DE19520801C1 - Abdichteinrichtung für eine Entwässerungsrinne - Google Patents

Abdichteinrichtung für eine Entwässerungsrinne

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E03WATER SUPPLY; SEWERAGE
    • E03FSEWERS; CESSPOOLS
    • E03F3/00Sewer pipe-line systems
    • E03F3/04Pipes or fittings specially adapted to sewers
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
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    • E03FSEWERS; CESSPOOLS
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    • E03F3/04Pipes or fittings specially adapted to sewers
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Description

Die Erfindung betrifft eine Abdichteinrichtung für eine Entwässerungsrinne, insbesondere zum Einbau in den Boden nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Bei Entwässerungsrinnen kommt es darauf an, daß die in die Rinnen eingeleitete Flüssigkeit möglichst vollständig einem Abwasser- oder Abscheidersystem zugeführt wird. Diese For­ derung gilt insbesondere dann sehr streng, wenn umweltge­ fährdende Flüssigkeiten abgeleitet werden sollen. Man denke hier insbesondere an den Industriebereich, wo sicherge­ stellt werden muß, daß auf den Boden gelangende gefährliche Stoffe weder allein noch zusammen mit Oberflächenwasser ins Grundwasser gelangen dürfen. Es kommt also darauf an, daß die zu ganzen Strängen zusammengesetzten Entwässerungsrin­ nen sehr dicht zueinander verlegt sind.
Eine weitere Forderung ist - naturgemäß - die nach einer möglichst hohen Entwässerungsleistung. Es müssen somit die hydraulischen Eigenschaften der Rinnen gut sein.
Aus der DE 43 13 956 A1 ist eine Abdichteinrichtung der eingangs genannten Art bekannt. Wenn man bei dieser Entwäs­ serungsrinne jedoch die Nut nicht sehr exakt füllt, so wird durch zu viel oder zu wenig an Dichtmasse die hydraulische Leistung der Rinne verschlechtert. Bei sehr engen Rinnen, bei denen das Füllen mit Dichtmasse ganz allgemein schwie­ rig ist, wird demzufolge oftmals nicht die optimale hydrau­ lische Leistung erreicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Abdichtein­ richtung für eine Entwässerungsrinne der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, daß in einfacher Weise eine gute Abdichtung bei guter hydraulischer Leistung sicherge­ stellt wird.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebe­ nen Merkmale gelöst.
Ein wesentlicher Gedanke der vorliegenden Erfindung liegt darin, daß man einerseits hinsichtlich des Einfüllens der Dichtmasse nicht mit größter Genauigkeit arbeiten muß, da die Dichtmasse nach außen austreten kann. Andererseits wird eine optimale hydraulische Leistung dadurch gewährleistet, daß die Dichtmasse mit der abzuleitenden Flüssigkeit gar nicht in Berührung kommt, da die Innenwände der aneinander­ stoßenden Rinnen bündig ineinanderübergehen.
Vorzugsweise werden die Feder und/oder die Nut mit koni­ schem Querschnitt ausgebildet. Auf diese Weise wird eine Selbst-Zentrierung erreicht, wobei gleichzeitig das Entfor­ men der vorzugsweise als Mineralguß (Polymerbeton) herge­ stellten Rinnen erleichtert wird.
Vorzugsweise weist die Feder eine der Innenwand des Rinnen­ körpers nähere Fläche auf, welche bei aneinander-stoßend verlegten Rinnenkörpern im wesentlichen bündig auf einer der Innenwand des Rinnenkörpers näheren Fläche der Nut auf­ liegt. Diese beiden Flächen bilden somit miteinander einen sich beim Zusammenschieben der Rinnenkörper schnell veren­ genden Spalt, der gewährleistet, daß die Dichtmasse in den nach außen führenden Spalt gedrückt wird.
Vorzugsweise weist die Feder eine geringere Höhe auf, als sie der Tiefe der Nut entspricht, so daß bei aneinander­ stoßend verlegten Rinnenkörpern zwischen der Feder und dem Boden der Nut ein Spalt verbleibt. Dadurch wird eine gute Abdichtung der Rinnenkörper gegeneinander gewährleistet.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung weisen die der In­ nenwand der Rinnenkörper näheren Seitenflächen der Feder bzw. der Nut einen größeren Winkel zur Stirnseite auf, als die der Außenwand der Rinnenkörper näheren Seitenflächen, so daß die Konizität der Anordnung unsymmetrisch ist. Da­ durch wird gewährleistet, daß der beim Zusammenschieben der Rinnenkörper zunächst noch zur Innenwand hin offene Spalt während des Zusammenschiebevorgangs sehr schnell geschlos­ sen wird.
Vorzugsweise ist der Querschnitt der Nut vor einem Zusam­ menfügen von zwei Rinnenkörpern im wesentlichen gleich dem Querschnitt der Nut mit in diese ragender Feder zuzüglich des Querschnitts des Spaltes bei aneinanderstoßenden Rin­ nenkörpern. Dies bedeutet, daß man beim Verlegen die Nut vollständig mit Dichtmasse füllt, so daß nach dem Zusam­ menschieben von zwei Rinnenkörpern der verbleibende Nut­ querschnitt und der Spaltquerschnitt vollständig gefüllt sind. Die Nut selbst stellt somit eine Art "Meßbecher" dar, was die Verlegearbeiten wesentlich vereinfacht und vor al­ lem das Abdichtergebnis auch dann sehr sicher macht, wenn keine optische Kontrolle der Dichtmasse mehr möglich ist. Dann nämlich, wenn zwischen den beiden Rinnenkörpern kein Spalt mehr in der Innenwand zu sehen ist, muß die Abdich­ tung einwandfrei sein.
Vorzugsweise ist der Spalt durch eine entsprechende Ausbil­ dung der ersten Stirnseite gebildet, so daß die Nut also etwas asymmetrisch ist. Dadurch ist gewährleistet, daß die der Innenwand des Innenkörpers nähere Fläche der Nut einen beim Verlegen des Rinnenkörpers sichtbaren und vor allem fühlbaren Führungsanschlag für die Feder bildet, was das Zusammenbauen des gesamten Rinnenstranges erheblich er­ leichtert.
Vorzugsweise sind die Rinnenkörper aus Polymerbeton gefer­ tigt. Dadurch werden besonders hohe hydraulische Leistungen gewährleistet, da dieses Material eine sehr geringe Rauhig­ keit aufweist. Darüber hinaus ist die Beständigkeit dieses Materials gegenüber aggressiven Chemikalien besonders hoch.
Eine bevorzugte Verwendung der Abdichteinrichtung ist bei besonders engen Rinnen gegeben, insbesondere zum Beispiel bei Schlitzrinnen. Derartige Rinnen konnten bisher prak­ tisch gar nicht effektiv gegeneinander abgedichtet werden, ohne den Verlege- und Bauaufwand allzu hoch zu treiben.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Nachfolgend werden Ausführungsformen der Erfindung anhand von Abbildungen näher erläutert. Hierbei zeigen:
Fig. 1 zwei schematisierte Rinnenstücke nach dem Zusam­ menfügen, aber ohne Dichtmasse,
Fig. 2 die Anordnung nach Fig. 1 mit Dichtmasse;
Fig. 3-5 eine Teil-Draufsicht auf eine weitere Ausfüh­ rungsform der Erfindung in verschiedenen Zusam­ menbaustadien;
Fig. 6 eine Ansicht ähnlich der nach Fig. 5, jedoch auf eine weitere Ausführungsform der Erfindung; und
Fig. 7-9 Ansichten ähnlich denen nach Fig. 3 bis 5 jedoch auf eine weitere Ausführungsform der Erfindung.
Bei der nachfolgenden Beschreibung werden für gleiche oder gleichwirkende Teile die selben Bezugsziffern verwendet.
Nachfolgend wird eine erste Ausführungsform der Erfindung anhand der Fig. 1 bis 5 näher erläutert.
In Fig. 1 sind zwei Rinnenkörper 10, 10′ gezeigt, die mit ihren Stirnseiten 13, 14, die insbesondere in den Fig. 3 und 4 näher gezeigt sind, eng aneinandergeschoben sind. Da­ durch gehen die Innenwände 11, 11′ der beiden Rinnenkörper 10, 10′ bündig, also spaltfrei ineinander über. Zwischen den Außenwänden 12, 12′ der beiden Rinnenkörper 11, 11′ ist in Fig. 1 ein Spalt 22 zu sehen.
Der Spalt 22 ist in der ersten Stirnseite 13 dadurch gebil­ det, daß eine Außenfläche 25 einer in der ersten Stirnwand 13 gebildeten Nut 20 etwas kürzer ist als eine Innenfläche 24. Die beiden Flächen 24 und 25 sind geneigt zueinander ausgebildet und formen zusammen mit einem Nutboden 27 die Nut 20.
Auf der zweiten Stirnseite 14 der Rinnenkörper 10, 10′ ist jeweils eine Feder 30 nach außen von der zweiten Stirnseite 14 hervorspringend ausgebildet, die ebenfalls konische Flä­ chen, nämlich eine Innenfläche 31 und eine Außenfläche 32 sowie eine Endfläche 33 aufweist. Hinsichtlich ihrer geo­ metrischen Gestaltung entspricht bei dieser Ausführungsform die Feder 30 der Nut 20.
Beim Zusammenbau, der in den Fig. 3 bis 5 detailliert ge­ zeigt ist, geht man derart vor, daß man zunächst die Nut 20 mit Dichtmasse 21 füllt, wie dies in Fig. 4 gezeigt ist. Hierbei dient ein Außenrand 23 der Nut 20 als Abziehfläche. Nun werden die beiden Rinnenkörper 10, 10′ zusammengefügt, wobei die Innenfläche 24 der Nut 20 für die Innenfläche 31 der Feder 30 einen fühlbaren Anschlag bildet, noch bevor die Endfläche 33 der Feder 30 in die Dichtmasse 21 drückt.
Sobald die Feder 30 in die Nut 20 einsinkt, wird die dort befindliche Dichtmasse 21 verdrängt und zwar durch den Spalt 22 nach außen, da dieser der verdrängten Dichtmasse 21 nur einen geringen Strömungswiderstand entgegensetzt, während der sich schnell schließende Spalt zwischen der Nut-Innenfläche 24 und der Feder-Innenfläche 31 einen hohen Strömungswiderstand ergibt. Sobald die beiden Rinnenkörper 10, 10′ zusammengefügt sind, ergibt sich das in Fig. 2 oder in Fig. 5 gezeigte Bild, aus welchem die zuverlässige Ab­ dichtung zwischen den Rinnenkörpern 10 und 10′ hervorgeht.
Bei der in Fig. 6 gezeigten Ausführungsform der Erfindung ist die Innenfläche 24 der Nut 20 mit einem größeren Winkel (fast 90°) zur ersten Stirnseite 13 ausgebildet, als die Außenfläche 25. Dadurch wird beim Zusammenschieben der bei­ den Rinnenkörper 10, 10′ ein noch schnelleres Schließen des Spaltes 22 erreicht. Das Zusammenstecken der Rinnenkörper 10, 10′ wird bei dieser Ausführungsform durch eine Anfasung 28 erreicht, die an der Innenwand der Nut 20 vorgesehen ist.
Die weitere, in den Fig. 7 bis 9 gezeigte Ausführungsform der Erfindung unterscheidet sich von der nach den Fig. 3 bis 5 dadurch, daß eine zusätzliche Auffang-Ausnehmung 26 vorgesehen ist, welche Dichtmasse aufnehmen kann, die beim Zusammenschieben der Rinnenkörper 10, 10′ in den Spalt zwi­ schen der Innenfläche 24 der Nut 20 und der Innenfläche 31 der Feder 30 quillt. Dadurch ist sichergestellt, daß die Stirnseiten 13 und 14 aneinandergrenzender Rinnenkörper 10, 10′ so eng aneinanderliegen, daß die Innenwände 11, 11′ bündig ineinander übergehen und somit die hydraulische Lei­ stung optimal wird.
Bezugszeichenliste
10 Rinnenkörper
11 Innenwand
12 Außenwand
13 erste Stirnseite
14 zweite Stirnseite
20 Nut
21 Dichtmasse
22 Spalt
23 Außenrand
24 Innenfläche
25 Außenfläche
26 Auffangausnehmung
27 Nutboden
28 Anfasung
30 Feder
31 Innenfläche
32 Außenfläche
33 Endfläche

Claims (9)

1. Abdichteinrichtung für eine Entwässerungsrinne, insbe­ sondere zum Einbau in den Boden, mit einem langge­ streckten Rinnenkörper (10, 10′) mit einer Innenwand (11, 11′) und einer Außenwand (12, 12′), wobei die Ab­ dichteinrichtung eine Nut (20) zum Einfüllen einer Dichtungsmasse (21) umfaßt und vorgesehen ist, um mit ersten und zweiten Stirnseiten (13, 14) aneinandersto­ ßend verlegte Rinnenkörper (10, 10′) gegeneinander ab­ zudichten, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut (20) an der ersten Stirnseite (13) und eine Feder (30) an der zweiten Stirnseite (14) der Rinnenkörper (10, 10′) vorgesehen und derart ausgebil­ det sind, daß bei zwei vollständig aneinanderstoßenden Rinnenkörpern (10, 10′) zwischen der Nut (20) und der Außenwand (12) ein offener Spalt (22) verbleibt, wäh­ rend die Nut (20) zu den Innenwänden (11, 11′) hin vollständig derart geschlossen ist, daß die Innenwände (11, 11′) zweier aneinanderstoßender Rinnenkörper (10, 10′) bündig ineinanderübergehen.
2. Abdichteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (30) und/oder die Nut (20) mit konischem Querschnitt ausgebildet sind.
3. Abdichteinrichtung nach einem der vorhergehenden An­ sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (30) eine den Innenwänden (11, 11′) der Rinnenkörper (10, 10′) nähere Fläche (31) aufweist, welche bei aneinanderstoßend verlegten Rinnenkörpern (10, 10′) im wesentlichen bündig auf einer den Innen­ wänden (11, 11′) der Rinnenkörper (10, 10′) näheren Fläche (24) der Nut (20) aufliegt.
4. Abdichteinrichtung nach einem der vorhergehenden An­ sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (30) eine geringere Höhe aufweist, als sie der Tiefe der Nut (20) entspricht, so daß bei an­ einanderstoßend verlegten Rinnenkörpern (10, 10′) zwi­ schen einer Endfläche (33) der Feder (30) und einem Boden (27) der Nut (20) ein Spalt verbleibt.
5. Abdichteinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die den Innenwänden (11) der Rinnenkörper (10, 10′) näheren Seitenflächen (31, 24) der Feder (30) und/oder der Nut (20) einen größeren Winkel zur Stirnseite (13, 14) aufweisen als die der Außenwand (12) der Rinnen­ körper (10, 10′) näheren Seitenflächen (32, 25).
6. Abdichteinrichtung nach einem der vorherigen Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Nut (20) vor einem Zusammenfü­ gen von zwei Rinnenkörpern (10, 10′) im wesentlichen gleich ist dem Querschnitt der in die Nut (20) ragenden Feder (30) zuzüglich des Querschnitts des Spaltes (22) bei zusammenstoßenden Rinnenkörpern (10, 10′).
7. Abdichteinrichtung nach einem der vorhergehenden An­ sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Spalt (22) durch eine entsprechende Ausbildung der ersten Stirnseite (13) gebildet ist.
8. Abdichteinrichtung nach einem der vorhergehenden An­ sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rinnenkörper (10, 10′) aus Mineralguß, insbe­ sondere aus Polymerbeton gefertigt sind.
9. Verwendung einer Abdichteinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche für Entwässerungsrinnen mit einer engen oberen Öffnung, insbesondere für Schlitz­ rinnen oder Kastenrinnen schmaler Bauart.
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