DE1926324B2 - Vorrichtung zur messung und/oder registrierung physiologischer, insbesondere intracardialer und intravaskulaerer druecke mit selbsttaetiger kontrolle des druckbezugswertes - Google Patents
Vorrichtung zur messung und/oder registrierung physiologischer, insbesondere intracardialer und intravaskulaerer druecke mit selbsttaetiger kontrolle des druckbezugswertesInfo
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Description
Ende der Transmissionsleitung bzw. an den Druckdom
des mechanisch-elektrischen Wandlers (Transducer) 6, 7. führt eine Zweigleitung 5, welche vor allem zum Anschluß
des Wandlers an den Bezuf:sdruck dient. Diese Zweigleitung 5 ist mit einem 7weiwegehahn 10 versehen,
welcher in der gezeigten Stellung des Hahnkükens iOa diese Leitung sperrt, wie es beim normalen Meßvorgang
erforderlich ist. Zur Herstellung r!es Bezugsdrucks am Meßwandler kann diese Leitung durch eine
90°-Drehung des Hahnkükens geöffnet werden. Zweckmäßig dient ein vorgeschalteter Mikrofilter 50
zum Schutz gegen das Eindringen von Keimen. Aerosolen, Verunreinigungen oder Schmutzpartikeln aus
der Atmosphäre in den Katheter, wenn zur Hersteilung des Bezugsdrucks der Hahn 10 geöffnet ist.
Ein zur Messung bzw. Registrierung der Druckwerte oft benutztes Elektromanometer 22 umfaßt einen
Trägerfrequenzverstärker 26, der «Is bekannt vorausgesetzt
werden darf. Die verstärkten Signale können an der Skala eines Anzeigegeräts 23 abgelesen oder an
einer entsprechenden Registriervorrichtung aufgezeichnet werden.
Die am Ausgang des Druckwandlers 7 erzeugten, dem gemessenen Druckwert entsprechenden elektrischen
Strom- oder Spannungsschwankungen werden über eine Leitung 28 an den Eingang des Trägerfrequenzverstärkers
26 übertragen, dem eine automatische Abgleichvorrichtung 29 zugeordnet ist, um beispielsweise
Verstimmungen in der benutzter Meßbrükke oder andere Einflüsse abzugleichen, so daß bei fehlendem
Anschluß des Druckwandlers an den eigentlichen Meßwertaufnehmer oder bei Herstellung des Bezugswerts
der Meßgrößen der Zeiger 24 der Skala auf den Nullwert der Meßgröße zeigen muß. Die Abgleichautomatik
kann normalerweise von Hand mittels des 3s Schalters 33 in Gang gesetzt werden.
Es ist nun die Abgleichautomatik derart mit den Hähnen 9 und 10 der Drucktransmissionsleitung gekoppelt,
daß bei einer Stellung der Hähne, die am Meßwertaufnehmer bzw. am geräteseitigen Ende 3 der
Transmissionsleitung den Bezugswert des Drucks auftreten läßt, auch automatisch die Abgleichautomatik 29
des Trägerfrequenzverstärkers in Gang gesetzt wird, bis nach Beendigung des Abgleichvorgangs der Zeiger
24 der Skala bzw. der entsprechende Schreibzeiger eines Registriergeräts auch den Nullwert anzeigt. Dazu
sind elektrische Befehlsleitungen 38, 19. 20, 43 zwischen
den Hähnen 9 und 10 und dem Schalter 27 für die automatische Abgleichvorrichtung vorgesehen, welche derart
wirken, daß mit der Stellung der Hähne, die den Bezugswert des Drucks am Meßwertaufnehmer entstehen
läßt, auch die Abgleichautomatik durch Schließen des Schalterkontakts 27a in Gang setzt. Dies kann beispielsweise
dadurch bewirkt werden, daß die mit den Hahnküken 9a und 10a verbundenen Kontaktbrücken
18 bzw. 16 die leitende Verbindung zwischen dem zugehörigen Kontaktpaar 17 bzw. 15 in der betreffenden
Hahnstellung herstellen und somit die Befehlsleitungen schließen. Dadurch wird ein im Leitungszweig 30 liegendes
Relais unter Strom gesetzt, welches somit den Schalterkontakt 27a anzieht und den Steuerstromkreis
46, 48, für die Abgleichautomatik 29 schließt. Damit sowohl die von der Hahnstellung kontrollierte Befehlsleitung
als auch die durch Betätigung des Schalters 33 kontrollierte Steuerleitung 44, 45, in gleicher Weise auf
den Abgleichschalter 27 wirken können, kann ein ODER-Schalter 32 zwischengefügt sein, an dessen beide
Eingänge die beiden Steuerleitungen geführt werden, so daß jeweils mit Betätigung der Hähne oder mit
Betätigung des Schalters 33 die Abgleichautomatik in Gang tritt.
Die genannten elektrischen Organe können von einer Gleichspannungsstromquelle 35 über die in der
Figur angedeuteten Speiseleitungen gespeist weiden.
Die Meß- oder Registriervorrichtung läßt sich noch dadurch weiter vervollkommnen, daß auch die Hähne 9
oder 10 oder gleichwertige Ventile elektromagnetisch gesteuert bzw. betrieben werden, was durch die Steuervorrichtung
12 angedeutet ist, die über Steuerwege bzw. Kupplungswege 13 und 14 auf die Hähne, bzw.
Ventile 9 und 10, einwirkt. Man kann nun diese Steuervorrichtung 12 derart einrichten, daß taktweise die Abgleichstellung
der Hähne hergestellt und dabei immer auch die Abgleichautomatik angestoßen wird. Die
schaltungsmäßige Durchführung dieser Maßnahmen sind für den Fachmann geläufig und brauchen daher
hier nicht näher erläutert werden. Dadurch läßt sich eine automatische Nachregelung in gewissen zeitlichen
Abständen bewirken, die bei Anlagen für eine Dauermessung, wie bei der automatischen Patientenüberwachung,
sehr von Nutzen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Vorrichtung zur Messung und/oder Registrierung physiologischer, intracardialer und intravaskulärer
Drücke mittels einer hohlen Transmissionsleitung (I1 2, 3), die als Katheter bezeichnet wird, mit
einem an einem Ende (3) dieses Katheters angeschlossenen mechanisch-elektrischen Druckwandler
(6, 7), der durch die Flüssigkeitsfüllung des Kätheters
mit dem Meßort druckmäßig in Kontakt steht, mit einem an den Ausgang des Druckwandlers (7)
über eine elektrisch leitende Verbindung (28) angeschlossenen Trägerfrequenzverstärker (26), der eine
Vorrichtung (26) zum selbsttätigen Nullabgleich besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß der in
den Katheter (1) vor den Druckwandler (2) eingefügte Di eiwegehahn (9), der außer zur Blutentnahme
auch zur Durchspülung des Katheters dient, mit der Abgleichautomatik (29) für den Trägerfrequenzverstärker
(26) derart elektrisch gekoppelt ist, daß bei einer Hahnstellung, die am geräteseitigen Ende
(3) des Katheters den Bezugsdruck (Nulldruck) herstellt, automatisch auch die Vorrichtung (20) zum
Nullabgleich des Trägerfrequenzverstärkers in Gang gesetzt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Dreiwegehahn (9) und dem Druckwandler (6, 7) an den Katheter noch ein
Zweiwegehahn (10) angeschlossen ist, der in geöffnetem Zustand zur Verbindung des Katheters mit
dem Bezugsdruck, vorzugsweise Atmosphärendruck, dient.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine derartige Kopplung der Hahnstellung
des Zweiwegehahns (10) mit der Befehlsleitung für den Dreiwegehahn (9) und der Abgleichautomatik
(29) des Trägerfrequenzverstärkers derart, daß diese zum Abgleichen des Trägerfrequenzverstärkers
auf den Druckbezugspunkt nur dann in Gang gesetzt wird, wenn durch die Stellung des Zweiwegehahns
(10) der Katheter bzw. der Druckdom (6) mit dem Bezugsdruck in Verbindung steht.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, gekennzeichnet durch eine Steuervorrichtung (12), beispielsweise
elektromagnetischer Art, für die Stellungen der Hähne (9 und 10), die nach festen oder
einstellbaren Zeitintervallen automatisch die zur Eichung des Geräts auf den Druckbezugspunkt erforderliche
Hahnstellungen herbeigeführt und dadurch automatisch auch die Abgleichvorrichtung
(29) des Trägerfrequenzverstärkers (26) in Gang setzt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Hahnküken (9a)
und (10a) Kontaktbrücken (18 bzw. 16) besitzen, durch welche in der den Katheter (1) sperrenden
und die Spülleitung (5) öffnenden Stellung der Hähne die zugeordneten Kontaktpaare (17 bzw. 15) der
Steuerleitung (38,19, 20,43) überbrückt werden.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in die Verbindungsleitung
(5) zum Bezugsdruck, im allgemeinen dem atmosphärischen Druck, ein Mikrofilter (50) eingefügt
ist, das Verunreinigungen und Krankheitserreger vom Flüssigkeitstransmissionssystem fernhält.
Mit vorliegender Erfindung wird eine Verbesserung an sich bekannter Vorrichtungen zur Messung
und/oder Registrierung physiologischer, insbesondere intracardialer und intravaskulärer Drücke bezweckt,
um die Bedienung zu vereinfachen.
Zur Aufnahme und Weiterleitung solcher Drücke dienen bekanntlich als Katheter bezeichnete hohle
Transmissionsleitungen in Form von dünnen, hohlen, flüssigkeits- und gasdichten Schläuchen. Röhrchen oder
Hohlnadeln mit einer Flüssigkeitsfüllung, die den Druck vom Meßort zum mechanisch-elektrischen Druckwandler
weiterleitet. Das am Ausgang des Druckwandlers gewonnene elektrische Signal wird meist in einem
angeschlossenen Trägerfrequenzverstärker verstärkt. ehe es an einem Anzeigegerät abgelesen oder in einer
Registriervorrichtung aufgezeichnet werden kann. Dabei dient ein Hahn, der in den Katheter eingreift, zum
Absperren der Katheterleitung bei der Kontrolle des Bezugswerts des Drucks und in der Ausbildung als
Dreiwegehahn auch zum Durchspülen des Katheters oder zur Blutentnahme oder Infusion. Bei der Absperrung
des Katheters muß jedoch das geräteseitige Ende des Katheters mit dem Bezugswert des Drucks in Verbindung
stehen, welcher im allgemeinen durch den Atmosphärendruck gegeben wird. Deshalb ist meist noch
ein zweiter Hahn, vorzugsweise ein Zweiwegehahn, vorhanden, der im allgemeinen unmittelbar an den
Druckdom des mechanisch-elektrischen Wandlers angeschlossen ist und für den Fall der Nullpunktskontroi-Ie
geöffnet ist. Mittels dieses Zweiwegehahns kann auch der Druckdom durchgespült werden. Eine weitere
Voraussetzung für die vorliegende Erfindung bildet der Umstand, daß der zwischengeschaltete Trägerfrequenzverstärker
im allgemeinen eine Vorrichtung zum Nullabgleich besitzt, vorzugsweise eine selbsttätig arbeitende
Abgleichvorrichtung, wie mit der deutschen Auslegeschrift 12 84 646 beschrieben. Es sind deshalb
zum Abgleich des Anzeige- oder Registriergeräts bisher drei Bedienungsmaßnahmen zu vollziehen. Zunächst
ist mittels des Dreiwegehahns die Transmissionsleitung (Katheter) zwischen dem Meßort und dem
Druckwandler zu sperren. Dann ist das geräteseitige Ende der Transmissionsleitung bzw. der Druckdom mit
dem Bezugsdruck durch öffnen des Zweiwegehahns zu verbinden. Und schließlich ist dann die Abgleichautomatik
des Trägerfrequenzverstärkers in Gang zu setzen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung nach Anspruch 1 einschließlich Weiterbildungen nach den Unteransprüchen
wird an Hand der Figur erläutert.
Zur Vorrichtung gehören eine Drucktransmissionsleitung bzw. ein Katheter 1, dessen freies Ende 2 an den
Meßort, ζ. B. in das Innere einer Vene oder in das Innere des Herzens geführt wird, während am geräteseitigen
Ende 3 der mechanisch-elektrische Wandler 6, 7, angeschlossen ist, der zur Gewinnung des elektrischen
Signals mit Dehnungsmeßstreifen in Meßbrückenschaltung arbeiten kann. Zur Sperrung des Katheters 3 dient
vorzugsweise ein Dreiwegehahn 9, für dessen Hahnküken 3a deshalb zwei wesentliche Stellungen vorgesehen
sein müssen.
In der gezeigten Stellung ist die Transmissionsleitung 1 offen, während der Anschluß an die Spülleitung 4 gesperrt
ist. Durch eine Drehung des Hahnkükens 9a im Uhrzeigersinn um 90° ist hingegen die Transmissionsleitung 3 gesperrt und dafür ist die Spülleitung 4 über
den dritten Kanal des Kükens mit dem Meßende 2 der Transmissionsleitung verbunden. An das geräteseitige
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691926324 DE1926324B2 (de) | 1969-05-23 | 1969-05-23 | Vorrichtung zur messung und/oder registrierung physiologischer, insbesondere intracardialer und intravaskulaerer druecke mit selbsttaetiger kontrolle des druckbezugswertes |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691926324 DE1926324B2 (de) | 1969-05-23 | 1969-05-23 | Vorrichtung zur messung und/oder registrierung physiologischer, insbesondere intracardialer und intravaskulaerer druecke mit selbsttaetiger kontrolle des druckbezugswertes |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1926324A1 DE1926324A1 (de) | 1970-11-26 |
| DE1926324B2 true DE1926324B2 (de) | 1976-04-01 |
Family
ID=5734971
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19691926324 Ceased DE1926324B2 (de) | 1969-05-23 | 1969-05-23 | Vorrichtung zur messung und/oder registrierung physiologischer, insbesondere intracardialer und intravaskulaerer druecke mit selbsttaetiger kontrolle des druckbezugswertes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1926324B2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3014197A1 (de) * | 1980-02-18 | 1981-08-27 | Asulab S.A., Bienne | Blutdruckmesseinrichtung |
-
1969
- 1969-05-23 DE DE19691926324 patent/DE1926324B2/de not_active Ceased
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3014197A1 (de) * | 1980-02-18 | 1981-08-27 | Asulab S.A., Bienne | Blutdruckmesseinrichtung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1926324A1 (de) | 1970-11-26 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8235 | Patent refused |