DE19528696A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung einer Brennkraftmaschine - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung einer BrennkraftmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Steuerung einer Brennkraftmaschine gemäß den Oberbegrif
fen der unabhängigen Ansprüche.
Ein solches Verfahren und eine solche Vorrichtung zur Steue
rung einer Brennkraftmaschine ist beispielsweise aus der
DE-OS 41 05 740 (US 315,976) bekannt. Dort wird ein Verfah
ren zur additiven und multiplikativen Korrektur eines Kenn
feldes beschrieben. Ein erstes Abweichungssignal repräsen
tiert einen additiven und ein zweites Abweichungssignal ei
nen multiplikativen Fehler. Diese additiven und multiplika
tiven Fehler werden durch additive und multiplikative Kor
rekturfaktoren im gesamten Kennfeldbereich berücksichtigt.
Eine solche als globale Korrektur bezeichnete Korrektur von
Kennfeldern liefert nur dann ausreichend genaue Korrektur
werte, wenn das Kennfeld in Bereiche aufgeteilt wird, in de
nen die additiven Fehler dominieren, und in solche Bereiche,
in denen multiplikative Fehler dominieren.
Desweiteren sind auch lokale Korrekturen eines Kennfeldes
bekannt, in dem zu jedem Kennfeldstützpunkt ein Korrektur
wert gelernt wird. Diese Korrekturen sind genauer, weisen
aber den Nachteil auf, daß Unstetigkeiten auftreten, weil
bestimmte Punkte in einem Fahrzyklus bereits gelernt werden
konnten, während in benachbarten Punkten hierfür noch keine
Gelegenheit war. So dauert es beispielsweise sehr lange, bis
nach einem Tankvorgang die geänderten Kraftstoffeigenschaf
ten im gesamten Kennfeld berücksichtigt sind. Da bestimmte
Betriebspunkte nur selten angefahren werden, tritt bei die
sen beim erstmaligen Anfahren zunächst eine funktionale Be
einträchtigung auf. Beispielsweise eine Drehmomentschwäche
oder eine unzulässige Rußemission. Dies erfolgt solange, bis
die Adaption auch in diesem Betriebspunkt erfolgt ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Verfah
ren und einer Vorrichtung zur Steuerung einer Brennkraftma
schine der eingangs genannten Art, eine möglichst einfache
und genaue Adaption eines Kennfeldes zu erzielen.
Diese Aufgabe wird durch die in den unabhängigen Ansprüchen
gekennzeichneten Merkmale gelöst.
Die erfindungsgemäße Vorgehensweise bietet den Vorteil, daß
eine einfache Adaption des Kennfeldes möglich ist, die dort
sehr genau ist, wo es für die Funktionalität benötigt wird.
Vorteilhafte und zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbil
dungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekenn
zeichnet.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsformen erläutert. Es zeigen
Fig. 1
ein Blockdiagramm der erfindungsgemäßen Vorrichtung, Fig. 2
das Korrekturkennfeld und Fig. 3 verschiedene Arbeitsberei
che.
Im folgenden wird die erfindungsgemäße Vorgehensweise am
Beispiel eines Pumpenkennfeldes einer Dieselbrennkraftma
schine beschrieben. Die Erfindung ist aber nicht auf diese
Anwendung beschränkt. Sie kann durch geringe Abänderungen
auch auf andere Brennkraftmaschine oder andere Kennfelder
angewendet werden. Es ist auch möglich, daß anstelle des
Pumpenkennfeldes bei anderen Kennfeldern beispielsweise ei
nem Abgasrückführkennfeld eine entsprechende Korrektur er
folgt.
Mit 100 ist ein erster Steller bezeichnet, der abhängig von
dem ihm zugeführten Ansteuersignal US einer nicht darge
stellten Brennkraftmaschine eine bestimmte Kraftstoffmenge
zumißt. Der mengenbestimmende Steller 100 wird von einem so
genannten Pumpenkennfeld 105 mit dem Signal US beaufschlagt.
Dem Pumpenkennfeld 105 wird als Eingangsgröße das Ausgangs
signal des Verknüpfungspunktes 110 zugeleitet. Am ersten
Eingang des Verknüpfungspunktes 110 steht mit positiven Vor
zeichen ein Ausgangssignal MKS einer Minimalauswahl 120 an.
Der Minimalauswahl 120 wird zum einen das Ausgangssignal MKW
einer Mengenvorgabe 142, die beispielsweise ein Signal FP
eines Fahrpedalstellungsgeber 144 auswertet, zugeführt. Als
zweite Größe wird der Minimalauswahl 120 das Ausgangssignal
einer Rauchbegrenzung 122 und das Ausgangssignal einer
Drehmomentbegrenzung 124 zugeführt. Die Rauchbegrenzung 122
wertet beispielsweise das Ausgangssignal λ eines Lambdasen
sors 130, der die Sauerstoffkonzentration des Abgases er
faßt, und/oder das Ausgangssignal ML eines Luftmengensensors
133 aus. Der Drehmomentbegrenzung 124 wird insbesondere ein
Drehzahlsignal N 136 zugeleitet.
Das Ausgangssignal der Minimalauswahl 120 kann noch weiteren
Regelkreisen zugeführt werden. So wird es beispielsweise ei
nem Spritzbeginnregler 140 zugeleitet, der abhängig von die
sem Mengensignal MKS den gewünschten Einspritzbeginn ein
stellt. Desweiteren kann es einem Abgasrückführregler 145
bzw. einem Luftmengenregler zugeleitet werden. Dieser Regler
umfaßt ebenfalls ein Kennfeld, in dem abhängig von Betriebs
kenngrößen ein Ansteuersignal zur Ansteuerung eines zweiten
Stellers 148 abgelegt ist. Dieser zweite Steller beeinflußt
beispielsweise die angesaugte Luftmenge über eine Abgasrück
führklappe. Der Abgasrückführregler 145 verarbeitet das Aus
gangssignal des Drehzahlsensors 136 und des Lambdasensors
130 und/oder eines Luftmassenmessers. Eine solche Anordnung
ist im wesentlichen bekannt.
Dem zweiten Eingang des Verknüpfungspunktes 110 wird mit ne
gativen Vorzeichen das Ausgangssignal K einer Adaption 115
zugeleitet. Die Adaption verarbeitet das Ausgangssignal ei
nes Verknüpfungspunktes 155 sowie das Drehzahlsignal N des
Drehzahlgebers 136 sowie ein Kraftstoffmengensignal MK, das
von einem Block 157 bereitgestellt wird. Dem Additionspunkt
155 wird zum einen mit negativen Vorzeichen das Ausgangs
signal MKS der Minimalauswahl und mit positiven Vorzeichen
ein Signal MKI einer Mengenberechnung 150 zugeleitet. Der
Mengenberechnung 150 werden als Eingangsgrößen das Lambda
signal λ des Lambdasensors 130 und ein Luftmengensignal MLV
einer Luftmengenvorgabe 152 bzw. des Luftmassensensors 133
zugeleitet.
Das Ausgangssignal K der Adaption 115 wird von einem Korrek
turkennfeld 180 bereitgestellt. Dem Korrekturkennfeld 180
wird das Ausgangssignal eines ersten Reglers 170, eines
zweiten Reglers 172 und eines dritten Reglers 174 zugelei
tet. Der erste Regler 170 steht über ein erstes Schaltmittel
160, der zweite Regler 172 über ein zweites Schaltmittel 162
und der dritte Regler 174 über ein drittes Schaltmittel 164
mit dem Verknüpfungspunkt 155 in Verbindung. Die Schaltmit
tel 160, 162 und 164 werden von einer Adaptionssteuerung 166
abhängig von Betriebskenngrößen angesteuert. Als Betriebs
kenngrößen werden beispielsweise das Drehzahlsignal N und
ein Mengensignal MK verwendet.
Diese Einrichtung arbeitet nun wie folgt:
Abhängig von einem Fahrerwunschsignal FP, das beispielsweise mit einem Fahrpedalsensor 144 erfaßt wird, gibt der Block 142 eine Wunschmenge MKW vor, die dem Fahrerwunsch ent spricht. Diese Wunschmenge wird abhängig von dem Ausgangs signal der Rauchbegrenzung 122 und der Drehmomentbegrenzung 124 auf höchstzulässige Werte begrenzt. Die Rauchbegrenzung 122 ist beispielsweise abhängig von der der Brennkraftma schine zugeführten Luftmenge ML und dem Lambdawert λ, das heißt der Sauerstoffkonzentration des Abgases.
Abhängig von einem Fahrerwunschsignal FP, das beispielsweise mit einem Fahrpedalsensor 144 erfaßt wird, gibt der Block 142 eine Wunschmenge MKW vor, die dem Fahrerwunsch ent spricht. Diese Wunschmenge wird abhängig von dem Ausgangs signal der Rauchbegrenzung 122 und der Drehmomentbegrenzung 124 auf höchstzulässige Werte begrenzt. Die Rauchbegrenzung 122 ist beispielsweise abhängig von der der Brennkraftma schine zugeführten Luftmenge ML und dem Lambdawert λ, das heißt der Sauerstoffkonzentration des Abgases.
Die Drehmomentbegrenzung 124 ist im wesentlichen abhängig
von der Drehzahl. Am Ausgang der Minimalauswahl 120 steht
der Sollwert MKS für die einzuspritzende Kraftstoffmenge MKS
an. Diese Größe kann verschiedenen Reglern zugeführt werden,
die abhängig von dieser Größe beispielsweise den Spritzbe
ginn bzw. die Abgasrückführrate einstellen. Desweiteren wird
diese Größe MKS dem sogenannten Pumpenkennfeld 105 zugelei
tet. Das Pumpenkennfeld setzt das Signal MKS bezüglich der
einzuspritzenden Kraftstoffmenge in ein Ansteuersignal US
für den Steller 100 um, der die einzuspritzende Kraftstoff
menge festlegt.
Aufgrund von Fehlern und Ungenauigkeiten im Bereich der
Kraftstoffzumessung insbesondere des Stellers kann der Fall
eintreten, daß die tatsächlich eingespritzte Kraftstoffmenge
von der gewünschten Kraftstoffmenge MKS abweicht. Ist die
tatsächliche Menge kleiner als der Sollwert MKS, so liefert
die Brennkraftmaschine nicht das gewünschte Drehmoment. Ist
die Menge zu groß, so treten möglicherweise unzulässige Ab
gasemissionen auf.
Um diese Effekte zu vermeiden, wird mittels einer Mengenbe
rechnung 150 die tatsächlich eingespritzte Kraftstoffmenge
MKI bestimmt und im Vergleichspunkt 155 mit der Sollmenge
MKS verglichen. Abhängig von diesem Vergleichsergebnis wird
dann eine Korrekturgröße K bestimmt, die auch als Korrektur
menge K bezeichnet wird. Mit dieser Korrekturgröße wird im
Additionspunkt 110 der Sollwert für die Menge MKS korri
giert.
Zur Mengenberechnung 150 wird in dem beschriebenen Ausfüh
rungsbeispiel die angesaugte Luftmenge MLV und der Lambda
wert λI des Abgases verwendet. Die tatsächlich eingespritzte
Kraftstoffmenge MKI ergibt sich gemäß der folgenden Formel:
Als Luftmengensignal MLV kann eine Luftmenge, die mit einem
Sensor unmittelbar erfaßt wird, verwendet werden, bzw. das
Luftmengensignal MLV kann ausgehend von verschiedenen Be
triebskenngrößen wie beispielsweise der Temperatur und dem
Druck der angesaugten Luftmenge berechnet werden.
Anstelle Berechnung der Istmenge MKI ausgehend von der Luft
menge MLV und dem Lambdasignal können auch noch andere Men
gen bzw. Mengenersatzsignale verwendet werden. Beispielswei
se kann der Nadelhub, bzw. die Spritzdauer, der Druck in der
Kraftstoffleitung, das Drehmoment, die Abgastemperatur bzw.
das Ausgangssignal eines NOX- bzw. eines HC-Sensors verwen
det werden. Der Lambdawert λI des Abgases wird üblicherweise
mit einer Lambdasonde unmittelbar gemessen.
Durch Vergleich der Sollmenge MKS im Verknüpfungspunkt 155
mit der Istmenge MKI ergibt sich ein Abweichungssignal DMK.
Alternativ kann als Abweichungssignal das Ausgangssignal ei
nes Lambda-Reglers verwendet werden.
Die Adaptionssteuerung 166 stellt sicher, daß die Regler
170, 172 und 174 nur dann ein Signal erhalten, wenn be
stimmte Betriebsparameter vorliegen. Als Betriebsparameter
werden die Drehzahl N und die Kraftstoffmenge MK berücksich
tigt. Bei der Kraftstoffmenge MK handelt es sich um einen in
der Steuereinrichtung vorliegenden Kraftstoffmengenwert, wie
beispielsweise die Sollkraftstoffmenge MKS. Alternativ kön
nen auch andere Mengensignale, wie beispielsweise die Menge
MKI, verwendet werden.
Bei Vorliegen bestimmter Betriebsparameter wird wahlweise
einer der Schalter 160, 162 bzw. 164 geschlossen und das Ab
weichungssignal DMK dem entsprechenden Regler 170, 172 bzw.
174 zugeführt. Diese Regler sind vorzugsweise als Integral
regler realisiert. Hierbei handelt es sich um einen langsa
men Regelkreis, welcher die festgestellte Mengendifferenz
zwischen der Sollmenge MKS und der berechneten Istmenge MKI
in einem bestimmten Betriebspunkt zu 0 regelt.
Dadurch, daß die Istmenge MKI, die der eingespritzten Kraft
stoffmenge entspricht, und die Sollkraftstoffmenge MKS glei
che Werte annehmen, können alle mit dem Mengenwert MKS ar
beitende Funktionen wie beispielsweise der Spritzbeginnreg
ler oder die Abgasrückführregelung verbessert oder verein
facht werden.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß das Abweichungssignal
DMK lediglich in der Umgebung von drei Betriebspunkten, die
durch Drehzahl und Kraftstoffmenge MK definiert sind, ermit
telt werden. Ausgehend von diesen drei Abweichungswerten
werden drei Korrekturwerte für diese drei Betriebspunkte be
stimmt. Diese drei Korrekturwerte an drei Betriebspunkten
definieren eine sogenannte Korrekturebene. Diese Korrektur
ebene ordnet jedem Betriebspunkt, der durch ein Kraftstoff
mengenwert MK ein Drehzahlwert N definiert ist, eine Kor
rekturmenge K zu.
Erfindungsgemäß werden diese drei Punkte so gewählt, daß in
jedem funktional wichtigen Arbeitsbereich der Brennkraftma
schine ein Betriebspunkt zu liegen kommt. Ein erster Ar
beitsbereich ist bei kleinen Drehzahlen und kleinen Kraft
stoffmengen gegeben. In diesem Betriebsbereich ist die Ab
gasrückführung aktiv. In einem zweiten Arbeitsbereich bei
kleinen Drehzahlen und großen Kraftstoffmengen ist die
Rauchbegrenzung aktiv. In einem dritten Arbeitsbereich bei
großen Drehzahlen und großen Kraftstoffmengen erfolgt eine
Drehmomentbegrenzung.
In jedem dieser Betriebsbereiche wird jeweils ein Korrektur
wert gelernt. Ausgehend von diesen drei Korrekturwerten wird
dann die Korrekturebene berechnet, über die schließlich eine
globale Korrektur des Pumpenkennfeldes erfolgt.
In Fig. 2 sind die drei Betriebspunkte, bei denen die Kor
rekturwerte ermittelt werden, mit Kreuzen gekennzeichnet.
Über eine erste Achse ist die Drehzahl N aufgetragen. Über
eine zweite Achse ist die Kraftstoffmenge MK aufgetragen und
in über eine dritte Achse ist die Korrekturmenge K aufgetra
gen.
Im ersten Betriebspunkt, der durch die Drehzahl N1 und die
Kraftstoffmenge MK1 bestimmt wird, ergibt sich ein erster
Korrekturwert K1. Im zweiten Betriebspunkt, definiert durch
die Drehzahl N2 und die Kraftstoffmenge MK3 wird ein zweiter
Korrekturwert K2 bestimmt. Bei dem dargestellten Beispiel
sind die Drehzahlwerte N1 und N2 gleich.
Entsprechend wird am dritten Betriebspunkt, definiert durch
die Drehzahl N3 und die Menge MK3 ein dritter Korrekturwert
K3 bestimmt.
Die Drehzahl N1 nimmt beispielsweise einen Wert von 1000
min-1 und die Drehzahl N2 einen Wert von 4000 min-1 an.
Durch diese drei Betriebspunkte, die auch als Stützpunkte
einer Korrekturebene bezeichnet werden können, und die drei
Korrekturwerte K1, K2 und K3 wird eine Ebene definiert, die
durch eine strich-punktierte Linie angedeutet ist. Jedem be
liebigen Betriebspunkt, das heißt jeder beliebigen Kombina
tion aus Drehzahlwert N und Kraftstoffmengenwert MK, wird
ein Punkt der Ebene und damit ein bestimmte Korrekturmenge K
zugeordnet.
Die Regler 170, 172 und 174 stellen die Korrekturwerte K1,
K2 und K3 zur Verfügung. Ausgehend von diesen Korrekturwer
ten und den bekannten Betriebspunkten, die diesen Werten zu
geordnet sind, ergibt sich eine Korrekturebene, die im Kor
rekturkennfeld 180 abgelegt ist. Aus diesem Korrekturkenn
feld 180 kann zu jedem Betriebspunkt eine Korrekturmenge K
ausgelesen werden.
In jedem der Arbeitsbereiche wird ein Korrekturwert gelernt.
Hierbei handelt es sich vorzugsweise um den Mittelwert über
mehrere Messungen des Abweichungssignals DMK. Ausgehend von
den drei Korrekturwerten K1, K2 und K3 wird dann eine Kor
rekturebene berechnet, über die eine globale Korrektur des
Pumpenkennfeldes erfolgt. Die hohe Genauigkeit der globalen
Korrektur liegt genau dort, wo sie für die Funktionalität
benötigt wird.
Mit dieser Vorgehensweise werden sowohl multiplikative als
auch additive Fehler korrigiert. Bereiche zur separaten Er
fassung von multiplikativen oder additiven Fehlern werden
nicht unterschieden, was das Verfahren in der Anwendung ver
einfacht. Durch die globale Korrektur können die Fehler
schnell gelernt und damit im gesamten Kennfeldbereich ohne
Unstetigkeiten schnell kompensiert werden.
Die ausgewählten gültigen Abweichungssignale DMK werden von
den für den jeweiligen Arbeitsbereich zuständigen Regler
170, 172 bzw. 174 laufend gemittelt. Solange kein brauchba
res Signal für die Adaption vorliegt, das heißt der entspre
chende Betriebspunkt wurde noch nicht angefahren, nimmt das
Ausgangssignal des entsprechenden Reglers den Wert 0 an. Al
le Abweichungssignale, welche bei einem Betriebspunkt inner
halb eines Arbeitsbereichs gemessen und für gültig erachtet
werden, gelangen über die Schaltmittel 160, 162 bzw. 164 zu
dem zugehörigen Regler 170, 172 bzw. 174, der eine große In
tegrationszeit besitzt.
Die fortlaufend gemittelten Mengenfehler lassen sich als
Korrekturkennfeld für das Pumpenkennfeld darstellen. Die
Stützstellen, bei denen die Korrekturwerte berechnet werden,
werden vorzugsweise in die Mitte des Arbeitsbereichs oder in
den Bereich des Arbeitsbereichs gelegt, dessen Werte am häu
figsten auftreten. Die zwischen diese drei Korrekturwerte
aufgespannte Ebene nähert sich global nach relativ kurzer
Meßzeit einem vollständig gemessenen Korrekturkennfeld an.
Da zur Berechnung der Ebene lediglich drei Korrekturwerte
erforderlich sind, stehen alle Zwischenwerte mit ausreichen
der Genauigkeit sehr schnell zur Verfügung.
Durch diese Vorgehensweise ergeben sich die Vorteile, daß in
jedem Betriebspunkt nach kurzer Meßzeit ein in seiner Nähe
gemessener additiver Korrekturwert vorhanden ist. Multipli
kative Fehleranteile werden indirekt über die durch die drei
Korrekturwerte definierte Ebenengleichung mitberücksichtigt.
Durch die Berechnung der Ebene über den gesamten Betriebsbe
reich erfaßt die Korrektur mit ausreichender Genauigkeit
auch Betriebspunkte, die selten angefahren werden. Unstetig
keiten, wie bei einem punktweise adaptierten Pumpenkennfeld,
treten nicht auf. Der Applikationsaufwand kann stark verrin
gert werden.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfin
dung wird der Lernbereich auf die nähere Umgebung der Stütz
punkte begrenzt. Dies erfolgt vor dem Hintergrund, daß Be
triebspunkte, die relativ weit entfernt vom Stützpunkt lie
gen und längere Zeit stationär gefahren werden, bezogen auf
den Stützpunkt fehlerhaft gelernt werden können. Die einge
grenzten Lernbereiche müssen für schnelles Lernen zu
funktional wichtigen Punkten, die möglichst häufig gefahren
werden, gelegt werden.
Stationär über längere Zeit gefahrene Betriebspunkte werden
nach einer eingestellten Zeit nicht mehr gelernt.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Korrekturebene be
grenzt wird. Dies bedeutet, daß ein Schwellwert für den Be
trag der Korrekturwerte K1, K2, K3 vorgebbar ist. Desweite
ren kann vorgesehen sein, daß der Gradient, das heißt die
Steigung der Ebene begrenzt wird. Dies bedeutet, daß die
Differenz zwischen zwei Korrekturwerten einen Schwellwert
nicht übersteigen darf. Diese Begrenzung schützt vor fehler
haften Extrapolationen z. B. nach dem Start.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn diese Stützpunkte mit
möglichst großem Abstand voneinander gewählt werden.
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung ergibt sich, wenn
mehrere Korrekturebenen vorgegeben werden. Besonders vor
teilhaft ist es, wenn für die drei Funktionalbereiche
(Abgasrückführung, Vollast und Drehmomentbegrenzung) jeweils
eine Teilkorrekturebene vorgebbar ist. Die Zahl der Ebenen
kann beliebige Werte annehmen. Durch die erhöhte Zahl der
Teilebenen ergeben sich mehr Stützpunkte und damit eine grö
ßere Flexibilität, insbesondere in den Randzonen. Bei den
Übergängen zwischen den Teilebenen dürfen keine Sprünge auf
treten. Vorzugsweise wird zwischen den Ebenen eine Schnitt
gerade definiert bzw. es erfolgt eine Minimal- und/oder eine
Maximalauswahl zwischen jeweils zwei Ebenen, bzw. es erfolgt
eine Mittelwertbildung der Ebenenpunkte im Betriebspunkt.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung ist eine
Verminderung des Einflusses von Sensorfehlern möglich. Bei
kleinen Lambdawerten ist die Lambdasonde genauer und bei
großen Lambdawerten ist der Luftmassenmesser genauer. Daraus
wird beispielsweise bei eingeregelter Lambdavollast ge
schlossen, daß eine vorhandene gemittelte Differenz der bei
den Luftsignale zum größeren Teil auf einem Sensorfehler des
Luftmassenmessers beruht. Der Mittelwert dieser Abweichung
bei eingeregelter Vollast ermöglicht eine globale Korrektur
des Luftmassensensors. Der Mittelwert der Abweichung bei
eingeregelter Abgasrückführung, beispielsweise im Leerlauf
ermöglicht eine globale Korrektur der Lambdasonde.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Drehzahlwerte N1 und
N2 für den ersten und zweiten Betriebspunkt gleich gewählt
werden. Entsprechend werden die Mengenwerte MK2 und MK3
gleich gewählt. Mit diesen paarweisen gleichen Koordinaten
läßt sich die Korrekturebene sehr leicht berechnen. Die Kor
rekturmenge K eines durch die Werte MK und N definierten Be
triebspunktes ergibt sich gemäß der folgenden Gleichung:
In Fig. 3 sind die Arbeitsbereiche 1, 2 und 3 für die ver
schiedenen Teilebenen mittels einer durchgezogenen bzw. ei
ner strichpunktierten Linie voneinander getrennt. Mit Kreu
zen sind die Stützpunkte, bei denen die Korrekturwerte Kn
bestimmt werden, bezeichnet. Um einen sprungfreien Übergang
zwischen den Arbeitsbereichen 2 und 3 und zwischen den Ar
beitsbereichen 2 und 1 zu erreichen, wird jeweils eine
Schnittgerade definiert. Der Übergang von der Teilebene 3
auf die Teilebene 1 erfolgt im Bereich der strichpunktierten
Linie durch eine Minimalauswahl. Es werden die Korrekturmen
gen der beiden Ebenen ausgelesen und der kleinere der beiden
Korrekturmenge wird verwendet.
Vorzugsweise ist vorgesehen, daß die Stützpunkte des zweiten
Arbeitsbereichs auf den Schnittgeraden zwischen der zweiten
und dritten Korrekturebene und der Schnittgeraden zwischen
der zweiten und ersten Korrekturebene liegen. Dabei liegt
ein Stützpunkt auf dem Schnittpunkt der beiden Schnittgera
den. Somit haben die Korrekturebenen 1 und 2 sowie die Kor
rekturebenen 2 und 3 jeweils zwei gemeinsame Stützpunkte auf
der jeweiligen Schnittgeraden. Innerhalb der 1 und 3
Korrekturebene liegt ein weiterer Stützpunkt.
Claims (10)
1. Verfahren zur Steuerung einer Brennkraftmaschine, bei dem
in einem Kennfeld abhängig von wenigstens zwei Betriebspara
metern ein Ansteuersignal abgelegt ist, daß an wenigstens
drei Betriebspunkten Korrekturwerte zur Korrektur des Kenn
feldes ermittelbar sind, wobei die Korrekturwerte ausgehend
von der Abweichung zwischen einem gewünschten Wert und einem
tatsächlichen Wert einer Betriebskenngröße bestimmbar sind,
dadurch gekennzeichnet, daß durch wenigstens drei Betriebs
punkte und die zugeordneten Korrekturwerte wenigstens eine
Korrekturebene definiert wird und jeder Punkt dieser Korrek
turebene als Korrekturgröße dient.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als
Betriebskenngröße ein Kraftstoffmengensignal verwendet wird, wo
bei die tatsächliche Kraftstoffmenge ausgehend von einem Luft
mengensignal und einem Lambdasignal (λ) bestimmbar ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
es sich bei dem Kennfeld um das Pumpenkennfeld einer selbstzün
denden Brennkraftmaschine handelt, in dem ein Ansteuersignal für
ein mengenbestimmendes Steller abhängig von einem Drehzahlsignal
und einem Kraftstoffmengensignal abgelegt ist.
4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß wenigstens drei Arbeitsbereiche vorgesehen
sind, und daß in jedem Arbeitsbereich wenigstens ein Betriebs
punkt liegt, bei dem ein Korrekturwert ermittelt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnete daß für
jeden Arbeitsbereich eine Korrekturebene vorgebbar ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein erster Arbeitsbereich bei kleinen Drehzahlen
und kleinen Kraftstoffmengen gegeben ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß ein zweiter Arbeitsbereich bei kleinen
Drehzahlen und großen Kraftstoffmengen gegeben ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß ein dritter Arbeitsbereich bei großen
Drehzahlen und großen Kraftstoffmengen gegeben ist.
9. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Korrekturwerte und/oder die Korrek
turgrößen begrenzbar sind.
10. Vorrichtung zur Steuerung einer Brennkraftmaschine, bei
der in einem Kennfeld abhängig von wenigstens zwei Betriebs
parametern ein Ansteuersignal abgelegt ist, mit Mitteln, die
an wenigstens drei Betriebspunkten Korrekturwerte zur Kor
rektur des Kennfeldes ermitteln, wobei die Korrekturwerte
ausgehend von der Abweichung zwischen einem gewünschten Wert
und einem tatsächlichen Wert einer Betriebskenngröße be
stimmbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel vorgesehen
sind, die durch wenigstens drei Betriebspunkte und die zuge
ordneten Korrekturwerte wenigstens eine Korrekturebene defi
nieren und jeden Punkt dieser Korrekturebene als Korrektur
größe verwenden.
Priority Applications (4)
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|---|---|---|---|
| DE19528696A DE19528696A1 (de) | 1995-08-04 | 1995-08-04 | Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung einer Brennkraftmaschine |
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| DE19528696A DE19528696A1 (de) | 1995-08-04 | 1995-08-04 | Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung einer Brennkraftmaschine |
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