DE1925016B - Vorrichtung zum Verteilen und Einebnen von Baustoffen bei der Herstellung von Sportplatzdecken - Google Patents
Vorrichtung zum Verteilen und Einebnen von Baustoffen bei der Herstellung von SportplatzdeckenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verteilen und Einebnen von Baustoffen bei der Herstellung
von Sportplatzdecken, insbesondere Tennisplätzen, mit einem den Platz überbrückenden Träger,
dessen Enden über antreibbare Laufrollen und höhenverstellbar auf an gegenüberliegenden Seiten des
Platzes verlegten parallelen Schienen gelagert sind, wobei eine endlose, in Trägerlängsrichtung umlaufend
angetriebene Fördereinrichtung mit beim Durchlaufen ihres unteren Trums den Boden berührenden,
in Abständen angeordneten einzelnen Förderelementen vorgesehen ist.
Eine bekannte Vorrichtung dieser Art (deutsche Patentschrift 1 267 698) weist Förderketten auf, an
denen als Mitnehmer dienende Schaufeln mit ihren gegenüberliegenden Enden befestigt sind. Die Ketten
sind über Ümlenk- und Stützrollen geführt. Die Schaufeln dienen zum Verteilen des Baustoffes auf
der Bodenoberfläche und sind nachgiebig gelagert, so daß sie Widerständen ausweichen können. Ein
Abtragen von Sportplatzoberflächen zum Zwecke ihrer Einebnung ist mit der bekannten Vorrichtung
nicht vo.gesehen.
Eine andere bekannte Fördereinrichtung (USA.-Patentschrift 2 400 502) umfaßt eine Förderrinne mit
an seitlichen Förderketten befestigten, die Förderrinne überbrückenden Förderschaufeln. deren
Schürfkanten auf dem Boden der Förderrinne entlangstreifen. Di-. Förderketten laufen auf Rollen,
welche in seitlich an der Förderrinne angeordneten, im Querschnitt U-förmigen Führungen geführt s:nd.
Mit dieser Fördereinrichtung is' eine direkte Bearbeitung von Bodenflächen nicht möglich.
Eine bekannte Straßenfertigungsmaschine zum Herstellen eines ebenen Baugrunds (US A. -Patentschrift
2 416 401) weist ein in Schwingungen \ ersetztes, schräg in die abzutragende Bodenschicht eindringendes
Schneidmesser auf. Der abgehobene Boden gelangt zwischen die Schaufeln einer sich quer zur
Straße und oberhalb des Schneidmessers erstreckenden Fördereinrichtung. Die Förderschaufeln sind zwischen
zwei endlosen Förderketten befestigt. Die Ketten sind ohne Laufrollen in seitlichen U-Schhnen
geführt: die Fördcrschaufeln berühren den Boden nicht.
Soweit die bekannten Vorrichtungen mit dem einzuebnenden Boden in Berührung stehende Schaufeln
aufweisen, ist deren Arbeitsgenauigkeit durch die Genauigkeit der Führung der Ketten, an denen die
Schaufeln befestigt sind, begrenzt. Da Kettcnführungen
mit großem Spiel arbeiten, genügt die bei den bekannten Vorrichtungen gewählte Führung der
Schaufeln nicht erhöhten Ansprüchen an die Genauigkeit
beim Bau von sehr ebenen Sportplatzdecken, beispielsweise
von Tennisplätzen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so auszubilden, daß das Auftragen von in Dicke und Dichte
sehr gleichmäßigen und in ihrer Oberfläche sehr ebenen Baustoffschichten und auch das Einebnen
vorhandener Baclenobcrflächen durch Abschürfen möglich ist.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung darin, daß die Förderelemente der Förder
einrichtung als Fräszähne ausgebildet und unmittelbar in einer zur zu bearbeitenden Boden lache parallelen Führung geführt sind.
Hierdurch wird nicht nur ein sehr genaues Verteilen von Baustoffen über einer Bodenaberfläche
oder einer Unterbaufläche ermöglicht; dadurch daß die Förderelemente als für den Eingriff in den festen
Boden geeignete Fräszähne ausgebildet sind, dienen die Förderelemente gleichzeitig zum Abschürfen unebener
Bodenoberflächen. Dies ist z. B. bei abgespielten Tennisplätzen erforderlich, die im allgemeinen in
ihrem mittleren Bereich vertieft sind.
Dadurch, daß bei der Vorrichtung nach der Erfindung die Förderelemente unmittelbar geführt sind,
sind sie in ihrer Bewegung vollkommen unabhängig von dem umlaufenden Antrieb, beispielsweise einer
Kette oder einem Seil, und ermöglichen daher ein genaues Arbeiten. Die einzelnen Bodenschichten können
mit gleichbleibender Dicke und Dichte aufgetragen werden unter Bildung von Sportplatzdecken mit
gleichmäßig verteilten mechanischen Eigenschaften, wie Elastizität und Dämpfung.
Eine besonders leichte Bauweise der Vorrichtung gemäß der Erfindung läßt sich dadurch erzielen, daß
die Fördereinrichtung aus einem Stahlseil gebildet ist, an dem die Fräszähne befestigt sind.
Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Vorrichtung nach der Erfindung besteht darin, daß die Führung
der Fräszähne iif Bereich des unteren Trums der
Fördereinrichtung in vertikaler Richtung bogenförmig einstellbar ist, was beispielsweise durch eine
einstellbare vertikale Vorsprung des Trägers vei wirklicht werden kann.
Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand der Patentansprüche 2, 4 bis 6, 8 und 9.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der
Vorrichtung nach der Erfindung dargestellt. Es zeigt F i g. 1 eine Ansicht der Vorrichtung in Bewegungsrichtung
des Trägers,
Fig. 2 eine seitliche Ansicht eines Fräszahnes und
F i g. 3 den Fräszahn gemäß r i g. 2 in Bewegungsrichtung des Seiles.
In F i g. 1 ist ein Träger 1 dargestellt, welcher mit Hilfe von Laufrollen 2 und 3 auf Laufbahnen 4
und 5 mittels eines Motors 6 antreibbar ist. Die Fördereinrichtung 7 umfaßt zwei Umlenkrollen 8
und 9 sowie einen Antriebsmotor 10. Das untere Trum der Fördereinrichtung 7 ist in eine Führung
11 geführt.
Die Lage des Trägers 1 mit Fördereinrichtung 7
und Führung II ist gegenüber den Laufbahnen 4 und 5 mit Hilfe von Spindeln 12 in Her Höhe verstellbar.
Ein Vorralsbunkcr 13 dient zum Zuführen von Baustoffen 14 zum Arbeitsbereich der Fördereinrichtung
7. An der dem Vorratsbunker 13 entgegengesetzten Seite der Vorrichtung ist eine den Endbereich
der Fördereinrichtung 7 untergreifende Abfördei rinne 15 vorgesehen, welche sich bis über die
Laufrolle 3 seitlich erstreckt.
In Fig. 2 ist in vergrößertem Maßstab ein Fräszahn
16 dargestellt, der mit Klemmschellen 17 und 18 mit einem Stahlseil 20 verbunden ist. Eine mit
dem Fräszahn 16 verbundene Laufrolle 19 ist in einem als Führung dienenden U-Profil 21 geführt.
Fig. 3 zeigt den Fräszahn 16 in Richtung des Stahlseils 20 gesehen. Die senkrechte Fläche 22 des
Fräszahnes 16 bildet unten eine waagerechte Schürf-
kante 23. „ .. .
Claims (9)
1. Vorrichtung zum Verteilen und Einebnen von Baustoffen bei der Herstellung von Sport-
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platzdecken, insbesondere Tennisplätzen, mil pinem den Platz überbrückenden Träger, dessen
pnden über antreibbnre Laufrollen und höhenverstellbar auf an gegenüberliegenden Seiten des
Platzes verlegten parallelen Schienen gelagert sind, wobei eine endlose, in Trägerrichtung umlaufend
angetriebene Fördereinrichtung mit beim Durchlaufen ihres unteren Trums den Boden berührenden,
in Abständen angeordneten einzelnen Förderelementen vorgesehen ist, dadurch ge- ίο
kennzeichnet, daß die Förderelemente der Fördereinrichtung (7) als Fräszähne (16) ausgebildet
und unmittelbar in einer zur zu bearbeitenden Bndenfläche parallelen Führung (11) geführt
sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fräszähne (16) jeweils zwei
gegenüberliegend angeordnete Führungsrollen (19) aufweisen, die in zwei die Führung (11) bildenden,
parallel zueinander verlaufenden, mit ihren offenen Seiten aufeinander zu gerichteten
U-Profilen (21) aufgenommen iind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtung
aus einem Stahlseil (20) gebildet ist, an dem die Fräszähne (16) befestigt sind.
4. Vorrichttng nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Fräszähne
(16_) parallel zur Bodenfläche und etwa rechtwinklig zur Förderriclitung (20) verlaufende
Schürfkanten (23) aufweisen.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Fräszähne (16)
jeweils als ebene, im Bereich der Schürfkante (23) verbreiterte Platte ausgebildet sind, die an ihren
der Schürfkante gegenüberliegenden Enden einen zur Plattenebenc senkrechten Quersteg für die
Befestigung am Stahlseil (20) aufweisen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Befestigungsmittel zwei
Klemmschellen (17 und 18) vorgesehen sind, die bezüglich der Plattenebene auf verschiedenen
Seiten der Platte am Quersteg befestigt sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung
(11) der Fräszähne (16) im Bereich des unteren Trums der Fördereinrichtung (7) in vertikaler
Richtung bogenförmig einstellbar ist.
8. Vorrichtung i.nch einem der Ansprüche 1
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Ende des Trägers (1), auf das sich das untere Trum der
Fördereinrichtung (7) zu bewegt, eine die Fräszähne (16) untergreifende, über das Ende des
Trägers hinausragende Abförderrinne (15) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche I bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß an der Rückseite
des Trägers (1) ein Streichblech angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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