DE1928043A1 - Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Kondensators - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines elektrischen KondensatorsInfo
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Description
DIpI .--Phys. Leo Thul
Patentanwalt
Stuttgart-Feuθrbach
Kurze Straße 8
Patentanwalt
Stuttgart-Feuθrbach
Kurze Straße 8
Case: A.J.Langton-A.J.James 1-1
International Standard Electric Corp., New York, U.S.A.
Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Kondensators
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung
eines elektrischen Kondensators mit einer aus gesintertem Metallpulver bestehenden porösen Anode, die durch anodische
Behandlung mit einer Oxidschicht und dann nacheinander mit
mehreren Schichten aus Mangandioxid versehen wird.
Es Ist bekannt, In den Poren einer anodisch behände I ten SInteranode
aus Ventilmetall, wie z.B. Tantal, Niob oder AI um!η I um,
durch wiederholtes Tränken mit einer geelgneten .Lösung, vorzugsweise
einer Mangann I trat lösung, und thermisches Zersetzen dieser Lösung MnO„ niederzuschlagen. Dieses Verfahren zum
Aufbringen des MnO~ wird als Mangan IsIerung bezeichnet.
Beim wiederholten Mangan IsIeren können In der anodisch erzeugten
Oxidschicht Beschädigungen auftreten, die durch eins
Hachformierung jedesmal nach mehreren Mangan I sterungsstufen
beseitigt werden mUssen. Hierbei Ist die Nachformlerspannung
nach jeder Formierungsstufe zu verringern, um Überlastungen
des Dielektrikums zu vermelden. Als Ergebnis erhält man
einen Kondensator mit 9lner: Arbeltsspannung von ca,
Vw = 0,25 Vp, wobei Vp die Formierspannung bezeichnet. Das
Verhältnis V.,,/Vp gibt den sogenannten Leistungsfaktor an.
Wk! - 29.5.1969 - 2 -
9093 50/0863
A.J.Langton-A.J.James 1-1 - i -
Nach Fertigste!iung der MnO„-SchIcht wird diese mit einer
elektrisch leitenden Schicht versehen, die aus einem Graphitüberzug
und einem darauf befindlichen, aus Sllborpasto hergestellten
Silberüberzug bestehen kann. Un das Eindringen
der als Kathode wirkenden Graphit-Silber-Überzüge in die
dielektrische Oberflächenschicht zu vermeiden, muH die
."lungan is I erung so längs fortgesetzt werden, bis nicht nur
dlo Poren des Anodenkörpers gefüllt sind, sondern auf der
Außenseite der Anode eine dichte f!n0o-Sch i cht gebildet wird,
auf die dann Graphit und SUber aufgebracht v/erden können.
Da die beim i-iangan I s I eren Im" Dielektrikum auftretenden Beschädigungen
nicht reproduzierbarer Art sind und auch durch
iiachformleren nicht vo ! I stand Jg ausgehe M t werden können,
Ist die Fertigungsausbeute trotz scheinbar gleicher Verfahrensweise
großen Schwankungen unterworfen. Insbesondere ist die Fertigungsausbeute von Kondensatoren höherer Spannungswerte (über 35 V Arbeltsspannung) zu niedrig.
Im Falle einer Vergrößerung des Leistungsfaktors lassen sich
Kondensatoren höherer Arbeltsspannung bei Verwendung der bisherigen
Formlerspannungen herstellen. Ebenso könnte hierdurch auch eine MI η IaturIslerung durch Verwendung einer geringeren
Pulvermenge bei niedrigerer Form Ierspannung für
den bisherigen Bereich der Kapazitätswerte bewirkt werden.
Falls aber andererseits ein erhöhter Leistungsfaktor durch
eine höhere Formierspannung erzielt wird, kann der Reststrom
der bisherigen Kondensatoren verringert werden, so daß eine
Erweiterung des Arbeltstemperaturberelches von -55 C auf
125 C möglich Ist; denn bisher sind Kondensatoren lediglich
Im Temperaturbereich von -55°C bis 35°C bei Nennspannung,
Im Falle einer Arbeltstemperatur von 125 C aber nur mit
zwei Drittel Nennspannung betrieben worden.
BAD ORIGINAL 909850/0883
A. J .Langton-A.J .James. 1 -1 -^ - J 9280 A3
Dl.e-Erzielung-der oben genannten VorteI Ie Ist weitgehend
abhängig von der Beseitigung der bei der Mangan Islerung auftretenden
schädlichen Wirkungen, da dann höhere Formierspannungen
benutzt werden können. Es Ist Aufgabe der Erfindung,
dies durch Änderung des Manganisierungsvorganges
zu erreichen.
Zur Lösung dieser"Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs
erwähnten Art gernäß der Erfindung vorgeschlagen, daß
auf die Oxidschicht zuerst eine Schicht aus ^-Mangandioxid
aufgebracht wird. .
Im Unterschied zu der Erfindung wird bei der bekannten Manganlsierung
vorwiegend ß-Mangandloxid aufgebracht, das einen
niedrigen elektrischen Widerstand aufweist.
Gemäß.vortöf{hafter We I terb5I dung der Erfindung werden zur
Herstellung des *~MangandSoxlds bestimmte PermanganatsaI ze,
Insbesondere. Arnmon I umpermanganat, Kadmtumpermanganat, Magnes
i urnpermanganat und ZI nkpermanganat, bei Temperaturen
unter 200 C zerlegt. Hierdurch ergeben sich sauerstoffarme
Modifikationen des MnO2, die sogenannten -g*-Mod 5 f ! katlonen .
Während der Zersetzung dieser Substanzen tritt keine oder nur eine geringe Beschädigung der dielektrischen Oxidschicht
auf. An sich wäre die ^-Modifikation des MnO„ als Festelektrolyt wegen seines hohen elektrischen Widerstandes Im
Vergleich zu den bekannten Schichten, die durch Zersetzen von i-iangannf trat lösungen erhalten werden, nicht geeignet.
Jedoch hat die Schicht aus #~MnO2 die Eigenschaft, die dielektrische Oxidschicht vor Veränderungen während der
Mangan Isterüng zu schützen.
- 4
90 98 50/0883
Wird deshalb auf der Dielektrlkumsschlcht eine erste Schicht
aus tf—MnO,, durch thermisches Zersetzen eines Permanganatsälzes
erzeugt, während die folgenden MnO~-Schlchten durch
die bisherige Mangan I sl'erung hergestellt werden, so kann eine Endformierspannung von ungefähr 0,7 V^ angewendet werden.
Nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellte Kondensatoren
weisen neben der bisherigen Kapazität und dem üblichen Leistungsfaktor bei niedriger Frequenz die folgenden
verbesserten Eigenschaften auf :
A. Höhere Betriebsspannung; werden beispielsweise normale
35V-Kondensatoren bei 140 V formiert, so daß Vw - 0,25 Vp
Ist, so kann der verbesserte Kondensator bei 50 V, d.h.
Vw e 0,35 Vp, betrieben werden.
B. Extren niedrigen Reststrom; Im MIttel kann ein um den
Faktor zehn niedrigerer Wert gegenüber vergleichbaren Kondensatoren, bei denen die übliche ManganIslerung benutzt
wird, erreicht werden.
C. Erweiterten Arbeitstemperaturbereich fm Vergleich zu den
gegenwärtig betriebenen Kondensatoren»
D. Verminderung der Manganlsferungsschrltte, da das Eindringen
von Graphit nicht schädlich Ist, und somit Abkürzung des Herstellungsprozesses.
E. Kapazitätskonstanz bei höherer Frequenz gegenüber Kondensatoren, die nach der Üblichen Mangan!slerung hergesteiIt
sind. ■
F» Erniedrigten Scheinwiderstand bei hoher Frequenz, .z»EÜ
- um den Faktor zwei gegenüber Kondensatoren t die nach der
üblichen Manganlslerung hergestellt sind.
. . - 5 - ■■-■
909850/0883
A. J .L-angton-A»J . James 1-1 - S - .
•Im folgenden sei ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand
der einzelnen Verfahrensschritte bei der Herstellung von
1/UF-Kondensatoren erläutert. Zur Erzeugung einer Schicht
aus *2f-Mangand loxl d sei Ammonl umpermanganat benutzt.
1. Gesinterte Tantal anöden v/erden nach bekannter Technik In
wäßriger Phosphorsäure bet 140 V anodisch behandelt.
2. Die anodisch behandelten Anoden werden zur Entfernung
der Phosphorsäure In entlonlslertem Wasser gekocht und
dann getrocknet,
3. Die Anoden werden mit 0,5-molarer wäßriger Ammohiumpermanganat
lösung durch Tauchen Imprägniert.
4. Das Permanganatsalζ wird In einem Ofen bei 2000C zehn
Minuten lang zersetzt.
5.. Die Schritte (3) und (4) werden so lange. Im allgemeinen
dreimal wiederholt,, bis eile Farbe des Tantaloxids nicht
mehr sichtbar Ist.
6. Nochmalige anodische Behandlung bei 100 V In wäßriger
Essigsäure, die eine Leitfähigkeit von 80,u0hm
aufweist. .
7. Trocknen durch Erhitzen zur Entfernung der Essigsäure»
8. Aufbringen des hochieltfählgen fV-Mangandioxlds als Festelektrolyt durch wiederholtes imprägnieren der Anoden
mit 5-molarer wäßriger Mangann I trat lösung, Trocknen b©|
85°C und Zersetzen bei 2QQ°C jeweils eins Stunde tang
nach Jeder Imprägnierung; b©i d@m AusführungsbeIspie!
war ©Ins fünfmalige Wiederholung ausrelchejisS.
A.'J . Langton-A. J . James 1-1 -H-
9. Nochmalige anodtsche Behandlung nach der ersten und jeder
nachfolgenden ungeradzahM gen thermischen Zersetzung.
10..HerstelI en eines lötfähigen Überzuges aus Graphit und
Silber enthaltenden Lösungen auf der Mangandioxidschicht
und Einlöten der Anode In einen metallischen Becher.
An Iagen;
Patentansprüche
Claims (7)
- A.J.Langton-A.J.Janes 1-1Patentansprüche ;Verfahren zur -Herste! lung eines elektrischen Kondensators mit einer aus gesintertem Metallpulver bestehenden porösen Anode, die durch anodische Behandlung mit einer Oxidschicht und dann nacheinander mit mehreren Schichten aus Mangandioxid versehen wird, dadurch g e k e π η ze lehnet, daß auf die OxIdschlcht "zuerst eine Schicht aus ^-Mannandioxld aufgebracht wird»
- 2.)Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht aus ^-nangandloxld durch Imprägnieren der Anode ■mit einer Permanganatsalzlösung und thermische Zersetzung dieser Lösung bei
hergestelIt wird.dieser Lösung bei einer Temperatur von höchstens 2000C - 3.) Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als , Permanganatsa I ζ Ammon I umpermanganat, Kadnl umpermanganat,, MagnesIumpermanganat oder ZInkpermanganet verwendet wl^d.
- 4.) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Aufbringen der Schicht aus ^-Mangandioxid die Poren der Anode hauptsächlich mit ß-Mangandloxld-verschlossen werden.
- 5.) Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß dfe Poren der Anode durch wiederholtes Imprägnieren mit einer Mangannitratlösung und thermisches Zersetzen dieser Lösung verschlossen werden.909850/0883Λ.J .Lannton-A.J .James 1-1 0 - |
- 6.) Verfahren nacii Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Verschließen der Poren die Anode mit einer . Kathode verseilen wird.
- 7.) Verfahren nach Anspruch G, dadurch gekennzeichnet, daß auf die verschlossenen Poren der Anode, zuerst eine Graphitschicht und dann eine Silberschicht aufgebracht wird.Kb/kl ·- 29.5.1962BAD9 09850/0883
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB2694168A GB1207736A (en) | 1968-06-06 | 1968-06-06 | Improvements in or relating to capacitors |
| GB2694168 | 1968-06-06 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1928043A1 true DE1928043A1 (de) | 1969-12-11 |
| DE1928043B2 DE1928043B2 (de) | 1975-09-25 |
| DE1928043C3 DE1928043C3 (de) | 1976-05-06 |
Family
ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2011015A1 (de) | 1970-02-27 |
| GB1207736A (en) | 1970-10-07 |
| DE1928043B2 (de) | 1975-09-25 |
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