DE19528497A1 - Seilwinde-Bremse - Google Patents
Seilwinde-BremseInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66D—CAPSTANS; WINCHES; TACKLES, e.g. PULLEY BLOCKS; HOISTS
- B66D1/00—Rope, cable, or chain winding mechanisms; Capstans
- B66D1/60—Rope, cable, or chain winding mechanisms; Capstans adapted for special purposes
- B66D1/74—Capstans
- B66D1/7405—Capstans having two or more drums providing tractive force
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Guides For Winding Or Rewinding, Or Guides For Filamentary Materials (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Seilwinde-Bremse zum Antreiben und Abbremsen
von Seilen, insbesondere von drallempfindlichen Leiterseilen, mit inte
grierten Lichtwellenleitern mit den im Oberbegriff des Anspruches 1 ange
gebenen Merkmalen. Zur Bezeichnung "Seilwinde-Bremse" ist darauf hinzu
weisen, daß sich diese auf dem einschlägigen Gebiet der vorliegenden Er
findung eingebürgert hat und eine Vorrichtung zum definierten Manipulie
ren eines Seiles kennzeichnet, die als solche sowohl als Seilwinde - also
zum Ziehen eines Seiles - als auch Seilbremse - also zum Bremsen eines
Seiles gegen einen Zug - verwendet werden kann. Wenn im folgenden also
jeweils von "Seilwinde" bzw. "Seilbremse" die Rede ist, so ist jeweils ein
und dieselbe Vorrichtung gemeint, die im konkreten Fall eine Winden
bzw. Bremsfunktion ausübt.
Grundsätzlich werden derartige Seilwinden-Bremsen beispielsweise beim
Aufziehen neuer Leiterseile an Hochspannungsfreileitungen verwendet. Als
Zugseil wird hierfür entweder ein Stahlseil bei neu aufzuziehenden Frei
leitungen oder das alte, auszutauschende Leitseil bei schon bestehenden
Leitungen als Vorseil verwendet. Am zweiten Ende der Freileitung wird
das auszutauschende Seil über eine Seilwinde der gattungsgemäßen Art
geführt, mit deren Hilfe das Vorseil bzw. das alte Seil abgezogen und
gleichzeitig das neue Seil aufgezogen werden. Dies geschieht durch einen
definierten Antrieb der Seilwinde, wobei das Vorseil auf eine der Seilwin
de nachgeordnete Trommel aufgewickelt wird.
Damit das Zugseil und das aufzuziehende neue Seil im Verlauf der Frei
leitung nicht unkontrolliert durchhängen, muß das mit dem Vorseil ver
bundene neue Seil im Bereich des ersten Freileitungsendes kontrolliert ge
bremst werden, wozu es über eine gattungsgemäße Seilbremse geführt
wird.
Die bekannten Seilwinden-Bremsen weisen nun zwei Rillenräder auf, die in
Hauptlaufrichtung des Seiles hintereinander angeordnet und in ihrer Um
fangsfläche mit mehreren umlaufenden, axial nebeneinander liegenden Ril
len versehen sind. Die Rotationsachsen der Rillenräder sind dabei quer
zur Hauptlaufrichtung des Seiles in einer gemeinsamen horizontalen Ebene
angeordnet.
Um dabei den im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen Seilverlauf zu
ermöglichen, wonach das anzutreibende bzw. zu bremsende Seil mehrfach
entsprechend der Rillenanzahl gemeinsam um die beiden Rillenräder
herumläuft und dabei wechselweise von Rad zu Rad jeweils sukzessive von
Rille zu Rille fortschreitend im Bereich der aneinander abgewandten, au
ßenseitig liegenden Abschnitte der Rillenradumfangsflächen über einen Um
schlingungswinkel von 180° in der entsprechenden Rille einliegt, weisen
die beiden Rillenräder einen Querversatz zueinander auf, der der halben
Rillenbreite entspricht. Damit wird der beschriebene, gewindeähnliche Um
lauf des Seiles um die beiden Rillenräder ermöglicht.
Dabei ist jedoch von Nachteil, daß durch den beschriebenen Querversatz
das Seil beim Überwechseln von einer Rille des einen Rillenrades zur ent
sprechenden Rille des zweiten Rillenrades nicht geradlinig direkt in den
Rillengrund einläuft, sondern einen Schrägverlauf aufweist. Zudem läuft
dadurch das Seil im Bereich der Rillenflanke - also seitlich - in die Ril
le ein und wird durch die im Bereich der Seilwinde-Bremse herrschende
Zugspannung unter Drehung oder sogenanntem "Drall" in die tiefste Stelle
des Rillengrundes eingepreßt. Bei jedem Übergang von Rillenrad zu Ril
lenrad wird dieser Drall verstärkt, so daß das Seil nach dem Durchlaufen
der Seilwinde-Bremse erheblich in sich verdrillt ist.
Dies ist insbesondere bei drallempfindlichen Leiterseilen, wie z. B. Leiter
seilen mit integrierten Lichtwellenleitern oder Leiterseilen aus nicht ein
wandfreier Fertigung mit etwas loser Außenlage von erheblichem Nachteil.
Erstere werden in zunehmendem Maße für die sogenannten "Erdungsseile"
zwischen den Spitzen von Freileitungsmasten verwendet, damit die Eigner
der Freileitungen - also in erster Linie die Energieversorgungsunterneh
men - eigene Kommunikationsnetze aufbauen können. Werden solche Draht
seile mit integrierten Lichtwellenleitern einem großen Drall ausgesetzt,
besteht die erhebliche Gefahr, daß der Lichtwellenleiter beschädigt wird
und die Kommunikationsleitung dadurch nicht einwandfrei arbeitet.
Bei Leiterseilen mit losen Außenlagen kann der geschilderten Drall zu ei
nem Aufbauschen der Außenlage führen.
Ein weiterer, durch den geschilderten Seilverlauf bei den herkömmlichen
Seilwinden-Bremsen hervorgerufener Nachteil besteht darin, daß durch die
schräg in die Rillen einlaufenden Seile der Rillengrund einem Verschleiß
ausgesetzt ist, was die Standzeit der Rillenräder beeinträchtigt.
Ausgehend von der geschilderten Problematik liegt der Erfindung die Auf
gabe zugrunde, eine Seilwinde-Bremse zu schaffen, bei der die beiden
Rillenräder so angeordnet sind, daß der Schrägverlauf beim Wechsel des
Seilverlaufs von Rillenrad zu Rillenrad zumindest erheblich reduziert wird
und das Seil damit keinen die Seilqualität relativ beeinflussenden Drall
mehr erhält.
Die Lösung dieser Aufgabe ist im Kennzeichnungsteil des Anspruches 1 an
gegeben, wonach die beiden Rillenräder mit ihren Rotationsachsen ver
schränkt zueinander angeordnet sind. Durch diese verschränkte Anordnung
brauchen die beiden Rillenräder keinen Rillenversatz mehr zueinander
aufweisen, um den gewindeähnlichen Lauf des Seiles um die beiden Ril
lenräder herum zu erzielen. Damit kann der Schrägverlauf des Seiles so
weit reduziert werden, daß es beim Übergang von Rillenrad zu Rillenrad
keinen die Seilqualität negativ beeinflussenden Drall mehr erhält.
Gemäß der bevorzugten Ausführungsform nach Anspruch 2 ist eines der
beiden Rillenräder mit seiner Rotationsachse quer zur Hauptlaufrichtung
des Seiles horizontal und das andere Rillenrad mit seiner Rotationsachse
in einer vertikal und quer zur Hauptlaufrichtung des Seiles laufenden
Kippebene um einen spitzen Winkel verkippt angeordnet. Der Kippwinkel
ist in Abhängigkeit des Rillenraddurchmessers und der Rillenbreite aus
zulegen und beträgt wenige Grad, beispielsweise etwa 2° bis 3° (Anspruch
4).
Eine optimale Seil- und Rillenschonung ergibt sich durch die bevorzugte
Ausführungsform nach Anspruch 3, wonach die beiden Rillenräder mit ih
ren Rotationsachsen derart verschränkt zueinander angeordnet sind, daß
die Rillen am Zenit der beiden Rillenräder um eine Rillenbreite versetzt
in Hauptlaufrichtung des Seiles gesehen miteinander fluchten und am
Tiefstpunkt der beiden Rillenräder ohne Versatz in Hauptlaufrichtung des
Seiles gesehen miteinander fluchten. Durch diese Anordnung läuft das Seil
von Rillenrad zu Rillenrad geradlinig aus der entsprechenden Rille des
einen Rades aus und ebenso ohne seitlichen Versatz jeweils in die tiefste
Stelle des Rillengrundes der entsprechenden Rille des anderen Rades ein.
Das Seil erhält also keinen Drall - außer einer geringen Eigendrehung
des Seiles unter Last - wodurch eine optimale Seilschonung stattfindet.
Auch ein Aufbauschen einer losen Außenlage eines nicht einwandfrei ge
fertigten Leiterseiles wird dadurch vermieden. Weiterhin wird die Stand
zeit der Seilwinde-Bremse erhöht, da das Seil nicht im Bereich der Ril
lenflanke, sondern direkt in den Rillengrund einläuft.
Anspruch 5 kennzeichnet eine vorteilhafte Anordnung der Kippachse des
verkippten Rillenrades.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sind der nach
folgenden Beschreibung entnehmbar, in der ein Ausführungsbeispiel des
Erfindungsgegenstandes anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläu
tert wird. Es zeigen
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Seilbremse gemäß der Erfindung quer zur
Hauptlaufrichtung des Seiles,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Seilbremse gemäß Pfeilrichtung II nach
Fig. 1, sowie
Fig. 3 und 4 Draufsichten auf die Seilbremse aus Pfeilrichtung III nach
Fig. 1 mit und ohne eingezeichnetem Seilverlauf.
Wie aus Fig. 1 deutlich wird, weist die gezeigte Seilbremse einen aus
Stahlhohlprofilen bestehenden, rahmenförmigen Lagerbock 1 mit zwei Verti
kalprofilen 2, 3 und einem deren obere Enden verbindenden Horizontalpro
fil 4 auf. Mit den beiden Vertikalprofilen 2, 3 ist die Seilbremse bei
spielsweise an einem geeigneten Fahrgestell befestigt.
Das Horizontalprofil 4 trägt an seinen beiden aneinander abgewandten En
den jeweils ein Lagerteil 5, 6, in denen die beiden Rillenräder 7, 8 mit
ihren Nabenkörpern 9, 10 (siehe Fig. 2 bis 4) um eine jeweilige Rota
tionsachse 11, 12 drehbar gelagert sind. Die Lagerung innerhalb der La
gerteile 5, 6 ist wie aus dem Stand der Technik bekannt ausgebildet und
daher der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt. Auch die im Bereich
der Lagerteile 5, 6 eingebauten Radnabenmotoren für die Rillenräder 7, 8
entsprechen dem Stand der Technik und sind daher nicht eigens gezeigt.
Am einlaufseitigen Lagerteil 5 ist an dessen Außenseite eine nach oben
verlaufende Vertikalstrebe 13 befestigt, die an ihrem freien Ende eine üb
liche Seilführungsvorrichtung 14 mit einer unteren und einer oberen Füh
rungsrolle 15, 16 sowie zwei seitlichen, nach oben weisenden Führungsrol
len aufweist, von denen nur die eine Führungsrolle 17 in Fig. 1 sichtbar
ist. Die vier Führungsrollen 15, 16, 17 bilden ein "Seilführungsfenster"
durch das das zu bremsende Seil S mit seinem einlaufenden Seiltrum 18
hindurchläuft.
Am auslaufseitigen Lagerteil 6 ist eine ebenfalls nach oben laufende Ver
tikalstrebe 19 vorgesehen, die an ihrem freien Ende eine Abstütz- und
Peilhilfe 20 für das auslaufende Seiltrum 21 aufweist. Die Abstütz- und
Peilhilfe 20 weist eine horizontal und quer zur Hauptlaufrichtung H des
Seiles S angeordnete Auflagerolle 22 sowie zwei seitliche, in Hauptlauf
richtung H betrachtet V-förmig stehende Peilschenkel auf, von denen nur
der eine Peilschenkel 23 in Fig. 1 erkennbar ist.
Beide Rillenräder 7, 8 sind identisch ausgebildet und weisen in ihren
Umfangsflächen jeweils vier umlaufende, axial nebeneinander liegende Ril
len 24 bzw. 25 auf, die im Querschnitt etwa halbkreisförmig ausgebildet
sind. Um eine genügende Reibkraft auf das Seil S ausüben zu können,
sind die Rillen 24, 25 durch entsprechende Gummieinsätze am jeweiligen
Rillenrad 7, 8 gebildet, was aus dem Stand der Technik bekannt ist und
daher nicht näher in den Zeichnungen dargestellt ist.
Wie insbesondere aus Fig. 2 deutlich wird, sind die beiden Rillenräder 7,
8 mit ihren Rotationsachsen 11, 12 verschränkt zueinander angeordnet. Die
Rotationsachse 11 des einlaufseitigen Rillenrades 7 ist quer zur Haupt
laufrichtung H des Seiles S horizontal angeordnet. Das auslaufseitige Ril
lenrad 8 ist mit seiner Rotationsachse 12 in einer vertikal und quer zur
Hauptlaufrichtung H des Seiles S verlaufenden Kippebene K (siehe Fig. 1)
um einen spitzen Kippwinkel W verkippt zur Horizontalen angeordnet. Bei
einem Rillenraddurchmesser D von 1.100 mm und einer Rillenbreite b von
45 mm beträgt der Kippwinkel W vorzugsweise 2,34°. Ferner ist die Kipp
achse A der Rotationsachse 12, die horizontal in Hauptlaufrichtung H des
Seiles S verläuft und die Rotationsachse 11 des einlaufseitigen Rillenrades
7 schneidet, mittig bezogen auf die Breite B des Rillenrades 8 angeord
net.
Durch die beschriebene Verkippung des Rillenrades 8 gegenüber dem Ril
lenrad 7 stehen diese beiden Räder so zueinander, daß die Rillen 24 bzw.
25 am Zenit 26 bzw. 27 der beiden Rillenräder 7, 8 um eine Rillenbreite
b versetzt in Hauptlaufrichtung H des Seiles S gesehen miteinander fluch
ten (s. Fig. 2 und 4).
Am jeweiligen Tiefstpunkt 28, 29 der beiden Rillenräder 7, 8 fluchten die
Rillen 24, 25 jeweils ohne Versatz in Hauptlaufrichtung H des Seiles S ge
sehen miteinander.
Aus den Fig. 1, 3 und 4 wird der Seilverlauf, der sich aufgrund der
vorstehenden Anordnung der beiden Rillenräder 7, 8 ergibt, deutlich:
Das einlaufende Seiltrum 18 läuft durch die Seilführungsvorrichtung 14 schräg von oben in die äußerste Rille 25.1 des auslaufseitigen Rillenrades 8 ein. Dabei ist zu ergänzen, daß die Seilführungsvorrichtung 14 mit ih ren Rollen 15, 16, 17 in der in Fig. 1 gezeigten Ebene E, die um einen kleinen spitzen Winkel in Hauptlaufrichtung H des Seiles aus der Verti kalen geneigt liegt, zusätzlich um den Kippwinkel W nach außen gekippt ist. Dies bedeutet, daß die untere und obere Führungsrolle 15, 16 um den Kippwinkel W gegenüber der Horizontalen geneigt und die vertikalen Rol len (von denen nur die Rolle 17 in Fig. 1 erkennbar ist) ebenfalls um den Kippwinkel W gegenüber der Vertikalen geneigt nach außen hängen. Damit ist ein geradliniger Einlauf des Seiltrums 18 in die äußerste Rille 25.1 des auslaufseitigen Rillenrades 8 gewährleistet. In dieser Rille wird das Seil S über einen Umschlingungswinkel U von 180° nach unten zum Tiefstpunkt 29 diesen Rillenrades 8 herumgeführt. Dort fluchtet die äußer ste Rille 24.1 des einlaufseitigen Rillenrades 7 exakt mit der Rille 25.1 des zweiten Rillenrades 8, wodurch das Seil S im Bereich des Seiltrums 30 geradlinig und ohne Drall von der Rille 25.1 in die Rille 24.1 überge führt wird. Danach wird das Seil S auf dem außenseitig liegenden Ab schnitt des Rillenrades 7 wiederum über einen Umschlingungswinkel U von 180° nach oben geführt, bis es den Zenit 26 des Rillenrades 7 erreicht. Dort fluchtet die Rille 24.1 exakt mit der zweitäußersten Rille 25.2 des auslaufseitigen Rillenrades 8, so daß im Bereich des Seiltrums 31 das Seil S exakt geradlinig von der Rille 24.1 in die Rille 25.2 übergeführt wird. Von dort läuft es wieder nach unten zum Tiefstpunkt 29 des Rillenrades 8, wo es wiederum exakt geradlinig zur nächstinneren Rille 24.2 des ein laufseitigen Rillenrades 7 überwechselt. Der exakt geradlinige Übergang des Seiles S setzt sich wechselweise von Rillenrad 7 zu Rillenrad 8 und zurück und entsprechend sukzessive über die Rillen 24.2, 25.3, 24.3, 25.4 und 24.4 fort. Von dieser letzten Rille 24.4 im einlaufseitigen Rillenrad 7 ausgehend läuft das Seil S mit seinem Seiltrum 21 durch die Abstütz- und Peilhilfe 20 schräg nach oben aus.
Das einlaufende Seiltrum 18 läuft durch die Seilführungsvorrichtung 14 schräg von oben in die äußerste Rille 25.1 des auslaufseitigen Rillenrades 8 ein. Dabei ist zu ergänzen, daß die Seilführungsvorrichtung 14 mit ih ren Rollen 15, 16, 17 in der in Fig. 1 gezeigten Ebene E, die um einen kleinen spitzen Winkel in Hauptlaufrichtung H des Seiles aus der Verti kalen geneigt liegt, zusätzlich um den Kippwinkel W nach außen gekippt ist. Dies bedeutet, daß die untere und obere Führungsrolle 15, 16 um den Kippwinkel W gegenüber der Horizontalen geneigt und die vertikalen Rol len (von denen nur die Rolle 17 in Fig. 1 erkennbar ist) ebenfalls um den Kippwinkel W gegenüber der Vertikalen geneigt nach außen hängen. Damit ist ein geradliniger Einlauf des Seiltrums 18 in die äußerste Rille 25.1 des auslaufseitigen Rillenrades 8 gewährleistet. In dieser Rille wird das Seil S über einen Umschlingungswinkel U von 180° nach unten zum Tiefstpunkt 29 diesen Rillenrades 8 herumgeführt. Dort fluchtet die äußer ste Rille 24.1 des einlaufseitigen Rillenrades 7 exakt mit der Rille 25.1 des zweiten Rillenrades 8, wodurch das Seil S im Bereich des Seiltrums 30 geradlinig und ohne Drall von der Rille 25.1 in die Rille 24.1 überge führt wird. Danach wird das Seil S auf dem außenseitig liegenden Ab schnitt des Rillenrades 7 wiederum über einen Umschlingungswinkel U von 180° nach oben geführt, bis es den Zenit 26 des Rillenrades 7 erreicht. Dort fluchtet die Rille 24.1 exakt mit der zweitäußersten Rille 25.2 des auslaufseitigen Rillenrades 8, so daß im Bereich des Seiltrums 31 das Seil S exakt geradlinig von der Rille 24.1 in die Rille 25.2 übergeführt wird. Von dort läuft es wieder nach unten zum Tiefstpunkt 29 des Rillenrades 8, wo es wiederum exakt geradlinig zur nächstinneren Rille 24.2 des ein laufseitigen Rillenrades 7 überwechselt. Der exakt geradlinige Übergang des Seiles S setzt sich wechselweise von Rillenrad 7 zu Rillenrad 8 und zurück und entsprechend sukzessive über die Rillen 24.2, 25.3, 24.3, 25.4 und 24.4 fort. Von dieser letzten Rille 24.4 im einlaufseitigen Rillenrad 7 ausgehend läuft das Seil S mit seinem Seiltrum 21 durch die Abstütz- und Peilhilfe 20 schräg nach oben aus.
Durch die dargestellte Seilbremse wird das Seil S gegen die auslaufseitig
wirkende Zugkraft Z definiert abgebremst.
Claims (6)
1. Seilwinde-Bremse zum Antreiben bzw. Abbremsen von Seilen, insbeson
dere von drallempfindlichen Leiterseilen mit integrierten Lichtwellen
leitern, mit
- - einem Lagerbock (1)
- - zwei daran in Hauptlaufrichtung (H) des Seiles (S) hintereinander an geordneten Rillenrädern (7, 8), die in ihrer Umfangsfläche mit mehreren umlaufenden, axial nebeneinander liegenden Rillen (24, 25) versehen sind und die definiert angetrieben bzw. gebremst sind, wobei das an zutreibende bzw. zu bremsende Seil (S) mehrfach entsprechend der Ril lenanzahl gemeinsam um die beiden Rillenräder (7, 8) herumläuft und dabei wechselweise von Rillenrad (7) zu Rillenrad (8) jeweils sukzes sive von Rille (24) zu Rille (25) fortschreitend im Bereich der aneinan der abgewandten, außenseitig liegenden Abschnitte der Rillenrad-Um fangsflächen über einen Umschlingungswinkel (U) von 180° in der ent sprechenden Rille (24, 25) einliegt,
dadurch gekennzeichnet daß
die beiden Rillenräder (7, 8) mit ihren Rotationsachsen (11, 12) derart
verschränkt zueinander angeordnet sind, daß das Seil (S) beim Übergang
von Rillenrad (7) zu Rillenrad (8) einen soweit reduzierten Schrägverlauf
aufweist, daß es dabei keinen die Seilqualität negativ beeinflussenden
Drall mehr erhält.
2. Seilwinde-Bremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eines
der beiden Rillenräder (7, 8) mit seiner Rotationsachse (11) quer zur
Hauptlaufrichtung (H) des Seiles horizontal und das andere Rillenrad (8)
mit seiner Rotationsachse (12) in einer vertikal und quer zur Haupt
laufrichtung (H) des Seiles (S) verlaufenden Kippebene (K) um einen spit
zen Kippwinkel (W) verkippt angeordnet sind.
3. Seilwinde-Bremse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Rillenräder (7, 8) mit ihren Rotationsachsen (11, 12) derart
verschränkt zueinander angeordnet sind, daß die Rillen (24, 25) am Zenit
(26, 27) der beiden Rillenräder (7, 8) um eine Rillenbreite (b)
versetzt in Hauptlaufrichtung (H) des Seiles gesehen miteinander fluchten
und am Tiefstpunkt (28, 29) der beiden Rillenräder (7, 8) ohne Versatz
in Hauptlaufrichtung (H) des Seiles gesehen miteinander fluchten.
4. Seilwinde-Bremse nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kippwinkel (W) in Abhängigkeit des Rillenraddurchmessers (D) und
der Rillenbreite (b) wenige Grad, vorzugsweise 2° bis 3° beträgt.
5. Seilwinde-Bremse nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Kippachse (A) des verkippten Rillenrades (8) mittig
bezogen auf die Breite (B) des Rillenrades (8) liegt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995128497 DE19528497A1 (de) | 1995-08-03 | 1995-08-03 | Seilwinde-Bremse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995128497 DE19528497A1 (de) | 1995-08-03 | 1995-08-03 | Seilwinde-Bremse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19528497A1 true DE19528497A1 (de) | 1997-02-06 |
Family
ID=7768581
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995128497 Withdrawn DE19528497A1 (de) | 1995-08-03 | 1995-08-03 | Seilwinde-Bremse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19528497A1 (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| FR2777555A1 (fr) * | 1998-04-21 | 1999-10-22 | Odim Holding Asa | Unite de detente de contraintes |
| WO2000010903A1 (en) * | 1998-08-18 | 2000-03-02 | Rapp Hydema As | Pull winch |
| US20230135307A1 (en) * | 2021-10-29 | 2023-05-04 | Hall Labs Llc | Winch |
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| GB1425016A (en) * | 1972-10-24 | 1976-02-18 | Donkin Co Ltd | Winch arrangement |
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1995
- 1995-08-03 DE DE1995128497 patent/DE19528497A1/de not_active Withdrawn
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| WO2000010903A1 (en) * | 1998-08-18 | 2000-03-02 | Rapp Hydema As | Pull winch |
| US20230135307A1 (en) * | 2021-10-29 | 2023-05-04 | Hall Labs Llc | Winch |
| US12391524B2 (en) * | 2021-10-29 | 2025-08-19 | Hall Logic, Inc. | Winch |
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |