DE19528153C1 - Sicherheitsgurtaufroller mit Neigungsausgleich für den fahrzeugsensitiven Sensor - Google Patents
Sicherheitsgurtaufroller mit Neigungsausgleich für den fahrzeugsensitiven SensorInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Sicherheitsgurtaufroller mit
Neigungsausgleich, wobei ein den Sicherheitsgurtaufroller
tragender Teil des Fahrzeugsitzes wie Rückenlehne oder
Sitzteil in der Neigung zu einer zum Erdmittelpunkt
gerichteten Achse verstellbar ist, wobei der
Sicherheitsgurtaufroller einen jeweils zum Erdmittelpunkt
auszurichtenden fahrzeugsensitiven Beschleunigungssensor
sowie eine Pendeleinrichtung mit einer den Beschleunigungs
sensor bei Neigungsänderung in seine Sollage nachführenden
Pendelmasse aufweist, und eine aufgrund von einwirkenden
Beschleunigungen ansprechende Trägheitsmasse vorgesehen
ist, die über ein Sperrglied die Pendeleinrichtung in
ihrer Lage gegenüber dem Sicherheitsgurtaufroller
festlegt.
Ein Sicherheitsgurtaufroller mit den vorgenannten Merkmalen
ist aus der GB-PS 15 99 188 bekannt; bei diesem
Sicherheitsgurtaufroller ist dem fahrzeugsensitiven Sensor
eine Pendeleinrichtung zugeordnet, welche bei der
Neigungsverstellung des Fahrzeugsitzes bzw. des zugeordneten
Teiles davon den fahrzeugsensitiven Sensor des
Sicherheitsgurtaufrollers jeweils in seine Soll-Lage
nachführt. Damit eine derartige Nachführung nicht auch bei
im Fahrbetrieb auftretenden horizontalen Fahrzeug
beschleunigungen oder Fahrzeugverzögerungen erfolgt, ist an
der Pendeleinrichtung ein zusätzlicher und mit einer
Sperreinrichtung für die Pendeleinrichtung gekoppelter
Fahrzeugsensor angebracht, der bei einer
beschleunigungsbedingten Auslenkung die Pendeleinrichtung in
ihrer Lage sperrt und festlegt. Mit dieser bekannten
Ausgestaltung eines Sicherheitsgurtaufrollers mit
Neigungsausgleich ist der Nachteil verbunden, daß die
Sperrung der Pendeleinrichtung nur mit einer
vergleichsweisen großen Verzögerung erfolgt; ferner ist die
bekannte Anordnung kompliziert aufgebaut.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei einem
gattungsgemäßen Sicherheitsgurtaufroller ein schnelleres
Ansprechen der Sperrung der den Neigungsausgleich
vornehmenden Pendeleinrichtung zu erreichen und im übrigen
eine konstruktiv einfache und funktionssichere Ausbildung
des Neigungsausgleichs vorzunehmen.
Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus dem Hauptanspruch;
vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der
Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung sieht in ihrem Grundgedanken vor, daß die
Trägheitsmasse als instabiles Ausgleichspendel im Drehpunkt
der Pendelmasse gelagert ist, wobei das sowohl mit der
Pendelmasse als auch mit dem Ausgleichspendel gekoppelte
Sperrglied bei Auftreten horizontaler Beschleunigungen durch
die gegenläufigen Drehbewegungen der Pendelmasse und des
Ausgleichspendels in Eingriff mit einer am
Sicherheitsgurtaufroller ortsfest ausgebildeten
Sperrverzahnung ausgelenkt wird. Mit der Erfindung ist der
Vorteil verbunden, daß aufgrund der unmittelbaren
Wirkverbindung zwischen Trägheitsmasse beziehungsweise
Ausgleichspendel und Pendelmasse die Gesamt-Pendeleinheit
das Nachführen beziehungsweise Ausrichten des
fahrzeugsensitiven Sensors auf den Mittelpunkt als
geschlossene Einheit ohne Relativbewegung von Teilen
zueinander ausführt, wobei jedoch bei Auftreten von
horizontalen Beschleunigungen innerhalb
dieser Einheit Relativbewegungen ihrer Teile zueinander
erzeugt werden, die eine Sperrung der Pendeleinheit in der
jeweiligen Soll-Lage bewirken. Die unmittelbare
Wirkverbindung führt auch dazu, daß die Pendeleinheit
beziehungsweise deren Teile bei sehr niedrigen
Beschleunigungen aufgrund innerer Reibung zueinander
verharren, so daß auch bei sehr niedrigen Beschleunigungen
eine Auslenkung des fahrzeugsensitiven Sensors außerhalb
seiner Soll-Lage ausgeschlossen ist. Demnach ist die
erfindungsgemäße Pendeleinheit so aufgebaut, daß jeder
Pendelausschlag aufgrund einer auf die Pendeleinheit
einwirkenden horizontalen Beschleunigung eine Sperrung der
Pendeleinheit in ihrer jeweiligen Lage bewirkt, und zwar für
den Zeitraum der Einwirkung der betreffenden Beschleunigung.
Soweit bei dem im Vordergrund der Erfindung stehenden
Ausführungsbeispiel eine Trägheitsmasse in Form eines
Ausgleichpendels vorgesehen ist, ist die Pendeleinheit für
Beschleunigungen in einer Richtung ausgelegt, also
sinnvollerweise für die Bremsungen des Kraftfahrzeuges.
Hierzu ist es aus DE 78 11 279 U1 bekannt, einen der
Steuerung der Blockiereinrichtung des
Sicherheitsgurtaufrollers dienenden Fahrzeugsensor
aus einem gemeinsam ein stabiles Pendel bildenden stabilen
und einem instabilen Pendel auszubilden, was zu einer
Verbesserung der Ansprechgeschwindigkeit des Fahrzeugsensors
führen soll.
Weiterhin ist aus der US-PS 41 64 337 ein
Sicherheitsgurtaufroller mit Neigungsausgleich für den
Fahrzeugsensor bekannt, bei welchem der nach Art eines
Pendels ausgebildete Fahrzeugsensor seinerseits in einer
indifferent gelagerten und ein Ausgleichsgewicht
aufweisenden Pendeleinrichtung angeordnet ist, so daß bei
einer Änderung der Neigung einer den Gurtaufroller tragenden
Rückenlehne eines Fahrzeugsitzes eine Ausrichtung der
Pendeleinrichtung mit daran gehaltertem Fahrzeugsensor zum
Erdmittelpunkt gegeben ist. Bei Auftreten von
Fahrzeugbeschleunigungen erfolgt dann die Sperrung sowohl
der Pendeleinrichtung als Ganzes als auch der zugeordneten
Gurtaufwickelwelle.
Nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen,
daß das Sperrglied mit einem seine Auslenkung ermöglichenden
Langloch auf dem Lagerzapfen von Pendelmasse und Ausgleichs
pendel gelagert ist und sein Schwerpunkt im Drehpunkt von
Pendelmasse und Ausgleichspendel liegt. Hierbei kann vorgesehen
sein, daß das Sperrglied in den Bewegungsrichtungen des
Fahrzeuges jeweils seitlich horizontal abstehende Arme mit
darin angeordneten Langlöchern zur Aufnahme von darin in
entgegengesetzter Zuordnung eingreifenden Zapfen von
Pendelmasse einerseits und Ausgleichspendel andererseits
aufweist.
Soweit eine Festlegung des Pendels auch bei in der
Gegenrichtung zu Beschleunigungen wirkenden
Beschleunigungen, also beim Anfahren, gewünscht ist, sieht
die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel vor, daß zum
Ausgleich einer beim Anfahren des Fahrzeuges auftretenden
Beschleunigung ein zweites Ausgleichspendel über ein zweites
Sperrglied mit der Pendelmasse gekoppelt ist.
Nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung kann vorgesehen
sein, daß die Pendelmasse über eine Stößelverbindung für die
Nachführung des fahrzeugsensitiven Sensors sorgt, wie dies
grundsätzlich bei einem nachstellbaren Fahrzeugsensor aus
der DE 36 11 004 A1 bekannt ist.
Alternativ kann aber auch der fahrzeugsensitive Sensor
unmittelbar an der Pendelmasse festgelegt und die
Spitze des die Blockierung des Sicherheitsgurtaufrollers
einleitenden Impulshebels in dem Drehpunkt von Pendelmasse
und Ausgleichspendeln angeordnet sein, womit der Vorteil
verbunden ist, daß bei Verschwenkungen der Pendeleinheit
die Position des Impulshebels nicht beeinträchtigt wird.
Hierzu ist die Anbringung eines fahrzeugsensitiven Sensors
unmittelbar an einer Pendelmasse eines entsprechend
ausgebildeten Sicherheitsgurtaufrollers aus der US-PS
3 552 676 bekannt.
Nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen,
daß die Pendeleinrichtung mit Pendelmasse und
Ausgleichspendeln in der Abdeckkappe des Gurtaufrollers
angeordnet ist und die Abdeckkappe innenseitig die
Sperrverzahnung für das zugeordnete Sperrglied aufweist.
Eine entsprechende Anordnung ist beispielsweise aus der
US-PS 5 289 986 bekannt. Hiermit ist der Vorteil
verbunden, daß die Pendeleinrichtung in platzsparender Weise
an dem Gurtaufroller angebracht werden kann, wie dies auch
für den in der US-PS 5 289 986 beschriebenen
Sicherheitsgurtaufroller gilt.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung
wiedergegeben, welche nachstehend beschrieben sind.
Es zeigen:
Fig. 1 eine aus Pendelmasse und Trägheitsmasse bestehende
Pendeleinheit in einer auseinandergezogenen
schaubildlichen Darstellung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die an einem Gurtaufroller
montierte Pendeleinheit gemäß Fig. 1,
Fig. 3 ein anderes Ausführungsbeispiel der Pendeleinheit
gemäß Fig. 1.
Wie zunächst zu entnehmen ist, besteht die Pendeleinheit aus
einer Pendelmasse 10, die mit einem ein Schwenklager 12
ausbildenden Zapfen 11 in nicht dargestellter Weise an einem
Teil des Sicherheitsgurtaufrollers schwenkbar gelagert ist.
Der Schwerpunkt 13 der Pendelmasse 10 liegt unterhalb des
Drehpunktes 22, woraus sich die Pendelfunktion ergibt. Wie
sich aus der Darstellung in Fig. 2 entnehmen läßt, beträgt
der gesamte Schwenkbereich der Pendelmasse 10 vierzig Grad,
und zwar jeweils zwanzig Grad aus der Mittellage heraus
(Winkel β), wie dies den praktischen Anforderungen
entsprechen dürfte.
Auf dem Lagerzapfen 11 der Pendelmasse 10 ist ein Sperrglied
14 mit einem an diesem ausgebildeten Langloch 15 derart
gelagert, daß das Sperrglied 14 gegenüber den Zapfen 11 der
Pendelmasse 10 linear verschiebbar ist. Der Schwerpunkt 16
des Sperrgliedes 14 ist im Drehpunkt 22 der gesamten
Pendeleinheit angeordnet, so daß sich bei der Auslenkung der
Pendelmasse 10 das Sperrglied 14 pendelneutral verhält. Das
Sperrglied 14 weist in den Bewegungsrichtungen des
Fahrzeuges jeweils seitlich horizontal abstehende Arme 17
auf, in denen jeweils Langlöcher 18 angeordnet sind.
Ebenfalls auf dem Lagerzapfen 11 der Pendelmasse 10 ist ein
Ausgleichspendel 19 mit einer Lagerbohrung 20 gelagert, wobei das
Ausgleichspendel 19 von der Masse her deutlich schwächer
gegenüber der Pendelmasse 10 ausgelegt und mit seinem
Schwerpunkt 21 oberhalb des Drehpunktes 22 instabil
gelagert ist. Insgesamt hat die gesamte Pendeleinheit einen
aus Fig. 2 zu entnehmenden Gesamtschwerpunkt 23, der für
die eigentliche Aufgabe der Pendeleinheit, das permanente
Ausrichten des fahrzeugsensitiven Sensors zum
Erdmittelpunkt, verantwortlich ist, und der demzufolge
ebenfalls unterhalb des Drehpunktes 22 liegt.
Sowohl die Pendelmasse 10 als auch das Ausgleichspendel 19
greifen jeweils mit einem Mitnehmerzapfen 24 beziehungsweise
25 in die zugeordneten Langlöcher 18 des Sperrgliedes 14
ein; aufgrund der Zuordnung der Mitnehmerzapfen 24, 25 zu
den Langlöchern 18 sind die Relativbewegungen von
Pendelmasse 10 zu Sperrglied 14 einerseits und Ausgleichspendel
19 zu Sperrglied 14 beziehungsweise damit auch zur
Pendelmasse 10 vorgegeben. So kann bei dem in Fig. 1
dargestellten Ausführungsbeispiel die Pendelmasse 10 sich
nur im Uhrzeigersinn drehen, wenn in Richtung des Pfeils a
einwirkende horizontale Beschleunigungen (Bremsungen)
auftreten; in gleicher Weise kann sich das Ausgleichspendel 19
aufgrund seiner Verbindung über den Mitnehmerzapfen 25 mit
dem Sperrglied 14 nur entgegen dem Uhrzeigersinn drehen. Die
gegenläufige Drehbewegung der Pendelmasse 10 wie auch des
Ausgleichspendels 19 wird jeweils in eine aufwärts gerichtete
Hubbewegung des Sperrgliedes 14 umgesetzt; dabei ist der Hub
durch die Länge des Langloches 15 begrenzt beziehungsweise
auch durch die seitliche Erstreckung der Langlöcher 18
vorgegeben. Zusätzlich wird der Hub aber auch durch den
Eingriff der am Sperrglied vorgesehenen Sperrgliedspitze 31
in die Innenverzahnung 30 der Abdeckkappe 29 des
Sicherheitsgurtaufrollers begrenzt, wie sich dies aus Fig.
2 ergibt.
Da aufgrund der eingestellten Massen- und Hebelverhältnisse
eine Sperrung der Pendelmasse 10 schon bei kleinsten
Pendelausschlägen stattfindet, treten keine großen Sperr
kräfte auf, so daß auch die Zahnhöhe der Sperrverzahnung 30
gering gehalten werden kann. Je kleiner aber der Sperrhub
des Sperrgliedes 14 ausgelegt werden kann, desto geringer
kann der Drehwinkel von Pendelmasse 10 und Ausgleichspendel 19
gehalten werden, damit also auch die Abweichung des
fahrzeugsensitiven Sensors von seiner Idealposition. So läßt
sich eine Sperrung der Pendelmasse 10 schon bei einer
Auslenkung ab einem Schwenkwinkel drei Grad realisieren, was
einem ausgesprochen geringen Fehler für das Ansprechniveau
des fahrzeugsensitiven Sensors entspricht.
Aus der Darstellung der Fig. 2 ergibt sich die Verbindung
zwischen dem fahrzeugsensitiven Sensor 26 und der
Pendelmasse 10; bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ist der fahrzeugsensitive Sensor 26 an der Pendelmasse 10
festgelegt derart, daß die Spitze 28 des Impulshebels
27, welcher den Sperrhebel für die Blockierung des
Sicherheitsgurtaufrollers aktiviert, in dem Drehpunkt 22
der Pendeleinheit liegt, so daß bei Verschwenkungen der
Pendeleinheit die Position des Sperrhebels nicht
beeinträchtigt wird. Wie nicht weiter dargestellt, kann
alternativ auch vorgesehen sein, die Pendelmasse über eine
Stößelverbindung mit dem fahrzeugsensitiven Sensor im Sinne
von dessen Nachführung zu koppeln.
Bei dem in den Fig. 1, 2 dargestellten
Ausführungsbeispiel bestimmt die Position der Pendelmasse 10
gleichzeitig die Position des fahrzeugsensitiven Sensors 26.
Dabei findet zwischen den drei Bauteilen der Pendeleinheit,
nämlich der Pendelmasse 10, dem Sperrglied 14 und dem
Ausgleichspendel 19 keine Relativbewegung statt, da das instabil
angeordnete Ausgleichspendel 19 alle Bewegungen der Pendelmasse
10 über das Sperrglied 14 geführt mitmacht. Nur bei
horizontalen Beschleunigungen in Fahrtrichtung, also
rechtwinklig zu der durch den Drehpunkt 22
verlaufenden Schwenkachse (angedeutet durch den Pfeil
a), verschwenken die Pendelmasse 10 und das Ausgleichspendel 19
gegeneinander und heben dabei das Sperrglied 14 in dessen
Sperrlage mit Eingriff seiner Spitze 31 in die
Innenverzahnung 30 der Abdeckkappe 29. Geht die
Beschleunigung auf Null zurück, wird das Ausgleichspendel 19
durch das Gewicht des Sperrgliedes 14 in seine Ausgangslage
zurückgeführt; das Sperrglied 14 kann dabei durchaus sehr
leicht ausgebildet sein, da das instabile Ausgleichspendel bei
dem geringen Auslenkwinkel noch kein nennenswertes
Drehmoment entwickeln kann, um in die stabile Lage zu
kommen. Diese Hubbewegung ist mit den Pfeilen 33 in Fig. 2
angedeutet.
Soll nun auch eine Sicherung der Pendelmasse 10 gegen beim
Anfahren des Kraftfahrzeuges einwirkende Beschleunigungen
(Pfeil -a in Fig. 3) erfolgen, so ist gemäß dem in Fig. 3
vorgesehenen Ausführungsbeispiel ein weiteres Ausgleichspendel
19a sowie ein weiteres Sperrglied 14a auf einem
entsprechenden Lagerzapfen der Pendelmasse 10 angeordnet,
wobei analog zu dem zu den Fig. 1, 2 beschriebenen
Ausführungsbeispiel das Ausgleichspendel 19a mit einer
Lagerbohrung 20a auf dem zugehörigen Zapfen 11 gelagert ist
und einen oberhalb des Drehpunktes 22 gelegenen Schwerpunkt
21a aufweist. Mit einem zugeordneten Mitnehmerzapfen 25a
greift das Ausgleichspendel 19a in ein zugeordnetes Langloch 18a
des Sperrgliedes 14a ein, wobei zusätzlich an der
Pendelmasse 10 ein weiterer Mitnehmerzapfen 24a vorgesehen
ist, der in das zugeordnete Langloch 18a des Sperrgliedes
14a eingreift. Die Zuordnung der Mitnehmerzapfen zu den
Langlöchern des Sperrgliedes 14a ist dabei so gewählt, daß
sich eine mit der Auslenkung der Pendelmasse 10
gleichgerichtete Auslenkung des zweiten Ausgleichspendels 19a
ergibt. Bei dem in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel
sind die den Mitnehmerzapfen 24 beziehungsweise 24a
zugeordneten Langlöcher 18a der beiden Sperrglieder 14
beziehungsweise 14a jeweils nach unten vergrößert, um der
jeweils inaktiven Bewegungsrichtung der Pendelmasse 10 mit
ihren Mitnehmerzapfen 24 beziehungsweise 24a Bewegungsfrei
raum zu gestatten. Im übrigen ist bei dem in Fig. 3
dargestellten Ausführungsbeispiel die Funktion wie zu dem
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1, 2 beschrieben
entsprechend.
Claims (7)
1. Sicherheitsgurtaufroller mit Neigungsausgleich, wobei
ein den Sicherheitsgurtaufroller tragender Teil des
Fahrzeugsitzes wie Rückenlehne oder Sitzteil in der
Neigung zu einer zum Erdmittelpunkt gerichteten Achse
verstellbar ist, wobei der Sicherheitsgurtaufroller
einen jeweils zum Erdmittelpunkt auszurichtenden
fahrzeugsensitiven Beschleunigungssensor sowie eine
Pendeleinrichtung mit einer den Beschleunigungssensor
bei Neigungsänderung in seine Sollage nachführenden
Pendelmasse aufweist, und eine aufgrund von einwirkenden
Beschleunigungen ansprechende Trägheitsmasse vorgesehen
ist, die über ein Sperrglied die Pendeleinrichtung in
ihrer Lage gegenüber dem Sicherheitsgurtaufroller
festlegt, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägheitsmasse
als instabiles Ausgleichspendel (19) im Drehpunkt (22)
der Pendelmasse (10) gelagert ist, wobei das sowohl mit
der Pendelmasse (10) als auch mit dem Ausgleichspendel
(19) gekoppelte Sperrglied (14) bei Auftreten
horizontaler Beschleunigungen (Pfeil a) durch die
gegenläufigen Drehbewegungen der Pendelmasse (10) und
des Ausgleichspendels (19) in Eingriff mit einer am
Sicherheitsgurtaufroller ortsfest ausgebildeten
Sperrverzahnung (30) ausgelenkt wird.
2. Sicherheitsgurtaufroller nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Sperrglied (14) mit einem seine
Auslenkung ermöglichenden Langloch (15) auf einem
Lagerzapfen (11) von Pendelmasse (10) und
Ausgleichspendel (19) gelagert ist und sein Schwerpunkt
(16) im Drehpunkt (22) von Pendelmasse (10) und
Ausgleichspendel (19) liegt.
3. Sicherheitsgurtaufroller nach Anspruch 1 oder
2, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrglied (14) in
den Bewegungsrichtungen des Fahrzeuges jeweils seitlich
horizontal abstehende Arme (17) mit darin angeordneten
Langlöchern (18) aufweist zur Aufnahme von Zapfen (24
bzw. 25) , die an der Pendelmasse (10) bzw. an dem
Ausgleichspendel (19) vorgesehen sind.
4. Sicherheitsgurtaufroller nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ausgleich einer beim
Anfahren des Fahrzeuges auftretenden Beschleunigung
(Pfeil -a) ein zweites Ausgleichspendel (19a) über ein
zweites Sperrglied (14a) mit der Pendelmasse (10)
gekoppelt ist.
5. Sicherheitsgurtaufroller nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß die Pendelmasse (10) über
eine Stößelverbindung für die Nachführung des
fahrzeugsensitiven Sensors (26) sorgt.
6. Sicherheitsgurtaufroller nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß der fahrzeugsensitive
Sensor (26) unmittelbar an der Pendelmasse (10)
festgelegt und die Spitze (28) des die Blockierung
des Sicherheitsgurtaufrollers einleitenden Impulshebels
(27) in dem Drehpunkt (22) der Pendelmasse (10) und den
Ausgleichspendeln (19, 19a) liegt.
7. Sicherheitsgurtaufroller nach einem der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß die Pendelmasse (10) und
die Ausgleichspendel (19, 19a) in der Abdeckkappe (29)
des Gurtaufrollers angeordnet sind und die Abdeckkappe
(29) innenseitig die Sperrverzahnung (30) für die
zugeordneten Sperrglieder (14, 14a) aufweist.
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