DE19603473C2 - Verfahren zur Übertragungsreichweitenerhöhung von Datenschnittstellen für periphere Einrichtungen von Kommunikationssystemen - Google Patents

Verfahren zur Übertragungsreichweitenerhöhung von Datenschnittstellen für periphere Einrichtungen von Kommunikationssystemen

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Übertragungsreich­ weitenerhöhung einer asymmetrischen Datenschnittstelle mit Daten-, Steuer- und Statusleitungen zur Übermittlung von Daten-, Steuer- und Statusinformationen für den Anschluß von peripheren Einrichtungen an ein Kommunikationssystem, an das jeweils über Nachrichtenkanäle und einen paketorientierten Signalisierungskanal Kommunikationsendgeräte anschließbar sind.
Für den Anschluß einer peripheren Einrichtung, beispielsweise ein Drucker für Gebührenausgabe oder ein Betriebsterminal, sind Kommunikationssyteme, insbesondere Vermittlungseinrich­ tungen, mit zumindest einer V.24-Schnittstelle oder einer gleichartigen RS232-Schnittstelle ausgestattet - siehe hierzu beispielsweise Druckschrift "ISDN im Büro-HICOM", Sonderaus­ gabe telcom report 1985. Seite 50 bis 57. Über diese Schnitt­ stelle werden über Datenleitungen Daten, über Steuerleitungen Steuerinformationen und über Statusleitungen Status­ informationen übertragen. Hierbei werden endgeräteseitig gebildete Steuerinformationen an die Datenschnittstelle übermittelt und entsprechend den übermittelten Steuerinforma­ tionen die Datenschnittstelle eingestellt. Beispielsweise wird durch die Steuerinformation "Sendeanforderung" die systemseitige Schnittstelle in einen Zustand gesteuert, bei dem ankommende Daten an die folgenden Einrichtungen oder Kommunikationsnetze weitergeleitet bzw. über diese übertragen werden. Eine derartige asynchrone V.24- oder RS232-Daten­ schnittstelle besitzt eine Übertragungsreichweite von ca. 30 m, das heißt, periphere Einrichtungen wie beispielsweise ein Drucker, sind über ein maximal 30 m langes Anschlußkabel an ein Kommunikationssystem anzuschließen. Sind die peripheren Einrichtungen in einer größeren Entfernung als 30 m vom Kommunikationssystem angeordnet, so sind einige Methoden zur Vergrößerung der Übertragungsreichweite einer RS232- bzw. V.24-Schnittstelle bekannt.
Eine Variante besteht darin, die V.24- bzw. RS23-Schnitt­ stellensignale mit Hilfe eines weiteren Übertragungsverfah­ rens und von die das Verfahren realisierenden Übertragungs­ einrichtungen, mit dem erheblich größere Übertragungsreich­ weiten erzielt werden, zu übermitteln. Eines der Übertra­ gungsverfahren stellt beispielsweise das Basisbandverfahren oder das Echokompensations-Übertragungsverfahren einschließ­ lich der zugehörigen Übertragungseinrichtungen dar. Eine wei­ tere Variante besteht darin, die V.24- bzw. RS232-Schnitt­ stellensignale zu verstärken. Dies bedeutet eine Back-to­ back-Schaltung von zwei Schnittstellenschaltungen. Eine wei­ tere Möglichkeit besteht darin, die Schnittstellensignale über eine Nachrichten- bzw. B-Kanal-Verbindung an das Kommu­ nikationssystem heranzuführen - insbesondere in ISDN-Kommu­ nikationsnetzen. Hierbei ist eine V.24- bzw. RS232-Schnitt­ stelle in einem Terminaladapter realisiert, der an einen Teilnehmeranschluß des Kommunikationssystems, insbesondere eines ISDN-Kommunikationssystems angeschlossen ist. Bei Ein­ satz von zwei derartigen Terminaladaptern wird eine periphere Einrichtung an einen vom Kommunikationssystem abgesetzten Terminaladapter angeschlossen und über die Anschlußleitung und das Kommunikationssystem werden die Daten einschließlich der Steuer- und Statusinformationen an den beim Kommunikati­ onssystem angeordneten Terminaladapter übertragen. Die in diesem Terminaladapter realisierte V.24- bzw. RS232-Schnitt­ stelle ist hierbei mit der V.24- bzw. RS232-Schnittstelle des Kommunikationssystems verbunden. Die Realisierung der vorher­ gehend angegebenen drei Varianten sind sehr aufwendig, das heißt, der schaltungs- und programmtechnische Aufwand ist sehr hoch. Zusätzlich wird bei der dritten Variante ein Nach­ richten- bzw. B-Kanal belegt, der vorteilhafter für andere Anwendungen, beispielsweise einen Anschluß eines Kommunika­ tionsendgerätes verwendet werden sollte.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, die Übertragungsreichweite von für den Anschluß von peripheren Einrichtungen an Kommunikationssstemen vorgesehenen Daten­ schnittstellen mit geringstem Aufwand zu erhöhen. Die Aufgabe wird ausgehend von einem Kommunikationssystem gemäß den Merk­ malen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1 durch dessen kennzeichnende Merkmale gelöst.
Der wesentliche Aspekt des erfindungsgemäßen Verfahrens ist darin zu sehen, daß die Daten einschließlich der Steuer- und Statusinformationen über den paketorientierten Signalisie­ rungskanal eines Kommunikationsendgerätes übertragen werden. Hierzu ist ein überwiegend programmtechnisch realisiertes Übertragungsprotokoll vorgesehen, das sowohl im Kommunikati­ onsendgerät, als auch im Kommunikationssystem oder in einem weiteren Kommunikationsendgerät, ein Übertragungsprotokoll­ paar bildend, realisiert ist, wobei das jeweile auf der Part­ nerseite realisierte Übertragungsprotokoll durch eine Akti­ vierungsinformation aktiviert wird. Mit Hilfe dieses Übertra­ gungsprotokollpaars werden die zu übermittelnden Daten in Da­ tenpakete eingefügt bzw. werden aus den übermittelten Daten­ paketen die Daten entnommen und zusätzlich werden in die Da­ tenpakete die zu übermittelnden Steuer- und Statusinformatio­ nen eingefügt.
Das Übertragungsprotokoll ist in einem Kommunikationsendgerät und im Kommunikationssystem - Anspruch 2 - oder in zwei Kom­ munikationsendgeräten realisiert - Anspruch 3 -, wobei ein Übertragungsprotokoll durch Übermitteln einer Aktivierungs­ meldung durch das andere, zugeordnete Übertragungsprotokoll aktiviert wird. Besonders vorteilhaft ist die Variante der Realisierung eines Übertragungsprotokollpaars in einen Kommu­ nikationsendgerät und im Kommunikationssystem, da die übli­ cherweise über die Datenschnittstelle des Kommunikationssy­ stems zu übermittelnden Daten nicht an die asynchrone Daten­ schnittstelle, sondern im Kommunikationssystem direkt über eine Teilnehmeranschlußeinheit und den Signalisierungskanal an das betroffene Kommunikationsendgerät übermittelt und über die dort realisierte asynchrone Datenschnittstelle - insbe­ sondere eine V.24- bzw. RS232-Datenschnittstelle - an die pe­ riphere Einrichtung, z. B. einen Gebührendrucker - weitergege­ ben werden. Die Aktivierung des Übertragungsprotokolls in der Kommunikationseinrichtung erfolgt hierbei durch das Übertra­ gungsprotokoll des Kommunikationssystems.
Besonders vorteilhaft wird das erfindungsgemäße Verfahren in ISDN-Kommunikationssystemen verwendet, wobei die ISDN-Kommu­ nikationsgeräte über 2B-Kanäle und einen D-Kanal gemäß dem ISDN-Signalisierungsprotokoll angeschlossen sind - An­ spruch 4.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens insbesondere hinsichtlich der Ausgestaltung der Aktivierungs- und die Bestätigungsmeldungen, sowie der Daten­ pakete, sind den weiteren Ansprüchen zu entnehmen.
Im folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren anhand von mehreren zeichnerischen Darstellungen erläutert. Dabei zeigen
Fig. 1 in einem Blockschaltbild ein das erfindungsgemäße Verfahren realisierendes Kommunikationssystem und
Fig. 2a, b den Aufbau von zwischen dem Kommunikationssystem und einem Kommunikationsendgerät übermittelten Da­ tenpaketen.
Fig. 1 zeigt die zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfah­ rens vorgesehenen Komponenten eines Kommunikationssystems KS. Für das Ausführungsbeispiel sei angenommen, daß in einer zen­ tralen Steuerung ZST des Kommunikationssystems KS eine Druc­ kersteuerung DST realisiert ist. Über diese Druckersteuerung DST werden auszugebende Daten d üblicherweise an eine asymme­ trische V.24- bzw. RS232-Schnittstelle V.24 gesteuert - durch eine Linie mit Doppelpfeil angedeutet - und an einem Drucker PR, z. B. einem Gebührendrucker ausgegeben. Diese V.24- Schnittstelle V.24 stellt die betriebstechnische Schnittstel­ le des Kommunikationssystems KS dar. Wird der Drucker FR in einer Entfernung von <30 m an das Kommunikationssystem KS an­ geschlossen, so ist die Übertragungsreichweite dieser V.24- Schnittstelle V.24 aufgrund der asymmetrischen Spannungspegel an den Schnittstellenleitungen zu gering.
Die erfindungsgemäße Übertragungsreichweitenerhöhung der Be­ triebstechnikschnittstelle wird im wesentlichen dadurch er­ reicht, daß die Daten d mit Hilfe von Meldungen m über die periphere Steuerung FST zu einer Teilnehmeranschlußeinheit SLMO des Kommunikationssystems KS übermittelt werden. Der In­ formationsaustausch zwischen der zentralen Steuerung ZST und der peripheren Steuerung PST findet über einen Dual-Port-RAM DPR statt. Der Informationsaustausch zwischen der peripheren Steuerung PST und der Teilnehmeranschlußeinheit SLMO wird über eine paketorientierte Meldungsschnittstelle HDLC abge­ wickelt. Hierbei werden die Daten d und für eine Signalisie­ rung vorgesehene Informationen si in paketorientierte Meldun­ gen me eingefügt und durch ein gesichertes Protokoll, vor­ zugsweise das HDLC-Übertragungsprotokoll, übertragen.
In der Peripheriesteuerung PST wird das HDLC-Übertragungs­ protokoll und die Zugriffsroutine auf den Dual-Port-RAM DPR jeweils durch eine Protokollsteuerung PBT1,2 realisiert. Des weiteren ist in der peripheren Steuerung PST ein Devicehand­ ler DH-KE für an die Teilnehmeranschlußeinheit SLMO ange­ schlossene Kommunikationsendgeräte KE vorgesehen. Durch die­ sen Devicehandler DH-KE werden die von der zentralen Steue­ rung ZST übermittelten Meldungen m bzw. Informationen si und Daten d bewertet und in Meldungen me eingefügt, die über die Teilnehmeranschlußeinheit SLMO an das jeweilige Kommunikati­ onsendgerät KE übermittelt werden. Dies bedeutet, daß zu übermittelnde Daten d im Devicehandler DH-KE in paketorien­ tierte Meldungen me eingefügt und an das Teilnehmeranschluß­ modul SLMO übermittelt werden. Eine Bewertung oder Verände­ rung der Daten d wird hierbei nicht vorgenommen, d. h. die zu übermittelnden Daten d werden transparent an die Teilnehmer­ anschlußeinheit SLMO übermittelt. In dieser gelangen die Da­ ten d an eine Interworkingunit IWU. In dieser ist ein Druc­ kertreiber DTR realisiert, der sowohl die Datenflußsteuerung zwischen der Druckersteuerung DST in der zentralen Steuerung ZST als auch zum angeschlossenen Kommunikationsendgerät KE übernimmt.
Der Anschluß des dargestellten Kommunikationsendgerätes KE erfolgt über eine Anschlußleitung ASL, über die zu übermit­ telnde Informationen beispielsweise nach dem Zeitgetrenntla­ ge-Übertragungsverfahren übermittelt werden - nicht darge­ stellt. Über die Anschlußleitung ASL werden zwei Nachrichten- (2B) und ein Signalisierungskanal (D) geführt. Die Nachrich­ ten- bzw. der Signalisierungskanal (2B, D) sind hinsichtlich ihrer prozeduralen Eigenschaften beispielsweise gemäß dem ISDN-Standard realisiert. Dies bedeutet Nachrichtenkanäle B mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 64 kbit/s und einen Signalisierungskanal mit 16 kib/s. Die Signalisierungsinfor­ mationen werden HDLC-orientiert gemäß den ISDN-Signalisie­ rungsprozeduren übertragen. Im Kommunikationsendgerät ist ei­ ne V.24-Schnittstelle bzw. eine gleichartige RS232-Schnitt­ stelle V.24 realisiert. Die V.24-Schnittstelle V.24 ist gemäß dem ETSI-Standard V.24 ausgestaltet. An diese V.24-Schnitt­ stelle V.24 ist der Drucker PR angeschlossen, der üblicher­ weise mit der Betriebstechnikschnittstelle V.24 des Kommuni­ kationssystems KS verbunden ist. Im Kommunikationsendgerät KE ist die V.24-Schnittstelle V.24 durch eine Schnittstellenein­ heit SE realisiert, in der sowohl die Anpassung der physika­ lischen als auch der prozeduralen Eigenschaften an die inter­ nen Gegebenheiten des Kommunikationsendgerätes KE durchge­ führt wird. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren verhält sich die am Kommunikationsendgerät KE realisierte V.24-Schnitt­ stelle V.24 analog wie eine Betriebstechnikschnittstelle.
Von der Druckersteuerung DST werden auszugebende bzw. zu druckende Daten d gemäß den internen Protokollen des Kommuni­ kationssystems KS transparent an den Druckertreiber LTR in der Interworkingunit IWU der Teilnehmeranschlußeinheit SLMO übermittelt und dieser angezeigt, daß diese Daten d über den Signalisierungskanal D an eine V.24-Schnittstelle V.24 des bestimmten Kommunikationsendgerätes KE übermittelt werden sollen. Daraufhin wird im Druckertreiber DTR das erfindungs­ gemäße Übertragungsprotokoll UPR aktiviert und von diesem ei­ ne Aktivierungsinformation ai über den betroffenen Signali­ sierungskanal D an ein in dem zugeordneten Kommunikationsend­ gerät KE realisiertes Übertragungsprotokoll UPR übermittelt. Durch dieses Übertragungsprotokoll UPR wird eine Bestäti­ gungsinformation bi gebildet und an das Übertragungsprotokoll TIER in der Interworkingunit IWU zurückgesandt. Durch das Übermitteln einer Aktivierungsinformation ai und einer Bestä­ tigungsinformation bi sind beide Übertragungsprotokolle UPR aktiviert und eine Übertragungsstrecke für die Übermittlung von Datenpaketen dp eingerichtet. Der Aufbau der Datenpakete dp ist in Fig. 2a und 2b erläutert. Neben den Daten d werden in den Datenpaketen dp Steuerinformationen stei und Statusin­ formationen stai übertragen. Die Steuerinformationen stei werden entsprechend den Einstellungen der Steuer-Schnittstel­ lenleitungen der V.24-Schnittstelle V.24 gebildet, d. h. es werden diejenigen Zustände an den Steuer-Schnittstellenlei­ tungen der V.24-Schnittstelle V.24 übernommen, die der Druc­ ker PR durch entsprechendes Anlegen von Spannungspotentialen an die Steuer-Schnittstellenleitungen einstellt. Vom Kommuni­ kationssystem KS zur V.24-Schnittstelle V.24 werden Statusin­ formationen stai übertragen, um dem angeschlossenen Drucker PR den Status der Übertragungsstrecke einschließlich der V.24-Schnittstelle V.24 anzuzeigen. Die beim Ausführungsbei­ spiel übermittelten Steuer- und Statusinformationen stei, stai werden anhand der in Fig. 2a und 2b dargestellten Daten­ pakete dp erläutert. Das Übertragungsprotokollpaar UPR bzw. die eingerichtete Übertragungsstrecke wird durch Übermitteln einer in der Interworkingunit IWU gebildeten Deaktivierungs­ information (dai) an das Übertragungsprotokoll UPR im Kommu­ nikationsendgerät (KE) und das anschließende Übermitteln ei­ ner Bestätigungsinformation bi an das Übertragungsprotokoll UFR im Kommunikationssystem KS wieder deaktiviert. Der Signa­ lisierungskanal D steht anschließend wieder vollständig für die Übermittlung von Signalisierungsinformationen im Sinne der Verbindungssteuerung des betroffenen Kommunikationsendge­ rätes KE zur Verfügung, wobei auch während der eingerichteten Übertragungsstrecke Signalisierungsinformationen übermittelt werden können. Da die mittlere Übertragungsgeschwindigkeit für die Übermittlung der Signalisierungsinformationen zwi­ schen zwei und vier kbit/s liegt, stehen für die Übermittlung von Datenpaketen dp erhebliche Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 10 kbit/s zur Verfügung.
Fig. 2a zeigt ein Datenpaket dp, das durch ein Steuerfeld STF und ein beispielsweise 25 Byte umfassendes Datenfeld DF ge­ bildet ist, wobei die Daten d im Datenfeld DF übermittelt werden. Diesen erläuterten Aufbau zeigt ebenfalls das Daten­ paket DP in Fig. 2b. Das Steuerfeld in Fig. 2a umfaßt 8 Bit 1...8, wobei beispielsweise das erste bis dritte und das ach­ te Bit nicht benutzt werden, jedoch für weitere Übermittlung von Status- oder Steuerinformationen verwendbar sind. Das Da­ tenpaket dp ist für die Übermittlung von Daten d sowie Steu­ er- und Statusinformationen stei, stai vom Kommunikationssy­ stem KS zum Kommunikationsendgerät KE und die in Fig. 2b dar­ gestellten Datenpakete dp sind für die Übermittlung von Daten d und Status- sowie Steuerinformationen stai, stei vom Kommu­ nikationsendgerät KE zum Kommunikationssystem vorgesehen. In dem in Fig. 2a dargestellten Datenpaket dp sind in das Steuer­ feld STF Statusinformationen stai eingefügt, die dem Drucker PR den Status der V.24-Schnittstelle V.24 bzw. der Übertra­ gungsstrecke anzeigen. Im einzelnen sind dies Statusinforma­ tionen stai, wie Sendebereitschaft cts, Betriebsbereitschaft csr, Empfangssignalpegel dcd, ankommender Ruf ri und eine Folgeinformation fi, wobei die jeweilige Folgeinformation fi anzeigt, ob weitere Datenpakete dp folgen. Beim Datenpaket dp gemäß Fig. 2b sind in das Steuerfeld STF Steuerinformationen stei eingefügt, d. h., in diesem Steuerfeld STF werden Steue­ rinformationen stei übertragen, die vom Drucker PR gebildet und an die V.24-Schnittstelle V.24 gesteuert werden. Im ein­ zelnen sind dies Steuerinformationen stei, wie Drucker-Be­ reitschaft dtr, Sendeanforderung rts und eine Folgeinforma­ tion fi, die anzeigt, ob weitere Datenpakete dp folgen. Alle Informationen werden durch Binärinformationen übermittelt - in Fig. 2a und 2b durch in Klammern gesetzte 0,1 Bezeichnungen angedeutet. Dies bedeutet, daß beispielsweise jeweils eine binäre 1-Information die aktivierte Steuerleitung - bei­ spielsweise Sendeanforderung eingeschaltet - und einen akti­ ven Status einer Statusleitung - beispielsweise Übertragungs­ strecke betriebsbereit - anzeigt. Analog hierzu zeigt eine binäre 0-Information beispielsweise eine deaktivierte Steuer­ leitung - beispielsweise Sendeanforderung ausgeschaltet - und einen Ruhezustand einer Statusleitung - beispielsweise - Übertragungsstrecke nicht betriebsbereit - an.
Beim Ausführungsbeispiel werden Datenpakete dp insbesondere vom Kommunikationssystem KS zum Kommunikationsendgerät KE übertragen, da im wesentlichen Daten d vom Kommunikationssy­ stem KS zum Drucker PR zu übertragen sind. Die Datenpakete dp vom Kommunikationsendgerät KE zum Kommunikationssystem KS sind im wesentlichen für die Übermittlung der Steuerinforma­ tionen stei vorgesehen.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren kann die Übertragungs­ reichweite der V.24-Schnittstelle V.24 bzw. der Betriebstech­ nikschnittstelle erheblich erhöht werden, d. h. gemäß dem Aus­ führungsbeispiel kann ein Drucker PR oder beliebige andere periphere Einrichtungen in einem erheblich größeren Abstand vom Kommunikationssystem KS angeordnet werden. Vorteilhaft wird das erfindungsgemäße Verfahren für alle peripheren Ein­ richtungen, die für die Bedienung und die Wartung eines Kom­ munikationssystems KS vorgesehen sind, eingesetzt.

Claims (10)

1. Verfahren zur Übertragungsreichweitenerhöhung einer asym­ metrischen Datenschnittstelle (V.24) mit Daten-, Steuer- und Statusleitungen zur Übermittlung von Daten-, Steuer- und Sta­ tusinformationen (d, stei, stai) für den Anschluß von periphe­ ren Einrichtungen (PR) an ein Kommunikationssystem (KS), an das jeweils über Nachrichtenkanäle (B) und paketorientierte Signalisierungskanäle (D) Kommunikationsendgeräte (KE) an­ schließbar sind, dadurch gekennzeichnet,
  • 1. daß durch im Signalisierungskanal (D) übermittelte Aktivie­ rungsinformation (ai, bi) ein auf den Signalisierungskanal (D) abgestimmtes Übertragungsprotokoll (UPR) aktiviert wird,
  • 2. daß mit Hilfe des aktivierten Übertragungsprotokolls (UPR) zu übermittelnde Daten (d) und zusätzlich die Steuer- und Statusinformationen (stei, stai) für eine Datenübertragung über den Signalisierungskanal (D) in Datenpakete (dp) ein­ gefügt bzw. aus den übermittelten Datenpaketen (dp) einge­ fügte Daten (d), Steuer- und Statusinformationen entnommen und an eine asymmetrische Datenschnittstellte (V.24) bzw. das Kommunikationssystem (KS) gesteuert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Übertragungsprotokoll (UPR) in Kommunikationsendgerä­ ten (KE) realisiert ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Übertragungsprotokoll (UPR) im Kommunikationssystem (KS) und in einem Kommunikationsendgerät (KE) realisiert ist.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ISDN- Kommunikationsendgeräte (KE) jeweils über zwei B- Kanäle (B) und einen D-Kanal (D) gemäß einem ISDN- Signali­ sierungsprotokoll an ein ISDN- Kommunikationssystem (KS) an­ geschlossen sind.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
  • 1. daß in einem eine Datenübertragung initialisierenden bzw. deaktivierenden Kommunikationssystem (KS) nach der Aktivie­ rung des Übertragungsprotokolls (UPR) durch dieses eine pa­ ketorientierte Aktivierungsmeldung (ai) bzw. Deaktivie­ rungsmeldung (dai) gebildet und über den betroffenen Signa­ lisierungskanal (D) an ein vorgegebenes Kommunikationsend­ gerät (KE) übermittelt wird,
  • 2. daß im vorgegebenen Kommunikationsendgerät (KE) das Über­ tragungsprotokoll UPR) aktiviert bzw. deaktiviert und eine paketorientierte Bestätigungsmeldung (bi) über den betrof­ fenen Signalisierungskanal (D) an das Übertragungsprotokoll (UPR) des Kommunikationssystems (KS) übermittelt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Aktivierungs- bzw. Deaktivierungsmeldung (ai, dai) so­ wie die Bestätigungsmeldung (bi) ein 1-Byte umfassendes Steu­ erfeld (STF) umfaßt, in das die Aktivierungs- bzw. Deaktivie­ rungs- bzw. die Bestätigungsinformation (ai, dai, bi) eingefügt ist.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge­ kennzeichnet, daß ein Datenpaket (dp) ein 1 Byte umfassendes Steuerfeld (STF) umfaßt, in das Steuer- oder Statusinformationen (stei, stai) eingefügt sind.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß durch das kommunikationssystemseitige Übertragungsproto­ koll (UPR) Steuerinformationen (stei) in das Steuerfeld (STF) und durch das kommunikationsendgeräteseitige Übertragungspro­ tokoll (UPR) Statusinformationen (stai) in das Steuerfeld (STF) eingefügt werden.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die asymmetrische Datenschnittstelle durch eine V.24 bzw. eine RS 232 - Datenschnittstelle realisiert ist und daß die Steuerinformationen (stei) und Statusinformationen (stai) ge­ mäß der standardisierten V.24 bzw. RS 232 - Datenschnittstel­ le gebildet und in das Steuerfeld (STF) der Datenpakete (dp) eingefügt werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das Steuerfeld (STF) zusätzlich eine Folgeinformation (fi) enthält, die anzeigt, ob ein oder kein weiteres Datenpa­ ket (dp) übermittelt wird.
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