DE1952852A1 - Zuschneideverfahren - Google Patents
ZuschneideverfahrenInfo
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Description
P + .Gm 69/405
Zuschneideverfahren
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum maschinellen
Zuschneiden von textilen Stoffbahnen, wobei die Stoffbahnen während des Zuschnittes auf einem porösen Stoffträger
mittels Saugluft festgehalten werden.
Es sind verschiedene Vorrichtungen für das maschinelle Zuschneiden bereits bekannt, bei denen nach einem vorgegebenen
Schnittmuster, sei es in Form einer Zeichnung, die von Hand (USA 1.546.934) oder fotoelektrisch
(OS 1.460.140) abgetastet wird, oder in Form einer Lochkarte oder Lochstreifens (CH 89.100),der Stoff zugeschnitten
wird. Je nach Art der Vorrichtung wird dem Stoff mittels eines bewegten Stoffträgers eine gesteuerte Vorschubbewegung
gegenüber dem Schneidorgan erteilt (OS 1.460.141) oder der Stoff liegt auf einem ortsfesten Stoffträger auf, und das
Schneidwerkzeug führt sämtliche für den Schnitt erforderlichen Bewegungen aus (US 3.245.295).
Für den maschinellen Zuschnitt ist es von außerordentlich großer Bedeutung, daß der zu schneidende Stoff in seiner
Lage während seines Zuschnittes absolut festgehalten wird, da andernfalls eine relative Verschiebung vom Stoff gegenüber
der die Schnittbewegung steuernden Schablone oder Abtastvorlage zu Fehlschnitten führt. Üblicherweise erfolgt
das Festhalten des Stoffes auf dem bewegten oder auch stillstehenden Stoffträger mittels Saugluft. Das hat zwar den
Vorteil, daß der Stoff gleichmäßig und gerade auch im Schnittbereich des Schneidorgans auf einfache Weise festgehalten
werden kann. Das Festhalten des Stoffes mittels Saugluft ist
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jedoch stark von der jeweiligen luftdurchlässigkeit der
textlien Stoffbahn abhängig. Außerdem wird bei mehreren übereinanderliegenden Stoffbahnen meist die oberste Stoffbahn
weniger gut festgehalten als die untere. Es läßt sich zwar diese Ungleichmäßigkeit des Pesthaltens durch eine
Regulierung der Stärke des luftstromes in einem gewissen Rahmen ausgleichen. Is ist aber trotzdem nicht zu vermeiden,
daß der luftverbrauch und die erforderliche Saugleistung dann erheblich ansteigen und beim Schnitt der Stoff durch
das Schneidorgan verschoben oder auch mitgerissen wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Fachteile zu vermeiden und ein einwandfreies festhalten der Stoffbahnen während
des maschinellen Zuschnittes mittels Saugluft zu erreichen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die
Stoffbahnen während des Zuschnittes mit einer Folie abgedeckt werden, die eine wesentlich geringere luftdurchlässigkeit
als die Stoffbahnen aufweist. Hierdurch ergibt sich ein Festhalten des Stoffes unabhängig von dessen jeweiliger Luftdurchlässigkeit
und der Saugluftbedarf wird verringert. Wird auf die Stoffbahnen eine durchgehende Folie aufgelegt und
zusammen mit den Stoffbahnen zerschnitten, so ist ein sicheres Niederhalten des Stoffes auch im unmittelbaren Bereich des
Schneidorgans gewährleistet. Um ein Verrutschen der Folie auf dem Stoff, insbesondere bei sehr glatten Stoffbahnen zu verhindern,
werden die Stoffbahnen mit einer Folie abgedeckt, deren auf dem Stoff aufliegende Seite eine rauhe Oberfläche
aufweist.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der Zeichnungen beschrieben. Es zeiger
Fig. 1 das Auflegen von zwei endlosen Folien gemäß der
Erfindung^
Fig. 2 das Auflegen eiusr durchgehenden Folie.
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Das erfindungsgemäße Verfahren geht von der Erkenntnis aus, daß das Festhalten von Stoffbahnen auf einem luftdurchlässigen
Stoffträger mittels Saugluft von der Luftdurchlässigkeit der Stoffbahnen abhängig ist. Je geringer die Luftdurchlässigkeit
ist, desto besser wird der Stoff angesaugt und festgehalten. Bekanntlich schwankt aber die Luft durchlässigkeit der Stoffbahnen
sehr, je nachdem ob es sich um grobe oder feine Gewebe handelt. Auch das Material spielt hierbei eine Rolle. Bei
mehreren übereinander gelegten Stoffbahnen werden die unteren Stoffbahnen stärker, die oberen meist zu wenig festgehalten,
so daß sie üich beim Schneiden verschieben können. Diese
unterschiedliche Luftdurchlässigkeit läßt sich auf sehr einfache Weise dadurch beheben, daß auf die zu schneidenden Stoffbahnen
eine Folie aufgelegt wird, die wenig oder gar nicht luftdurchlässig ist. Auf jeden Fall muß die Folie eine wesentlich
geringere Luftdurchlässigkeit als die Stoffbahnen aufweisen. Der durch die Stoffbahnen hindurchdringende Saugluftstrom
erfaßt diese Folie und saugt diese auf die Stoffbahnen, die auf diese Weise zwischen der Folie und dem Stoffträger
geklemmt werden. Die Saugwirkung wird dadurch so verstärkt, daß die Saugluftmenge sogar gedrosselt werden kann. Selbst
sehr lockere, fast netzartige Stoffe können auf diese Weise mit Sicherheit festgehalten werden.
In Fig. 1 liegen die Stoffbahnen 1 und 11 auf einem perforierten
Stoffträger 2 auf, der gegenüber dem Bandmesser 3 eine Hin- und Herbewegung des Schneidvorschubs ausführt. Auf
den Stoffbahnen sind zu beiden Seiten des Messers 3 je eine
endlose, um Führungswalzen 41 geschlungene Folie 4 und 5 aufgelegt,
die sich mit den Stoffbahnen 1 und 1' zusammen hin- und herbewegen können. Durch stationäre Saugvorrichtungen 6
und 7» die unter dem Stoffträger 2 angeordnet sind, werden
die Folien auf die oberste Stoffbahn 1' gezogen und beide Stoffbahnen 1 und 11 dadurch auf dem Stoffträger 2 festgehalten.
Da das Niederhalten allein durch die angesaugten Folien erfolgt, sind unerwünschte Walk- oder Mangelbewegungen und
Verschiebungen ausgeschlossen.
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In Fig. 2 ist eine durchgehende Folie 51 auf die Stoffbahnen 1 und 1' aufgelegt. Im Bereich des Schneidwerkzeuges
31 ist unter dem Stoffträger 2 eine Saugvorrichtung 61 angeordnet, wodurch die Folie unmittelbar im Bereich des
Schneidwerkzeuges 31 auf die Stoffbahnen niedergedrückt wird. Der Stoffträger 2 wird durch Gleitrollen 42 abgestützt. Diese
Folie 51 wird zusammen mit den Stoffbahnen 1 und 1' geschnitten,
Hierfür hat sich als Folie besonders geeignet ein handelsübliches Seidenpapier, Spezialseiden-Nr. 166, erwiesen, das einseitig
glatt ist und ein Gewicht von 20 g/m aufweist. Dieses Seidenpapier wird mit seiner glatten Seite nach oben und mit
seiner rauhen Seite auf die Stoffbahn 1' aufgelegt, so daß
das Seidenpapier rutschfest auf dem Stoff aufliegt. Die Niederhaltung des Stoffes während des Zuschneidens erfolgt auf diese
Weise vollkommen einv/andfrei auch unmittelbar im Bereich des Messers, so daß das Schneiden selbst komplizierter Ecken oder
schmaler Streifen fehlerfrei möglich ist. Die Ausführung des Schnittes kann stets genau durch die bedienende Person überwacht
werden. Selbst mehrere Stoffbahnen übereinander können einwandfrei ohne Verschiebung geschnitten werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist unabhängig von der Art der Schneidvorrichtung oder sonstigen maschinellen Einrichtungen
anwendbar, gleichgültig ob der Stoffträger bewegt wird oder
feststeht. Es kann überall mit Erfolg angewendet werden, wo der Stoff mittels Saugluft auf einem Stoffträger festgehalten
werden soll und durch Messer- oder Stanzwerkzeuge geschnitten wird. Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird ein absolut
genauer und schnittmustergetreuer maschineller Zuschnitt erreicht.
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Claims (3)
- P + Gm 69/403PatentansprücheVerfahren zum maschinellen Zuschneiden von textlien Stoffbahnen, wobei die Stoffbahnen auf einem porösen oder perforierten Stoffträger mittels Saugluft gehalten werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoffbahnen (1, 11) während des Zuschnittes mit einer Folie (4, 5, 51) abgedeckt werden, die eine wesentlich geringere Luftdurchlässigkeit als die Stoffbahnen (1, 1·) aufweist.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (51) auf die Stoffbahnen (1, 11) durchgehend aufgelegt und zusammen mit den Stoffbahnen (1, 11) zerschnitten wird»
- 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoffbahnen (1, 11) mit einer Folie (4, 5, 51) abgedeckt werden, deren auf dem Stoff aufliegende Seite eine rauhe Oberfläche aufweist.109820/0844
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691952852 DE1952852C3 (de) | 1969-10-21 | Vorrichtung zum maschinellen Zuschneiden von textlien Stoffbahnen | |
| GB4724470A GB1324113A (en) | 1969-10-21 | 1970-10-05 | Method of cutting textile material |
| FR7036710A FR2065318A5 (de) | 1969-10-21 | 1970-10-12 | |
| NL7015354.A NL158458B (nl) | 1969-10-21 | 1970-10-20 | Werkwijze voor het machinaal op maat snijden van banen textiel. |
| US00322698A US3797341A (en) | 1969-10-21 | 1973-01-11 | Method of and apparatus for cutting textile material |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691952852 DE1952852C3 (de) | 1969-10-21 | Vorrichtung zum maschinellen Zuschneiden von textlien Stoffbahnen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1952852A1 true DE1952852A1 (de) | 1971-05-13 |
| DE1952852C3 DE1952852C3 (de) | 1976-02-12 |
Family
ID=
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2136073C1 (ru) * | 1997-04-08 | 1999-08-27 | Акционерное общество открытого типа "Нальчикский завод высоковольтной аппаратуры" | Высоковольтный выключатель нагрузки |
| DE10110645A1 (de) * | 2001-03-06 | 2002-09-19 | Heermann Maschb Gmbh | Vorrichtung zum Drahtschneiden von Werkstücken |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2136073C1 (ru) * | 1997-04-08 | 1999-08-27 | Акционерное общество открытого типа "Нальчикский завод высоковольтной аппаратуры" | Высоковольтный выключатель нагрузки |
| DE10110645A1 (de) * | 2001-03-06 | 2002-09-19 | Heermann Maschb Gmbh | Vorrichtung zum Drahtschneiden von Werkstücken |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL158458B (nl) | 1978-11-15 |
| NL7015354A (de) | 1971-04-23 |
| FR2065318A5 (de) | 1971-07-23 |
| US3797341A (en) | 1974-03-19 |
| GB1324113A (en) | 1973-07-18 |
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Legal Events
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