DE1925793U - Kanalisationsrohr. - Google Patents
Kanalisationsrohr.Info
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-
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Description
Die Feuerung betrifft ein aus Beton, Zement oder dergleichen gefertigtes Kanalisationsrohr mit innerer
Auskleidung aus Kunststoff.
Bekannte Rohre dieser Art werden auf ihrer Innenfläche ganz oder im Bereich ihrer Sohle mit einem Kunststoff
oder Bitumen ausgekleidet, um ein Festsetzen von Schmutz oder anderen. Ablagerungen an der naturgemäß rauhen Innenoberfläche
des Kanalisationsrohres zu vermeiden und den dem fließenden Medium von der Rohrwandung entgegengesetzten
Strömungswiderstand zu verringern» Diese nachträgliche Kunststoffbeschichtung ist jedoch sehr
zeitraubend und erst dann möglich, wenn der Beton des Rohres abgebunden hat. Außerdem besteht die Gefahr,
daß beim Auftragen des Kunststoffes oder Bitumen noch
feuchte Stellen im Beton vorhanden sind, die ein
gegenseitiges Verbinden verhindern. Außerdem können während des Beschichtungsvorganges unerwünschte
"Luftblasen auftreten. Diesen Nachteil vermeidet das Kanalisationsrohr gemäß der Neuerung.
Das Kanalisationsrohr ist neuerungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffauskleidung vorgefertigt
ist und danach mit dem Rohrwerkstoff umgössen wird. Hierdurch ist eine nachträgliche Auskleidung
der Innenfläche des Rohres überflüssig. Gemäß weiterer Neuerung weist die Kunststoffauskleidung
eine unterschiedliche Wandstärke zur Verankerung in dem sie umgebenden Rohrwerkstoff auf.
Die Herstellung der Kunststoffauskleidung erfolgt
durch Aufspritzen von plastischem, aushärtbarem Kunststoff, wie z.B. glasfaserverstärktem Polyesterharz
oder weichem Polyvinylchlorid-Material auf einen ein Negativ zur Querschnittsform der Kunststoff
auskleidung bildenden, sich in Drehung befindliehen Formkern. Selbstverständlich ist es in gleicher
Weise möglich, anstelle eines plastischen einen
pulverf örmigen mit einem aushärtenden Klebemittel
versetzten Kunststoff zu verwenden.
Der Formkern weist an einer Stirnseite eine sieh über seinen gesamten Umfang erstreckende, im rechten Winkel
anstehende Anschlagleiste auf, durch die während des Spritzvorganges ein rechteckiger Auflagerwinkel an die
Auskleidung angespritzt wird, der die Ausrichtung der Kunststoffauskleidung innerhalb der Gießform für das
Betonrohr erleichtert. Durch die Herstellung der Auskleidung mittels Aufspritzen auf einen Foraiern wird
deren Innenfläche entsprechend der glatten Formkernoberflache
dicht und glatt. Daraus ergeben sich für das mit der Kunststoffauskleidung versehene Betonrohr außerordentliche
Vorzüge, wie z.B. ein geringerer Reibungswiderstand für die durchlaufende Flüssigkeit, eine hohe
Korrosionsbeständigkeit und eine völlige Wasserdichtigkeit. Durch die G-lasfaserver Stärkung der Kunst stoff auskleidung
ist zudem eine sehr hohe Abriebfestigkeit gegeben,
die sich bei schmutzführenden Abwässerrohren besonders vorteilhaft auswirkt.
Die Kunststoffauskleidung kann sowohl in in sich geschlossener
Rohrform als auch in geteilten Schalen hergestellt werden. Sollen geteilte Schalen hergestellt werden, so
geschieht dies durch ein Aufbringen von Trennleisten auf den Formkern. Die Verwendung geteilter Schalen ist
"besonders bei größeren Rohrquer schnitten zweckmäßig,
um durch Ineinanderlegen der geteilten Schalen den zum Transport der kunststoffauskleidung erforderlichen
Raum zu verringern« So können "beispielsweise rohrförmig
in sich geschlossene Auskleidungen durch das Aneinanderlegen zweier oder mehrerer geteilter Schalen gebildet
werden. Auch genügt die Verwendung einer geteilten Schale für ein Rohr, wenn es«nicht unbedingt erforderlich ist,
den gesamten Innendurchmesser des Rohres mit einer Kunststoff auskleidung zu versehen.
Ausführungsbeispiele der Neuerung sind in den Figuren dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch ein Rohr gemäß der Neuerung,
Fig. 2 einen Schnitt entsprechend der Linie II-II in
Figur 1,
Fig. 3 einen Schnitt durch die bei der Herstellung des
Fig. 3 einen Schnitt durch die bei der Herstellung des
Rohres verwendete Gießform, Fig. 4 eine schematische Darstellung des Spritzvorganges:
zur Aufbringung der Kunststoffauskleidung auf den Formkern,
Fig. 5 eine Seitendarstellung der Vorrichtung zur Lage-.
rung und Drehung des Formkernes während des Spritzvorgange a,
Fig. 6 eine Draufsicht auf die Vorrichtung gemäß Pfeil TI in Figur 5 mit der Spritζeinrichtung,
Fig. 7 einen Querschnitt durch die modifizierte Ausführungsform
eines Betonrohres mit einer halbschalenförmigen Auskleidung,
Fig. 8 einen Querschnitt durch eine andere Querschnittsform des Betonrohres mit einer halbschalenförmigen
Auskleidung und
Fig. 9 einen Querschnitt durch eine weitere modifizierte Querschnittsform mit einer ebenfalls halbschalenförmigen
Kunststoffauskleidung.
Das insgesamit mit 1 "bezeichnete Rohr "besteht aus einer
inneren Kunststoffauskleidung 2 und dem Mantel 3, welcher
in bekannter Weise aus Beton, Zement oder dergleichen hergestellt ist. Die innere Kunststoffauskleidung 2 kann
sowohl rohrförmig in sich geschlossen (Figur 2) als auch
halbschalenförmig (Figuren 7-9) ausgebildet sein. Sie weist
zur Verankerung in dem sie umgebenden Rohrmantel 3 eine unterschiedliche Wandstärke auf. Diese unterschiedliche
Wandstärke wird durch vorstehende Noppen oder Runzeln 4 gebildet.
Die Kunststoffauskleidung 2 wird außerhalb der Gießform
5 auf einer insgesamt mit 7 bezeichneten Vorrichtung
(Fig. 5) hergestellt, die einen Formkern 6 enthält.
Der Formkern 6 weist eine negative Form zu der herzu-" .: stellenden Kunststoffauskleidung auf. Wenn auf dem
Formkern 6 eine schalenförmige Auskleidung hergestellt
werden soll, so sind auf seinem äußeren Umfang Trenn— leisten 8 zur gleichzeitigen Herstellung mehrerer Halbschalen
angeordnet. An seinem einen Ende weist der Formkern -
6 eine in rechtem Winkel abstehende, sich über seinen,
gesamten Umfang erstreckende Anschlagleiste 14 auf, die
dem Anspritzen eines Auflagerwinkels 15 an die Auskleidung
dient.
Vorzugsweise auf beiden Seiten des in der Vorrichtung 7λ
gehaltenen Formkerns 6 sind Spritzeinrichtungen 10 zum Aufsprühen des der Bildung der Auskleidung 2 dienenden
Kunststoffes auf den Formkern 6 angeordnet. Diese Vor-.
richtungen 10 bestehen im wesentlichen aus einer Reihe von gleichmäßig über die Länge des in der Vorrichtung 7
eingespannten Formkerns 6 angeordneten Spritzdüsen, deren Spritzstrahl die gesamte Länge des Formkerns 6.überstreicht.
Beim Aufsprühen des Kunststoffes wird der Formkern 6
durch den Antriebsmotor 9 gedreht. Nach der Herstellung
der Auskleidung 2 werden zusätzlich auf ihre äußere Oberfläche Unebenheiten in Form von Noppen, Runzeln
o.dgl. A- aufgespritzt.
ITach Fertigstellung der Auskleidung 2 wird der Beton zur
Bildung des Rohrmantels 3 in bekannter Weise in die Gießform
5 eingeführt. Um eine Bildung von Poren und Hohl— räumen innerhalb des Mantels 3 zu vermeiden, wird der
Vibrationskern 17 an eine Hütteleinrichtung (nicht gezeigt) angeschlossen.
ITachdem der Werkstoff des Rohres 3 abgebunden hat, bleibt
die mit dem Hantelwerkstoff 3 fest verankerte Auskleidung innerhalb des Rohres 3 haften.
Claims (7)
1. Aus Beton, Zement ο,dgl. gefertigtes'Kanalisationsrohr
mit ganzer oder teilweiser innerer Auskleidung aus .Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, daß die1; Kunststoffaus-;
kleidung (2) vorgefertigt und danach mit.dem .Rohrwerkstoff
umgössen ist, ,- - ■■;■-." "■·■'■-.= .'■ ' :. ;.: ;.
2. Kanalisationsrohr nach Anspruch 1, ^dadurch gekennzeichne^|
daß die Kunst st off auskl eidung (2) eine: unters chiedllehe
Wandstärke zur "Verankerung in dem sle: umgebend en .Eohr-
\^erkstoff (3) aufweist, .. - .'-.-■;". - .: .;
3.- Kanalisationsrohr nach Anspruch: 1 und- 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffauskleidung = (2) vorzugsweise
aus thermoplastischem Kunststoff^ gespritzt ist.
4« Kanalisationsrohr nach Anspruch 3» dadureh. gekennz.eichnet,
daß der Kunststoff mit.,Glasfasern- verstärkt ist,- 'V
5. Kanalisationsrohr nach einem oder mehreren der vorhergehenden
AnsprucheY dadureh gekennzeichnet, daß auf die
äußere Oberfläche-der Kunststoffauskleidung (2) Unebenheiten in Form von .Koppen, Runzeln ο .,dgl. (4);· aufgespritzt
sind. : " .■ ::"γ-""' ""■'■" ·■''■"■. " -■ ":-""■ \" - "."
6, Kanalisationsrohr nach einem oder mehreren der'vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffauskleidung (2) einstückig: ist. ■
7. Kanalisationsrohr, nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch; gekennzeichnet ,daß '..
die Kunststoffauskleidung (2) aus mehreren schalenförmig ausgebildeten,; aneinandergesetzten, Teilaiisklei«
düngen "besteht» '" · . ; -.-.".".' .",''"." :\ ■■■■.-" -- ■ ■. "./"■"■
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEU4273U DE1925793U (de) | 1964-01-16 | 1964-01-16 | Kanalisationsrohr. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEU4273U DE1925793U (de) | 1964-01-16 | 1964-01-16 | Kanalisationsrohr. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1925793U true DE1925793U (de) | 1965-10-21 |
Family
ID=33386052
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEU4273U Expired DE1925793U (de) | 1964-01-16 | 1964-01-16 | Kanalisationsrohr. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1925793U (de) |
-
1964
- 1964-01-16 DE DEU4273U patent/DE1925793U/de not_active Expired
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