DE19506575C2 - Aufhängungsvorrichtung für ein Raupenfahrzeug - Google Patents
Aufhängungsvorrichtung für ein RaupenfahrzeugInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Aufhängungsvorrichtung für ein
Raupenfahrzeug gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Die japanische Gebrauchsmusteroffenlegungsschrift JP 3-129580
zeigt eine Aufhängungsvorrichtung für ein Raupenfahrzeug, um
dessen hintere Antriebsräder Raupenbänder herumgelegt sind.
Die bekannte Aufhängungsvorrichtung hat ein Paar von Schwingarmen,
die jeweils an ihrer Längsmitte um eine Schwingarmachse an einem
hinteren Teil des Fahrzeugkörpers schwenkbar angebracht sind. Ein
Laufrad mit einem Reifen und ein Antriebsrad mit einem Reifen sind
an jeweiligen vorderen und hinteren Endabschnitten der beiden
Schwingarme gelagert. Um die Laufräder und Antriebsräder jeder
Fahrzeugseite ist ein Raupenband herumgelegt. Vorderräder mit
Reifen sind an einem Vorderteil der Fahrzeugkörper drehbar
angebracht. Ein Raupenfahrzeug mit der bekannten Aufhängungsvor
richtung kann sowohl auf befestigten Straßen als auch im rauhen
Gelände fahren.
Aus der prioritätsälteren, jedoch nachveröffentlichten DE 44 10 052 A1
ist ein gattungsgemäßes Raupenfahrzeug bekannt, bei dem die
jeweiligen Abstände zwischen Schwingarmachse und Laufradachse bzw.
Antriebsradachse gleich groß sind.
Damit ein Fahrzeug mit vier Rädern, d. h. zwei Vorderrädern und
zwei Hinterrädern, mit hoher Geschwindigkeit stabil geradeaus
fahren kann, sollte der Abstand zwischen den Vorderrädern und
Hinterrädern bevorzugt so groß wie möglich sein. Diese Anforderung
trifft auch auf Raupenfahrzeuge vom oben beschriebenen Typ zu. An
Raupenfahrzeugen sollte der Abstand zwischen der Achse, um die die
Vorderräder drehbar sind, und der Schwingarmachse, um die die
Schwingarme schwenkbar sind, so groß wie möglich sein.
Raupenfahrzeuge sollten auch auf weichem Boden, wie etwa schlammi
gen oder verschneiten Straßen, gut manövrierfähig sein und eine
gute Vortriebskraft haben. Die Raupenbandabschnitte unter den
Laufrädern sollten auf dem weichen Boden fahren, und die Raupen
band-Abschnitte unter den Antriebsrädern sollten den weichen Boden
zugunsten höherer Vortriebskräfte verdichten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Aufhängungsvor
richtung für ein Raupenfahrzeug anzugeben, mit der das Raupenfahr
zeug mit hoher Geschwindigkeit stabil geradeaus fahren kann, und
mit der das Raupenfahrzeug auf weichem Boden eine hohe Vortriebs
kraft hat.
Diese Aufgabe wird durch eine Aufhängungsvorrichtung für ein
Raupenfahrzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Bevorzugt ist bei der erfindungsgemäßen Aufhängungsvorrichtung der
erste Abstand etwa doppelt so lang wie der zweite Abstand.
Bevorzugt ist bei der erfindungsgemäßen Aufhängungsvorrichtung die
Laufradachse an einem Vorderende des Schwingarms und die Antriebs
radachse mit Abstand von einem Hinterende des Schwingarms
angeordnet.
Das hintere Antriebsrad kann an jedem der Schwingarme in der Mitte
zwischen der Achse und dem Hinterende jedes der Schwingarm drehbar
gehaltert sein.
Weil der Abstand von der ersten Achse zu der zweiten Achse größer
ist als der Abstand von der ersten Achse zu der dritten Achse,
kann das Raupenfahrzeug mit hoher Geschwindigkeit außerordentlich
stabil geradeaus fahren.
Eine auf die erste Achse wirkende Last teilt sich in eine höhere
Lastkomponente, die auf die dritte Achse, das ist die Drehachse
des hinteren Antriebsrads, wirkt, und eine geringere Lastkom
ponente, die auf die zweite Achse, d. h. die Drehachse des
hinteren Laufrads, wirkt.
Wenn somit das Raupenfahrzeug auf weichem Boden wie etwa schlammi
gen oder verschneiten Straßen fährt, fahren die Raupenband
abschnitte, die sich unter den hinteren Laufrädern befinden, auf
die die geringere Lastkomponente wirkt, über den weichen Boden,
und die Raupenbandabschnitte, die unter den hinteren Antriebs
rädern angeordnet sind, auf die die höhere Lastkomponente wirkt,
verdichten den weichen Boden, so daß die Raupenbänder erhöhte
Vortriebskräfte erzeugen können.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Beispiels in
Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht eines Raupenfahrzeugs, das eine
Aufhängungsvorrichtung enthält;
Fig. 2 ist eine schematische Seitenansicht eines Antriebsstrangs
und von Aufhängungen des Raupenfahrzeugs;
Fig. 3 ist eine Draufsicht auf den Antriebsstrang und die
Aufhängungen des Raupenfahrzeugs;
Fig. 4 ist eine Querschnittsansicht entlang Linie IV-IV in Fig.
3;
Fig. 5 ist eine Perspektivansicht von Schwingarmen der Auf
hängungsvorrichtung;
Fig. 6 zeigt im Diagramm Fahrcharakteristiken eines Fahrzeugs und
eines Vergleichsfahrzeugs.
Fig. 1 zeigt ein die Aufhängungsvorrichtung aufweisendes Raupen
fahrzeug 1 in Form eines leichten Lastwagens, der einen Fahrzeug
körper 4 mit einer Kabine 2 und einer Ladepritsche 3 aufweist. Das
Raupenfahrzeug 1 hat ein Paar vordere lenkbare Antriebsräder 5,
ein Paar hintere Antriebsräder 6 und ein Paar hintere Laufräder
7, die zwischen den vorderen lenkbaren Antriebsrädern 5 und den
hinteren Antriebsrädern 6 angeordnet sind. Jedes der Räder 5, 6,
7 ist an dem Fahrzeugkörper 4 drehbar gehalten und weist einen
Gummiluftreifen auf.
Endlose Raupenbänder 8 sind um jeweilige Sätze der hinteren
Antriebs- und Laufräder 6, 7 an jeder Seite des Fahrzeugkörpers
4 herumgeschlungen. Die Raupenbänder sind aus einem flexiblen und
elastischen Material wie etwa Gummi hergestellt. Jedes der
Raupenbänder 8 hat an seiner einen Seite eine Mehrzahl aufeinan
derfolgender Seitenführungszähne 8a und an seiner anderen Seite
eine Mehrzahl aufeinanderfolgender Seitenführungszähne 8b.
Wie in Fig. 2 gezeigt, trägt der Fahrzeugkörper 4 eine
hintere Aufhängung 10, ein vordere Aufhängung 20 und eine
Lenkvorrichtung 30.
Die hintere Aufhängung 10 enthält zwei identische
Anordnungen zum Tragen der jeweiligen Sätze der hinteren
Antriebs- und Laufräder 6, 7. Jede der Anordnungen umfaßt
hauptsächlich eine Blattfeder und ein Paar hydraulische
Dämpfer 17, die gemeinsam einen Schwingarm 61 an einem
Hinterabschnitt des Fahrzeugkörpers 4, d. h. der
Ladepritsche 3 tragen, wobei der Schwingarm 61 um seinen
Längsmittelabschnitt herum schwenkbar ist.
Die hintere Aufhängung 10 wird nachfolgend anhand einer
seiner zwei identischen Anordnungen im näheren Detail
beschrieben. Eine Federhalterung 11 und eine Bügelhalterung
12 sind an einer unteren Fläche der Ladepritsche 3
angebracht. Eine Blattfeder 13 ist mit ihrem Vorderende an
die Federhalterung 11 gekoppelt und mit ihrem Hinterende
durch einen Bügel 18 an die Bügelhalterung 12 gekoppelt. Die
Blattfeder 13 trägt, an ihrer unteren Fläche eine an ihr
feste Schwenkhalterung 14. Der Schwingarm 61 ist mit der
Schwenkhalterung 14 durch eine Schwenkwelle 15 zur
Schwenkbewegung um eine Achse O schwenkbar verbunden, die
mit der Schwenkwelle 15 an dem Längsmittelabschnitt des
Schwingarms 61 fluchtet.
Der Schwingarm 61 ist an seinen Vorder- und Hinterenden
jeweils mit Unterenden der hydraulischen Dämpfer 17
verbunden, der Oberenden mit jeweiligen Dämpferhalterungen
16 verbunden sind, die an der unteren Fläche der
Ladepritsche 3 befestigt sind.
Das hintere Laufrad 7 hat eine Achse 7a, die an dem
Vorderende des Schwingarms 61 durch einen Nabenträger 62
angebracht ist. Die hinteren Antriebsräder 6 haben eine
Achse 6a, die an dem Schwingarm 61 zwischen dessen
Hinterende und der Schwenkwelle 15, bevorzugt im
wesentlichen in der Mitte zwischen diesen angebracht. Daher
sind das hintere Laufrad 7 und das hintere Antriebsrad 6 an
dem Schwingarm 61 drehbar angebracht. Das hintere Laufrad 7
ist um eine Achse F herum drehbar, die mit der Achse 7a
fluchtet, und das hintere Antriebsrad 6 ist um eine Achse R
herum drehbar, die mit der Achse 6a fluchtet.
Der Abstand A von der Achse O zu der Achse F ist länger als
der Abstand B von der Achse O zu der Achse R. Bevorzugt
haben die Abstände A, B ein Verhältnis von etwa 2 : 1 (A : B
= 2 : 1).
Demzufolge ist die Achse O mit größerem Abstand hinter dem
Vorderrad 5 angeordnet, als es der Fall wäre, wenn die
Abstände A, B ein Verhältnis von 1 : 1 hätten (A : B = 1 :
1).
Die vordere Aufhängung 20 umfaßt auch zwei identische
Anordnungen zum Tragen der jeweiligen Vorderräder 5 um eine
Achse P. Jede der Anordnungen umfaßt hauptsächlich einen
hydraulischen Dämpfer 21, durch den das Vorderrad 5 und
einem Vorderabschnitt des Fahrzeugkörpers 4, d. h. der
Kabine 2 drehbar gehaltert ist.
Die Lenkvorrichtung 30 ist in einem vorderen unteren Bereich
der Kabine 2 angeordnet. Die Lenkvorrichtung 30 umfaßt eine
Lenkwelle 31, an deren Oberende ein Lenkrad 37 angebracht
ist, ein Getriebe 32, das mit einem Unterende der Lenkwelle
31 verbunden ist, ein Paar von Lenkstangen 33 (siehe auch
Fig. 3), die mit dem Getriebe 32 verbunden sind, ein Paar
von Spurstangen 34, die mit den jeweiligen Lenkstangen 33
verbunden sind, und ein Paar von Achsschenkeln 35, die mit
den jeweiligen Spurstangen 34 verbunden sind und die
jeweiligen Vorderräder 5 tragen. Von dem Lenkrad 37
übertragene Kräfte werden durch die Lenkwelle 31, das
Getriebe 32, die Lenkstangen 33, die Spurstangen 34 und die
Achsschenkel 35 auf die Vorderräder 5 übertragen.
Wie in Fig. 3 gezeigt, sind eine Hinterradantriebs
vorrichtung 40 und eine Maschine 41 unter der Ladepritsche
3 angeordnet. Die Hinterradantriebsvorrichtung 40 umfaßt
ein Differential 43 und ein Paar von Hinterradantriebs
wellen 44, die hinter der Maschine 41 angeordnet sind. Das
Differential 43 ist mit einem mit der Maschine 41
kombinierten Getriebe (nicht gezeigt) betriebsmäßig
verbunden, und die Hinterradantriebswellen 44 sind mit
ihren Innenenden mit dem Differential 43 und mit ihren
Außenenden mit den jeweiligen Achsen 6a der hinteren
Antriebsräder 6 verbunden. Drehantriebskraft von dem
Getriebe wird daher durch die Hinterradantriebsvorrichtung
40 auf die hinteren Antriebsräder 6 übertragen.
Eine Vorderradantriebsvorrichtung 50 ist unter der Kabine 2
angeordnet. Die Vorderradantriebsvorrichtung 50 umfaßt eine
Antriebswelle 52, die sich von dem Getriebe nach vorne
erstreckt, ein Differential 53, das mit einem Vorderende der
Antriebswelle 52 verbunden ist, und ein Paar von
Vorderradantriebswellen 54, deren Innenenden mit dem
Differential 53 und deren Außenenden mit jeweiligen Achsen
5a (siehe Fig. 2) der Vorderräder 5 verbunden sind. Daher
wird eine Drehantriebskraft von dem Getriebe durch die
Vorderradantriebsvorrichtung 50 auf die Vorderräder 5
übertragen. Jedes der Vorderräder 5 ist um eine Achse P
drehbar, die mit der Achse 5a fluchtet.
Wie in Fig. 4 gezeigt, stehen die Seitenführungszähne 8a, 8b
von den entgegengesetzten Seiten jedes der Raupenbänder 8 in
die ringförmige Endloskonfiguration der Raupenbänder 8 vor.
Die Seitenführungszähne 8a, 8b verhindern, daß die
Raupenbänder von den Reifen der Antriebsräder 6 und der
Laufräder 7 abrutschen.
Die äußeren Seitenführungszähne 8a haben eine größere Höhe
als die Höhe normaler Straßenbordsteine, um zu verhindern,
daß beim Aufprall auf die Bordsteine die Raupenbänder von
den Reifen der Antriebsräder 6 und der Laufräder 7
abrutschen.
Wie in den Fig. 3 und 4 gezeigt, sind die Raupenbänder 8 im
wesentlichen innerhalb der Breite oder Querabmessung der
Fahrzeugkörper 4 angeordnet.
Die Schwingarme 61 der jeweiligen hinteren Aufhängungs
anordnungen sind in Fig. 5 gezeigt. Die Schwingarme 61, die
in Querrichtung voneinander beabstandet sind und parallel
zueinander verlaufen, sind mit ihren Hinterenden durch
einen Achsarm (torsionsfreie Verbindungsstange) 63 quer
fest miteinander verbunden. An jeweiligen Vorderenden der
Schwingarme 61 sind Halterungen 64 angebracht und durch
eine Stange 65 quer miteinander verbunden, die mit Abstand
vor dem Achsarm 63 angeordnet ist und zu diesem parallel
verläuft.
Die Stange 65 weist in ihren jeweiligen entgegengesetzten
Enden Anbringungslöcher 66 auf, deren jeweilige Achsen in
Längsrichtungen des Fahrzeugs 1 verlaufen, d. h. parallel zu
den Schwingarmen 61. Gummibuchsen 67 sind jeweils in die
Anbringungslöcher 66 eingesetzt. Die Gummibuchsen 67 sind an
jeweiligen Halterungen 68 durch Bolzen (nicht gezeigt)
befestigt. Die Halterungen 68 sind an den jeweiligen
Anbringungen 64 durch Bolzen (nicht gezeigt) befestigt.
Die Stange 65 hat einen mittleren Abschnitt 65a, der von
ihrem entgegengesetzten Enden hochsteht, um eine Störung mit
der Antriebswelle 52 zu vermeiden (siehe auch Fig. 4).
Die Schwingarme 61, der Achsarm 63, der die Hinterenden der
Schwingarme 61 verbindet, und die Stange 65, die deren
Vorderenden verbindet, bilden gemeinsam ein geschlossenen
rechteckigen Rahmen. Daher ist die Querfestigkeit der
Schwingarme 61 durch den Achsarm 63 und die Stange 65
erhöht, die an den Schwingarmen 61 in zu den geschlossenen
rechteckigen Rahmen befestigt sind. Wenn das Fahrzeug 1 auf
rauhem Boden oder mit hoher Geschwindigkeit fährt, sind die
Schwingarme 61 im hohen Maße gegen Ablenkung oder
Orientierung in unterschiedliche Richtungen resistent. Dies
verhindert, daß sich die Sätze der Hinterräder 6, 7 an den
entgegengesetzten Seiten des Fahrzeugs 1 zwangsweise
unabhängig voneinander ausrichten, sodaß das Fahrzeug 1 auf
rauhem Boden oder mit hoher Geschwindigkeit geradeaus
fahren kann.
Exzentrische Nabenträger 62 sind jeweils mit den
Schwingarmen 61 unmittelbar hinter deren Vorderenden durch
jeweilige Stifte 62b schwenkbar verbunden. In den
Nabenträgern 62, die um die jeweiligen Stifte 62b herum im
Winkel beweglich sind, sind fern von den Stiften 62b
jeweilige Löcher 62a gebildet. Die Achsen 7a (siehe Fig. 2)
der jeweiligen hinteren Laufräder 7 sind in die Löcher 62a
der Nabenträger 62 eingesetzt und sind von diesen gehalten.
Die Spannung der um die Hinterräder 6, 7 herumgeschlungenen
Raupenbänder 8 läßt sich durch Winkelbewegung der
Nabenträger 62 um die Stifte 62b herum einstellen.
Ein Torsionsdämpfer 69 ist in der Mitte an dem Achsarm 69
angebracht, um auf den Achsarm übertragene Drehmomente zu
beseitigen. In Längsmittelabschnitten der Schwingarme 61
sind jeweilige Löcher 71 gebildet, und die Schwenkwellen 15
(siehe Fig. 2) sind jeweils in die Löcher 71 eingesetzt. In
den Schwingarmen 61 sind auch zwischen deren Hinterenden
und den Löchern 71 Löcher 72 gebildet, und die Achsen 6a
(siehe Fig. 2), sind jeweils in die Löcher 72 eingesetzt.
Der Betrieb des Raupenfahrzeugs 1 wird nachfolgend anhand
von Fig. 2 beschrieben.
Wie oben beschrieben ist der Abstand A von der Achse 0 zu
der Achse F länger als der Abstand B von der Achse O zu der
Achse R. Demzufolge ist die Achse O mit größerem Abstand
hinter dem Vorderrad angeordnet als es der Fall wäre, wenn
die Abstände A, B ein Verhältnis von 1 : 1 hätten (A : B = 1
: 1). Weil der Abstand C von der Vorderachse P zu der Achse O
vergrößert ist, ist die Stabilität des Raupenfahrzeugs 1 bei
Geradeausfahrt mit hoher Geschwindigkeit verbessert.
Auf die jeweiligen Achsen F, R wirkende Lasten sind
Komponenten einer auf die Achse O wirkenden Last, die
umgekehrt proportional zu dem Verhältnis der Abstände A, B
sind. Die Last auf die Achse R, d. h. die Antriebsräder 6,
ist größer als die Last auf die Achse F, d. h. die Laufräder
7. Wenn daher das Raupenfahrzeug 1 auf weichem Boden wie etwa
schlammigen oder verschneiten Straßen fährt, fahren die
Raupenbandabschnitte unter den Laufrädern 7, auf die eine
relativ geringe Last wirkt, über den weichen Boden, und die
Raupenbandabschnitte unter den Antriebsrädern 6, auf die
eine relativ hohe Last wirkt, verdichten den weichen Boden,
sodaß die Raupenbänder 8 erhöhte Vortriebskräfte erzeugen
können.
Nachfolgend wird ein Experiment beschrieben, in dem das
Raupenfahrzeug 1 über schlammigen Boden fuhr.
Fig. 6 zeigt Charakteristiken eines erfindungsgemäßen
Raupenfahrzeugs und eines herkömmlichen Raupenfahrzeugs. In
Fig. 6 bezeichnet die Horizontalachse die Geschwindigkeit
(km/h) der Raupenfahrzeuge, und die Vertikalachse
bezeichnet die Traktionskräfte (kgf) der Raupenfahrzeuge.
In dem herkömmlichen Raupenfahrzeug, ist der Abstand
(entsprechend dem Abstand A in Fig. 2) von der Achse, um
die die Schwingarme herum schwenkbar sind, zu der Achse, um
die die hinteren Laufräder drehbar sind, und der Abstand
(entsprechend dem Abstand B in Fig. 2) von der Achse, um
die die Schwingarme schwenkbar sind, zu der Achse, um die
die hinteren Antriebsräder drehbar sind, im wesentlichen
zueinander gleich.
Die Betrachtung von Fig. 6 zeigt, daß die Traktionskraft
(Vortriebskraft) des erfindungsgemäßen Raupenfahrzeugs
(durchgehende Linie) mit steigender Fahrgeschwindigkeit
nicht wesentlich abnahm und im Fahrgeschwindigkeitsbereich von 2
bis 5 km/h relativ groß blieb. Andererseits fiel die Traktions
kraft des herkömmlichen Raupenfahrzeugs (strichpunktierte Linie)
stark mit steigender Geschwindigkeit, insbesondere im Fahr
geschwindigkeitsbereich von 2 bis 5 km/h.
Obwohl die Aufhängungsvorrichtung als Teil eines Raupenfahrzeugs
in Form eines leichten Lastwagens beschrieben wurde, sind die
Prinzipien der Aufhängungsvorrichtung auch an einem leichten
Raupenfahrzeug in Form eines einteiligen Kastenfahrzeugs oder bei
jedem anderen Typ von Raupenfahrzeug anwendbar.
Eine Aufhängungsvorrichtung in einem Raupenfahrzeug mit einem
Fahrzeugkörper umfaßt ein Paar Schwingarme 61, die mit parallelem
Abstand an einem hinteren Abschnitt des Fahrzeugkörpers 4 durch
eine Aufhängung 14, 15 um eine im wesentlichen in ihrer Längsmitte
angeordnete erste Achse O im Winkel beweglich angebracht sind, ein
hinteres Laufrad 7, das an einem vorderen Abschnitt jedes der
Schwingarme 61 um eine zweite Achse F drehbar gehaltert ist, ein
hinteres Antriebsrad 6, das an einem hinteren Abschnitt jedes der
Schwingarme 61 um eine dritte Achse R herum drehbar gehaltert ist,
ein Raupenband 8, das um das hintere Laufrad 7 und das hintere
Antriebsrad 6 herum geschlungen ist, und ein Vorderrad 5, das an
einem vorderen Abschnitt des Fahrzeugkörpers 4 drehbar angebracht
ist. Der Abstand A von der zweiten Achse F zu der ersten Achse O
ist größer als der Abstand B von der ersten Achse O zu der dritten
Achse R. Die zweite Achse F ist an einem Vorderende jedes der
Schwingarme 61 angeordnet, und die dritte Achse R ist zwischen der
ersten Achse O und einem Hinterende jedes der Schwingarme 61
angeordnet. Bevorzugt hat der Abstand A von der zweiten Achse F
zu der ersten Achse O zu dem Abstand B von der ersten Achse O zu
der dritten Achse R ein Verhältnis von etwa 2 : 1.
Claims (4)
1. Aufhängungsvorrichtung für ein Raupenfahrzeug, umfassend:
einen Fahrzeugkörper (4) mit einem vorderen Abschnitt und einem hinteren Abschnitt;
ein Paar von Schwingarmen (61), die mit Abstand zueinander parallel an dem hinteren Abschnitt des Fahrzeugkörpers (4) durch eine Aufhängung (14, 15) um eine in ihrer Längsmitte angeordnete erste Achse (O) im Winkel beweglich angebracht sind, wobei jeder der Schwingarme (61) einen vorderen Abschnitt und einen hinteren Abschnitt aufweist;
ein hinteres Laufrad (7), das an dem vorderen Abschnitt jedes der Schwingarme (61) um eine zweite Achse (F) drehbar gehaltert ist;
ein hinteres Antriebsrad (6), das an dem hinteren Abschnitt jedes der Schwingarme (61) um eine dritte Achse (R) drehbar gehaltert ist;
ein Raupenband (8), das um das hintere Laufrad (7) und das hintere Antriebsrad (6) herumgeschlungen ist;
ein Vorderrad (5), das an dem vorderen Abschnitt des Fahrzeug körpers (4) drehbar angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein erster Abstand (A) von der zweiten Achse (F) zu der ersten Achse (O) größer als ein zweiter Abstand (B) von der dritten Achse (R) zu der ersten Achse (O) ist.
einen Fahrzeugkörper (4) mit einem vorderen Abschnitt und einem hinteren Abschnitt;
ein Paar von Schwingarmen (61), die mit Abstand zueinander parallel an dem hinteren Abschnitt des Fahrzeugkörpers (4) durch eine Aufhängung (14, 15) um eine in ihrer Längsmitte angeordnete erste Achse (O) im Winkel beweglich angebracht sind, wobei jeder der Schwingarme (61) einen vorderen Abschnitt und einen hinteren Abschnitt aufweist;
ein hinteres Laufrad (7), das an dem vorderen Abschnitt jedes der Schwingarme (61) um eine zweite Achse (F) drehbar gehaltert ist;
ein hinteres Antriebsrad (6), das an dem hinteren Abschnitt jedes der Schwingarme (61) um eine dritte Achse (R) drehbar gehaltert ist;
ein Raupenband (8), das um das hintere Laufrad (7) und das hintere Antriebsrad (6) herumgeschlungen ist;
ein Vorderrad (5), das an dem vorderen Abschnitt des Fahrzeug körpers (4) drehbar angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein erster Abstand (A) von der zweiten Achse (F) zu der ersten Achse (O) größer als ein zweiter Abstand (B) von der dritten Achse (R) zu der ersten Achse (O) ist.
2. Aufhängungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der erste Abstand (A) und der zweite Abstand (B) ein Verhält
nis von etwa 2 : 1 haben.
3. Aufhängungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder der Schwingarme (61) ein Vorderende und
ein Hinterende aufweist, wobei die zweite Achse (F) an dem
Vorderende angeordnet ist und wobei die dritte Achse (R) zwischen
der ersten Achse (O) und dem Hinterende angeordnet ist.
4. Aufhängungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das hintere Antriebsrad (6) an jedem der Schwingarme (61) in
der Mitte zwischen der Achse (O) und dem Hinterende jedes der
Schwingarme (61) drehbar gehaltert ist.
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