DE19528378C1 - Hydraulisches Schildausbaugestell - Google Patents
Hydraulisches SchildausbaugestellInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein hydraulisches Schildausbaugestell für den langfrontartigen
Strebbau mit einer durch höhenverstellbare Stempel unterstützten Hangendkappe und
einer damit höhenverschwenkbar verbundenen, in Richtung Abbaustoß ausziehbaren
Anstell-Schiebekappe am Hangenden, deren ausziehbare, tragrahmenförmig
ausgebildete Schiebekappe von mindestens einem Vorbaustempel abgestützt ist, wobei
ein schräggestellter Bruchschild am versatzseitigen Ende der Hauptkappe angelenkt
und über die Lenker einer viergelenkigen Lemniskatenführung höhenverschwenkbar auf
Hauptkufen am Liegenden geführt ist, an denen ein hydraulisch verstellbarer
Rückzylinder gelagert ist.
Maßgebliche Zielvorgaben für die Weiterentwicklung des hydraulischen Schildausbaus
sind in der DE-Zeitschrift Glückauf 119 (1983), S. 925 ff genannt: Die Unterstützung des
Hangenden bis zum Abbaustoß, das Zusammenwirken von Gewinnungseinrichtung und
Ausbau sowie die Verringerung des Ausbaugewichts. Hangendausbrüche am Abbau
stoß der Strebfront, die durch verspätetes Einbringen des Ausbaus nach der Gewin
nung, durch unzureichende Ausbaustützkraft und mehrfache Entlastung des Hangen
den beim Vorrücken des Ausbaus entstehen, beeinträchtigen ursächlich die Förderlei
stung. Vorpfändkappen, insbesondere an der Hauptkappe des Schildausbaugestells
geführte, in Richtung Abbaustoß ausziehbare Schiebekappen sollen den Abstand der
Kappenspitzen vom Abbaustoß verringern und Ausbauverspätungen vermeiden.
Vorgeschlagen wird ein zweiteiliger Schildausbau mit einer Hauptkappe und einer
Schiebekappe am Hangenden und mit einer abbaustoßseitig durch eine Schiebekufe
verlängerbaren Kufe am Liegenden, die über die Lenker einer Lemniskatenführung und
einen schräggestellten Bruchschild mit der Hauptkappe verbunden ist, wobei ein auf der
Kufe gelagerter Stempel die Hauptkappe und ein weiterer auf der Schiebekufe gelager
ter Stempel die Schiebekappe unterstützen. Zwischen der tief in die Hauptkappe ein
tauchenden Schiebekappe sowie zwischen der ebenso tief in die Kufe eingeführten
Schiebekufe sind jeweils ein oberer und ein unterer Rückzylinder eingeschaltet. Auf
diese Weise kann der aus Schiebekufe, Schiebekappe und Vorstempel gebildete ab
baustoßseitige Ausbauvorderteil gegenüber dem versatzseitigen hinteren Ausbauteil mit
den Rückzylindern vorgerückt werden, wobei der Vorschub "unter Last" mit Stempel
kraft, das heißt mit am Hangenden und Liegenden schleifenden Kappen und Kufen bewerk
stelligt werden soll.
Dieser Ausbau ist aufgrund der extrem langen Kufe und des ebenso langen Kappenzu
ges nicht geeignet für Streben mit wechselnden Flözmächtigkeiten sowie für weiches
und stufenförmiges Liegendes. Der Rückvorgang gestaltet sich infolge der hohen Reib
kräfte, die beim Rücken unter Last am Hangenden und Liegenden zu überwinden sind,
sehr mühselig. Zudem geht der Vorteil der vorpfändenden Abstützung wieder verloren,
wenn der vorgezogene Vorstempel zum Rücken des versatzseitigen Ausbauteils zu
mindest wieder teilweise aus der Verspannung gelöst werden muß, um das Aufschie
ben der Hauptkappe auf die Schiebekappe und die Kufe auf die Schiebekufe zu ermög
lichen.
Das Rücken der Schildausbaugestelle wird häufig durch weiches und stufenförmig aus
gebildetes Liegendes behindert, gegen das die Kufenspitzen auflaufen. Abhilfe sollen
verschiedene Aushebevorrichtungen für die Kufen schaffen. Aus der DE 38 35 525 A1
ist es beispielsweise bekannt, eine in einem Schwenklager angelenkte, mit einem Ende
aufstellbare Aushebeplatte unterhalb der Kufe vorzusehen. Ein in vertikaler Stellung an
der Kufe abgestützter Zylinder kann die Aushebeplatte in eine Schrägstellung bringen,
so daß die Kufe insgesamt im vorderen Bereich ein wenig vom Liegenden angehoben
wird. Diese etwas aufwendige Vorrichtung ist jedoch insbesondere deshalb nicht sehr
effektiv, weil sich die auf die Spitze gestellte Aushebeplatte bei weichem Liegenden
selbst ins Liegende eindrückt.
Mit der DE 38 13 195 A1 wird eine Hobelanlage für untertägige Gewinnungsbetriebe
vorgeschlagen, bei der die am Abbaustoß angeordneten Stoßstempel eines Schildaus
baugestells und die abbaustoßseitige Hobelführung mit dem Strebförderer eine Rück
einheit bilden. Die in herkömmlicher Bauweise aus Stempeln, Hauptkappe, Bruchschild
Lemniskatenführung, Hauptkufen und Rückvorrichtung zusammengesetzten Schildaus
baugestelle sind versatzseitig von dem am Abbaustoß entlang verlegten Förderer an
geordnet und mit diesem über die Rückzylinder verbunden. An der Hauptkappe ist je
weils abbaustoßseitig eine Anstell-Schiebekappe angelenkt, deren ausziehbare Schie
bekappe von dem damit verbundenen Stoßstempel unterstützt ist, der auf der Abbau
stoßseite des Förderers zwischen diesem und der Hobelführung angeordnet ist. Die
Einsatzmöglichkeiten eines Ausbaus mit dieser Stempelanordnung sind jedoch auf Ho
belbetriebe beschränkt, weil die Führung einer Gewinnungsmaschine auf dem Förderer
in Schrämbetrieben eine stempelfreie Abbaufront voraussetzt. Während der Gewinnung
müssen die Stoßstempel zum Rücken des Förderers gelöst werden, so daß das Han
gende gerade während dieser kritischen Phase über einen weiten Bereich unverbaut
ohne die vorpfändende Unterstützung der Ausbaukappen bleibt.
Ausgehend von dem vorstehend genannten Stand der Technik ist es die Aufgabe der
Erfindung, ein Schildausbaugestell zu schaffen, das eine frühzeitige, dauerhafte Unter
stützung des freigelegten Hangenden nahe am Abbaustoß mit hoher Stützkraft ermög
licht.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der Vorbaustempel ver
satzseitig eines am Abbaustoß verlegten Förderers auf einer Anstellkufe gelagert ist, die
über eine horizontale Schwenkachse mit dem Rückzylinder verbunden und relativ zu
den Hauptkufen verschiebbar ist, wobei die Anstellkufe mit der Kufenspitze beim Vor
rücken des Vorbaustempels mit Hilfe von mit Abstand über der Schwenkachse ver
spannbaren Schwenkzylinder verschwenkbar ist.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung greift der Rückzylinder an einer auf dem
Liegenden angeordneten Zwischenplatte an, die mit einem Gelenkkopf an der
Schwenkachse der Anstellkufe angelenkt ist und die das Auflager für die an der Anstell
kufe angreifenden Schwenkzylinder bildet.
Die vorliegende Erfindung folgt einer alten Bergmannsregel, wonach ein freigelegter
Hohlraum sofort durch einen Stempel zu sichern ist. Ein abbaustoßseitig vor der Haupt
kufe auf einer Anstellkufe gelagerter Stempel und eine an der Hauptkappe angelenkte,
ausziehbare Vorpfändkappe bilden einen Vorpfändausbau, der unmittelbar nach der
Gewinnung selbständig in das freie Feld vorgerückt und gesetzt werden kann, um das
freigelegte Hangende sofort großflächig mit hoher Stützkraft zu unterstützen. Während
des Vorrückens wird der Vorpfändausbau von den versatzseitig angeordneten Bauele
menten des Schildausbaugestells abgestützt und geführt, die für die Funktionen des
Abschirmens (Hangendkappe und Bruchschild), des Stabilisierens
(Lemniskatenführung) sowie des Umsetzens (Rückvorrichtung) erforderlich sind.
Es werden zwei in Rückrichtung hintereinander angeordnete und über die Rück- bzw.
Vorschubzylinder miteinander verbundene Bauelemente gebildet, die unabhängig von
einander das Hangende mit jeweils eigenen Stützstempeln unterstützen und mit zeitli
chem Abstand voneinander bei gegenseitiger Abstützung vorrücken. Die Zeitdauer für
das Umsetzen eines der nur wenige Bauteile umfassenden Vorpfändbaue ist kurz.
Folglich können die Vorpfändbaue der in Reihe nebeneinander stehenden Schildaus
baugestelle in rascher Abfolge vorrücken und das freigelegte Hangende selbst bei ho
hen Marschgeschwindigkeiten der Gewinnungsmaschine unmittelbar nach deren
Durchgang unterstützen. Da die versatzseitigen Abschirmbaue mit zeitlichem Abstand
nachfolgen können, ist der Abbaufortschritt des Strebs nicht mehr von der Rückge
schwindigkeit des Ausbaus abhängig. Aus der Anordnung der Stempel im Ausbauge
stell ergibt sich eine gleichmäßige und somit günstige Aufteilung der von den Stempeln
ausgeübten Stützkräfte auf die zu unterstützende Hangendfläche als Voraussetzung für
eine Verringerung des Ausbaugewichts.
Die abbaustoßseitig an dem ausfahrenden Rückzylinder angelenkte Anstellkufe ist mit
Hilfe eines oberhalb der Gelenkachse verspannbaren Schwenkzylinders höhenver
schwenkbar. Zum Vorrücken des Vorpfändbaus wird der Schwenkzylinder nach dem
Entlasten des Vorbaustempels gleichzeitig mit dem ausfahrenden Rückzylinder auf Zug
beaufschlagt, so daß die Anstellkufe um die Schwenkachse verschwenkt und mit der
Kufenspitze vom Liegenden abhebt. Der Vorpfändbau wird nunmehr mit der
abbaustoßseitig aufgerichteten Anstellkufe vorgerückt, die beim Vorrücken auf loses
Haufwerk und Unebenheiten (Stufen) am Liegenden aufgleitet. Das im Verhältnis zum
versatzseitigen Abschirmbau geringe Gewicht der Bauelemente des Vorpfändbaus setzt
dem Aufgleiten der Anstellkufe nur einen geringen Widerstand entgegen, der den Rück
vorgang nicht verzögert. Die Vorpfändbaue werden zügig aufeinanderfolgend umge
setzt und unterstützen das freigelegte Hangende unmittelbar nach der Gewinnung mit
der vollen Stützkraft der Vorbaustempel. Das wesentlich langsamer ablaufende Umset
zen der versatzseitigen Abschirmbaue erfolgt anschließend und kann gegebenenfalls
an mehreren Stellen des Strebs gleichzeitig durchgeführt werden, ohne daß die Gewin
nungsarbeit am Abbaustoß beeinträchtigt wird. Dabei ergibt sich als wesentlicher Vorteil
der Erfindung, daß eine Auflockerung des Hangendgesteins vermieden wird, weil die
von den Vorpfändbauen unterstützte Hangendfläche während des Nachrückens der
Abschirmbaue nicht wieder entlastet wird, sondern mit voller Stützkraft unterstützt bleibt.
In der nachfolgenden Zeichnungsbeschreibung werden weitere zweckmäßige Bau
merkmale der Erfindung erläutert. Grundsätzlich können in der Einzahl angegebene
Bauteile, wie zum Beispiel Stempel, zur Verbesserung der Stabilität auch zweifach eingesetzt
werden.
Die Merkmale der Erfindung werden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Aus
führungsbeispiels näher erläutert. Die Zeichnung zeigt
Fig. 1 das erfindungsgemäße Schildausbaugestell in der Grundstellung
vor dem Rücken in Seitenansicht mit Sicht auf die Rückvorrichtung;
Fig. 2 die liegendseitigen Bauelemente des Schildausbaugestells entspre
chend Fig. 1 in Draufsicht;
Fig. 3 das Schildausbaugestell während des Vorrückens des abbaustoß
seitigen Vorpfändbaus in Seitenansicht;
Fig. 4 die liegendseitigen Bauelemente des Schildausbaugestells entspre
chend Fig. 3 in der Draufsicht.
Das hydraulische Schreitausbaugestell ist aus zwei relativ zueinander verschiebbaren
Bauelementen, einem Vorpfändbau 1 und einem Abschirmbau 2 zusammengesetzt, die
durch eine Rückvorrichtung 3 am Liegenden und eine ausziehbare Anstell-Schiebe
kappe 4 am Hangenden miteinander verbunden sind.
Der Abschirmbau 2 besteht in herkömmlicher Bauweise aus zwei in Rückrichtung paral
lel nebeneinander auf dem Liegenden angeordneten Hauptkufen 5, auf denen jeweils
ein hydraulisch höhenverstellbarer Stempel 6 zur Unterstützung einer Hauptkappe 7
angeordnet sind. Ein zum Versatz hin geneigter Bruchschild 8 ist mit einem horizontalen
Verbindungsgelenk 9 am versatzseitigen Ende der Hauptkappe 7 angelenkt und mit
jeweils zwei hintereinander an den Hauptkufen 5 und in etwa parallel zueinander gerich
teten Lenkern 10 einer viergelenkigen Lemniskatenführung höhenverschwenkbar ge
führt. Das Verbindungsgelenk 9 wird durch einen unterhalb davon zwischen Haupt
kappe 7 und Bruchschild 8 befestigten Eckzylinder 11 stabilisiert.
Die Rückvorrichtung 3 ist mittig zwischen den beiden Hauptkufen 5 angeordnet und an
dem Abschirmbau 2 an einem die Kufen versatzseitig gelenkig miteinander verbinden
den Querjoch 12 abgestützt. Der Rückzylinder 13 der Rückvorrichtung 3 ist mit einer in
Richtung Abbaustoß (nach links) ausfahrenden Kolbenstange 14 versehen und in ei
nem Führungsrahmen 15 gelagert, der versatzseitig mit einer vertikalen Gelenkachse
16 an dem Querjoch 12 befestigt ist. Die Kolbenstange 14 sowie zwei beiderseits außen
an dem Führungsrahmen 15 verschiebbar geführte Führungsstangen 17 sind abbau
stoßseitig an einer auf dem Liegenden angeordneten Zwischenplatte 18 befestigt. Die
Zwischenplatte 18 greift abbaustoßseitig mit einem Gelenkkopf 19 in ein Schwenklager
20 einer Anstellkufe 21 ein. Die Verbindung der Anstellkufe 21 mit der Zwischenplatte
18 erfolgt über eine den Gelenkkopf 19 und das Schwenklager 20 horizontal durchgrei
fende Schwenkachse 22.
Die Anstellkufe 21 ist Teil des Vorpfändbaus 1, der darüber hinaus mindestens einen,
im Ausführungsbeispiel zwei auf der Anstellkufe 21 gelagerte, hydraulisch höhenver
stellbare Vorbaustempel 23 sowie die in Richtung Abbaustoß ausziehbare Anstell-
Schiebekappe 4 umfaßt. Diese ist aus einer innenliegenden Anstellkappe 24 und einer
auf deren Profil gleitend verschiebbar geführten, tragrahmenförmigen Schiebekappe 25
zusammengesetzt, die mit Hilfe eines an der Anstellkappe 24 abgestützten Vorschubzy
linders 26 in Richtung Abbaustoß ausziehbar ist. Die Anstellkappe 24 ist mit einer hori
zontalen Gelenkachse 27 vertikal verschwenkbar an dem abbaustoßseitigen Ende der
Hauptkappe 7 angelenkt, wobei das Gelenk hilfsweise durch einen unterhalb der Ge
lenkachse 27 angeordneten, an der Hauptkappe 7 sowie an der Anstellkappe 24 angrei
fenden Anstellzylinder 28 stabilisiert wird. Die Vorbaustempel 23 unterstützen die
Schiebekappe 25 in nicht bezeichneten Kappenlagern an der Unterseite der Schiebe
kappe 25.
Die Anstellkufe 21 ist bei entlasteten Vorbaustempeln 23 mit Hilfe von zwei parallel zu
einander angeordneten Schwenkzylindern 29 im Schwenklager 20 um die Schwenk
achse 22 verschwenkbar. Die Schwenkzylinder 29 sind mit vertikalem Abstand von der
Schwenkachse 22 mit einem Ende auf der Zwischenplatte 18 abgestützt und mit dem
anderen Ende in Halterungen 30 auf der Anstellkufe 21 gelagert.
Die erfindungsgemäßen Schildausbaugestelle, die in einem Streb nebeneinander ent
lang der Strebfront angeordnet sind, werden mit den Vorpfändbauen 1 einzeln nachein
ander unmittelbar im Anschluß an die Gewinnung bzw. nach dem Durchgang der Ge
winnungsmaschine um einen Rückschritt, der durch den Hub des Rückzylinders 13 vor
gegeben ist, in Richtung Abbaustoß bewegt. In der Grundstellung des Ausbaus nach
Fig. 1 und 2 sind die Hauptkufen 5 bei eingefahrenem Rückzylinder 13 und eingefahre
ner Schiebekappe 25 bis nahe an die Anstellkufe 21 herangezogen. In der Zeichnung
sind der am Abbaustoß vor dem Schildausbaugestellen verlegte Förderer sowie die
darauf verfahrbare Gewinnungsmaschine nicht dargestellt.
Der Rückvorgang erfolgt unmittelbar nach der Gewinnung in das freigelegte Feld am
Abbaustoß. Die Anstell-Schiebekappe 4 wird vom Hangenden gelöst, indem die Vor
baustempel 23 entlastet und geringfügig eingefahren werden. Der Rückzylinder 13 und
der Vorschubzylinder 26 werden mit Hilfe einer Gleichlaufsteuerung synchron ausge
fahren. Gleichzeitig werden die auf der Zwischenplatte 18 abgestützten Schwenkzylin
der 29 auf Zug beaufschlagt und angezogen. Dabei wird die Anstellkufe 21 um die
Schwenkachse 22 verschwenkt und mit der Kufenspitze vom Liegenden angehoben.
Die Anstellkufe 21 bleibt während des gesamten Rückvorgangs des Vorpfändbaus 1 in
aufgerichteter Schrägstellung, so daß sie auf Unebenheiten und über aufgelockertes
Hautwerk am Liegenden aufgleiten kann. Mit dem ausfahrenden Vorschubzylinder 26
wird auch die vom Hangenden gelöste Schiebekappe 25 auf der Anstellkappe 24
gleitend ausgefahren. Der Vorpfändbau 1 stützt sich während des Rückvorgangs an
dem gesetzten Abschirmbau 2 ab und wird durch diesen hauptsächlich über die an der
Hauptkappe 5 angelenkte Anstell-Schiebekappe 4 in der Rückrichtung geführt, wobei
zusätzlich auch am Liegenden eine Führung durch nicht dargestellte Führungsstangen
oder dergleichen erfolgen kann.
Die Abschirmbaue 2 werden im Anschluß an die Vorpfändbaue 1 gerückt, die das Wi
derlager für die wieder einfahrenden Rückzylinder 13 und Vorschubzylinder 26 bilden.
Während des Nachziehens schiebt sich die Anstellkappe 24 wieder in die am Hangen
den verspannte Schiebekappe 25 ein. Die in der gesetzten Anstellkappe 24 geführte
Schiebekappe 25 bietet sich über die Gelenkachse 27 auch als Widerlager zum abbau
stoßseitigen Anheben der Hauptkufen 5 an, sofern die Stempel 6 entsprechend einge
zogen werden. Beim Rücken der Abschirmbaue 2 besteht keine Gefahr einer Hangend
verschlechterung, weil der vorgepfändete Hangendbereich nicht wieder entlastet wird.
Claims (5)
1. Hydraulisches Schildausbaugestell für den langfrontartigen Strebbau mit einer
durch höhenverstellbare Stempel unterstützten Hangendkappe und einer damit
höhenverschwenkbar verbundenen, in Richtung Abbaustoß ausziehbaren An
stell-Schiebekappe am Hangenden, deren ausziehbare, tragrahmenförmig aus
gebildete Schiebekappe von mindestens einem Vorbaustempel abgestützt ist,
wobei ein schräggestellter Bruchschild am versatzseitigen Ende der Hauptkappe
angelenkt und über die Lenker einer viergelenkigen Lemniskatenführung höhen
verschwenkbar auf Hauptkufen am Liegenden geführt ist, an denen ein hydrau
lisch verstellbarer Rückzylinder gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß der
Vorbaustempel (23) versatzseitig eines am Abbaustoß verlegten Förderers auf
einer Anstellkufe (21) gelagert ist, die über eine horizontale Schwenkachse (22)
mit dem Rückzylinder (13) verbunden und relativ zu den Hauptkufen (5) ver
schiebbar ist, und daß die Anstellkufe (21) mit der Kufenspitze beim Vorrücken
des Vorbaustempels (23) mit Hilfe von mit Abstand über der Schwenkachse (22)
verspannbaren Schwenkzylindern (29) verschwenkbar ist.
2. Schildausbaugestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rück
zylinder (13) an einer auf dem Liegenden angeordneten Zwischenplatte (18) an
greift, die mit einem Gelenkkopf (19) an der Schwenkachse (22) der Anstellkufe
(21) angelenkt ist und die das Auflager für die an der Anstellkufe (21) angreifen
den Schwenkzylinder (29) bildet.
3. Schildausbaugestell nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rückzylinder (13) in an sich bekannter Weise zwischen zwei Hauptkufen
(5) in einer Rückvorrichtung (3) gelagert ist, die mittig an einem die beiden
Hauptkufen (5) versatzseitig miteinander verbindenden Querjoch (12) abgestützt
ist und daß parallel zum Rückzylinder (13) an der Rückvorrichtung (3) verschieb
bar geführte Führungsstangen (17) an der Zwischenplatte (18) angeschlagen
sind.
4. Schildausbaugestell nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schwenkzylinder (29) während des Vorrückens der Anstellkufe (21) auf Zug
eingestellt ist.
5. Schildausbaugestell nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
zwei Vorbaustempel (23) nebeneinanderstehend auf der Anstellkufe (21) aufge
stellt sind.
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