DE19528462A1 - Vorrichtung zum Zurückziehen und Vorschieben eines Fadenbehandlungselementes - Google Patents

Vorrichtung zum Zurückziehen und Vorschieben eines Fadenbehandlungselementes

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zurückziehen und Vorschieben eines Fadenbehandlungselementes relativ zu einem Fadenlauf einer Textilmaschine mit einem das Fadenbehandlung­ selement mit ein Antriebsmotor verbindenden Antriebsmecha­ nismus.
Bei Textilmaschinen, insbesondere Spulautomaten, werden Fa­ denspanner und/oder Paraffiniereinrichtungen zur Fadenbeein­ flussung oder Fadenbehandlung eingesetzt. Diese Fadenspanner oder Paraffiniereinrichtungen müssen nach einem Beseitigen eines Fadenfehlers bei dem anschließenden Herstellen einer Fadenverbindung geöffnet werden, damit ein Oberfaden und ein Unterfaden sicher in den Fadenlauf eingelegt werden können. Bei bekannten Spulautomaten erfolgt das Herausreinigen von Fadenfehlern, das Herstellen der Fadenverbindung sowie das Öffnen und Schließen von Fadenspanner und Paraffiniereinrich­ tung automatisch. Zum Öffnen des Fadenspanners muß beispiels­ weise einem der Spannteller von dem gegenüberliegenden Spann­ teller zurückgezogen und anschließend wieder vorgeschoben wer­ den. Zum Öffnen einer Paraffiniereinrichtung wird eine Paraf­ finierrolle aus dem Fadenlauf zurückgezogen und anschließend wieder in den Fadenlauf vorgeschoben. Die hierfür notwendigen Bewegungen werden häufig über Kurvenscheiben, Umlenkhebel und Gestänge von dem Antrieb des Spulapparates abgegriffen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die preisgünstig her­ zustellen, einfach anzusteuern und flexibel bezüglich der Öffnungs- und Schließzeiten einstellbar ist.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Antriebsmechanis­ mus zwei durch Zurückdrehen des Antriebsmotors entgegen sei­ nem normalen Drehsinn gegeneinander verdrehbare Elemente ent­ hält, von welchen eines im Rückdrehsinn mit dem Antriebsmotor gekuppelt und das andere im Rückdrehsinn gegen Drehen ge­ sperrt ist, und daß die beiden Elemente in axialer Richtung mittels Abstützmitteln gegeneinander abgestützt sind, die ein Gegeneinanderverdrehen der Elemente in eine auf das Fadenbe­ handlungselement übertragene Axialbewegung umsetzen.
Bei dieser Ausbildung wird der Antriebsmotor zum Zurückziehen und Vorschieben des Fadenbehandlungselementes ausgenutzt. Dieser Antriebsmotor hat aus technologischen Gründen für den Normalbetrieb eine vorgegebene Drehrichtung. Für das Zurück­ ziehen des Fadenbehandlungselementes wird in einfacher Weise die Drehrichtung des Antriebsmotors umgekehrt. Das Vorschie­ ben erfolgt dann, wenn der Antriebsmotor wieder für den Nor­ malbetrieb mit seiner vorgegebenen Richtung eingeschaltet wird. Bei dieser Ausbildung ist es möglich, entsprechend technologischen Anforderungen das Zurückziehen und Vorschie­ ben oder das Öffnen und Schließen eines Aggregates durch Ver­ änderung der Schaltzeitpunkte des Antriebsmotors zu verän­ dern, wobei nur eine Änderung in der Software erforderlich ist. Es müssen keine mechanischen Bauteile ausgetauscht wer­ den.
In Ausgestaltung der Erfindung sind als Abstützmittel Wendel­ flächen vorgesehen. Derartige Wendelflächen lassen sich ein­ fach fertigen und ergeben eine sichere Funktion.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß die beiden Elemente in axialer Richtung aufeinanderzu mittels eines Federmittels belastet sind. Das Federmittel stellt in Verbindung mit dem in normaler Laufrichtung angetriebenen An­ triebsmotor sicher, daß die beiden Elemente wieder ihre Be­ triebsposition einnehmen, d. h. daß das Fadenbehandlungsele­ ment wieder in den Fadenlauf vorgeschoben wird.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der in den Zeichnungen darge­ stellten Ausführungsformen und den Unteransprüchen.
Fig. 1 zeigt einen Axialschnitt durch eine Paraffinierein­ richtung mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 2 eine Abwicklung von Wendelflächen von zwei gegenein­ ander verdrehbaren Elementen der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Fig. 1,
Fig. 3 einen Axialschnitt durch eine erfindungsgemäße Vor­ richtung für eine Paraffiniereinrichtung, die gleich­ zeitig zum Schließen und Öffnen einer Absperrklappe einer Saugdüse dient,
Fig. 4 einen Axialschnitt durch eine Antriebseinheit einer Fadenspanneinrichtung, die mit einer erfindungsgemä­ ßen Vorrichtung zum Zurückziehen und Wiedervorschie­ ben eines Spanntellers ausgerüstet ist,
Fig. 5 einen Axialschnitt durch eine Antriebseinheit einer Fadenspanneinrichtung mit einer weiteren Ausführungs­ form einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, bei welcher der Spannteller während des Zurückziehens und des Vorschiebens keine Drehbewegung ausführt und
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht einer Einzelheit der Ausführungsform nach Fig. 5.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist eine Paraffinier­ rolle (10) auf einen Vierkantdorn (11) aufgesteckt, der mit einem Vierkantansatz (12) in eine Antriebswelle (13) einge­ steckt ist. Die Antriebswelle (13) ist mittels Gleitlagern (14, 15) in einem Gehäuse (16) gelagert. Auf der Antriebswel­ le (13), die in dem Gleitlager (15) axial abgestützt ist, ist ein Zahnrad (17) drehfest angeordnet, das mit einem Ritzel (18) eines Antriebsmotors (19) kämmt, insbesondere eines Schrittmotors. Der Antriebsmotor (19) treibt die Antriebswel­ le (13) und damit die Paraffinierrolle (10) im Normalbetrieb mit einer vorgegebenen Drehrichtung an, die so festgelegt ist, daß die Paraffinierrolle (10) sich gegensinnig zu einem an ihrer inneren Stirnseite entlanglaufenden, nicht darge­ stellten Faden bewegt.
Auf der Antriebswelle (13) ist ein Element (20) mittels eines Freilaufes (21) gelagert, der so ausgebildet ist, daß die An­ triebswelle (13) in der betriebsmäßigen Laufrichtung des An­ triebsmotors (19) das Element (20) nicht mitnimmt, jedoch bei Umkehr der Drehrichtung mit der Antriebswelle (13) gekuppelt ist.
Das Element (20) ist in axialer Richtung auf der der Paraffi­ nierrolle (10) abgewandten Seite an dem auf der Antriebswelle (13) fixierten Zahnrad (17) abgestützt. Auf der gegenüberlie­ genden Seite stützt sich das Element (20) an einem ebenfalls auf der Antriebswelle (13) angeordneten Element (22) ab, das mittels einer sich an dem Gehäuse (16) abstützenden Druckfe­ der (23) gegen das Element (20) angedrückt ist.
Das Element (22) ist mit mehreren parallel zu der Antriebs­ welle (13) verlaufenden Stößel (24) versehen, die in Öffnun­ gen des Gehäuses (16) geführt sind und die der inneren Stirn­ seite der Paraffinierrolle (10) gegenüberliegen. Diese Stößel (24) sichern das Element (20) gegen ein Verdrehen. Wenn das Element (22) in axialer Richtung der Antriebswelle (13) ver­ schoben wird, so drücken die Stößel (24) die Paraffinierrolle (10) von dem Gehäuse (16) hinweg und damit auch von dem an der inneren Stirnseite der Paraffinierrolle (10) entlanglau­ fenden Faden hinweg.
Wenn die Paraffinierrolle (10) beim Herstellen einer Faden­ verbindung aus dem Fadenlauf zurückgezogen werden soll, in welchem sie an Anschlägen (25) mittels einer nicht näher dar­ gestellten Belastungseinrichtung gehalten wird, wird der An­ triebsmotor (19) angehalten und so umgeschaltet, daß er eine Rückdrehung um einen vorgegebenen Drehwinkel ausführt. Das Element (20) wird in dieser der normalen Drehrichtung entge­ gengesetzten Drehrichtung von der Antriebswelle (13) mitge­ nommen, da in dieser Richtung der Freilauf (21) sperrt und als eine Kupplung wirkt. Das Element (20) wird somit relativ zu dem Element (22) verdreht. Zwischen den beiden Elementen (20, 22) sind axiale Abstützmittel vorgesehen, die bewirken, daß ein Gegeneinanderverdrehen der Elemente (20, 22) in eine Axialbewegung umgesetzt werden, die dann auf die Paraffinier­ rolle (10) übertragen wird.
Um die relative Verdrehbewegung zwischen den Elementen (20, 22) in eine relative Axialbewegung umzusetzen, ist das Ele­ ment (20) mit einer als Wendel ausgebildeten Abstützfläche (26) versehen, an der sich das Element (22) abstützt. Die wendelförmige Abstützfläche (26) des Elementes (20) und die gegenüberliegende nockenförmige Abstützfläche (27) des Ele­ mentes (22) sind in Fig. 2 in ihrer Abwicklung dargestellt.
Die Paraffinierrolle (10) bleibt von den Anschlägen (25) durch die ausgefahrenen Stößel (24) abgehoben, bis der Faden wieder in den Fadenlauf eingelegt worden ist. Danach werden der Fadenabzug wieder eingeschaltet und der Antriebsmotor (19) ebenfalls wieder mit seiner normalen Drehrichtung einge­ schaltet. Das Element (20) wird dann über den kurzen Drehwin­ kel von der Antriebswelle (13) mitgenommen, wobei diese Mit­ nahme durch die Wirkung der Druckfeder (23) unterstützt wird. Das Element (22) und mit ihm seine Stößel (24) nehmen danach wieder die dargestellte Position ein. Die Paraffinierrolle (10) wird dieser Bewegung nachgeführt und wieder auf den Fa­ den und die Anschläge (25) aufgesetzt. Danach sichert der Freilauf (21) in Verbindung mit den Abstützflächen (26, 27) und der Druckfeder, daß das Element (20) nicht weiter in Drehrichtung mitgenommen wird.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 entspricht in seinem Grundprinzip dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 2. Ein Antriebsmotor (19) treibt über ein Ritzel (18) unter Zwi­ schenschalten eines Zwischenrades (28) ein Zahnrad (27) an, das drehfest auf einer Antriebswelle (13) für eine Paraffi­ nierrolle (10) angeordnet ist. Auf der Antriebswelle (13) be­ findet sich ein Element (29), das mit dem Zahnrad (17) mit­ tels eines Freilaufes (30) verbunden ist. Der Freilauf (20) ist so ausgelegt, daß er das Element (29) und das Zahnrad entgegen dem normalen Drehsinn kuppelt, so daß der Antriebs­ motor (19), nachdem er in umgekehrtem Drehsinn eingeschaltet wird, das Element (29) entgegen dem normalen Drehsinn der An­ triebswelle (13) mitnimmt.
Dem Element (29) ist ein weiteres, auf der Antriebswelle (13) angeordnetes Element (31) zugeordnet, das in axialer Richtung mit Nockenflächen (33) wendelförmig gestalteten Flächen (34) des Elementes (29) gegenüberliegt. Das Element (31) ist mit Stößeln (35) versehen, die sich durch Öffnungen einer Gehäu­ sewand derart erstrecken, daß das Element (31) gegen ein Ver­ drehen gesichert ist.
Wird der Antriebsmotor (19) durch eine entsprechende Umschal­ tung über einen vorgegebenen Drehwinkel entgegen seiner nor­ malen Betriebsdrehrichtung zurückgedreht, so wird über das Zahnrad (17) und den Freilauf (30) das Element (29) ebenfalls zurückgedreht. Die Nockenflächen (33) des Elementes (31) gleiten dann auf den Wendelflächen (34) des Elementes (29) derart, daß das Element (31) axial relativ zu dem Element (29) und damit auch relativ zu der Antriebswelle (13) ver­ schoben wird. Diese Verschiebebewegung wird auf die nicht dargestellte Paraffinierrolle entsprechend den Erläuterungen zu der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 übertragen.
Zwischen den Elementen (29, 30) ist eine Drehzugfeder (26) angeordnet, die eine das Element (31) in Richtung auf das Element (29) hin ziehende Kraft erzeugt. Bei einer relativen Verdrehung der Elemente (29, 31) zueinander, vergrößert sich die Kraft der Drehzugfeder (36).
Wird der Antriebsmotor (19) wieder mit seiner normalen Dreh­ richtung eingeschaltet, so nimmt das Zahnrad (17) das Element (29) über den Drehwinkel in normaler Drehrichtung, mit um den es vorher ausgelenkt war. Das Element (31) bewegt sich - un­ terstützt von der Kraft der Drehzugfeder (36) - dann wieder in Richtung zu dem Element (29) hin.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 wird von dem Antrieb der Paraffinierrolle ein Verstellantrieb für eine weitere Hilfseinrichtung abgeleitet. Es ist bekannt, an den Spulstel­ len eines Spulautomaten oberhalb der Paraffiniereinrichtung eine Absaugdüse (37) anzuordnen, die in Fig. 3 gestrichelt dargestellt ist. Diese Absaugdüse (37) wird üblicherweise während des Herstellens einer Garnverbindung nach einem Fa­ denbruch mittels einer Absperrklappe (38) verschlossen, d. h. wenn auch die Paraffinierrolle aus dem Fadenlauf herausbewegt ist. Die Absperrklappe (38) ist auf einer Welle (39) angeord­ net, die in dem Gehäuse gelagert ist. Diese Welle (39) wird dann angetrieben und die Absperrklappe (38) in die Absperr­ stellung bewegt, wenn der Antriebsmotor (19) entgegen der normalen Drehrichtung um einen vorgegebenen Drehwinkel zu­ rückgedreht wird. Hierzu ist auf der Welle (39) ein Malteser­ segment (40), in dessen Schlitzführung ein Bolzen (41) ein­ greift, der in einem radialen Ansatz (42) des Elementes (29) angeordnet ist. Wenn das Element (29) zum Öffnen der Paraffi­ niereinrichtung zurückgedreht wird, so nimmt es über den Bol­ zen (21) das Malteserelement (40) der Welle (39) mit, so daß die Absperrklappe (38) in die Schließstellung gebracht wird. Wenn durch Einschalten des Antriebsmotors (19) zum Antreiben der Paraffinierrolle das Element (29) wieder in seine Betrieb­ sposition zurückgedreht wird, so wird die Absperrklappe (38) wieder geöffnet.
Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei welchem das anhand von Fig. 1 bis 3 erläuterte Funktionsprinzip bei einer An­ triebseinheit eines Fadenspanners eingesetzt ist. Diese An­ triebseinheit enthält einen Spannteller (43), dem koaxial ein nicht dargestellter zweiter Spannteller gegenüberliegt. Die­ ser zweite Spannteller wird gegen den dargestellten Spanntel­ ler (43) mit einer vorgegebenen, einstellbaren Kraft ange­ drückt, wozu dieser nicht dargestellte zweite Spannteller mit einer federnden Belastungseinrichtung oder einer Tauchspule ausgerüstet ist. Der nicht dargestellte zweite Spannteller enthält keinen eigenen Antrieb. Er wird vielmehr von dem An­ trieb des Spanntellers (43) mit angetrieben, wozu der Spannteller (43) mit Permanentmagneten (44) versehen ist, denen Permanentmagneten mit entgegengesetzter Polarität des nicht dargestellten zweiten Spanntellers gegenüberliegen.
Der Spannteller (43) ist mit einem Wellenstummel (45) dreh­ fest verbunden, der mittels gummielastischer Kupplungselemen­ te (46, 47) in einer Axialbohrung einer Antriebswelle (48) drehfest angeordnet ist. Die Antriebswelle (48) ist mittels Gleitlagern (49, 50) in einem Gehäuse (51) axial verschiebbar gelagert.
Auf der Antriebswelle (48) ist drehfest ein Zahnrad (52) an­ geordnet, das in axialer Richtung in Richtung zu dem Spann­ teller (43) mit einer Scheibe (53) und eines Sicherungsringes (54) fixiert ist. In das Zahnrad (52) greift ein Ritzel (55) eines Antriebsmotors (56) ein. Auf der Antriebswelle (48) ist ein Element (57) mittels eines Freilaufes (58) gelagert, der entgegen der normalen Laufrichtung sperrt, d. h. das Element (57) mit der Antriebswelle (48) kuppelt, wenn diese von dem Antriebsmotor (56) entgegen ihrer normalen Laufrichtung ge­ dreht wird. Das Element (57) stützt sich in axialer Richtung gegen das Zahnrad (52) und auf der gegenüberliegenden Seite gegen ein Element (59) ab. Das Element (59) ist in Umfangs­ richtung und in axialer Richtung beispielsweise mittels Schrauben an dem Gehäuse (51) fixiert. Die beiden Elemente (57, 29) sind gegeneinander mittels Abstützmitteln abge­ stützt, die eine relative Verdrehbewegung in eine Axialbewe­ gung umsetzen. Beispielsweise ist das Element (57) mit einer Wendelfläche und das Element (59) mit einer Nockenfläche ent­ sprechend Fig. 2 versehen. Eine Druckfeder (60) belastet die Antriebswelle (48) derart, daß die beiden Elemente (57, 59) gegeneinander angedrückt werden. Die Druckfeder (60) ist zwi­ schen der Scheibe (53) und dem Gehäuse (51) angeordnet und als Schraubenfeder ausgebildet.
In Fig. 4 ist die normale Betriebsposition dargestellt, in welcher der Antriebsmotor (56) mittels des Ritzels (55) des Zahnrades (52) die Antriebswelle (48) und damit den Spanntel­ ler (43) in einer vorgegebenen Drehrichtung antreibt. Während dieses Antreibens in der betriebsmäßig vorgegebenen Drehrich­ tung gibt der Freilauf (58) das Element (57) frei, so daß dieses nicht mitrotiert, sondern von dem Element (59) statio­ när festgehalten wird. Wird der Antriebsmotor (56) angehalten und anschließend entgegen seiner normalen Drehrichtung um ei­ nen vorgegebenen Winkelweg zurückgedreht, so kuppelt der Freilauf (58) das Element (57) mit der Antriebswelle (48), so daß sich dieses relativ zu dem unverdrehbar gehaltenen Ele­ ment (59) verdreht. Die Abstützflächen zwischen den beiden Elementen (57, 59) bewirken dann, daß diese relative Drehbe­ wegung in eine axiale Bewegung zwischen den beiden Elementen (57, 59) umgesetzt wird. Diese axiale Bewegung wird auf die Antriebswelle (48) übertragen, so daß sich die Antriebswelle (48) mitsamt Spannteller (43) aus der Betriebsposition zu­ rückzieht.
Wird der Antriebsmotor (56) wieder mit seiner normalen Dreh­ richtung betrieben, so bringt die Antriebswelle (48) das Ele­ ment (57) wieder in die Betriebsposition zurück. Das Element (57) wird trotz des Freilaufs (58) mit dem entsprechenden Drehwinkel aufgrund der Wirkung der Druckfeder (60) mitgenom­ men, bis es die in Fig. 4 dargestellte Betriebsposition er­ reicht.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 und 6 wird der Vorteil erhalten, daß das Fadenbehandlungselement, bei dem darge­ stellten Ausführungsbeispiel ein Spannteller (61) einer Fa­ denspanneinrichtung, zurückgezogen und wieder vorgeschoben wird, ohne daß dabei das Fadenbehandlungselement rotiert.
Der Spannteller (61), der auf seiner Rückseite mit Permanent­ magneten (62) versehen ist, ist drehfest auf einer Antriebs­ welle (63) angeordnet, die in einem Gehäuse (64) gelagert ist. Die Antriebswelle (63) wird mittels eines Ritzels (65) eines nicht dargestellten Antriebsmotors, eines Schrittmo­ tors, über eine vereinfachte Form eines Schraubengetriebes angetrieben. Das Ritzel (65) kämmt mit einem als Hohlrad aus­ gebildeten, auf der Antriebswelle (63) gelagerten Zahnrad (66). Innerhalb dieses Zahnrades (66) ist ein drehfest mit der Antriebswelle (63) verbundenes Antriebsrad (67) mittels eines Gleitlagers (68) gelagert. Das Antriebsrad (67) ist auf seinem Umfang mit einer wendelförmigen Nut (69) versehen, in die ein in dem Zahnrad (66) angebrachter Stift (70) ein­ greift.
Die Antriebswelle (63) ist in den lagern des Gehäuses (64) axial verschiebbar. Ebenso ist das Antriebsrad (67) innerhalb des Zahnrades (66) verschiebbar. Die axiale Position der An­ triebswelle (63) in Richtung zu einem nicht dargestellten ge­ genüberliegenden Spannerteller ist mittels einer Scheibe (71) fixiert, die Bestandteil eines Freilaufes (72) ist. Die Scheibe (71) besitzt einen spiralförmig gestalteten Umfang, der in einem zahnartigen Vorsprung (73) ausläuft. Die Scheibe (71) ist innerhalb einer Schwinge (74) angeordnet, die um ei­ ne zur Welle (63) parallele Achse (75) verschwenkbar an dem Gehäuse (64) gelagert ist. Die Schwinge (74) besitzt eine ge­ gensinnig zur Umfangsfläche der Scheibe (71) spiralige Innen­ kontur, die ebenfalls in einem zahnförmigen Ansatz (76) en­ det. In einem Drehsinn (entgegen dem Uhrzeigersinn in Fig. 6) kann die Scheibe (71) frei innerhalb der Schwinge (74) rotie­ ren. Bei Umkehr der Drehrichtung läuft der zahnartige Ansatz (73) der Scheibe (71) gegen den zahnartigen Ansatz (76) der Schwinge an, so daß ein weiteres Drehen der Antriebswelle (63) in dieser Drehrichtung gesperrt ist. Wird das Zahnrad (66) weiter in diesem dem normalen Drehsinn entgegengerichte­ ten Drehsinn angetrieben, so wandert der Stift (70) in der wendelförmigen Nut (69) des nicht rotierenden Antriebsrades (67), so daß dadurch das Antriebsrad (67) mitsamt der Welle (63) und dem Spannteller (61) in axialer Richtung bewegt wird. Wird der Drehsinn des Antriebsmotors und damit des Zahnrades (66) wieder umgekehrt, so läuft der Stift (70) zu­ nächst in der wendelförmigen Nut (69) bis zu seiner Endposi­ tion oder Anschlagposition zurück, so daß dann das Antriebs­ rad (67) und damit die Antriebswelle (63) und der Spannteller (61) zunächst ohne zu rotieren in axialer Richtung zurück in die Betriebsposition geschoben werden. Um dieses axiale Ver­ schieben in die Betriebsposition zu unterstützen, kann in nicht näher dargestellter Weise zwischen dem Stirnende des Antriebsrades (67) und einer radialen Wand des Zahnrades (66) eine Druckfeder angeordnet werden. Bei diesem Ausführungsbei­ spiel sind somit die Elemente, die bei Umkehr der Drehrich­ tung des Antriebsmotors sich relativ zueinander verdrehen und dabei die Verdrehbewegung in eine axiale Bewegung umsetzen, das Zahnrad (66) und das Antriebsrad (67), d. h. Elemente des Antriebsmechanismus, die auch während des Betriebes die An­ triebskraft übertragen.
Um eine Verdrehung der beiden Elemente der Ausführungsbei­ spiele nach Fig. 1 bis 6 in eine axiale Bewegung umzusetzen, sind auch andere Getriebeverbindungen o. dgl. möglich. Bei­ spielsweise kann vorgesehen werden, daß eines der Elemente das andere Element hülsenförmig umgreift, wobei eines der Elemente mit einem Führungsschlitz und das andere Element mit einem Führungsstift versehen sind. Auch in diesem Fall wird ein vereinfachtes Schraubengetriebe, ähnlich Fig. 5 und 6, erhalten.

Claims (11)

1. Vorrichtung zum Zurückziehen und Vorschieben eines Fa­ denbehandlungselementes relativ zu einem Fadenlauf ei­ ner Textilmaschine mit einem das Fadenbehandlungsele­ ment mit einem Antriebsmotor verbindenden Antriebsme­ chanismus, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsme­ chanismus (2) durch Zurückdrehen des Antriebsmotors (19, 56) entgegen seinem normalen Drehsinn gegeneinan­ der verdrehbare Elemente (20, 22; 29, 31; 57, 59; 66, 67) enthält, von welchen eines im Rückdrehsinn mit dem Antriebsmotor gekuppelt und das andere im Rückdrehsinn gegen Drehen gesperrt ist, und daß die beiden Elemente in axialer Richtung mittels Abstützmitteln (26, 27; 33, 34; 69, 70) gegeneinander abgestützt sind, die ein ge­ geneinander Verdrehen der Elemente in eine auf das Fa­ denbehandlungselement (10, 43, 61) übertragene Axialbe­ wegung umsetzen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Abstützmittel Wendelflächen (26, 27) vorgesehen sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die beiden Elemente (20, 22; 29, 31; 57, 59; 66, 67) in axialer Richtung aufeinanderzu mittels eines Federmittels (23, 36, 60) belastet sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Elemente (20, 22; 39, 31; 57, 59; 66, 67) koaxial zueinander auf einer das Fadenbehandlungselement (10, 43, 61) antreibenden Welle (13, 48, 63) angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Fadenbehandlungselement (10) axial verschiebbar zu der Welle (13) angeordnet und in axialer Richtung mittels eines der Elemente (22, 31) mitnehmbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Fadenbehandlungselement (43, 61) in axialer Richtung zu einer Welle (48, 63) fixiert ist, die mitsamt einem der Elemente (57, 67) in axialer Richtung verschiebbar gelagert ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Element (22, 31, 59) unverdreh­ bar in einem Gehäuse (16, 51) gehalten ist, und daß das andere Element (20, 29, 57) mittels eines entgegen dem normalen Drehsinn sperrenden Freilaufs (21, 30, 58) mit dem Antriebsmotor (19) gekoppelt ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Elemente (66, 67) als eine Schraubgetriebestufe des Antriebsmechanismus aus­ gebildet sind, die zwischen dem Antriebsmotor und einer drehfest mit dem Fadenbehandlungselement (61) verbunde­ nen Welle (63) angeordnet sind, und daß die Welle, die mit einem der Elemente (67) drehfest verbunden ist, mittels eines Freilaufes (72) gegen ein Zurückdrehen gesperrt ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß von dem entgegen dem normalen Dreh­ sinn mit dem Antriebsmotor gekuppelten Elementen (29) ein Antrieb (39, 40, 41) für eine Hilfseinrichtung (38) abgeleitet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (48, 63) einen Spanntel­ ler (43, 61) einer Fadenspanneinrichtung antreibt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (13) eine Paraffinierrol­ le (10) antreibt.
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