DE19506471A1 - Verfahren und Vorrichtung zur elektronischen Bestimmung und Kontrolle der Güte der Ausrichtung aneinandergekuppelter Wellen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur elektronischen Bestimmung und Kontrolle der Güte der Ausrichtung aneinandergekuppelter WellenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 und eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 11.
Bei Maschinen und Antriebssystemen werden Teilsysteme zur
Kraftübertragung durch Wellen miteinander verbunden. Oftmals
handelt es sich bei den Verbindungen um aneinandergekuppelte
Wellenteile. Das Betriebsverhalten und die Sicherheit von
Maschinen und Anlagen wird bis zu 80% von der Güte der
Ausrichtung der aneinandergekuppelten Wellen unter
Betriebsbedingungen bestimmt. Das Erreichen von idealen
Ausrichtzuständen unter Nennbedingungen gehört zum
wesentlichen Aspekt sowohl bei der Maschinenaufstellung und
Inbetriebnahme als auch bei der zustandsbezogenen
Instandhaltung und beim gezielten Serviceeinsatz.
Bislang wird versucht, den idealen Ausrichtzustand zu
erreichen, indem bei stillstehender Anlage eine statische
Vorausrichtung durchgeführt wird und gegebenenfalls
Vorgabewerte über Wellenverlagerungen bei Betriebsbedingungen
berücksichtigt werden. In der Literaturstelle
(Antriebstechnik 33 (1994) Nr. 9, Seite 44-47) wird ein
Ausrichtsystem und Verfahren zur quasistatischen
Vorausrichtung vorgestellt. Quasistatisch bedeutet, daß die
Ausrichtung der Wellen nicht bei Nenndrehzahl, sondern bei
äußerst kleinen Umdrehungszahlen, die wesentlich kleiner als
die Nenndrehzahl sind, durchgeführt wird. Eine Veränderung
der Wellenlage im Betriebsfall aufgrund von Erwärmung oder
anderen betriebsbedingten Positionsveränderungen lassen sich
mit diesem Ausrichtsystem und Verfahren nicht feststellen,
sondern müssen vorausberechnet werden. Bei anderen bekannten
Verfahren und Vorrichtungen werden zur Bestimmung der
Ausrichtung Meßuhren mit aufwendigen Meßgestängen eingesetzt.
Das setzt allerdings voraus, daß eine stabile Befestigung der
Meßuhren bzw. der Halterungen an den Kupplungsflanschen
durchgeführt werden kann und daß das Durchhängen der
Halterung berücksichtigt wird. Mit diesen bekannten Verfahren
und Vorrichtungen ist es somit nicht möglich, bei laufender
Maschine im rauhen Industrieeinsatz direkt den aktuellen
Ausrichtzustand zu messen.
Um auch eine Aussage über die Ausrichtgüte der Wellen im
Betriebszustand treffen zu können, werden die bei laufender
Maschine sich einstellenden Schwingungsniveaus von
entsprechendem Fachpersonal eingeschätzt und/oder mit
Körperschallmeßtechnik gemessen.
Der Nachteil dieser Methoden besteht darin, daß keine
eindeutigen und objektiven Rückschlüsse auf den erreichten
Ausrichtzustand möglich sind und insbesondere bei langsam
laufenden Wellen und evtl. überlagerten Schwingungseinflüssen
die Methode der Körperschallmessung versagt.
Für den Betreiber laufender Antriebssysteme ergibt sich der
weitere Nachteil, daß Ausrichtkontrollen zeitaufwendig und
kostenintensiv sind und nur von Spezialpersonal mit
geeigneter Meßtechnik durchgeführt werden sollten. Oftmals
wird auf derartige Kontrollen verzichtet, wodurch wesentliche
diagnostische Informationen über den Anlagenzustand
verlorengehen. Die Folge sind Kupplungs- und Lagerverschleiß,
zusätzliche Belastungen und Folgeschäden an Getrieben und
Motoren und Arbeitsmaschinen bis hin zu Anlagenhavarie und
damit verbundenden Folgeschäden wie beispielsweise
Produktionsausfälle, Personenschäden oder dergleichen.
Nach (Dr. Feuchte in der Fachzeitschrift Chemie-Technik 9/94,
Seite 32-36) werden als Hauptursachen für das Anreißen von
Wellen statische Verspannungen in den Wellensträngen aufgrund
von Fehlausrichtungen angegeben. Ebenso wird in der
Publikation dargelegt, daß keine Prozeßgröße existiert, die
solche Störungen direkt beschreibt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile des
Standes der Technik zu vermeiden und insbesondere eine
quantifizierte Erfassung der Art und Größe des
Ausrichtfehlers bei Wellenanordnungen im Betriebsfall zu
ermöglichen.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 und
Anspruchs 11 vollständig gelöst.
In den Unteransprüchen sind vorteilhafte und zweckmäßige
Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens bzw. der
erfindungsgemäßen Vorrichtung angegeben.
Der Erfindung liegt der Kerngedanke zugrunde, daß zur
elektronischen Bestimmung und Kontrolle der Güte der
Ausrichtung aneinandergekuppelten Wellen von Maschinen und
Antriebssystemen in einer Ebene senkrecht zu den Wellenachsen
wenigstens zwei Sensoren zur Abstandsmessung im Bereich der
Oberfläche einer Welle im Winkel zueinander, radial
positioniert werden. Die von den Sensoren bei sich drehender
Welle aufgenommenen Signale werden mit einem Bandpaßfilter,
dessen Bandmittenfrequenz von der Drehzahl geführt ist,
gefiltert. Die auf diese Weise gefilterten Sensorsignale
beschreiben eine Wellenbahn aus deren Form und Lage der
dynamische Ausrichtzustand der aneinandergekuppelten Wellen
sich bestimmen läßt. Unter Wellenbahn wird die Hüllkurve der
radialen Wellenschwingungen der laufenden Welle verstanden.
Zur Berechnung des dynamischen Ausrichtzustandes, kann
vorteilhafterweise ein Signalprozessor eingesetzt werden.
Durch das Anpassen der Bandmittenfrequenz des Bandpaßfilters
an die Wellendrehzahl, dies kann durch externe Eingabe oder
durch eine kontinuierliche Aufnahme und Zuführung der
Wellendrehzahl erfolgen, werden Einflüsse auf die Wellenbahn
unterdrückt, die ansonsten eine lediglich unzureichende
Auswertung der Sensorsignale gestatten würden. Dazu zählen
beispielsweise bei gleitgelagerten Wellen
Schmierfilmschwingungen, die durch den Bandpaß ausgefiltert
werden. Die aus den gefilterten Sensorsignalen gewonnene
Wellenbahn hat bei idealer Ausrichtung einer Wellenanordnung
im allgemeinen die Form eines Kreises. Treten Ausrichtfehler
auf, nimmt die kreisformige Wellenbahn eine elliptische
Gestalt an. Die Lage der Hauptachse der elliptischen
Hüllkurve in einem Koordinatensystem beschreibt die Richtung
in welcher der Ausrichtfehler auftritt. Das Verhältnis von
Nebenachse zur Hauptachse der elliptischen Hüllkurve kann als
Maß für die Größe des Ausrichtfehlers verwendet werden. Durch
Bestimmen der Wellenbahn aus den gefilterten Sensorsignalen
wurde somit eine "Prozeßgröße" gefunden, mit der der
dynamische Ausrichtzustand der aneinandergekuppelten Wellen
eindeutig angegeben werden kann.
Besonders vorteilhaft ist es, daß bei einem Offsetabgleich
die Sensorsignale von ihrem Gleichanteil befreit werden. Der
Gleichanteil der Sensorsignale kann mit einem Integrator
bestimmt werden und wird anschließend vom zugehörigen
Sensorsignal subtrahiert. Mit diesem Offset- oder
Nullpunktabgleich kann sichergestellt werden, daß der
Schwerpunkt der ermittelten Hüllkurven für die Darstellung in
einem Koordinatensystem im Nullpunkt zu liegen kommt.
Darüber hinaus kann abhängig vom Vorzeichen der eliminierten
Gleichanteile der jeweiligen Sensorsignale eine Aussage
darüber gemacht werden, in welchen Quadranten des
Koordinatensystems, bei feststehender Richtung des
Ausrichtfehlers aufgrund der Neigung der Hauptachse der
elliptischen Hüllkurve, die Welle verschoben ist.
Besonders günstig ist es, daß die Sensoren zur
Abstandsmessung im Bereich der Oberfläche einer Welle in
einer Ebene senkrecht zu den Wellenachsen um jeweils 90°
versetzt zueinander, positioniert werden. Damit kann bei zwei
Sensoren, die um 90° versetzt sind, zur Darstellung der
Hüllkurve der sich drehenden Welle in einem kartesischen
Koordinatensystem in einfacher Weise ein Sensor der X-Achse
und der andere Sensor der Y-Achse zugeordnet werden.
Besonders vorteilhaft ist bei der Berechnung der Wellenbahn
die Umwandlung von zeitlich abhängig aufgenommenen und
gefilterten Sensorsignalen in Polarkoordinaten. Dabei ist es
für einen gleichmäßigen Verlauf der Wellenbahn günstig, bei
einer Vielzahl von aufgenommenen Werten über mehrere
Wellenumläufe, Betragsmittelwerte gleicher Phase zu
bestimmen. Damit kann beispielsweise in einem kartesischen
Koordinatensystem die Hüllkurve der laufenden Welle sehr
einfach mit Betrag und Phase dargestellt werden.
Vorteilhaft ist es, wenn die Mittelwertbildung anhand eines
Klassierverfahrens entsprechend einer 360°-Teilung mit 360
Klassen durchgeführt wird. Dabei wird bei einem Phasenraster
von einem Grad über Beträge gleicher Phase der in
Polarkoordinaten vorliegenden Punkte der Hüllkurve aus
mehreren Wellenumläufen (beispielsweise 50) gemittelt.
Dadurch erhält man bei guter Auflösung durch die 360°-
Einteilung eine rauscharme Wellenbahn.
Zur Bestimmung der Lage der Wellenbahn in einem
Koordinatensystem ist es besonders einfach, den Phasenwinkel
der Polarkoordinate mit maximalem Betrag herauszugreifen.
Durch den Phasenwinkel kann die Richtung, in welcher der
Ausrichtfehler auftritt bestimmt werden. Ob der Fehler in
positiver oder negativer Richtung vom Ursprung des
Koordinatensystems auftritt, kann, wie oben beschrieben, aus
den Vorzeichen der Gleichanteile der jeweiligen Sensorsignale
bestimmt werden.
Besonders günstig ist es, wenn die aus den Sensorsignalen
sich ergebende Wellenbahn zur optischen Auswertung auf ein
Anzeigemittel ausgegeben wird. Durch die visuelle Darstellung
der Wellenbahn, beispielsweise in einem kartesischen
Koordinatensystem, läßt sich sehr schnell die Größe des
Ausrichtfehlers und auch seine Richtung feststellen.
In einer einfachen Ausführung kann es ebenfalls günstig sein,
wenn aus den gefilterten Sensorsignalen der Ausrichtzustand
der Wellen in Form von Beträgen, Winkeln oder Korrekturdaten
direkt auf ein Anzeigemittel ausgegeben wird.
Besonders bevorzugt ist ein Bandpaßfilter, der als digitales
Filter realisiert ist. Damit lassen sich sehr schnell und in
einfacher Weise die Filterparameter wie Bandbreite,
Bandmittenfrequenz, Flankensteilheit und dergleichen durch
Umprogrammieren beispielsweise eines Signalprozessors
einstellen.
Desweiteren bringt es Vorteile, wenn als Sensoren zur
Abstandsmessung im Bereich der Oberfläche einer Welle robuste
Wirbelstromsensoren eingesetzt werden. Diese Sensoren
funktionieren auch bei rauhen Betriebsbedingungen sehr
zuverlässig.
Schließlich ist es für einen universellen Einsatz und eine
kostengünstige Herstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
überaus vorteilhaft, wenn alle zum Aufbau der Vorrichtung
notwendigen Komponenten, wie z. B. Sensoren, Integrator,
Bandpaßfilter, Eingabemittel und Anzeigemittel in einem
mobilen Handmeßgerät untergebracht werden.
Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens und
der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist in den Zeichnungen
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung unter
Angabe weiterer Vorteile und Einzelheiten näher erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 ein Antriebssystem mit erfindungsgemäßer
Meßvorrichtung,
Fig. 2 ein Flußdiagramm des erfindungsgemäßen
Verfahrens,
Fig. 3 das zeitliche Sensorsignal eines Sensors vor
und nach der Filterung,
Fig. 4 die Hüllkurve einer sich drehenden Welle mit
guter Ausrichtung und
Fig. 5 die Hüllkurve einer sich drehenden Welle bei
schlechter Ausrichtung.
In Fig. 1 ist ein Antriebssystem, bei dem sehr hohe
Ausrichtgüten erforderlich sind, wie beispielsweise ein
Verdichtersystem zur Chlorgasherstellung und eine daran
angebrachte erfindungsgemäße Meßvorrichtung zur
elektronischen Bestimmung und Kontrolle der Güte der
Ausrichtung der aneinandergekuppelten Wellen dargestellt. Das
Verdichtersystem besteht aus einem Asynchronmotor 1, der mit
einer Nenndrehzahl von 1485 UPM über eine Bogenzahnkupplung 2
und die Wellen 3, 4 ein Zahnradgetriebe 5 antreibt. Das
Zahnradgetriebe 5 treibt über eine Zahnkupplung 6 und die
Wellen 7, 8 den für die Chlorgasherstellung benötigten
mehrstufigen Radialverdichter 9. Die Meßvorrichtung besteht
aus zwei in einer Ebene senkrecht zu den Wellen um 90°
versetzt angeordneten Wirbelstromsensoren 10, 11. Die von den
Wirbelstromsensoren erfaßten Sensorsignale entsprechend der
Abstände zur Oberfläche der Welle, werden über die Leitungen
12, 13 einem Handmeßgerät 14 zugeführt. Das Handmeßgerät 14
umfaßt im wesentlichen die oben angeführten Komponenten
Integrator, Bandpaßfilter, Eingabemittel (z. B. Tastatur) und
Anzeigemittel (z. B. LCD-Bildschirm).
Das zur Auswertung der Sensorsignale verwendete
erfindungsgemäße Verfahren ist als Flußdiagramm in Bild 2
schematisch dargestellt. Das Verfahren beginnt mit der
gleichzeitigen Erfassung und Speicherung 15, 16 der
Sensorsignale in horizontaler X- und vertikaler Y-Richtung.
Anschließend erfolgt ein automatischer Nullpunktabgleich 17,
18, bei dem der zeitliche Mittelwert (Gleichanteil) der
jeweiligen Sensorsignale vom Gesamtsignal subtrahiert wird.
In einem nächsten Schritt werden die nullpunktkorrigierten
Sensorsignale jeder Richtung mit einem digitalen
Bandpaßfilter gefiltert 19, 20.
Der zeitliche Verlauf des Sensorsignals einer Richtung,
beispielsweise der X-Richtung, ist in Fig. 3 vor der
Filterung und mit durchgeführtem Nullpunktabgleich 21 und
nach der Filterung 22 dargestellt. Dabei ist in vertikaler
Richtung die Amplitude "a" und in horizontaler Richtung der
zeitliche Verlauf "t" aufgetragen.
Nach der Filterung werden als Folge schritt für jedes
Wertepaar X, Y der gefilterten Sensorsignale die
Polarkoordinaten mit dem Betrag Z und dem Winkel Phi
ermittelt 23. Der Betrag Z ergibt sich aus der Wurzel der
Summe der Quadrate der Sensorsignale X, Y. Der Winkel Phi
ergibt sich aus dem Arkustangens des Verhältnisses der
Sensorsignale X zu Y, der mit dem Faktor 180°/(Kπ
multipliziert wird, um eine Graddarstellung zu erhalten.
Dabei werden bei einer Vielzahl von aufgenommen Werten (z. B.
15 000) über mehrere Wellenumläufe Betragsmittelwerte gleicher
Phase bestimmt 24. Die Mittelwertbildung erfolgt anhand eines
Klassierverfahrens entsprechend einer 360°-Teilung mit 360
Klassen. Dies ist im Verfahrensschritt 24 durch die Tabelle
angedeutet. Die Klassenrasterung beträgt somit ein Grad,
d. h. der Mittelwert der Beträge mit dem Phasenwinkel von
beispielsweise 10,5-11,4° steht dann in der Tabelle bei
11°. Mit den Werten der Tabelle läßt sich die Wellenbahn
darstellen, wobei sich üblicherweise bei gut ausgerichteten
Wellen eine kreisförmige Bahn ergibt und bei Wellen mit
Fehlausrichtung eine elliptische Bahn. Für die Lagebestimmung
der Ellipse wird der Phasenwinkel der Polarkoordinate mit
maximalem Betrag verwendet.
In Fig. 4 und 5 sind exemplarisch die Wellenbahnen für eine
gut ausgerichtete Welle 25 und eine schlecht ausgerichtete
Welle 26 aufgezeigt. Die Fehlausrichtung der Wellenbahn 26 in
Fig. 5 tritt dabei in vertikaler Richtung auf.
Bezugszeichenliste
1 Asynchronmotor
2 Bogenzahnkupplung
3 Welle
4 Welle
5 Zahnradgetriebe
6 Zahnkupplung
7 Welle
8 Welle
9 Radialverdichter
10 Wirbelstromsensor
11 Wirbelstromsensor
12 Leitung
13 Leitung
14 Handmeßgerät
15 Erfassung/Speicherung
16 Erfassung/Speicherung
17 Nullpunktabgleich
18 Nullpunktabgleich
19 digitale Bandpaßfilterung
20 digitale Bandpaßfilterung
21 Signal vor der Filterung
22 Signal nach der Filterung
23 Polarkoordinatenberechnung
24 Betragsmittelwertbildung
25 Wellenbahn
26 Wellenbahn
2 Bogenzahnkupplung
3 Welle
4 Welle
5 Zahnradgetriebe
6 Zahnkupplung
7 Welle
8 Welle
9 Radialverdichter
10 Wirbelstromsensor
11 Wirbelstromsensor
12 Leitung
13 Leitung
14 Handmeßgerät
15 Erfassung/Speicherung
16 Erfassung/Speicherung
17 Nullpunktabgleich
18 Nullpunktabgleich
19 digitale Bandpaßfilterung
20 digitale Bandpaßfilterung
21 Signal vor der Filterung
22 Signal nach der Filterung
23 Polarkoordinatenberechnung
24 Betragsmittelwertbildung
25 Wellenbahn
26 Wellenbahn
Claims (18)
1. Verfahren zur elektronischen Bestimmung und Kontrolle
der Güte der Ausrichtung aneinandergekuppelter Wellen
(3, 4, 7, 8) von Maschinen und Antriebssystem (1, 5, 9),
dadurch gekennzeichnet, daß in einer Ebene senkrecht zu den
Wellenachsen wenigstens zwei Sensoren (10, 11) zur
Abstandsmessung im Bereich der Oberfläche einer Welle (4) im
Winkel zueinander positioniert werden, wobei die von den
Sensoren (10, 11) bei sich drehender Welle (4) aufgenommene
Signale mit einem Bandpaßfilter gefiltert werden, dessen
Bandmittenfrequenz von der Wellendrehzahl geführt wird, und
wobei aus den gefilterten Sensorsignalen, die eine Wellenbahn
(25, 26) beschreiben der dynamische Ausrichtzustand der
aneinandergekuppelten Wellen (3, 4) aus Form und Lage der
Wellenbahn bestimmt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
bei einem Nullpunktabgleich (17, 18) die Sensorsignale von
ihrem Gleichanteil befreit werden.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Sensoren (10, 11) zur
Abstandsmessung im Bereich der Oberfläche einer Welle
(3, 4, 7, 8) in einer Ebene senkrecht zu den Wellenachsen um
jeweils 90° versetzt zueinander, positioniert werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Berechnung der Wellenbahn
(25, 26) zeitlich abhängig aufgenommene und gefilterte
Sensorsignale in Polarkoordinaten umgewandelt werden (23),
wobei bei einer Vielzahl von aufgenommenen Werten über
mehrere Wellenumläufe Betragsmittelwerte gleicher Phase
bestimmt werden (24).
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Mittelwertbildung anhand eines Klassierverfahrens
entsprechend einer 360°-Teilung mit 360 Klassen durchgeführt
wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Lagebestimmung der Wellenbahn (25,
26) der Phasenwinkel der Polarkoordinate mit maximalem
Betrag verwendet wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die aus den Sensorsignalen sich
ergebende Wellenbahn (25, 26) zur optischen Auswertung auf
ein Anzeigemittel ausgegeben wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß aus den Sensorsignalen der
Ausrichtzustand der Wellen (3, 4) in Form von Beträgen,
Winkeln, Korrekturfaktoren oder dergleichen direkt auf ein
Anzeigemittel ausgegeben wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß als Bandpaßfilter ein digitales
Filter eingesetzt wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß als Sensoren zur
Abstandsbestimmung Wirbelstromsensoren (10, 11) eingesetzt
werden.
11. Vorrichtung zur elektronischen Bestimmung und Kontrolle
der Güte der Ausrichtung aneinandergekuppelter Wellen
(3, 4, 7, 8) von Maschinen und Antriebssystemen (1, 5, 9),
dadurch gekennzeichnet, daß in einer Ebene senkrecht zu den
Wellenachsen (3, 4) wenigstens zwei Sensoren (10, 11) zur
Abstandsmessung im Bereich der Oberfläche einer Welle (4) im
Winkel zueinander positioniert sind, wobei zur Filterung der
von den Sensoren (10, 11) bei sich drehender Welle (4)
aufgenommenen Signale ein Bandpaßfilter vorhanden ist, dessen
Bandmittenfrequenz von der Wellendrehzahl geführt ist, und
wobei zur Bestimmung des dynamischen Ausrichtzustandes aus
den gefilterten Werten ein Signalprozessor vorgesehen ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß für einen Nullpunktabgleich zur Bestimmung des
Gleichanteils der Sensorsignale ein Integrator vorgesehen
ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Sensoren (10, 11) zur Abstandsmessung
im Bereich der Oberfläche einer Welle (4) in einer Ebene
senkrecht zu den Wellenachsen um jeweils 90° zueinander
versetzt, positioniert sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 11, 12 oder 13, dadurch
gekennzeichnet, daß zur optischen Auswertung der gefilterten
und umgerechneten Sensordaten ein Anzeigemittel vorgesehen
ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 11 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Darstellung der Parameter für den
Ausrichtzustand der Wellen ein Anzeigemittel vorhanden ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 11 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß der Bandpaßfilter zur Filterung der
Sensorsignale ein digitales Filter ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 11 bis 16, dadurch
gekennzeichnet, daß die Sensoren zur Abstandsmessung im
Bereich der Oberfläche der Wellen (4) Wirbelstromsensoren
(10, 11) sind.
18. Vorrichtung nach Anspruch 11 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß die wesentlichen Komponenten, wie
Sensoren, Integrator, Bandpaßfilter, Eingabemittel und
Anzeigemittel in einem mobilen Handmeßgerät untergebracht
sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995106471 DE19506471C2 (de) | 1995-02-24 | 1995-02-24 | Verfahren zur elektronischen Bestimmung und Kontrolle der Güte der Ausrichtung aneinandergekuppelter Wellen und Vorrichtung zu dessen Durchführung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995106471 DE19506471C2 (de) | 1995-02-24 | 1995-02-24 | Verfahren zur elektronischen Bestimmung und Kontrolle der Güte der Ausrichtung aneinandergekuppelter Wellen und Vorrichtung zu dessen Durchführung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19506471A1 true DE19506471A1 (de) | 1996-08-29 |
| DE19506471C2 DE19506471C2 (de) | 1999-10-21 |
Family
ID=7754939
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995106471 Expired - Fee Related DE19506471C2 (de) | 1995-02-24 | 1995-02-24 | Verfahren zur elektronischen Bestimmung und Kontrolle der Güte der Ausrichtung aneinandergekuppelter Wellen und Vorrichtung zu dessen Durchführung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19506471C2 (de) |
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