DE19528174A1 - Gleitschirm in V-Rippenbauweise mit V-Naht - Google Patents

Gleitschirm in V-Rippenbauweise mit V-Naht

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Description

Die Erfindung betrifft einen Gleitschirm gemäß Oberbegriff von Anspruch 1.
Derartige Gleitschirme sind bekannt. Ein Gleitschirm besteht prinzipiell aus einem Tragflügel und darin befestigten Leinen, wobei der Tragflügel aus mehreren Kammern oder Zellen besteht, die aneinandergereiht den Tragflügel bilden. Die Kammern werden dadurch gebildet, daß der Tragflügel aus einem Obersegel und einem Untersegel besteht, wobei das Obersegel mit dem Untersegel durch Profilrippen verbunden ist. Die Profilrippen können im wesentlichen senkrecht zwischen dem Obersegel und dem Untersegel sowie auch V-förmig angeordnet sein. Die Profilrip­ pen ähneln der üblichen Tragflügelform mit einem Nasenbereich, welcher relativ dick ausgeführt ist, und einem Endbereich, welcher relativ flach und spitz auslaufend ausgeführt ist. Im Nasenbereich der Profilrippen ist längs des Tragflügels eine Eintrittsöffnung vorgesehen, d. h. die Kante des Obersegels ist von der Kante des Untersegels beabstandet. Beim Startvor­ gang dient diese Eintrittsöffnung dazu, daß sich der Tragflügel im Innern der Kammer mit Luft füllt, damit die Profilrippen dem Tragflügel die geforderte Profilform geben. Darüberhinaus übertragen die Profilrippen im Flug die am Obersegel angreifenden Luftkräfte auf die Leinen, welche an der Unterseite des Tragflügels bzw. dem Untersegel an defi­ nierten Punkten angebracht sind. In der Regel befinden sich, in Längs­ richtung der Profilrippe gesehen, vier Leinenbefestigungspunkte bzw. Krafteinleitungspunkte an den jeweiligen Profilrippen. Die einzelnen Leinen werden schließlich gebündelt und halten das Gewicht des den Gleitschirm steuernden Piloten.
Die aerodynamischen Parameter, welche die Güte eines Gleitschirmes bestimmen, sind Flügelschränkung, Flügelstreckung, Profiltyp, Größe und Lage der Lufteintrittsöffnung usw . . Die aerodynamischen Parameter des Tragflügels werden wesentlich durch die Güte der Profiltreue des Trag­ flügels bestimmt. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang diese Profiltreue auf dem Obersegel im Profilnasenbereich und im Profilendbe­ reich bzw. Profilauslauf. Zum einen ist im Sinne des Einhaltens einer hohen Profiltreue des Tragflügels eine möglichst hohe Anzahl von Leinen erforderlich, welche an möglichst vielen Profilrippen mit möglichst vielen Krafteinleitungspunkten befestigt ist. Die Gesamtlänge des Leinenmaterials stellt demgegenüber jedoch einen schädlichen Widerstand dar.
Um die Profiltreue der Tragflügel derartiger Gleitschirme zu verbessern wurden zusätzlich zu den im wesentlichen senkrecht das Obersegel und das Untersegel miteinander verbindenden Profilrippen V-Rippen zusätzlich eingefügt. Damit kann zwar in gewisser Weise die Obersegelgüte, d. h. die Profiltreue bei etwa gleichbleibender Anzahl an Leinenmaterial erhöht werden, Profiluntreue tritt herstellungsbedingt bei dieser V-Rippenbauwei­ se jedoch vor allen Dingen im Nasenbereich und im Endbereich des Tragflügels auf. Der Nasenbereich und der Endbereich des Tragflügels sind jedoch die Bereiche, welche zur Erzielung von günstigen aerodyna­ mischen Parametern den größten Einfluß aufweisen.
Die Profilform, welche einem langgezogenen Tropfen ähnelt, ist so ausgebildet, daß die Profiloberseite und die Profilunterseite einen varia­ blen Abstand vom Obersegel bzw. vom Untersegel haben, welcher von 0 an der dicksten Stelle der Profilrippe auf einen Maximalwert und von dort wieder auf 0 wechselt. Daraus ergibt sich auch ein variabler V-Win­ kel. Vor allem im Profilendbereich geht dieser V-Winkel wegen des ausgezogenen schlanken Profils bis nahe an 90°. Damit ist jedoch eine optimale Kraftübertragung von den Krafteinleitungspunkten der Seile auf die Profilrippen und damit auf den gesamten Tragflügel des Gleitschir­ mes nicht mehr gegeben.
Um dieses Problem zu lösen, wurden bei einem bekannten Gleitschirm die V-Profile im Nasenbereich und im Endbereich gegenüber der Breite des Tragflügels beträchtlich verkürzt. Dadurch wurde zwar der problema­ tische Anfangs- und Endbereich, d. h. der Nasenbereich und der Endbe­ reich, bei V-Profilen ausgenommen. Das führte jedoch wegen der nicht vollständigen Ausnutzung des V-Profils über die gesamte Flügelbreite wiederum zu Problemen bei der Profiltreue. Verkürzte V-Profile weisen darüberhinaus den Nachteil auf, daß die Krafteinleitungspunkte nicht auf der gesamten Länge der Profilrippe gleichmäßig verteilt werden können.
Es ist deshalb die Aufgabe der Erfindung, einen Gleitschirm mit einem solchen Tragflügel auszubilden, bei welchem optimale Krafteinleitungs­ bedingungen über im wesentlichen die gesamte Breite des Tragflügels, d. h. Länge der Profilrippen, bei gleichzeitiger Erhöhung der Profiltreue und Verbesserung der aerodynamischen Eigenschaften erzielt werden können.
Diese Aufgabe wird mit einem Gleitschirm mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 gelöst. Zweckmäßige Weiterbildungen sind in den Unter­ ansprüchen definiert.
Gemäß der Erfindung weist der Gleitschirm in an sich bekannter Weise einen Tragflügel auf, an welchem die einen Piloten tragenden Leinen befestigt sind. Der Tragflügel besteht dabei aus einem Obersegel und einem Untersegel, welche über Profilrippen miteinander verbunden sind, so daß im Innern des Tragflügels Kammern vorhanden sind. Die Profil­ rippen sind als einen V-Winkel bildende V-Profile ausgebildet und erstrecken sich im wesentlichen über die gesamte Breite des Tragflügels. Diese Profilrippen der V-Profile sind am Untersegel derart befestigt, daß der V-Winkel über die Breite des Tragflügels im wesentlichen konstant ist. Der im wesentlichen über die Breite des Tragflügels konstante V-Winkel gewährleistet in vorteilhafter Weise eine gute Kraftübertragung im Nasenbereich des Tragflügels auf die den Piloten haltenden Leinen.
Sehr wesentlich für die verbesserten aerodynamischen Eigenschaften des Gleitschirms ist darüberhinaus die mit dem erfindungsgemäßen Gleit­ schirm erzielbare hohe Form- und Profiltreue, weil z. B. auch an der Hinterkante (trailing edge) des Flügels eine geringere Aufwulstung auf­ tritt, als es der Fall ist bei V-Profilen des Standes der Technik, bei welchen die Profilrippen mit veränderlichem V-Winkel bis in den Spit­ zenbereich der Profilrippe geführt werden. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Gleitschirms besteht im höheren Leistungsgewinn.
Zwar neigt jede Kammer aufgrund der Flexibilität des Materials des Tragflügels und des in der Kammer herrschenden Druckes zur Aufwul­ stung, welche der Forderung nach Profiltreue entgegensteht, die Profil­ treue des Tragflügels läßt sich jedoch durch eine erhöhte Anzahl der Profilrippen erhöhen. Denn je geringer der Abstand der Profilrippen ist, desto geringer ist auch die Aufwulstung der Kammer. Da durch eine Verringerung des Profilabstandes andererseits die Anzahl der am Trag­ flügel zu befestigenden Leinen erhöht wird und damit der Widerstand des Gleitschirmes zunimmt, muß zwischen diesen beiden Forderungen stets die optimale Lösung gesucht werden. Der erfindungsgemäße Gleit­ schirm trägt somit wegen der Vergleichmäßigung der V-Profile zu einer erhöhten Profiltreue bei Beibehaltung der Anzahl der Leinen bei. Durch die insgesamt erhöhte Steifigkeit des Tragflügels im mit Luft gefülltem Zustand kann desweiteren sogar die Anzahl der Leinen verringert wer­ den, in dem nicht an alle Profile Leinen befestigt werden.
Die durchgehenden V-Profilrippen führen zu einer erhöhten Anzahl von Kammern bezüglich des Obersegels, wodurch dieses deutlich glatter wird.
Vorzugsweise bilden die Profilrippen mit dem Obersegel und dem Unter­ segel einen Verband. Der Verband kann vorzugsweise durch Nähen hergestellt werden, so daß ein Nahtverband entsteht. Je nach eingesetz­ tem Material für den Gleitschirm, kann jedoch auch eine Kleb- oder Schweißverbindung als Naht verwendet werden.
Damit der V-Winkel über die Breite des Tragflügels im wesentlichen konstant gehalten werden kann, sind gemäß einem weiteren Ausführungs­ beispiel der Erfindung die Profilrippen der V-Profile aus dem Verband mit einer senkrecht zum Obersegel und zum Untersegel stehenden Profilrippe beim Untersegel im Nasenbereich um einen bestimmten Betrag V und im Endbereich um einen bestimmten Betrag H herausge­ führt und sind in diesen jeweiligen Bereichen separat mit dem Unter­ segel verbunden. Durch das Herausführen der Naht aus dem Verbund von ansonsten z. B. drei Profilen, der linken V-Profilrippe, der senkrech­ ten Profilrippe und der rechten V-Profilrippe, wird eine Aufwulstung der Naht vor allen Dingen im Nasenbereich und im Endbereich des Trag­ flügels verhindert. Das wiederum wirkt sich günstig auf die aerodynami­ schen Eigenschaften u. a. wegen der höheren Profiltreue des Tragflügels aus.
Je nach Profilform und nach einzustellenden aerodynamischen Eigen­ schaften kann der aus dem Verband herausgeführte Bereich auf dem Untersegel eine gekrümmte Naht oder auch eine lineare Naht bilden.
Bei einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist der Betrag V im Nasenbereich des V-Profils 0,06 bis 0,10mal der Profilrippenlänge T, während der Betrag H im Endbereich im Bereich von 0,2 bis 0,4 mal der Profilrippenlänge T liegt.
Vorzugsweise liegt die Länge des Auslaufbereiches im Nasenbereich bei V = 0,085 T und des Auslaufbereiches im Endbereich bei H = 0,3 T.
Je nach Länge der am Tragflügel befestigten Leinen liegt bei einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der V-Winkel im Bereich von 15° bis 30°. Noch bevorzugter ist ein V-Winkel von 20°.
Die V-Profile können an jeder senkrecht zum Obersegel und zum Unter­ segel stehenden Profilrippe vorgesehen sein. Je nach Anwendungsfall ist es jedoch auch ausreichend, daß die V-Profile nur an zumindest jeder zweiten Profilrippe vorgesehen sind.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung werden nun anhand einer detaillierten Beschreibung eines Ausführungs­ beispiels in Verbindung mit den Zeichnungen dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 den prinzipiellen Aufbau eines Gleitschirms mit Tragflügel und Leinen;
Fig. 2 einen Ausschnitt des prinzipiellen Aufbaus eines Tragflügels des Standes der Technik;
Fig. 3a), b), c) zeigt die prinzipiellen Verformungsmöglichkeiten eines Tragflü­ gels in herkömmlicher und in V-Rippenbauart;
Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht einer Profilrippe zur Verwendung beim Tragflügel eines Gleitschirms gemäß der Erfindung;
Fig. 5 zeigt eine Draufsicht auf ein mit V-Profilen versehenes Segel eines Tragflügels eines Gleitschirms gemäß der Erfindung;
Fig. 6 zeigt die prinzipielle Ausbildung des V-Winkels bei einem Trag­ flügel eines Gleitschirm gemäß der Erfindung; und
Fig. 7 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Ausschnittes eines Trag­ flügels eines Gleitschirms gemäß der Erfindung.
In Fig. 1 ist der prinzipielle Aufbau eines bekannten Gleitschirms darge­ stellt. Der Gleitschirm weist einen in der Seitenansicht bogenförmigen Tragflügel 1 auf, an welchem stabilitätsbedingt relativ dicht nebenein­ ander Leinen 2 angebracht sind, welche die Kräfte des Tragflügels 1 einerseits in die Leinen 2 einleiten und welche andererseits das Gewicht des Piloten tragen und dessen Gewicht in den Tragflügel 1 einleiten. Der Tragflügel 1 ist dabei durch Profilrippen 3 in zahlreiche separate Kam­ mern 7 unterteilt. Die Befestigungspunkte der Leinen 2 am Tragflügel 1 sind aus Gründen der Formstabilität und der Kraftübertragung an Stellen vorgesehen, an denen Profilrippen 3 angeordnet sind. Der Tragflügel 1 weist ein Obersegel 4 und ein Untersegel 5 auf. Das Obersegel 4 überspannt den Tragflügel 1 an der Oberseite, während das Untersegel 5 der Tragflügel 1 an seiner Unterseite überspannt. Die Profilrippen 3 sind mit dem Obersegel 4 und dem Untersegel 5 durch eine Naht verbunden. Als Material wird insbesondere textiles Material für derartige Gleitschirme verwendet.
In Fig. 2 ist ein Ausschnitt aus einem Tragflügel 1 in prinzipieller Anordnung dargestellt. Die Profilrippen 3, welche mit dem Obersegel 4 und dem Untersegel 5 vernäht sind, weisen eine angenähernde langgezogene Tropfenform mit einem runden Nasenbereich und einem spitzen Endbereich auf, welcher auch als "tralling edge" bezeichnet wird. An dem Untersegel 5 sind über die Länge der Profilrippen 3, d. h. in Querrich­ tung zur Längsausdehnung des Tragflügels 1 jeweils vier Leinen 2 ange­ bracht. Zur Gewichtserleichterung weisen die Profilrippen 3 Erleichte­ rungslöcher 9 auf. Im Nasenbereich des Tragflügels 1 ist zwischen dem Obersegel 4 und dem Untersegel 5 in Längsrichtung des Tragflügels eine Eintrittsöffnung 11 vorgesehen, welche spaltförmig ausgebildet ist. Diese spaltförmige Eintrittsöffnung 11 dient insbesondere beim Startvorgang dazu, daß sich die durch die Profilrippen gebildeten Kammern 7 mit Luft füllen können, wodurch zum einen der Tragflügel 1 seine Form erhält und zum anderen seine Auftriebskräfte entfalten kann.
In Fig. 3 sind typische Formen eines Tragflügels 1 dargestellt, und zwar jeweils ein Abschnitt von nebeneinander angeordneten Kammern 7. Diese Abbildungen von Fig. 3 a), b) und c) sollen die Probleme der Form­ stabilität des Tragflügels 1 eines bekannten Gleitschirms darstellen. Dieser bekannte Gleitschirm kann gemäß Fig. 3 a) senkrechte Profilrip­ pen 3 aufweisen, welche stegartig das Obersegel 4 mit dem Untersegel 5 verbinden und so Kammern 7 bilden. Unter der Wirkung von Luft, welche durch die Lufteintrittsöffnung 11 sich mit Luft füllt, blähen sich die einzelnen Kammern 7 auf und nehmen jeweils die dargestellte Tonnenform ein. Um eine bessere Formstabilität im Hinblick auf ein möglichst glattes Obersegel 4 sowie auch ein möglichst glattes Untersegel 5 zu erzielen, wurden die sog. V-Profile entwickelt, wofür im rechten Teil der Fig. 3a) ein Beispiel dargestellt ist. Die Profilrippen 8 sind dabei, beginnend vom Untersegel 5 V-förmig durch die jeweilige Kammer 7 geführt und sind dann durch eine entsprechende Naht an dem Oberse­ gel 4 befestigt. Am Untersegel 5 laufen somit bei einem derartigen V-Profil beide Profilrippen 8, sowie die Profilrippe 3 in einer Naht mit dem Untersegel 5 zusammen. Der Vorteil der V-Profile besteht darin, daß die Abstände der Profilrippen 3 zueinander vergrößert werden können, ohne daß der Tragflügel 1 wesentlich seine Formtreue verliert.
In Fig. 3b) ist dargestellt, wie die Profiltreue des Tragflügels 1 erhöht werden kann. Das ist möglich, indem der Abstand der einzelnen Profil­ rippen 3 zueinander verkleinert wird und so kleinere Kammern 7 gebil­ det werden. Will man eine sehr hohe Formstabilität des Tragflügels erzielen, so wäre es vorteilhaft, an möglichst viele Nähte des Untersegels 5, an denen eine Profilrippe 3 mit diesem Untersegel 5 verbunden ist, befestigt werden. Die hohe Anzahl von Leinen 2 führt jedoch zu einem erhöhten Widerstand des Gleitschirms und damit, verschlechterten Flug­ eigenschaften. Um dies zu umgehen, werden gemäß rechten Teil der Fig. 3b) nur an jeder dritten Profilrippe Leinen 2 befestigt. Das führt jedoch zu einem gewissen Verlust der Formstabilität des Tragflügels indem sich die zwischen den Leinen Befestigungspunkten liegende Kam­ mern bzw. die Kammer insgesamt verschieben bzw. verschiebt und so eine etwas wellige Form des Tragflügels in seiner Längenausdehnung auftritt.
In Fig. 3c) ist wiederum ein Abschnitt von drei nebeneinanderliegenden Kammern eines Tragflügels 1 dargestellt. Diese Kammern werden durch senkrechte Profilrippen, welche das Obersegel 4 mit dem Untersegel 5 miteinander verbinden, gebildet. Durch Aufblähen bzw. Füllen der einzel­ nen Kammern 7 ergeben sich im wesentlichen tonnenförmig ausgebildete nebeneinanderliegende Kammern 7. Zur Verringerung der Tonnenform können, wie oben bereits ausgeführt, mehrere zusätzliche Profilrippen 7 mit einem kleineren Abstand zueinander angeordnet werden. Das hat jedoch nicht nur einen erhöhten Materialaufwand zur Folge, sondern einerseits kann sich die Anzahl der befestigten Leinen 2 erhöhen, wo­ durch der Widerstand des Schirmes wächst, und zum anderen kann sich, will man die Anzahl der Leinen 2 konstant halten, die wellenförmige Form ergeben, wie sie in Fig. 3b) rechtes Bild dargestellt ist.
Die Fig. 4, 5 und 6 zeigen Profilrippen, die Projektion von V-förmig angeordneten Profilrippen eines Teils eines Tragflügels gemäß der Erfin­ dung bzw. Fig. 6 eine Darstellung des V-Winkels 8 beim Tragflügel 1 gemäß der Erfindung.
Das in Fig. 4 dargestellte tropfenförmige Profil der Profilrippen 3 weist einen im wesentlichen tropfenförmige Nasenbereich und einen spitzen Endbereich auf. Zur Gewichtserleichterung sind Erleichterungslöcher 9 vorgesehen. Die Gesamtlänge der Profilrippe 3 ist mit T bezeichnet. X stellt eine beliebige Stelle in Längsrichtung der Profilrippe 3 dar. Um einen im wesentlichen konstanten V-Winkel zu bilden, wird die Profilrip­ pe 3 im Nasenbereich über eine mit V bezeichnete Länge schräg aus der Naht, welche durch die Befestigung der senkrechten Profilrippe 8 mit dem Untersegel 5 bildet, herausgeführt. Gleichermaßen wird im Endbe­ reich der Profilrippe, in einem mit H bezeichneten Längenbereich der zur Spitze, d. h. zur Hinterkante des Tragflügels verlaufende Teil der Profilrippe, aus der Naht mit der senkrechten Profilrippe 8 V-förmig herausgeführt. Der Abstand der V-förmig von der Naht der senkrechten Profilrippe 8 mit dem Untersegel 5 ist mit Z bezeichnet. Der maximale Abstand der V-Naht ist mit A bezeichnet. Der Wert Y stellt die Profil­ höhe an einer beliebigen Stelle der Längsausdehnung T der Profilrippe 3 dar.
Der V-Winkel γ ergibt sich gemäß Fig. 6, welche eine Darstellung in Richtung des V-Profils ist, zu
Für die beiden Grenzfälle X=0 und X=T wird Y=0, was bedeu­ tet, daß der V-Winkel 90° wird. Bei den bekannten V-Profilen läuft daher sowohl im Nasenbereich als auch im Endbereich der Profilrippe diese aus dem im Mittelteil des Tragflügels gebildeten V-Winkel heraus und vergrößert sich zu 90°. Dadurch trägt vor allen Dingen im Nasenbe­ reich und im Endbereich ein derartiges V-Profil nicht zur Formstabilität bei, sondern es tritt in diesen Bereichen eine Wulstbildung auf. Erfin­ dungsgemäß wird daher an den Stellen X = V und X = T - H die gemeinsame Verbindungsnaht zwischen der senkrechten Profilrippe 8 und den V-Profilrippen 3 aufgehoben und die Verbindungsnaht der V-Profil­ rippen 3 mit dem Untersegel 5 V-förmig nach vorn bzw. nach hinten herausgeführt. Der Abstand Z zwischen der V-förmig herausgeführten Naht und der durch die Profilrippe 8 gebildeten Naht nimmt dann jeweils bis auf den Wert A zu, wodurch der Wert (A-Z) genauso wie Y zunehmen. Dadurch ändert sich auch das Verhältnis (A-Z)/Y und mit ihm der V-Winkel γ nur geringfügig.
Die Werte V für die V-Naht im Nasenbereich und H für die V-Naht im Endbereich der Profilrippen 3 müssen je nach Profilform festgesetzt werden. Für den Endbereich gilt dabei H = 0,2 . . . 0,4 T, und für den Nasenbereich gilt V = 0,06 . . . 0,10 T. Für die in den Fig. 4 bis 6 darge­ stellte V-Profilform liegen die Werte bei H = 0,3 T, V = 0,085 T und der V-Winkel γ ≈ 20°. Die in Fig. 5 linear dargestellte V-Naht kann je nach eingesetztem V-Profil auch gekrümmt verlaufen.
Fig. 7 zeigt in perspektivischer Ansicht das erfindungsgemäße Ausfüh­ rungsbeispiel der V-Profilrippen 3, welche im Nasenbereich sowie im Endbereich der Profilrippe 3 jeweils eine V-förmig aus dem Nahtverbund mit der senkrechten Profilrippe 8 herausgeführte V-Naht zeigt.

Claims (10)

1. Gleitschirm mit einem Tragflügel (1) und daran befestigen Leinen (2), wobei der Tragflügel (1) ein Obersegel (4) und ein Untersegel (5) aufweist, durch Profilrippen (3, 8) in Kammern (7) unterteilt ist und die Profilrippen (3, 8) als einen V-Winkel bildende V-Profile angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilrippen (3) der V-Profile sich über im wesentlichen die gesamte Breite T des Tragflügels erstrecken (1) und so am Unter­ segel (5) befestigt sind, daß der V-Winkel über die Breite des Tragflügels (1) im wesentlichen konstant ist.
2. Gleitschirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilrippen (3, 8) mit dem Obersegel (4) und dem Untersegel (5) einen Verband, insbesondere einen Nahtverband, bilden.
3. Gleitschirm nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilrippen (3) der V-Profile aus dem Verband mit einer senkrecht zum Obersegel (4) und zum Untersegel (5) stehenden Profilrippe (8) an dem Untersegel im Nasenbereich um einen Betrag V und im Endbereich um einen Betrag H herausgeführt sind und dort jeweils separat von der Profilrippe (8) mit dem Untersegel (5) verbunden sind.
4. Gleitschirm nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der aus dem Verband herausgeführte Bereich auf dem Untersegel (5) eine gekrümmte Naht bildet.
5. Gleitschirm nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der aus dem Verband herausgeführte Bereich auf dem Untersegel (5) eine lineare Naht bildet.
6. Gleitschirm nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Betrag V im Nasenbereich des V-Profils im Be­ reich von 0,06 bis 0,16 T und der Betrag H im Endbereich von 0,2 bis 0,4 T liegt.
7. Gleitschirm nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß V = 0,085 T und H = 0,3 T sind.
8. Gleitschirm nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der V-Winkel im Bereich von 15° bis 30° liegt.
9. Gleitschirm nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der V-Winkel ≈ 20° ist.
10. Gleitschirm nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die V-Profile an zumindest jeder zweiten senkrecht zum Obersegel (4) und Untersegel (5) stehenden Profilrippe (8) vorgesehen sind.
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