DE19523309C2 - Bremseinrichtung eines Kraftfahrzeugs - Google Patents
Bremseinrichtung eines KraftfahrzeugsInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Bremseinrichtung eines Kraftfahrzeugs der im
Oberbegriff des Patentanspruches 1 genannten und aus der DE-AS 14 30 347
hervorgehenden Art.
Der aus dieser Druckschrift bekannte Bremskraftverstärker ist über einen hohlzylin
drischen Fortsatz an der zwischen dem Motorraum und dem Fahrzeuginnenraum
liegenden Stirnwand befestigt. Dabei sind am Fortsatz mehrere, im Winkelabstand
voneinander angeordnete, axial verlaufende Nuten ausgebildet, die jeweils vom
Motorraum nahe der Stirnwand ausgehen und sich bis zu dem im Fahrzeuginnen
raum liegenden, freien Ende des Fortsatzes erstrecken. Nachdem jedoch die Nuten
auch die zur Aufnahme des Fortsatzes des Bremskraftverstärkers dienende
Wandöffnung der Stirnwand durchsetzen, können sich die beim Bremsvorgang am
Bremskraftverstärker entstehenden Luftansauggeräusche in den Fahrzeuginnen
raum fortpflanzen.
Ferner geht aus der DE 38 03 958 A1 ein Bremskraftverstärker hervor, dessen Ge
häuse über einen hohlzylindrischen Adapter mit der Stirnwand verschraubt ist. Da
bei hat nach der in den Fig. 3 und 5 dargestellten Ausführungsart der Faltenbalg
einen radial gerichteten Befestigungsflansch, der zwischen dem Anschraubflansch
des Adapters und der Stirnwand liegt und dabei durch die Befestigungsschrauben
gegen die Rückseite der Stirnwand gepreßt wird. Schließlich sind bei dieser Ausfüh
rungsart auch an der Innenwandung des Faltenbalgs an dessen stirnseitigem
Endabschnitt mehrere radiale Stege vorgesehen, die bei Betätigung des Brems
kraftverstärkers eine einwandfreie Luftzuführung zum Bremskraftverstärker ge
währleisten bzw. ein Ansaugen der Abdichtung in dessen Steuergehäuse verhin
dern. Durch den Adapter wird jedoch der Einbauraum im Motorraum vermindert.
Darüber hinaus ist auch der Adapter verhältnismäßig schwer und teuer.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Bremseinrichtung der im Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 genannten Art derart auszubilden, daß die im Motorraum entste
henden Luftansauggeräusche nicht im Fahrzeuginnenraum wahrnehmbar sind.
Zur Lösung der Aufgabe sind die im Patentanspruch 1 dargelegten Merkmale vor
gesehen.
Da an dem der Stirnwand zugewandten Endbereich des Faltenbalgs erfindungsge
mäß ein Fortsatz ausgebildet ist, von dem ein radial gerichteter Anschraubflansch
absteht und ferner am Fortsatz in den Ringraum des Faltenbalgs einmündende
Luftdurchtrittsöffnungen vorgesehen sind, ist der Faltenbalg absolut luftdicht zwi
schen Stirnwand und Bremskraftverstärker angebracht, so daß keine Luftansaugge
räusche in den Fahrzeuginnenraum eindringen können. Darüber hinaus ist der Fal
tenbalg speziell durch den erfindungsgemäß vorgesehenen Anschraubflansch auch
rüttelfest an der Stirnwand festgelegt. Schließlich kann auch der Fortsatz und der
von diesem abstehende Anschraubflansch sehr preisgünstig am Faltenbalg ausge
bildet werden.
Zur Bildung der Luftführung am Gehäuse des Bremskraftverstärkers ist zweckmäßi
gerweise in dessen der Stirnwand zugewandtem Deckel die Nut in rinnenförmiger,
stirnseitig offener Ausbildung vorgesehen, wobei sich die Nut lotrecht radial vom
untenliegenden äußeren Rand des Deckels bis zur Luftdurchtrittsöffnung des Fal
tenbalgs erstreckt. Hierdurch ist in sehr einfacher und kostengünstiger Weise, näm
lich durch bloße spanlose Formgebung, ein Luftführungskanal am Bremskraftver
stärker ausgebildet (Merkmale des Patentanspruchs 2).
Gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 3 stehen von einem der Stirnwand
zugewandten Deckel des Gehäuses des Bremskraftverstärkers stirnseitig beispiels
weise vier, im Winkelabstand voneinander angeordnete Befestigungsschrauben ab,
die Durchgangsbohrungen in der Stirnwand und in einem kreisringförmigen An
schraubflansch des Faltenbalgs durchragen. Schließlich ist auch ein sich im Fahr
zeuginnenraum befindender Fußhebellagerbock an den Befestigungsschrauben des
Bremskraftverstärkers festgeschraubt, so daß durch diesen in rationeller Weise
mehrere Teile miteinander an der Stirnwand befestigt sind.
Zweckmäßigerweise hat der Faltenbalg im Bereich der Stirnwand acht, im Win
kelabstand voneinander angeordnete Luftdurchtrittsöffnungen, von denen eine mit
der rinnenförmigen Nut des Bremskraftverstärkers in Verbindung steht. Hierdurch
gelangt die Luft vom Motorraum über den Bremskraftverstärker in den Ringraum
des Faltenbalgs. Da der Faltenbalgs acht Luftdurchtrittsöffnungen aufweist, kann
bei seiner Montage in einfacher Weise eine Luftdurchtrittsöffnung der radial verlau
fenden Nut des Bremskraftverstärkers zugeordnet werden (Merkmale des Patent
anspruchs 4).
Die Stirnwand des Faltenbalgs liegt über mehrere, im Winkelabstand voneinander
angeordnete Anlagerippen an der Stirnseite des Steuergehäuses des Bremskraft
verstärkers an, wodurch gewährleistet ist, daß die sich im Ringraum des Falten
balgs befindende Luft in das Steuergehäuse einströmen kann (Merkmale des Pa
tentanspruchs 5).
Gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 6 hat schließlich der Faltenbalg an
seinem Anschraubbereich einen axial abstehenden Fortsatz mit einer Auflage
schulter, auf der eine Halteschulter des Fußhebellagerbocks aufliegt. Hierdurch ist
der Faltenbalg an seinem Anschraubbereich in radialer und axialer Richtung fest
gelegt, wodurch ein Entweichen der in den Ringraum des Faltenbalgs einströmen
den Luft zuverlässig vermieden wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden erläutert. Diese zeigt einen über einen Fußhebellagerbock an der Stirn
wand festgeschraubten Bremskraftverstärker mit einem Faltenbalg im Längs
schnitt.
Die in der Zeichnung dargestellte Bremseinrichtung 1 besteht aus einem Haupt
bremszylinder 2 und einem mit diesem verschraubten Bremskraftverstärker 3, der
seinerseits an einer zwischen einem Motorraum 4 und einem Fahrzeuginnenraum
5 liegenden Stirnwand 6 festgeschraubt ist.
Der Bremskraftverstärker 3 weist ein Steuergehäuse 8 auf, in dem sich eine Kol
benstange 9 längsverschiebbar befindet. An dieser ist ein Bremspedal 10 ange
lenkt, das seinerseits an seinem obenliegenden Endabschnitt an einem Fußhe
bellagerbock 11 schwenkbar gelagert ist. Wie in der Zeichnung ersichtlich, ist das
Steuergehäuse 8 mit radialem Abstand von einem aus gummielastischen Material
bestehenden Faltenbalg 12 umgeben, dessen Stirnwand 12' die Kolbenstange 9
luftdicht umschließt. Der Faltenbalg 12 hat im Bereich der Stirnwand 6 einen radial
gerichteten, kreisringförmigen Anschraubflansch 14 und einen axial von diesem
abstehenden sowie eine in der Stirnwand 6 vorgesehene Wandöffnung 16 durch
setzenden Fortsatz 15, an dessen freiem Ende eine umlaufende Auflageschulter
15' ausgebildet ist. Ferner schließen sich an die Auflageschulter 15' des Fortsatzes
15 mehrere, im Querschnitt V-förmige Falten an. Schließlich sind an der Stirnwand
12' des Faltenbalgs 12 innenseitig mehrere, im Winkelabstand voneinander ange
ordnete Anlagerippen 17 vorgesehen, über die die Stirnwand 12' des Faltenbalgs
12 an der Stirnseite 8' des Steuergehäuses 8 anliegt.
Der
Faltenbalg 12 hat ferner an der Innenwandung seines Fortsatzes 15 acht, im Win
kelabstand voneinander angeordnete sowie etwa parallel zu seiner Rotationsachse
verlaufende Luftdurchtrittsöffnungen 18, die sich jeweils zwischen der Stirnseite
des Faltenbalgs 12 und seinem Ringraum a erstrecken.
Schließlich weist der Bremskraftverstärker 3 einen der Stirnwand 6 zugewandten
Deckel 3' auf, in dem eine rinnenförmige, stirnseitig offene Nut 20 ausgebildet ist.
Diese verläuft bei montiertem Bremskraftverstärker 3 lotrecht und erstreckt sich
dabei vom äußeren, unteren Rand des Deckels 3' radial bis zu einer zugeordneten
Luftdurchtrittsöffnung 18 des Faltenbalgs 12. Somit steht der Motorraum 4 über die
Nut 20 am Deckel 3' des Bremskraftverstärkers 3 und einer Luftdurchtrittsöffnung
18 des Faltenbalgs 12 mit dessen Ringraum a in Verbindung. Vom Deckel 3' des
Bremskraftverstärkers 3 stehen stirnseitig vier im Winkelabstand voneinander an
geordnete Befestigungsschrauben 21 ab. Diese durchsetzen jeweils luftdicht eine
Durchgangsbohrung in dem zwischen dem Deckel 3' des Bremskraftverstärkers 3
und der Stirnwand 6 liegenden Anschraubflansch 14 des Faltenbalgs 12. Ferner
durchragen auch die Befestigungsschrauben 21 jeweils eine Durchgangsbohrung
in der Stirnwand 6 sowie zugeordnete Durchgangsbohrungen der an dieser anlie
genden Halteschulter 22 des Fußhebellagerbocks 11. Schließlich ist auf die Befe
stigungsschrauben 21 jeweils eine Mutter aufgeschraubt, in deren festgezogenem
Zustand der Bremskraftverstärker 3 unter Zwischenlage des Anschraubflansches
14 an die Stirnwand 6 und an diese - vom Fahrzeuginnenraum 5 aus - der Fußhe
bellagerbock 11 angepreßt wird. Dabei liegt auch die Halteschulter 22 mit ihrem
radial gerichteten Vorsprung auf der Auflageschulter 15' des Fortsatzes 15 des
Faltenbalgs 12 auf, so daß dieser im Bereich des Fortsatzes 15 in radialer und
axialer Richtung sowie luftdicht festgelegt ist. Wie ersichtlich, ist am Deckel 3' des
Bremskraftverstärkers 3 ein innenliegender, axial verlaufender Bund 23 vorgese
hen, der einen seinerseits das Steuergehäuse 8 umgebenden Zwischenring 24
umgibt. Schließlich ist der axiale Bund 23 des Deckels 3' von einem Zentrierring 25
umgeben, der seinerseits an der Innenwandung des Fortsatzes 15 des Faltenbalgs
12 anliegt. Im Bereich der Stirnseite 8' des Steuergehäuses 8 ist schließlich ein die
Kolbenstange 9 umgebender Filter 26 vorgesehen.
Beim Bremsvorgang wird das Bremspedal 10 in Pfeilrichtung b verlagert und dabei
Luft aus dem Motorraum 4 in Pfeilrichtung c über die Nut 20 am Deckel 3' des
Bremskraftverstärkers 3 in die Luftdurchtrittsöffnung 18 und von dieser in den
Ringraum a des Faltenbalgs 12 eingeleitet. Schließlich wird die im Ringraum a des
Faltenbalgs 12 in Pfeilrichtung c strömende Luft über die zwischen den Anlagerip
pen 17 der Stirnwand 12' liegenden Zwischenräume in die Stirnseite 8' des Steu
ergehäuses 8 eingeleitet. Die erläuterte Lufteinleitung in das Steuergehäuse 8 ist
somit im Bereich des Fahrzeuginnenraums 5 nicht wahrnehmbar.
Claims (6)
1. Bremseinrichtung eines Kraftfahrzeugs, im wesentlichen bestehend aus
einem Hauptbremszylinder und einem Bremskraftverstärker, der von einer
zwischen Fahrzeuginnenraum und Motorraum liegenden Stirnwand in diesen
absteht, und dessen Kolbenstange von einem seinerseits an der Stirnwand
festgelegten Faltenbalg luftdicht umgeben ist, wobei am Gehäuse des
Bremskraftverstärkers stirnwandseitig wenigstens eine Nut vorgesehen ist,
über die beim Bremsvorgang Luft aus dem Motorraum angesaugt und durch
eine Wandöffnung der Stirnwand in den Ringraum des Faltenbalgs und von
diesem in die kolbenstangenseitige Stirnseite des Steuergehäuses des
Bremskraftverstärkers eingeleitet wird,
dadurch gekennzeichnet, daß am stirnwandseitigen Endbereich des Falten
balgs (12) ein die Wandöffnung (16) der Stirnwand (6) durchsetzender Fort
satz (15) ausgebildet ist, von dem ein radial gerichteter, zwischen der Stirn
wand (6) und dem Bremskraftverstärker (3) liegender Anschraubflansch (14)
absteht, wobei ferner an der Innenwandung des Fortsatzes (15) mindestens
eine, in den Ringraum (a) des Faltenbalgs (12) einmündende Luftdurchtritts
öffnung (18) vorgesehen ist, die mit der stirnseitigen Nut (20) am Bremskraft
verstärker in Verbindung steht.
2. Bremseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Nut (20) in rinnenförmiger, stirnseitig offe
ner Ausbildung an einem der Stirnwand (6) zugewandten Deckel (3') des
Gehäuses des Bremskraftverstärkers (3) ausgebildet ist und sich vom unten
liegenden, äußeren Rand des Deckels (3') radial bis zur Luftdurchtrittsöff
nung (18) des Faltenbalgs (12) erstreckt.
3. Bremseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß von einem der Stirnwand (6) zugewandten
Deckel (3') des Gehäuses des Bremskraftverstärkers (3) stirnseitig mehrere,
im Winkelabstand voneinander angeordnete Befestigungsschrauben (21)
abstehen, über die er unter Durchsetzung von Durchgangsbohrungen der
Stirnwand (6) mit einem sich im Fahrzeuginnenraum (5) befindenden Fuß
hebellagerbock (11) verschraubt ist.
4. Bremseinrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Fortsatz (15) des Faltenbalgs (12) an sei
ner Innenwandung mehrere, im Winkelabstand voneinander angeordnete,
etwa achsparallel verlaufende Luftdurchtrittsöffnungen (18) aufweist, wobei
bei Montage des Bremskraftverstärkers (3) die in dessen Deckel (3') ausge
bildete Nut (20) etwa lotrecht nach unten verläuft und dabei innenseitig mit
einer Luftdurchtrittsöffnung (18) des Faltenbalgs (12) in Verbindung steht.
5. Bremseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die die Kolbenstange (9) des Bremskraftver
stärkers (3) umgebende Stirnwand (12') des Faltenbalgs (12) über mehrere,
im Winkelabstand voneinander angeordnete Anlagerippen (17) an der zuge
wandten Stirnseite (8') des Steuergehäuses (8) des Bremskraftverstärkers
(3) anliegt.
6. Bremseinrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
- 1. der Fortsatz (15) des Faltenbalgs (12) mit einer umlaufenden, an seinem freien Ende liegenden Auflageschulter (15') versehen ist,
- 2. am Fußhebellagerbock (11) eine von den Befestigungsschrauben (21) des Bremskraftverstärkers (3) durchsetzte Halteschulter (22) vorgese hen ist, deren radial gerichteter Vorsprung auf der Auflageschulter (15') des Fortsatzes (15) des Faltenbalgs (12) aufliegt,
- 3. der Faltenbalg (12) bei festgezogenen Befestigungsschrauben (21) über die Halteschulter (22) festgelegt ist.
Priority Applications (1)
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| DE1995123309 DE19523309C2 (de) | 1995-06-27 | 1995-06-27 | Bremseinrichtung eines Kraftfahrzeugs |
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| DE19523309C2 true DE19523309C2 (de) | 1998-12-03 |
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ID=7765358
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1995
- 1995-06-27 DE DE1995123309 patent/DE19523309C2/de not_active Expired - Fee Related
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