DE19528122C1 - Verfahren zur dynamischen Regelung der Spannungen am Ausgang eines Wechselrichters - Google Patents
Verfahren zur dynamischen Regelung der Spannungen am Ausgang eines WechselrichtersInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur dynamischen Regelung der
Spannungen am Ausgang eines Wechselrichters nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 und des Anspruchs 2.
Ein derartiges Verfahren ist aus der EP 0 208 088 A1 bekannt. Bei dem
dort beschriebenen Wechselrichter ist jeweils ein Paar von
Stromrichterventilen auf einen primärseitigen Anschluß eines
Drehstromtransformators geschaltet. Jedes Paar ist an eine gemeinsame
Gleichspannungsquelle geschaltet. Die Spannungen an den Ausgangsklemmen
der Sekundärwicklung des Drehstromtransformators werden durch eine
Pulsbreitenmodulation geregelt. Das Verhalten der Regelung im Falle eines
Kurzschlusses ist nicht angesprochen.
In der EP 0 351 783 A2 ist ein pulsweitenmoduliert gesteuerter
Wechselrichter beschrieben, an den ein Elektromotor angeschlossen ist. Der
magnetische Fluß in dem Elektromotor wird mittels des Wechselrichters
geregelt. Die Regelung arbeitet digital. Zeitdiskret wird der magnetische
Fluß erfaßt und unter Einbeziehung des letzten berechneten Wertes der
nächste Wert für den Fluß bestimmt. Dieser Wert bildet die Grundlage für
eine gezielte Ansteuerung des Wechselrichters im folgenden Abtastintervall.
Eine Anpassung der Regelung im Falle eines Kurzschlusses entweder im
Wechselrichter oder an seinem Ausgang wird nicht erwähnt.
Die DE 43 30 944 A1 befaßt sich mit der Strombegrenzung in einer digital
arbeitenden pulsweitengesteuerten Wechselrichterschaltung. Jeweils am
Anfang eines Abtastintervalls wird der Wert des Stromes am Ende des
Abtastintervalls vorausbestimmt. Anschließend wird er mit dem maximal
zulässigen Wert verglichen; für den Fall, daß er größer ist als der maximal
zulässige Wert, wird der Spannungssollwert für die
Pulsweitenmodulationseinrichtung des Wechselrichters verkleinert, in allen
anderen Fällen bleibt der Spannungssollwert unverändert. Auch diese
Schrift behandelt nicht die Regelung im Falle eines auftretenden
Kurzschlusses.
Dynamisch hochwertige, digitale Regelstrukturen sind rechnergestützt nur
dann realisierbar, wenn die Zeit zwischen zwei Abtastungen von
Meßwerten, die "Abtastzeit", gegenüber der kleinsten (durch das System
vorgegebenen) auszuregelnden Zeitkonstanten klein ist oder aber die
Abtastzeit in dem Reglerentwurf mit berücksichtigt wird. Eine in
technischer und wirtschaftlicher Hinsicht sinnvolle Lösung für dynamisch
hochwertige Wechselrichter bezieht die Abtastzeit in den Reglerentwurf ein.
In einem solchen Fall geht in die Berechnung der nächsten Stellgröße
jeweils die in der aktuellen Abtastzeit realisierte, für den letzten
Abtastzeitpunkt ermittelte Stellgröße ein. Im Normalbetrieb stellt dies
meist kein Problem dar, da die vom digitalen Regler berechnete Stellgröße
auch durch das Stellglied verwirklicht wird.
Im Falle eines Kurzschlusses im Wechselrichter würde die Einbeziehung der
aktuellen Stellgröße in die Berechnung der nächsten Stellgröße zu
unerwünschten Ergebnissen führen, insbesondere zu einer instabilen
Regelung. Es würde im ungünstigsten Falle eine Begrenzung der
Kurzschlußströme unmöglich sein.
Nach Beseitigung des Kurzschlusses könnte eine schnelle Wiederkehr der
Spannungen am Ausgang des Wechselrichters, wie sie üblicherweise von
einer hochwertigen Regelung verlangt wird, nicht verwirklicht werden.
Ein einfaches Abschalten der Stromrichterventile des Wechselrichters im
Kurzschlußfall kann ebenfalls zu unerwünschten Ergebnissen führen. Es ist
nämlich möglich - je nach der Art der angeschlossenen Verbraucher -, daß
dabei der Strom nicht sinkt, sondern noch weiter ansteigt. Die Belastung
des Wechselrichters würde dadurch in starkem - möglicherweise
unzulässigem - Maße erhöht. Auf der anderen Seite kann es unvorteilhaft
sein, wenn der Kurzschlußstrom sofort stark gesenkt wird; die Sicherungen
im Kurzschlußstromkreis benötigen nämlich eine gewisse Zeit, ehe sie zur
Unterbrechung des Stromkreises ansprechen und dadurch für ein sicheres
Abschalten sorgen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zur digitalen dynamischen Regelung der Spannungen
am Ausgang eines Wechselrichters zu schaffen, wobei im Kurzschlußfalle
zum Schutze des Wechselrichters vor Überlastung der Kurzschlußstrom
gezielt gesenkt wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren nach
Anspruch 1 oder nach Anspruch 2.
Bei dem Verfahren nach Anspruch 1 wird im Falle eines Kurzschlusses die
Ansteuerung der Stromrichterventile des Wechselrichters durch eine
Kurzschlußbegrenzungslogik vorgenommen.
Gemäß dem Verfahren nach Anspruch 5 wird im Kurzschlußfall die
Stellgröße lediglich unter Berücksichtigung des Sollwertes für die Spannung
an den Leitungen, in die die Stromrichterventile die
Gleichspannungsimpulse einspeisen, und des Stromes am Ausgang des
Wechselrichters berechnet. Daraus ergibt sich eine besonders kurze
Rechenzeit. Es handelt sich um einen P-Regler für den Strom am Ausgang
des Wechselrichters. Eine derartige Regelung ist besonders gut geeignet im
Falle von kurzen Abtastzeiten.
Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den übrigen
Unteransprüchen gekennzeichnet.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand von acht
Zeichnungen, aus denen sich weitere Einzelheiten und Vorteile ergeben,
näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Schaltbild für einen geregelten Wechselrichter,
Fig. 2 eine symmetrische Anordnung der Impulse zur Ansteuerung der
Stromrichterventile des Wechselrichters zwischen den
Abtastzeitpunkten,
Fig. 3 die zeitliche Abfolge der relevanten Größen,
Fig. 4 eine Schaltung zur gezielten Regelung der Ströme im
Kurzschlußfall unter Berücksichtigung eines vorgegebenen
Referenzstroms,
Fig. 5 den Verlauf des Referenzstroms,
Fig. 6 eine Programmschleife für die Regelung im Kurzschlußfall,
Fig. 7 eine asymmetrische Anordnung der Impulse zur Ansteuerung der
Stromrichterventile während der Abarbeitung der Programmschleife
und
Fig. 8 einen Spannungsimpuls am Ausgang eines Paares von
Stromrichterventilen.
Fig. 1 zeigt einen Wechselrichter 1 zur Speisung dreier Phasen u, v und w
eines Drehstromsystems mit einem Mittelpunktleiter 2. Zwischen jeder Phase
u, v und w des Drehstromsystems und dem Mittelpunktleiter 2 liegt jeweils
ein nichtlinearer Verbraucher NL_u, NL_v und NL_w. Mittels einer
digitalen Regeleinrichtung 3 und einer damit verbundenen
Pulsweitenmodulationseinrichtung PWM werden die Leiterspannungen
(zwischen den Phasen u, v und w), die auch "verkettete Spannungen"
genannt werden, am Ausgang 4 des Wechselrichters 1 bezüglich ihrer
Amplitude (Abweichung < 1%) und ihres Klirrfaktors (< 3%) geregelt. Die
Regeleinrichtung 3 und die Pulsweitenmodulationseinrichtung PWM brauchen
bei einer Realisierung der Schaltungsanordnung nicht räumlich getrennt als
eigene Geräte gefertigt zu sein; vielmehr bilden sie zusammen einen
digitalen Regler.
Der Wechselrichter 1 wird gespeist von einer (nicht dargestellten)
Gleichspannungsquelle, bei der es sich beispielsweise um eine
Reihenschaltung von Akkumulatorenbatterien handeln kann. Parallel zu der
Gleichspannungsquelle liegt ein Kondensator Cz, an dem die Gleichspannung
ud liegt. In an sich bekannter Weise sind an den Pluspol und an den
Minuspol der Gleichspannungsquelle jeweils drei Transistoren als
Wechselrichterventile geschaltet.
Bei den Transistoren handelt es sich um npn-Transistoren, von denen drei
mit ihrem Kollektoranschluß mit dem Pluspol und drei mit ihrem
Emitteranschluß mit dem Minuspol verbunden sind. Die nicht mit einem Pol
der Gleichspannungsquelle verbundenen Emitter- bzw. Kollektoranschlüsse
sind an drei Zuleitungen u′, v′ und w′ für eine Primärwicklung 5 eines
Drehstromtransformators TR gelegt und zwar in der Weise, daß jede
Zuleitung u′, v′ und w′ mit dem Emitteranschluß eines Transistors und mit
dem Kollektoranschluß eines ihm zugeordneten weiteren Transistors
verbunden ist. Die auf diese Weise einer bestimmten Zuleitung u′, v′ oder
w′ zugeordneten Transistoren bilden ein Paar von Transistoren. Damit kann
jede Zuleitung u′, v′ und w′ einzeln über den einen Transistor (eines
Paares) mit dem Pluspol verbunden werden und über den anderen
Transistor des Paares mit dem Minuspol. Die Basisanschlüsse eines jeden
Paares zugeordneter Transistoren sind jeweils an einen gemeinsamen
Ausgang der Pulsweitenmodulationseinrichtung PWM geführt, wobei
allerdings zwischen den Basisanschlüssen der mit dem Minuspol
verbundenen Transistoren und den drei Ausgängen der
Pulsweitenmodulationseinrichtung PWM jeweils ein Inverter 6 geschaltet ist.
Auf diese Weise wird verhindert, daß beide Basisanschlüsse eines Paares
von Transistoren gleichzeitig mit einem positiven Spannungsimpuls
angesteuert werden.
Der Drehstromtransformator TR weist primärseitig eine Dreieckswicklung 5
und sekundärseitig eine Zickzackwicklung 7 auf. Die Zuleitungen u′, v′ und
w′ für die Primärwicklung sind jeweils zwischen zwei Teilwicklungen der
Dreieckswicklung 5 geführt.
Die Zickzackwicklung 7 umfaßt insgesamt fünf Teilwicklungen, von denen
drei - bzgl. der magnetischen Kopplung - jeweils einer Teilwicklung der
Primärwicklung 5 zugeordnet und dabei an ihrer der Primärwicklung
abgewandten Seite unmittelbar miteinander und zusätzlich mit dem
Mittelpunktleiter 2 verbunden sind. Für die Phasen v und w am Ausgang
des Wechselrichters 1 ist jeweils eine weitere Teilwicklung (als zweite
Teilwicklung der zugehörigen Phase) vorhanden. Von diesen beiden
Tellwicklungen ist die der Phase v zugeordnete Teilwicklung einerseits mit
dem der Primärwicklung zugewandten Ende der ersten Teilwicklung der
Phase w verbunden und mit ihrem anderen Ende unmittelbar mit der Phase
v am Ausgang 4 des Wechselrichters 1.
In ähnlicher Weise ist die zweite Teilwicklung der Phase w mit ihrem einen
Ende an dem der Primärwicklung zugewandten Ende der Teilwicklung der
Phase u angeschlossen und mit ihrem anderen Ende am die Phase w
bildenden Ausgang 4 des Wechselrichters 1.
Die erste Teilwicklung der Phase v ist mit ihrem der Primärwicklung
zugewandten Ende mit dem entsprechenden Ende der ersten Teilwicklung
der Phase w verbunden und bildet zusätzlich die Phase u am Ausgang des
Wechselrichters 1.
Zwischen den drei Leitungen der Phasen u, v und w am Ausgang 4 ist im
Wechselrichter 1 jeweils ein Kondensator C geschaltet. Aus der
Zickzackwicklung 7 des Drehstromtransformators TR ist der
Mittelpunktleiter 2 herausgeführt. Die nichtlinearen Verbraucher NL_u,
NL_v und NL_w sind jeweils zwischen den Ausgang 4 und den
Mittelpunktleiter 2 geschaltet.
Die durch die drei Teilwicklungen in die Primärwicklung des
Drehstromtransformators TR fließenden Ströme i_uv, i_vw und i_wu werden
mittels dreier Stromwandler von der Regeleinrichtung 1 zu festen
Abtastzeitpunkten erfaßt. Zusätzlich nimmt die Regeleinrichtung
1 - ebenfalls zu den Abtastzeltpunkten - die drei Leiterspannungen u_u,
u_v und u_w (jeweils zwischen den Phasen u, v und w und dem
Mittelpunktleiter 2) am Ausgang des Drehstromtransformators TR auf.
Schließlich erfaßt die Regeleinrichtung 1 - mittels Stromwandlern - die
durch die Phasen u, v und w in die Verbraucher NL_u, NL_v und NL_w
fließenden Ströme iz_u, iz_v, iz_w.
Zur Gewährleistung einer hohen Spannungsqualität (mit geringem
Klirrfaktor) und einer guten Ausnutzung der Leistungskomponenten
(Zwischenkreisspannung am Ausgang der Wechselrichterventile;
Wechselrichtertrafo) wird im Normalbetrieb (ohne Kurzschluß) eine
"symmetrische Raumzeigermodulation" vorgenommen, wie sie in der Fig. 2
dargestellt ist.
Die als Wechselrichterventile dienenden Transistoren nach Fig. 1 werden
durch Spannungsimpulse PWOUT0, PWOUT1 und PWOUT2 angesteuert, die
zeitlich in der Mitte zwischen benachbarten Abtastzeitpunkten (k-1) und k
bzw. k und (k+1) abgegeben werden. Die Spannungsimpulse PWOUT0,
PWOUT1 und PWOUT2 stammen von der Pulsweitenmodulationseinrichtung
PWM als Bestandteil des digitalen Reglers. Die Dauer der Spannungsimpulse
PWOUT0, PWOUT1 und PWOUT2 und der Zeitpunkt ihrer Ausgabe wird von
der Regeleinrichtung 3 vorgegeben.
Die Regelung arbeitet als Zustandsregelung in der Gestalt eines digitalen
Filters. Dabei wird die als nächstes auszugebende Stellgröße yk+1, die
zwischen den Zeitpunkten (k+1) und (k+2) im Regelkreis realisiert wird,
auf folgende Weise aus den Werten für den vorangehenden Zeltpunkt k
gebildet:
yk+1 = u_sollk + k1 * ik + k2 * uk + k3 * yk.
Die digitale Regelung kann unter Berücksichtigung unterschiedlicher
Koordinatensysteme vorgenommen werden, beispielsweise über
x, y-Koordinaten, Polarkoordinaten oder über Drehstromkoordinaten.
Der Algorithmus für die Stellgrößen y der Regeleinrichtung 1 (für den
Normalbetrieb und für den Kurzschlußfall) nach Fig. 1 nimmt in
Drehstromkoordinaten die folgende Struktur an:
y_uvk+1 = u_soll_uvk + k1*i_uvk + k2*iz_uvk + k3*u_uvk + k4*y_uvk
y_vwk+1 = u_soll_vwk + k5*i_vwk + k6*iz_vwk + k7*u_vwk + k8*y_uvk
y_wuk+1 = u_soll_wuk + k9*i_wuk + k10*iz_wuk + k11*u_wuk + k12*y_wuk
y_vwk+1 = u_soll_vwk + k5*i_vwk + k6*iz_vwk + k7*u_vwk + k8*y_uvk
y_wuk+1 = u_soll_wuk + k9*i_wuk + k10*iz_wuk + k11*u_wuk + k12*y_wuk
mit
iz_uv = iz_u - iz_v
iz_vw = iz_v - iz_w
iz_wu = iz_w - iz_u
iz_vw = iz_v - iz_w
iz_wu = iz_w - iz_u
und
u_uv = u_u - u_v
u_vw = u_v - u_w
u_wu = u_w - u_u.
u_vw = u_v - u_w
u_wu = u_w - u_u.
Die Ströme iz-xy (mit xy ε {uv, vw, wu}) sind die durch die Kondensatoren
C am Ausgang des Drehstromtransformators TR fließenden Ströme; sie
lassen sich mit den aufgeführten Formeln aus den von der Regeleinrichtung
1 erfaßten Strömen iz_u, iz_v und iz_w berechnen.
Entsprechendes gilt für die Leiterspannungen u_xy (mit xy ε {uv, vw, wu})
am Ausgang des Drehstromtransformators TR, die sich aus den abgetasteten
Spannungen u_u, u_v und u_w einfach berechnen lassen.
Die Spannung u_soll ist der vorgegebene Sollwert für die
(Leiter-)Spannung zwischen den Zuleitungen u′, v′ oder w′, denen jeweils
eine Phase u, v, w am Ausgang des Drehstromtransformators TR zugeordnet
ist. Die Spannung u_soll stellt einen Mittelwert der Spannung in einem
Abtastintervall dar. Die Indices geben an, zwischen welchen Zuleitungen
die Spannung u_soll auftritt.
Fig. 3 veranschaulicht für die Zeitpunkte (k-1), k, (k+1) die zeitliche
Abfolge, in der zeitdiskret Meßwerte für den Strom und die Spannung als
Abtastwerte erfaßt werden und zu denen die als nächstes (zwischen zwei
benachbarten Abtastzeitpunkten) zu realisierende Stellgröße y berechnet
sein muß.
Die Stellgrößen für den nächstfolgenden Zeitabschnitt, beispielsweise
zwischen den Zeitpunkten k und (k+1), werden also aus den Meßwerten
und Stellgrößen zum Zeitpunkt (k-1) gebildet. Der für die
Regeleinrichtung 1 bestimmte Mikrorechner muß also innerhalb des
Abtastintervalls zwischen den Zeitpunkten k und (k+1) die neue Stellgröße
yk+1 berechnen.
Die Fig. 4 zeigt eine Schaltungsanordnung zur Bewältigung eines
Kurzschlusses. Links ist die Verknüpfung der (bereits weiter oben
erwähnten) von der Regeleinrichtung (3) - auf der Primärseite des
Drehstromtransformators TR - erfaßten Ströme i_uv, i_vw und i_wu
dargestellt.
Unter Anwendung der Knotengleichungen (Σi=0) an der Verbindungsstelle
der drei Zuleitungen u′, v′ und w′ mit der Dreieckswicklung 5 ergeben sich
die Beziehungen:
i_u = i_uv - i_wu
i_v = i_vw - i_uv und
i_w = i_wu - i_vw
i_v = i_vw - i_uv und
i_w = i_wu - i_vw
wobei i_u, i_v und i_w die Ströme in den Zuleitungen u′, v′ und w′ sind.
Die schaltungstechnische Verwirklichung der vorstehenden drei Gleichungen
ist in der Fig. 4 links veranschaulicht. Wenn mindestens einer dieser
Ströme i_u, i_v und i_w einen bestimmten festgelegten Grenzwert
überschreitet, wird ein Kurzschluß angenommen.
Dadurch daß die Ströme auf der Primärseite des Drehstromtransformators
TR auf das Vorliegen eines Kurzschlusses überwacht werden, finden sowohl
Kurzschlüsse in den Verbrauchern NL_u, NL_v und NL_w als auch solche
innerhalb des Drehstromtransformators TR Berücksichtigung.
Durch einen auf diese Weise festgestellten Kurzschluß wird in der digital
arbeitenden Regeleinrichtung 3 ein Interrupt ausgelöst, dem eine sehr hohe
Priorität zugewiesen ist, und es wird in der Folge ein Controller veranlaßt,
Stromimpulse 8 abzugeben, deren Breite mittels einer Pulsweitenmodulation
gezielt nach und nach verkleinert wird. Die Stromimpulse 8 werden auf ein
Übertragungsglied 9 (beispielsweise ein RC-Filter) geleitet, welches einen
Referenzstrom Iref abgibt.
Die Ströme i_u, i_v und I_w werden nun mit diesem Referenzstrom Iref
verglichen. Dazu werden die Ströme i_u, i_v und i_w jeweils einzeln zum
einen von dem Referenzstrom Iref abgezogen und zum andern wird der
Referenzstrom jeweils einzeln von den Strömen i_u, i_v, i_w subtrahiert.
Die Ergebnisse der insgesamt sechs Subtraktionen werden jeweils einem
zugeordneten Schmitt-Trigger 10 (auch "Fensterkomparator" genannt)
zugeführt. Wenn der Strom i_u, i_v oder i_w größer ist als der
Referenzstrom Iref, ruft der zugeordnete Schmitt-Trigger 10 eine
aufsteigende Flanke eines Stromimpulses ix_plus (mit x = u, v, w) hervor,
der an den Controller geleitet wird, andernfalls wird an den jeweils dafür
vorgesehenen Schmitt-Triggern ein Stromimpuls ix_minus (mit x = u, v, w)
abgegeben. Auch diese Stromimpulse werden an eigene Eingänge des
Controllers geleitet. Die Signalzustände an allen sechs (mit den sechs
Schmitt-Triggern 10 verbundenen) Eingängen, die stets von aufsteigenden
Flanken der Stromimpulse erzeugt werden, werden nach einem Kurzschluß
durch eine Programmschleife eine bestimmte Zeit lang fortlaufend abgefragt.
Mittels dieses Programms werden dann - in Abhängigkeit von den
Signalzuständen - für eine Reaktion auf den Kurzschluß geeignete
Stellgrößen erzeugt, wie noch im einzelnen weiter unten erläutert wird.
Wenn ein Kurzschluß den bereits erwähnten Interrupt im digitalen Rechner
ausgelöst hat, wird ein Referenzstrom Iref mit dem in Fig. 5 dargestellten
Verlauf erzeugt. Unmittelbar nach dem Auftreten des Kurzschlusses ist der
Referenzstrom Iref eine feste Zeit lang ein verhältnismäßig großer
Gleichstrom. Nach Ablauf dieser Zeit fällt der Referenzstrom Iref
exponentiell ab.
Wie im Zusammenhang mit der Fig. 6 noch näher ausgeführt wird, fließt bei
hohem Referenzstrom Iref auch ein hoher Strom durch den Wechselrichter 1.
Durch den Verlauf des Referenzstromes Iref soll sichergestellt werden, daß
die Sicherung für den Wechselrichter 1 anspricht, ohne daß die Bauteile
überlastet werden. Ein Referenzstrom Iref mit dem gestrichelt dargestellten
Verlauf, also einem recht großen Gleichstrom, der nach einer gewissen Zeit
steil abfällt, könnte vielleicht ebenfalls von den Bauteilen ohne Schaden
aufgenommen werden. Allerdings würden in dieser kurzen Zeit vermutlich
die Sicherungen nicht ansprechen.
Fig. 6 zeigt mittels eines Programmablaufplans die Programmschleife,
die - im Kurzschlußfalle ausgelöst durch den erwähnten Interrupt - mit dem
nächsten Abtastzeitpunkt k beginnend, so lange durchlaufen wird, bis
entweder die vom Regler vorgegebene Zeit für die von der
Pulsweitenmodulationseinrichtung PWM abgegebenen Spannungsimpulse oder
die "maximale Pollingzeit" abgelaufen ist. In einem Abtastintervall werden
stets zwei mit dem Pluspol der Gleichspannungsquelle verbundene
Transistoren des Wechselrichters 1 über üblicherweise unterschiedlich
breite Spannungsimpulse leitend geschaltet.
Die maximale Pollingzeit ist stets kürzer als die Dauer eines
Abtastintervalls.
Während eines Schleifendurchlaufs werden alle Signalzustände an den sechs
Eingängen des Controllers über jeweils eine if-Anweisung abgefragt. Wenn
an einen Eingang seit der letzten Abfrage ein Stromimpuls von dem
vorgeschalteten Schmitt-Trigger 10 gelangt ist, ist durch das Programm
festgelegt, daß entweder ein Spannungsimpuls über die
Pulsweitenmodulationseinrichtung PWM an die zur Reduzierung des
Kurzschlußstroms geeigneten Transistoren des Wechselrichters 1 übermittelt
wird oder nicht. Auf diese Weise werden die Transistoren derart
angesteuert, daß der Kurzschlußstrom gezielt innerhalb vorbestimmter,
durch den Referenzstrom Iref gebildeter Grenzen gesenkt wird.
Wenn der Strom i_u größer ist als der augenblicklich fließende
Referenzstrom Ireff, dann wird an dem entsprechenden Schmitt-Trigger 10
ein Stromimpuls iu_plus erzeugt. Bei der Abfrage in der Schleife des
Programms führt dies zu der Belegung einer Variablen PWOUT0 mit dem
Wert "0", andernfalls erhält diese Variable PWOUT0 einen Vorgabewert für
die Pulsweitenmodulation aus der Variablen PWOUT0_vorgabe. Der
Vorgabewert ist der derjenige Wert, der zur Realisierung der für das
augenblickliche Abtastintervall errechneten Stellgröße y erforderlich wäre.
Ist der Strom i_u kleiner als der Referenzstrom Iref, erhält der Controller
von dem entsprechenden Schmitt-Trigger 10 einen Stromimpuls iu_minus.
Gemäß der Programmschleife nach Fig. 6 würde die Variable PWOUT0 den
Wert "1" erhalten.
In analoger Weise werden auch die übrigen Abfragen am Controller
durchgeführt.
Wenn in der Programmschleife eine Bedingung erfüllt ist, werden jeweils
zwei Programmanweisungen ausgeführt, nämlich zum einen eine Zuweisung
und zum andern die Erhöhung des Wertes in einem der Zuweisung
zugeordneten Zähler u_0_zaeler++ u_1_zaeler++, v_0_zaeler++ . . . und
w_1_zaeler++. Diese Zähler erfassen, wie oft innerhalb des
augenblicklichen Abtastintervalls eine Abweichung des von der
Pulsweitenmodulationseinrichtung PWM abgegebenen Wertes von dem - für
das Abtastintervall - bestimmten Wert auftritt.
Wenn eine Bedingung nicht erfüllt wird, arbeitet das Programm einen der
jeweiligen if-Anweisung zugeordneten "else-Zweig" ab. Jeder dieser Zweige
besteht ebenfalls aus einer Zuweisung für die zugehörige Variable PWOUT0
bis PWOUT2 und einem Befehl zur Erhöhung einer Zählervariablen
dummy_zaeler++, die in allen "else-Zweigen" gleich lautet. Dieser Befehl
dient lediglich der Symmetrierung der Rechenzeit in beiden Zweigen der
if-Anweisung, für den weiteren Ablauf des Programms wird der Inhalt
dieser Zählervariablen dummy_zaeler nicht verwendet.
Der Ablauf der Programmschleife wird stets einige Zeit vor dem Ende des
jeweiligen Abtastintervalls abgeschlossen.
Sofern der Kurzschluß fortbesteht, wird nach dem nächsten Abtastzeitpunkt
(k-1) k, (k+1) die Programmschleife von neuem durchlaufen.
Das vorstehend beschriebene, durch die Programmschleife gesteuerte
Verfahren wird nachfolgend "Pollingverfahren" genannt.
Fig. 7 zeigt den Verlauf der Spannungsimpulse an den drei Ausgängen der
Pulsweitenmodulationseinrichtung PWM, die die Ansteuerimpulse für die
Transistoren darstellen, im Falle eines Kurzschlusses, bei dem das im
Zusammenhang mit der Fig. 6 erläuterte "Pollingverfahren" durchgeführt
wurde.
Die Programmschleife nach Fig. 6 wird mehrmals durchlaufen, daher kann
die Höhe der Spannung an den Ausgängen mehrmals zwischen einem
vorgegebenen Maximalwert und einem Vorgabewert (der Variablen
PWOUT0_vorgabe, PWOUT1_vorgabe und PWOUT2_vorgabe) wechseln, je
nachdem ob die Bedingungen für die if-Anweisungen des Programms erfüllt
sind oder nicht. Die gerade eingestellte Höhe der Spannung an dem
jeweiligen Ausgang bleibt mindestens so lange unverändert, bis die
Programmschleife wieder den Befehl erreicht hat, mit dem die Höhe der
Spannung geändert wird. Es ist also die Zeit für einen Schleifendurchlauf.
Das Pollingverfahren wird - bei Vorliegen eines Kurzschlusses - mit jedem
Beginn eines Abtastintervalls begonnen und endet auf jeden Fall in
deutlichem Abstand vor dem Beginn des nächsten Abtastintervalls.
Es handelt sich - im Unterschied zu dem Verfahren nach Fig. 5 - um ein
asymmetrisches PWM-Verfahren.
Durch diese unsymmetrische Anordnung der Spannungsimpulse innerhalb der
Abtastintervalle verbleibt nach der Ausgabe der Spannungsimpulse eine
recht große zusammenhängende Bearbeitungszeit für den Rechner, die zur
Korrektur der vorab berechneten neuen Stellgröße, wie nachfolgend noch
erläutert wird, und zur Erledigung besonders wichtiger
Steuerungsfunktionen genutzt werden kann.
Im Falle eines Kurzschlusses wird - anders als im Normalbetrieb - nicht
die zum letzten Abtastzeitpunkt (k-1), k oder (k+1) berechnete Stellgröße
y verwirklicht, sondern normalerweise ein Wert, der kleiner ist. Wie in
Fig. 7 dargestellt, werden nämlich nicht in den Abtastintervallen zwei
verhältnismäßig breite Spannungsimpulse abgegeben, sondern - innerhalb
der gleichen Zeit - mehrere kleine.
Bei der Berechnung der nächsten Stellgröße (für das Abtastintervall nach
dem Zeitpunkt (k+1) soll deshalb der Wert der tatsächlich (im
augenblicklichen Abtastintervall) realisierten Stellgröße y berücksichtigt
werden (und nicht der Wert der für dieses Abtastintervall berechneten
Stellgröße yk). Es ist also im Kurzschlußfall stets in jedem Abtastintervall
nach Beendigung des Pollingverfahrens eine Korrektur der Stellgröße y
erforderlich.
Wie im Zusammenhang mit der Fig. 8 noch erläutert wird, werden für die
Stellgröße y stets in einem Abtastintervall gemittelte Werte zugrunde
gelegt. Die Korrektur, z. B. der Stellgröße y_uv, ist im Kurzschlußfall nach
folgender Formel vorzunehmen:
mit
t1_korr = t1 - u_x_zaeler * t_polling.
Die Variablen haben die folgende Bedeutung:
t1: von der Regeleinrichtung 1 berechnete Zeit für die Dauer des jeweiligen Ansteuerimpulses am Ausgang der Pulsweitenmodulationseinrichtung PWM zur Erzielung der Stellgröße y,
u_d: Betrag der Zwischenkreisspannung, also der Spannung, die an der jeweiligen Zuleitung u′, v′ oder w′ zur Primärwicklung des Drehstromtransformators TR bei für die Erzeugung einer Wechselspannungshalbwelle durchgeschalteten Transistoren anliegt,
t_p: Dauer eines Abtastintervalls,
t_polling: Dauer eines Durchlaufs der Programmschleife für das Pollingverfahren,
u_x_zaeler: Ganzzahlvariable, deren Wert zu Beginn eines jeden Abtastintervalls null ist und deren Wert bei jedem Durchlauf der Programmschleife für das Pollingverfahren innerhalb eines Abtastintervalls um Eins erhöht wird, wenn der Wert des zugehörigen Spannungsimpuls es am Ausgang der Pulsweitenmodulationseinrichtung vom errechneten Vorgabewert (zur Erzielung der errechneten Stellgröße) abweicht.
t1: von der Regeleinrichtung 1 berechnete Zeit für die Dauer des jeweiligen Ansteuerimpulses am Ausgang der Pulsweitenmodulationseinrichtung PWM zur Erzielung der Stellgröße y,
u_d: Betrag der Zwischenkreisspannung, also der Spannung, die an der jeweiligen Zuleitung u′, v′ oder w′ zur Primärwicklung des Drehstromtransformators TR bei für die Erzeugung einer Wechselspannungshalbwelle durchgeschalteten Transistoren anliegt,
t_p: Dauer eines Abtastintervalls,
t_polling: Dauer eines Durchlaufs der Programmschleife für das Pollingverfahren,
u_x_zaeler: Ganzzahlvariable, deren Wert zu Beginn eines jeden Abtastintervalls null ist und deren Wert bei jedem Durchlauf der Programmschleife für das Pollingverfahren innerhalb eines Abtastintervalls um Eins erhöht wird, wenn der Wert des zugehörigen Spannungsimpuls es am Ausgang der Pulsweitenmodulationseinrichtung vom errechneten Vorgabewert (zur Erzielung der errechneten Stellgröße) abweicht.
Falls nach einer gewissen Zeit, z. B. nach einer Netzperiode, keine
Kurzschlüsse durch die Spannungsimpulse iu_plus bis iw_minus angezeigt
werden, geht die Steuerung wieder in den Normalzustand zurück.
Es ist auch möglich, im Falle eines Kurzschlusses den Kurzschlußstrom
mittels der Regeleinrichtung 3 sicher zu begrenzen, so daß
erforderlichenfalls Sicherungen zuverlässig ansprechen können.
In diesem Fall findet bei einem Kurzschluß mittels eines Interrupts im
gerade laufenden Abtastintervall lediglich an zwei Paaren von Transistoren
des Wechselrichters 1 ein Wechsel des Ansteuerimpulses statt, und zwar
nur einmal innerhalb eines Abtastintervalls. Eine mehrfache Abfrage des
aktuellen Kurzschlußstroms innerhalb einer Abtastperiode, wie sie beim
Pollingverfahren vorgenommen wird, ist nunmehr nicht erforderlich.
Diesem Vorteil steht der Nachteil einer geringeren Dynamik des im
Kurzschlußfall wirksamen Reglers entgegen. Für eine Beherrschung des
Kurzschlußfalls ist die Dynamik üblicherweise vollkommen ausreichend.
Bei einem derartigen Verfahren muß für den Kurzschlußfall ein eigener
digitaler Regler vorgesehen sein, der sich von dem im Normalbetrieb
benutzten unterscheidet. Derartige digitale Regler werden durch in einem
elektronischen Rechner laufende Programme realisiert.
Besonders geeignet ist eine Regeleinrichtung 3, die im Kurzschlußfall als
P-Regler lediglich den Strom durch die Kondensatoren C am Ausgang des
Wechselrichters 1 regelt. In dem zugehörigen Algorithmus (nur für den
Kurzschlußfall!) erscheint der Wert der zum letzten Abtastzeitpunkt
berechneten Stellgröße yk nicht mehr:
yk+1 = u_sollk + k1 * ik,
wobei u_sollk der Sollwert für die Spannung an der entsprechenden
Zuleitung u′, v′ oder w′ für den Zeitpunkt k ist und ik der Strom durch
den zugehörigen Kondensator C am Ausgang des Wechselrichters 1.
Da die berechnete Stellgröße yk wegen des Kurzschlusses normalerweise
nicht tatsächlich verwirklicht wird, ist es günstig, diese Stellgröße im
Regelalgorithmus unberücksichtigt zu lassen.
In diesem Fall sollte die Zeitspanne zwischen zwei Abtastzeitpunkten
möglichst klein gehalten werden, damit der Einfluß der Stellgröße yk
tatsächlich bei der Regelung außer Betracht gelassen werden kann, ohne
daß die Qualität der Regelung verschlechtert wird.
Fig. 8 zeigt den Verlauf der Spannung ud an einer beliebigen Zuleitung u′,
v′ oder w′, wobei das mit der Zuleitung u′, v′ oder w′ verbundene Paar von
Transistoren für eine Zeitdauer t₁ angesteuert wurde. Diese Zeitdauer t₁
ist kleiner als die Breite Ts des Abtastintervalls. Es ergibt sich ein
Spannungsimpuls mit einer Höhe ud und einer Breite t₁. Innerhalb des
Abtastintervalls hat die Spannung an der Zuleitung u′, v′ oder w′, die
"Zwischenkreisspannung", einen zeitlichen Mittelwert von
Über die Zeitdauer t₁ läßt sich folglich die Zwischenkreisspannung (als
Stellgröße) innerhalb eines weiten Bereiches einstellen.
Claims (8)
1. Verfahren zur dynamischen Regelung der Spannungen am Ausgang
eines Wechselrichters mittels einer pulsweitenmodulierten Ansteuerung
der Stromrichterventile des Wechselrichters,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Regelung digital arbeitet,
- - daß die Stellgröße yk+1 für das Abtastintervall nach dem Zeitpunkt (k+1), für jede Phase (u, v, w) des Wechselrichters (1) getrennt, aus dem Sollwert u_sollk der Spannung am Ausgang der der Phase (u, v, w) zugeordneten Wechselrichterventile, aus einem der Phase (u, v, w) zugeordneten Strom ik am Ausgang des Wechselrichters zum Zeitpunkt k, aus der Spannung uk am Ausgang der der jeweiligen Phase (u, v, w) zugeordneten Stromrichterventile zum Zeitpunkt k und aus der Stellgröße yk für das Abtastintervall nach dem Zeitpunkt k berechnet wird,
- - daß im Kurzschlußfalle ein Referenzstrom (Ireff) mit einem vorbestimmten Verlauf erzeugt wird,
- - daß danach in ständiger Wiederholung innerhalb eines begrenzten Zeitraums in jedem Abtastintervall für jede Phase (u, v, w) ein Strom, der dem in der Phase (u, v, w) am Ausgang des Wechselrichters fließenden proportional ist, mit dem Referenzstrom Ireff verglichen wird,
- - daß nach jeder dieser Vergleichsabfragen im Falle des Überschreitens des Referenzstroms (Ireff) ein Stromrichterventil zur Begrenzung des Kurzschlußstromes gesperrt wird,
- - daß im Falle des Unterschreitens ein Stromrichterventil zur Erhöhung des Kurzschlußstromes geöffnet wird und
- - daß nach dem Ende des Kurzschlusses zum Verfahren für den kurzschlußfreien Fall gewechselt wird.
2. Verfahren zur dynamischen Regelung der Spannungen am Ausgang
eines Wechselrichters mittels einer pulsweitenmodulierten Ansteuerung
der Stromrichterventile des Wechselrichters,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Regelung digital arbeitet,
- - daß im kurzschlußfreien Falle die Stellgröße yk+1 für das Abtastintervall nach dem Zeitpunkt (k+1), für jede Phase (u, v, w) des Wechselrichters (1) getrennt, aus dem Sollwert u_sollk der Spannung am Ausgang der Stromrichterventile, aus einem der jeweiligen Phase zugeordneten Strom ik am Ausgang des Wechselrichters (I) zum Zeitpunkt k, aus der Spannung uk am Ausgang der Stromrichterventile zum Zeitpunkt k und aus der Stellgröße yk für das Abtastintervall nach dem Zeitpunkt k berechnet wird,
- - daß im Kurzschlußfalle mindestens ein eigener Regelalgorithmus genutzt wird, der in jedem Abtastintervall nach Verstreichen einer Vorlaufzeit in Abhängigkeit von den augenblicklichen Zuständen der Ansteuerimpulse für die Stromrichterventile veranlaßt,
- - daß zur Begrenzung des Kurzschlußstroms in jedem Abtastintervall der Zustand mindestens eines Ansteuerimpulses geändert wird, und zwar nur einmal innerhalb eines Abtastintervalls, und
- - daß nach dem Ende des Kurzschlusses auf das Verfahren für den kurzschlußfreien Fall umgeschaltet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß stets gemäß folgender Beziehung, für jede Phase des
Wechselrichters (1) getrennt, aus Werten zum Zeitpunkt k die nächste
Stellgröße yk+1 für die zugehörige Phase des Wechselrichters
berechnet wird:
yk+1 = u_sollk + k1*ik + k2*uk + k3*yk,wobei k1, k2 und k3 systemabhängige Konstanten sind und daß im
Kurzschlußfalle nach Ausgabe der Stellgröße yk und vor der
Berechnung der Stellgröße yk+1 der Wert der tatsächlich
verwirklichten Stellgröße yk ermittelt und als Stellgröße yk
bei der Berechnung der nächsten Stellgröße yk+1
berücksichtigt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Ermittlung der tatsächlich verwirklichten Stellgröße yk im
Kurzschlußfalle gezählt wird, wie oft innerhalb des aktuellen
Abtastzeitraums, als Ergebnis der Vergleiche mit dem Referenzstrom
Ireff, der Betrag der Stellgröße yk von dem berechneten Wert
abweicht, und daß dann aus dem Zählwert und der Dauer jeder
Abweichung die tatsächlich verwirklichte Stellgröße yk als zeitlicher
Mittelwert in dem Abtastintervall berechnet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß im kurzschlußfreien Falle gemäß folgender Beziehung, für jede
Phase des Wechselrichters (1) getrennt, aus Werten zum Zeitpunkt k
die nächste Stellgröße yk+1 für die zugehörige Phase des
Wechselrichters berechnet wird:
yk+1 = u_sollk + k1*ik + k2*uk + k3*yk,wobei k1, k2 und k3 systemabhängige Konstanten sind, und daß
lediglich im Kurzschlußfall die Stellgröße yk+1 für das
Abtastintervall nach dem Zeitpunkt (k+1) gemäß folgender Beziehung
berechnet wird:yk+1 = u_sollk + k4*ik,wobei k4 eine systemabhängige Konstante ist.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stellgrößen yk und yk+1 Spannungen zwischen den
Zuleitungen (u′, v′, w′) am Ausgang der Stromrichterventile sind,
wobei jeder Zuleitung (u′, v′, w′) jeweils eine Phase (u, v, w) am
Ausgang des Wechselrichters (1) zugeordnet ist, daß zwischen diesen
Phasen (u, v, w) jeweils mindestens ein elektronisches Bauelement
geschaltet ist, daß ik der gesamte durch diese(s) Bauelement(e)
zwischen den jeweils zugeordneten Phasen (u, v, w) fließende Strom
Ist und daß uk die Spannung an diesem/diesen Bauelement(en) ist.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ansteuerung der Stromrichterventile der Wechselrichter (1)
zumindest im Kurzschlußfalle, stets möglichst rasch nach dem Beginn
eines jeden Abtastintervalls vorgenommen wird.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stellgröße yk ein über den Abtastzeitraum zeitlich gemittelter
Wert ist und daß sie eingestellt wird über eine Pulsweitenmodulation
der Ansteuerimpulse der zugehörigen Stromrichterventile, die die
Verbindung zu einer Gleichspannungsquelle durchschalten.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995128122 DE19528122C1 (de) | 1995-08-01 | 1995-08-01 | Verfahren zur dynamischen Regelung der Spannungen am Ausgang eines Wechselrichters |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995128122 DE19528122C1 (de) | 1995-08-01 | 1995-08-01 | Verfahren zur dynamischen Regelung der Spannungen am Ausgang eines Wechselrichters |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19528122C1 true DE19528122C1 (de) | 1997-04-03 |
Family
ID=7768338
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995128122 Expired - Fee Related DE19528122C1 (de) | 1995-08-01 | 1995-08-01 | Verfahren zur dynamischen Regelung der Spannungen am Ausgang eines Wechselrichters |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19528122C1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19732959A1 (de) * | 1997-07-31 | 1999-02-04 | Fahrzeugklimaregelung Gmbh | Getaktete Leistungsendstufenschaltung zur Steuerung und Regelung induktiver Lasten im PWM-Betrieb |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0208088A1 (de) * | 1985-05-13 | 1987-01-14 | Siemens Aktiengesellschaft | Vorrichtung zur Erzeugung eines symmetrischen dreiphasigen Spannungssystems mit belastbarem Null-Leiter |
| EP0351783A2 (de) * | 1988-07-19 | 1990-01-24 | Hitachi, Ltd. | Pulsbreitenmodulierte Wechselrichter-Einrichtung |
| DE4330944A1 (de) * | 1993-09-08 | 1995-03-09 | Aeg Westinghouse Transport | Verfahren zur prädiktiven Strombegrenzung bei einem statischen Bahnstrom-Umrichter |
-
1995
- 1995-08-01 DE DE1995128122 patent/DE19528122C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP0208088A1 (de) * | 1985-05-13 | 1987-01-14 | Siemens Aktiengesellschaft | Vorrichtung zur Erzeugung eines symmetrischen dreiphasigen Spannungssystems mit belastbarem Null-Leiter |
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| DE4330944A1 (de) * | 1993-09-08 | 1995-03-09 | Aeg Westinghouse Transport | Verfahren zur prädiktiven Strombegrenzung bei einem statischen Bahnstrom-Umrichter |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19732959A1 (de) * | 1997-07-31 | 1999-02-04 | Fahrzeugklimaregelung Gmbh | Getaktete Leistungsendstufenschaltung zur Steuerung und Regelung induktiver Lasten im PWM-Betrieb |
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