DE194599C - - Google Patents

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DE194599C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63HTOYS, e.g. TOPS, DOLLS, HOOPS OR BUILDING BLOCKS
    • A63H19/00Model railways
    • A63H19/34Bridges; Stations; Signalling systems

Landscapes

  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-'Ja 194599 KLASSE 77f. GRUPPE
Firma JOH. AND. ISSMAYER in NÜRNBERG.
Die Erfindung hat eine Vorrichtung für , Spielzeugeisenbahnanlagen zum Gegenstand, die es ermöglichen soll, Eisenbahnzüge an Gleisunterbrechungen von einem zum andern Gleisende selbsttätig fördern und dadurch insbesondere das Übersetzen von Zügen mittels Trajektbooten oder ähnliche Maßnahmen des Großbetriebes nachahmen zu können.
Hierzu ist zwischen den Gleisenden ein mit
ίο Triebwerk versehener Förderwagen angeordnet, der sich mit den auf seiner Plattform befindlichen Schienen gegen das vor dem Zug liegende Gleisende anlegt und hierbei durch eine Sperrung seines Triebwerkes so lange an einer Bewegung gehindert ist, bis nach dem Auffahren des Zuges dieser beim Auftreffen gegen einen ihn stillsetzenden Arm die Sperrung des Triebwerkes löst, worauf der Zug durch den ihn tragenden Förderwagen an das jenseitige Gleisende gefahren und hier " durch ein den Fangarm beeinflussendes Hebelgestänge o. dgl. wieder freigegeben wird.
Eine solche Vorrichtung ist in den Fig. 1 bis 6 der Zeichnung in einer Ausführungsform dargestellt. Fig. 1 ist ein Grundriß der'Gesamtanlage, Fig. 2 ein Längsschnitt durch den Förderwagen und den auf ihn auffahrenden, aus Lokomotive und Tender bestehenden Zug. Fig. 3 ist eine' Unteransicht des Tenders.
Die Fig. 4 stellt einen Querschnitt nach Linie A-B der Fig. 2 dar, während in den Fig. 5 und 6 Unteransichten des Förderwagens bei verschiedener Stellung seiner Getriebe veranschaulicht sind.
Wie aus Fig. 1 zu erkennen, soll die Gleisanlage I, die auf Böcken 2 gelagert ist, auf 45
eine bestimmte Strecke der einen Längsseite. unterbrochen sein. Zwischen den beiderseitigen Enden 3, 4 der Gleisunterbrechung ist ein längerer Trog eingeschaltet, der an seinem Boden mit nach der Längsachse des Gleises 1 verlaufenden Schienen 5 versehen ist. Auf diese Schienen 5 ist der Förderwagen aufgesetzt, dessen hinteres Laufräderpaar 7 durch das im Förderwagen untergebrachte Triebwerk 8 in Umdrehung versetzt werden kann. Das Triebwerk 8 ist mit einer an sich bekannten selbsttätigen Umsteuerungsvorrichtung versehen, die im wesentlichen aus den in den Platinen des Federwerkes gelagerten, die miteinander kämmenden Umsteuergetriebe 9 und 10 tragenden Bügel 11 besteht. An das untere Ende des Bügels 11 ist eine längsverschiebbar geführte Stange 12 angelenkt, die mit einem nach unten gebogenen Arm 13 versehen ist und beim Auftreffen dieses Armes 13 an einen zwischen den Schienen befindlichen Anschlag eine Umsteuerung des Förderwagentriebwerkes bewirkt. Auf einer Welle des Triebwerkes 8 sitzt ferner ein außerhalb der Platine angeordnetes Sperrad 14, welches durch Drehung eines um den Zapfen des Umsteuerungsbügels 11 drehbaren, einen Sperrstift 15 tragenden Doppelhebel 16, 17 stillgesetzt oder freigegeben werden kann. Die Drehung des letzteren kann entweder dadurch eingeleitet werden, daß der Hebelarm 17 gegen einen zwischen den Schienen 5 des Förderwagens sitzenden Anschlag 18 trifft, aber auch durch Ziehen an der am Hebelarm 16 angelenkten, mittels eines Fangarmes 19 durch einen Längsschlitz 20 der Plattform 21 nach
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oben tretenden Stellstange 22 erfolgen. Der Längsschlitz 20 geht an seinem vorderen Ende in einen Querschlitz 23 über, in welchen der nach unten ragende Fortsatz des Fangarmes 19 zur Seite geschoben werden kann. Die Verschiebung des Fangarmes 19 erfolgt mittels einer an der Unterseite der Plattform drehbaren, mit zwei Armen 24, 25 versehenen Scheibe 26, an deren einen Arm die über die Vorderseite des Förderwagens vortretende und in dieser Stellung durch eine Schraubenfeder 27 gehaltene, längsverschiebbare Stange 28 angelenkt ist. Durch Verschieben dieser Stange 28 in das Innere des Förderwagens wird die Scheibe 26 so gedreht, daß der Arm 24 gegen den unteren Fortsatz des Fangarmes 19 schlägt und ihn unter Überwindung der Kraft der die Gestänge 22 erfassenden Schraubenfeder 33 zur Seite drängt (Fig. 6).
Auf der Plattform 21 des Förderwagens, die in gleicher wagerechter Ebene mit der Oberkante der Schwellen der Gleisanlage sich befindet, sind, auf die ganze Länge des Förderwagens sich erstreckend, Schienen 29 angeordnet, die um die Spurweite der ganzen Gleis-•anlage 1 voneinander entfernt sind. Die Lokomotive des Spielzeugeisenbahnzuges ist mit einem längsverschiebbaren Fangbügel 30 versehen, der eine aus dem Gewichtshebel 31 und dem Stiftenrad 32 bestehende Hemmvorrichtung 31,32 beeinflußt und so weit nach untln ragt, daß er beim Auffahren der Lokomotive auf den Förderwagen gegen den Fangarm 19 trifft.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist folgende:
Soll der Zug z. B. von dem Gleisende 3 zu dem Gleisende 4 (Fig. 1 und 2) übergesetzt werden, so steht der Fördenvagen so, daß seine Schienen die Fortsetzung des Gleisendes 3 bilden. Der Hebel 16, 17 ist hierbei so eingestellt, daß der Sperrstift 15 in die Zähne des Sperrades 14 sich einlegt und ein Ablaufen des für Vorwärtsfahrt eingestellten Triebwerkes 8 verhindert. Sobald nun der Zug vollständig auf den Förderwagen 6 — dessen Länge etwa der Länge des Zuges entspricht — aufgefahren ist, trifft der Fangbügel 30 der Lokomotive gegen den Fangarm 19 des Förderwagens. Hierdurch wird die Hemmvorrichtung 31, 32 der Lokomotive in Tätigkeit gesetzt, gleichzeitig aber die den Fangarm 19 tragende Stange so weit nach vorn geschoben, daß der Hebel 16, 17 umgestellt und der Sperrstift 15 aus dem Sperrad 14 gelöst wird. Dadurch wird das Triebwerk des Förderwagens 6 freigegeben und dieser fährt den auf ihn befindlichen Zug an das jenseitige Gleisende 4. Sobald das über die Vorderseite des Förderwagens vorstehende Ende der Stange 28 gegen das Gleisende 4 trifft, wird die Stange 28 unter Anspannung der Feder 27 nach innen verschoben und die Scheibe 26 so gedreht, daß der Arm 24 den Sperrarm 19 in den Querschlitz 23 zur Seite schiebt (Fig. 6). Dadurch wird der Fangbügel der Lokomotive freigegeben, dessen Hemmvorrichtung durch Wirkung des Gewichtshebels 31 gelöst, und der Zug kann nun vom Gleisende 4 ab wieder weiterfahren.
Um nun den Förderwagen nach der Ankunft am jenseitigen Gleisende wieder in seine Anfangslage zurückzubringen, ist er an seinem vorderen Ende mit einem an einem Arm 34 eines Doppelhebels 34,35 sitzenden, gewichtsbelasteten Haken 36 versehen, der durch einen Schlitz 37 der einen Stirnwand des Troges einfällt, bevor der Förderwagen vollständig an dieser Wand anliegt. Nachdem der Haken 36 eingefallen ist, trifft der Arm 13, der den Umsteuerungsbügel beeinflussenden Stellstange 12 den zwischen den Schienen befindlichen Anschlag 38, wodurch das Triebwerk 8 auf Rückwärtsfahrt umgesteuert wird. An dieser wird er so lange gehindert, bis das hinterste Rad des letzten Wagens, welches mit einem seitlich nach innen vorspringenden Räderkranz 39 versehen ist, an dem am Hebelarm 35 vorgesehenen Schuh 40 aufläuft. Durch das Gewicht des letzten Wagens des Zuges wird der Hebelarm 35 niedergedrückt, der Arm 34 gehoben und dadurch der Haken 36 von der Stirnwand des Troges gelöst, so daß der Förderwagen nunmehr in. seine Anfangslage sich zurückbewegen kann. Ehe er jedoch in diese zurückkehrt, trifft der Arm 17 des den Sperrstift 15 tragenden Hebels 16, 17 gegen den Anschlag 18 und der Arm 13 der Umstellstange 12 gegen den Anschlag 41 derart, daß, sobald der Wagen sich dicht gegen das Gleis- too ende 3 anlegt, sein Triebwerk wieder für Vorwärtsfahrt umgesteuert und gesperrt ist. Sobald der Zug nun wieder auf den Wagen aufläuft, wiederholt sich das vorbeschriebene Spiel von neuem.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Vorrichtung zum Fördern von Spielzeugeisenbahnzügen über Gleisunterbrechungen, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Gleisenden (3 und 4) ein mit Triebwerk (8) versehener Förderwagen (6) angeordnet ist, der sich mit den auf seiner Plattform (21) befindlichen Schienen (29) gegen das vor dem Zug liegende Gleisende (3) anlegt und hierbei durch eine Sperrung (14, 15) seines Triebwerkes so lange an Bewegung gehindert ist, bis nach dem Auffahren des Zuges dieser beim Auftreffen gegen einen ihn stillsetzenden Arm (19) die Sperrung (14, 15) löst,
    worauf der Zug durch den ihn tragenden Förderwagen (6) an das jenseitige Gleisende (4) gefahren und hier durch ein den Fangarm (19) beeinflussendes Hebelgestänge (24,25,28) o. dgl. wieder frei-, gegeben wird.
  2. 2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Förderwagen (6) einen Fanghaken (34) trägt, der den Förderwagen an der Rückfahrt hindert und erst durch den den Förderwagen verlassenden letzten Wagen gelöst wird, worauf das Triebwerk, sobald der Förderwagen am Ausgangspunkt angelangt ist, wieder umgesteuert und gebremst wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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