DE19529366C2 - Vorrichtung zur Farbtonkorrektur bei von einer Videokamera aufgenommenen Farbbildern - Google Patents

Vorrichtung zur Farbtonkorrektur bei von einer Videokamera aufgenommenen Farbbildern

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Farbartkorrektur bei von einer Videokamera, insbesondere einer Endoskopkamera, aufgenom­ menen Farbbildern gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
In der Vergangenheit war das primäre Einsatzgebiet der Endoskopie die Diagnostik. Bei der Diagnostik betrachtet der Arzt das zu unter­ suchende Hohlorgan mit bloßem Auge. Das Auge besitzt eine hohe Helligkeits- und Farbdynamik, was zur Folge hat, daß die erreich­ bare Abbildungsqualität bezüglich Auflösung und Farbdarstellung nahezu nur von dem verwendeten Endoskop abhängig ist.
In der Chirurgie werden jedoch andere Anforderungen an ein endo­ skopisches System gestellt als bei der Diagnostik. Bei einem chir­ urgischen Eingriff muß dem gesamten Operationsteam das Bild des Operationsfeldes zur Verfügung stehen, da mehrere Personen den chirurgischen Eingriff in Zusammenarbeit durchführen.
Es reicht deshalb nicht aus, das Operationsfeld mit bloßem Auge durch ein Endoskop zu betrachten. Deshalb wird am proximalen Ende des Endoskops eine Videokamera aufgesetzt, oder es kommt ein Videoendoskop mit distal angeordnetem CCD Sensor zum Einsatz, so daß das Operationsfeld auf einem Monitor dargestellt werden kann. Mit dem Einsatz von CCD Kameras ergaben sich aber auch einige Probleme, da ein CCD Sensor nicht die Dynamik, die Empfindlich­ keit und die spektralen Eigenschaften des Auges besitzt. Dies ist besonders in bezug auf die Farbdarstellung von Bedeutung. Man muß also eine Möglichkeit suchen, die Farbdarstellung unter dem Ge­ sichtspunkt der auftretenden Farbschwankungen in einem endoskopi­ schen System zu optimieren.
Bei der endoskopischen Untersuchung eines Hohlorgans des Körpers wird das Endoskop in die zu untersuchende Körperhöhle bzw. das Hohlorgan eingeführt. Beleuchtungslicht gelangt über Lichtleitfasern im Endoskop in die Körperhöhle, wo es das Hohlorgan beleuchtet. Um eine unverfälschte Farbwiedergabe zu erreichen, sollte das Be­ leuchtungslicht nicht durch das Hohlorgan spektral beeinflußt wer­ den. Genau dies passiert jedoch je nach der Art des Hohlorgans. Ein Teil des Beleuchtungslichtes dringt z. B. in die im Hohlorgan befind­ liche Schleimhaut, welche wie ein Absorptionsfilter wirkt, ein. Dadurch wirkt die Schleimhaut ihrerseits als eine spektral schmalban­ dige Beleuchtungsquelle, da das eingedrungene Beleuchtungslicht gefiltert wieder an der Oberfläche der Schleimhaut abgestrahlt wird und das zu betrachtende Objekt seinerseits mit rotem Licht beleuch­ tet.
Je nach untersuchtem Hohlorgan unterscheidet sich dieses Lichtab­ sorptionsverhalten. So spielt das Lichtabsorptionsverhalten im Ge­ lenkbereich keine Rolle, während es z. B. im Magen, wo stark durch­ blutete Schleimhäute vorzufinden sind, zu einer Farbverschiebung in Richtung Rot kommt. Die Stärke der Rotverschiebung hängt bei einem gegebenen Organ vom Betrachtungsabstand und dem Betrach­ tungs- und Ausleuchtwinkel des Endoskops ab. Je kürzer der Be­ trachtungsabstand ist bzw. je näher das Endoskop sich an der Schleimhaut befindet, desto stärker wird die Schleimhaut durchleuch­ tet, was zu einer stärkeren Rotverschiebung führt.
Die US-Patentschrift 5 111 281 beschreibt eine Farbkorrekturvor­ richtung für ein Videoendoskop, die Mittel zur Erfassung einer Farbqualität eines Farbbildsignals und Mittel zur pixelweisen Durch­ führung einer dynamischen Farbkorrektur aufweist. Aufgrund der pixelweise erfolgenden Korrektur ist die bekannte Vorrichtung nicht in der Lage, zwischen punktuell auftretenden starken Farben, ins­ besondere Rot, und Farberhöhungen, die das ganze Bild betreffen, zu unterscheiden, was zur Folge hat, daß die bekannte Vorrichtung auch punktuell auftretende Farberhöhungen korrigiert und damit eine schlechte Farbdifferenzierung hat.
Das US-Patent 4 951 134 zeigt eine Vorrichtung, bei der bei Ver­ stellung des Farbtons automatisch auch die Sättigung und somit die Farbart korrigiert werden. Bei dieser für eine Endoskopvideokamera vorgesehene Vorrichtung werden mit Hilfe einer Eingabetastatur eingegebene Korrekturwerte für die Farben Blau und Rot zunächst in digitale Größen umgesetzt und in einem Mikroprozessor zu Korrek­ turgrößen verarbeitet, und die ausgegebenen digitalen Korrekturgrö­ ßen, die mittels eines Digital-Analog-Wandlers in Analogwerte umge­ setzt werden, werden in Form dieser Analogwerte zur Korrektur der Farbsignale R und B der Videokamera verwendet. Außerdem ist am Monitor eine Anzeige vorgesehen, die Inhalte der Farbartkorrektur quantitativ z. B. in Form von Ziffern anzeigt.
Bei der aus der DE 41 06 305 A1 bekannten Vorrichtung wird zur Farbartkorrektur ein Koordinatensystem verwendet, in dem die Far­ ben durch Sättigung, Farbton und Helligkeit festgelegt werden. Die Korrektur wird dann so vorgenommen, daß bei einer Korrektur der Sättigung der Farbton nicht verfälscht wird und eine Farbtonkorrek­ tur nicht zu einer Sättigungsänderung derjenigen Farben führt, die nicht dem ausgewählten Farbton entsprechen. Im übrigen findet bei dieser Vorrichtung kein Weißabgleich statt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einem Anwender der mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ausgestatteten Videokamera eine Farbartkorrektur des Videobildes einfach und vollständig frei, d. h. insbesondere unabhängig von der verwendeten Lichtquelle, zu er­ möglichen. Insbesondere soll die Vorrichtung für eine Farbartkorrek­ tur eines mit einer Videokamera ausgestatteten Endoskops und so­ wohl für die Verwendung einer analogen als auch einer digitalen Videokamera geeignet sein.
Eine die obige Aufgabe lösende Vorrichtung ist im Patentanspruch 1 angegebenen. Die Ansprüche 2 bis 7 betreffen vorteilhafte Ausfüh­ rungsformen dieser Vorrichtung.
Die Schaltfläche ist in bevorzugter Ausführungsform als dreieckige Flächen-PAD-Tastatur mit FSR-Sensoren (Force Sensing Resistors) ausgeführt, und die Eckpunkte der Dreiecksfläche sind jeweils den Farbtönen ROT, GRÜN, BLAU zugeordnet.
Die Videokamera weist Mittel zur wahlweisen Durchführung eines automatischen Weißabgleichs auf, und die Steuereinrichtung ordnet nach einem ausgeführten Weißabgleich und vor der Ausführung einer Farbartkorrektur den Weißpunkt der Flächenmitte als Nullpunkt der dreieckförmigen Schaltfläche zu. Das heißt, daß sich der Weißpunkt nach erfolgtem automatischen Weißabgleich virtuell in der Mitte der Schaltfläche befindet. Dieser Flächenmittelpunkt kann eine dem Weißpunkt zugeordnete Markierung, z. B. eine leicht erhöhte Prägung und/oder einen weißen Punkt, aufweisen. Die oben erwähnten han­ delsüblichen Flächen-PAD-Tastaturen haben für den vorgesehenen Einsatzfall den besonderen Vorteil, daß sie absolut wasserdicht aus­ geführt sein können und daher aus hygienischen Gründen für den Einsatz bei den Endoskopvideokameras besonders geeignet sind. Durch Verfahren beispielsweise mit dem Finger auf und innerhalb der Schaltfläche kann der Bediener der Videokamera die von ihm gewünschten Farbartwerte im Farbraum individuell und nach erfolg­ tem Weißabgleich unabhängig von der Farbtemperatur des aufgenom­ menen Objekts einstellen.
Wenn die Videokamera digital ausgeführt ist, weist die Steuereinrich­ tung der erfindungsgemäßen Vorrichtung einen Mikroprozessor auf. Dann kann eine Funktion der Farbkorrekturwerte für jede Farbe, d. h. die Abhängigkeit der von der Steuereinrichtung bewirkten Farb­ korrektur von dem jeweils auf der Flächen-PAD-Tastatur mit dem Finger oder dergleichen berührten Ort, vom Mikroprozessor durch Berechnung und/oder durch Auslesen von vorgegebenen, in einem Speichermedium gespeicherten Funktionswerten ermittelt werden.
In einer Variante kann der Korrekturwert bei Ausführung der Farb­ artkorrektur linear von dem Abstand vom jeweiligen der entsprechen­ den Farbe zugeordneten Punkt der Flächen-PAD-Tastatur abhängen. Statt der linearen Abhängigkeit läßt sich jedoch auch eine andere Funktion, z. B. eine logarithmische Abhängigkeit, erzielen.
Die voranstehend geschilderten Merkmale und Vorteile sowie weitere Merkmale werden in der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 einen Farbraum einer Farbvideokamera vor und nach dem automatischen Weißabgleich,
Fig. 2 die Zuordnung eines Farbraums einer Farbvideo­ kamera nach erfolgtem Weißabgleich zu der drei­ eckförmigen Flächen-PAD-Tastatur zusammen mit einem teilkugelförmigen Farbvariationsraum,
Fig. 3A, 3B und 3C drei Varianten einer zur Eingabe der Farbartkor­ rektur verwendeten Flächen-PAD-Tastatur,
Fig. 4 das Blockschaltbild einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Farbartkor­ rektur,
Fig. 5 eine als Bedienfläche der Vorrichtung ausgebilde­ te Frontplatte und
Fig. 6 ein Flußdiagramm eines Steuerablaufs mit und ohne automatischem Weißabgleich.
Zur Erläuterung des Prinzips der Farbartkorrektur ist in Fig. 1 gestrichelt ein rechtwinkliges Koordinatensystem dargestellt, dessen Ursprung mit W'(WEISS') und dessen Achsen mit R'(ROT'), G'(GRÜN') und B'(BLAU') bezeichnet sind. Der Ursprung W'(WEISS) dieses Kamera-Farbraums a' liegt nicht im Ursprung des Norm-Farbraums. Fig. 1 zeigt ferner einen Norm-Farbraum a'' nach einem automatischen Weißabgleich der Videokamera, dessen durch ausgezogene Linien dargestellte Koordinatenachsen mit R''(ROT''), G''(GRÜN''), B''(BLAU'') bezeichnet sind. Durch diesen Weiß­ abgleich wird der Ursprung des Kamera-Farbraums in den Ursprung W'' des Norm-Farbraums verlegt. Das mit einer Doppellinie darge­ stellte Dreieck einer mit der Bezugszahl 1 bezeichneten Flächen-PAD-Tastatur, die als Eingabemedium zur Farbartkorrektur dient, ist mit ihren Eckzonen, die mit r, g und b bezeichnet sind, jeweils der ROT-Farbartkorrektur, der GRÜN-Farbartkorrektur und der BLAU-Farbartkorrektur zugeordnet und mit entsprechenden Farbmarkie­ rungen versehen. Wie Fig. 1 zeigt, liegt der Ursprung W'' des Norm-Farbraums nach erfolgtem Weißabgleich in der Flächenmitte der dreieckigen Flächen-PAD-Tastatur 1 (Nullpunkt).
Auch Fig. 2 stellt den Kamera-Farbraum mit den Achsen R'(ROT'), G'(GRÜN)' und B'(BLAU)' und den Norm-Farbraum mit den Koor­ dinatenachsen R''(ROT''), G''(GRÜN''), und B''(BLAU'') dar, dessen Ursprung W'' durch den Weißabgleich virtuell in den Flä­ chenmittelpunkt der Flächen-PAD-Tastatur 1 verschoben wird.
Die vorgeschlagene Farbartkorrektur erlaubt eine freie Einstellung der drei Grundfarben des Videobildes unabhängig von der Farbtem­ peratur des aufgenommenen Objekts innerhalb eines um den Ur­ sprung liegenden Raumsegments, und zwar idealerweise innerhalb eines Kugelsegmentvolumens V, das jedoch auch ein Ellipsoidseg­ ment sein kann. In Fig. 2 ist schattiert der Idealfall des Kugelseg­ ments V um den Weißpunkt W'' dargestellt. Ein Kugel- oder El­ lipsoidsegment ergibt sich, weil die Darstellung des Weißpunktes des Kamerafarbraums keine negativen ROT-, GRÜN-, BLAU- Koordina­ tenwerte im Norm-Farbraum annehmen kann.
Die Fig. 3A, 3B und 3C zeigen jeweils eine Variante einer als Eingabemedium zur Eingabe einer Farbartkorrektur verwendbaren Flächen-PAD-Tastatur. In Fig. 3A hat diese die Form eines gleich­ seitigen Dreiecks, in Fig. 3B Kreisform und in Fig. 3C die Form eines regelmäßigen Sechsecks. Bei jeder dieser Flächen-PAD-Tastaturen A, B und C sind drei Punkte an der Peripherie entsprechend den Grundfarben ROT, GRÜN und BLAU und ein zentraler Punkt ent­ sprechend dem Weißpunkt markiert, insbesondere mit einer entspre­ chenden Farbmarkierung. Bevorzugt ist der zentrale Weißpunkt in der Flächen-PAD-Tastatur durch eine Hochprägung der Folie zusätz­ lich so markiert, daß der Anwender eine taktile Rückmeldung bzw. Orientierung erhält.
Die zur Eingabe der Farbartkorrekturwerte verwendete Flächen-PAD-Tastatur ist in ihrer Grundausführung ein übliches Eingabeelement. Eine entsprechend der bevorzugten Dreiecksform gestaltete Flächen-PAD-Tastatur gestattet, wenn sie mit einer geeigneten Auswerteschal­ tung versehen ist, die Erfassung der Position einer Fingerspitze oder dergleichen oder deren Lageverschiebung relativ zu den wie die drei Farben mit R, G und B bezeichneten Ecken bzw. zum Weißpunkt so, daß eine Berührung der Flächen-PAD-Tastatur im Weißpunkt W keine Korrektur bewirkt, eine Berührung der Flächen-PAD-Tastatur auf der Ecke R eine Verschiebung der Farbart in Richtung der Achse ROT, eine Berührung der Flächen-PAD-Tastatur 1 auf der Ecke G eine Verschiebung der Farbart in Richtung der Achse GRÜN und eine Berührung der Flächen-PAD-Tastatur 1 auf der Ecke B eine Verschiebung der Farbart in Richtung der Achse BLAU bewirkt. Eine Berührung der Flächen-PAD-Tastatur, z. B. etwa in der Mitte zwischen der Ecke R und der Ecke G am Rand der dreieckigen Flächen-PAD-Tastatur bewirkt eine resultierende Verschiebung des Farbraums in Richtung einer gedachten 45°-Achse in der ROT-GRÜN-Ebene, die durch die ROT-GRÜN-Achse aufgespannt ist. In entsprechender Weise wird mit den Tastaturen gemäß den Fig. 3B und 3C gearbeitet.
Diese Flächen-PAD-Tastaturen gestatten außer der Auswertung der Koordinatenlage der Fingerspitze oder dergleichen auch noch eine Auswertung der aufgebrachten Druckkraft, so daß die Druckkraft zusätzlich als Maß für eine entsprechende Korrekturgröße herange­ zogen werden kann.
Nachstehend werden die Verstellfunktionen f allgemein angegeben, wobei vorausgesetzt ist, daß lediglich die Position der Fingerspitze auf der Flächen-PAD-Tastatur 1 als Eingabegröße für die Farbartkor­ rektur ausgewertet wird.
Wres = resultierender Weißwert(ROT,GRÜN,BLAU),
Rkorr. = Korrekturwert Rot = f (Position des Fingers auf der Schaltfläche),
Bkorr. = Korrekturwert Blau = f (Position des Fingers auf der Schaltfläche),
Gkorr. = Korrekturwert Grün = f (Position des Fingers auf der Schaltfläche),
Wbas = Basiswert Weiß = f (automat. Weißabgleich),
Wres = Wbas + KORREKTUR(Rkorr., Gkorr., Bkorr.).
Die obigen Beziehungen machen deutlich, daß außer bevorzugten linearen Korrekturfunktionen, d. h. einer im wesentlichen linearen Abhängigkeit z. B. des Korrekturwerts Rkorr. von der Position des Fingers auf der Schaltfläche 1, auch eine nichtlineare, z. B. logarith­ mische Abhängigkeit verwendet werden kann. Letzteres läßt sich dadurch durchführen, daß die Steuereinrichtung der erfindungsgemä­ ßen Vorrichtung einen Mikroprozessor aufweist, der eine Umrech­ nung der Position der Fingerspitze oder dergleichen auf der Flächen-PAD-Tastatur 1 in den jeweiligen Korrekturwert nach Maßgabe einer bestimmten Funktion durchführt. Werden dabei die Korrekturfunktio­ nen für ROT, GRÜN, BLAU unterschiedlich gewählt, so geschieht die Verstellung bei der Farbartkorrektur nicht innerhalb des idealen Kugelvolumens V gemäß Fig. 2.
Fig. 4 stellt in Form eines Blockdiagramms eine prinzipielle Aus­ führungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung dar. Mit 1 ist die oben beschriebene dreieckförmige, als Flächen-PAD-Schaltfläche ausgeführte Farbartkorrektur-Eingabetaste bezeichnet, 2 bezeichnet eine Taste zum automatischen Weißabgleich. Die von der Tastatur 1 und der Taste 2 gelieferten Signale stellen jeweils Farbartkorrektur­ werte 4 und Weißabgleichbasiswerte 5 sowie ein Signal 6 zum Rück­ setzen der Korrekturwerte dar. Mit 3 ist die Steuereinrichtung be­ zeichnet, die eingangsseitig die Farbartkorrekturwerte 4 von der Farbartkorrekturtaste 1 und die Basiswerte 5 zum Weißabgleich von der Weißabgleichtaste 2 erhält und diese Werte jeweils in resultie­ rende Signale für den automatischen Weißabgleich und resultierende Farbartkorrekturwerte für ROT-BLAU-GRÜN umrechnet bzw. um­ setzt. Die von der Steuereinrichtung 3 ermittelten Farbartkorrektur­ werte werden einer Videoelektronik 7 eingegeben, an der ausgangs­ seitig ein Videomonitor 8 und eingangsseitig ein Endoskopbildsensor 9 einer Endoskopkamera angeschlossen sind.
Fig. 5 zeigt beispielhaft eine Bedienfläche 10, die sich z. B. an einer Frontplatte der Videokamera befinden kann und die die Flä­ chen-PAD-Tastatur 1, die Taste 2 zum automatischen Weißabgleich sowie weitere Bedienelemente 17, 18 aufweisen kann. Die Bedien­ fläche 10 kann auch an einem Videomonitor 8 angeordnet sein.
Falls die Steuereinrichtung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ein vom Monitor 8 abgesetztes, separates Gerät gegebenenfalls zusammen mit der Videoelektronik 7 ist, weist die Bedienfläche 10 zusätzlich einen Anschluß 19 für den Bildsensor 9 auf.
Fig. 6 zeigt in Form eines Flußdiagramms eine Prozedur zur Ein­ leitung der Farbartkorrektur gemäß der Erfindung. Im Schritt S1 wird die Kamera eingeschaltet. Schritt S2 fragt ab, ob ein automati­ scher Weißabgleich AWB ausgeführt wird oder nicht. Da das prinzi­ pielle Verfahren zur Durchführung des automatischen Weißabgleichs bekannt ist, wird es nicht weiter erläutert.
Mit jeder Aktivierung des automatischen Weißabgleichs AWB werden die zuvor eingegebenen und gespeicherten Farbartkorrekturwerte gelöscht und auf NULL gesetzt. Wenn der AWB aktiviert wird, wird der automatische Weißabgleich ausgeführt, und Schritt S3 ordnet den Nullpunkt W' des Kamera-Farbraums dem Weißpunkt W'' des Norm-Farbraums und der Flächenmitte des Dreiecks der Flächen-PAD-Tastatur 1 zu. Durch Berühren der Flächen-PAD-Tastatur 1 an einem gewünschten Punkt wird durch den Schritt S5 eine manuelle Farb­ artkorrektur ausgeführt.
Wenn in dem Flußdiagramm nach Fig. 5 kein automatischer Weiß­ abgleich ausgeführt wird, bestätigt ein Schritt S4 die alte Einstel­ lung. In diesem Fall läßt sich eine Farbartkorrektur durch Berühren der Flächen-PAD-Tastatur 1 an einer gewünschten Stelle ausführen (Schritt S5).
Ein wesentliches Merkmal der Erfindung ist die freie Wahl der Farbartkorrekturwerte unabhängig von der Farbtemperatur des aufge­ nommenen Objektes mit Hilfe der Flächen-PAD-Tastatur. Die maxi­ mal erreichbaren Farbsättigungswerte, die auf der Oberfläche des Kugelsegments liegen, werden auf ein für die klinische Anwendung angepaßtes Maß beschränkt. Im übrigen ist die erfindungsgemäße Farbartkorrekturvorrichtung sowohl bei einer analog arbeitenden als auch bei einer digitalen Videokamera verwendbar.

Claims (7)

1. Vorrichtung zur Farbartkorrektur bei von einer Videokamera, insbesondere einer Endoskopkamera, aufgenommenen Farbbildern, wobei die Videokamera einen Wandler (9), der ein aufgenommenes Bild in ein elektrisches Farbbildsignal umsetzt, und eine Steuerein­ richtung (3) aufweist, um wahlweise die Farbart eines an einem Monitor (8) angezeigten Farbbildes, welches auf dem aufgenommenen Bild beruht, unabhängig von dem angezeigten Farbbild zu steuern, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (3) Mittel auf­ weist, die eine freie Farbartkorrektur des Videobildes unabhängig von der Farbtemperatur des aufgenommenen Objekts ausführen, daß die Mittel Eingabemittel (1) in Form einer an der Videokamera und/oder dem Monitor (8) angebrachten berührungsempfindlichen, positionsorientierten und im wesentlichen ebenen Schaltfläche auf­ weisen, wobei voneinander beabstandete, periphere Punkte der Schaltfläche jeweils einer der Farben ROT, GRÜN, BLAU zugeord­ net sind, und daß die Videokamera Mittel (2) zur wahlweisen Durch­ führung eines automatischen Weißabgleichs (AWB) aufweist und die Steuereinrichtung (3) nach ausgeführtem Weißabgleich und vor der Ausführung einer Farbartkorrektur den Weißpunkt der Flächenmitte (Nullpunkt) der Schaltfläche zuordnet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltfläche als dreieckige Flächen-PAD-Tastatur mit FSR-Sensoren ausgeführt ist und daß die den Farben ROT, GRÜN, BLAU zugeord­ neten peripheren Punkte die Eckpunkte des Dreiecks sind.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Flächenmitte der Schaltfläche (1) eine den Weißpunkt angebende Markierung aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (3) einen Mikroprozessor aufweist, in dem eine Funktion der Farbartkorrekturwerte für jede Farbe, d. h. die Abhängigkeit der von der Steuereinrichtung bewirk­ ten Farbartkorrektur von dem jeweils auf der Flächen-PAD-Tastatur (1) mit dem Finger berühren Ort ermittelt wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbartkorrekturfunktionen so vorgesehen sind, daß die Farbartkor­ rekturwerte innerhalb eines Kugel- oder Ellipsoidvolumensegmentes (V) variabel sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, daß Anzeigemittel mit der Steuereinrichtung (3) funktionell verbunden sind, um eine einem jeweils eingestellten Farbartwert entsprechende Anzeige zu erzeugen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigemittel am Monitor (8) vorgesehen sind.
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