4 besitzt eine Anzahl aufwärts gerichteter Finger 11, die beim Hochheben der Stange 5 durch den Tisch .1 und die Formkästen 12 hindurchgreifen, welch letztere in diesem Falle durch herausnehmbare Platten 13 gebildete falsche Böden enthalten, die in der aus Fig. 1 und 2 ersichtlichen Weise hochgehoben werden, so daß die Platten mit den darauf liegenden fertig geformten Gegenständen abgenommen werden können. Es sind geeignete Sperrungen, beispielsweise Zahnräder 14 und Stangen 15, angebracht, um die Stange 5 solange wie nötig angehoben zu halten.
Gemäß einer anderen Ausführungsform ist der Arbeitstisch zu ebener Erde angeordnet, so daß ein die Formkästen tragender Wagen darüber laufen und auf dem Tisch festgehalten werden kann, damit er keine von dem letzteren unabhängige Bewegung ausführt, oder man kann dem Wagen auch eine gewisse Freiheit lassen, damit er sich vorwärts und rückwärts auf dem Tisch bewegen kann, wenn dieser in der oben beschriebenen Weise in Bewegung gesetzt wird.
Bemerkt sei noch, daß, abgesehen von Beton, nach dem beschriebenen Verfahren natürlich auch solche Massen bearbeitet werden können, die wie Beton Gemenge aus verschiedenen Teilchen darstellen und in eine gleichmäßige Masse oder einen festen Körper umgewandelt werden sollen.

Claims (6)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Entfernen der Luft und überschüssigen Feuchtigkeit aus in den Formen befindlichen Betongemengen
o. dgl. sowie zum gleichmäßigen Verteilen der Formmasse in den Formen, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der plastisehen Betonmasse o. dgl. gefüllten Formen in wagerechte Schwingbewegungen versetzt und gleichzeitig senkrechten Stoßen unterworfen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die plastische Betonmasse aufnehmenden Formen neben der wagerechten Schwingbewegung auch eine plötzlich zum Stillstand gebrachte Schaukelbewegung erfahren.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Arbeitsfläche außer einer Anzahl senkrechter Stöße auch wagerechte Stöße ausgeübt werden.
4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Formtisch (I) wagerecht hin und her bewegt wird und senkrechte, gegebenenfalls auch wagerechte Stöße erfährt, indem man ihm eine Schaukelbewegung erteilt, so daß seine Enden
abwechselnd auf darunter angebrachte Anschläge aufschlagen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Formtisch (I) in der Mitte auf einer von zwei Hebeln (d, e) getragenen Querwelle (j) gelagert ist, um welche er durch Exzenter (η und 0), die auf einer in der Längsrichtung der Maschine liegenden Welle (m) sitzen, nach zwei Richtungen bewegt wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Exzenter (η und 0) mit den Hebeln (d und e) oder dem Formtisch (I) mittels elastischer und vorteilhaft einstellbarer Verbindungen zusammenhängen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE950056C (de) * 1949-11-03 1956-10-11 Hugo Herzbruch Jun Dipl Ing Vorrichtung zum Herstellen kantenfester Formkoerper fuer Bauzwecke in Formkaesten durch Ruetteln in verschiedenen Wirkungsrichtungen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE950056C (de) * 1949-11-03 1956-10-11 Hugo Herzbruch Jun Dipl Ing Vorrichtung zum Herstellen kantenfester Formkoerper fuer Bauzwecke in Formkaesten durch Ruetteln in verschiedenen Wirkungsrichtungen

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