DE194586C - - Google Patents

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DE194586C
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Germany
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etching
etchant
etched
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plate
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DE1905194586D
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41CPROCESSES FOR THE MANUFACTURE OR REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES
    • B41C1/00Forme preparation
    • B41C1/02Engraving; Heads therefor
    • B41C1/025Engraving; Heads therefor characterised by means for the liquid etching of substrates for the manufacturing of relief or intaglio printing forms, already provided with resist pattern

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • ing And Chemical Polishing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■- M 194586 KLASSE 57d. GRUPPE
EMANUEL SPITZER in MÜNCHEN.
geändert wird.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Februar 1905 ab.
Wie bekannt, erfolgen bisher photomechanische Ätzungen in einem Bade von bestimmter Konzentration oder in mehreren getrennten Bädern, von denen jedes einen anderen bestimmten Konzentrationsgrad hat oder "end-■ lieh auch derart, daß der Konzentrationsgrad während der Ätzung sprungweise geändert wird.
Durch Versuche ist festgestellt worden, ίο daß die reichen, sanft ineinander verschmelzenden Tonabstufungen von Naturaufnahmen, Ölgemälden, Zeichnungen usw. .zur besten Wiedergabe in der Ätzung gelangen, wenn die zu ätzende Platte Ätzbädern ausgesetzt wird, deren Konzentrationsgrad allmählich erhöht bzw. vermindert wird.
Die zu ätzende Platte wird auf diese Weise der ganzen Skala der allen Tönen des nachzubildenden Originals entsprechenden Konzentrationen des Ätzmittels ausgesetzt.
Wenn auf diese Weise durch die ineinander übergehenden Konzentrationen des Ätzbades all der Reichtum an Halbtönen des Originals wiedergegeben wird, so kann andererseits durch eine gleichzeitig erfolgende mechanische Wirkung der Strömung die Energie der Ätzung erhöht werden.
Die Neuheit der Erfindung besteht nun darin, daß zu einem Ätzbade von bestimmter Konzentration Ätzflüssigkeit höheren oder niedrigeren Konzentrationsgrades fortschreitend zugeführt wird, wobei durch entsprechende Einrichtung des Ätzbades eine nach Bedarf zu regelnde über die zu ätzende Platte hinwegstreichende Strömung erzeugt wird.
Eine Ausführungsform dieses Ätzverfahrens ist beispielsweise folgende:
Die zu ätzende Platte wird in eine mit einem Ätzmittel gefüllte Schale gelegt. Nehmen wir z. B. Eisenchlorid von 420 Be.
Während des Ätzvorganges läßt man nun in die Schale Eisenchlorid von beispielsweise 300 Be. mehr oder weniger rasch stetig zufließen oder führt diese neue Flüssigkeit tropfenweise oder sonstwie intermittierend geregelt stetig zu.
Das zugeführte Ätzmittel vermengt sich ganz allmählich in der Ätzschale mit dem bereits in dieser befindlichen, und der Konzentrationsgrad des Ätzmittels wird dadurch allmählich niedriger.
Richtet man das Ätzbad derart ein, daß der Zufuhr des Ätzmittels sofort oder nach einer gewissen Zeit,' in welcher die Ätzschale sich anfüllt, ein Abfließen des Ätzmittels entspricht, so entsteht eine über die zu ätzende Platte hinwegstreichende Strömung, deren Stärke man beliebig regeln kann.
Eine dem Ausführungsbeispiel entsprechende Vorrichtung (auch als Beispiel gedacht) ist auf der beiliegenden Zeichnung in zwei Figuren dargestellt worden.
Die Schale a, welche bei b einen niedrigeren Rand hat, enthält die Heizschlange bzw.
Kühlschlange c, c, c, welche zur Erwärmung bzw. Abkühlung dient, ferner das Zufuhrrohr d, welches mit feinen Löchern versehen ist und eine auf die rechte Schmalseite, der Schale gleichmäßig verteilte Zuführung von Ätzmittel bewirkt; alsdann den Isolierklotz e (schraffiert). Auf dem Isolierklotz liegt die zu ätzende Platte /. j ist der Behälter für die Ätzflüssigkeit, deren Menge ablesbar ist.
ίο Die Geschwindigkeit der Zufuhr wird durch Hahn h geregelt. Der Abfluß verteilt sich gleichmäßig auf die ganze linke Schmalseite, was eine gleichmäßige Strömung des Ätzmittels über die Platte f hinweg zur Folge hat.
Die Anwendung des vorstehend beschriebenen Verfahrens ist auch für Nachätzungen photomechanisch geätzter Platten jeglicher Art von Vorteil.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Photomechanisches Ätzverfahren, bei welchem während des Ätzvorganges der Konzentrationsgrad der Ätzflüssigkeit durch Zufuhr neuer Flüssigkeit geändert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhr stetig erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ätzmittel in geregelter Stärke über die zu ätzende Platte hinwegstreicht.
3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch eine Schale (a) mit Überlaufrand (b), der an der entgegengesetzten Seite durch ein mit Löchern versehenes Rohr (d) die durch einen Hahn (h) geregelte Ätzflüssigkeit zugeführt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1905194586D 1905-02-02 1905-02-02 Expired - Lifetime DE194586C (de)

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AT36163D AT36163B (de) 1905-02-02 1908-03-31 Photomechanisches Ätzverfahren, bei welchem während des Ätzvorganges der Konzentrationsgrad der Ätzflüssigkeit durch Zufuhr neuer Flüssigkeit geändert wird.

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DE1905194586D Expired - Lifetime DE194586C (de) 1905-02-02 1905-02-02

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