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VERFAHREN UND EINRICHTUNG ZUM PRESSEN VON AGGLOMERIERTEN PLATTEN,
HAUPTSÄCHLICH VON HOLZSPAN- UND SCHÄBEPLATTEN Die Erfindung betrifft ein Verfahren
und Einrichtung zum Pressen von agglomerierten Platten, hauptsächlich von Holzspan-
und Schäbeplatten.
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Bei der Herstellung von agglomerierten (Holzspan-, Schäbe-, etz.)
Platten wird der auB verschiedenen Stoffen, hauptsächlich pflanzlicher Herkunft,
aus faserigen, plättchenförmigen
oder sonstigen zerkleinerten Teilen
gebildeten Lagen zu Platten mit gegebenen Abmessungen und mit gegebenen physikomechanischen
Eigenschaften in, mit beheizten Pressen-Platten versehenen ein- oder mehretagigen
Pressen durchgeführt, Der Pressvorgang hat dem Wesen nach drei Punktionen: Die Verdichtung
des aufgebreiteten Stoffes auf die vorgeschriebenen Abmessungen benz. auf das Volumengewicht
mit zum Hackspan zugesetzten Bindemitteln, hauptsächlich von Kunststoffbasis zur
Sicherung der genügenden Klebefestigkeit durch Erwärmung bis zur Bindungstemperatur
und durch die Wärmehaltung während der notwendigen Zeit und schliesslich die Verringerung
des Feuchtigkeitsgehaltes der Platten bis zu dem, bei dem Fertigprodukt zulässigen
Wert.
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Die Intensität und die Wirtschaftlichkeit des gesamen Produktionsvorganges
der agglomerierten Platten hängt entscheidend von der Produktionsfähigkeit der Pressen
ab und diese Tatsache begrilndete die Entwicklung mehrerer derartiger Verfahren,
die eine Beschleunigung der beim Fressen auftretenden Vorgänge bezwecken SO ist
Jene Lösung bekannt, wonach durch die; in den Preseplatten ausgebildeten Öffnungen
überhitzter Dampf während dem Pressen in das Material eingeblasen wird. Auf diese
Weise kann die notwendige Zeit des Erhitzens wesentlich verringert werden, wobei
aber die Trocknungszeit unverändert verbleibt, Ja sogar der im gepressten Material
kondensierte Dampf die beim Trocknen zu entfernende Wassermenge noch erhöht. Diesen
Nachteil soll jene Alternative des Verfahrens ausgleichen, wonach durch die,- zur
Einführung des Dampfes dienenden Öffnungen während des Trocknungsvorganges, im Trocknungsabschnitt
durch das-Material Luft hindurchgeblasen wird. Diese Lösung kann aber zur bei, eine
sehr lose Struktur besitzenden, ein kleines Volumsgewicht aufweisenden (Isolier-)
Platten angewendet werden. Bei, ein grösseres Volumsgewicht besitzenden (z.B. bei,
für die Verwendung von möbelindustriellen Zwecken dienenden) Platten ist aber die
Entfernung der Uberflussigen Feuchtigkeit in bekannter Weise ueber die Kanten der
Platten sehr zeitraubend.
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Die im Inneren der Platten entstehende hochgradige Dampften~ sion
wird - bei nicht genügender oder nicht gleichmässiger
Trocknung
- beim Öffnen der Presse in verschiedenen Schichten Plattentrennungen (sog. Plattenexplosionen)
verursachen Eine bekannte, die GleichmMssigkeit erhöhende und zur Bsschleunigung
des Trocknens dienende Lösung besteht darin, dass die agglomerierten Platten zwischen,
mit dampfdurchlassenden Öffnungen versehenen Unterlagen gepresst werden, so dass
sich der zwischen den Platten bildende Dampf sowohl im Erwärmungsabschnitt als auch
im Trocknungsabschnitt an der einen oder an beiden Oberflächen der Platten entfernt.
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Hierbei besteht aber der Nachteil, das das Herausströmen des Dampfes
im Erwärmungsabschnitt die, gegen die inneren schichtet der Platten gerichtete konvektive
Wärmeübertragung im hohen lasse verschlechtert, wodurch die wirtschaftliche Verwendung
dieser Lösung nur auf die Herstellung von dünnen, etwa 5 mm starken Platten (z.B.
auf Holzfaserplatten) beschränkt.
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Dar Zweck der Erfindung liegt darin, die erwähnten Nachteile der
bekannten Verfahren zu beheben und bei der Fertigung ein gleichmässiges rasches
Trocknen zu sichern, dabei eine Möglichkeit zur Einführung von mehr Feuchtigkeit
zu geben, um ein Pressen von agglomerierten Platten von grösserer Stärke und höherem
Volumsgewicht zu ermöglichen.
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Die Erfindung ist ein Verfahren zum Pressen von agglomerierten Platten,
insbesondere von aus Holz spänen und Schäbe bestehenden Platten, wobei die aus zerkleinerten
Stoffen von insbesondere pflanzlicher Herkunft, die mit oder ohne Zugabe von Bindemitteln
gebildeten Materialschichten durch Verdichtung in einer ein- oder mehretagigen Presse
und mittels dem Einblasen eines gasfarmigen Heizmittels, z.B. von Uberhitztem Dampt
und/oder mit Kontakthitzung durchgefUhrter Erwärmung erzeugt werden. Das Wesen der
Erfindung besteht darin1 dass die Entfernung des in dem, unter dem Pressvorgang
stehenden Stoff befindlichen Feuchtigkeitsüberschusses im Pressvorgang in dem, laaeh
dem Erhitzen des Stoffes folgenden Abschnitt, zweckmässig in dem, sich bis zum Öffnen
der Presse erstreckenden Abschnitt, durch die eine, oder durch beide Oberflächen
der Platten mittels Dampfableitung unterstützt wird.
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Die Erfindung betrifft auch eine Presseinrichtung zur Durchführung
des erfindungsgemässen Verfahrens, bei welcher mindestens an der einen Pressplatte
gegen den Pressraum gerichtete Dampfdurchlassöffnungen vorgesehen sind.
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Das Wesen der Erfindung liegt hier darin, dass sich an die Dampldurchlass8ffnungen
ein oder mehrere schliesebare -öffenbare, den Dampf ableitende @ Leitungen anschliessen.
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Bei einer zweckmässigen Ausführungsform der erfindungsgemässen Einrichtung
sind zu den dampfdurchlassenden Öffnungen - ausser den ableitenden Leitungen - ein
gasförmiges Heizmittel oder gasförmige Heizmitteln, s.B überhitzten Dampf einblasende,
ein oder mehrere schliessbare-öffenbare Speiseleitungen angeschlossen. - Die auf
diese Weise ausgebildete Presseinrichtung ist erfindungsgemäss ausser sum beschleunigten
Trocknen auch darin geeignet, den gepressten Stoff in an und fltr sich bekannter
Welse auch mit einem gasförmigen Heizmittel, z.BX mit dem Einblasen von Dampf oder
Luft zu behandeln und kann daher zur Herstellung von agglomerierten Platten von
den verechiedensten Volumagewichten und Starken in gleicher Weise wirtschaftlich
verwendet werden.
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Beim Trocknen kann zur Verwertung der durch den, aus den gepressten
Platten austretenden Dampf geführten Wärmeenergie dadurch eine Möglichkeit geboten
werden, das an die ableitende Leitung ein entsprechend ausgebildeter Wärmeaustauscher
angeschlossen wird.
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Das erfindungsgemässe Verfahren sowie die, tur Durchführung desselben
dienende Einrichtung wird an einem Ausführungsbeispiel an Hand einer Zeichnung ausfuhrlicher
dargelegt, wo dieaelbe eine Ausführungsform der erfindung gemessen Presseinrichtung
ist und in Fig.1. die Preseplatte einer Spanplatten-Etagepresse und das Schema der
sich daran anschliessenden Rohrleitung und Fig.2. den Querschnitt der Pressplatte
darstellt.
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Bei der Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens wird folgenderweise
vorgegangen.
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Die vorbereitete, aus Holzspänen und einem Bindemittel von Kunstharzbasis
bestehende, ausgebreitetete Schicht wird zwischen die Pressplatten eingebracht.
Beim Schliessen der Presse wird das Ventil 1 geöffnet, wodurch die Speiseleitung
2 unter Vermittlung der in der Pressplatte 3 in einer, mit dem Heiznetz parallelen
Ebene vorgesehenen Verteilerkanälen 5 durch die, an der Heizfläche ausgebildeten
- zweckmässig in einem Abstand von 30 - 50 mm von einander liegenden, einen Durchmesser
von 0,8 - 1,0 mm besitzenden Bohrungen 6 durch eine bestimmte Zeit hindurch in das
verdichtete Material Dampf einleitet. Nach dem Schliessen das Ventile 1 wird in
dem weiteren (Trocknungs-) Abschnitt des Pressvorganges das Ventil 7 geöffnet, und
so eine intensive Verdampfung des im gepressten Material befindlichen Feuchtigkeitsüberschusses
und das Abziehen desselben Uber die Bohrungen 6 und Verteilerkanälen und über die
sich daran anschliessenden Leitungen 8 bewirkt. Ein bedeutender Teil der Wärmeenergie
des abgeleiteten Dampfes kann mittels des Wärmeaustauschers 9 nutzbar gemacht werden.
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Die Speiseleitung 10 und das Ventil 11 dienen zur Einblasung von
komprimierter Luft für den Fall, wenn die Einrichtung zur Herstellung von agglomerierten
Platten mit loser Struktur (von Isolierplatten) verwendet wird. Die Leitungen 12
und 13 schliessen sich an das Heiznetz 4 an.
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Die konkreten Parameter des Verfahrene sind in der Punkt ion der
zu verfertigen gewünschten Platten sowie den Merkmalen der verwendeten Einrichtung
entsprechend zu wählen.
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Beim Pressen der, für die Möbelindustrie zu verfertigenden, ein Volumegewicht
von 650 kp/m³ besitzenden, eine Stärke von 19 mm aufweisenden, aus Fichtenspan bestehenden
Platten wird z.B. bei einer Pressplattentemperatur von 175 °C beim Schliessen der
Presse durch eine Zeit von 15 sec überhitzter Dampf von 4 at in das gepresste Material
geblasen und nach dem Verlauf von 20 sec nach dem Einblasen, mit der Dampfableitung
begonnen. Die ganze Presszeit beträgt 2 min.
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Mit der Verwendung dsj Verfahrens kann dieLeistungsfähigkeit der
Pressen und damit die Wirtschaftlichkeit der Herstellung der agglomerierten Platten
wesentlich erhöht
werden. Zugleich mit der Steigerung der Presskapazität
sinkt der spezifische Wärmeenergieanspruch des Pressens, verbessert sich die Qualität
der erzeugten Platten und die Gefahr der Plattenexplosion wird mit vollständiger
Sicherheit vermieden.