DE194585C - - Google Patents
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- DE194585C DE194585C DENDAT194585D DE194585DA DE194585C DE 194585 C DE194585 C DE 194585C DE NDAT194585 D DENDAT194585 D DE NDAT194585D DE 194585D A DE194585D A DE 194585DA DE 194585 C DE194585 C DE 194585C
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21J—FIBREBOARD; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM CELLULOSIC FIBROUS SUSPENSIONS OR FROM PAPIER-MACHE
- D21J3/00—Manufacture of articles by pressing wet fibre pulp, or papier-mâché, between moulds
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- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Paper (AREA)
Description
&a\o\ ι i'atn Ib.
bet SoA\w\\\>\,v\\a
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Gegenstand der Erfindung bezieht sich auf eine Presse zur Herstellung von Hohlgefäßen
aus zähflüssiger Papiermasse (Holzstoff, Zellstoff u. dgl.), bei der das Material·
durch Formstücke gegen den Mantel und gleichzeitig gegen den Boden einer Kernform gepreßt
wird. Das Neue gegenüber den bekannten Pressen dieser Art besteht darin, daß nach Entfernung
der Kernform aus der Mantelform der
to durch die Mantelformstücke und das Bodengesenk in ihrer äußersten Stellung gebildete,
oben offene Raum nur zum Teil mit zähflüssiger Papiermasse gefüllt und hierauf die Kernform
gesenkt wird, bis dieselbe in die Masse eintaucht und der Flansch eines auf der Kernform verschiebbar
gelagerten Abstreifringes sich auf den Flansch des mit der. Mantelform in Verbindung
stehenden Futterringes auflegt, worauf die Mantelformteile und das Bodengesenk gleichzeitig
gegen die Kernform gedrückt und das eingefüllte Material zusammengepreßt wird.
Hierdurch wird. gegenüber den bereits bekannten Pressen, bei denen der Holzfaserstoffbrei
in einem von dem Kern und dem Mantel begrenzten und nach außen allseitig abgeschlossenen
Raum gebracht und in demselben dem Auspressen unterworfen wird, der Vorteil erzielt, daß der durch die Mantelformstücke
und das Bodengesenk in ihrer äußersten Stellung gebildete. Raum weit geringer als bei den bisherigen
Pressen gewählt werden darf, ohne daß eine ungleichmäßige Verteilung der Zellstoffmasse
um den Kern zu befürchten ist; denn durch das Einsenken des Kernes in die in den
Mantel eingefüllte Holzfaserstoffmasse wird ein äußerst gleichmäßiges Ansteigen der Masse
und Herumlegen derselben um den Kern erzielt. Die Folge davon ist, daß die einzelnen
Teile des Mantels, die in radialer Richtung gegen den Kern gedrückt werden, nicht eine so hohe
Pressung wie bei den bekannten Pressen auszuüben brauchen und demnach nach Beendigung
des Preßvorganges genügend Bindemittel im Holzfaserstoff zurückbleiben, wodurch die
Haltbarkeit des Materials gewährleistet wird. 4^
Hierbei ist jedoch erforderlich, daß die Mantel und Bodenformstücke, die in radialer Richtung
gegen den Kern geführt werden, mit vollkommen gleichstarkem Druck gleichzeitig auf
jeden Teil der eingefüllten Masse einwirken.
In den Zeichnungen ist die neue Presse in einer Ausführungsform für die Herstellung von '■
Eimern dargestellt.
Fig. ι ist eine Seitenansicht der Presse,
Fig. 2 ein senkrechter Schnitt durch die 5^
Mitte der Presse.
Fig. 3, 4 und 5 sind Querschnitte nach 3-3
und .4-4 in Fig. 1 bzw. 5-5 in Fig. 2.
Fig. 6, '7, 8 und 9 sind Einzelheiten der
Mantelpreßform in senkrechten und wagerechten ^o Schnitten.
Fig. 10 und 11 zeigen Einzelheiten der Kernform.
Das Gestell 1 (Fig. 1 und 2) der Presse hat vier
Ständer 2, die eine Platte 3 tragen. Letztere besitzt zwischen den Ständern eine Öffnung,
durch welche die Kernform 4 ausgehoben werden kann.
Die stumpfkegelförmige hohle Kernform 4 hat eine bei 4a siebartig durchbrochene Seitenwand,
einen ebenfalls durchbrochenen Boden und einen massiven Deckel mit überstehendem
Flanschenring 7 (Fig. 10 und 11). In Bohrungen
des Deckels sind in dem Hohlraum der Kernform bis nahe an den Boden derselben reichende
Röhren 14 dicht eingesetzt; außerdem trägt der Deckel ein Luftventil 13. Die Röhren 14
sind durch Krümmlinge 15 (Fig. 1 und 4) mit
einem Zwischenstück verbunden, an das sich ein nach einer Pumpe führendes Rohr 16 anschließt.
Auf dem Deckel ist ein Kopfstück 5 mittels Schrauben 6 befestigt. Das Kopfstück hat Scharnieransätze 17 zur Verbindung mit
einer Zahnstange 18, deren Zähne 19 (Fig. 1)
in Eingriff mit einem Trieb 20 stehen. Die Welle 21 des letzteren, auf deren einem Ende
ein in eine Schnecke 24 eingreifendes Zahnrad 23 aufgekeilt ist,' dreht sich in oberhalb der Platte 3
vorgesehenen Lagern. Die in Lagerböcken 26 gelagerte Welle 25 der Schnecke 24 trägt eine
feste Riemenscheibe 28 und eine mit dieser Scheibe mittels Kupplung 23^ verbundene
Antriebsriemenscheibe 27. Die Kernform 4 umgibt behufs Erzielung einer glatten Innenfläche
des auszupressenden Gegenstandes ein anliegender Mantel 4* (Fig. 1), der von einem Abstreifring
8 umfaßt wird. In dem wagerechten Flansch 9 (Fig. 10 und 11) des Abstreifringes sind
Pfosten 11 eingeschraubt, die durch den Flansch 7 des Deckels und durch die Kopfplatte 5 gehen
und über dieser mit Schraubenfedern 10 umwunden sind. Letztere legen sich gegen einen auf
dem Pfosten befestigten Bund und streben, den Abstreifring 8 gegen den Flanschenring 7 zu
pressen. Entsprechend den Pfosten 11 sind an der Platte 3 Blattfedern 12 angebracht, an
welche die Pfosten beim Hochheben der Kernform anschlagen und den Ring nach unten
drücken (Fig. 11), während die Kernform weiter gehoben wird, so daß der unter dem Abstreifring
8 anstehende gepreßte Gegenstand losgelöst wird und leicht abgenommen werden kann.
Die Mantelform für die Seitenwand des auszupressenden Eimers ist zwischen zwei an den
Ständern 2 befestigten Platten 29 und 31 angeordnet und besteht aus einer Anzahl daubenartiger,
beim Zusammenpressen in Mantellinien zusammenschließender Teile 34 und 35 (Fig. 3, 6
und 9), die an ihrer Innenfläche mit Buckeln 35"
und 34a versehen sind. Letztere besitzen eine
verjüngte (pyramidenförmige) Gestalt, die es ermöglicht, die in die zähflüssige Holzstoffmasse
eingedrungenen Buckel leicht herauszuziehen, ohne daß ein Teil des gepreßten Holzstoffes
an der Wandung der Mantelstücke 34, 35 haften bleibt. Durch die Einwirkung der Buckel auf
die gepreßte Holzstoffmasse erhält letztere eine höhere Festigkeit, da die durch die Buckel
bewirkten pyramidenförmigen Vertiefungen zur Versteifung des gepreßten Gegenstandes beitragen.
Die oberen und unteren Flanschen 37 der Mantelstücke 35 haben Nuten 38 (Fig. 6),
in welche an den Platten 29 und 31 befindliche Führungsrippen 39 und 40 eingreifen. Innerhalb
der Flanschen 37 sind Scharniere 41 zur Verbindung von Stangen 42 mit Schellen 43 angebracht,
deren durch Schrauben 44 zusammengehaltene Hälften die Kurbel einer Welle 50 umfassen. An den Zwischenstücken 34, die
zwischen den Platten 29 und 31 gleiten, sind oben und unten Stangen 48 befestigt. Letztere
sind in den an den Platten 29 und 31 angebrachten Führungen 49 verschiebbar gelagert und
miteinander durch eine Stange 47 verbunden, welche durch die Feder 45 gegen eine zwischen
den Platten 29 und 31 befestigte Stange 46 nach rückwärts und in Angriff mit den abgesetzten
seitlichen Flanschen 36 der Mantelstücke 35 gehalten wird.
. Unter der Platte 31 sitzen an den Wellen 50 (Fig. 2 und 5) Zahnräder 51 im Eingriff mit
einem Zahnrad 52. Letzteres dreht sich um einen Ring 53, der mittels Schrauben 54 unter
der Platte 31 befestigt ist und dessen Innenkante mit einer Öffnung in der Platte 31 abschneidet.
Ein in die öffnung eingesetzter Futterring 62 paßt genau unter die untere
Kante der Mantelform in ihrer innersten Stellung. An den Ring 62 stößt ein Zylinder 56, der
an der Deckplatte 57 eines mit den Ständern 2 fest verbundenen Rahmens 55 befestigt ist. Der
Ring 62 dient als Führung für das Bodengesenk 63 des Eimers. Das Bodengesenk 63 ist mittels
Schrauben 64 auf der Nabe eines mit Speichen 61 versehenen Schieberringes befestigt, der in dem
Zylinder 56 gleitet. In der Nabe des erwähnten Schieberringes ist eine Welle 60 befestigt.
Dieselbe reicht durch eine Öffnung der Platte 57 und greift mit ihrem Schraubengewinde in eine
drehbare Mutter 56 a ein, welche zwischen der
Platte 57 und einer an dem Pfosten des Gestells angebrachten Fußlagerplatte 6οΛ angeordnet ist.
Auf der Mutter 56 a (Fig. 1 und 2) ist das* im
Eingriff mit einem Zwischentrieb 75 stehende Zahnrad 58 befestigt. Die Welle dieses Zwischentriebs
ist in einem zwischen zwei Ständern 2 befestigten Lagerbock73 gelagert. Der Zwischentrieb
75 greift in einen Zahntrieb 74 auf. der senkrechten Welle 72 (Fig. 2), die ebenfalls in dem
Bock 73 und mit ihrem oberen Ende in einer Pfanne 90 der Platte 3 gelagert ist und durch
Öffnungen in den Platten 29 und 31 reicht. X1^
Unter der Platte 31 ist auf der Welle 72 ein Kegelrad 71 (Fig. 2 und 5) befestigt. Dasselbe
greift in das Kegelrad 70 ein, das auf einer unter der Verlängerung 32 der Platte 31 gelagerten
Schraubenwelle 69 befestigt ist. Die Schraube dieser Welle steht in Eingriff mit
einem teilweise gezahnten Rad 66, das auf einer
Claims (4)
1. Presse zur Herstellung von Hohlgefäßen aus zähflüssiger Papiermasse (Holzstoff,
Zellstoff u. dgl.), bei der das Material durch Formstücke gegen den Mantel und gleichzeitig gegen den Boden einer Kernform
gepreßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß nach Entfernung der Kernform (4) aus der Mantelform der durch die Mantelformstücke
(34, 35) und das Bodengesenk (63) in ihrer äußersten Stellung gebildete oben offene Raum nur zum Teil mit zähflüssiger
Papiermasse gefüllt und hierauf die Kernform (4) gesenkt wird, bis dieselbe in die
Masse eintaucht und der Flansch (9) eines auf der Kernform (4) verschiebbar gelagerten
Abstreifringes (8) sich auf den Flansch des mit der Mantelform in Verbindung stehenden Futterringes (30) auflegt, worauf
die Mantelformteile (34, 35) und das Bodengesenk (63) gleichzeitig gegen die Kern form
(4) gedrückt und das eingefüllte Material zusammengepreßt wird. . "
2. Presse nach Patentanspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mantelform außer einer größeren Zahl der bekannten
Formstücke (35) noch aus einer entsprechenden Zahl Zwischenstücke (34) besteht, die
an den Flanschen der Formstücke (35) gleiten und an diese mittels Federn (45) gehalten
werden.
3. Presse nach Patentanspruch 1, bei der ein unter dem Deckelflansch (7) der
Kernform (4) verschiebbar angeordneter Abstreifring (8) zur, Verwendung gelangt,
, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstreifring (8) mit Bolzen (11) starr verbunden ist
und durch auf diese Bolzen wirkende Federn (10) in seiner oberen Lage so lange gehalten
wird, bis beim Hochheben der Kernform (4) die Bolzen (11) durch die Anschlagfeder (12)
niedergedrückt werden.
4. Presse nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mantelstücke
(34,35) mit Buckeln (34a, 35 ") versehen
sind.
Hierzu i Blatt Zeichnungen.
Berlin, gedruckt in der reighsdruckerei.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE194585C true DE194585C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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