DE1925509U - Quarto-walzwerk mit angetriebenen stuetzwalzen und auswechselbaren arbeitswalzen. - Google Patents
Quarto-walzwerk mit angetriebenen stuetzwalzen und auswechselbaren arbeitswalzen.Info
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Landscapes
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Description
RAJ 66 60 4*-ίΛ 65
Dr.-Ing. H. Dabringhaus
Patentanwalt
Düsseldorf 1, den .5!* J$.« 19.6.5
3707 - a. Charlottenstraße j8
deine Akte Nr. ....„...'. .'. Femruf ι«14
P 19 722 / 7a Gm
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Quatro-Walzwerk mit angetriebenen Stützwalzen und auswechselbaren
Arbeitswalzen
Die Neuerung bezieht sich auf Quatro-Walzwerke mit zwei angetriebenen
Stützwalzen und zwei auswechselbaren Arbeitswalzen, die versetzt zu der durch die Mitten der Stützwalzen verlaufenden Ebene jeweils zwischen in
Walzrichtung einander gegenüberliegenden Backen von halboffenen Gleitlagern
angeordnet und durch Reibungsschluß von den Stützwalzen, unterstützt durch den Bandzug angetrieben sind.
Bei bekannten Quatro-Kaltwalzwerken mit angetriebenen Arbeitswalzen
ist der Durchmesser der Arbeitswalzen nach unten dadurch begrenzt, daß die zum Drehen der Arbeitswalzen einzuleitenden Kräfte von Gelenkwellen
oder Kuppelspindeln übertragen werden, deren Durchmesser in Verbindung
mit den Antriebszapfendurchmessem den minimalen Durchmesser der Arbeitswalzen bestimmen. Bei Quarto-Walzwerken mit angetriebenen Stützwalzen,
bei denen die Arbeitswalzen ihre Drehbewegung durch Reibungsschluß von
den Stützwalzen erhalten - die Drehbewegung kann bekannterweise durch
den Bandzug unterstützt werden - wird der minimale Durchmesser der Arbeitswalzen mit Rücksicht auf die zulässigen Materialspannungen, in diesem
Falle die Biegespannungen in den Arbeitswalzen infolge ihres Bestrebens, seitlich auszuweichen, bestimmt. Beim bekannten vom Walzprozeß ausgehenden
Mehrrollen-Walzwerk ist ein seitliches Ausweichen der Arbeitswalzen
► dadurch unmöglich, daß die Arbeitswalzen praktisch beiderseits abgestützt
sind. Bei diesen Walzwerken besteht vor allem der Nachteil darin, daß die Arbeitswalzen unter Zwischenschaltung von in ihrer Größe
abgestuften Stützwalzenpaaren bis zu tragfähigen Stützwalzendurchmessem
abgestützt werden. Der Aufwand zum Bau solcher Walzwerke ist bekannterweise sehr hoch.
Bei einer weiteren bekannten Walzwerkskonstruktion sind verhältnismäßig
dünne Arbaitswalzen seitlich aus der durch die Mitten der Stützwalzen
verlaufenden Senkrechten versetzt und werden mittels Stützrollen oder ähnlicher Mittel abgestützt und dadurch an einem seitlichen Ausweichen
gehindert.
Die Stützrollen können nur begrenzte Kräfte aufnehmen und bedingen die
Einhaltung eines in geringen Grenzen festgelegten Stichplanes, bei dem in den einzelnen Stichen annähernd gleichmäßige, als Komponente auf die
Stützmittel wirkende Kräfte auftreten, die in einem bestimmten Verhältnis aus den Kräften der reibungsschlüssigen Übertragung der Drehbewegung
und aus dem Bandzug bestehen. Besonders bei Reversierwalzwerken ist die
exakte Einhaltung dieses Verhältnisses über den gesamten Stichplan schwierig.
Die Aufgabe der Neuerung besteht darin, den Aufwand für die seitlichen
Stützmittel, die in jedem Falle bei einseitiger Außermittigstellung der
Arbeitswalzen erhebliche Kräfte aufzunehmen haben, so gering wie möglich
zu halten und mit geringem baulichen Aufwand geeignete Abstützmittel
vorzusehen, und ferner die seitliche Verlagerung der Arbeitswalzen
aus der durch die Mitten der Stützwalzen gehenden Senkrechten laufend
den bei den einzelnen Stichen auftretenden Kräften anzupassen und zu verändern, um die auf die Abstützmittel wirkenden Kräfte gering
zu halten.
Deshalb wird gemäß der Neuerung vorgeschlagen, bei dem eingangs genannten
Quatro-Walzwerk jedes halboffene Gleitlager mit seiner zugehörigen
Arbeitswalze in einem beide Teile in einer Ebenevollständig einschließenden Stützrahmen anzuordnen, wobei beide Stützrahmen verschwenkbar
und gemeinsam in Walzrichtung verschiebar seitlich der durch die Mitten der Sti-tzwalzen verlaufenden Ebene gelagert sind. Es ist vorgesehen,
das für den Walzprozeß erforderliche Walzöl bzw. die Walzemulsion
ganz oder teilweise durch die Stützlager der Arbeitswalzen zuzuführen
.
Die Tragfähigkeit dieser als Gleitlager ausgeführten Stützlager ist bei
Verwendung der vorbeschriebenen Flüssigkeiten als Druckmedia verhältnismäßig
gering, da es sich hier um niedrig - viskose Flüssigkeiten handelt.
In Verbindung mit dieser Lagerung sieht die Neuerung vor, Mittel zu
schaffen, welche die auf die Lager wirkenden Kräfte dadurch gering halten, daß die auftretenden Seitenkräfte in ihrer Größe meßtechnisch
erfaßt und daß nach dem Meßergebnis die seitliche Abweichung der Lage
der Arbeitswalzen aus der durch die St r>t ζ walzenmitte gehenden Senkrechten
korrigiert wird.
■ - 4 -
Die aus der reibschlüssigen übertragung des Drehmomentes von den Stützwalzen
auf die Arbsitswalzen und vom Bandzug herrührenden Seitenkräfte sind rechnerisch nicht genau^nug zu erfassen. Aus diesem Grunde werden
diese Kräfte im laufenden Betrieb über elektronische Meßgeräte, beispielsweise nach dem Prinzip der bekannten Dehnungsmeßstreifen ermittelt. Danach
wird die seitliche Abweichung der Lage der Arbeitswalzen aus der durch die Mitten der St.'tzw&lzen gehenden Senkrechten korrigiert, so daß
die auf die Stützlager der Arbeitswalzen wirkende Seitenkraft gering
bleibt und ohne weiteres von diesen Lagern unter Zuführung eines niedrig - viskosen Schmiermittels übertragen werden können.
In der Zeichnung ist ein Ausf^hrungsbeispiel eines neuerungsgemäßen S^uatrowalzwerkes
dargestellt, und zwar zeigt
Pig. 1 eine Seitenansicht im Schnitt und Fig, 2 einen Schnitt nach Linie a - b in Fig.1
In den Walzständern 1 sind zwei Stützwalzen 2 in Einbaustücken 5 gelagert.
Zwei Arbeitswalzen 4 sind um das Maß e seitlich aus der durch die Mitten
der Stützwalzen 2 gehenden Senkrechten versetzt. Die Arbeitswalzen 4 sind
in Gleitlagern 5 gelagert, die Gleitlager 5 sind in Rahmen 6 eingebaut.
Die Eahmen 6 sind mit Stegen 6 a versehen und in den Punkten 7 an als
Schieber ausgebildeten Lagern 8 aufgehängt, die in an den Ständern 1 angebrachten
Führungen 9 geführt sind. Mittels Spindeln 10 und deren Verstellgliedern 11 sind die Walzrahmen 6 it den Drehpunkten 7 und den Lagern 8
in ihrer Horizontalen verschiebbar, wodurch eine Veränderung des Maßes e
eine Veränderung der seitlichen Abweichung der Arbeitswalzen von der
durch die Mitten der Stützwalzen gehenden Senkrechten erfolgt.
Als Meßaufnehmer, der die Größe der seitlich auf die Arbeitswalzen
wirkenden Kräfte aufzeichnet, können "beispielsweise Dehnungsmeßstreifen
12 dienen, die auf den Stegen 6a oder Rahmen 6 angebracht sind. .Entsprechend
der an diesen Stellen gemessenen Zug- oder Druckspannungen erfolgt über die Spindeln 10 eine seitliche Verschiebung der Arbeitswalzen
entsprechend der gemessenen Seitenkräfte, also eine Korrektur des Maßes e, bis die Meßaufnehmer anzeigen, daß die auftretenden Seitenkräfte
nur noch gering sind.
Die Neuerung ermögliche vor allem den Einsatz von Quarto-Walzwerken
mit entsprechend dem zu walzenden Material unterschiedlichen und auswechselbaren
Arbeitswalzen. Bei dickem Material kann mit dickeren Arbeitswalzen
gewalzt werden, das dünnere Material kann mit dem für den jeweiligen Walzprozeß günstigen dünnen Arbeitswalzen gewalzt werden,
so daß mit dem beschriebenen Walzwerk die optimale Ausnutzung des Gerüstes und der installierten Antriebsleistung gewährleistet ist.
Claims (5)
1. Quatro-Walzwerk mit zwei angetriebenen Stützwalzen und zwei auswechselbaren
Arbeitswalzen, die versetzbar zu der durch die Mitten der Stützwalzen verlaufenden Ebene jeweils zwischen in Walzrichtung
einander gegenüberliegenden Backen von halboffenen Gleitlagern angeordnet und durch ReibungsSchluß von den Stützwalzen, unterstützt
durch den Bandzug, angetrieben sind, dadurch gekennzeichnet , daß jedes halboffene Gleitlager (5) mit seiner
zugehörigen Arbeitswalze (4) in einem beide Teile in einer Ebene vollständig einschließenden Stützrahmen (6) angeordnet ist, wobei
beide Stützrahsaen verschwenkbar und g%ieinsam in Walzrichtung verschiebbar
seitlich der durch die Mitten der Stützwalzen (2) verlaufenden Ebene gelagert sind.
2, Walzwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen
(6) einseitig mittels Stegen (6a) verlängert ist, die in Lager auslaufen, mit denen der Rahmen auf einer quer zur Walzrichtung
angeordneten Welle (7a) gelagert ist.
3· Walzwerk nach Anspruch 1 oder 2^aChIrCh gekennzeichnet, daß die
Welle (7a) in Schiebern (β) gelagert ist, die in seitlich an den
Ständern (1) angebrachten Führungen (9) mittels Verstellgliedern (10,11) verschiebbar sind.
4. Walzwerk nach Anspruch 1, 2 oder 3 ,dadurch, gekennzeichnet, daß auf
den Stegen (6a) Messwertaufnehmer (l2) angebracht sind, mittels
denen die Größe der auf die Srbeitswalzen (4) wirkenden Seitenkräfte laufend ermittelbar ist.
5. Walzwerk nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die seit,
liehe Versetzung der Arbeitswalzen (4) aus der durch die Mitten der Stützwalzen (2) gelegten Ebene entsprechend der aufgenommenen
Meßwerte über Verstärker und Stellglieder ausgleichbar ist.
Y=En
Hinweis: Diese Unterlage (Beschreibung und Sohuizanspr.) ist die zuletzt eingereichte; sie weicht von der Wort-H«
.K>g dar ursprünglich ein-isretohien Unterlagen ab. Die rechtiiche Bedeutung dar Abweichung ist nloht geprüft.
"Τ,... — ■ .ilen tiwwreiohten Unterlagen befinden sich in den Amtsakten. Si* können jede.zut cl-.ne Nachweis
■η -rechtlichen Interesses gebührenfrei eingesehen werden. Auf Antrag wrden hiervon ouch Fotckopien oder Rim-Ζ· ."oMve zu den üblichen Preisen geliefert. Deutsches Patentamt, Gebrauchsmusterstelle.
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