DE19503375C2 - Ansteuerschaltung für zwei in Serie geschaltete Transistoren - Google Patents
Ansteuerschaltung für zwei in Serie geschaltete TransistorenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Ansteuerschaltung für zwei in Serie geschaltete, gesteuerte
Schalter eines getakteten Umrichters mit einer Anschlußspannung, die höher als die zulässige
Betriebsspannung eines Einzelschalters ist
gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 (JP 61-262 077 (A)).
Obwohl die zulässigen Betriebsspannungen moderner Halbleiterschalter bereits sehr hoch sind,
gibt es immer wieder Anwendungsfälle, wie z. B. Umrichter in Nahverkehrsnetzen, bei welchen
man an oder über die zulässigen Spannungsgrenzen stößt. Insbesondere kann in dem
angesprochenen Fall die Nennspannung von z. B. 750 V auch Schwankungen nach oben
unterliegen, was bei der Dimensionierung eines getakteten Umrichters gleichfalls berücksichtigt
werden muß.
Aus Kosten- und Sicherheitsgründen schaltet man daher zwei Transistoren in Serie und sorgt
durch Maßnahmen, die zum Teil dem Stand der Technik angehören, für eine Aufteilung der
Betriebsspannung auf beide Transistoren, wodurch an jedem Transistor nur die halbe
Betriebsspannung liegt. Trotz solcher Maßnahmen ist es erforderlich, die beiden Transistoren
so auszuwählen, daß sie weitgehend gleiche statische, vor allem aber dynamische Parameter
aufweisen, da anderenfalls in gewissen Betriebssituationen einer der Transistoren
spannungsmäßig überlastet wird und der Durchbruch an diesem Transistor auch zur
Zerstörung des zweiten Transistors führt.
Bei Nahverkehrsfahrzeugen, z. B. U-Bahn, führt dies zu Betriebsstörungen und es liegt auf der
Hand, daß ein derartiger Fehler erhebliche Folgekosten nach sich zieht.
Bei der aus der JP 61-262 077 (A), Patent Abstract of Japan
bekannten Schaltung sollen zwei in
Serie geschaltete GTO-Transistoren vor Überspannung dadurch geschützt werden, daß beide
Thyristoren gezündet werden, wobei davon ausgegangen wird, daß der nun entstehende
Kurzschluß von einem vorgeschalteten Schutzelement abgeschaltet wird, bevor ein Transistor
zerstört wird. Auf IGBT-Transistoren läßt sich diese Lösung nicht anwenden, da die sehr
schnellen IGBT-Transistoren zerstört wären, bevor ein übliches Schutzelement anspricht.
Aus der DE 26 37 868 B1 geht eine Schutzschaltung für mehrere, in Serie geschaltete
Thyristoren hervor, die verhindern soll, daß ein Thyristor während seiner Schonzeit mit einer
positiven Spannung beansprucht wird, was zu einer Zerstörung des Thyristors führen wurde.
Im Gegensatz zu einem Transistor bzw. IGBT-Transistor, der zu jedem Zeitpunkt durch ein
Steuersignal ausgeschaltet werden kann, sperrt ein Thyristor nur dann, wenn sein Laststrom
von selbst Null wird. Um nach diesem "Verlöschen" Spannung in positiver Richtung aufbauen
zu können, muß noch zusätzlich eine isolierende Sperrschicht aufgebaut werden, wozu
Elektronen über einen gewissen Zeitraum die Schonzeit, aus den inneren Schichten des
Thyristors abgeführt werden müssen. In der bekannten Schutzschaltung werden die Signale
aller in Serie geschalteter Thyristoren auf Erdpotential gebracht, dort miteinander verknüpft
und das Ergebnis wird wieder auf Thyristorpotential gebracht. Eine vergleichbare Problematik
und Lösung ist in der EP 0 458 511 A2 beschrieben.
Die EP 0 141 624 A1 beschreibt eine Ansteuerschaltung für eine größere Anzahl von in Serie
geschalteten Halbleiterschaltern. Dabei wird zumindest ein Schalter mehr als erforderlich
verwendet, so daß auch bei Kurzschluß einer (oder mehrerer) Schalter die übrigen Schalter die
Gesamtspannung ohne Durchbruch aufnehmen können. Um die Ansteuerschaltung nicht auf
Kurzschluß eines defekten Schalters dimensionieren zu müssen, stellt die Schaltung fest, ob ein
Schalter defekt ist und versorgt dann diesen defekten Schalter nicht mehr mit Steuerstrom.
Die Dokumente DE-Z Elektronik, 10./12. Mai 1989, Seiten 55 bis 63, DE 40 32 014 A1 und
WO 93/03537 betreffen den Fall mehrerer in Brückenschaltungen eingesetzter
Halbleiterschalter, bei welchen Überwachungs- und Steuerschaltungen vorgesehen sind, um
sicherzustellen, daß die Schaltelemente immer im Gegentakt arbeiten.
Beim Anmeldungsgegenstand geht es jedoch um zwei in Serie geschaltete und
natürlich in Gleichtakt arbeitende Halbleiterschalter.
In Zusammenhang mit der Ansteuerung der Phasen eines aus einer positiven und einer
negativen Gleichspannungsquelle gespeisten Wechselrichters ist es aus der DE 42 11 270 C2
bekannt, bei beispielsweise zu niedriger Leistungsversorgung der Ansteuerschaltung,
insbesonders bei Ein- oder Abschalten derselben, zu verhindern, daß zwei Schalter gleichzeitig
in den Durchlaßzustand versetzt werden. Im Gegensatz zu der hier betrachteten Art von
Ansteuerschaltungen soll somit immer ein Gegentaktzustand gewährleistet sein.
In JP 62-92 766 (A), Patents Abstract of Japan ist eine Schaltung zur Zündung eines
Thyristors bei Überspannung beschrieben, wobei der entstehende Kurzschluß durch ein
externes Schutzelement begrenzt wird, da der Thyristor den entstehenden Strom nicht mehr
selbst löschen kann.
Aus der JP 60-46764 (A), Patent Abstract of Japan geht die Verwendung einer sogenannten
Snubberdiode und eines Snubberkondensators bei einem GTO-Thyristor hervor, um die
Energie aus parasitären Induktivitäten zu vernichten. Eine vergleichbare Beschaltung von in
Serie geschalteten Thyristoren ist auch in SCR-Manual, 3. Aufl., 1964, Seiten 91 bis 93
gezeigt. Außerdem sind dort in bekannter Weise spannungsaufteilende Widerstände
vorgesehen, so daß sich ein dynamischer und statischer Spannungsausgleich in einem gewissen
Rahmen ergibt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ansteuerschaltung für zwei in Serie geschaltete
IGBT-Transistoren anzugeben, die dadurch ein aufwendiges Aussuchen paarweise gleicher
Transistoren vermeidet, daß unter allen ungünstigen Betriebszuständen eine Gefährdung eines -
und damit auch des anderen - Transistors verhindert wird.
Diese Aufgabe wird mit den Maßnahmen des Anspruchs 1 gelöst.
Die Schaltung nach der Erfindung eignet sich insbesondere für hohe zu schaltende Spannungen
und stellt auf einfache Weise ein vorübergehendes Stillegen des Umrichters sicher, ohne daß es
zur Zerstörung auch nur eines der beiden Schalttransistoren kommt. Die Schaltung
berücksichtigt und überwacht Überströme ebenso wie Überspannungen.
Da auch ein Absinken der Betriebsspannung der Ansteuerschaltung zu kritischen Situationen
führen kann, insbesondere wenn sich hierbei bezüglich beider Kanäle eine Unsymmetrie ergibt,
ist es nach einem weiteren Anspruch
zweckmäßig, wenn eine Überwachungsschaltung für die Betriebsspannung jedes
Ansteuerkanals vorgesehen ist, welche bei Unterschreiten eines vorgegebenen Minimalwertes
der Betriebsspannung über die Speicherschaltungen
ein Sperrsignal an die Torschaltung abgibt.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß in Serie zur
Zenerdiode eine Diode liegt, die einen Stromfluß vom Gate zum Kollektor des IGBT-
Transistors in dessen eingeschaltetem Zustand verhindert.
Die Erfindung samt weiterer Vorteile ist im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert,
die ein Prinzipschaltbild der erfindungsgemäßen Ansteuerschaltung zeigt.
Die Zeichnung zeigt zwei IGBT-Transistoren T1 und T2, welche die elektronischen Schalter
eines nicht gezeigten Umrichters darstellen. Ein solcher Umrichter ist beispielsweise
Gegenstand der AT-402 458 B der Anmelderin und er kann zur Umrichtung
der Fahrspannung eines Nahverkehrstriebfahrzeuges dienen. Diese Fahrspannung beträgt je
nach System üblicherweise 600 oder 750 V Gleichspannung mit betriebsbedingten
Schwankungen von +/-30%.
Parallel zur Kollektor-Emitter-Strecke jedes IGBT-Transistors T1 bzw. T2 sind je ein
Widerstand R3 bzw. R4 zur statischen Spannungsaufteilung, sowie je die Serienschaltung eines
Kondensators C1 bzw. C2 mit der Parallelschaltung einer in Durchlaßrichtung liegenden Diode
D1 bzw. D2 und eines Widerstandes R1 bzw. R2 geschaltet. Weiters sind Schutzdioden D3
bzw. D4 vorhanden, die antiparallel zur Kollektor-Emitter-Strecke der Transistoren T1 bzw.
T2 liegen und mit diesen in deren Gehäuse üblicherweise integriert sind.
Zur Ansteuerung der beiden IGBT-Transistoren T1, T2 ist eine zweikanalig aufgebaute
Ansteuerschaltung vorgesehen, deren Eingänge an einem gemeinsamen, hier nur angedeuteten
Impulsgenerator G gelegt sind, welcher einen Rechteckpuls abgibt.
Bei der nachstehenden Beschreibung der beiden Ansteuerkanäle werden - da die beiden Kanäle
identisch aufgebaut sind - die entsprechenden Bezugszeichen von Schaltelementen des zweiten
Kanals je nach einem Strichpunkt angeführt.
Das Ausgangssignal des Impulsgenerators G gelangt über eine erste Verstärkerstufe IC1; IC2 an die
Primärwicklung eines spannungsfesten Impulsübertragers Ü1; Ü2. Die Sekundärwicklung
dieses Übertragers Ü1; Ü2 führt zu dem Eingang einer zweiten Verstärkerstufe IC3;
IC4, von deren Ausgang das Signal zu einer Torschaltung, hier einem NAND-Gatter IC9; IC10 führt, an welchem es
mit später noch zu erläuternden Fehlermeldungen verknüpft wird. Das Ansteuersignal gelangt
dann über eine weitere Verstärkerstufe IC11; IC12 zu einer aus zwei Transistoren T3, T5; T4,
T6 bestehenden Gegentaktendstufe und von deren Ausgang über einen Gatewiderstand R5, R6
an den IGBT-Transistor T1; T2.
Die bereits eingangs beschriebene Beschaltung der Kollektor-Emitter-Strecke der IGBT-
Transistoren T1; T2 mit einem RCD-Netzwerk D1/R1/C1; D2/R2/C2 soll durch eine
Verringerung der Spannungsanstiegsgeschwindigkeit eine gleichmäßige Spannungsaufteilung
auf die beiden Transistoren trotz Streuungen der Schaltzeiten der Ansteuerkanäle einerseits
und der IGBT-Transistoren andererseits sicherstellen. Sollte beispielsweise der IGBT-
Transistor T1 vor dem IGBT-Transistor T2 ausschalten, so beginnt die Spannung über dem
Transistor T1 mit einer Anstiegsgeschwindigkeit zu steigen, die durch den Quotienten aus dem
Laststrom, der, durch die Induktivität der zu schaltenden Last eingeprägt, über die Diode D1;
D2 und den Kondensator C1; C2 weiterfließt und der Kapazität des Kondensators C1; C2
bestimmt wird. Diese Kapazität bestimmt, welche Differenz der Schaltzeiten für eine bestimmte
Unsymmetrie der Spannungsaufteilung zwischen den beiden in Serie geschalteten IGBT-
Transistoren T1; T2 gerade noch zulässig ist. Der Widerstand R1; R2 dient dazu, den
Kondensator C1; C2 nach dem Einschalten des IGBT-Transistors zu entladen, wogegen die
Widerstände R3; R4 unterschiedliche Sperrströme der IGBT-Transistoren T1; T2 im
ausgeschalteten Zustand ausgleichen sollen.
Um beim Ausschalten der IGBT-Transistoren T1; T2 ein Überschreiten der zulässigen
Sperrspannung zu verhindern, ist parallel zur Kollektor-Gate-Strecke jedes Transistors T1, T2
eine hochsperrende Zenerdiode D5; D6 - in Serie mit einer Diode D7; D8 - geschaltet. Bei
Überschreiten der Zenerspannung der Diode D5; D6 schaltet die durch den Durchbruchstrom
aufgebaute Spannung über R5; R6 und T5; T6 den über die Ansteuerschaltung bereits
abgeschalteten IGBT-Transistor T1, T2 erneut ein. Dadurch wird die Spannung über dem
IGBT-Transistor verringert, der durch Versiegen des Durchbruchstromes der Zenerdiode D5;
D6 über den Transistor T5; T6 wieder ausschaltet. Dieser Vorgang kann sich solange
wiederholen, bis die Differenz der in den parasitären Induktivitäten des Kommutierungskreises
gespeicherten Energie und der von dem Kondensator C1; C2 aufgenommenen Energie über
den wiedereingeschalteten IGBT-Transistor T1; T2 an die Last abgeführt ist. Hierdurch ergibt
sich eine wirkungsvolle Überwachung der Kollektor-Emitter-Spannung der beiden IGBT-
Transistoren in deren ausgeschaltetem Zustand.
Die in der Serie mit der Zenerdiode D5; D6 liegende Diode D7; D8 verhindert, daß die
Zenerdiode D5; D6 im eingeschalteten Zustand des IGBT-Transistors in Durchlaßrichtung
belastet wird.
Um zu verhindern, daß ein Fehler auftritt, bei dem nur ein IGBT-Transistor geschaltet wird,
was naturgemäß zu einer unzulässigen Spannungsbeanspruchung des jeweils anderen IGBT-
Transistors führen würde, sollte jeder Fehler, der in einem der beiden Ansteuerkanäle auftritt,
festgestellt werden und zu einem Abschalten beider IGBT-Transistoren T1; T2 führen. Zu
diesem Zweck sind die beiden Ansteuerkanäle K1; K2 in der nachstehend erläuterten Weise mit
Hilfe zweier Optokoppler IC13; IC14 gegenseitig verriegelt, wobei die Optokoppler für eine
galvanische Trennung jener Abschnitte der Ansteuerkanäle sorgen, die nach den
Impulsübertragern Ü1; Ü2 liegen und daher (unterschiedliches) Hochspannungspotential
aufweisen.
Als wesentliche Fehler werden angesehen und daher überwacht:
- a) Zu hoher Strom über den IGBT-Transistor T1; T2, was durch Überwachung der Kollektor- Emitter-Spannung im eingeschalteten Zustand des IGBT-Transistors erfolgen kann.
- b) Absinken der in der Schaltung mit P 15.1, N5.1; P 15.2, N 5.1 bezeichneten Versorgungsspannungen der beiden Kanäle - im Ausführungsbeispiel +15 V/-5 V - unter einen bestimmten Wert.
Wie bereits erwähnt, wird der Strom durch den IGBT-Transistor T1; T2 mittelbar über die
Spannung UCE des jeweiligen Transistors erfaßt.
Der Ausgang eines Komparators (Operationsverstärkers) IC15; IC16 liegt über einen
Widerstand R17; R18 und die IR-Diode eines Optokopplers IC13; IC14 an positiver
Versorgungsspannung. Im Rückkopplungszweig des Komparators IC15; IC16 liegt ein
Widerstand R15; R16. Der nicht invertierende Eingang des Komparators IC15; IC16 liegt über
einen Kondensator C5; C6 an Masse und über einen Widerstand R11; R12 an einer Zenerdiode
D13; D14 mit zugehörigem Vorwiderstand R13; R14. Der invertierende Eingang des
Komparators IC15; IC16 liegt über die Serienschaltung eines Widerstandes R9; R10 und einer
Diode D11; D12 am Kollektor des IGBT-Transistors T1; T2.
Vom Verbindungspunkt des Widerstandes R9; R10 mit der Diode D11; D12 führt einerseits
ein Kondensator C3; C4 gegen Masse und andererseits ein Widerstand R7; R8, dem eine Diode
D9; D10 parallel geschaltet ist, zu dem Ausgang der zweiten Verstärkerstufe IC3; IC4.
Der Kollektor des über einen Widerstand R21; R22 an positiver Versorgungsspannung
liegenden Fototransistors des Optokopplers IC13; IC14 führt über eine Diode D18; D17 zu
dem Ausgang des Komparators IC16; IC15.
Im eingeschalteten Zustand des IGBT-Transistors T1; T2 wird an den Widerstand R7; R8 die
positive Betriebsspannung (+15 V) gelegt, wodurch sich an der Anode der Diode D11; D12
eine um die Diodenschwelle höhere Spannung als am Kollektor des IGBT-Transistors T1; T2
einstellt. Bei ausgeschaltetem IGBT-Transistor T1; T2 trennt die Diode D11; D12 die
Hochspannung von der UCE-Überwachungsschaltung. Das asymmetrische RCD-Glied R7, C3,
D9; R8, C4, D10 verzögert die Stromüberwachung (UCE-Überwachung) solange, bis
dynamische Überhöhungen der Kollektor-Emitter-Spannung während des Einschaltens
abgeklungen sind.
Am Komparator IC15; IC16 wird die UCE-Spannung des IGBT-Transistors T1; T2 mit der
durch die Zenerdiode D13; D14 gebildeten Spannung verglichen. Bei Überschreiten dieser
Ansprechspannung wird über ein Siebglied R19, C7; R20, C8, welches zwischen der Anode
der Diode D17; D18 und Masse liegt, einerseits ein Speicher IC5, IC7; IC6, IC8 gesetzt und
andererseits über den Optokoppler IC13, IC14 das Fehlersignal an den anderen Ansteuerkanal
übertragen, wo gleichfalls der Fehlerspeicher IC6, IC8; IC5, IC7 gesetzt wird. Die
angesprochenen Fehlerspeicher bestehen im vorliegenden Fall je aus zwei gekoppelten NAND-
Gliedern IC5, IC7; IC6, IC8, wobei ein Eingang des ersten NAND-Gliedes IC5; IC6 über
einen Widerstand R23; R24 an positiver Betriebsspannung und über einen Kondensator C9;
C10 an Masse liegt.
Zur Überwachung der Versorgungsspannungen der beiden auf Hochspannungspotential
liegenden Ansteuerungskanäle ist ein Transistor T7, T8 vorgesehen. Der Transistor T7, T8
weist einen Kollektorwiderstand R25; R26 auf, wobei der Kollektor einerseits über eine Diode
D19, D20 mit einem Eingang des Speichers IC5, IC7; IC6, IC8 und andererseits mit dem
Verbindungspunkt des Widerstandes R19; R20 mit dem Kondensator C7; C8 verbunden ist.
Die Basis des Transistors T7; T8 liegt über eine Zenerdiode D21; D22 an der negativen
Versorgungsspannung (-5 V) und über einen Widerstand R29; R30 an der positiven
Versorgungsspannung (+15 V), an welcher auch der Emitter über einen Widerstand R27, R28
liegt.
Somit wird die Versorgungsspannung mit Hilfe der eben beschriebenen
Überwachungsspannung kontrolliert, da eine zu niedrige Versorgungsspannung eine zu geringe
Spannung am Gate des IGBT-Transistors T1; T2 bedeutet, was zu einer Steigerung der
Schaltverluste und somit zu einer unzulässigen Temperaturüberhöhung der IGBT-Transistoren
führen kann.
Mit Hilfe der Zenerdiode D21; D22 wird die benötigte Referenzspannung gebildet und über die
Diode D19; D20 wird der Speicher IC5, IC7; IC6, IC8 gesetzt. Eine vom Ausgang des
Speichers IC5, IC7; IC6, IC8 zum nicht invertierenden Eingang des Komparators IC15; IC16
führende Diode D15; D16 bringt diesen Komparator zum Ansprechen, wodurch über dessen
Ausgang die Übertragung des Fehlersignals zum anderen Ansteuerkanal analog zur
Stromüberwachung der IGBT-Transistoren abläuft.
Die genannten Maßnahmen gewährleisten, daß auch im Fehlerfall die Zeitunterschiede beim
Ausschaltvorgang minimiert werden, wodurch sich die geforderte symmetrische
Spannungsaufteilung auf die beiden in Serie geschalteten IGBT-Transistoren ergibt und ein
Schaltvorgang nur eines der beiden Transistoren verhindert wird.
Claims (3)
1. Ansteuerschaltung für zwei in Serie geschaltete,
gesteuerte Schalter (T1, T2) eines getakteten Umrichters mit
einer Anschlußspannung, die höher als die zulässige
Betriebsspannung eines Einzelschalters ist, wobei die beiden
Schalter (T1, T2) über zwei getrennte Ansteuerkanäle (K1, K2)
von einem gemeinsamen Impulsgenerator (G) zur Erzeugung eines
Rechteckimpulses im Gleichtakt getaktet sind und jeder
Ansteuerkanal (K1; K2) eine Überwachungsschaltung (D13, IC15; D14,
IC16) für die am Schalter (T1; T2) des entsprechenden
Ansteuerkanals (K1; K2) liegende Spannung besitzt und die
Überwachungsschaltung (D13, IC15; D14, IC16) bei
Überschreiten eines vorgegebenen Naximalwertes der Spannung
ein Sperrsignal an einer Speicherschaltung (IC5, IC7; IC6,
IC8) auslöst, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalter (T1,
T2) IGBT-Transistoren sind,
daß parallel zu der Kollektor- Gate-Strecke jedes IGBT-Transistors (T1; T2) eine Zener-Diode (D5; D6) in Reihe mit einer Diode (D7; D8) vorgesehen ist,
daß parallel zur Kollektor-Emitter-Strecke jedes IGBT- Transistors ein Widerstand (R3; R4) zur statischen Spannungsaufteilung sowie eine RCD-Schaltung (R1, C1, D1; R2, C2, D2) geschaltet sind,
daß jeder Ansteuerkanal (K1; K2) eine Torschaltung (IC9; IC10) aufweist, die einerseits in Steuerabhängigkeit vom gemeinsamen Impulsgenerator (G) und andererseits von der Speicherschaltung (IC5, IC7; IC6, IC8) steht, die ihrerseits in Steuerabhängigkeit einerseits von der Überwachungsschaltung (D13, IC15; D14, IC16) desselben Ansteuerkanals (K1, K2) und andererseits der Überwachungsschaltung des anderen Ansteuerkanals steht, derart, daß bei Überschreiten des Maximalwerte der Spannung über einem Schalter die Speicherschaltung (IC5, IC7; IC6, IC8) ein Sperrsignal an die Torschaltung (IC9, IC10) abgibt.
daß parallel zu der Kollektor- Gate-Strecke jedes IGBT-Transistors (T1; T2) eine Zener-Diode (D5; D6) in Reihe mit einer Diode (D7; D8) vorgesehen ist,
daß parallel zur Kollektor-Emitter-Strecke jedes IGBT- Transistors ein Widerstand (R3; R4) zur statischen Spannungsaufteilung sowie eine RCD-Schaltung (R1, C1, D1; R2, C2, D2) geschaltet sind,
daß jeder Ansteuerkanal (K1; K2) eine Torschaltung (IC9; IC10) aufweist, die einerseits in Steuerabhängigkeit vom gemeinsamen Impulsgenerator (G) und andererseits von der Speicherschaltung (IC5, IC7; IC6, IC8) steht, die ihrerseits in Steuerabhängigkeit einerseits von der Überwachungsschaltung (D13, IC15; D14, IC16) desselben Ansteuerkanals (K1, K2) und andererseits der Überwachungsschaltung des anderen Ansteuerkanals steht, derart, daß bei Überschreiten des Maximalwerte der Spannung über einem Schalter die Speicherschaltung (IC5, IC7; IC6, IC8) ein Sperrsignal an die Torschaltung (IC9, IC10) abgibt.
2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Steuerverbindung zwischen der Speicherschaltung (IC5, IC7;
IC6, IC8) des einen Ansteuerkanals (K1, K2) und der
Überwachungsschaltung (D13, IC15; D14, IC16) des jeweils
anderen Ansteuerkanals mittels Optokoppler realisiert ist.
3. Schaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Überwachungsschaltung für die Betriebsspannung (D21,
T7; D22, T8) jedes Ansteuerkanals (K1, K2) vorgesehen ist,
welche bei Unterschreiten eines vorgegebenen Minimalwertes
der Betriebsspannung über die Speicherschaltungen (IC5, IC7;
IC6, IC8) ein Sperrsignal an die Torschaltungen (IC9, IC10)
abgeben.
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Also Published As
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|---|---|
| AT402245B (de) | 1997-03-25 |
| FI950938A0 (fi) | 1995-03-01 |
| FI950938A7 (fi) | 1995-09-03 |
| DE19503375A1 (de) | 1995-09-14 |
| ATA44794A (de) | 1996-07-15 |
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