DE19629366A1 - Sicherheitsgurtsystem für Insassen in Fahrzeugen, insbesondere in Kraftfahrzeugen mit einem Gurtstraffer, einem Gurtkraftbegrenzer und einer etwa in Schulterhöhe angeordneten Gurtverlaufoptimierungseinrichtung - Google Patents

Sicherheitsgurtsystem für Insassen in Fahrzeugen, insbesondere in Kraftfahrzeugen mit einem Gurtstraffer, einem Gurtkraftbegrenzer und einer etwa in Schulterhöhe angeordneten Gurtverlaufoptimierungseinrichtung

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DE19629366A1 DE1996129366 DE19629366A DE19629366A1 DE 19629366 A1 DE19629366 A1 DE 19629366A1 DE 1996129366 DE1996129366 DE 1996129366 DE 19629366 A DE19629366 A DE 19629366A DE 19629366 A1 DE19629366 A1 DE 19629366A1
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Description

Die Erfindung betrifft ein Sicherheitsgurtsystem für Insassen in Fahrzeugen, insbesondere in Kraftfahrzeugen mit einem Gurtstraffer, einem Gurtkraftbegrenzer und einer etwa in Schulter­ höhe angeordneten Gurtverlaufoptimierungseinrichtung.
Sicherheitsgurtsysteme mit Gurtstraffern sind u. a. bekannt aus der EP 0 553 383 A1, EP 0 237 503 B1, DE 33 31 696 A1. Alle drei haben gemeinsam, daß der Sicherheitsgurt vor der Gurtaufrollvorrichtung durch eine geschlitzte Walze geführt wird, die im Belastungsfall verdreht wird und auf diese Weise zu einer Straffung des Sicherheitsgurtes führt.
Weiterhin sind rotatorische Gurtstraffer bekannt aus der DE 35 44 546 A1 und der DE 35 37 891 A1. Aus der DE 35 18 121 A1 sowie aus der DE 35 18 125 A1 sind Gurtstraffer für Beckengurte bekannt. Aus der DE-OS 35 03 188 sowie aus dem G 93 12 135.0 sind pyrotechnische Gurtstraffer bekannt.
Alle o.g. Systeme enthalten einen schwenkbaren, aber der Gurtstraffung und bei der Bela­ stung ortsfesten Gurtumlenkbeschlag für den Schultergurt. Dies hat zur Folge, daß sich ein durch den Gurtverlauf bedingter Abstand zwischen Gurt und dem Schulterbereich des Insassen zu Beginn des Belastungsfalls nicht vermeiden läßt. Hierdurch erfolgt eine gewisse Vorverlage­ rung des Oberkörpers des Insassen, ohne daß dabei Energie durch das Gurtsystem absorbiert werden kann.
Aus den US 4 387 911 und US 4 387 912 sind Sicherheitsgurtsysteme bekannt mit ver­ schiebbaren Gurtbefestigungen.
Diese Systeme sind jedoch nicht zur Gurtstraffung oder Gurtkraftbegrenzung gedacht, sondern dienen dazu, den Anlegekomfort zu erhöhen.
Gurtkraftbegrenzer, die aus einem in die Gurtaufrollvorrichtung integrierten Torsionsstab be­ stehen, sind aus der EP 0 553 383 A1 sowie aus der Fachliteratur wie z. B. mot Nr. 13/1996, Seite 17 bekannt.
Mit dieser Anordnung sind im wesentlichen zwei Nachteile verbunden: Durch die große Länge des Gurtes, die von der Rückhaltekraft beaufschlagt wird, erfolgt durch dessen Elastizität be­ dingt, eine starke Vorverlagerung des Insassenoberkörpers mit dem Risiko eines primären Kopfaufpralls. Durch das anschließende Zurückfedern besteht das Risiko eines sekundären und tertiären Kopfaufpralls. Durch das schnelle Herausziehen des Gurtes aus der Gurtaufrollvor­ richtung kann es zu einer Reibschweißung zwischen Gurt und Gurtumlenkbeschlag kommen, so daß der Gurtkraftbegrenzer teilweise wirkungslos wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine optimale Straffung des Sicherheitsgurtes zu bewirken und den Gurtverlauf dergestalt zu optimieren, daß im Belastungsfall der Abstand zwischen Schultergurt und Schulter eliminiert wird. Gleichzeitig soll die auftretende Gurtkraft durch die Erfindung auf eine vertretbare Höhe begrenzt werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Sicherheitsgurtsystem der eingangs genannten Gattung vorgeschlagen, das gemäß der Erfindung die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 ge­ nannten Merkmale aufweist. In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Sicherheitsgurtsystems gekennzeichnet.
Demnach ist vorgesehen, daß der Gurtumlenkbeschlag an einem Arm angebracht ist, und der Arm schwenkbar um einen Drehpunkt angeordnet ist, und eine Höhenverstellungsschiene für den Gurtumlenkbeschlag in den Arm integriert ist.
Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß ein Ende des Armes von einer Kurvenscheibe gebildet wird, und ein Zugmittel in Eingriff mit der Kurvenscheibe steht, und der Arm über ein Zugmittel mit dem Gurtkraftbegrenzer und über ein weiteres Zugmittel mit dem Gurtstraffer verbunden ist, und die Zugmittel mit Endplatten versehen sind, und zwischen den Endplatten der Gurtkraftbegrenzer angeordnet ist, und ein Zugmittel mit einer einseitig wirkenden Seil­ klemme in Eingriff steht, und zur Begrenzung der Gurtkraft die Endplatte von einem Zugmittel in Belastungsrichtung gegen die Endplatte des anderen Zugmittels gezogen wird und die End­ platten eine einander entgegengesetzte Druckkraft auf den Gurtkraftbegrenzer in dessen Längsrichtung ausüben.
Nach einem Merkmal der Erfindung wird der Gurtkraftbegrenzer aus mindestens einem Ener­ gieabsorptionselement und einem Werkzeug gebildet.
Nach einer möglichen Weiterbildung ist vorgesehen, daß an dem zur Gurtaufwickelvorrichtung weisenden Gurtumlenkbeschlag eine Gurtklemme angebracht ist. Hierdurch wird die von der Gurtkraft beaufschlagte Gurtbandlänge verkürzt, so daß der Kraftverlauf im wesentlichen durch den Gurtkraftbegrenzer bestimmt wird.
Eine mögliche Weitergestaltung sieht vor, daß ein mechanischer Gurtstraffer aus den Zugmit­ teln und den Umlenkungen sowie aus den Endplatten und den Anschlägen gebildet wird und bei einem Frontalaufprall das Zugmittel durch die dabei wirksame Kraft und bei einem Seitenauf­ prall das Zugmittel durch die seitlich wirkende Kraft eine Auslenkung erfährt und die Zugmittel eine Kraft in Straffrichtung zur Straffung des Schultergurtes erfahren, und das von der Seiten­ aufprallkraft ausgelenkte Zugmittel eine geringere Zugfestigkeit als das Zugmittel besitzt, das die Seilklemme mit dem Gurtkraftbegrenzer verbindet.
Weiterhin ist vorgesehen, daß die Kurvenscheibe eine Verzahnung aufweist und im Eingriff mit einer Zahnstange steht, und bei einer Zugbeanspruchung durch das Zugmittel der Arm zusätz­ lich zu der Schwenkbewegung eine Vertikalbewegung ausführt.
Nach einem Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß der Arm in der Ausgangslage hinter einer Abdeckung angeordnet ist und die Abdeckung eine Aussparung für den Schultergurt auf­ weist.
Eine mögliche Weitergestaltung sieht vor, daß die Abdeckung den Arm in dessen gesamten Schwenkbereich verdeckt.
Weiterhin ist vorgesehen, daß ein großer Teil des Arms sowie der zur Schulter weisende Gurt­ umlenkbeschlag vor der Abdeckung angeordnet sind, und im Bereich der Drehachse eine wei­ tere Drehachse angeordnet ist, die eine Schwenkbewegung des Armes quer zur Fahrrichtung ermöglicht, und daß der Arm bei Aktivierung des Gurtstraffers eine Schwenkbewegung um zwei Achsen in Straffrichtung ausführt.
Nach einem Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß die Abdeckung mit einem Durchbruch für den Arm versehen ist.
Weiterhin ist vorgesehen, daß der Arm mit einer Verkleidung aus stoßabsorbierendem Mate­ rial umhüllt ist.
Nach einem Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß an dem Arm zur Verbesserung des Gurttragekomforts eine verstellbare Feder angebracht ist.
Weiterhin ist vorgesehen, daß das Zugmittel mit einer Schlaufe einen Fortsatz des Armes um­ spannt.
Eine mögliche Weitergestaltung sieht vor, daß an der Abdeckung ein Übergangsstück aus dehnbarem Material angebracht ist.
Der wesentliche Vorteil der Erfindung ist, daß bei einem Unfall vor Beginn der Vorverlagerung des Insassen der Schultergurt nicht nur gespannt ist, sondern auch unabhängig von der Größe des Insassen an dessen Schulter anliegt, ohne jedoch den Gurttragekomfort während des Fah­ rens zu beeinträchtigen.
Ein entscheidender Vorteil der Erfindung besteht darin, daß durch den optimalen Verlauf des Schultergurtes bereits in einem sehr frühen Stadium des Belastungsfalls eine hohe Gurtkraft aufgebaut werden kann und daran anschließend durch den Gurtkraftbegrenzer ein Energieab­ bau der Bewegungsenergie des Insassen auf dem gewünschten, weitestgehend konstanten Niveau erfolgt.
Ein weiterer entscheidender Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, daß der elastische Anteil der Energieaufnahme wesentlich geringer als bei herkömmlichen Systemen sein kann und da­ durch die Rückfederung des Insassen nach Abschluß der ersten Verzögerungsphase minimiert wird und sekundäre und terziäre Verzögerungsspitzen nicht ausgeprägt sind.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß die maximale Gurtkraft, die über den Gurt­ kraftbegrenzer geregelt wird, in Abhängigkeit von der Größe des Insassen eingestellt werden kann.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen beschrieben.
Es zeigen
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Sicherheitsgurtsystem mit einem in die Gurtaufwickelvorrichtung integrierten Gurtkraftbegrenzer und einem pyrotechnischen Gurtstraffer
Fig. 2a ein erfindungsgemäßes Sicherheitsgurtsystem mit über Zugmittel auf einen Arm wirkenden pyrotechnischen Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer
Fig. 2b ein erfindungsgemäßes Sicherheitsgurtsystem mit über Zugmittel auf einen Arm wirkendem pyrotechnischen Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer sowie einer in der Kurvenscheibe angebrachten Verzahnung, die in Eingriff mit einer Zahnstange steht
Fig. 3 ein erfindungsgemäßes Sicherheitsgurtsystem mit einem mechanischen Gurtstraffer
Fig. 4a ein erfindungsgemäßes Sicherheitsgurtsystem mit einem außerhalb der Abdeckung angeordneten Arm, der um zwei Achsen schwenkbar ist.
Fig. 4b ein erfindungsgemäßes Sicherheitsgurtsystem mit einem außerhalb der Abdeckung liegenden Arm im Querschnitt.
In den Zeichnungen werden für gleiche oder vergleichbare Bauteile gleiche Bezugszeichen ver­ wendet.
In Fig. 1 ist ein Sicherheitsgurtsystem mit einem pyrotechnischen Gurtstraffer 16 und einem in die Gurtaufwickelvorrichtung 24 integrierten Gurtkraftbegrenzer 10 dargestellt. Der Sicher­ heitsgurt 20 wird vom Schultergurt 21 kommend über den Gurtumlenkbeschlag 2 und an­ schließend über den Gurtumlenkbeschlag 2a zur Gurtaufwickelvorrichtung 24 geführt. Der Gurtumlenkbeschlag 2 ist dabei an einem Arm 7 befestigt, wobei der Gurtumlenkbeschlag 2 um die Drehachse 3 und der Arm 7 um die Drehachse 3b schwenkbar sind. Weiterhin ist die Höhenverstellungsschiene 4 dargestellt, die in den Arm 7 integriert ist.
Die Zeichnung stellt den Normalzustand dar, wobei die Feder 34 den Arm 7 in einer komfort­ gerechten einstellbaren Position hält.
Bei Straffung des Sicherheitsgurtes 20 in Straffrichtung s wird, bedingt durch die Gurtkräfte, der Gurtumlenkbeschlag 2 mit dem Arm 7 in Richtung Gurtumlenkbeschlag 2a bewegt, so daß der Schultergurt 21 eine Bewegung zur Schulter des Insassen vollführt und damit der Schul­ tergurt 21 auch bei einem extrem hinten stehenden Sitz an der Schulter des Insassen anliegt.
Bei der anschließenden Vorwärtsbewegung des Insassen zieht dieser den Schultergurt 21 in Belastungsrichtung b. Über die Gurtdehnung und den Gurtkraftbegrenzer wird unmittelbar nach Beginn der Vorwärtsbewegung die Bewegungsenergie des Insassen abgebaut.
In Fig. 2a und 2b wird ein erfindungsgemäßes Sicherheitsgurtsystem dargestellt, das eine Kurvenscheibe 8 zeigt, die Bestandteil des Armes 7 ist. Um die Kurvenscheibe 8 ist ein Zug­ mittel 9 gelegt, von dem ein Ende an der Kurvenscheibe 8 befestigt ist. Das andere Ende wird durch die Endplatte 12 gebildet. Zwischen der Endplatte 12 und der Endplatte 12 a mit dem daran angebrachten Werkzeug 13 ist der Gurtkraftbegrenzer 10 angeordnet. Das Zugmittel 9a, führt zu dem Gurtstraffer 16.
Bei einem Unfall werden die Zugmittel 9a und 9 vom Gurtstraffer 16 in Straffrichtung s gezo­ gen. Der Arm 7 erfährt eine Schwenkbewegung um die Achse 3b. Dadurch wird auch der Gurt­ umlenkbeschlag 2 mit dem Schultergurt 21 in Straffrichtung geschwenkt, so daß der Schul­ tergurt 21 an der Schulter des Insassen anliegt. Der Drehpunkt 3a des Gurtumlenkbeschlages 2a verbleibt dabei in ortsfester Position, so daß sich der Abstand zwischen dem Gurtumlenk­ beschlag 2 und 2a vergrößert und ein zusätzlicher Strammeffekt erzielt wird.
Bei der anschließenden Vorwärtsbewegung des Insassen zieht dieser den Schultergurt 21 in Belastungsrichtung b. Durch den Gurtkraftbegrenzer 10 wird unmittelbar nach Beginn der Vorwärtsbewegung die Bewegungsenergie des Insassen abgebaut. Hierbei wird das Zugmittel 9a von der Seilklemme 14 festgehalten. Durch die Schwenkbewegung des Armes 7 in Bela­ stungsrichtung b wird das Zugmittel 9 gegen das vom Zugmittel 9a festgehaltene Werkzeug 13 und den Gurtkraftbegrenzer 10 gezogen, der dabei deformiert wird. Durch die Gurtklemme 5a wird vermieden, daß negative Effekte wie z. B. der Filmspuleneffekt und zu große Gurtband­ dehnung auftreten.
In Fig. 2b ist an der Kurvenscheibe 8 die Verzahnung 35 dargestellt, die in Eingriff mit der Zahnstange 36 steht. Die Kurvenscheibe 8 vollzieht in Straffrichtung zusätzlich zu der Schwenkbewegung eine Vertikalbewegung. Dies führt auch bei geringem Platzangebot für den Einbau der Gurtverlaufoptimierungseinrichtung 1 zu einem nach der Straffung gut anliegenden Schultergurt 21.
In Fig. 3 ist ein mechanischer Gurtstraffer 16 dargestellt, der aus den Zugmitteln 9b und 9c besteht, die über Umlenkungen 15 und 15a geführt werden.
Bei einem Seitenaufprall wird das Zugmittel 9b durch die Kraft Fs ausgelenkt und führt zu der bekannten Straffung von Zugmitteln und Sicherheitsgurtsystem in Straffrichtung s. Bei einem Frontalaufprall erfolgt die Straffung durch die Kraft Ff. Der Anschlag 17 und die Endplatte 12b verhindern eine zu starke Straffung des Zugmittels 9a.
In Fig. 4a und 4b ist ein erfindungsgemäßes Sicherheitsgurtsystem dargestellt, das aus einer Gurtverlaufoptimierungseinrichtung 1 mit einem um die Achsen 3b und 3c schwenkbaren Arm 7 besteht. In Fig. 4a ist zu erkennen, daß der Schultergurt 21 nicht wie allgemein üblich von oben, sondern von unten durch den Gurtumlenkbeschlag 2 hindurchgeführt und anschließend zu dem Gurtumlenkbeschlag 2a geführt wird.
Aus Fig. 4b sind insbesondere die Drehachse 3c, der Fortsatz 7′, der an dem Arm 7 ange­ bracht ist sowie die Schlaufe 9′ des Zugmittels 9 erkennbar.
Bei Straffung der Zugmittel 9a und 9 durch den Gurtstraffer 16 in Straffrichtung s wird durch Glattziehen der Schlaufe 9′ der Arm 7 in Straffrichtung s um die Drehachse 3c geschwenkt. Ebenfalls wird durch das Zugmittel 9 die Kurvenscheibe 8 um die Drehachse 3b gedreht. Dies führt zu einer Schwenkbewegung des Armes 7 um zwei Achsen.
Bei der anschließenden Vorwärtsbewegung des Insassen erfolgt die umgekehrte Bewegung in Belastungsrichtung b, wobei die Bewegungsenergie des Insassen im wesentlichen von dem Gurtkraftbegrenzer 10 absorbiert wird.
Bezugszeichenliste
1 Gurtverlaufoptimierungseinrichtung
2 Gurtumlenkbeschlag (zur Schulter weisend)
2a Gurtumlenkbeschlag (zur Gurtaufwickelvorrichtung weisend)
3 Drehachse
3a Drehachse
3b Drehachse
3c Drehachse
4 Höhenverstellungsschiene
5a Gurtklemme
6 Verkleidung
7 Arm
7′ Fortsatz
8 Kurvenscheibe
9 Zugmittel
9a Zugmittel
9b Zugmittel
9c Zugmittel
9′ Schlaufe
10 Gurtkraftbegrenzer
11 Energieabsorptionselement
12 Endplatte
12a Endplatte
12b Endplatte
12c Endplatte
13 Werkzeug
14 Seilklemme
15 Umlenkung
15a Umlenkung
16 Gurtstraffer
17 Anschlag
17a Anschlag
20 Sicherheitsgurt
21 Schultergurt
22 Beckengurt
23 Gurtschloß
24 Gurtaufwickelvorrichtung
30 Abdeckung
31 Aussparung
32 Durchbruch
33 Übergangsstück
34 Feder
35 Verzahnung
36 Zahnstange
s Straffrichtung
b Belastungsrichtung
Fs Kraftwirkung bei Seitenaufprall
Ff Kraftwirkung bei Frontalaufprall.

Claims (15)

1. Sicherheitsgurtsystem für Insassen in Fahrzeugen, insbesondere in Kraftfahrzeugen, mit einem Gurtstraffer (16), einem Gurtkraftbegrenzer (10) und einer etwa in Schulterhöhe angeordneten Gurtverlaufoptimierungseinrichtung (1), dadurch gekennzeichnet, daß die Gurt­ verlaufoptimierungseinrichtung (1) aus einem zur Schulter des Insassen weisenden Gurtum­ lenkbeschlag (2) und einem zur Gurtaufwickelvorrichtung (24) weisenden Gurtumlenkbeschlag (2a) besteht, und der Gurtumlenkbeschlag (2) unabhängig von einer Höhenverstellung um min­ destens eine Achse beweglich angeordnet ist, und im Belastungsfall durch die Auslösung des Gurtstraffers (16) der Gurtumlenkbeschlag (2) in Straffrichtung (s) eine, den Abstand zwischen Schultergurt (21) und Schulter des Insassen verringernde, Relativbewegung gegenüber der Schulter des Insassen ausführt.
2. Sicherheitsgurtsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gurtum­ lenkbeschlag (2) an einem Arm (7) angebracht ist, und der Arm (7) schwenkbar um einen Drehpunkt (3b) angeordnet ist, und eine Höhenverstellungsschiene (4) für den Gurtumlenkbe­ schlag (2) in den Arm (7) integriert ist.
3. Sicherheitsgurtsystem nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ende des Armes (7) von einer Kurvenscheibe (8) gebildet wird, und ein Zugmittel (9) in Eingriff mit der Kurvenscheibe (8) steht, und der Arm (7) über ein Zugmittel (9) mit dem Gurtkraftbe­ grenzer (10) und über ein weiteres Zugmittel (9a) mit dem Gurtstraffer (16) verbunden ist, und die Zugmittel (9, 9a) mit Endplatten (12, 12a) versehen sind, und zwischen den Endplatten (12, 12a) der Gurtkraftbegrenzer (10) angeordnet ist, und das Zugmittel (9a) mit einer einsei­ tig wirkenden Seilklemme (14) in Eingriff steht, und zur Begrenzung der Gurtkraft die Endplatte (12) vom Zugmittel (9) in Belastungsrichtung (b) gegen die Endplatte (12a) gezogen wird und die Endplatten (12, 12a) eine einander entgegengesetzte Druckkraft auf den Gurtkraftbe­ grenzer (10) in dessen Längsrichtung ausüben.
4. Sicherheitsgurtsystem nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Gurt­ kraftbegrenzer (10) aus mindestens einem Energieabsorptionselement (11) und einem Werk­ zeug (13) gebildet wird.
5. Sicherheitsgurtsystem nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Gurtumlenkbeschlag (2a) eine Gurtklemme (5a) angebracht ist.
6. Sicherheitsgurtsystem nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein me­ chanischer Gurtstraffer (16) aus den Zugmitteln (9b, 9c) und den Umlenkungen (15, 15a) so­ wie aus den Endplatten (12b, 12c) und den Anschlägen (17, 17a) gebildet wird und bei einem Frontalaufprall das Zugmittel (9c) durch die Kraft (Ff) und bei einem Seitenaufprall das Zug mit­ tel (9b) durch die Kraft (Fs) eine Auslenkung erfährt und die Zugmittel (9, 9a) eine Kraft in Straffrichtung (Fs) zur Straffung des Schultergurtes (21) erfahren, und das Zugmittel (9b) eine geringere Zugfestigkeit als das Zugmittel (9a) besitzt.
7. Sicherheitsgurtsystem nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kur­ venscheibe (8) eine Verzahnung (35) aufweist und im Eingriff mit einer Zahnstange (36) steht, und bei einer Zugbeanspruchung durch das Zugmittel (9) der Arm (7) zusätzlich zu der Schwenkbewegung eine Vertikalbewegung ausführt.
8. Sicherheitsgurtsystem nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Arm (7) in der Ausgangslage hinter einer Abdeckung (30) angeordnet ist und die Abdeckung (30) eine Aussparung (31) für den Schultergurt (21) aufweist.
9. Sicherheitsgurtsystem nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdec­ kung (30) den Arm (7) in dessen gesamten Schwenkbereich verdeckt.
10. Sicherheitsgurtsystem nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein großer Teil des Arms (7) sowie der Gurtumlenkbeschlag (2) vor der Abdeckung (30) angeordnet sind, und im Bereich der Drehachse (3b) eine weitere Drehachse (3c) angeordnet ist, die eine Schwenkbewegung des Armes (7) quer zur Fahrrichtung ermöglicht, und daß der Arm (7) bei Aktivierung des Gurtstraffers (16) eine Schwenkbewegung um zwei Achsen in Straffrichtung (s) ausführt.
11. Sicherheitsgurtsystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (30) mit einem Durchbruch (32) für den Arm (7) versehen ist.
12. Sicherheitsgurtsystem nach Anspruch 3, 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Arm (7) mit einer Verkleidung (6) aus stoßabsorbierendem Material umhüllt ist.
13. Sicherheitsgurtsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Arm (7) zur Verbesserung des Gurttragekomforts eine verstellbare Feder (34) angebracht ist.
14. Sicherheitsgurtsystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugmittel (9) mit einer Schlaufe (9′) einen Fortsatz (7′) des Armes (7) umspannt.
15. Sicherheitsgurtsystem nach Anspruch 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß an der Abdeckung ein Übergangsstück (33) aus dehnbarem Material angebracht ist.
DE1996129366 1996-07-20 1996-07-20 Sicherheitsgurtsystem für Insassen in Fahrzeugen, insbesondere in Kraftfahrzeugen mit einem Gurtstraffer, einem Gurtkraftbegrenzer und einer etwa in Schulterhöhe angeordneten Gurtverlaufoptimierungseinrichtung Ceased DE19629366A1 (de)

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