DE1959905A1 - Strangpresse - Google Patents
StrangpresseInfo
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- B29C48/00—Extrusion moulding, i.e. expressing the moulding material through a die or nozzle which imparts the desired form; Apparatus therefor
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Description
Strangpresse (Extruder)
Die Erfindung betrifft eine Strangpresse, bei der
zwischen einer umlaufenden Rotorscheibe und einer stillstehenden Statorscheibe ein Spalt, gebildet ist, in dem
der zu verpressende Werkstoff einer Scherbeanspruchung aus gesetzt und dadurch plastifiziert wird. Solche Strangpressen dienen zum Vorpressen von Kunststoffen wie Elastomeren
und in erster Linie von steifem Polyvinylchlorid.
■'■■"'■■■ ' ■' .■■ · ■ .-.·■■.·■ '■-*»'■.;
Bei einer bekannten Strangpresse dieser Gattung
sind die beiden Scheiben'.kreisförmig und zumindest annähernd gleichachsig; die Statorscheibe ist an einem
Gehäuse befestigt», in dem sich die Rotorscheibe dreht. Der zu verarbeitende Werkstoff wird infolge, der Scherbeanspruchungen,
die er,im spalt zwischen den beiden
8 48/1 S3 3
Scheiben ausgesetzt ist, plastifiziert und homogenisiert. Der Werkstoff wird als Granulat oder als Pulver
am äußeren Rand in den Spalt eingeführt und in eine Art Teig verwandelt, der durch eine Zentripetalkraft
zu einer am Stator vorgesehenen Düse mit axialem Austritt
gef ör dert'und durch diese Düse ausgepresst wird.
Bei einer solchen Vorrichtung ist es schwierig, einen gleichmäßigen Betrieb aufrecht zu erhalten, d.h.
eine konstante Antriebsleistung des Rotors, eine konstante Ausbringung sowie konstante Temperatur und Struk-
φ tür des ausgepressten Werkstoffs. Bei bekannten Strangpressen
der eingangs beschriebenen Gattung sind die beiden Scheiben entweder glatt oder sie weisen Nuten,
Rippen oder Flügel auf, deren Höh enunterschied gegenüber den Scheiben beinahe ebenso groß ist v/ie die Tiefe
des Spalts; solche Strangpressen ermöglichen keinen gleichmäßigen Betrieb. Das Extrudat hat einen ungleichmäßigen
Querschnitt und eine ungleichmäßige Struktur und fällt in wechselnder Menge an, so daß es sich für die
Weiterverformung, beispielsweise nach demBlasverfahren,
nicht eignet. Die Ausbringung kann bei bekanntem gattungsgemäßen Strangpressen sogar vorübergehende oder endgültige
Unterbrechungen erfahren.
Der Erfindung liegt die Beobachtung zugrunde, daß diese unregelmäßige Betriebsweise auf Gleitbewegungen
der plastischen Masse zwischen den. beiden Scheiben zurück-*-
zuführen ist und daß der Betrieb gattungsgemäßer Strangpressen wesentlich gleichmäßiger ist, wenn solche
Gleitbewegungen nicht stattfinden.
Die Erfindungsaufgabe besteht darin, eine Strangpresse der eingangs beschriebenen Gattung 'derart
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zu vervollkommnen, daß sich eine regelmäßige Produktion von ausgepresstem. Werkstoff ergibt. Diese Aufgabe
ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die beiden Scheiben, nämlich die Statorscheibe und die Rotorscheibe,
an ihren einander gegenüberstehenden Stirnseiten Rauhigkeiten aufweisen, deren Höhe um soviel kleiner
als die Tiefe des zwischen den beiden Scheiben gebildeten Spalts ist, das zwischen den höchsten Erhebungen der Rauhigkeiten
der Statorscheibe einerseits und der Rotorscheibe andererseits ein erheblicher Zwischenraum freibleibt.
Wegen der Rauhigkeiten bleibt die plastische Masse fest an den Scheiben haften; sie wird daher im teigartigen
Zustand in ihrer gesamten Dicke durch Scherbean- € spruchungen gründlich durchgearbeitet und es ergibt sich
eine gleichmäßige Ausbringung an stranggepresster Masse.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
sind die Rauhigkeiten in Linien angeordnet, die sich wie Schaufeln einer Kreiselpumpe vom
mittleren Bereich der beiden Scheiben zu deren äußerem Rand erstrecken und vorzugsweise im Drehsinn der Rotorscheibe
vorwärts gekrümmt sind.
Bei einer anderen Ausführungsform sind die Rauhigkeiten von einzelnen Hakenzähnen gebildet, die wie bei *
einer Raspel über die einander gegenüberstehenden Stirnflächen der beiden Scheiben verteilt sind.
Die Erfindung wird im folgenden anhand schematischer
Zeichnungen an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Pig. 1 eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Strangpresse im axialen Schnitt; . .
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Pig. 2 eine Stirnansicht der Rotorscheibe im t ,■ Sinne der Pfeile 2 - 2 in Fig. 1;
Pig. 3 einen vergrößerten Teilschnitt län&sder Linie
3 - 3 in Fig. 1;
Fig. 4 eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Strangpresse im axialen Schnitt;
Pig. 5 eine Ansicht der zugehörigen Rotorscheibe in Richtung der Pfeile 5 - 5 in Pig. 4; und
Fig. 6 ein Diagramm der bei einer bekannten Strangpresse einerseits und einer erfindungsgemäßen
Strangpresse andererseits vom Rotor im Betrieb aufgenommenen Leistung, die über der Zeit aufgetragen ist.
Bei dem in Fig· 1-3 dargestellten Ausführungebeispiel umfasst die Strangpresse ein topfförmiges
zylindrisches Gehäuse 1,2 mit waagerechter Achse X-X. An der zylindrischen Wand 1 des Gehäuses ist in der
Nähe des Bodens 2, der im folgenden als Stator bezeichnet wird, eine radiale Öffnung vorgesehen, in
die zum Einführen des zu verpressenden Werkstoffs ein Beschickungstrichter 3 eingepasst ist. Der Stator 2
weist eine abgerundete öffnung 4 auf, die im folgenden als Düse bezeichnet wird und durch die der stranggepresste
Werkstoff austritt. ' .„,
Im zylindrischen Innenraum der Gehäusewand 1 ist ein Rotor 5, der über eine Welle 6 von einem nicht
dargestellten Motor angetrieben wird," um die Achse X-X drehbar gelagert. Der Rotor 5 umfasst eine axiale
Nase mit konkaver Abrundung, die der trichterförmigen
■ - 5 -
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Verengung der Düse 4 entspricht und den Werkstoffstrom
zur Düse hin leiten soll.
Stator 2 und Rotor 5 sind im wesentlichen scheibenförmig
und voneinander durch einen im folgenden als
Spalt, bezeichneten Zwischenraum 8 getrennt·
Die beiden Scheiben, nämlich der Stator 2 und der Rotor 5 sind an ihren einander gegenüberstehenden Stirnflächen
von im Profil hakenförmigen Rauhigkeiten 9 bedeckt. Diese Hauhigkeiten 9 umfassen gemäß Pig. 3 eine
steile Planke 9a, die auf den werkstoff einwirkt und an der sich der Werkstoff festhängt, sowie eine sanftgeneigte
Planke 9b, die einen Übergang zwischen der Rauhigkeit
und der ebenen Zwischenfläche 9czwischen je zwei aufeinanderfolgenden Rauhigkeiten bildet. Die ebenen
Zwischenflächen 9c bilden Bezugsflächen des Stators und des Rotors, zwischen denen die Tiefe des Spalts 8 gemessen
wird. Die Erhabenheit der Rauhigkeiten 9» d.h. die Höhe a.ihrer Scheitel über den Zwischenflächen 9c
ist wesentlich kleiner als die Tiefe b des Spalts 8, so daß zwischen den Scheiteln oder Spitzen der Rauhigkeiten
des Stators einerseits und des Rotors andererseits ein beträchtlicher Zwischenraum frei bleibt.
Die steilen Planken 9a der Rauhigkeiten 9 des Rotors
sind in der durch den Pfeil f angedeuteten Drehrichtung
des Rotors nach vorne gerichtet. Die steilen Planken 9a J der Rauhigkeiten des Stators 2 weisen in die entgegengesetzte
Richtung.
Im Ausführungsbeispiel gemäß Pig. 1-3 bilden die Rauhigkeiten 9 ununterbrochene Streifen, die sich ähnlich
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— ο —
wie Schaufeln einer Kreiselpumpe vom mittleren Bereich des Stators oder Rotors bis an den äußeren
Rand erstrecken. Diese Streifen können bogenförmig oder zur leichteren Herstellung von geraden Ab- ":
schnitten gebildet sein. Vorzugsweise enden. die Rauhigkeiten 9 in der Nähe des mittler ι Bereichs
des Stators 2 und des Rotors 5 und ihre Höhe a nimmt in diesem Bereich bis auf den Wert O ab.
Die beschriebene Strangpresse arbeitet folgendermaßen:
.
Der zu verpressende Werkstoff, im allgemeinen
körniges oder pulverförmiges Polyvinylchlorid, wird durch den Beschickungstrichter 3 in den Zwischenraum
eingeleitet, nachdem der Rotor 5 in Richtung des Pfeils f in Drehung, versetzt worden ist. Stator 2
und Rotor 5 sind durch nicht dargestellte, an sich bekannte Mittel beheizt; infolge der Wärme erweicht
der Werkstoff und wird, da er an den Rauhigkeiten 9 hängen bleibt, zwischen dem Stator 2 und dem Rotor 5
einer Scherbeanspruchung ausgesetzt. Der Kunststoff wird, vom Rand des Stators und des Rotors ausgehend,
zunehmend plastisch und wird in eine Art Teig verwandelt, der den Zwischenraum 8 ausfüllt und mit
seinen äußeren Stirnflächen an, den einander gegenüberstehenden
Stirnflächen des Stators und des Rotors wegen der Rauhigkeiten 9 vollständig fest haftet.
Daraus ergibt sich, daß die an den Rauhigkeiten 9 des Stators, deren steile Planken der Drehrichtung entgegengesetzt
sind, fest hängende Fläche der plastischen Masse unbeweglich ist, während die an den
Rauhigkeiten 9 des Rotors verankerte Fläche der
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plastischen Masse mit der Drehgeschwindigkeit des Rotors umläuft. Der mittlere Bereich der plastischen
Masse zwischen diesen.beiden Flächen ist daher einer Scherwirkung ausgesetzt, die zur Plastifizierung beiträgt.
Gleichzeitig ist die plastische Masse einer Zentripetalkraft ausgesetzt, die sie zwingt, zur
Düse 4 zu strömen, durch die sie ausgepresst wird.
Die Rauhigkeiten 9 verhindern somit jede Gleitbewegung der plastischen Masse in Bezug auf den Stator
oder den Rotor und sorgen infolgedessen dafür, daß die Scherkräfte und Zentripetalkräfte ihre volle Wirkung aus- ^
üben. Daraus ergibt sich eine vollständig gleichmäßige Produktion des ausgepressten Werkstoffs, dessen Menge
je Zeiteinheit, Querschnitt und Temperatur derart kon-
so
stant sind, daß dieses Extrudat den Anforderungen bei
stant sind, daß dieses Extrudat den Anforderungen bei
der anschließenden Verformung, beispielsweise nach dem Blasverfahren, völlig entspricht.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 und 5 ist die Erfindung auf eine Strangpresse mit senkrechter
Achse T-Y und waagerechten Scheiben angewandt. Diese Strangpresse umfasst ebenfalls ein topffö'rmiges
Gehäuse 10,11 mit der Achse Y-Y, dessen Boden 11 die
Statorscheibe darstellt. Die Statorscheibe 11 weist "
eine abgerundete axiale Öffnung 12 auf, die im folgenden
als Düse bezeichnet wird, und deren Hündung in die Innenseite des Gehäuses 10,11 trichterförmig erweitert ·'
ist, um den Austritt des Strangpresswerkstoffs zu erleichtern. Am Gehäusemantel 10 ist ein Beschickungstrichter
13 derart befestigt, daß der in ihn eingeführte Kunststoff parallel zur Achse Y-Y nach innen strömt,
wo der Trichter 13 in einem gewissen Abstand vom Stator 11 ,
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■j i-f-ϊ.·
mündet. Die Strangpresse umfasst eine Rotorscheibe 14,, die von einem nichtdargestellten Motor über eine Welle
15 drehbar ist. Der Rotor 14 -umfasst auch hier eine
Nase 16 von der Form einer sich zum Rotor hin öffnenden
Trompete , "" deren Oberfläche derjenigen des trichterförmigen Eingangs der Düse 12 komplementär ist.
Die in Pig. 4 und 5 dargestellte Strangpresse unterscheidet sich von derjenigen gemäß Fig. λ und 2
u.a. darin, daß am Stator 11 rings um die Düse 12
Flügel 17 vorgesehen sind und daß am Rand des Rotors 14
Flügel 18 befestigt sind, von denen beispielsweise drei vorgesehen sein können und die sich unter der Mündung
des Beschickungstrichters 15 vorbei bewegen um den Strangpreßwerkstoff
in den Spalt 19 zwischen dem Rotor und dem Stator mitzunehmen. Die am Stator 11 bzw. am Rotor
befestigten Flügel 17 und 18 haben, von den einander gegenüberstehenden Flächen des Stators und des Rotors
aus -gemessen, eine Höhe, die der Tiefe des Spalts 19 annähernd gleichkommt oder etwas kleiner ist als diese*
Gemäß der Erfindung sind die einander gegenüberstehenden Stirnflächen des Stators 11 und des Rotors 14
mit Rauhigkeiten 20 bedeckt. Im Beispiel gemäß Fig. 4 und 5 bilden die Rauhigkeiten 3Dikeine ununterbrochenen
Streifen sondern einzelne HSkenzähne, so daß
die einander gegenüberliegenden Stirnflächen der Stator- und Rotorscheibe 11,1^- mit Raspeln vergleich- .„>
bar sind. Profil und Richtung der Rauhigkeiten 20 entsprechen der Darstellung in Fig. 5· Die Rauhigkeiten
20 sind vorzugsweise ebenso wie die Streifen im Beispiel gemäß Fig. 1 und 2 in der allgemeinen
Form von Pumpenschaufeln angeordnet. Die Rauhigkeiten 20 sind am Stator 11 nur durch die Flügel 17undam Rotor 14 nur durch die Randflügel 18 unterbrochen.
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Die Wirkungsweise entspricht der für das erste Ausführungsbeispiel
beschriebenen mit der Abweichung, daß die Randflügel 18 den Hohlraum des Gehäuses 10 auskehren
und den zu verpressenden Werkstoff in den Spalt 19 hineinziehen. Die Bedeutung der Verankerung an den Rauhigkeiten
ist dieselbe wie im vorigen Beispiel.
Auch im Beispiel gemäß Pig. 4 und 5 könnten anhand der voneinander getrennten Rauhigkeiten 20, die eine
raspel- oder reibeisenähnliche Struktur ergeben, Rauhigkeiten vorgesehen sein, die wie in Fig. 1 und 2 Streifen ^
bilden. ™
Die Bedeutung und Wirksamkeit der Rauhigkeiten 9 und 20 zeigt sich besonders deutlich an den folgenden Zahlenbeispielen.
Es sei auch auf das Diagramm in Fig. 6 hingewiesen, das die Veränderungen der Leistungsaufnahme des Rotors in
Abhängigkeit von der Zeit darstellt, wobei die Leistung^"""
längs der x-Achse und die Zeit längs der y-Achse aufgetragen ist. In diesem Diagramm sind zwei Bejfcriebskennlinien
dargestellt: Die Linie I zeigt die Arbeitsweise einer bekannten Strangpresse, die sich beispielsweise von der in
Fig. 4 und 5 dargestellten dadurch unterscheidet, daß die
Scheiben keine Rauhigkeiten aufweisen. Die Linie II ent- ä spricht einer Betriebsmessung einer erfindungsgemäßen Strangpresse
der in Fig. 4 und 5 dargestellten Bauart. Die aufgenommene
Leistung schwankt in beiden Fällen sägezahnförmig ,
um einen Mittelwert. Die Messung der Amplitude m dieser
Schwankungen ist eine Messung der Stabilität der Leistungsaufnahme. Je kleiner der Wert m ist, desto größer ist die
Betriebsstabilität. .„Bei der Linie II ist die Amplitude m
wesentlich kleiner als bei der Linie I, woraus sich ergibt, daß die Stabilität bei einer Strangpresse, deren Scheiben
erfindungsgemäße Rauhigkeiten aufweisen, wesentlich größer
- 10 -
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ist. Bei der Linie I sind außerdem beträchtliche Leistungsabfälle
und darauffolgende Leistungsanstiege ρ festzustellen. Diese Abfälle und Anstiege p, die als .Ablösungen bezeichnet
werden können, entsprechen erheblichen Geleitbewegungen der plastischen Masse in Bezug auf die Scheiben.
Obwohl diese Gleitbewegungen nur gelegentlich und nur vorübergehend
auftreten, führen sie doch zu einer starken Ungleichmäßigkeit der Produktion an ausgepresstem Kunststoff, wodurch
die Strangpresse für industrielle Verwendung ungeeignet ist.
•Darüberhinaus sind aber bei der Linie I sehr viel stärkere Leistungsabfälle q festzustellen, die nicht von Wiederanstiegen
gefolgt sondern endgültig sind, so daß die gemessene Leistungsaufnahme um einen sehr viel niedrigeren
Mittelwert als bei der Linie II schwankt. Ein solcher Leistungsabfall
entspricht einer nicht von selbst aufhörenden Gleitbewegung der plastischen Masse, die zur Folge hat,
daß die Masse nicht mehr ausgepresst wird und der Rotor leer umläuft. Die Produktion des Extrudats ist somit unterbrochen;
diesen Fall kann man mit dem Aussertrittfallen eines Drehstrommotores vergleichen.
Eine Erscheinung dieser Art läßt sich bei der Linie II φ nicht feststellen.
Es ist beobachtet worden, daß die Erscheinungen des "Äblösens", d.h. eines vorübergehenden Leistungsabfalls .,,
und damit verbundenen vorübergehenden Abfalls der Ausbringung
8n stranggepresster Masse bei Betriebsdaten auftreten, die unter den folgenden Werten liegen:
Drehgeschwindigkeit des Rotors 120 U/min
Temperatur des die Scheiben heizenden Mediums, beispielsweise Öls ................ 173 C
Tiefe b des Spalts ·....·.·-..'· 7 mm
- 11 -
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Bei Überschreitung dieser Betriebsdaten, also bei wesentlich schwierigeren Betriebsbedingungen, die im Interesse
einer höheren Ausbringung an stranggepresster Masse angestrebt werden, sind nicht nur die "Ablösungen" zunehmend
häufiger, sondern auch die Erscheinung des "Außertrittfallens", d.h. des endgültigen Leistungsabfalls, tritt unvermeidlich
auf.
Bei einer Strangpresse mit erfindungsgemäßen, Rauhigkeiten aufweisenden Scheiben ist bei Betriebsdaten, die unter den
oben angegebenen liegen, die Amplitude der LeistungsSchwankungen
ungefähr ebenso groß wie bei einer bekannten Strangpresse, doch tritt keinerlei "Ablösung" auf. Bei Betriebsdaten,
die über den obengenannten liegen, arbeitet eine erfindungsgemäße
Strangpresse gleichmäßig ohne "Ablösung" und ohne "Außertrittfallen" stabil, d.h. mit einer Amplitude
der Leistungsschwankungen, die merklich geringer ist als die Amplitude der Leistungsschwankungen, die bei einer bekannten
Strangpresse beobachtet wird, ehe eine "Ablösung" oder ein "Außertrittfallen" stattfindet.
In der folgenden Tabelle sind für eine Anzahl verschiedener
Betriebsbedingungen Vergleichswerte der Amplituden, der Leistung sowie Vergleichswerte der Ausbringung einer bekannten
Strangpresse einerseits und einer erfindungsgemäßen Strangpresse andererseits zusammengestellt.
Folgt
Tabelle
0098^6/ 1532
Amplitude der Leistung^— ",i_n
Eingestellte Betriebsdaten Schwankungen in mm "" '""!
schwindig-ratur der Spalt- Extruder Extruder (Li- tätsge-
keit Scheiben- dicke (Linie I · nie II in winn in U/min heizung G mm in Pig.6) Pig. 6) <fo
Bekannter
Extruder
" II
Erfindurigs gemäßer Ex truder
Erfindurigs gemäßer Ex truder
Gewinn II-I
| 009846 | 100 | 125 |
| 120 | 150 | |
| vn co (*> |
120 140 |
175
200 |
| 160 | 100 |
| 7 | 8 |
| 7 | 8 |
| 7 | .10 |
| 7 | 9 |
| 7 | H |
4
4
2
5
5
4
2
5
5
50 50 80· 44 65 (ungleich- (gleichmämäßige
Ausbringg-
Ausbringg-
44,3
54,6.
54,1
57,6
76,5
ßige
Ausbrin-gg,
Ausbrin-gg,
49 V 6
59,5
72,8
81,8
5,3 4,9 6,9 5,2
5,3
:- : : ■: Ϊ : V 13 " ■
; ■■ ν V- .: ' V- ■■.■■
Diese Tabelle enthält insbesondere die Schwankungsamplituden der Leistung und läßt den Gewinn an Leistungsstabilität bei einer erfindungsgemäßen Strangpresse erkennen; dieser Gewinn entspricht der Verminderung der Amplitude
der Leistungsschwankungen. Aus der Tabelle sind weder die Vorgänge des "Ablösens" noch diejenigen des "
"Außertrittfallens", die bei der bekannten Strangpresse
auftreten, erkennbar; die Tabelle zeigt jedoch die Unregelmäßigkeit der Ausbringung bei dieser bekannten Strangpresse
ürids zugleich die in allen Fällen gleichmäßige Ausbringung der erfindungsgemäßen Strangpresse.
Die streifenförmigen oder einzelnen "hakenförmigen,
eine Raspel bildenden Rauhigkeiten sind in gleicher Weise bei dem Beispiel eines horizontalen Extruder3 mit der Achse
X-X gemäß Fig. 1 und 2 wie bei dem Beispiel eines vertikalen
Extruders mit der Achse X-Y in Fig. 4 und 5 anwendbar.
Außerdem können die Rauhigkeiten an Stelle der in Fig. 3
dargestellten hakenform eine,zylindrische, kegelförmige
oder spitzbogige Form aufweisen. ·
5623
009846/1533
Claims (7)
- PatentansprücheStrangpresse, bei der zwischen einer umlaufenden Roorscheibe und einer stillstehenden Statorscheibe ein Spalt gebildet ist, in dem der zu verpressende Werkstoff plastifiziert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Scheiben (2,5;11,14) an ihren einander gegenüberstehenden Stirnseiten Rauhigkeiten (9;20) aufweisen, deren Höhe um soviel kleiner als die Tiefe des Spalts (8;19) ist, daß zwischen den höchsten Erhebungen (Scheiteln) der Rauhigkeiten ein Zwischenraum froibleibt.
- 2. Strangpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Rauhigkeiten (9) in Linien angeordnet sind, die sich wie Schaufeln einer Kreiselpumpe vom mittleren Bereich der beiden Scheiben zn deren äußerem Rand erstrecken und im Drehsinn (f) der Rotorscheibe (5) vorwärtsgekrümmt sind.
- 3. Strangpresse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Rauhigkeiten (9) Streifen bilden, die sich ohne Unterbrechung vom mittleren Bereich bis zum äußeren Rand der beiden Scheiben (2,5) erstrecken.
- 4. Strangpresse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Rauhigkeiten (20) von einzelnen Hakenzähnen gebildet, die wie bei einer Raspel über die einander gegenüberstehenden Stirnflächen der beiden Scheiben (11,14) verteilt sind.009 846/15 33
- 5. Strangpresse nach Anspruch 4f dadurch gekennzeichnet , daß die steilen Planken (9a) der Hakenzähne an der Rotorscheibe (5;14) in deren Drehrichtung und an der Statorscheibe (2;11) in die entgegengesetzte Richtung weisen und daß zwischen dem Fuß jeder steilen Planke und dem Fuß der sanft geneigten Planke (9b) des nächsten Zahns (9) eine ebene Zwischenflache (9c) vorgesehen ist.
- 6. Strangpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß die Rauhigkeiten ein zylindrisches, kegelförmiges oder spitzbogiges Profil haben.
- 7. Strangpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet , daß die Höhe der Rauhigkeiten (9»20) von der dazwischenliegenden ebenen Fläche (9c) aus gemessen, am Rand der Scheiben (2,5;11,14) am größten ist und mindestens an der einen Scheibe zur Mitte hin allmählich bis zum Wert Null abnimmt.5665009846/1533,.BAP
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EHJ | Ceased/non-payment of the annual fee |