DE19528016C2 - Hydraulische Maschine in Zahnring-Bauweise - Google Patents
Hydraulische Maschine in Zahnring-BauweiseInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine hydraulische Maschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine vorliegende hydraulische Maschine ist von einfacher Bauweise, wobei sie sich mit einer geringen
Anzahl von Bauteilen realisieren läßt, und sie zeichnet sich durch Störungsunanfälligkeit, Robustheit
und lange Lebensdauer aus. Sie funktioniert auch mit wahlweiser Drehrichtungsumkehr und auch mit
Motor- sowie Pumpenbetrieb.
Eine hydraulische Maschine der vorliegenden Art ist in der DE 42 02 466 A1 beschrieben. Bei dieser
bekannten Maschine sind der Rotor und der Rotorring zwischen zwei Seitenführungsscheiben geführt,
die vom anstehenden hydraulischen Innendruck gegen den Rotor und den Rotorring beaufschlagt sind.
Zusätzlich sind die Seitenführungsscheiben durch Federn gegen den Rotor und den Rotorring
vorgespannt. Hierdurch ist eine erste Drucksteuervorrichtung gebildet, deren Seitenführungsscheiben
eine Ventilfunktion ausfuhren. Außerdem ist dieser bekannten hydraulischen Maschine eine zweite
Drucksteuervorrichtung mit einer Steueröffnung in einem Kanal des Gehäuses zugeordnet, der den den
anstehenden hydraulischen Druck enthaltenden Innenraum mit dem Auslaß der Maschine verbindet.
Die Steueröffnung ist durch ein Ventil gebildet, das in Strömungsrichtung zum Auslaß hin gegen die
Rückstellkraft der Feder öffnet. Durch diese Drucksteuervorrichtung wird der anstehende hydraulische
Druck ebenfalls gesteuert. Hierdurch werden schädliche Anpresskräfte der Seitenführungsscheiben
vermieden und die Funktionseigenschaften der Maschine verbessert, z. B. beim Starten und im
niedrigen Lastbereich.
Zwecks wahlweisem Funktionsbetrieb dieser hydraulischen Maschine im Links- und Rechtslauf sind
zwei zweite spiegelbildlich angeordnete Drucksteuervorrichtungen vorhanden, von denen der eine
Kanal mit dem Einlaß und der andere Kanal mit dem Auslaß verbunden ist, wobei die Steueröffnungen
durch Rückschlagventile gebildet sind, die in der Gehäusewandung nach außen münden und durch von
außen zugängliche Schraubstopfen verschlossen sind.
In der DE 33 42 131 C2 ist eine Ringkolben-Maschine beschrieben, bei der in einem den Innenraum
des Gehäuses und dessen Einlaß verbindenden Kanal ein hydrostatisch wirkendes Entlastungsventil in
Form eines Rückschlagventils angeordnet ist. Des weiteren sind der Rotor und der Rotorring zwischen
einer Ventilscheibe und einer Steuerscheibe geführt, von denen in der Steuerscheibe und in einer
nebengeordneten Gehäusewand Rückschlagventile in Bohrungen vorgesehen sind, die mit den Zu- und
Rücklaufleitungen in Verbindung stehen, wobei die Rückschlagventile jeweils in Strömungsrichtung zu
den Druckkammern hin öffnen und in die umgekehrte Richtung schließen.
An eine hydraulische Maschine der vorliegenden Art sind mehrere Forderungen gestellt. Neben einer
guten Funktion und einer einfachen, stabilen und funktionssicheren Bauweise langer Lebensdauer
besteht auch die Forderung nach einer einfachen und kostengünstigen Herstellung, so daß eine
preiswerte Herstellung möglich ist.
Außerdem sollen bedeutende Funktionen der Maschine von außen nicht zugänglich sein, um eine
falsche Einstellung durch Unbefugte zu verhindern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine hydraulische Maschine der eingangs angegebenen Art
so auszugestalten, daß eine störungsfreie Funktion und eine gute Leistungsausnutzung erreicht wird.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung kann die Zuführung des hydraulischen Mediums z. B. durch
eine entsprechend kleine Bemessung des Einlasses insgesamt oder durch die Anordnung einer lokalen
Drossel im Einlaß gedrosselt werden, wodurch ein ruhiger und gleichmäßiger Lauf entsprechend
niedriger Drehzahl erreicht wird. Dies gilt sowohl für Motor- als auch Pumpenbetrieb. Bei
Drehrichtungsumkehr ist dagegen ein forcierter Auslaß und somit eine forcierte Entspannung zum
jeweiligen Auslaß hin gewährleistet. Hierdurch werden somit bei einer Funktion in der einen oder
anderen Drehrichtung sowie im Motor- und Pumpenbetrieb ein schädlicher Auslaß-Staudruck
vermieden, und deshalb kann die vorhandene Leistung optimal ausgenutzt werden.
Außerdem werden die Steuerbarkeit und die Funktion verbessert.
In den Unteransprüchen sind Merkmale enthalten, die im weiteren zu kleinen, kostengünstig
herstellbaren und einfach montier- bzw. demontierbaren Bauweisen guter Funktion fuhren.
Nachfolgend werden die Erfindung und weitere durch sie erzielbare Vorteile anhand von mehreren
Ausgestaltungen beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine erfindungsgemäße hydraulische Maschine im
axialen Schnitt;
Fig. 2 den Schnitt II-II in Fig. 1;
Fig. 3 eine Steuerscheibe der hydraulischen Maschine in
axialer Unteransicht;
Fig. 4 die Ventilsteuerscheibe nach Fig. 3 im Halb
schnitt;
Fig. 5 eine erfindungsgemäße hydraulische Maschine im
axialen Schnitt in abgewandelter Ausgestaltung;
Fig. 6 den Schnitt VI-VI in Fig. 5;
Fig. 7 eine erfindungsgemäße hydraulische Maschine im
axialen Schnitt in weiter abgewandelter Ausge
staltung;
Fig. 8 den Schnitt VIII-VIII in Fig. 7;
Fig. 9 eine erfindungsgemäße hydraulische Maschine im
axialen Schnitt in weiter abgewandelter Ausge
staltung;
Fig. 10 eine erfindungsgemäße hydraulische Maschine in
weiter abgewandelter Ausgestaltung.
Die Hauptteile der hydraulischen Maschine 1 sind ein Gehäuse 2, eine im Gehäuse 2 drehbar
gelagerte Welle 3, ein vom Gehäuse umgebener und die Welle umgebender Ringraum 4, ein die
Welle 3 umgebender und mit dieser drehfest verbundener Rotor S mit einer Außenverzahnung 6, ein im
Ringraum 4 angeordneter und den Rotor 5 umgebender Rotorring 7, der eine Innenverzahnung 8
aufweist, die mit der Außenverzahnung 6 des Rotors 5 zusammenwirkt und eine Außenverzahnung 9
aufweist, die mit einer Innenverzahnung 11 am Gehäuse 2 zusammenwirkt, eine den Ringraum 4 auf
einer Seite begrenzende Seitenscheibe in Form einer Steuerscheibe 12, eine den Ringraum 4
auf der gegenüberliegenden Seite begrenzende Seitenscheibe 13 und im einzelnen noch zu
beschreibende Zu- und Abführungsleitungen für ein hydraulisches Medium, insbesondere
Hydrauliköl, die mit dem Ringraum in Verbindung stehen.
Die Welle 3 durchsetzt das im Querschnitt vorzugsweise kreisrunde Gehäuse 2 einseitig oder beidseitig
jeweils in einer Durchführungsbohrung 14 nach außen, in der sie durch wenigstens einen geeigneten
Dichtungsring abgedichtet ist.
Bei der vorliegenden Ausgestaltung besteht das Gehäuse 2 aus drei Gehäuseteilen 2a, 2b, 2c, von
denen das Gehäusemittelteil 2b durch einen Ring in der Breite des Ringraums 4 gebildet ist, der an
seiner Innenmantelfläche die Innenverzahnung 11 aufweist und durch Zapfenverbindungen
konzentrisch an den Gehäuseteilen 2a, 2c zentriert ist. Die Zapfenverbindungen werden bei der
vorliegenden Ausgestaltung durch von den äußeren Gehäuseteilen 2a, 2c an deren Außenumfang
vorspringenden Ringstegen 15 gebildet, die in passenden Ringnuten 16, hier an der Peripheri des
Gehäuseteils 2b, schließend einfassen. Die Gehäuseteile 2a, 2b, 2c sind durch mehrere, auf dem
Umfang verteilt angeordnete, sich parallel zur Mittelachse 17 des Gehäuses 2 erstreckende,
andeutungsweise dargestellte Schrauben 18 miteinander verschraubt.
Zu beiden Seiten des Ringraumes 4 sind in den Gehäuseteilen 2a, 2c zylindrische Stufenausnehmungen
19, 21 angeordnet, in denen die Steuerscheibe 12 und die Seitenscheibe 13 angeordnet sind.
Außenseitig von den Stufenausnehmungen 19, 21 sind in den Gehäuseteilen 2a, 2c außerdem
Lagerstufenausnehmungen 22, 23 angeordnet, in denen die Welle 3 mittels zwei geeigneten Lagern
gelagert ist, hier zwei Wälzlagern 24, 25, bei denen es sich bei der vorliegenden Ausgestaltung um
zwei einander entgegengesetzt angeordnete Schrägwalzenlager handelt, die relativ hohe axiale Kräfte
aufnehmen können. Die Steuerscheibe 12 ist durch eine Drehsicherung 20 im Gehäuse 2 drehgesichert,
hier durch einen achsparallelen Stift 20a.
Der Rotor 5 ist durch eine Drehmitnahmeverbindung, z. B. Keilnutverbindung 26, drehfest mit dem von
ihm umgebenen Abschnitt der Welle 3 verbunden. Vorzugsweise ist die Passung der Keilnutver
bindung 26 so leichtgängig, daß der Rotor 5 auf der Welle 3 axial leicht verschiebbar ist. Ferner
ist die Keilnutverbindung 26 z. B. durch geeignete Spalte 5 so ausgebildet, daß ein Durchgang für
das hydraulische Medium zwischen den Lagerstufenausnehmungen 22, 23 gewährleistet ist.
Wie insbesondere Fig. 2 zeigt, weist die jeweils durch gerundete Zähne und Zahnlücken gebildete
Außenverzahnung 6 am Rotor 5 und die Innenverzahnung 8 am Rotorring 7 eine unterschiedliche
Zähnezahl auf, wobei die Innenverzahnung 8 vorzugsweise einen Zahn mehr aufweist. Hierdurch
werden zwischen zugehörigen Zähnen und Zahnlücken der Außenverzahnung 6 und der
Innenverzahnung 8 Arbeitskammern gebildet, die durch Anlage zugehöriger Zähne bei 27 voneinander
getrennt und im wesentlichen abgedichtet sind.
Nachfolgend wird die Maschine 1 als Motor beschrieben, wobei das hydraulische Medium in den Fig.
1, 5, 7, 9, und 10 von links nach rechts strömt.
Es ergeben sich jeweils auf einer Seitenhälfte einer sich im Betrieb der Maschine 1 stetig ändernden
Längsmittelebene 28 Druckkammern 29 und auf der anderen Seitenhälfte Rücklaufkammern 31. Dabei
wirken die Zähne der Außenverzahnung 6 mit in der Steuerscheibe 12 angeordneten und mit den
Druckkammern 29 korrespondierenden Zuführöffnungen 32 und mit den Rücklaufkammern 31
korrespondierenden Abführöffnungen 33 für das hydraulische Medium so durch Abdeckung und
Freigabe in bekannter Weise zusammen, daß die an sich bekannte Funktion der hydraulischen
Maschine 1 gewährleistet ist und die Welle 3 eine Rotation ausführt. Bei dieser Rotation in der einen
Umfangsrichtung, siehe z. B. Pfeil 34, fuhrt der Rotorring 7 durch die Verzahnungen herbeigeführten
exzentrische Bewegungen bzw. Taumelbewegungen in radialer Richtung und in Umfangsrichtung aus,
die durch unterschiedliche Zähnezahl der inneren Verzahnung Vi und durch eine unterschiedliche
Querschnittsbemessung der vorzugsweise gleiche Zähnezahlen aufweisenden Außenverzahnung Va
gewährleistet ist. Diese Funktion einer vorliegenden hydraulischen Maschine 1 ist bekannt und
braucht in soweit nicht weiter beschrieben zu werden.
Die Steuerscheibe 12 ist vorzugsweise im kappenförmigen Gehäuseteil 2c angeordnet.
Die in Umfangsrichtung abwechselnd angeordneten Zu- und Abführöffnungen 32, 33 stehen jeweils
mit sich vorzugsweise axial und radial erstreckenden Kanälen 35, 36 mit axial voneinander
beabstandeten, abgedichteten Umfangsnuten 37, 38 in der Steuerscheibe 12 in Verbindung, in die
jeweils ein radialer Zu- und Abführkanal 39, 41 im Gehäuse 2 mündet. Bei der vorliegenden
Ausgestaltung sind einander diametral gegenüberliegend Einschraublöcher 42, 43 für
Leitungsarmaturen angeordnet, die durch die vorzugsweise als Drosseln ausgebildeten Zu- und
Abführkanäle 39, 41 mit den Umfangsnuten 37, 38 verbunden sind.
Im Betrieb der Maschine 1 sind nicht nur die Zuführ- und Abfuhrkammern 29, 31 mit dem
hydraulischen Medium gefüllt, sondern es füllen sich aufgrund vorhandener Spalte 5 und des
Durchgangs von Lecköl, z. B. an den Dichtungsflächen 44, 45 zwischen dem Rotor 5 und den
Seitenscheiben, auch die Lagerräume 46, 47 mit dem hydraulischen Medium, insbesondere
Hydrauliköl, was zwecks der Schmierung der Lager erwünscht ist. Desgleichen füllt sich auch der
ringförmige Zwischenraum 48 zwischen der Außenverzahnung 9 und der Innenverzahnung 11, was
ebenfalls aus Gründen der Schmierung der Gleitflächen im Bereich der Dichtungsflächen 44, 45
und im Bereich der Gleitflächen der äußeren Verzahnung Va erwünscht ist.
Es ist vorteilhaft, eine oder beide vorhandenen Seitenscheiben, hier die Seitenscheibe 13 und/oder
die Seitenscheibe 12 axial verschiebbar anzuordnen und durch eine axiale Schubkraft gegen den Rotor
5 und den Rotorring 7 zu beaufschlagen. Hierzu dienen eine Feder und der hydraulische Druck in den
Lagerräumen 46, 47. Bei einer längs gerichteten Verschiebbarkeit ist darauf zu achten, daß die
Steuerscheibe 12 in der Drehsicherung 20 längs verschiebbar ist, was durch ein entsprechendes
Bewegungsspiel in einem der beiden Löcher für den Sicherungsstift 20a in einfacher Weise erreichbar
ist. Außerdem sind die Umfangsnuten 37, 38 wegen der Mediumzuführung breiter zu bemessen.
Bei der vorliegenden, mit durchgehenden Linien dargestellten Ausgestaltung ist die
Steuerscheibe 12 axial unverschiebbar im Gehäuse 2 gelagert, während die Seitenscheibe 13 axial
verschiebbar in der Stufenausnehmung 19 gelagert und durch eine Feder 52, hier eine Tellerfeder,
gegen den Rotor 5 und den Rotorring 7 beaufschlagt ist. Die an der Seitenscheibe 13
wirksame, mechanische und hydraulische Beaufschlagungskraft F1 soll dabei gleich oder etwas
größer sein, als die entgegen gerichtete Beaufschlagungskraft F2, die der Arbeitsdruck in den als
Druckkammern wirksamen Zuführkammern 29 und ein in den Abführkammern 31 vorhandener
Druck an der Seitenscheibe 13 erzeugen. Die Maschine 1 kann jedoch auch für einen
gewünschten Benutzungsfall so eingestellt sein oder werden, daß die Beaufschlagungskraft F2
geringer ist als F1. Entsprechend ist die Größe der äußeren Ringfläche 53 unter
Berücksichtigung der Schubkraft der Feder 52 zu bemessen. Der Überschuß der
Beaufschlagungskraft F1 soll zwecks Abdichtung einen gewissen Andruck erzeugen und nur so
groß sein, daß keine schädliche Reibung und ein erhöhter Verschleiß an den Dichtungsflächen 44,
45 auftritt.
Dies gilt auch für die Steuerscheibe 12, wenn diese allein oder zusätzlich zur Seitenscheibe 13
axial verschiebbar und entsprechend beaufschlagt ist, was strichpunktiert angedeutet ist. Bei der
letzteren Ausgestaltung sind die Steuerscheibe 12 und die Seitenscheibe 13 durch die vorhandenen
Federn 52, 52a mittenzentriert.
Bei der vorliegenden Ausgestaltung mit einer oder zwei axial verschiebbaren Seitenscheiben 12, 13 ist
die Breite des Ringraums 4 etwas größer bemessen, als die Breite des Rotorrings 7 und des Rotors
5, so daß letztere im Ringraum 4 geringfügig axial verschiebbar sind.
Der Durchmesser der Seitenscheiben, hier der Steuerscheibe 12 und der Seitenscheibe 13, ist kleiner
bemessen, als der zwischen den Zähnen gemessene Innendurchmesser der Innenverzahnung 11, so daß
die Steuerscheibe 12 und die Seitenscheibe 13 nicht an den Seitenflächen der Innenverzahnung 11 bzw.
dem Gehäuseteil 26, sondern an den Seitenflächen des Rotorrings 7 anliegen.
Die wenigstens eine axial verschiebbare Seitenscheibe 13 übt somit eine Ventilfunktion aus und ist Teil
einer ersten Drucksteuervorrichtung 49, die den an der Außenseite der wenigstens einen Seitenscheibe
13 anstehenden hydraulischen Druck p1 steuert. Wenn der Arbeitsdruck pA steigt, wird die
Seitenscheibe 13 etwas gegen die Kraft der Feder 52 gespreizt, so daß das Ventil 49a etwas öffnet und
es zu einem Druckausgleich unter Berücksichtigung des genannten Kräfteverhältnisses F1 zu F2
kommt.
Der hydraulischen Maschine 1 ist eine zweite Drucksteuervorrichtung 54 mit einer
Drucksteueröffnung 54a zugeordnet, die in einem Verbindungskanal 55 angeordnet ist, der den
Innenraum des Gehäuses 2 mit der Abführseite bzw. dem Rücklauf der Maschine 1 verbindet. Es ist
der Zweck der zweiten Drucksteuervorrichtung 54, die Druckdifferenz zwischen dem Arbeitsdruck
pA und dem anstehenden Druck p1 unter Berücksichtigung des vorbeschriebenen Kräfteverhältnises
F1/F2 im wesentlichen über den gesamten Arbeitsdruckbereich (geringer Lastbetrieb bis Vollast)
etwa konstant zu steuern und somit einen schädlichen Anstieg des anstehenden Druckes p1 und einen
schädlichen starken Andruck der Seitenscheibe 13 zu verhindern. Dies läßt sich durch eine
Druckentlastung des Druckes p1 durch die Steueröffnung 54a zum Rücklauf hin erreichen und kann
durch eine Drucksteueröffnung 54a in Form einer konstanten oder verstellbaren Drossel oder eines
Steuerventils 54b mit einem gegen eine Federkraft zu öffnenden Schließkörper erreicht werden. Durch
eine Vergrößerung der Drossel bzw. der Steueröffnung 54a oder der Federkraft, lassen sich der Druck
p1 und die Anpreßkraft F1 einstellen, auch sehr gut im niedrigen Lastbereich.
Entsprechend ist der Querschnitt der Drucksteueröffnung 54b bemessen und die Federkraft
eingestellt oder einstellbar. Dabei hat sich ein Ventil 54b, das bereits bei einem niedrigen Druck p1
öffnet, als besonders vorteilhaft erwiesen. Bei hydraulischen Maschinen 1, die mit veränderlicher
Drehrichtung oder im Motor- oder Pumpenbetrieb betreibbar sind, und deshalb zwei
Drucksteuervorrichtungen 54 aufweisen, von denen die eine mit dem Einlaß und die andere mit dem
Auslaß verbunden ist, empfehlen sich Ventile 54b in Form von Rückschlagventilen 54c, die die
jeweilige Einlaßverbindung sperren. Die erste und die zweite Drucksteuervorrichtung 49, 54 sind
bezüglich ihrer auf den Druck p1 Einfluß nehmenden Wirkungen so aufeinander abgestimmt, daß das
angestrebte Kräfteverhältnis erreicht wird.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 befindet sich zumindest der die Drucksteueröffnung 54a
aufweisende Abschnitt des Verbindungskanals 55, vorzugsweise der Verbindungskanal 55 insgesamt,
in der Steuerscheibe 12, wobei der Verbindungskanal 55 mit der zugehörigen Umfangsnut 37, 38
verbunden ist. Es ist eine Stufenbohrung mit unterschiedlichen Bohrungsabschnitten 56a, 56b in
vorzugsweise etwa achsparalleler Anordnung vorgesehen, gegen deren die Drucksteueröffnung 54a
bildende Stufe der Schließkörper 57 durch eine Feder 58 beaufschlagt ist, die sich an einem den
Bohrungsabschnitt innenseitig verschließenden Schraubstopfen 59 abstützt. Von dem größeren
Bohrungsabschnitt 56b erstreckt sich radial ein Kanalabschnitt 60 zur zugehörigen Umfangsnut 37,
38. Die beiden vorhandenen zweiten Drucksteuervorrichtungen 54.1, 54.2 sind der Einlaß- und
Auslaßseite einander diametral gegenüberliegend in der Steuerscheibe 12 angeordnet. Wenn das Ein
schraubloch 42 die Druckseite ist, dann befindet sich die Drucksteuervorrichtung 54.2 in Funktion.
Vorzugsweise sind dem Eingang und Ausgang der Maschine 1, hier den gedrosselten Zuführ- und
Abführkanälen 39, 41, Bypaß-Sperrventile 61 in Form von Rückschlagventilen so zugeordnet, daß der
Schließkörper den Bypaß 62 in Eingangsrichtung sperrt und in Ausgangsrichtung öffnet. Hierdurch ist
im jeweiligen Funktionsbetrieb der Maschine 1 ein forcierter Auslaß und somit eine forcierte
Entspannung zum jeweiligen Auslaß hin gewährleistet.
Die Bypaß-Sperrventile 61 sind von außen zugänglich in die Zuführ- und Abführkanäle 39, 41 oder
die Umfangsnuten 37, 38 und die Einschraublöcher 42, 43 schneidenden, hier schräg verlaufenden
Bohrungen 63 mit einer Ventilöffnung 64a angeordnet, gegen die ein Ventilkörper 64b durch eine
Feder 64c vorgespannt ist, die sich an einem von außen zugänglichen Schraubstutzen abstützt. Die
Bypaß-Sperrventile 61 können auch von außen unzugänglich im Gehäuse 2 angeordnet sein.
Bei der Ausgestaltung nach den Fig. 5 und 6 sind mehrere zweite Drucksteuervorrichtungen 54 so in
den Rotorring 7 integriert, daß in jeder Drehstellung des Rotorrings 7 eine Strömungsverbindung
zwischen wenigstens einer Rücklaufkammer 31 im Bereich der Rücklaufzone und dem Zwischenraum
48 besteht, wobei jeder Drucksteuervorrichtung 54 eine Drucksteueröffnung 54a in einem den
Rotorring 7 von innen nach außen durchsetzenden, vorzugsweise radialen Verbindungskanal 65
angeordnet ist.
Für eine solche Ausgestaltung gibt es mehrere Ausgestaltungsmöglichkeiten, die auch zu
unterschiedlichen Funktionen fuhren.
Zunächst ist zu bemerken, daß zwei einander diametral gegenüberliegende Verbindungskanäle 65 im
Rotorring 7 ausreichen, um die Strömungsverbindung zu gewährleisten. Um jedoch eine
Beeinträchtigung der Strömungsverbindung im Übergangsbereich zwischen der Abführseite und der
Zuführseite zu verhindern, ist es vorteilhaft, drei oder mehr, z. B. vier Drucksteuervorrichtungen 54
mit Verbindungskanälen 65 auf dem Umfang verteilt anzuordnen.
Im Rahmen der Erfindung ist es im weiteren möglich, die Drucksteuervorrichtungen 54 lediglich durch
jeweils einen Verbindungskanal 65 mit einer Drucksteueröffnung 54a zu bilden, die im Sinne einer
Drossel den Strömungsdurchgang steuert. Dabei findet dann, wenn sich wenigstens ein
Verbindungskanal 65 im Bereich der Druckzone befindet, ein Strömungsdurchgang von der
Druckzone nach außen zum Zwischenraum 48 hin statt, während dann, wenn sich wenigsten ein
Verbindungskanal 65 im Bereich der Abführzone befindet, ein Strömungsdurchgang vom
Zwischenraum 48 nach innen zur Abfuhrzone und weiter über eine oder mehrere Abführkammern 31
und die Abführ-Kanäle 35, 36 zum Auslaß hin stattfindet. Auch bei einer solchen Ausgestaltung
ist die Funktion gewährleistet, weil eine durch eine Drucksteueröffnung 54a bzw. Drossel gesteuerte
Strömungsverbindung zwischen dem Raum 46, 47, der den auf die wenigstens eine Seitenscheibe 13
wirkenden Druck p1 enthält, und dem Auslaß besteht. Hierdurch ist sowohl die grundsätzliche Funktion
der axialen Verschiebbarkeit der wenigstens einen Seitenscheibe 13 als auch eine funktionierende
Drucksteuerung des an ihr anstehenden und die Kraft F1 mitbestimmenden Druckes gewährleistet.
Vorzugsweise sind jedoch in die Verbindungskanäle 65 Ventile 54b integriert bzw. zugeordnet,
deren jeweils durch die Drucksteueröffnung 54a gebildete Ventilöffnung durch einen Schließkörper
gegen die Kraft einer Feder geöffnet oder geschlossen bzw. gesteuert werden. Bei der vorliegenden
Ausgestaltung ist jeweils der Verbindungskanal 65 durch eine radial von außen nach innen in den
Rotorring 7 eingearbeitete Stufenbohrung 66 mit Bohrungsabschnitten 66a, 66b gebildet, wobei
die kleine Stufenbohrung 66a innen liegt. Außen ist in die große Stufenbohrung 66b ein Widerlagerteil
67 mit einem die Drucksteueröffnung 54a bildenden Längskanal 68 dicht eingesetzt, hier
eingeschraubt, wobei ein Schließkörper 69 durch eine sich an der Bohrungsstufe abstützende Feder 71
gegen die Drucksteueröffnung 54a am inneren Ende des Längskanals 68 vorgespannt ist. Hierdurch
sind Rückschlagventile 54c gebildet, die in der Druckzone unter der Wirkung des Arbeitsdrucks
pA geschlossen sind und in der Abfuhrzone durch den im Zwischenraum 48 vorhandenen Druck p1
öffnen und einen gesteuerten Strömungsdurchgang freigeben, der sich über die Abführkammern 31
zum Auslaß fortsetzt. Aufgrund des Vorhandenseins mehrerer solcher auf dem Umfang verteilt
angeordneter Drucksteuervorrichtungen 54 kann ein Strömungsdurchgang auf der Abführseite zum
Auslaß hin ständig stattfinden.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 und 8, bei dem gleiche oder vergleichbare Teile ebenfalls mit
gleichen Bezugszeichen bezeichnet sind, ist eine dritte Drucksteuervorrichtung 74 in den Rotorring 7
integriert, die eine Drucksteueröffnung 74a in einem den Rotorring 7 von innen nach außen
durchsetzenden Verbindungskanal 75 aufweist. Es ist der Zweck dieser Drucksteuervorrichtung 74
einen gesteuerten Strömungsdurchgang zwischen wenigstens einer Zuführkammer 29 und dem
Zwischenraum 48 zu gewährleisten. Hierzu eignet sich eine Drucksteueröffnung 74a in Form einer
konstanten oder verstellbaren Drossel oder eines Ventils 74b mit einem gegen eine Federkraft zu
öffnenden Schließkörper. Theoretisch könnten auch hier zwei einander diametral gegenüberliegende
Drucksteuervorrichtungen 74 einen Strömungsdurchgang zwischen der Druckseite und dem
Zwischenraum 48 gewährleisten. Um Beeinträchtigungen dieses Strömungsdurchgangs im
Übergangsbereich zwischen der Druckseite und der Abführseite auszuschließen, sind auf dem Umfang
verteilt mehrere, z. B. drei oder vier dritte Drucksteuervorrichtungen 74 vorgesehen, so daß ständig
der vorgenannte Strömungsdurchgang stattfinden kann. Wie die Fig. 7 zeigt, sind die dritten
Drucksteuervorrichtungen 74 axial neben den zweiten Drucksteuervorrichtungen 54 des
Ausführungsbeispiels nach Fig. 5 und 6 angeordnet. Die Drucksteuervorrichtungen 74 können jedoch
auch gegenüber letzteren in Umfangsrichtung versetzt angeordnet sein.
Es ist der Zweck der dritten Drucksteuervorrichtungen 74, vorzugsweise in dessen im
wesentlichen gesamten Druckbereich in Abhängigkeit des jeweils herrschenden Arbeitsdrucks
pA einen Druckausgleich im Zwischenraum 48 und somit auch an der Außenseite der wenigstens
einen Seitenscheibe 13 für den anstehenden Druck p1 herbeizuführen, der das angestrebte
Kräfteverhältnis zwischen den Beaufschlagungskräften F1 und F2 und somit den angestrebten
Andruck gewährleistet. Der von den dritten Drucksteuervorrichtungen 74 herbeigeführte
Druckausgleich erfolgt, bevor die erste Drucksteuervorrichtung 49 der wenigstens einen Ventil-
Seitenscheibe 13 reagiert. Infolgedessen ermöglichen die dritten Drucksteuervorrichtungen 74 den
angestrebten Druckausgleich, bevor die wenigstens eine Seitenscheibe 13 in Ventilfunktion
treten und geringfügig abheben würde. Mit einer entsprechend niedrigeren Ansprechgröße als das
Drucksteuerventil 49a sind die dritten Drucksteuervorrichtungen 74 eingestellt. Infolgedessen
wird beim Vorhandensein der dritten Drucksteuervorrichtungen 74 ein Abheben der Ventil
seitenscheibe 13 verhindert oder zumindest vermindert. Dies läßt sich durch einen
Druckausgleich zwischen wenigstens einer Druck- bzw. Zuführkammer 29 und dem den
anstehenden Druck p1 enthaltenden Innenraum 46, 47 oder durch eine Druckentlastung zum Auslaß
hin durch das oder die sich auf der Druckseite befindlichen Drucksteuervorrichtungen 74
hindurch erreichen. Hierzu kann die zugehörige Drucksteuervorrichtung 74 eine konstante
oder verstellbare Drossel oder ein Steuerventil 74b oder Rückschlagventil 74c mit einem
gegen eine Federkraft öffnenden Schließkörper 69 aufweisen. Dabei hat sich ein Ventil 74b als
vorteilhaft erwiesen, das bereits bei einem niedrigen Arbeitsdruck pA öffnet. Besonders
vorteilhaft ist eine proportional arbeitende Drucksteuervorrichtung 74, insbesondere ein
Proportionalventil 74b. Durch eine Vergrößerung oder Verkleinerung der Drossel, bzw. der
Drucksteueröffnung 74a oder der Federkraft, läßt sich der Druck p1 und die Anpreßkraft F1
einstellen, auch im niedrigen Lastbereich. Entsprechend ist der Querschnitt der
Drucksteueröffnung 54b bemessen und die Federkraft einstellbar oder eingestellt. Die
Einstellbarkeit ist bei den vorliegenden Ausführungsbeispielen durch ein unterschiedlich tiefes
Einschrauben der Schraubstopfen 59 oder Widerlagerteile 67 gewährleistet. Im weiteren
ermöglichen die dritten Drucksteuervorrichtungen 74 eine feinfühligere und genauere Steuerung
des Druckausgleichs, da mit geringeren Federkräften und bei besseren Steuerbedingungen
gearbeitet werden kann.
Die zweiten und dritten Drucksteuervorrichtungen bzw. -ventile arbeiten proportional zu
Druckveränderungen des Arbeitsdrucks pA.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 und 8 sind die Drucksteueröffnungen 74a in vergleichbaren,
den Rotorring 7 von innen nach außen durchsetzenden Verbindungskanälen 65 ausgebildet, wie es für
die Drucksteuervorrichtungen 54 gemäß Fig. 5 und 6 beschrieben worden ist. Infolgedessen sind auch
die zugehörigen Ventile 74b und Rückschlagventile 74c entsprechend ausgebildet. Ein wesentlicher
Unterschied besteht jedoch darin, daß die Drucksteuervorrichtungen 74 mit einem entgegengesetzten
Strömungsdurchgang arbeiten, daß heißt, die Ventile 74b bzw. Rückschlagventile 74c öffnen nach
außen und schließen nach innen. Bei den dritten Drucksteuervorrichtungen 74 sind somit die
Drucksteueröffnungen 74a an den Innenrändern der kleinen Stufenbohrungen 66a gebildet, gegen
die die Schließkörper 69 beaufschlagt sind. Ergänzend wird noch hinzugefügt, daß im Gegensatz
zu den zweiten Drucksteuervorrichtungen 54 beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 bis 8 die
dritten Drucksteuervorrichtungen 74 in der Abführzone unter dem anstehenden Druck p1 im
Zwischenraum 48 schließen und nur in der Druckzone unter der Wirkung des Arbeitsdrucks pA
öffnen. Im Funktionsbetrieb arbeiten die zweiten und dritten Drucksteuervorrichtungen 54, 74
wechselseitlich und deshalb gewährleistet die Kombination der zweiten Drucksteuervorrichtungen 74
und der zweiten Drucksteuervorrichtungen 54 einen ständigen Strömungsdurchgang zum Auslaß hin.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 9 sind die Drucksteuervorrichtungen 74 in Kombination mit
Drucksteuervorrichtungen 54 des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 1 bis 4 kombiniert.
Es ist im Rahmen der Erfindung auch möglich, die dritten Drucksteuervorrichtungen 74 in
Kombination mit zweiten Drucksteuervorrichtungen 54 zu kombinieren, wie sie bei der
gattungsgemäßen Maschine gemäß DE 42 02 466 A1 zu entnehmen ist. Bei dieser an sich bekannten
Drucksteuervorrichtung 54 ist die Drucksteueröffnung 54a von außen zugänglich in Kanälen des
Gehäuses 2 angeordnet, wobei ein den vorbeschriebenen zweiten Drucksteuervorrichtungen
entsprechendes Ventil 54b bzw. Rückschlagventil 54c in einem die Lagerräume 46, 47 mit dem
zugehörigen Auslaß, hier ein Schraubloch 42, 43, verbindenden Kanal 55 angeordnet ist, wobei die
Ventilfeder 58 den Schließkörper 57 entgegen der Strömungsrichtung gegen die Drucksteueröffnung
54a beaufschlagt. Die Funktion dieser zweiten Drucksteuervorrichtung 54 entspricht jeweils der
Funktion der anderen zweiten Drucksteuervorrichtungen 54.
Die zweiten und/oder dritten Drucksteuervorrichtungen 54, 74 können auch in den Rotor 5 etwa radial
und/oder in eine oder beide Seitenscheiben 12, 13 achsparallel durchsetzenden Kanälen angeordnet
sein. Die Drucksteuervorrichtungen 54, 74 eignen sich auch zur Vermeidung von Schwierigkeiten, die
bei konstant hohem Abführstaudruck oder plötzlich auftretenden Abführstaudruckerhöhungen
auftreten, wie es z. B. bei langen Abführleitungen der Fall ist.
Nachfolgend werden noch zwei Besonderheiten der hydraulischen Maschine 1 beschrieben. Die erste
Besonderheit umfaßt eine allgemein mit 81 bezeichnete hydraulische Beaufschlagungsvorrichtung für
die wenigstens eine axial verschiebbar gelagerte Seitenscheibe 13, um diese vor einem schädlichen
Andruck gegen den Rotor 5 und den Rotorring 7 zu schützen.
Die hydraulische Beaufschlagungsvorrichtung 81 besteht aus einem inneren Vorrichtungsteil 81a
und einem äußeren Vorrichtungsteil 81b, die eine gemeinsame hydraulische
Beaufschlagungsvorrichtung 81 bilden können oder auch jeweils für sich funktionsfähig sein
können.
Der Vorrichtungsteil 81a ist durch eine Mehrzahl etwa achsparalleler Durchgangskanäle 82 in den
Zähnen des Rotors 5 gebildet, die mit ihren der Steuerscheibe 12 zugewandten Enden mit den
Zuführöffnungen 32, 33 korrespondieren und an ihren gegenüberliegenden Enden mit Kanalöffnungen
83 an der zugewandten Innenfläche der wenigstens einen Seitenscheibe 13 dicht anliegen. Die
Querschnittsgröße der Kanalöffnungen 83 kann größer sein als die Querschnittsgröße der Kanäle 82.
Die Anzahl der Kanäle 82 ist nach Bedarf zu bestimmen. Vorteilhaft ist es, in jedem Zahn des Rotors 5
einen Kanal 82 anzuordnen.
Der Vorrichtungsteil 81b umfaßt ebenfalls mehrere, auf dem Umfang verteilt angeordnete, etwa
achsparallele Kanäle 84 im Rotorring 7 oder vorzugsweise in dessen Zähnen, die mit Kanalöffnungen
85 an den Innenseiten der Seitenführungsteile 12, 13 dicht anliegen. Auch diese Kanalöffnungen 85
können im Querschnitt größer bemessen sein als der übrige Kanalquerschnitt. Außerdem sind diese
Kanäle 84 durch einen hier quer bzw. radial verlaufenden Kanal 86 mit dem Zwischenraum 48
verbunden.
Im Funktionsbetrieb der Maschine 1 wirkt an den Kanalöffnungen 83 der Arbeitsdruck pA und
an den Kanalöffnungen 85 der in den Lagerräumen 46, 47 und im Zwischenraum 48 vorhandene
Druck p1. Durch diese hydraulische Beaufschlagung werden an der Seitenscheibe 13 oder den
Seitenscheiben 12, 13 nach außen wirksame Kräfte erzeugt, die dem Andruck der jeweiligen
Seitenscheibe entgegenwirken und somit bei entsprechender Bemessung der Kanalöffnungsquerschnitte
einen schädlichen Andruck der Seitenscheibe oder der Seitenscheiben verhindern können.
Darüber hinaus werden durch das an den Kanalöffnungen 83, 85 anstehende hydraulische Medium,
insbesondere Hydrauliköl, die Gleitflächen zwischen den Seitenscheiben 12, 13 und dem Rotor 5
sowie dem Rotorring 7 forciert geschmiert und somit Reibung und Verschleiß verringert.
Bei der Bestimmung des Kräfteverhältnises F1/F2 sind die hydraulischen Kräfte der
Beaufschlagungsvorrichtungen 81a, 81b zu berücksichtigen.
Die zweite Besonderheit bezieht sich auf ein Widerlager 91 für die die wenigstens eine Seitenscheibe
13 gegen den Rotor 5 und den Rotorring 7 beaufschlagende Federanordnung 92, die bei der
Ausgestaltung gemäß Fig. 1 durch eine gemeinsame Tellerfeder 52 gebildet ist oder auch durch
mehrere Einzelfedern gebildet sein kann, z. B. mehrere auf dem Umfang verteilt angeordnete
Druckfedern 52.1 gemäß Fig. 5. Wesentlich ist, daß das Widerlager 91 an der Welle 3 angeordnet ist
bzw. daran abgestützt ist.
Bei der Ausgestaltung gemäß Fig. 1 ist die Federanordnung 92 durch die Tellerfeder 52 gebildet, die
mit ihrem äußeren Rand an der zugehörigen Seitenscheibe 13 anliegt und mit ihrem inneren Rand an
einer das Widerlager 91 bildenden Schulterfläche 93 der Welle 3 abgestützt ist. Die Schulterfläche 93
kann durch einen Ringansatz der Welle 3 gebildet sein. Bei der vorliegenden Ausgestaltung wird die
Schulterfläche 93 durch den Innenring 24a des zugehörigen Wälzlagers 24 gebildet. Der Durchgang
des hydraulischen Mediums im Bereich der Tellerfeder 52 ist durch nicht dargestellte Löcher in der
Tellerfeder 52 oder an deren inneren und/oder äußeren Rand gewährleistet.
Bei der Ausgestaltung nach Fig. 5 ist das Widerlager 91 für die Mehrzahl auf dem Umfang verteilt
angeordneten Druckfedern 52a ebenfalls mittelbar oder unmittelbar an der Welle 3 abgestützt. Im
einzelnen ist hierzu eine Widerlagerscheibe 94 vorgesehen, die einstückig mit der Welle 3 ausgebildet
sein kann oder als separates Bauteil an einer rückseitigen Schulterfläche 93 anliegen kann, die
ebenfalls durch den Innenring 24a des Wellenlagers 24 gebildet sein kann. Zur Positionierung der
Druckfedern 52a können in der Widerlagerscheibe 94 auf deren Innenseite Aufnahmelöcher 95
vorgesehen sein, in denen die Druckfedern 92a teilweise aufgenommen und somit gegen eine
ungewollte Verlagerung gesichert sind.
Im Gegensatz zu den bekannten Ausgestaltungen, bei denen die Seitenscheibe 13 mitdreht und deshalb
ständig eine Reibung zwischen der Seitenscheibe 13 und der daran anliegenden Federanordnung
92 stattfindet, sind bei den erfindungsgemäßen Ausgestaltungen die Federanordnung 92 und das
Widerlager 91 mit der Welle 3 drehende Teile, die aufgrund einer Drehmitnahmeverbindung mit der
Welle 3 oder dem Rotor 5 eine Dreheinheit bilden. Es entfällt deshalb der Verschleiß zwischen der
Federanordnung 92 und der zugehörigen Seitenscheibe 13. Die aufgrund der Reibung bedingte
Verlustleistung wird bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung eingespart.
Eine weitere vorteilhafte Maßnahme besteht darin, den ringförmigen Rotor 5 und die Seitenscheibe
13 fest miteinander zu verbinden. Dies kann dadurch erfolgen, daß die Seitenscheibe 13 mit dem
Rotor 5 einstückig ausgebildet wird oder bei zweistückiger Ausbildung diese Teile fest miteinander
verbunden werden, bei der vorliegenden Ausgestaltung durch Schrauben 101, die auf dem Umfang
verteilt angeordnet sind. Es ist vorteilhaft, im Bereich jedes Zahnes des Rotors 5 eine Schraube 101
vorzusehen. Dabei können die mit Gewinde ergänzten Kanäle 82 als Schraubenlöcher dienen. Bei
der vorliegenden Ausgestaltung sind die Schrauben 101 von der Außenseite der zugehörigen
Seitenscheibe 13 durch darin befindliche Löcher 102 eingeschraubt. Hierbei kann es sich um
Senkkopfschrauben handeln. Bei dieser Ausgestaltung bildet die Seitenscheibe 13 mit dem Rotor 5
eine Bau und Bewegungseinheit, so daß der Rotor 5 an den Ventilbewegungen der Seitenscheibe 13
teilnimmt. Es kann deshalb dazwischen weder Reibung noch Verschleiß stattfinden. Zwischen
dem Rotor 5 und der Steuerscheibe 12 ist dagegen Reibung und Verschleiß wegen der dort
vorhandenen Schmierung durch die Zuführungsöffnungen 32 gering.
Die erfindungsgemäße Abstützung der Federanordnung 92 eignet sich auch sehr gut in Kombination
mit der hydraulischen Beaufschlagungsvorrichtung 81b und/oder einer Drehmitnahmeverbindung
zwischen dem Rotor 5 und der Seitenscheibe 13.
Wie aus den Schnittzeichnungen zu entnehmen ist, befinden sich die Drucksteuerventile 54b, 74b in
den Außenzähnen des Rotorrings 7. Sie können jedoch auch in den Innenzähnen des Rotorrings 7
angeordnet sein.
Claims (8)
1. Hydraulische Maschine (1) der Zahnring-Bauart, insbesondere hydraulischer Motor,
bestehend aus
- 1. einem Gehäuse (2),
- 2. einer im Innenraum des Gehäuses (2) drehbar gelagerten Welle (3), die mit wenigstens einem Wellenende die Wandung des Gehäuses (2) in einem Loch abgedichtet durchsetzt,
- 3. einem im Gehäuse (2) drehfest auf der Welle (3) angeordneten Rotor (5), der eine Außenverzahnung (6) aufweist,
- 4. einem den Rotor (5) umgebenden Rotorring (7) mit einer Innenverzahnung (8), die mit der Außenverzahnung (6) des Rotors (5) zusammenwirkt,
- 5. wobei der Rotor (5) und der Rotorring (7) zwischen seitlichen Führungsflächen (44, 45) von Seitenführungsteilen (12, 13) geführt sind,
- 6. wobei zwischen den Verzahnungen (6, 8) des Rotors (5) und des Rotorrings (7) in einander diametral gegenüberliegenden Zonen Zuführkammern (29) und Abführkammern (31) gebildet sind,
- 7. die mit in wenigstens einer der Führungsflächen (44) angeordneten Zuführ- und Abführöffnungen (32, 33) von Zuführ- und Abführleitungen (35, 36) im Rotationsbetrieb korrespondieren, die einen Einlaß und einen Auslaß bilden,
- 8. wobei die Seitenführungsteile (12, 13) jeweils in einer Ausnehmung (19, 21) des Gehäuses (2) gelagert sind,
- 9. wobei ein Seitenführungsteil oder beide Seitenführungsteile (12, 13) in der zugehörigen Ausnehmung (19, 21) axial verschiebbar gelagert und durch den im zugehörigen Innenraum (46, 47) anstehenden hydraulischen Druck und durch eine Federkraft gegen den Rotor (5) und den Rotorring (7) beaufschlagt ist bzw. sind und eine erste Drucksteuervorrichtung (49) bilden,
- 10. wobei dem Einlaß und dem Auslaß jeweils eine zweite Drucksteuervorrichtung (54) mit wenigstens einer Steueröffnung (54a) in einem Verbindungskanal (55) zugeordnet ist zur Einstellung einer etwa konstanten Druckdifferenz zwischen dem Arbeitsdruck (pA) und dem an dem axial verschiebbaren Seitenführungsteil (12) anstehenden Druck (p1),
- 11. und wobei der Verbindungskanal (55) den den anstehenden Druck (pA) enthaltenden Innenraum (47) des Gehäuses (2) mit dem Einlaß oder dem Auslaß verbindet,
2. Hydraulische Maschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bypässe (62) gedrosselten Zuführ- und Abführkanälen (39, 41) im Gehäuse (2) in
Parallelanordnung zugeordnet sind.
3. Hydraulische Maschine nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zuführ- und Abführkanäle (39, 41) jeweils mit einer von zwei einen axialen
Abstand voneinander aufweisenden Umfangsnuten (37, 38) im Seitenführungsteil (12)
verbunden sind, die jeweils mit dem zugehörigen Verbindungskanal (55) und Zuführ- oder
Abführkanal (35, 36) im Seitenführungsteil (12) verbunden sind.
4. Hydraulische Maschine nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der die Drucksteueröffnung (54b) enthaltende Abschnitt des Verbindungskanals (55) in
dem die Rücklaufleitungen (55, 36) enthaltenden Seitenführungsteil (Steuerscheibe 12)
angeordnet ist.
5. Hydraulische Maschine nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere zweite Drucksteuervorrichtungen (54) im Rotorring (7) angeordnet sind, wobei
mehrere Verbindungskanäle (65) mit Steueröffnungen (54a) so im Rotorring (7) auf dem
Umfang verteilt angeordnet sind, daß eine Strömungsverbindung zwischen wenigstens einer
Zuführkammer (29) und dem den Umfangsbereich des Rotorrings (7) umgebenden
Zwischenraum (48) stattfinden kann, wobei der Zwischenraum (48) mit dem außenseitig von
dem oder den Seitenführungsteilen (12) vorhandenen Innenraum (46, 47) durch einen Kanal
oder einen Spalt (5) oder mit dem Rücklauf verbunden ist.
6. Hydraulische Maschine nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zweiten Drucksteuervorichtungen (54) jeweils durch ein Rückschlagventil (54c)
gebildet sind.
7. Hydraulische Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Drucksteuerventile (54b) der zweiten Drucksteuervorrichtungen (54) in einem etwa
achsparallelen Sackloch (56a, 56b) des Seitenführungsteils (12) angeordnet sind.
8. Hydraulische Maschine nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die die zweite Drucksteuervorrichtung (54) bildenden Verbindungskanäle (65) im
Rotorring (7) radial verlaufen.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29521191U DE29521191U1 (de) | 1995-07-31 | 1995-07-31 | Hydraulische Maschine in Zahnring-Bauweise |
| DE1995128016 DE19528016C2 (de) | 1995-07-31 | 1995-07-31 | Hydraulische Maschine in Zahnring-Bauweise |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19528016A1 DE19528016A1 (de) | 1997-02-06 |
| DE19528016C2 true DE19528016C2 (de) | 1998-10-22 |
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| DE1995128016 Expired - Fee Related DE19528016C2 (de) | 1995-07-31 | 1995-07-31 | Hydraulische Maschine in Zahnring-Bauweise |
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