DE19528269C1 - Membran-Druckausdehnungsgefäß - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Membran-Druckgefäß für
Trinkwasserversorgungs- und Erwärmungsanlagen gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und kann
gleichfalls in Druckerhöhungsanlagen eingesetzt werden.
Diese bestehen vorrangig aus zylinderförmig ausgebildeten
Behältern mit hineinragenden Wasserzuführung- und Wasser
abführungsrohren und einer im Behälter vorgesehenen Membran.
Mit der DE 24 23 747 C3 ist ein Membranausdehnungs
gefäß für Warmwasserheizungen bekannt geworden, welches
annähernd mittig in seinem zylindrischen Druckbehälter
ein Wasserzuführungsrohr besitzt, welches mit entsprechen
den Löchern oder Schlitzen versehen ist, durch die das
eingeleitete Wasser in das Innere der Membran eintritt.
Am Grund des Druckbehälters ist ein entsprechendes Wasser
abführungsrohr vorgesehen, aus dem das Wasser aus dem
Behälter abgeführt werden kann.
Die DE 22 58 027 C3 bezieht sich auf einen
Druckbehälter für flüssigkeitsdurchströmte Anlagen, welcher
gleichfalls nach dem genannten Prinzip arbeitet, wobei
im Zentrum des Druckbehälters zwei parallel ange
ordnete Rohre vorgesehen sind, die auch entsprechende
Öffnungen für den Wasserein- und -austritt aufweisen.
Bei dieser Lösung wird weiterhin vorgeschlagen, daß im
Grund des zylindrischen Behälters besondere Auslaßöff
nungen vorgesehen sind, die einen sicheren Austritt aus
dem Behälter bewirken sollen.
Auch mit dieser Lösung wird nicht erreicht, daß eine größt
mögliche Durchströmung im Gefäß vor sich geht.
Insbesondere wird das weitgehend schichtweise Abfließen
des Wassers mit der Erfassung des Altwassers in den durch
die unterschiedliche Faltung der Membran entstehenden
Buchten nicht erreicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Membran-
Druckausdehnungsgefäß zu entwickeln, welches mit einer ent
sprechenden Einrichtung ausgerüstet ist, die eine hohe
Durchströmung des in dem Membraninneren befindlichen Wassers
bzw. anderen Flüssigkeit unabhängig vom Füllungsgrad der
Membran gewährleistet.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die im Anspruch 1
gekennzeichneten Merkmale in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbegriffs
gelöst.
Besondere Ausgestaltungen und vorteilhafte Lösungen sind
Gegenstand von Unteransprüchen.
Die neugeschaffene Lösung bezieht sich auf ein besonders
ausgestaltetes, mittig im Druckausdehnungsgefäß angeordnetes
Wasserzulaufrohr, welches durch seine besondere Ausgestaltung
weitestgehend ein schichthaftes Abfließen des Altwassers
in Verbindung mit einer Verwirbelung erreicht.
Das Wasserzulaufrohr weist dabei an seinem Umfang Öffnungen
auf, die als axiale Längsschlitze ausgeführt sind und eine Quer
schnittsform besitzen, die nach oben hin erweitert verläuft.
Diese Öffnungen sind so angeordnet, daß eine gute Durchströmung
erreicht wird und auch in Membranausbuchtungen ein hoher
Austausch des Wassers bzw. einer anderen darin befindlichen
Flüssigkeit stattfindet.
Die längs des Wassereinlaufrohres vorgesehenen Austritts
öffnungen tragen den vorherrschenden Druckverhältnissen
dadurch Rechnung, daß ihre Querschnittsform nach oben hin
erweitert wird und somit eine größere Abflußmenge in diesem
Bereich aus dem Wasserzulaufrohr austreten kann.
Diese Längsöffnungen des Wasserzulaufrohres werden durch
an dem Rohr befindliche Abdeckleisten überlappt, welche
sich der äußeren Form des Wasserzulaufrohres anpassen und
einseitig mit dem Wasserzulaufrohr verbunden sind.
Auf der frei an dem Wasserzulaufrohr anliegenden Fläche
sind die Abdeckleisten mit einer Profilierung versehen, die
mit ihren Erhebungen an der äußeren Wandung des Wasserzu
laufrohres anliegen und zu ihren Vertiefungen Austrittsöff
nungen bilden, durch die das eingeleitete Wasser in den
Innenraum der Membran gelangen kann.
Dabei sind die Abdeckleisten so angeordnet, daß eine ausrei
chende Durchströmung innerhalb des Membraninnenraumes er
zielt wird.
Eine besondere Ausgestaltung der Erfindung besteht darin,
daß dieses Wassserzulaufrohr nicht nur als ein zylindri
sches Rohr ausgeführt ist, sondern dieses Wasserzulauf
rohr auch aus ähnlichen Profilen hergestellt sein kann,
aber vorzugsweise auch aus zwei zueinander gepaarten
Halbschalen bestehen kann, wobei die dann vorhandenen
länglichen Öffnungen zwischen den beiden gepaarten Halb
schalen als Wasseraustrittsöffnungen dienen.
Auch bei dieser Lösung werden diese Austrittsöffnungen
mit entsprechenden Abdeckleisten versehen, um auch bei
dieser Gestaltung einen guten Durchströmungseffekt zu er
reichen und die Membranen vor Beschädigungen zu schützen.
Es gehört weiterhin zur Erfindung, daß das Wassereinlauf
rohr auch aus einzelnen Teilstücken besteht, die zueinander
gepaart werden können, was sich insbesondere bei
der Montage aber ganz besonders bei der Demontage des
Wasserzulaufrohres als vorteilhaft erweist.
Mit dem folgenden Ausführungsbeispiel soll die Erfindung
näher erläutert werden.
Die dazugehörige Zeichnung zeigt in
Fig. 1 eine Schnittdarstellung des Membran-Druckaus
dehnungsgefäßes,
Fig. 2 einen Schnitt AA nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Teilansicht nach Fig. 1,
Fig. 4 eine Ausführungsform des Wasserzulaufrohres und
Fig. 5 eine Prinzipskizze der Abdeckleiste.
Eine Gesamtansicht des Membran-Druckausdehnungsgefäßes
ist in der Fig. 1 dargestellt und verdeutlicht die an
nähernd mittige Anordnung des Wasserzulaufrohres 4 im
Druckgefäß 1.
Das Wasserzulaufrohr 4 ist oberhalb mit einem gelochten Ver
schlußdeckel 11 versehen und weiterhin ist das Wasserzu
laufrohr 4 von der Membran 2 druck- und wasserdicht umgeben.
Die Membran 2 ist einmal oberhalb des Wasserrohres 4 befestigt
und unterhalb unmittelbar mit dem Anschlußflansch 8
über eine besondere Membrandichtung 10 verbunden.
Diese Anordnung des Wasserzulaufrohres 4 und die Ausbildung
und Anordnung der Membran 2 ist so gewählt, daß im
Betriebs- und im Ruhezustand das Wasserzulaufrohr 4 un
mittelbar von der Membran 2 umgeben ist und das Wasser
zulaufrohr 4 in den Membraninnenraum 3 hineinragt.
Aus der Fig. 1 ist weiterhin zu entnehmen, daß das
Wasserzulaufrohr 4 in geteilter Form ausgebildet ist,
wobei die einzelnen Rohrstücke über entsprechende Rohr
verbindungen 7 miteinander verbunden werden können.
Der Wasserablauf ist zentrisch um den Fuß des Wasserzulauf
rohres angeordnet.
Weiterhin besitzt das Wasserzulaufrohr 4 an seinen
äußeren Wandungen Austrittsöffnungen 5, die als Längs
schlitze ausgeführt sind, deren Querschnitt sich von
unten nach oben erweitert und somit positiv auf die
vorherrschenden Druckverhältnisse Einfluß nehmen, wodurch
gewährleistet ist, daß das Wasser bei jedem Druck
verhältnis und Füllungsgrad der Membran aus dem Wasserzu
laufrohr 4 in das Membraninnere 3 austreten kann.
Die unmittelbare Arretierung und Befestigung des Wasser
zulaufrohres 4 und des Wasserablaufrohres 6 erfolgt im
Boden des Druckgefäßes 1 mittels eines dort vorgesehenen
Anschlußflansches 8.
Die Austrittsöffnungen 5 des Wasserzulaufrohres 4 sind
mit einer im Wasserzulaufrohr 4 befestigten Abdeckleiste 9
überlappt, was in Fig. 2 dargestellt ist. Diese vorge
sehenen Abdeckleisten 9 gewährleisten, daß sich die Mem
bran 2 nicht unmittelbar an den Austrittsöffnungen 5 an
legen und diese verschließen kann.
Der Wasseraustritt aus diesen Austrittsöffnungen 5 wird
allerdings dadurch gewährleistet, daß die Abdeckleiste 9
in Austrittsrichtung des Wassers sogenannte Profilierungen
12 besitzt, die gewährleisten, daß auch bei einem
geringen Wasserinhalt und einem Anlegen der Membran 2 an
das Wasserzulaufrohr 4 die Austrittsöffnungen 5 nicht
verdeckt werden und Wasser in das Membraninnere ein
treten kann.
Die Anordnungen der Abdeckleisten 9 auf dem Wasserzulauf
rohr 4 ist auch in der Fig. 3 dargestellt, wobei die
Abdeckleisten 9 nur prinziphaft gezeichnet sind.
Unmittelbar aus der Fig. 3 ist weiterhin die annähernd
mittige Anordnung des Wasserzulaufrohres 4 im Druckge
fäß 1 zu entnehmen, gleichfalls ist gezeichnet, daß
am tiefsten Punkt des Druckgefäßes 1 das Wasserabfluß
rohr 6 vorgesehen ist, um einen guten Wasseraustritt
aus dem gesamten System zu gewährleisten.
Die Fig. 3 zeigt weiterhin die zylindrische Ausführungs
form des Wasserzulaufrohres 4 mit den am Umfang vorge
sehenden Austrittsöffnungen 5 und verdeutlicht die
längsgeteilte Ausführung des Wasserzulaufrohres 4 mit
den entsprechenden Rohrverbindungen 7.
In der Fig. 4 ist eine vorteilhafte weitere Ausführungs
form des Wasserzulaufrohres 4 dargestellt. Dieses Wasser
zulaufrohr 4 oder richtig ausgedrückt diese Wasserzuführung,
wird durch zwei zueinander gepaarte Halbschalen 14 gebildet,
die derart zueinander gefügt sind, daß zwischen den
beiden Halbschalen 14 gleichfalls Wasseraustrittsöffnungen 5
vorgesehen sind, und diese mittels angeordneter Abdeckleisten
9 verschlossen werden.
Dabei sind die Abdeckleisten 9 in der bereits oben be
schriebenen Art ausgeführt.
Auch diese Ausbildung des Wasserzuleitungsrohres 4 ist so
gewählt, daß eine gute Durchströmung des im Membraninneren 3
vorhandenen Wassers sichergestellt wird.
Die Abdeckleisten 9 sind, wie bereits oben dargestellt,
einerseits über eine Befestigung 13 mit dem Wasserzulauf
rohr 4 verbunden, weisen dabei eine dem Wasserzulaufrohr 4
angepaßte Form auf, und liegen andererseits mit ihren
Profilierungen 12 am Wasserzulaufrohr 4 an.
Diese Profilierungen 12 können dabei in unterschiedlicher
Form, beispielsweise zick-zack-förmig, trapezförmig oder
wellenförmig ausgeführt sein, wobei auch die Austritts-
Öffnungen, die sich zwischen der Profilierung 12 und dem
Wasserzulaufrohr 4 ergeben, unmittelbar auch als Durch
brüche ausgebildet sein können, die dann in der Stirnseite
der Abdeckleiste 9 vorgesehen sind.
Die Ausführung der Abdeckleisten wird materialseitig so
gewählt, daß einmal den hygienischen Bedingungen einer
Trinkwasseranlage entsprochen wird und andererseits
eine kostengünstige Lösung vorliegt.
Über das Wasserzulaufrohr 4 wird Wasser in das Druck
gefäß 1 eingeleitet. Das Wasser tritt, je nach vorherr
schenden Druckverhältnissen im Membraninneren 3 über
die im Wasserzulaufrohr 4 vorgesehenen Austrittsöff
nungen 5 aus und in das Membraninnere 3 ein.
Die keilförmig ausgebildeten Austrittsöffnungen 5, das
heißt nach obenhin erweitern sich die als Längsschlitze
ausgebildeten Austrittsöffnungen 5, gewährleisten dabei,
daß das über diese Austrittsöffnungen 5 austretende Wasser
mit einer Bewegung in das Membraninnere 3 gelangt,
dort ein weitgehend schichtweises Ableiten des Altwassers
in Verbindung mit einer Verwirbelung bewirkt.
Über das Wasserabflußrohr 6 wird das Altwasser abgeleitet.
Es wird verhindert, daß bei geringem Druck im
Druckgefäß 1 bzw. infolge geringer geringer Wassermenge im Membran
inneren 3 in Ausbuchtungen der Membran das Altwasser verbleibt.
Neben den keilförmig ausgebildeten Austrittsöffnungen 5
sichern die vorgesehenen Abdeckleisten 9, daß das
Wasser verwirbelt in das Membraninnere 3 eintritt.
Die erfindungsgemäß geschaffene Einrichtung hat den
Vorteil, daß sich in Membran-Druckausdehnungsgefäßen
nach der Erfindung kein Rückstandswasser bilden kann,
vielmehr wird eine ausreichende Verwirbelung und ein
guter Abfluß aus dem Druckgefäß 1 gesichert.
Die längsgeteilte Ausbildung des Wasserzulaufrohres
sichert und gewährleistet gute Demontagebedingungen,
ohne daß das gesamte Druckgefäß 1 aus einer vertikalen
Lage verbracht werden muß.
Claims (5)
1. Membran-Druckausdehnungsgefäß für Trinkwasserversorgungs-
und Erwärmungsanlagen sowie für Druckerhöhungsanlagen,
bestehend aus einem vorzugsweise zylindrischen Druck
behälter, dem zur Längsachse des Druckbehälters ein
Wasserzulaufrohr zugeordnet ist, welches mittels einer
Membran umschlossen ist, wobei das Wasserzulaufrohr mit
Wasseraustrittsöffnungen versehen ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß
- - das Wasserzulaufrohr (4) längsgeteilt ausgeführt und über Rohrverbindungen (7) montier- bzw. demontierbar ist und an seinem äußeren Umfang axialverlaufende schlitzförmige Austrittsöffnungen (5) vorgesehen sind,
- - die Austrittsöffnungen (5) weisen dabei eine keilförmige, nach oben erweitert verlaufende Querschnitts form auf, somit einen Wasseraustritt an der höchsten Stelle, welche nicht durch die Membran (2) umschlossen ist, realisierend, wobei
- - dem Wasserzulaufrohr (4) die Austrittsöffnungen (5) überlappende Abdeckleisten (9) zugeordnet sind.
2. Membran-Druckausdehnungsgefäß nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß
die Abdeckleisten (9) einerseits über Befestigungsele
mente (13) mit dem Wasserzulaufrohr (4) verbunden und
andererseits frei am Umfang des Wasserzulaufrohres (4)
angeordnet sind.
3. Membran-Druckausdehnungsgefäß nach den Ansprüchen 1
und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abdeckleisten (9) am freien Ende mit Profilier
ungen (12) ausgerüstet sind, die verschiedene Quer
schnittsformen, vorzugsweise zick-zack-förmig, trapez
förmig, wellenförmig, oder mit Durchbrüchen ver
sehen, ausgeführt sind.
4. Membran-Druckausdehnungsgefäß nach dem Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet,
daß das Wasserzulaufrohr (4) in Abwandlung der zylin
drischen Rohrform als Zulaufeinrichtung unterschied
licher Querschnittsformen ausgeführt ist, wobei bevor
zugterweise das Wasserzulaufrohr aus zwei zueinander
gepaarten Halbschalten (4) ausgebildet ist, die an ihren
zugekehrten Seiten Austrittsöffnungen (5) aufweisen, wobei
den Halbschalten (14) je eine Abdeckleiste (9) zuge
ordnet ist.
5. Membran-Druckausdehnungsgefäß nach den Ansprüchen
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abdeckleisten (9) aus einem korrosionsfesten,
den hygienischen Bestimmungen entsprechendem Material,
vorzugsweise einem Kunststoff, ausgeführt sind.
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Publications (1)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19720987C2 (de) * | 1997-05-20 | 1999-07-15 | Friedrich Wilhelm Heider Gmbh | Ausdehnungsgefäß mit Membrane |
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