DE1952838A1 - Mit Uran modifiziertes Zinkoxyd als Widerstand mit variabler Spannung - Google Patents
Mit Uran modifiziertes Zinkoxyd als Widerstand mit variabler SpannungInfo
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Description
Matsushita Electric Industrial Co., Ltd., Kadoma, Osaka, Japan
Mit Uran modifiziertes Zinkoxyd als Widerstand mit variabler Spannung
Es handelt sich um eine im wesentlichen aus Zinkoxyd und aus
Uranoxyd als Zusatz bestehende Masse als Widerstand mit variabler Spannung, Der Widerstand mit variabler Spannung aus mit Uran modifiziertem
Zinkoxyd wird in seinen in bezug auf die Spannung nichtlinearen Eigenschaften durch einen weiteren Zusatz von Wismutoxyd,
Calciumoxyd und Kobaltoxyd verbessert.
Die Erfindung bezieht sich auf Keramikrnassen als Widerstand mit variabler Spannung mit nichtohmschem Widerstand Und im spezielle^
ren auf Massen als Plalblelterwiderstände, die Zinkoxyd enthalten,
mit niehfcohmschem Widerstand, der auf die Masse selbst '
zuführen 1st,
0 0 9 8 2 8 /0956 bad original
- - 2 - : M 2707
Zahlreiche Widerstände mit variabler Spannung, wie zum Beispiel Siliciumearbidhalbleiter, Selengleichrichter und Germanium- oder
Siliciumep-n^Flächengleichrichter, sind in grossem Umfange zur
Stabilisierung der Spannung oder des Stromes von elektrischen
Stromkreisen angewendet worden. Pie elektrischen Charakteristiken
eines solchen Widerstands mit variabler Spannung werden durch
die Gleichung
I =
ausgedrückt, in der V die Spannung quer durch den Widerstand,
I der durch den Widerstand fliessende Strom, C eine Konstante, die der Spannung bei einem gegebenen Ström entspricht, und der
Exponent η ein Zahlenwert grosser als 1 ist.
Der Wert für η wird nach der folgenden Gleichung berechnet:
η ==
in der V1 und V2 die durch die Ströme J1 und I2 gegebenen Spannungen sind. Der geeignete Wert für C hängt von der Art der Anwendung ab, für die der Widerstand eing§s@tzt werden soll. Es
ist im allgemeinen vorteilhaft, wenn der Wert η so gross wie
fc möglich ist, weil dieser Exponent das. Ausmass bestimmt, mit dem
die Widerstände von den ohmsehen Werten abweichen.
Bei üblichen Halbleiterwiderständen,die aus Germanium«- oder
Silicium-p-n-Flächengleiehrichtern bestehen, ist es schwierig.,
den C-Wert für einen grossen Bereich einzustellen, weil die
Fähigkeit dieser Halbleiterwiderstände zum Verändern der Spannung
nicht auf der Zusammensetzung als solcher, sondern auf dem p-n~
Bindungsbereich beruhte. Andererseits haben die Siliciumcarbid«
halbleiterwiderstiände das Vermögen^ die Spannung zu verändern,
was auf die Kontakte zw iseheriι den einzelnen Körnerndes; Si lie i
carbide? zurückzuführen iß ti, die durch ein keramiggheii
mi te inancier verbunden sind, *uni äer O«Werfe kann dyr*@fi
- 3 - M 2707
einer Dimension in einer Richtung, in der der Strom durch dLe
Halbleiterwiderstände fliesst, eingestellt werden. Die Siliciumcarbidhalbleiterwiderstände
weisen jedoch einen relativ niedrigen
η-Wert auf und werden durch Brennen in einer nichtoxydierenden
Atmosphäre hergestellt, damit insbesondere ein geringerer C-Wert
erzielt wird.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Masse für einen Widerstand mit variabler Spannung und von nichtohmscher
Art, wobei der nichtohmsche Widerstand durch die Masse selbst bedingt ist, und wobei der Widerstand mit variabler Spannung hinsichtlich
seines C-Wertes eingestellt werden kann, zur Verfügung zu stellen.
Nach einer weiteren Aufgabe der Erfindung soll eine Masse für einen Widerstand mit variabler Spannung, der durch einen hohen
η-Wert ausgezeichnet ist, geschaffen werden.
Diese und andere der Erfindung zugrunde liegenden Aufgaben und
deren Lösungen sind aus der nachfolgenden Beschreibung zusammen mit der dazugehörigen Zeichnung ersichtlich. Die Zeichnung gibt
einen teilweisen Querschnitt eines erfindungsgemässen Widerstandes
mit variabler Spannung wieder.
Bevor die nach der Erfindung vorgeschlagenen Widerstände mit variabler
Spannung im einzelnen beschrieben werden, soll deren Aufbau unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert werden, in der
die Ziffer 10 einen Widerstand mit variabler Spannung als Ganzen
bezeichnet, der als wirksames Element einen gesinterten Körper
mit einem Elektrodenpaar 2 und > enthält, die an seinen gegenüberliegenden
Oberflächen angebracht sind. Ber gesinterte Körper 1
ist auf eine nachfolgend beschriebene Art und Weise hergestellt
worden und besitzt irgendeine Form,, zum Beispiel eine kreisförmige,
quadratische oder rechteckige Piafctenform..Leitungsdrähte 5 und 0
sind mit den Elektroden-2 und 3;durch„ein Verbindungsmittel 4, .
wie zum Beispiel ein Lötmittel-o^er^de^gl*;, ;.leitend verbunden.
009828/09 S,5 .μ ,
BAD ORIGINAL
- 4 - M 2707 :.
Ein erfindungsgemässer Widerstand mit variabler Spannung enthält
einen gesinterten Körper aus einer Masse, die im wesentlichen aus 90,0 bis 99,95 Mol-# Zinkoxyd und 0,05 bis 10,0 Mol-#
Uranoxyd besteht. Ein solcher Widerstand mit variabler Spannung besitzt einen nichtohmschen Widerstand, .der auf die Masse selbst
zurückzuführen ist. Daher kann der C-Wert ohne Beeinträchtigung
des η-Wertes durch Änderung des Abstands zwischen den beiden genannten
gegenüberliegenden Oberflächen abgewandelt werden. Der kürzere Abstand führt zu einem geringeren C-Wert.
Der höhere η-Wert kann erhalten werden, wenn der genannte gesinterte
Körper nach der Erfindung im wesentlichen aus 97,0 bis
99,9 Mol-# Zinkoxyd und 0,1 bis 3,0 Mol-# Uranoxyd besteht.
Nach der Erfindung kann der C-Wert ohne grossenmässige Änderung
und ohne Verkleinerung des η-Wertes verringert werden, wenn der genannte gesinterte Körper eine Zusammensetzung aufweist, die im
wesentlichen 82,0 bis 99,9 Mol-# Zinkoxyd, 0,05 bis 10,0 Mol-$
Uranoxyd und 0,05 bis 8,0 Mol-$ Wismutoxyd entspricht.
Eine Kombination von einem kle'inen C-Wert mit einem grossen n-Wert
kann erhalten werden, wenn der genannte gesinterte Körper im wesentlichen aus 94,0 bis.99,8 MoI-^ Zinkoxyd, 0,1 bis 3,0
-/^ Uranoxyd und 0,1 bis 3,0 MoI-^ Wismutoxyd besteht.
Nach der Erfindung kann die Beständigkeit gegenüber der Umgebungstemperatur
und die Lebensdauer unter elektrischer Belastung verbessert
werden, wenn der genannte gesinterte Körper im wesentli'-chen
aus 82,0 bis 9? ,9 Mol-# Zinkoxyd, 0,05 bis 10,0 Mol-$ Uranoxyd
und 0,05 bis 3,0 MoI-^ Calciumoxyd besteht.
Ferner kann die Beständigkeit gegenüber der Umgebungstemperatur
und die Lebensdauer unter elektrischer Belastung sehr stark verbessert werden, wenn der genannte gesinterte Körper im wesentlichen
aus 9^,0 bis 99,8 Mol-# Zinkoxyd, 0,1 bis 3,0 Mol-# Uranoxyd
und 0,1 bis 3,0 Mol-Jö Calciumoxyd besteht.
009828/0955
■ - 5 - M 2707
Nach der Erfindung wird der η-Wert erhöht, wenn der genannte gesinterte
Körper im wesentiichen aus 8? .z bis 99,9 Mol-$ .Zinkoxyd,
0,05 bis 10,0 Mol-# Uranoxyd und 0,05 bis 8,0 Mo 1-$ Kobaltoxyd
besteht.
Der η-Wert wird ferner erhöht, wenn der genannte gesinterte Körper
eine Zusammensetzung aufweist, die im wesentlichen- 9^*0 bis
9.9,8 Mol-# Zinkoxyd, 0,1 bis 3,0 Mol-$ Uranoxyd und 0,1 bis 3,0
-# Kobaltoxyd entspricht» .
Maoh der Erfindung kann eine Kombination von einem hohen ri-Wert
und einem nLedrigen C-Wert erzielt werden, wenn der genannte gesinterte
Körper eine Zusammensetzung aufweist, die im wesenblichen
7^,0 bis 99,35 Mol-# Zinkoxyd, 0,05 bis 10,ΰ Mol-# Uranoxyd, 0,05
bis 3,0 MoL-vi Wismutoxyd und 0,05 bis 8,0 UnI-JO Kobaltoxyd entspricht.
A us α ordern kann der G «Wert verkleinert und dp'r.ri-Wer't sehr stark
em ohr. worden, wenn-der genannte gesinterte Körper einen Zusammen-Satzung
aufweist, die im wesentlichen 91,0 bis 99>7 MoI-^ Zinkoxyd
j 0,1 bis 3,0 Mol~# Uranoxyd, 0,1 bis 3,0 Uol-$ Wismutosyd
und 0,1 bis 3,0 Mol-/' Kobaltoxyd entspricht»
der Erfindung kann ein« Kombination \ von hohaui n-U--.'L>t,
r.l--:<lvlgein C-V/ert und hoher Beständigkeit erhielt werden, vJ
d::-i' L;-Hianntti ^..»sinterte Körper eine Zusamrn^naetaunp; aufwoist,
Λ1-* i.n woocintLichim 74,0 bis 99,85 Mol-JÖ Zlnkoxyd, 0,05 bU 10,0
MoL-/' Uranoxyd, 0,05 bis 8,0 Mol-# Wlsmutojcyd und Ο,Ο'ΐ» bia 3,0
MoL-;.' CaLciumoxyd entspricht»
hbi:j'ivdi.i\n kann eine Kombination mit äusoerst· hohom n-vi-irt bei
eliiiiiii nledrliivin C-Wert und einer gross en Ben cändlgkelt: erhielt
worden, vj«*riri -ler genannte, gesinterte Körper eine Zu-r-iiamensotaung
fiut'woifit, die Lm Wesentlichen 91,0 bis 99/f MoL-;'' V. Lnkoir.yd, 0,1
bLr; 3,0 Hol-"' Uranoxyd, 0,1 bis 3,0 Mol»» Wiüinuto?yd'und '), i hj.;
3,0 Mol-/s üalclumoxyd entspricht.
0 0 9 8 2 8/0956 ÖAD ORIGINAL
' - 6 - ; M 2707 Λ
Der gesinterte Körper 1 kann nach einer auf dem Gebiet der Keramik
an sich bekannten Verfahrensweise hergestellt werden. Die
Ausgangsstoffe für die vorstehend beschriebenen Massen werden
in einer Nassmühle unter Ausbildung homogener Mischungen gemischt.
Die Gemische werden getrocknet und In einer Form mit
2 2
einem Druck von 100 kg/cm bis 1000 kg/cm zu den· gewünschten
Körpergestalten zusammengedrückt. Die zusammengedrückten Körper
werden an der Luft bei einer gegebenen Temperatur 1 bis 3 Stunden
lang gesintert und dann im Ofen auf Raumtemperatur ( etwa 15
bis etwa 300C) abgekühlt,
Die geeignete Sintertemperatur viird vom Gesichtspunkt des elektrischen
spezifischen Widerstands, der Nlchtlinearität und der
Beständigkeit aus bestimmt und roicht von 1000° bis .1V)O0 C
Die zusammengedrückten Körper werden, wenn der elektrische spezifische
Widerstand verringert werden soll, vorzugsweise In nlchtoxydlerender
Atmosphäre, wiezum Beispiel in Stickstoff und Argon,
gesintert. ■ . .
Die Gemische können zur leichteren Handhabung beim nachfolgenden
PressVorgang zunächst bei 700° bis 1000° C kalziniert und dann
gepulvert werden. Das Gemisch, das zusammengedrückt werden soll,
kann mit einem geeigneten Bindemittel, wie zum Beispiel mit
Wasser, Polyvinylalkohol, usw., vermischt werden.
Es ist-vorteilhaft, wenn der gesinterte Körper an den gegenüberliegenden
Oberflächen mit Schleifpulver, wie zum Beispiel mit Siliciumcarbid mit einer Teilchengrösse von 300 bis 15OO Maschen,
geschliffen oder poliert wird, '■
Die gesinterten Körper werden an ihren gegenüberliegenden Oberflächen
mit Elektroden nach irgendeinem anwendbaren und geeigneten Verfahren, wie zum Beispiel nach dem Galvanisierungs-,
Vakuumverdampf ungs », Me ta J. 11a ierunga -, Z ers tau bungs - oder „>. -:n
dem 8 ilberfarbans tr Ichs verfahren,, vergehen.
0 0 9 8 2 87 0 S S δ BA0 owgwal
- 7 ■- ' M 2707
Die Fähigkeiten zum Verändern der Spannung werden praktisch
nicht durch die Art der verwendeten Elektroden, aber durch die Dicke der gesinterten Körper beeinflusst. Insbesondere wechselt
der C-Wert entsprechend der Dicke der gesinterten Körper, während der η-Wert von der Dicke fast unabhängig ist. Dieses lässt
eindeutig erkennen, dass die Fähigkeit zum Verändern der Spannung auf die Masse selbst und nicht auf die Elektrode zurückzuführen
ist.
Leitungsdrähte können nach an sich bekannter Art und Weise unter
Verwendung eines üblichen Lötmittels mit einem niedrigen*Schmelzpunkt
angebracht werden. Eg ist bequem, einen leitfähigen Klebstoff, der Silberpulver und ifrz in einem organischen Lösungsmittel
enthält, zum Verbinden der Leitungsdrähte mit den Elektroden zu verwenden.
Die erfindungsgemässen Widerstände mit variabler Spannung weisen
eine grosse Beständigkeit gegenüber der Temperatur und gegenüber einem Belastungsdauertest auf, der bei 70° C bei einer Betriebsdauer
von 500 Stunden ausgeführt wird. Der η-Wert und der C-Wert ändern sich nach den Erwärmungsfolgen und dem Belastungsdauertest
nicht merklich. Es ist zur Erzielung einer grossen Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit vorteilhaft, wenn die erhaltenen
Widerstände mit variabler Spannung in ein feuchtigkeitsfestes Harz, wie zum Beispiel Epoxyharz und Phenolharz, nach an sich
bekannter Weise eingebettet werden.
Zur Zeit bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend erläutert.
Eine Mischung von Zinkoxyd und Uranoxyd mit einer der Tabelle 1
entsprechenden Zusammensetzung wird in einer Nassmühle ~5 Stunden
lang vermischt. Das Gemisch wird getrocknet und dann 1 Stunde
lang bei 700° C kalziniert. Das kalzinierte Gemisch wird mit Hilfe
009828/0955
BAD ORIGINAL
- 8 - M 2707 ·
eines motorgetriebenen Keramikmörsers innerhalb von 30 Minuten
pulverisiert und dann in einer Form mit einem Druck von 500 kg/
2 ■ ■ "
cm zu einer Gestalt mit einem Durchmesser von 17,5 mm und einer
Dicke von 2,5 mm zusammengedrückt.
Der zusammengedrückte Körper wird in Luft bei 1350° C 1 S.tunde
lang gesintert und dann im Ofen auf Raumtemperatur abgekühlt
( auf etwa 15° bis etwa 30° C ). Die gesinterte Scheibe wird
an den gegenüberliegenden Oberflächen mit Hilfe von Siliciumcarbid mit einer Teilchengrösse von βΟΟ Maschen geschliffen.
Die entstandene gesinterte Scheibe hat eine Grosse von 14 mm
Durchmesser und 1,5 mm Dicke. Die im Handel erhältlichen Elektroden aus Silberfarbe, werden an den gegenüberliegenden Oberflächen
der gesinterten Scheibe mit Hilfe eines Anstrichs angebracht. Dann werden die Leitungsdrähte mit den Süberelektroden durch Verlöten verbunden. Die elektrischen Eigenschaften
der erhaltenen Widerstände werden in Tabelle 1 angegeben* Es
ist zu erkennen, dass der gesinterte Körper aus Zinkoxyd mit einem Gehalt an Uranoxyd in einer Menge von 0,05 bis 10,0 Mol-$
für einen Widerstand mit variabler Spannung geeignet ist. Insbesondere führt ein Zusatz von Uranoxyd in einer Menge von 0,1
bis 3,0 Mol-^· hinsichtlich der Spannung zu einem noch ausgeprägteren
nichtlinearen Verhalten.
| (bei ImA) | Tabelle | 1 |
C
(bei ImA) |
η | |
| UO2 | ; 25 | η | (Mol-jß). | 90 ° | 3,9 |
| 0,05 | "31 | 3,1 | 2 | 123 | 3,7 |
| 0,1 | 43 | 3,7 | 3 | 171 | 3,2 |
| 0,2 | 50 | 3,9 | 220 | 3,1 | |
| o,5 Λ. | ■55 | ■■4,1 | 3 | 340 | 3,0 |
| ι · | Λ.α | 10 | |||
009828/0950
- 9 - . M 2707
,Beispiel 2 ' ' >
Aus 99,5 Mol-$ Zinkoxyd und 0,5 Mol-# Uranoxyd bestehende,Ausgangsstoffe
werden in der in dem Beispiel 1 beschriebenen Art '■.
und Weise gemischt, getrocknet, kalziniert und pulverisiert. Das pulverisierte Gemisch wird in einer Form zu einer Gestalt
von 17,5 n™ Durchmesser und 5 mm Dicke mit einem Druck von
2
500 kg/cm zusammengedrückt.
500 kg/cm zusammengedrückt.
Der zusammengedrückte Körper wird in Luft bei 1350° G 1 Stunde ,
lang gesintert und dann im Ofen, auf Raumtemperatur abgekühlt.
Die gesinterte Scheibe wird 4n den gegenüberliegenden Oberflächen
zu einer Dicke, die in Tabelle 2 angegeben ist, mittels Siliciumcarbid mit einer Teilchengrösse von 600 Maschen geschliffen.
Die geschliffene Scheibe wird mit den Elektroden und den Leitungsdrähten an den gegenüberliegenden Oberflächen nach der in dem
Beispiel 1 angegebenen Art und Weise versehen, Die elektrischen Werte· der erhaltenen Widerstände werden in Tabelle 2 angegeben;
der C-Wert ändert sich annähernd proportional der Dicke der
gesinterten Scheibe, während der η-Wert von der Dicke praktisch
unabhängig ist. Es ist leicht au erkennen, dass das hinsichtlich
der Spannung nichtlineare Verhalten der Widerstände dem gesinter- ,
ten Körper selbst zuzuschreiben ist.
| Tabelle 2 | η | |
| Dicke (mm) | C (bei ImA) | 4,0 |
| anfangs (4,0) | l40 | 3,9 |
| 3,5 | 122 | 4,1 |
| 3,0 | 103 | 4,0 |
| 2,5 | 8fj | 4,1 |
| -I1O | 68 | |
| If, | 5-0 | |
i,o yj 3,9
009028/ÜQSS
BAD ORiGINAL
■ -. 10 - : M 270?
Aus Zinkoxyd mit einem Gehalb an Uranoxyd und Wlsmütoxyd entsprechend einem in der Tabelle 3 angegebenen Anteil werden
Widerstände mit variabler Spannung nach dem in dem Beispiel 1 beschriebenen Verfahrensgang hergestellt. Die erzielten Eigenschaften
der Widerstände werden In der Tabelle 3 angegeben. Es
kann leicht erkannt werden, dass die Kombination von Uranoxyd und Wismutoxyd als Zusatz zu niedrigeren C-Werten führt, ohne
dass sich der η-Wert in einem entsprechend starken Masse ändert.
| Tabelle 3 | C . | η | |
| uo2 | Bl2O | (bei ImA) | |
| (Mol-#) | (Mol-j*) | 16 . . .. | 3,1 ;.; |
| 0,05 | 0,05 | 7 | 3,1 .' |
| 0,05 | 0,5 | 17 | 3,0 |
| 0,05 | 8 | 35 | 4,4 |
| 0,5 | •0,05 | 36 | 4,2 |
| 0,5 | 220 | 3,1 | |
| 10 | 0,05 | 70 | 3,0 |
| 10 | 0,5 | 215 | 3,1 |
| 10 | 8 | 16 | *,o ■■ |
| 0,1 | 0,1 | . 7 | |
| 0,1 | o,5 | 17 | JK,o, |
| 0,1 | 3 | 25 | |
| 0,5 | 0,1 | . 24 | 4,4 |
| 0,5 | 3 | 6.3 | 4,1 |
| 3 | 0,1 | 25 | 4,0 |
| 3 | 0,5 | 65 | y,9 |
| 3 | 3 | 11 | 4,6 |
| 0,5 | o,:i | ||
0Ü982Ö/Ü955
- 11 - M 2707
Aus 2inkoxyd mit einem Gehalt an Uranoxyd und Calciumoxyd in
einem in der Tabelle 4 angegebenen Anteil werden Widerstände mit variabler Spannung nach dem in dem Beispiel 1 angegebenen
Verfahrensgang hergestellt. Die erhaltenen Widerstände werden nach den Methoden geprüft, die für elektronische Teile angewendet
werden. Die Belastungsdauerprobe wird bei 70° C Umgebungstemperatur
und bei 0,5 Watt innerhalb einer Leistungsdauer von
500 Stunden ausgeführt. Der Erwärmüngswiederholungstest wird
durch fünfmaliges Wiederholen einer Folge, bei der die genannten Widerstände bei 85^C Umgebungstemperatur 30 Minuten lang gehalten,
dann schnell auf -20° C abgekühlt und bei dieser Temperatur
50 Minuten lang gehalten werden, durchgeführt. Die Tabelle 4
gibt eine Differenz für den C-Wert und den η-Wert von den Widerständen
vor und nach dem Belastungsdauerversuch wieder. Es kann
leicht ersehen werden, dass die Kombination von Uranoxyd und Calciumoxyd als Zusatz die elektrische Dauerhaftigkeit xind die
Beständigkeit gegenüber der Umgebung beeinflusst.
BAD ORiQJNAL
0-09828/0955
- 12 - .M.2-707
| CaO | 3 | 0,05 | 5 | Tabelle 4 | 4n (#> | Test mit | -8,2 | periodischer | |
| UO2 | (Mol-#) (Mol-#) | 3 | 0,5 | « B6las tungsdauer tes t |
-7,3 | Erw£ | -5,9 | ||
| 0,05 | 3 | 8 | Δ c W | -4,4 | -7,7 | -8,1 | |||
| 0,05 | 0,5 | 0,05 | -8,4 | -5,4 | -4,0 | -5,3 | |||
| 0,05 | Beispiel | 8 | -4,6 ■ | -4,9 | -4,4 | -6,5 | |||
| 0,5 | 0,05 | -6,1 | -3,3 | -7,5 | -5,3 | ||||
| 0,5 | 0,5 .. | -5,5 | -6,4 | -6,1 | -5,4 | ||||
| 10 | 8 | -4,8 | -5,0 | -3,9 | -7,2 | ||||
| 10 | ο,ι | -7,3 | -6,7 | -3,8 | -6,4 | ||||
| 10 | 0,5 | -5,4 | -3,8 | -3,6 | -8,5 | ||||
| ο,ι | 3 | -8,2 | -2,4 | -3,1 | -5,1 | ||||
| 0,1 | 0,1 | -4,9 | -2,4 | -2,7 | -3,7 | ||||
| 0,1 | 3 | -4,0 | -2,0 | -2,3 | -4,5 | ||||
| 0,5 | 0,1 | -4,3 | -1,9 | -4,7 · | -3,5 | ||||
| 0,5 | 0,5 | -3,0 | -2,3 | -3,2 | -5,1 | ||||
| 3 | -2,9 | .-2,0 | -5,3 | -5,0 | |||||
| o,5 | -4,2 | -3,4 | -1,2 | -4,2 | |||||
| -3,3 | -1,8 | -4,8 | |||||||
| -4,9 | -1,9 | ||||||||
| -1,0 | |||||||||
Aus Zinkoxyd, 'das die in der Tabelle 5 angegebenen Zusätze enthält,
werden Widerstände mit variabler Spannung nach den in dem Beispiel 1 beschriebenen Verfahrensgängen hergestellt. Die n-Werte
der erhaltenen Widerstände werden in der Tabelle 5 angegeben.
Es ist leicht zu erkennen, dass die Kombination von Uranoxyd mit
Kobaltoxyd als Zusatz in ausgeprägter Weise zu einem ausserordentlich
starken nichtlinearen Verhalten hinsichtlich der Spannung
führt. ■ -.■'""'
0 0 9 8 2 8/09 5 5 BAD
- 13- - . M 2707
| Tabelle 5 | α | η | |
| uo2 | CoO | (bei ImA) | |
| (Mol-#) | (Mol-$) | 50 . | 6,2 |
| . 0,05 | 0,05 | 50 | 12 - |
| 0,05 | 0,5 | Λ8 | 6,0 |
| υ,05 | 8 | 99 | 9,1 |
| o,5 | 0,05 | 102 , | 8,9 |
| 0,5 | "8 | 620 | 6,1 |
| 10 | 0,05 | 570 | .13 · |
| 10 | 0,5 | 585 | 5,8 |
| 10 | 8 . | 60. | 12 |
| 0,1 | 0,1 | 61 | 17 |
| 0,1 | 0,5 | .95 | 12 |
| • ο,ι | 3 . | 100 | 13 ; |
| 0,5 | 0,1 | 95 | 12 |
| 0,5 | 3 | 240 | 11 |
| 3 | 0,1 | 2^5. | 16 |
| 3 | 0,5 | 250 | 13 |
| 3 | 3 ■ | 95 | -■ IB |
| 0,5 | 0,5 | ||
BolapIeI β
Aus ZLnkoxyd, das die In der Tabelle 6 angegebenen.jZuo,ätae enthält,
werden nach dem In- dem Beispiel 1 beschriebenen Verfahren Widerstände mit variabler Spannung herges teilt,. Die elektrischen
Eigenschaften der erhaltenen Widers bände--werden Ln des Tabelle
angegebe.n, Es ist leicht, au erkennen, dass die Kombination von
Uranoxyd und Wismutoxyd mit Kobaltoxyd als Zusäbae in ausgeprägter Welse-zu einem auagezelchne ben n-We-rb und glelohaoitlg äu
einem geringeren C-Wert führt»
0Ü9828/Ü955
-W - μ 2707
| CoO | Tabelle 6 | ■-- -G- . ■ - | η | |
| uo2 | (Mol-#) | Bi2O5 | (bei ImA) | |
| (Mol-#) - | 0,05 | (Mol-#) | 35 | 6,3 |
| 0,05 | 0,05 | 0,05 | 36 | 6,0 |
| 0,05 | 3 | 8 | 32 | 6,i |
| 0,05 | 8 | 0,05 | 70 | 9,2 |
| 0,05 | 0,05 | 8 | 400 · | 5,9 |
| 10 | 0,05 | 0,05 | 330 | 6,1 |
| 10 | ■ 8 | 8 | 390 | 6,1 |
| 10 | : 8 | 0,05 | 375 | 5,3 |
| . 10 | 0/1 | 8 | 30 | 13 |
| ο,ι | 0,1 | 0,1 | 32 | 12 |
| 0,1 . | 3 | 3 | 48 | 12 |
| 0,1 | 3 | 0/1 | 50 | Ii |
| 0,1 | O3I | 3 | 120 | 12 |
| 3 ' | 0,1 | 0,1 | 110 | 11 |
| 3 | - 3 | 3 | 128 | 13 |
| •3 | 3 | 0,1 | 123 | 12 |
| 3 | 0,5 | 3 | 19 | 18 |
| •0,5 | 0,5 | |||
Aus Zinkoxyd,, das die In der Tabelle 7 angegebenen Zusätze enthält,
werden nach dem in.dem Beispiel 1 beschriebenen Verfahrensgang
Widerstände mit variabler Spannung hergestellt. Die erhaltenen Widerstände werden unter den gleichen Bedingungen wie in dem
Beispiel ft getestet, Die Tabelle 7 gibt den Anfangs-C-Wert und die
Unterschiede in dem C-Viert und dem η-Wert, die sLch aus den Werten vor und nach dem Belastungsdauer test eingeben, wieder, Es
kann leicht erkannt werden, dass bei Anwendung der Kombination
aua Uranoxyd, Wismutoxyd und Calciumoxyd als Zusatz der Anfangs-
009828700 55 BAD
- 15 - M 2707
C-Wert des Widerstands verkleinert ist und dass zur gleichen
Zeit die Beständigkeit bei den elektrischen und Umweltsbelas tungsdauer tests ausgezeichnet ist.
00 9 828/09 55
LJOp BipO, CaO C ' Beiast im ,'.-,sdauertest Test mit periodischer Erwärmung
%) (Mol-#) (MoI-^) (bei ImA) A C {%) /In (%) Δ C {%) An {%)
| υ ,05 | 0,05 | |
| CD | 0,05 | 0,05 |
| CD | 0,05 | 8 |
| CO | ||
| CO | 0,05 | 8' |
|
NJ
OO |
10 | 0,05 |
|
\
O |
10 | 0,05 |
| CD | 10 | 8 |
|
cn
on |
10 | δ |
| 0,1 | 0,1 | |
| 0,1 | 0,1 | |
| 0,1 | 3 | |
| 0,1 ■ | 3 . | |
| 3 | ο,ι | |
| 3 | ο,ι | |
| CD | 3 | 3 |
| S | 3. | 3 |
| O | 0,5 | 0,5 |
0,05 12 -8,2 -8,1 '· -8,0 -7,9
13 -6,3 -7,0 -7,0 -6,8 12 -4,9 -6,4 -6,3 -6,3
14 -3,7 -5,9 -5,0 -5,8 150 -5,1 -7,'O -4,2 : -4,2
140 " -4,0 -4,9 · -6,1 -6,9
153 -4,2 -5,0 -8,1 -5,9 ■ «*
139 -7,9 -6,9 -8,1 -7,0
15 ' -4,2 -2,8 -4,6 -4,6
16 -3,9 -3,8 -4,7 -3,7 14 ■ -4,9 -4,8 -4,9 " -3,8
17 -4,1 -4,;1 -5,0 ' . -4,9
40 -3,3 -3,9 -4,9 -2,8
, 37 -4,2 ' -4,7 -3,8 -4,6 ^
50 -3,·7 -4,3 -3,7 -3,8 co'
| 8 | 05 |
| 0, | |
| 8 | 05 |
| 0, | |
| 8 | 05 |
| 0, | |
| 8 | 1" |
| 0, | |
| 3 | 1 |
| ο, | |
| 3 | 1 |
| ο, | |
| 3 | 1 |
| ο, | |
| 3 | |
"^1 "3-5 ^
0,5 10 -0,8 -1,1 -1,2 ' -1,0 . j£ OO
. ■ ' '■ ■ . ■ · ■ . , ■ ■■ '■ *■■ , co
Claims (1)
- Patentansprüche:Keramische Masse als Widerstand mit variabler Spannung, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse im wesentlichen aus Zinkoxyd und 0,05 bis 10,0 Mol-# Uranoxyd besteht.2. Keramische Masse als Widerstand mit variabler Spannung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse im wesentlichen aus Zinkoxyd und 0,1 bis 3,0 Mol-$ Uranoxyd besteht.3. Keramische Masse als Widerstand mit variabler Spannung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse ausserdem 0,05 bis 8,0 Mol-$ eines Oxyds enthält, das aus der aus Wismutoxyd, Calciumoxyd und Kobaltoxyd bestehenden Gruppe gewählt worden ist.4. Keramische Masse'als Widerstand mit variabler Spannung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse ausserdem 0,1 bis 3,0 Mol-# eines Oxyds enthält, das aus der aus Wismutoxyd, Calciumoxyd und Kobaltoxyd bestehenden Gruppe gewähLt worden ist.^. Keramische Masse als Widerstand mit varLabler Spannung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse003828/0956 BAD ORIGINAL" -18- . M 2707ausserdem 0,05 bis 8,0 Mol-# Wismutoxyd und 0,05 bis 8,0 Mol-$ eines Oxyds enthält, das aus der aus Calciumoxyd und Kobaltoxyd bestehenden Gruppe gewählt worden ist.6. Keramische Masse als Widerstand mit variabler Spannung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse ausserdem 0,1 bis 3,0 Mol-# Wismutoxyd und 0,1 bis 3,0 Mol-# eines Oxyds enthält, das aus der aus Calciumoxyd und Kobaltoxyd bestehenden Gruppe gewählt worden ist.Dr.Ve./Br.009828/Q956
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP7773368 | 1968-10-22 | ||
| JP43077733A JPS4813313B1 (de) | 1968-10-22 | 1968-10-22 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1952838A1 true DE1952838A1 (de) | 1970-07-09 |
| DE1952838B2 DE1952838B2 (de) | 1972-07-20 |
| DE1952838C DE1952838C (de) | 1973-02-15 |
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ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2021217A1 (de) | 1970-07-17 |
| NL141009B (nl) | 1974-01-15 |
| US3699058A (en) | 1972-10-17 |
| DE1952838B2 (de) | 1972-07-20 |
| GB1285379A (en) | 1972-08-16 |
| JPS4813313B1 (de) | 1973-04-26 |
| NL6915772A (de) | 1970-04-24 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |