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Spannungsregler für automatisch arbeitende Diapositivprojektoren Die
Erfindung betrifft einen Spannungsregler für automatisch arbeitende Diapositivprojektoren
mit einem Motor zum Bewegen der Diapositive, einer Projektorlampe, einem Regeiwiderstand,
der zum Konstanthalten der Spannung im Stromkreis der Primärwicklung eines den Motor
und die Proäektorlampe getrennt speisenden Speisetransformators liegt, und einem
Voltmeter im gemeinsamen Speisestromkreis von Projektorlampe und Motor.
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Es ist zum Beispiel ein automatisch arbeitender Diapositivprojektor
bekannt, bei dem der Motor das Vorschieben eines Diapositivrähmchens bestimmt und
jedes Diapositiv unter anschließender Rückführung in die Bahn des Lichibündels der
dem optischen System zugehörigen Proå ektorlspe bringt Ein derartiges Gerät weist
also mindestens einen Motor und eine Projektorlampe auf, die beide vom Netz mit
unterschiedlichen, jedoch jeweils konstanten Spannungen gespeist werden müssen.
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Um dies zu erreichen, ist es bekannt, deren Speisung von einem Autotransformator
durchzuführen, der eine netzgespeiste Primärwicklung besitzt und geeignet angeordnete
Anzapfpunkte aufweist, um eine Unterteilung der Netzspannung zu erhalten. Jede Teilspannung
ist dabei in der Größe an das betreffende zu speisende Element des Gerätes angepaßt.
Wenn dabei die Speisespannung 220 Volt beträgt, ermöglicht ein erstes ibgriffpaar,
eine Spannung in Höhe von 120 Volt abzugreifen, die zur Speisung des Motors dient,
wahrend ein anderes Abgriffpaar oder eine Sekundärwicklung das Abnehmen einer Spannung
in Höhe von 12 Volt ermöglicht, mit der die Projektorlampe gespeist wird.
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Diese letztere Spannung muß möglichst konstant eingehalten werden,
um eine konstante Ausleuchtung des Bildes zu erreichen, ganz abgesehen von der Sohonung
des Glühfadens der Projektorlampe. Zu diesem Zweck ist es üblich, einen Reostat
zu verwenden, der durch einen Relaisschalter in einer der Speisezuführungen der
Primärwicklung des Transformatore betätigt wird, und die Spannungsänderungen an
einem Voltmeter
abzulesen, welches im Speisestromkreis für die
Projektorlampe liegt.
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Bei dieser Anordnung wird dabei durch Betätigung des Reostats nicht
nur die Speisespannung der Projektorlampe, sondern auch diejenige des Motors geändert5
Außerdem wirkt das Einschalten bzw. Ausschalten des Motors auf die Größe der Speisespannung
der Projektorlampe zurück. Schließlich ist es dabei nicht zu vermeiden, daß die
geringe Entfernung zwischen Motor und Erregerspule des Voltmeters indem Gerät Beeinflußungen
dieses Voltmeters zur Folge hat, die man durch ein Metallteil kompensiert, das die
Rolle eines Shuntes spielt und dessen Einstellung die Nullpunkteichung des Voltmeters
ermöglicht0 Die Erfindung baut auf den oben beschriebenen bekannten Merkmalen auf
und schafft eine besonders einfach ausgebildete Anordnung. Dies wird durch die Verwendung
des Magnetfeldes des Motors anstelle der ElagnetEelderregerçicklung des Voltmeters
erreicht, so daß diese Magnetfeldwicklung demgemäß vollstandig fortfälltO Mit anderen
Worten heißt das, daß bei der Erfindung ein magnetodynamisches Voltmeter mit Weicheisenankerteil
Verwendung findet, wobei dieses Voltmeter zumindest zur Regelung der Speisespannung
des das Magnetfeld erzeugenden Motors dient. Dieses Magnetfeld ist dabei vorgesehen,
das bewegliche Ankerteil dieses Voltmeters zu beeinflußen, das heißt zu bewegen.
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Im besonderen Fall eines automatisch arbeitenden Diapositivprojektors
mit einem Antriebsmotor, einer Projektorlampe und einem Regelwiderstand, der am
Eingang der Primärwicklung eines den Motor und die Projektorlampe getrennt aus dem
Netz speisenden Transformators liegt, besteht also die Erfindung darin, im Magnetfeld
des Motors das sich drehende Ankerteil eines auf elektromagnetischer Basis arbeitenden
Weicheisen-Voltmeters derart anzuordnen, daß dieses Voltmeter direkt durch das von
dem den Motor durchfließenden Strom erzeugte Motormagnetferrdegt wird.
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Natürlich beeinflußen auch jetzt noch die benachbarten elektrischen
Teile des Projektors das Voltmeter, Erfindungsgemäß kann jedoch dieser Einfluß durch
ein verformbares bzw. bewegliches Metallteil kompensiert werden, das für das erzeugte
Magnetfeld einen Shunt bildet, um die Einstellung des optimalen Arbeitspunktes des
Voltmeters bzw.
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allgemeiner gesprochen die Eichung des Voltmeters sicherzustellen.
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Da derartige Diapositivprojektoren so kompakt wie nur möglich ausgebildet
sind, hat dies zur Folge, daß die Einzelteile solcher Geräte ganz eng nebeneinander
angeordnet sind4 Gerade deshalb läßt sich die Erfindung mit besonderem Vorteil bei
derartigen Geräten anwenden, bei denen zum Sicherstellen einer optimalen Ausleuchtung
bei der Projektion und ohne die Projektorlampe zu überlasten ein Voltmeter im gemeinsamen
Stromkreis der Projektorlampe und des Motors sowie ein Reostat vorgesehen sind,
mittels dessen die Spannung auf ihren Optimalwert einstellbar ist.
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Mit den erfindungsgemäßen Merkmalen wird ein extrem einfach aufgebautes
Voltmeter geschaffen, das besonders robust ist und dessen Weichung bzwO Nullpunkteinstellung
extrem leicht ist0 Wie bereits aus den vorangegangenen Darlegungen hervorgeht, besteht
dieses Voltmeter lediglich aus der bewegliohen Einheit eines handelsüblichen Weicheisen-Voltmeters,
d.h. aus dem Zeiger, der Zeigerwelle und dem von dieser Welle getragenen Ankerteil,
während die üblichen ortsfesten Bauteile eines solchen bekannten Voltmeters, d.h.
die Magnetfelderzeugerwicklung und das gewöhnlich mit dem Ankerteil zusammenwirkende
plattenförmige weitere Weioneisenteils weggelassen sind.
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Gemäß einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform wird eine
Verformung bzw. Verzerrung des Motormagnetfeldes mit Hilfe eines verstellbaren Metallteiles
bewirkt und die Eichung des Voltmeters wird durch geführt, indem das Metallteil
gegenüber der beweglichen Einheit des Voltmeters einfach verschoben wird. Dieses
verschiebbare bzwO bewegliche Metallteil ermöglicht dabei einesteils eine Einstellung
der Größe des magnetischen Shuntes. Außerdem bringt dieses Teil eine Vergrößerung
der Empfindlichkeit des Voltmeters mit sich.
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Dieses verstellbare Metallteil setzt aich erfindungsgemäß aus zwei
aneinander angelenkten Einzelteilen zusammen, von denen das erste Teil, das das
Hauptelement bildet und am größten ist, ortsfest angeordnet ist.
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Das zweite Einzelteil, das kleiner ausgeführt ist, kann um eine an
dem ernten Teil gelagerte Achse schwenken. Diese Anlenkung ermöglicht, die Größe
des magnetischen Shuntes zu verändern. Wie erwühnt, vergrößert sioh auch unerwarteterweise
die Empfindlichkeit des Voltmeters, d.h. die
Größe der Zeigerverdrehung
bei einer vorbestimmten Spannungsänderung.
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Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die beiliegenden
Zeichnungen noch näher erläutert.
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Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines auf elektromagnetischer
Basis arbeitenden Weicheisen-Voltmeters bekannter Bauart, wie sie bei den bis jetzt
verwendeten Diapositivprojektoren eingesetzt werden, Fig. 2 zeigt eine perspektivische
Ansicht eines Voltmeters gemäß der Erfindung, wie es bei einem erfindungsgemäßen
Spannungsregler für Diapositivprojektoren Verwendung findet, Fig. 3 zeigt eine Draufsicht
auf das Voltmeter von Fig. 2, Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht des zur
Eichung des Voltu meters vorgesehenen, erfindungsgemäß ausgebildeten Metallteiles,
Fig, 5 ist eine Ansicht auf dieses Metallteil von oben, während Fig. 6 sine Seitenansicht
dieses Metallteiles darstellt.
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Gemäß den figuren umfaßt die bewegliche Einheit des Voltmeters eine
durch eine Welle 3 getragenen Zeiger 1, der über eine Skelenunterteilung 2 bewegbar
ist und sich entgegen der Wirkung oiner Spiralfeder 4 dreht. Die Welle 3 trägt ein
plattenförmiges Ankerteil 5 aus Metall,
aie das in einer durch Acllse
der Welle 5 hindurchgehenden ebene liegt.
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Bei dem in Fig. 1 gezeigten klassischen Voltmeter ist diese Baugruppe
in der Mitte einer Wicklung 6 angeordnet, in welcher der Speisestrom des Gerätes
fließt und längs deren Innenfläche eine dünne Platte 7 aus Weicheisen vorgesehen
ist, die dreieckförmig ausgebildet ist, wobei die kurze Seite 8 des Dreieckes dem
Ankerteil 5 gegenüberliegt.
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Die Wirkungsweise dieses klassischen Voltmeters ist folgende: Wenn
ein Strom die Wicklung 6 durchfließtS wird durch diese Wicklung ein Magnetfeld erzeugt,
derart, daß die beiden Metallteile 5 und 7 eine Magnetisierung jeweils gleicher
Richtung erhalten, so daß sich diese Teile demzufolge gegenseitig anstoßen. Die
Intensität des Magnetfeldes ist dabei proportional zu der Stromstärke, und die Abstoßkraft
und demzufolge der Ablenkwinkel des Zeigers sind ein Maß für die Größe der Speisespannung.
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Gemäß der Erfindung sind die ortsfesten Teile 6 und 7 weggelassen,
und die bewegliche Einheit 1, 3 und 5 liegt direkt in dem durch den Motor M selbst
erzeugten Magnetfeld. Das Ankerteil 5 aus Metall ist der Wirkung dieses Magnetfeldes
ausgesetst und erfährt eie Ablenkung, die proportional zu diesem Magnetfeld und
damit zu dem den Motor durchfließenden Strom ist.
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Damit in der Praxis die Anordnung empfindlicher ist, wird das Magnetfeld
des Motors M mittels eines an dem Motorgehäuse befestigten Metallteiles 5 deformiert
bzw. verzerrt. Die genaue Form dieses Metallteiles 9 ist nicht unwichtig, falls
tatsächlich zur Spannung proportionale Winkelverschiebungen
erhalten
werden sollen. Vorteilhafterweise ist das Metallteil 9 so ausgebildet, wie es aus
der Figo 2 hervorgehto Für die Eichung, d.h. die Nullpunkteinstellung des Voltmeters,
genügt es, das Teil 9 gegenüber dem Ankerteil 5 zu verschieben0 Die vorteilhafteste
Ausführungsform dieses Metallteiles 9, die durch Versuche ermittelt wurde, eigen
die Fig. 4 bis 6.
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Aus diesen Figuren ist ersichtlich, daß das Metallteil 9 aus zwei
Abschnitten a-b-o und f-g-h-i besteht, die um einen Niet e gegeneinander verschwenkbar
sind Der Abschnitt a-b-c wiLst die Form eines Winkels auf, dessen eine Seite eine
bei d mit einer Öffnung versehene abgebogene Lasche c besitzt, um das Befestigen
und die Einstellung am Motorgehäuse durchführen zu können, Der Abschnitt f-g-h-i
umfaßt Vorsprünge in drei zueinander senkrechten Ebenen und ist auf einstellbare
Weise am Ende der Schin@@lseite b des ersten Abschnittes festgelegt. Dieser Abschnitt
f-g-h-i ermöglicht es, das Motorfeld in irgendeiner Richtung zu verformen bzw. zu
verzehren.
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Ist die EiChung durchgeführt, werden die beiden Abschnitte des Teiles
9 in ihrer jeweiligen Stellung festgelegt, um die Nulleinstellung ein für alle Mal
zu erhalten.