DE19528123A1 - Transportvorrichtung - Google Patents
TransportvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Transportvorrichtung für Lade
hilfsmittel insbesondere Paletten Gitterboxen Rollbehäl
tern oder dergleichen, mit einem auf in einer ersten Ebene
erhöht, insbesondere raumdeckenseitig verlaufenden Schienen
verfahrbaren Fahrwagen und einer mittels einer Hubeinrich
tung vertikal bewegbaren Aufnahmeeinrichtung für ein Lade
hilfsmittel.
Um in Lagerbereichen, insbesondere in Großlagern, in wel
chen zur Güterbewegung automatische Transportvorrichtungen
Einsatz finden, parallel zum Betrieb der Transportvorrich
tung auch einen gewöhnlichen Lagerbetrieb gewährleisten zu
können, ohne daß dieser durch die bewegten Transportvor
richtungen behindert wird, finden in zunehmendem Maße
deckenseitige schienengebundene Transportvorrichtungen Ver
wendung. Mittels diesen werden die zu transportierenden Gü
ter in vorbestimmter Höhe transportiert, so daß eine für
den gewöhnlichen Lagerbetrieb erforderliche Bodenfreiheit
gewährleistet ist. Im Rahmen derartiger Transportvorrich
tungen hat sich das sogenannte EHB-System, das
Elektrohängebahn-System, als zweckmäßig erwiesen. Hierbei
handelt es sich um ein Einschienen-System, wobei die Elek
trohängebahn, von der Schiene geführt, entsprechend der
Schienenführung durch das Lager fährt. Mit dem bekannten
EHB-System ist es zwar möglich, das entsprechende Lade
hilfsmittel aufzunehmen und, abhängig von der Schienenfüh
rung, an einen anderen Ort zu transportieren. Die Elektro
hängebahn selbst kann hierbei in der Regel auf der Schiene
nur vorwärts oder rückwärts fahren, weshalb die Beweglich
keit dieses Systems auf ein Minimalmaß begrenzt ist. Die
Möglichkeit, das Ladehilfsmittel nach seiner Aufnahme bei
spielsweise entsprechend der Stellung eines Transport fahr
zeuges, auf welches das Ladehilfsmittel aufgeladen werden
soll, auszurichten, besteht wegen der Unbeweglichkeit der
Elektrohängebahn infolge ihrer lediglich Vorwärts- oder
Rückwärtsbewegbarkeit nicht. Infolgedessen läßt sich mit
dem bisher bekannten EHB-System ein effektives und vor al
lem den geltenden Lagerungserfordernissen angepaßtes Arbei
ten nicht realisieren. Ein weiterer schwerwiegender Nach
teil der vorbekannten EHB-Systeme ißt, daß diese infolge
ihrer starren Schienengebundenheit lediglich zu Transport
zwecken bereitgestellter Ladehilfsmittel dienen können. Ein
direktes Ein- und Auslagern ist nicht möglich, da ein Ein
fahren in Lagerkanäle infolge der Schienengebundenheit der
Bahn nicht möglich ist.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, die Flexi
bilität einer Transportvorrichtung der eingangs genannten
Art zur Erzielung eines effizienteren Lagerbetriebs zu ver
bessern.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einer Transportvorrich
tung mit den eingangs genannten Merkmalen erfindungsgemäß
vorgesehen, daß die Aufnahmeeinrichtung um eine Vertikal
achse drehbar ist, und daß die Transportvorrichtung ein Sa
tellitenfahrzeug aufweist, das mit dem Fahrwagen verfahrbar
ist und separat vom Fahrwagen auf weiteren, - gegebe
nenfalls in einer zweiten Ebene - erhöht angeordneten
Schienen, die zu den den Fahrwagen führenden Schienen im
wesentlichen senkrecht verlaufen, verfahrbar ist, und an
welchem die vertikal bewegbare Aufnahmeeinrichtung angeord
net ist. Auf diese Weise ist somit einfachst und vorteil
haft realisiert, daß das Ladehilfsmittel ohne Schwierigkei
ten entsprechend den Gegebenheiten am Verbringungsort aus
richtbar ist und beispielsweise entsprechend der Ausrich
tung einer weiteren Transporteinrichtung, auf welcher das
Ladehilfsmittel abzusetzen ist, ausrichtbar ist. Durch die
erfindungsgemäße Ausbildung der Transportvorrichtung als
Satellitensystem ist es somit mit besonderem Vorteil zu
sätzlich zur Drehbarkeit möglich, einen tatsächlichen Ein-
und Auslagerbetrieb zu realisieren, da das Satelli
tenfahrzeug die entsprechenden Lagerkanäle anfahren kann,
um dort das Lagerhilfsmittel aufzunehmen oder abzusetzen.
Auf diese Weise kann eine beachtliche Mobilitätssteigerung
des Systems realisiert werden.
Alternativ zu der einfachsten erfindungsgemäßen Ausfüh
rungsform der Transportvorrichtung, bei welcher die Aufnah
meeinrichtung direkt am Fahrwagen angeordnet ist, und somit
direkt an diesem drehbar ist, kann in weiterer Erfindungs
ausgestaltung ferner vorgesehen sein, daß das in den Fahr
wagen eingefahrene Satellitenfahrzeug zur Horizontaldrehung
der Aufnahmeeinrichtung um eine Vertikalachse drehbar ist.
Diese erfindungsgemäße Ausführungsalternative beruht somit
darauf, daß die Aufnahmeeinrichtung selbst starr an dem Sa
tellitenfahrzeug vorgesehen ist, die erfindungsgemäße Dreh
bewegung des Satellitenfahrzeugs und somit selbstverständ
lich auch der Aufnahmeeinrichtung selbst erfolgt erst nach
Einfahren in den Fahrwagen.
Neben dieser erfindungsgemäßen Ausführungsform kann auf Ba
sis der Erfindung ferner vorgesehen sein, daß die Aufnahme
einrichtung am Satellitenfahrzeug selbst drehbar angeordnet
ist, was insbesondere dahingehend von Vorteil ist, als daß
die Aufnahmeeinrichtung auch innerhalb des Kanalbereichs
drehbar betätigbar ist. Selbstverständlich können die bei
den Ausführungsalternativen auch gemeinsam innerhalb einer
Transportvorrichtung realsiert sein, so daß sowohl die Auf
nahmeeinrichtung an dem Satellitenfahrzeug als auch dieses
selbst am Fahrwagen drehbar ist.
Insbesondere in Großlagern existiert eine Vielzahl von La
gerkanälen, in welche das Satellitenfahrzeug einfahren
kann. Um nun nicht für jede Lagerkanalreihe, die quasi mit
tels einer eigenen Transportvorrichtung bestehend aus Fahr
wagen und Satellitenfahrzeug "abgedeckt" werden müßte, eine
separate Transportvorrichtung vorzusehen, kann in weiterer
Erfindungsausgestaltung ferner ein den Fahrwagen auf nehmen
des Trägerfahrzeug vorgesehen sein, das auf zu den Schienen
des Fahrwagens im wesentlichen senkrecht und - gegebenen
falls in einer dritten Ebene - erhöht verlaufenden Schienen
verfahrbar ist. Dieses Trägerfahrzeug verfährt somit auf
einer Hauptschienenspur, auf welcher es jede Fahrwagen
schiene anfahren kann. Sollen nun ein Fahrwagen von einem
Schienenbereich in den anderen wechseln, fährt der Fahrwa
gen einfachst auf das Trägerfahrzeug auf und wird von die
sem an die entsprechende Fahrwagenschiene transportiert und
auf diese überführt, wonach mit besonderem Vorteil das
fahrwageneigene Satellitenfahrzeug die dortigen Kanalreihen
bedienen kann. Auf diese Weise ist ein äußerst flexibles
und den tatsächlichen Lageranforderungen ohne weiteres ge
rechtwerdendes Lagersystem realisiert.
Bei der zuvor beschriebenen Anordnung der Hauptschiene des
Trägerfahrzeugs führen sämtliche Fahrwagenschienen auf eine
Seite ab, was bedeutet, daß die Hauptschiene stets am Ende
der Fahrwagenschienen angeordnet ist. Insbesondere in Groß
lagern ergeben sich hieraus Probleme, wenn ein Fahrwagen
wechsel stattfinden soll, da der Fahrwagen erst, abhängig
von seiner Momentanposition, ein langes Stück zurücklegen
muß, um überhaupt in das Trägerfahrzeug einfahren zu kön
nen. Nach erfolgtem Schienenwechsel muß der Fahrwagen er
neut in entgegengesetzte Richtung fahren, um an die ent
sprechende Stelle zu gelangen. Diesem sich insbesondere
zeitmäßig negativ auswirkenden Problem kann erfindungsgemäß
dadurch entgegengetreten werden, daß der in das Trägerfahr
zeug eingefahrene Fahrwagen um eine Vertikalachse drehbar
ist, so daß er beispielsweise um 180° gedreht werden kann.
Dies hat den Vorteil, daß die Hauptschiene des Trägerfahr
zeugs nicht mehr endseitig, sondern beispielsweise schie
nenmittig angeordnet werden kann, da durch die Drehbarkeit
des Fahrwagens samt Satellitenfahrzeugs und Ladehilfsmittel
dieser bei Bedarf gedreht und sofort, d. h., nach Zurückle
gung nur eines relativ kurzen Wegstückes bis zur Einfahrt
in das Trägerfahrzeug, auf die jeweilige Schiene überführt
werden kann. Neben einer Drehbarkeit des Fahrwagens am
Trägerfahrzeug selbst kann erfindungsgemäß ferner vorgese
hen sein, daß im Bereich der das Trägerfahrzeug führenden
Schienen, insbesondere in deren Endbereich, eine Drehein
richtung zum Horizontaldrehen des in die Dreheinrichtung
eingefahrenen Trägerfahrzeugs angeordnet ist. Der Drehwin
kel sämtlicher bisher beschriebener Drehfunktionen beträgt
erfindungsgemäß wenigstens 90°.
Eine konkrete Realisation der am Fahrwagen oder gegebenen
falls am Satellitenfahrzeug angeordneten Hubeinrichtung,
mittels welcher das Ladehilfsmittel auf eine vorbestimmte
Höhe angehoben wird, kann erfindungsgemäß derart sein, daß
die Hubeinrichtung zwei an einem schienengeführten Fahrwerk
des Fahrwagens oder gegebenenfalls des Satellitenfahrzeugs
angeordnete Hubmasten aufweist, zwischen welche die das La
dehilfsmittel tragende Aufnahmeeinrichtung vertikal beweg
bar ist.
Um im Falle der Anordnung der ersten Hubeinrichtung am Sa
tellitenfahrzeug neben dem hierdurch bewirkbaren Hub ein
weiteres Anheben des Ladehilfsmittels zu realisieren, kann
auf Basis der Erfindung ferner vorgesehen sein, daß der
Fahrwagen eine weitere Hubeinrichtung zum vertikalen Bewe
gen des Satellitenfahrzeugs aufweist, so daß das Ladehilfs
mittel samt Satellitenfahrzeug noch auf eine höhere Ebene
bewegt werden kann, was insbesondere dann von Vorteil ist,
wenn das Lager Lagerkanäle in mehreren Ebenen aufweist.
Diese weitere Hubeinrichtung kann erfindungsgemäß derart
ausgebildet sein, daß sie zwei an dem schienengeführten
Fahrwerk des Fahrwagens angeordnete Hubmasten aufweist,
zwischen welche das Satellitenfahrzeug vertikal bewegbar
ist.
Um den unterschiedlichen Lagerbetriebsmöglichkeiten hin
sichtlich der Einsetzbarkeit der Transportvorrichtung ge
recht zu werden, kann die tatsächliche Wirkung der Hubein
richtung und damit der tatsächliche Hub lagertypabhängig
verschieden sein. Denn in dem Fall, daß das Lager mit
"fahrerlosen Transportfahrzeugen", sog. "FTF" arbeitet,
reicht bereits ein minimaler Hub von wenigen Zentimetern,
um eine ausreichende Bodenfreiheit zu gewährleisten. Ein
FTF ist in der erfindungsgemäßen Transportvorrichtung durch
das ausfahrbare Satellitenfahrzeug realisiert. Auch bei
diesem Lagermodus erfolgt die Fahrzeugführung mittels der
oberseitigen Schienen. Bodenseitig ist durch den Minimalhub
des aufgenommenen Ladehilfsmittels ausreichend Raum ge
schaffen. Neben der insoweit freien Bewegung kann das Sa
tellitenfahrzeug sich aber auch mittels Rollen oder der
gleichen auf dem Boden abstützen. Bedingt durch die ober
seitige Führung sind am Boden aber keinerlei Führungsein
richtungen vorzusehen. Neben dieser Lagerart kann die
Transportvorrichtung auch in Lagern eingesetzt werden, in
welchen die Ladehilfsmittel in größerer Höhe über dem frei
begehbaren Boden verbracht werden. In diesem Fall erfolgt
ein weitaus größerer Hub mittels der Hubeinrichtungen, wo
bei dieser selbstverständlich von der Anordnungshöhe der
jeweiligen Schienen bzw. der Lagergröße (oder der Anzahl
der Lagerebenen) abhängt.
Im Rahmen der Erfindung kann ferner vorgesehen sein, daß
der Fahrwagen und/oder das Satellitenfahrzeug und/oder das
Trägerfahrzeug eine separate Energieversorgungs- und/oder
eine Steuerungseinrichtung aufweist, wobei die Kommunika
tion zwischen den einzelnen Fahrelementen über Kabel oder
per Funk erfolgen kann. Um die Aufnahme der jeweils einfah
renden Fahrelemente in das übergeordnete Fahrelement sicher
und einfach zu gestalten, kann erfindungsgemäß ferner vor
gesehen sein, daß der Fahrwagen und gegebenenfalls das Trä
gerfahrzeug Schienenelemente aufweisen, die als Verlänge
rungselemente für die jeweiligen Schienen ausgebildet sind,
auf welche das jeweilige ausfahrbare Fahrelement (Fahrwagen
oder Satellitenfahrzeug) nach Erreichen einer Endposition
auf fährt.
Als äußerst zweckmäßig hat es sich erfindungsgemäß heraus
gestellt, wenn die jeweiligen Schienen des Satellitenfahr
zeugs und/oder des Fahrwagens und/oder des Trägerfahrzeugs
und/oder die Schienenelemente ein C-Profil aufweisen und
paarweise einander gegenüberstehend angeordnet sind, wobei
sie selbstverständlich auch ein Doppel-C-Profil aufweisen
können.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung
ergeben sich aus den im folgenden beschriebenen Ausfüh
rungsbeispielen sowie anhand der Zeichnungen. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine Prinzipskizze einer ersten Ausführungsform der
Transportvorrichtung,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausfüh
rungsform der Transportvorrichtung,
Fig. 3 eine Ansicht des in Fig. 2 schematisiert darge
stellten Satellitenfahrzeugs, und
Fig. 4 die Transportvorrichtung in einer dritten Ausfüh
rungsform.
Fig. 1 zeigt eine Transportvorrichtung 1, bestehend aus ei
nem Fahrwagen 2 und einem daran angeordneten Satelliten
fahrzeug 3. Der stilisiert dargestellte Fahrwagen 2 ist auf
C-profilierten, einander gegenüberstehenden Schienen 4 ge
führt. Am Fahrwagen 2 sind unterseitig zwei ebenfalls C-
profilierte Schienenelemente 5 angeordnet, auf welche das
Satellitenfahrzeug 3 dann auf fährt, wenn es mittels des
Fahrwagens 2 verfahren werden soll. Nach Erreichen der ent
sprechenden Position fährt das Satellitenfahrzeug 3 dann
auf die entsprechende Schiene 6 auf. Am Satellitenfahrzeug
3 ist ferner die Aufnahmeeinrichtung 7 angeordnet, die im
gezeigten Ausführungsbeispiel aus sich weit nach unten er
streckenden Gabeln 8 besteht. Zur Ermöglichung der Drehbe
wegung der Aufnahmeeinrichtung 7 um eine Vertikalachse ist
die Aufnahmeeinrichtung drehbar am Satellitenfahrzeug 3 an
geordnet, was durch den gebogenen Doppelpfeil A dargestellt
ist. Auf diese Weise ist es möglich, das entsprechende auf
genommene Ladehilfsmittel 9, im gezeigten Beispiel einen
Rollwagen, entsprechend zu positionieren. Um den Rollwagen
zum Transport anzuheben bzw. abzusetzen, ist die Aufnahme
einrichtung 7 mittels einer lediglich durch die beiden
Pfeile B angedeuteten, satelliteneigenen Hubeinrichtung
vertikal bewegbar, wobei die Anhebehöhe selbstverständlich
durch entsprechende Ausbildung der Hubeinrichtung variier
bar ist.
Fig. 2 zeigt eine weitere Transportvorrichtung 10. Diese
besteht aus einem Fahrwagen 11, der auch hier auf zwei C-
Profilschienen 12 geführt ist. Dem Fahrwagen 11 zugeordnet
ist ein hier nur schematisch wiedergegebenes Satelliten
fahrzeug 13 zugeordnet, welches im gezeigten Ausführungs
beispiel auf einer Doppel-C-profilierten Schiene 14 ver
fahrbar ist. Wie im zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel
ist das Satellitenfahrzeug mit einer Hubeinrichtung verse
hen. Die Drehbarkeit ist in diesem Ausführungsbeispiel je
doch am Fahrwagen 11 realisiert, was durch den Doppelpfeil
C angedeutet ist. Die Drehung der Aufnahmeeinrichtung 15
erfolgt hier erst nach Einfahrt des Satellitenfahrzeugs 13
in den Fahrwagen 11, welcher im gezeigten Ausführungsbei
spiel 2 das Satellitenfahrzeug 13 aufnehmende Vertikalsäu
len 16 aufweist. Erst nach Erreichen dieser Endposition
wird das gesamte Satellitenfahrzeug 13 mit dem entsprechend
aufgeladenen Ladehilfsmittel um den vorbestimmten
erforderlichen Drehwinkel gedreht. Das Satellitenfahrzeug
ist in diesem Beispiel ein sog. "fahrerloses Transportfahr
zeug" (FTF), das sich über Rollen am Boden abstützt. Die
Führung erfolgt aber allein über die oberseitigen Schienen
14.
Fig. 3 zeigt in einer detaillierteren Ansicht den Aufbau
des mit einer Hubeinrichtung ausgestatteten Satellitenfahr
zeugs 13 aus Fig. 2. So weist das Satellitenfahrzeug 13 ein
Fahrwerk 17 auf, an welchem sich zwei Hubmasten 18 nach un
ten erstrecken. Diese Hubmasten 18 dienen als Führung für
die sich weiter nach unten erstreckende Aufnahmeeinrichtung
15. Nach Aufnehmen des Lagerhilfsmittels 19 wird die Auf
nahmeeinrichtung 15, wie durch den Pfeil D dargestellt, von
den Hubmasten 18 geführt nach oben angehoben. Im ange
hobenen Zustand verfährt das Satellitenfahrzeug 13 auf der
Schiene 14, wobei nach Erreichen der jeweiligen Endposition
das Ladehilfsmittel in umgekehrter Weise abgesetzt wird
(Pfeil E). Fig. 3 zeigt ferner eine Steuerungseinrichtung
20 und eine Energieversorgungseinrichtung 21. Die Energie
versorgungseinrichtung 21 kann zum einen als Kabelspeicher
ausgebildet sein, so daß die zum Betrieb erforderliche En
ergie von der fahrwageneigenen Energieversorgung geliefert
wird. Alternativ hierzu kann selbstverständlich auch das
Satellitenfahrzeug, gleich wie der Fahrwagen selbst, eine
eigene separate Energieversorgung aufweisen. Daneben ist
selbstverständlich eine Energiezufuhr auch in Form von
Stromschienen oder dergleichen denkbar.
Fig. 4 zeigt eine dritte Ausführungsform einer Transport
vorrichtung 22. Auch diese weist einen Fahrwagen 23 auf, an
welchem ein Satellitenfahrzeug 27 angeordnet ist, wobei die
in Fig. 4 gezeigte Fahrwagen-Satellitenfahrzeug-Einheit der
aus Fig. 1 entnehmbaren Transportvorrichtung 1 entspricht.
In dem in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel jedoch ist
dem Fahrwagen 23 ein übergeordnetes Trägerfahrzeug 24 zuge
ordnet, welches auf eigenen separaten Schienen 25 verfährt.
Die Funktion der Transportvorrichtung 22 ist nun derart,
daß es mittels des Trägerfahrzeugs 24 möglich ist, den
Fahrwagen 23 samt Satellitenfahrzeug 27 von einer Schienen
einheit 26 auf eine weitere zu überführen. Zu diesem Zweck
fährt der Fahrwagen 23 in das entsprechend ausgebildete
Trägerfahrzeug 24 ein, wonach es nach demselben Prinzip wie
bei der separaten Verfahrbarkeit des Fahrwagens 23 samt
Satellitenfahrzeug 27 auf der Schiene 25 verfährt und so
die komplette Einheit transportiert. Auf diese Weise ist es
somit möglich, die Einheit Fahrwagen 23 - Satellitenfahr
zeug 27 einer weiteren Fahrwagenschieneneinheit zuzuordnen,
so daß auf diese Weise eine andere Kanalreihe mittels des
Satellitenfahrzeugs 27 bedient werden kann.
Claims (14)
1. Transportvorrichtung für Ladehilfsmittel, insbesondere
Paletten, Gitterboxen, Rollbehälter oder dergleichen,
mit einem auf in einer ersten Ebene erhöht, insbeson
dere raumdeckenseitig verlaufenden Schienen verfahrba
ren Fahrwagen und einer mittels einer Hubeinrichtung
vertikal bewegbaren Aufnahmeeinrichtung für ein Lade
hilfsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme
einrichtung (7, 15) um eine Vertikalachse drehbar ist,
und daß die Transportvorrichtung ein Satelliten
fahrzeug (3, 13, 27) aufweist, das mit dem Fahrwagen
(2, 11, 23) verfahrbar ist und separat vom Fahrwagen
(2, 11, 23) auf weiteren, - gegebenenfalls in einer
zweiten Ebene - erhöht angeordneten Schienen (6, 14),
die zu den den Fahrwagen (2, 11, 23) führenden Schie
nen (4, 12) im wesentlichen senkrecht verlaufen, ver
fahrbar ist, und an welchem die vertikal bewegbare
Aufnahmeeinrichtung (7, 15) angeordnet ist.
2. Transportvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das in den Fahrwagen (11) eingefahrene
Satellitenfahrzeug (13) zur Horizontaldrehung der Auf
nahmeeinrichtung (15) um eine Vertikalachse drehbar
ist.
3. Transportvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Aufnahmeeinrichtung (7) am Sa
tellitenfahrzeug (3) drehbar angeordnet ist.
4. Transportvorrichtung nach einem der vorangehenden An
sprüche, gekennzeichnet durch ein den Fahrwagen (23)
aufnehmendes Trägerfahrzeug (24), das auf zu den
Schienen (26) des Fahrwagens (23) im wesentlichen
senkrecht und - gegebenenfalls in einer dritten Ebene
- erhöht verlaufenden Schienen (25) verfahrbar ist.
5. Transportvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß der in das Trägerfahrzeug eingefahrene
Fahrwagen um eine Vertikalachse drehbar ist.
6. Transportvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß im Bereich der das Trägerfahrzeug
führenden Schienen, insbesondere in deren Endbereich,
eine Dreheinrichtung zum horizontalen Drehen des in
diese eingefahrenen Trägerfahrzeuges angeordnet ist.
7. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Drehwinkel der Aufnah
meeinrichtung und/oder des Satellitenfahrzeugs
und/oder des Fahrwagens und/oder des Trägerfahrzeugs
wenigstens 900 beträgt.
8. Transportvorrichtung nach einem der vorangehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die am Fahrwagen
oder gegebenenfalls am Satellitenfahrzeug (13) ange
ordnete Hubeinrichtung (2) an einem schienengeführten
Fahrwerk (17) angeordnete Hubmasten (18) aufweist,
zwischen welche die das Ladehilfsmittel (19) tragende
Ladeeinrichtung (15) vertikal bewegbar ist.
9. Transportvorrichtung nach einem der vorangehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Fahrwagen
eine weitere Hubeinrichtung zum vertikalen Bewegen des
Satellitenfahrzeugs aufweist.
10. Transportvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Hubeinrichtung (2) an einem schie
nengeführten Fahrwerk des Fahrwagens angeordnete Hub
masten aufweist, zwischen welche das Satellitenfahr
zeug vertikal bewegbar ist.
11. Transportvorrichtung nach einem der vorangehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Fahrwagen
und/oder das Satellitenfahrzeug und/oder das Träger
fahrzeug eine separate Energieversorgungs- und/oder
eine Steuerungseinrichtung aufweist.
12. Transportvorrichtung nach einem der vorangehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Fahrwagen (4)
und gegebenenfalls das Trägerfahrzeug Schienenelemente
(5) aufweisen, die als Verlängerungselemente für die
jeweiligen Schienen (6) ausgebildet sind, auf welche
das jeweilige ausfahrbare Fahrelement (Fahrwagen oder
Satellitenfahrzeug) nach Erreichen einer Endposition
auf fährt.
13. Transportvorrichtung nach einem der vorangehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweiligen
Schienen des Satellitenfahrzeugs und/oder des Fahrwa
gens und/oder des Trägerfahrzeugs und/oder die Schie
nenelemente ein eine Führung erlaubendes Profil, vor
zugsweise ein C- oder Z-Profil aufweisen und paarweise
einander gegenüberstehend angeordnet sind.
14. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
12, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweiligen Schie
nen des Satellitenfahrzeugs und/oder des Fahrwagens
und/oder des Trägerfahrzeugs und/oder die Schienenele
mente ein eine Führung erlaubendes Profil, vorzugs
weise ein Doppel-C-Profil aufweisen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995128123 DE19528123A1 (de) | 1995-08-01 | 1995-08-01 | Transportvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1995128123 DE19528123A1 (de) | 1995-08-01 | 1995-08-01 | Transportvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19528123A1 true DE19528123A1 (de) | 1997-02-06 |
Family
ID=7768339
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE1995128123 Withdrawn DE19528123A1 (de) | 1995-08-01 | 1995-08-01 | Transportvorrichtung |
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