DE1959905A1 - Strangpresse - Google Patents

Strangpresse

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DE1959905A1
DE1959905A1 DE19691959905 DE1959905A DE1959905A1 DE 1959905 A1 DE1959905 A1 DE 1959905A1 DE 19691959905 DE19691959905 DE 19691959905 DE 1959905 A DE1959905 A DE 1959905A DE 1959905 A1 DE1959905 A1 DE 1959905A1
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C48/00Extrusion moulding, i.e. expressing the moulding material through a die or nozzle which imparts the desired form; Apparatus therefor
    • B29C48/03Extrusion moulding, i.e. expressing the moulding material through a die or nozzle which imparts the desired form; Apparatus therefor characterised by the shape of the extruded material at extrusion
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C48/00Extrusion moulding, i.e. expressing the moulding material through a die or nozzle which imparts the desired form; Apparatus therefor
    • B29C48/25Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
    • B29C48/36Means for plasticising or homogenising the moulding material or forcing it through the nozzle or die
    • B29C48/47Means for plasticising or homogenising the moulding material or forcing it through the nozzle or die using discs, e.g. plasticising the moulding material by passing it between a fixed and a rotating disc that are coaxially arranged

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Description

Strangpresse (Extruder)
Die Erfindung betrifft eine Strangpresse, bei der zwischen einer umlaufenden Rotorscheibe und einer stillstehenden Statorscheibe ein Spalt, gebildet ist, in dem der zu verpressende Werkstoff einer Scherbeanspruchung aus gesetzt und dadurch plastifiziert wird. Solche Strangpressen dienen zum Vorpressen von Kunststoffen wie Elastomeren und in erster Linie von steifem Polyvinylchlorid.
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Bei einer bekannten Strangpresse dieser Gattung
sind die beiden Scheiben'.kreisförmig und zumindest annähernd gleichachsig; die Statorscheibe ist an einem Gehäuse befestigt», in dem sich die Rotorscheibe dreht. Der zu verarbeitende Werkstoff wird infolge, der Scherbeanspruchungen, die er,im spalt zwischen den beiden
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Scheiben ausgesetzt ist, plastifiziert und homogenisiert. Der Werkstoff wird als Granulat oder als Pulver am äußeren Rand in den Spalt eingeführt und in eine Art Teig verwandelt, der durch eine Zentripetalkraft zu einer am Stator vorgesehenen Düse mit axialem Austritt gef ör dert'und durch diese Düse ausgepresst wird.
Bei einer solchen Vorrichtung ist es schwierig, einen gleichmäßigen Betrieb aufrecht zu erhalten, d.h. eine konstante Antriebsleistung des Rotors, eine konstante Ausbringung sowie konstante Temperatur und Struk-
φ tür des ausgepressten Werkstoffs. Bei bekannten Strangpressen der eingangs beschriebenen Gattung sind die beiden Scheiben entweder glatt oder sie weisen Nuten, Rippen oder Flügel auf, deren Höh enunterschied gegenüber den Scheiben beinahe ebenso groß ist v/ie die Tiefe des Spalts; solche Strangpressen ermöglichen keinen gleichmäßigen Betrieb. Das Extrudat hat einen ungleichmäßigen Querschnitt und eine ungleichmäßige Struktur und fällt in wechselnder Menge an, so daß es sich für die Weiterverformung, beispielsweise nach demBlasverfahren, nicht eignet. Die Ausbringung kann bei bekanntem gattungsgemäßen Strangpressen sogar vorübergehende oder endgültige Unterbrechungen erfahren.
Der Erfindung liegt die Beobachtung zugrunde, daß diese unregelmäßige Betriebsweise auf Gleitbewegungen der plastischen Masse zwischen den. beiden Scheiben zurück-*- zuführen ist und daß der Betrieb gattungsgemäßer Strangpressen wesentlich gleichmäßiger ist, wenn solche Gleitbewegungen nicht stattfinden.
Die Erfindungsaufgabe besteht darin, eine Strangpresse der eingangs beschriebenen Gattung 'derart
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zu vervollkommnen, daß sich eine regelmäßige Produktion von ausgepresstem. Werkstoff ergibt. Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die beiden Scheiben, nämlich die Statorscheibe und die Rotorscheibe, an ihren einander gegenüberstehenden Stirnseiten Rauhigkeiten aufweisen, deren Höhe um soviel kleiner als die Tiefe des zwischen den beiden Scheiben gebildeten Spalts ist, das zwischen den höchsten Erhebungen der Rauhigkeiten der Statorscheibe einerseits und der Rotorscheibe andererseits ein erheblicher Zwischenraum freibleibt.
Wegen der Rauhigkeiten bleibt die plastische Masse fest an den Scheiben haften; sie wird daher im teigartigen Zustand in ihrer gesamten Dicke durch Scherbean- € spruchungen gründlich durchgearbeitet und es ergibt sich eine gleichmäßige Ausbringung an stranggepresster Masse.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes sind die Rauhigkeiten in Linien angeordnet, die sich wie Schaufeln einer Kreiselpumpe vom mittleren Bereich der beiden Scheiben zu deren äußerem Rand erstrecken und vorzugsweise im Drehsinn der Rotorscheibe vorwärts gekrümmt sind.
Bei einer anderen Ausführungsform sind die Rauhigkeiten von einzelnen Hakenzähnen gebildet, die wie bei * einer Raspel über die einander gegenüberstehenden Stirnflächen der beiden Scheiben verteilt sind.
Die Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Pig. 1 eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Strangpresse im axialen Schnitt; . .
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BADORfGlNAL
Pig. 2 eine Stirnansicht der Rotorscheibe im t ,■ Sinne der Pfeile 2 - 2 in Fig. 1;
Pig. 3 einen vergrößerten Teilschnitt län&sder Linie 3 - 3 in Fig. 1;
Fig. 4 eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Strangpresse im axialen Schnitt;
Pig. 5 eine Ansicht der zugehörigen Rotorscheibe in Richtung der Pfeile 5 - 5 in Pig. 4; und
Fig. 6 ein Diagramm der bei einer bekannten Strangpresse einerseits und einer erfindungsgemäßen Strangpresse andererseits vom Rotor im Betrieb aufgenommenen Leistung, die über der Zeit aufgetragen ist.
Bei dem in Fig· 1-3 dargestellten Ausführungebeispiel umfasst die Strangpresse ein topfförmiges zylindrisches Gehäuse 1,2 mit waagerechter Achse X-X. An der zylindrischen Wand 1 des Gehäuses ist in der Nähe des Bodens 2, der im folgenden als Stator bezeichnet wird, eine radiale Öffnung vorgesehen, in die zum Einführen des zu verpressenden Werkstoffs ein Beschickungstrichter 3 eingepasst ist. Der Stator 2 weist eine abgerundete öffnung 4 auf, die im folgenden als Düse bezeichnet wird und durch die der stranggepresste Werkstoff austritt. ' .„,
Im zylindrischen Innenraum der Gehäusewand 1 ist ein Rotor 5, der über eine Welle 6 von einem nicht dargestellten Motor angetrieben wird," um die Achse X-X drehbar gelagert. Der Rotor 5 umfasst eine axiale Nase mit konkaver Abrundung, die der trichterförmigen
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Verengung der Düse 4 entspricht und den Werkstoffstrom zur Düse hin leiten soll.
Stator 2 und Rotor 5 sind im wesentlichen scheibenförmig und voneinander durch einen im folgenden als Spalt, bezeichneten Zwischenraum 8 getrennt·
Die beiden Scheiben, nämlich der Stator 2 und der Rotor 5 sind an ihren einander gegenüberstehenden Stirnflächen von im Profil hakenförmigen Rauhigkeiten 9 bedeckt. Diese Hauhigkeiten 9 umfassen gemäß Pig. 3 eine steile Planke 9a, die auf den werkstoff einwirkt und an der sich der Werkstoff festhängt, sowie eine sanftgeneigte Planke 9b, die einen Übergang zwischen der Rauhigkeit und der ebenen Zwischenfläche 9czwischen je zwei aufeinanderfolgenden Rauhigkeiten bildet. Die ebenen Zwischenflächen 9c bilden Bezugsflächen des Stators und des Rotors, zwischen denen die Tiefe des Spalts 8 gemessen wird. Die Erhabenheit der Rauhigkeiten 9» d.h. die Höhe a.ihrer Scheitel über den Zwischenflächen 9c ist wesentlich kleiner als die Tiefe b des Spalts 8, so daß zwischen den Scheiteln oder Spitzen der Rauhigkeiten des Stators einerseits und des Rotors andererseits ein beträchtlicher Zwischenraum frei bleibt.
Die steilen Planken 9a der Rauhigkeiten 9 des Rotors sind in der durch den Pfeil f angedeuteten Drehrichtung des Rotors nach vorne gerichtet. Die steilen Planken 9a J der Rauhigkeiten des Stators 2 weisen in die entgegengesetzte Richtung.
Im Ausführungsbeispiel gemäß Pig. 1-3 bilden die Rauhigkeiten 9 ununterbrochene Streifen, die sich ähnlich
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— ο —
wie Schaufeln einer Kreiselpumpe vom mittleren Bereich des Stators oder Rotors bis an den äußeren Rand erstrecken. Diese Streifen können bogenförmig oder zur leichteren Herstellung von geraden Ab- ": schnitten gebildet sein. Vorzugsweise enden. die Rauhigkeiten 9 in der Nähe des mittler ι Bereichs des Stators 2 und des Rotors 5 und ihre Höhe a nimmt in diesem Bereich bis auf den Wert O ab.
Die beschriebene Strangpresse arbeitet folgendermaßen: .
Der zu verpressende Werkstoff, im allgemeinen
körniges oder pulverförmiges Polyvinylchlorid, wird durch den Beschickungstrichter 3 in den Zwischenraum eingeleitet, nachdem der Rotor 5 in Richtung des Pfeils f in Drehung, versetzt worden ist. Stator 2 und Rotor 5 sind durch nicht dargestellte, an sich bekannte Mittel beheizt; infolge der Wärme erweicht der Werkstoff und wird, da er an den Rauhigkeiten 9 hängen bleibt, zwischen dem Stator 2 und dem Rotor 5 einer Scherbeanspruchung ausgesetzt. Der Kunststoff wird, vom Rand des Stators und des Rotors ausgehend, zunehmend plastisch und wird in eine Art Teig verwandelt, der den Zwischenraum 8 ausfüllt und mit seinen äußeren Stirnflächen an, den einander gegenüberstehenden Stirnflächen des Stators und des Rotors wegen der Rauhigkeiten 9 vollständig fest haftet. Daraus ergibt sich, daß die an den Rauhigkeiten 9 des Stators, deren steile Planken der Drehrichtung entgegengesetzt sind, fest hängende Fläche der plastischen Masse unbeweglich ist, während die an den Rauhigkeiten 9 des Rotors verankerte Fläche der
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plastischen Masse mit der Drehgeschwindigkeit des Rotors umläuft. Der mittlere Bereich der plastischen Masse zwischen diesen.beiden Flächen ist daher einer Scherwirkung ausgesetzt, die zur Plastifizierung beiträgt. Gleichzeitig ist die plastische Masse einer Zentripetalkraft ausgesetzt, die sie zwingt, zur Düse 4 zu strömen, durch die sie ausgepresst wird.
Die Rauhigkeiten 9 verhindern somit jede Gleitbewegung der plastischen Masse in Bezug auf den Stator oder den Rotor und sorgen infolgedessen dafür, daß die Scherkräfte und Zentripetalkräfte ihre volle Wirkung aus- ^ üben. Daraus ergibt sich eine vollständig gleichmäßige Produktion des ausgepressten Werkstoffs, dessen Menge je Zeiteinheit, Querschnitt und Temperatur derart kon-
so
stant sind, daß dieses Extrudat den Anforderungen bei
der anschließenden Verformung, beispielsweise nach dem Blasverfahren, völlig entspricht.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 und 5 ist die Erfindung auf eine Strangpresse mit senkrechter Achse T-Y und waagerechten Scheiben angewandt. Diese Strangpresse umfasst ebenfalls ein topffö'rmiges Gehäuse 10,11 mit der Achse Y-Y, dessen Boden 11 die Statorscheibe darstellt. Die Statorscheibe 11 weist "
eine abgerundete axiale Öffnung 12 auf, die im folgenden als Düse bezeichnet wird, und deren Hündung in die Innenseite des Gehäuses 10,11 trichterförmig erweitert ·' ist, um den Austritt des Strangpresswerkstoffs zu erleichtern. Am Gehäusemantel 10 ist ein Beschickungstrichter 13 derart befestigt, daß der in ihn eingeführte Kunststoff parallel zur Achse Y-Y nach innen strömt, wo der Trichter 13 in einem gewissen Abstand vom Stator 11 ,
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■j i-f-ϊ.·
mündet. Die Strangpresse umfasst eine Rotorscheibe 14,, die von einem nichtdargestellten Motor über eine Welle 15 drehbar ist. Der Rotor 14 -umfasst auch hier eine Nase 16 von der Form einer sich zum Rotor hin öffnenden Trompete , "" deren Oberfläche derjenigen des trichterförmigen Eingangs der Düse 12 komplementär ist.
Die in Pig. 4 und 5 dargestellte Strangpresse unterscheidet sich von derjenigen gemäß Fig. λ und 2 u.a. darin, daß am Stator 11 rings um die Düse 12 Flügel 17 vorgesehen sind und daß am Rand des Rotors 14 Flügel 18 befestigt sind, von denen beispielsweise drei vorgesehen sein können und die sich unter der Mündung des Beschickungstrichters 15 vorbei bewegen um den Strangpreßwerkstoff in den Spalt 19 zwischen dem Rotor und dem Stator mitzunehmen. Die am Stator 11 bzw. am Rotor befestigten Flügel 17 und 18 haben, von den einander gegenüberstehenden Flächen des Stators und des Rotors aus -gemessen, eine Höhe, die der Tiefe des Spalts 19 annähernd gleichkommt oder etwas kleiner ist als diese*
Gemäß der Erfindung sind die einander gegenüberstehenden Stirnflächen des Stators 11 und des Rotors 14 mit Rauhigkeiten 20 bedeckt. Im Beispiel gemäß Fig. 4 und 5 bilden die Rauhigkeiten 3Dikeine ununterbrochenen Streifen sondern einzelne HSkenzähne, so daß die einander gegenüberliegenden Stirnflächen der Stator- und Rotorscheibe 11,1^- mit Raspeln vergleich- .„> bar sind. Profil und Richtung der Rauhigkeiten 20 entsprechen der Darstellung in Fig. 5· Die Rauhigkeiten 20 sind vorzugsweise ebenso wie die Streifen im Beispiel gemäß Fig. 1 und 2 in der allgemeinen Form von Pumpenschaufeln angeordnet. Die Rauhigkeiten 20 sind am Stator 11 nur durch die Flügel 17undam Rotor 14 nur durch die Randflügel 18 unterbrochen.
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Die Wirkungsweise entspricht der für das erste Ausführungsbeispiel beschriebenen mit der Abweichung, daß die Randflügel 18 den Hohlraum des Gehäuses 10 auskehren und den zu verpressenden Werkstoff in den Spalt 19 hineinziehen. Die Bedeutung der Verankerung an den Rauhigkeiten ist dieselbe wie im vorigen Beispiel.
Auch im Beispiel gemäß Pig. 4 und 5 könnten anhand der voneinander getrennten Rauhigkeiten 20, die eine raspel- oder reibeisenähnliche Struktur ergeben, Rauhigkeiten vorgesehen sein, die wie in Fig. 1 und 2 Streifen ^ bilden. ™
Die Bedeutung und Wirksamkeit der Rauhigkeiten 9 und 20 zeigt sich besonders deutlich an den folgenden Zahlenbeispielen. Es sei auch auf das Diagramm in Fig. 6 hingewiesen, das die Veränderungen der Leistungsaufnahme des Rotors in Abhängigkeit von der Zeit darstellt, wobei die Leistung^""" längs der x-Achse und die Zeit längs der y-Achse aufgetragen ist. In diesem Diagramm sind zwei Bejfcriebskennlinien dargestellt: Die Linie I zeigt die Arbeitsweise einer bekannten Strangpresse, die sich beispielsweise von der in Fig. 4 und 5 dargestellten dadurch unterscheidet, daß die Scheiben keine Rauhigkeiten aufweisen. Die Linie II ent- ä spricht einer Betriebsmessung einer erfindungsgemäßen Strangpresse der in Fig. 4 und 5 dargestellten Bauart. Die aufgenommene Leistung schwankt in beiden Fällen sägezahnförmig , um einen Mittelwert. Die Messung der Amplitude m dieser Schwankungen ist eine Messung der Stabilität der Leistungsaufnahme. Je kleiner der Wert m ist, desto größer ist die Betriebsstabilität. .„Bei der Linie II ist die Amplitude m wesentlich kleiner als bei der Linie I, woraus sich ergibt, daß die Stabilität bei einer Strangpresse, deren Scheiben erfindungsgemäße Rauhigkeiten aufweisen, wesentlich größer
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ist. Bei der Linie I sind außerdem beträchtliche Leistungsabfälle und darauffolgende Leistungsanstiege ρ festzustellen. Diese Abfälle und Anstiege p, die als .Ablösungen bezeichnet werden können, entsprechen erheblichen Geleitbewegungen der plastischen Masse in Bezug auf die Scheiben. Obwohl diese Gleitbewegungen nur gelegentlich und nur vorübergehend auftreten, führen sie doch zu einer starken Ungleichmäßigkeit der Produktion an ausgepresstem Kunststoff, wodurch die Strangpresse für industrielle Verwendung ungeeignet ist.
•Darüberhinaus sind aber bei der Linie I sehr viel stärkere Leistungsabfälle q festzustellen, die nicht von Wiederanstiegen gefolgt sondern endgültig sind, so daß die gemessene Leistungsaufnahme um einen sehr viel niedrigeren Mittelwert als bei der Linie II schwankt. Ein solcher Leistungsabfall entspricht einer nicht von selbst aufhörenden Gleitbewegung der plastischen Masse, die zur Folge hat, daß die Masse nicht mehr ausgepresst wird und der Rotor leer umläuft. Die Produktion des Extrudats ist somit unterbrochen; diesen Fall kann man mit dem Aussertrittfallen eines Drehstrommotores vergleichen.
Eine Erscheinung dieser Art läßt sich bei der Linie II φ nicht feststellen.
Es ist beobachtet worden, daß die Erscheinungen des "Äblösens", d.h. eines vorübergehenden Leistungsabfalls .,, und damit verbundenen vorübergehenden Abfalls der Ausbringung 8n stranggepresster Masse bei Betriebsdaten auftreten, die unter den folgenden Werten liegen:
Drehgeschwindigkeit des Rotors 120 U/min
Temperatur des die Scheiben heizenden Mediums, beispielsweise Öls ................ 173 C
Tiefe b des Spalts ·....·.·-..'· 7 mm
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Bei Überschreitung dieser Betriebsdaten, also bei wesentlich schwierigeren Betriebsbedingungen, die im Interesse einer höheren Ausbringung an stranggepresster Masse angestrebt werden, sind nicht nur die "Ablösungen" zunehmend häufiger, sondern auch die Erscheinung des "Außertrittfallens", d.h. des endgültigen Leistungsabfalls, tritt unvermeidlich auf.
Bei einer Strangpresse mit erfindungsgemäßen, Rauhigkeiten aufweisenden Scheiben ist bei Betriebsdaten, die unter den oben angegebenen liegen, die Amplitude der LeistungsSchwankungen ungefähr ebenso groß wie bei einer bekannten Strangpresse, doch tritt keinerlei "Ablösung" auf. Bei Betriebsdaten, die über den obengenannten liegen, arbeitet eine erfindungsgemäße Strangpresse gleichmäßig ohne "Ablösung" und ohne "Außertrittfallen" stabil, d.h. mit einer Amplitude der Leistungsschwankungen, die merklich geringer ist als die Amplitude der Leistungsschwankungen, die bei einer bekannten Strangpresse beobachtet wird, ehe eine "Ablösung" oder ein "Außertrittfallen" stattfindet.
In der folgenden Tabelle sind für eine Anzahl verschiedener Betriebsbedingungen Vergleichswerte der Amplituden, der Leistung sowie Vergleichswerte der Ausbringung einer bekannten Strangpresse einerseits und einer erfindungsgemäßen Strangpresse andererseits zusammengestellt.
Folgt Tabelle
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Amplitude der Leistung^— ",i_n Eingestellte Betriebsdaten Schwankungen in mm "" '""!
Rotorge- öitempe- Bekannter Erfindungsgem. Stabili-
schwindig-ratur der Spalt- Extruder Extruder (Li- tätsge-
keit Scheiben- dicke (Linie I · nie II in winn in U/min heizung G mm in Pig.6) Pig. 6) <fo
Ausbringung an Extrudat kg/h
Bekannter Extruder
" II
Erfindurigs gemäßer Ex truder
Gewinn II-I
009846 100 125
120 150
vn
co
(*>
120
140
175
200
160 100
7 8
7 8
7 .10
7 9
7 H
4
4
2
5
5
50 50 80· 44 65 (ungleich- (gleichmämäßige
Ausbringg-
44,3
54,6.
54,1
57,6
76,5
ßige
Ausbrin-gg,
49 V 6
59,5
72,8
81,8
5,3 4,9 6,9 5,2
5,3
:- : : ■: Ϊ : V 13 " ; ■■ ν V- .: ' V- ■■.■■
Diese Tabelle enthält insbesondere die Schwankungsamplituden der Leistung und läßt den Gewinn an Leistungsstabilität bei einer erfindungsgemäßen Strangpresse erkennen; dieser Gewinn entspricht der Verminderung der Amplitude der Leistungsschwankungen. Aus der Tabelle sind weder die Vorgänge des "Ablösens" noch diejenigen des " "Außertrittfallens", die bei der bekannten Strangpresse auftreten, erkennbar; die Tabelle zeigt jedoch die Unregelmäßigkeit der Ausbringung bei dieser bekannten Strangpresse ürids zugleich die in allen Fällen gleichmäßige Ausbringung der erfindungsgemäßen Strangpresse.
Die streifenförmigen oder einzelnen "hakenförmigen, eine Raspel bildenden Rauhigkeiten sind in gleicher Weise bei dem Beispiel eines horizontalen Extruder3 mit der Achse X-X gemäß Fig. 1 und 2 wie bei dem Beispiel eines vertikalen Extruders mit der Achse X-Y in Fig. 4 und 5 anwendbar. Außerdem können die Rauhigkeiten an Stelle der in Fig. 3 dargestellten hakenform eine,zylindrische, kegelförmige oder spitzbogige Form aufweisen. ·
Patentansprüche
5623
009846/1533

Claims (7)

  1. Patentansprüche
    Strangpresse, bei der zwischen einer umlaufenden Roorscheibe und einer stillstehenden Statorscheibe ein Spalt gebildet ist, in dem der zu verpressende Werkstoff plastifiziert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Scheiben (2,5;11,14) an ihren einander gegenüberstehenden Stirnseiten Rauhigkeiten (9;20) aufweisen, deren Höhe um soviel kleiner als die Tiefe des Spalts (8;19) ist, daß zwischen den höchsten Erhebungen (Scheiteln) der Rauhigkeiten ein Zwischenraum froibleibt.
  2. 2. Strangpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Rauhigkeiten (9) in Linien angeordnet sind, die sich wie Schaufeln einer Kreiselpumpe vom mittleren Bereich der beiden Scheiben zn deren äußerem Rand erstrecken und im Drehsinn (f) der Rotorscheibe (5) vorwärtsgekrümmt sind.
  3. 3. Strangpresse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Rauhigkeiten (9) Streifen bilden, die sich ohne Unterbrechung vom mittleren Bereich bis zum äußeren Rand der beiden Scheiben (2,5) erstrecken.
  4. 4. Strangpresse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Rauhigkeiten (20) von einzelnen Hakenzähnen gebildet, die wie bei einer Raspel über die einander gegenüberstehenden Stirnflächen der beiden Scheiben (11,14) verteilt sind.
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  5. 5. Strangpresse nach Anspruch 4f dadurch gekennzeichnet , daß die steilen Planken (9a) der Hakenzähne an der Rotorscheibe (5;14) in deren Drehrichtung und an der Statorscheibe (2;11) in die entgegengesetzte Richtung weisen und daß zwischen dem Fuß jeder steilen Planke und dem Fuß der sanft geneigten Planke (9b) des nächsten Zahns (9) eine ebene Zwischenflache (9c) vorgesehen ist.
  6. 6. Strangpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß die Rauhigkeiten ein zylindrisches, kegelförmiges oder spitzbogiges Profil haben.
  7. 7. Strangpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet , daß die Höhe der Rauhigkeiten (9»20) von der dazwischenliegenden ebenen Fläche (9c) aus gemessen, am Rand der Scheiben (2,5;11,14) am größten ist und mindestens an der einen Scheibe zur Mitte hin allmählich bis zum Wert Null abnimmt.
    5665
    009846/1533
    ,.BAP
DE19691959905 1968-11-28 1969-11-28 Strangpresse für Kunststoffe Expired DE1959905C (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR175655 1968-11-28
FR175655 1968-11-28

Publications (3)

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DE1959905A1 true DE1959905A1 (de) 1970-11-12
DE1959905B2 DE1959905B2 (de) 1972-06-22
DE1959905C DE1959905C (de) 1973-01-18

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ES374008A1 (es) 1971-11-16
LU59907A1 (de) 1970-05-27
DE1959905B2 (de) 1972-06-22
CA919869A (en) 1973-01-30
US3846059A (en) 1974-11-05
CS156501B2 (de) 1974-07-24
GB1252197A (de) 1971-11-03
CH502889A (fr) 1971-02-15
NL6917890A (de) 1970-06-01
AT314811B (de) 1974-04-25
FR1596699A (de) 1970-06-22
BE742307A (de) 1970-05-27
NL158733B (nl) 1978-12-15
SE354443B (de) 1973-03-12

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