DE1933367C3 - Verfahren zum kennzeichnenden Färben von Isolierhüllen für elektrische Leiter oder Kabel - Google Patents
Verfahren zum kennzeichnenden Färben von Isolierhüllen für elektrische Leiter oder KabelInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
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- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B13/00—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing conductors or cables
- H01B13/34—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing conductors or cables for marking conductors or cables
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-
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum kennzeichnenden Färben von Isolierhüllen gemäß Oberbegriff des
Anspruches.
Bei einem solchen, durch die US-PS 29 81225
bekannten Verfahren kommt die umhüllte Ader von einer Vorratsrolle aus in die Färbungskammer, die
Isolierhülle ist trocken und besteht nicht aus adsorbierender Pulpe, der Farbauftrag dringt also nicht
in die Isolierhülle ein. Die Farbe wird durch Spritzdüsen direkt auf die Isolierhülle gespritzt, und die aufgetretene
Farbschicht wird noch während des Durchlaufens der Färbungskammer getrocknet und anschließend die
Ader sogleich aufgespult.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das bekannte Verfahren dahingehend zu entwickeln, daß bei
absorbierenden Pulpe-Isolierhüllen das kennzeichnende Färben schnell und betriebssicher, ohne Beschädigung
der Isolierhülle durch Spritzstrahlen, bei geringstmöglicher Beeinträchtigung der Isolier- und Festigkeits-Eigenschaften
vorgenommen werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren, wie es im kennzeichnenden Teil des
Anspruches im einzelnen beschrieben ist.
Die Erfindung bringt einen erheblichen technischen Fortschritt mit sich. Sie löst die gestellte Aufgabe sehr
vorteilhaft, denn durch die minimale Eindringtiefe der Farbschicht sind die Eigenschaften der Isolierhüllen
hinsichtlich ihrer Isolationsfähigkeit und der mechanischen Festigkeit nur minimal beeinträchtigt. Dadurch
daß nicht, wie beim bekannten Verfahren, Spritzstrahlen direkt auf die Isolierhülle gerichtet sind, sondern
Zerstäuber einen Farbnebel innerhalb der Kammer erzeugen, ohne Ausrichtung auf die durchlaufende Ader,
kann auch die feuchte und daher weniger widerstandsfähige Hülle beim Färben nicht durch Strahlenwirkung
ίο beschädigt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung erläutert, die eine schematische Verfahrensanordnung
zeigt
Ein fortlaufender Strang aus blankem Metalldraht 10, wie er im Querschnitt bei A gezeigt ist, wird von einer
Vorratsspule 11 in einen Pulpe-Behälter 12 eingeführt, wo er um eine Zylinderform 13 geführt wird, die
teilweise in die Pulpe-Flüssigkeit 14 eingetaucht ist. Der Draht 10 tritt aus dem Behälter 12 aus, wobei er in einen
Streifenüberzug 15 aus Pulpe-Isolation eingebettet ist — wie im Querschnitt bei B dargestellt. Der überzogene
Draht 10 läuft sodann durch eine Glättvorrichtung 16 zwischen Schuhen 17, die durch einen Motor 18 axial
gedreht werden, wodurch die seitlichen Teile des Streifenüberzuges 15 um den Draht gefaltet werden, so
daß eine geschlossene, konzentrische Isolierhülle 19 erzeugt wird. Die isolierte Ader 20 ist im Querschnitt bei
C dargestellt; sie wird mit der noch feuchten Isolierhülle 19 in Längsrichtung durch eine Färbungskammer 21
geführt, in der die Isolierhülle 19 gefärbt wird. Die Kammer 21 ist angefüllt mit einem Nebel aus einer
zerstäubten Farbflüssigkeit, die aus als Zerstäuberköpfe ausgebildeten Farbdüsen austritt, die gegen einen
Mittelbereich der Kammer gerichtet sind. Somit trifft die Farbe, da diese in den Mittelteil der Kammer
eingeführt wird, nicht in einem Strahl auf die Ader 20 auf, sondern durchsetzt die Kammer als Nebel, d. h. als
eine Suspension von Teilchen der Farbflüssigkeit in Luft oder einem anderen gegenüber dem Farbstoff und den
zu färbenden Strängen inerten Gas. Nach dem Austreten aus der Färbungskammer 21 wird die isolierte
Ader 20 in einen Trockenofen 22 geführt, in dem die durch die Pulpe-Isolierhülle 19 und durch die Farbkennzeichnung
mitgeführte Feuchtigkeit verdampft wird, so daß man eine trockene Ader erhält, die zur Lagerung
auf eine Vorratsspule 23 gewickelt wird.
Durch das Verfahren wird nur die Außenfläche der Isolierhülle 19 jeder Ader 20 gefärbt, dabei dringt der
flüssige Farbstoff nur oberflächlich in die Isolierschicht ein. Auf diese Weise wird eine minimale Menge an
Farbstoff verbraucht und ebenso wird die Qualität der Isolierhülle hinsichtlich ihrer Isolierfähigkeit und mechanischen
Festigkeit nicht beeinträchtigt.
Die Eindringtiefe des Farbstoffes kann in Abstimmung
mit der Laufgeschwindigkeit der Adern 20 durch die Kammer 21 dadurch gesteuert werden, daß der
Druck der Luft, die den Zerstäubern zugeführt wird, und folglich die Menge an flüssigem Farbstoff geändert wird,
die von der Luft mitgerissen wird, um die Dichte des Nebels in der Kammer 21 zu erhöhen oder zu
erniedrigen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zum kennzeichnenden Färben von Isolierhüllen elektrischer Leiter oder Kabel, bei dem zunächst eine Isolierhülle auf einen Draht aufgebracht wird, sodann die umhüllte Ader während des Durchlaufens einer mit Farbdüsen bestückten Färbungskammer mit Farbe behandelt und die Farbe anschließend getrocknet wird, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschrittea) auf den Draht wird eine (absorbierende) Pulpe-Isolierhülle (19) aufgebracht;b) diese Pu!pe-Isolierhülle (19) wird sodann in noch feuchtem Zustand durch die Färbungskammer (2J) geführt;c) beim durchlaufen der Färbungskammer (21) wird lediglich im Bereich der Isolierhüllen-Oberfläche eine Farbschicht erzeugt und hierzu die Isolierhülle (19) — unter Vermeidung von sie direkt treffenden Farbspritzstrahlen — lediglich einem von Farbsprühdüsen erzeugten Farbnebel in der Kammer (21) ausgesetzt;d) während des Durchlaufens der Färbungskammer (21) ist die Intensität und die Eindringtiefe der Farbschicht an der Isolierhülle (19) steueruar durch Abstimmung der Durchlaufgeschwindigkeit auf die Farbnebel-Dichte;e) die Isolierhülle (19) verläßt die Färbungskammer (21) in noch feuchtem Zustand und wird erst anschließend getrocknet.
Priority Applications (1)
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1969
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