DE1948862C - Verfahren zum Umhüllen von elektrischen Bauelementen - Google Patents
Verfahren zum Umhüllen von elektrischen BauelementenInfo
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Description
Fig. 1 zeigt ein erfmdungsgemußes Durchlaufverfahren;
Fig. 2 zeigt in vergrößerter Ansicht den Aufschmelzvorgang des IsolierstofTpulvers in einer definierten
Schichtstärke; die
Fig. 3 und 4 zeigen einen weiteren Aufschmelzvorgang.
In der Fig. 1 werden über eine Zuführung 1, welche kanalähnlich ausgebildet ist, z. B. stirnkontaktierte
elektrische Kondensatoren 13, welche mit radialen oder axialen Anschlußdrähten 2 versehen
sind, einem Förderband 3 zugeführt. Das Förderband enthalt Spannbacken 14, in welche die
Kondensatoren eingespannt weiden. Die Kondensatoren werden unter einem IsolierstofTpulverbehälter
4 hindurchgeführt, wobei auf die horizontalliegenden stirnseitigen Kontaktschichten 5 das lsolierstolTpulver
6 aus dem Behalter aufgestreut wird. Die aufgestreute Pulvermenge 7 kann von einem endlosen
AbdeckbandS definiert aufgeblacht werden Has Transport- bzw. Förderband 3 führt die elektrischen
Kondensatoren 13 zu einer Wärmevorrichtung 9 weiter. Diese Wärmevorrichtung kann aus
einer Hochfrequenzspule bestehen. Durch definierte Wärmezufuhr wird das IsolierstofTpulver in einer
Schicht 10 mit einer definierten Stärke körnig angeschmolzen. Von einer Absaugung 11 wird das
restliche, nicht angeschmolzene bzw. nicht erweichte Pulver wieder abgesaugt. Danach erfolgt das Aufschmelzen
bzw. Erweichen des körnig haftenden Pulvers unter dem langgezogenen Induktor 16.
Das Aufstäuben von Pulver, das Aufschmelzen des Pulvers in einer bestimmten Sch.chtslärke und
dl·: Absaugung können beliebig wiederholt werden. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn relativ
große Schichtstärken des aufgeschmolzenen Isolierstoffpulvers erwünscht sind. Es werden nämlich dann
die Bauelemente beim Aufschmelzen nur verhältnismäßig gering durch Wärme belastet. Abschließend
werden die aufgeschmolzenen Isolierstoffpulverschichten ausgehärtet.
Es entstehen, wie aus der Fig. I ersichtlich ist,
kappenartige Isolierstoffüberzüge auf den Stirnseiten. Zum Umhüllen der gegenüberliegenden Stirnseite
mit einem Isolierstoffüberzug werden die elektrischen Kondensatoren auf ein zweites Förderband übergeben.
Die Kondensatoren können, durch eine Wendevorrichtung geführt, im selben Förderband
durch eine parallele Anlage laufen. Es wiederholen sich dann die soeben beschriebenen Verfahrensschritte.
Unterhalb der Transportkette, in welche die elektrischen Kondensatoren eingespannt sind, kann
sich in vorteilhafter Weise eine Auffangwanne 12, welche die durch die Transportkeite hindurchfallenden
Pulverkörner auffängt, befinden.
Das erfindungsgemäße Verfahren erweist sich insbesondere bei sogenannten Stapel- bzw. Schichtkondensatoren
und bei axialen und radialen Kondensatoren mit metallisierten Kunststoffbändern von
Vorteil. Die Schichtkondensatoren werden zu einem Mutterkondensator geschichtet, insbesondere auf
einer Trommel aufgewickelt, und der Mutterwickel wird in die gewünschten Teilkapazitäten aufgeteilt.
Am fertigen Schichtkondensator liegen die Stirnkontaktschichten frei. Durch die fortschreitende
Miniaturisierung in der Elektrotechnik wird eine immer gedrängtere Bauelementenanordnung innerhalb
einer Schaltung gefordert, so daß es sich von Nachteil erweisen kann, daß die stirnseitig aufgebrachten
Kontaktschichten freiliegen und nicht isoliert sind. Das erfindungsgemäße Verfahren zeigt
nun einen Weg, wie diese stirnseitig aufgebrachten Kontaktschichten auf dem Schichtkondensator mit
einer gleichmäßig dünnen und spannungsfesten Isolierschicht umhüllt werden können.
In der Fig. 2 ist ein Teil des aufgestäubten Pulvers bereits erweicht oder körnig angeschmolzen
uvul legt sich kappenartig in einer bestimmten Stärke
um die Stirnkontaktschienten herum an. Die Stirnkontaktschicht 5, welche Uü-hüllt werden soll, befindet
sich dabei innerhalb einer Vertiefung der Spannbacke 14 und ist etwas, d. h. mindestens um
die Höhe der Seitenflächen derStirnkonuktsehichten
üb:r den B den der Vertiefung angehoben, so daK
eine kappenartige Umhüllung derselben gewährleistet ist. Durch entsprechende Einspannhöhe du;
Kondensatoren in den Spannbacken kann eine Über lappung der aufgeschmolzerien Schicht auf du
isolierten Seitenflächen erreicht werden, was in besondere für den soeben beschriebenen Schieb
kondensator von Vorteil ist. Durch die kappenartiy Umhüllung werden auch die Seitenflächen bzw
Seitenkanten der Siirnkontaktschichten isoliert. Di*.
Vertiefung in der Spannbacke besitzt einen größeren Querschnitt, als ihn die zu umhüllende Stirnfläche
aufweist. Dadurch wird eine vollständiee Umhüllung der spannungsführenden Metallteile am Schichtkondensator
erzielt.
In den Fig. 3 und 4 werden weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung gezeigt. Die Belegungen des
Kondensators sind über die Stirnkontaktschichten 5 mit den axialen Stromzuführungsdrähten 2 verbunden.
Die Isolierfolien 17, welche die Mantelbzw. Seitenflächen des Kondensators umgeben,
stehen zunächst, d. h. während des Aufstäubens, an den Stirnseiten über. In den über der Stirnkontaktschicht
entstandenen Hohlraum wird das Isolierstoffpulver eingefüllt. Die Wärmebehandlung kann im
einen Fall so geschehen, daß die über die Stirnflächen ragenden Isolierfolienränder 18 steif bleiben
und das aufgeschmolzene Isolierstoffpulver 10 umfassen (Fig. 4), oder im anderen Fall so, daß die
Isolierfolienränder 18 schrumpfen, sich in die erweichende Isolierstoffpulvermasse 10 eindrücken und
unter Umständen an die Stirnflächen anlege:!, wie es in der Fi g. 3 dargestellt ist.
Pulverkörner, welche sich an den Anschlußdrähten beim Aufstäuben des Pulvers niedergeschlagen
haben, können gegebenenfalls durch eine Abstreifvorrichtung, welche zwischen den Pulverbehälter
4 u.:d die Aufwärmvorrichtung 9 geschaltet ist, abgestreift werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Verfahren zum Umhüllen von elektrischen taktierte Kondensatoren mit wärmeempfindlichen
Bauelementen durch Aufbringen, Aufschmelzen Kunststoffolien, als Dielektrikum anwendbare und in
und gegebenenfalls Aushärten von Isolierstoff- 5 der Schichtstärke je nach Wunsch variierbare
pulver, dadurch gekennzeichnet, daß isolierende Umhüllung für die spannungsführenden
nur die elektrisch leitfähigen Teile des Bau- Metallflächen des elektrischen Bauelementes zu
clcmcnles umhüllt werden, daß das Isolierstoff- finden.
pulver ohne genaue Dosierung auf die zu um- Die Erfindung besteht bei dem eingangs gehüllenden
Metallteile, z. B. die Stirnkontakt- :o schilderten Verfahren darin, daß nur die elektrisch
schichten von Kondensatoren, aufgestreut wird, leitfähigen Teile des Bauelementes umhüllt werden,
daß durch eine erste Erwärmung der Metall- daß das Isolierstoffpuiver ohne genaue Dosierung
schicht mit Hochfrequenz, deren intensität und a 'f die zu umhüllenden Metallteile, z. B. die Stirn-Dauer
entsprechend eingestellt sind, ein de- kontaktschichten von Kondensatoren, aufgestreut
linierter Teil des aufgestreuten Isolierstoffpulvers 15 wird, daß durch eine erste Erwärmung der Metallangeschmolzen
wird und an dem zu umhüllenden schicht mit Hochfrequenz, deren Intensität und Metallteil anklebt, daß das nicht mit dem Metall- Dauer entsprechend eingestellt sind, ein definierter
UiI verbundene überschüssige Isolierstolfpulver Teil des aufgestreuten Isolierstoffpulvers angeabgesaugt
und das am Metall klebende Isolier- schmolzen wird und an d-?m zu umhüllenden Metallstoffpuher
durch eine weitere Hochfrequenz- 20 teil anklebt, daß das nicht mit dem Metailteil verbehandlung
geschmolzen, über die Metallfläche bundenc überschüssige IsolierstofTpulver abgesaugt
gleichmäßig verteilt und gegebenenfalls aus- und das am Metall kletende Isolierstoffpulver durch
gehärtet wird. eine weitere Hochfrequenzbehandlung geschmolzen,
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- über die Mctallfläche gleichmäßig verteilt und gekennzeichnet,
daß das Isolierstoffpulver in stirn- 25 gebenenfalls ausgehärtet wird.
seitige Hohlräume, welche von stirnseitig über- Gegenüber dem bekannten Umhüllungsverfahren,
stehenden Rändern (18) der an den Seiten bzw. bei welchem unter anderem das vorgewärmte Bau-Mantelflächen
des Bauelementes befindlichen element in das Kunstsioffpulver getaucht und an-Isolierfolien
(17) umgeben siH., eingefüllt wird. schließend die haftende Pulverschicht aufge-
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch ge- 30 schmolzen und gegebenenfalls ausgehärtet wird,
kennzeichnet, daß die s'tirnsftig überstehen- braucht bei dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen
den Isolierfolienränder (18) während des Auf- Verfahren das Isolierstoffpulver nur mehr oder
schmdzens des Isolierstoffpulvers (10) ge- weniger genau dosiert auf die kalten, zu isolierenden
schrumpft werden. Metallischen, z. B. durch Aufstäuben oder Auf-
35 streuen, gebracht zu werden. Die Anhärtung bzw.
das Schmelzen erfolgt dann miUels Hochfrequenz
durch induktive Erwärmung der Metallschicht, so daß das an allen Stellen der Metallschicht sich be-
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum findende Kunststoffpulver, welches z. B. aus Epoxyd-Umhüllen
von elektrischen Bauelementen durch 40 harzen oder Thermoplasten u. dgl. bestehen kann,
Aufbringen, Aufschmelzen und gegebenenfalls Aus- schmilzt bzw. erweicht, wobei je nach Zeitdauer und
härten von Isolierstoffpulver. Energie der Hochfrequenz die Schichtstärke ge-
Aus der Auslegeschrift 1 217 471 ist ein derartiges steuert werden kann. Dk Zufuhr der Wärme kann
Verfahren bekannt. Dort werden Metallgegenstände außer durch induktive Hochfrequenzerwärmung auch
durch Aufschmelzen pulverförmiger Stoffe mit einem 45 durch Wärmeleitung über die — bei den meisten
Kunststoffüberzug versehen. Die zu überziehenden Bauelementen vorhandenen — Anschlußdrähte
Gegenstände werden beim Wirbelsintern erhitzt und mittels Widerstandserwärmung oder mittels Flammen
in einen Behälter gebracht, in welchem Kunststoff- b-r.w. Infrarotstrahlen erfolgen.
pulver durch einen Luftstrom aufgewirbelt .ird. Die Während bei den bisher bekannten Verfahren das
Pulverteilchen bleiben an der heißen Metallober- 50 ganze Bauelement mit einer Kunststoffpulverschicht
fläche kleben und zerfließen. Es bildet sich schließ- überzogen wird, werden bei dem erfindungsgemäß
lieh ein zusammenhängender Überzug aus dem vorgeschlagenen Verfahren nur die wirklich zu
Kunststoffmateiial, der nach dem Abkühlen erhärtet. isolierenden, spannungsführenden Metallteile um-Bei
diesem bekannten Verfahren erweist es sich als hüllt und nicht auch noch zusätzlich die sowieso
Nachteil, daß die Stärke der haftenden Pulverschicht 55 schon vom Bauelement her isolierten Teile, was auf
nicht genau dosiert werden kann. Außerdem muß eine wesentliche Einsparung des verhältnismäßig
das gesamte zu umhüllende elektrische Bauelement teuren Kunststoff pul vers hinausläuft. Außerdem muß
vorerwärmt werden, damit die Pulverkörner an ihm nicht mehr das gesamte Bauelement längere Zeit
haftenbleiben. Insbesondere bei wärmeempfindlichen vorerwärmt werden, so daß die Temperaturbelastung
Bauelementen erweist sich diese Vorerwärmung als 60 bedeutend geringer ist. Bei der nach dem Aufstäuben
nichteilig. erfolgenden Wärmebehandlung wird das Bauelement
Weiterhin ist bekannt, auf Bleche Kunststoff- im wesentlichen nur partiell belastet. Bei Wickelpulver
aufzustreuen, mittels eines Schiebers gleich- kondensatoren ist überhaupt erst dadurch ein blaset)-mäßig
zu verteilen und dann durch Wärme- freies Isolieren der Metallflächen bzw. Abdichten
einwirkung aufzuschmelzen. Für die im allgemeinen 6* der Stirnflächen möglich. '
nicht ebenen und relativ kleinen elektrischen Bau- An Hand der Figuren sollen an einem Ausehmente
läßt sich dieses Verfahren nicht anwenden. führungsbeispiel die Erfindung und Vorteile der-
Aufcabe der Erfindung ist es, eine billige und voll- selben erläutert werden.
Priority Applications (7)
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| DE19691948862 DE1948862C (de) | 1969-09-26 | Verfahren zum Umhüllen von elektrischen Bauelementen | |
| NL7012130A NL7012130A (de) | 1969-09-26 | 1970-08-17 | |
| ES383828A ES383828A1 (es) | 1969-09-26 | 1970-09-21 | Procedimiento para envolver elementos de construccion elec-tricos. |
| GB4542970A GB1298034A (en) | 1969-09-26 | 1970-09-24 | Improvements in or relating to the encapsulation of electrical components |
| AT862770A AT306881B (de) | 1969-09-26 | 1970-09-24 | Verfahren zum Umhüllen von elektrischen Bauelementen durch Aufbringen von Kunststoffpulver |
| FR7034845A FR2062665A5 (de) | 1969-09-26 | 1970-09-25 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691948862 DE1948862C (de) | 1969-09-26 | Verfahren zum Umhüllen von elektrischen Bauelementen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1948862A1 DE1948862A1 (de) | 1971-04-08 |
| DE1948862B2 DE1948862B2 (de) | 1972-11-09 |
| DE1948862C true DE1948862C (de) | 1973-05-30 |
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