DE19632425A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Ansteuern von elektromagnetischen Schaltelementen, insbesondere für Absperrventile in Einspritzvorrichtungen für Flüssigkeiten - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Ansteuern von elektromagnetischen Schaltelementen, insbesondere für Absperrventile in Einspritzvorrichtungen für Flüssigkeiten

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ansteuern von elek­ tromagnetischen Schaltelementen, inbesondere für Absperrventile in Einspritzvorrichtungen für Flüssigkeiten, sowie eine Vor­ richtung zur Durchführung des Verfahrens.
Einspritzvorrichtungen für Flüssigkeiten finden beispielsweise Verwendung bei Brennkraftmaschinen zum Einspritzen des Kraft­ stoffes, in Lötanlagen zum Auftragen von Flußmitteln und in Farbspritzeinrichtungen zum Zerstäuben der Farben und Lösemit­ tel. Sie arbeiten grundsätzlich nach folgendem Prinzip:
Aus einem Flüssigkeitsbehälter wird mittels einer Vordruckpum­ pe die Flüssigkeit mit einem bestimmten Druck in eine Flüssig­ keitsleitung gepumpt. In dieser Flüssigkeitsleitung ist ein Druckregler angeordnet, welcher für konstante Druckverhältnisse im System sorgt. Am Ende der Flüssigkeitsleitung befindet sich ein elektromagnetisch betätigtes Absperrventil. Durch dieses fließt im geöffneten Zustand die durch die Vordruckpumpe be­ schleunigte Flüssigkeit durch eine Rücklaufleitung zurück zum Flüssigkeitsbehälter. Bei schlagartigem Schließen des Absperr­ ventils wird die kinetische Energie der in der Flüssigkeits­ leitung fließenden Flüssigkeit in Druckenergie umgewandelt. Der dabei entstehende Druckstoß öffnet die Einspritzdüse, wobei Flüssigkeit entsprechend der Applikation der Einspritzvorrich­ tung in einen Einspritzraum eingespritzt wird.
Die Anwendung des geschilderten Einspritzverfahrens ermöglicht etwa 300 Einspitzungen pro Sekunde, macht aber Ansteuerimpulse einer bestimmten Form für das Absperrventil erforderlich. Diese Ansteuerimpulse bestehen aus zwei Teilen, der Ansteuer­ zeit und der Haltezeit. Hohe Einspritzraten erfordern ein schnelles Schalten des Absperrventils. Dieses wird durch ein schnelles Öffnen und ein schlagartiges Schließen erreicht. Für das schnelle Öffnen muß dem Absperrventil ein maximaler Ansteuerstrom zur Verfügung gestellt werden. Deshalb erhält das Absperrventil im Anzugsmoment und während der Ansteuerzeit des Ansteuerimpulses zunächst den vollen zur Verfügung stehenden Strom. Die Ansteuerzeit ist so bemessen, daß nach ihrem Ablauf das Absperrventil gerade geöffnet hat. Nach dem Öffnen wird der Strom durch das Absperrventil reduziert, um die zugeführte Energie auf einen Wert einzustellen, bei dem das Absperrventil gerade noch im geöffneten Zustand verbleibt.
Der durch das Absperrventil fließende Strom wird während der Haltezeit des Ansteuerimpulses auf den Haltestrom reduziert.
Ein Verfahren zum Ansteuern eines elektromagnetischen Ab­ sperrventils und eine Vorrichtung zum Einspritzen von Kraft­ stoff für Brennkraftmaschinen ist aus der internationalen Anmeldung WO 92/14925 A2 bekannt. Die darin beschriebene Schal­ tungsanordnung zur Erzeugung des vorstehend erläuterten An­ steuerimpulses enthält ein Schaltelement zum Schalten des Stromes für das Absperrventil, einen Stromfühler, Einstellele­ mente für die maximalen Werte für den Ansteuerstrom und den Haltestrom, einen Komperator zum Vergleichen des momentanen Stromes durch das Absperrventil mit den eingestellten Werten für den Ansteuerstrom und den Haltestrom und einen Umschalter zwischen den Maximalwerten für den Ansteuerstrom und den Haltestrom.
Die Funktionsweise dieser Schaltungsanordnung ist folgende:
Mit Beginn der Ansteuerung wird das Absperrventil mit dem vollen Strom beaufschlagt. Der gleiche Strom fließt auch durch den Stromfühler, welcher eine dem Strom proportionale Spannung bereitstellt. Diese Spannung vergleicht der Komperator mit dem fest eingestellten Wert für den Ansteuerstrom. Übersteigt der momentane Strom durch das Absperrventil den Ansteuerstrom, so wird der Strom durch das Absperrventil abgeschaltet und gleichzeitig der maximale Wert für den Strom auf den Halte­ strom umgeschaltet. Durch das Abschalten des Stromes wird die Komperatorschwelle wieder unterschritten und der Strom durch das Absperrventil wieder zugeschaltet. Dieser steigt bis zum fest eingestellten Haltestrom an und wird dann wieder abge­ schaltet. Nach Unterschreiten der Komperatorschwelle wird der Strom wieder zugeschaltet, steigt bis zum Erreichen des Hal­ testromes, schaltet wiederum ab. Dieser Prozeß wiederholt sich bis zum Ende der Ansteuerung des Absperrventils.
Die angegebene Lösung ist mit Nachteilen behaftet.
Der Ansteuerstrom und der Haltestrom werden durch die Schal­ tungsanordnung selbst festgelegt und können nur schwer verän­ dert und den konkreten, gegebenenfalls wechselnden Bedingungen des Einspritzvorganges angepaßt werden.
Außerdem verbraucht der in der Schaltungsanordnung verwendete Stromfühler Energie, die für die Ansteuerung des Absperrventils nicht zur Verfügung steht.
Das durch die Erfindung zu lösende Problem besteht im Nachweis eines Verfahrens und einer Vorrichtung zu dessen Durchführung, um einfach und in wirtschaftlicher Weise Ansteuerimpulse er­ zeugen zu können, deren Parameter zur Anpassung an konkrete Einspritzvorrichtungen und an verschiedene Bedingungen des Einspritzvorganges variierbar sind.
Das Problem wird gelöst mit dem im Patentanspruch 1 angegebe­ nen Verfahren und der Vorrichtung zum Ansteuern von elektro­ magnetischen Schaltelementen, insbesondere für Absperrventile in Einspritzvorrichtungen für Flüssigkeiten, gemäß Patentan­ spruch 13.
Danach wird der Ansteuerimpuls durch ein leicht herzustellen­ des digitales Signal erzeugt. Die Parameter des Ansteuersignals sind in weiten Grenzen, schnell und an die jeweilige Einspritz­ vorrichtung und die verschiedenen Bedingungen des Einspritz­ vorganges angepaßt variierbar.
Durch entsprechende Gestaltung des Ansteuersignals kann die Form des Ansteuerimpulses, insbesondere die Steilheit des Überganges zwischen Ansteuerstrom und Haltestrom, die Größe des Haltestromes und der Verlauf des Haltestromes über die Halte­ zeit, zweckmäßig ausgebildet werden.
Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens zur zweckmäßigen, an den Anwendungsfall angepaßten Signalerzeu­ gung sind den Patentansprüchen 2 bis 12 entnehmbar.
Die Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach den Patentansprüchen 14 und 15 erleichtern die Anpassung.
Nachstehend soll die Erfindung an Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
In der zugehörigen Zeichnung stellen dar:
Fig. 1 Nach dem Druckstoßprinzip arbeitende, herkömmliche Einspritzvorrichtung für Flüssigkeiten, in schemati­ scher Darstellung,
Fig. 2 typischer Ansteuerimpuls für das Absperrventil im Strom-/Zeitdiagramm,
Fig. 3a digitales Ansteuersignal zur Erzeugung eines An­ steuerimpulses gemäß Fig. 2,
Fig. 3b digitales Ansteuersignal zur Erzeugung eines An­ steuerimpulses mit geringerem Haltestrom Ih,
Fig. 3c digitales Ansteuersignal zur Erzeugung eines An­ steuerimpulses mit höherem Haltestrom Ih,
Fig. 3d digitales Ansteuersignal zur Erzeugung eines An­ steuerimpulses mit steilem Übergang zwischen An­ steuerstrom Ia und Haltestrom Ih,
Fig. 4 Vorrichtung zum Ansteuern von elektromagnetischen Schaltelementen, in blockbildlicher Darstellung.
Die Erfindung findet beispielsweise in einer in Fig. 1 dargestell­ ten, nach dem Druckstoßprinzip arbeitenden Einspritzvorrichtung Verwendung mit dem Flüssigkeitsbehälter 1, der Vordruckpumpe 2, dem Druckregler 3, der Flüssigkeitsleitung 4, dem Absperrventil 5, der Rücklaufleitung 6, der Einspritzdüse 7 und dem Einspritzraum 8. Die herkömmliche Funktionsweise dieser Einspritzvorrichtung ist bereits beschrieben worden. Fig. 2 zeigt den typischen Ansteuerim­ puls, mit dem das Absperrventil 5 angesteuert wird. Dem Schaltele­ ment 25 nach Fig. 4 wird das Ansteuersignal nach einer der Fig. 3a, Fig. 3b, Fig. 3c oder Fig. 3d zugeführt. Der Ansteuerzeit Ta entspricht der Ansteuerstrom Ia und der Haltezeit Th der Halte­ strom Ih in der bereits eingangs dargestellten Weise.
Fig. 3a stellt das digitale Signal zur erfindungsgemäßen Herstel­ lung des Ansteuerimpulses gemäß Fig. 2 dar. Das Ansteuersignal besteht aus einem Festsignalanteil 11 für die Ansteuerzeit Ta des Ansteuerimpulses und einem puls-breiten-modulierten Signalanteil 12 für die Haltezeit Th des Ansteuerimpulses. In der Amplitude nimmt das Ansteuersignal nur zwei diskrete Werte an. Der Pegel "Null" entspricht dem Wert "kein Signal" und der Pegel "Eins" dem Wert "Signal zur Ansteuerung des Schaltelementes 25". Durch den Pegel "Eins" des Ansteuersignals wird das Schaltelement 25 in seine Sättigung gesteuert. Der damit fließende Strom wird allein durch die angeschlossene Last, also das Absperrventil 5, bestimmt. Durch Änderung der Dauer Tf des Festsignalanteils 11 kann das Ansteuersignal in einfacher Weise an Absperrventile 5 mit unter­ schiedlichen Eigenschaften angepaßt werden. Da der Strom I durch das Absperrventil 5 sich nicht sprunghaft ändert, sondern sein Verlauf durch die Induktivität und die Belastung des Absperrven­ tils 5 bestimmt wird, wird die Dauer Tf des Festsignalanteils 11 so bemessen, daß der Festsignalanteil 11 mit Anstieg des Stromes I durch das Absperrventil 5 auf den Ansteuerstrom Ia endet.
Der puls-breiten-modulierte Signalanteil 12 des Ansteuersignals besteht aus einzelnen Pulsteilen 13. Der Pulsteil 13 ist von we­ sentlich kürzerer Dauer Tpuls als der Dauer Tf des Festsignal­ anteils 11. Die Dauer Tpause der einzelnen Pausenteile 14 ent­ spricht der Größenordnung der Dauer Tpuls der Pulsteile 13. Während des Pulsteiles 13 des puls-breiten-modulierten Signalan­ teils 12 wird das Schaltelement 25 wiederum in seine Sättigung gesteuert. Dadurch erhält das Absperrventil 5 wieder den vollen Strom. Da aber die Dauer Tpuls des Pulsteiles 13 des puls-breiten- modulierten Signalanteils 12 viel kürzer ist als die Dauer Tf des Festsignalanteils 11, kann der Strom durch das Absperrventil 5 nicht auf den Ansteuerstrom Ia ansteigen.
Während des Pausenteils 14 des puls-breiten-modulierten Signalan­ teils 12 wird das Schaltelement 25 abgeschaltet. Durch das Ab­ sperrventil 5 fließt somit durch das Schaltelement 25 kein Strom mehr. Infolge der Indiktivität des Absperrventils 5 sinkt aber der Strom nicht schlagartig ab. Dadurch und durch die mechanische Trägheit des Absperrventils 5 schließt dieses nicht sofort. Der nachfolgende Pulsteil 13 des puls-breiten-modulierten Signalan­ teil 12 hindert das Absperrventil 5 am Schließen. Durch den stän­ digen Wechsel von Pulsteilen 13 und Pausenteilen 14 des puls- breiten-modulierten Signalanteils 12 stellt sich durch das Ab­ sperrventil 5 als mittlerer Strom der Haltestrom Ih ein. Durch Variation der Dauer Tpuls des Pulsteiles 13 des puls- breiten-modulierten Signalanteils 12 und der Dauer Tpause des Pausenteils 14 des puls-breiten-modulierten Signalanteils 12 wird die Größe des Haltestromes Ih des Ansteuerimpulses eingestellt. Durch Änderung nur eines dieser Parameter des Ansteuersignals kann die Frequenz der Puls-Breiten-Modulation des puls-breiten­ modulierten Signalanteils 12 eingestellt werden.
Beispiele sind in den Fig. 3b und Fig. 3c dargestellt. Das Signal entsprechend Fig. 3b mit verlängerter Dauer Tpause der Pausenteile 14 entspricht einem Anwendungsfall mit geringerem erforderlichem Haltestrom Ih.
Dabei können die absoluten Parameterwerte beispielsweise betragen:
Dauer Tf des Festsignalanteils 11: 1,0 ms
Dauer Tpuls des Pulsteiles 13: 0,08 ms
Dauer Tpause des Pausenteils 14: 0,3 ms
Dauer Th der Haltezeit des Ansteuerimpulses: 3,0 ms.
Der in Fig. 3c dargestellte Anwendungsfall entspricht dagegen der Forderung nach einem höheren Haltestrom Ih. Das Ansteuersignal ist charakterisiert durch verlängerte Dauer Tpuls der Pulsteile 13 und eine Verkürzung der Dauer Tpause der Pausenteile 14. Die vom Anwendungsfall nach Fig. 3b abweichenden Parameterwerte betragen beispielsweise:
Dauer Tpuls des Pulsteiles 13: 0,15 ms
Dauer Tpause des Pausenteils 14: 0,25 ms.
Die Ansteuersignale nach den Fig. 3a, Fig. 3b und Fig. 3c entsprechen einem flachen Übergang zwischen dem Ansteuerstrom Ia und dem Haltestrom Ih eines Ansteuerimpulses, wie er in Fig. 2 gezeigt ist. In Fig. 3d ist dagegen ein Ansteuersignal dargestellt, welches zur Herstellung eines Ansteuerimpulses mit steilerem Übergang zwi­ schen Ansteuerstrom Ia und Haltestrom Ih dient. Dazu ist die erste auf die Dauer Tf des Festsignalanteils 11 folgende Pause größer gehalten als die Dauer Tpause nach den Pulsteilen 13.
Durch Veränderung und Neubestimmung, beispielsweise erforderlich infolge sich ändernder Betriebsbedingungen, jedes einzelnen Pau­ senteils 14 und/oder Pulsteils 13 des puls-breiten-modulierten Signalanteils 12 ist es nicht allein möglich die Steilheit des Überganges zwischen dem Ansteuerstrom Ia und dem Haltestrom Ih zu variieren, sondern auch den Haltestrom Ih des Ansteuerimpulses über die Haltezeit des puls-breiten-modulierten Signalteils 12 zu ändern und damit den jeweiligen Erfordernissen anzupassen. Eine Vorrichtung zur Erzeugung eines Ansteuersignals entsprechend der Erfindung ist in Fig. 4 gezeigt.
Die dargestellte Schaltungsanordnung zur Ansteuerung des Absperr­ ventils 5 enthält in seiner Grundfiguration die Recheneinheit 21, den Speicher 22, die Einheit zur Erzeugung der Zeitbasis 23, den Impulsformer 24, das steuerbare Schaltelement 25 und die Stromver­ sorgungseinheit 26. Als vorteilhafte Ausgestaltungen können ferner vorhanden sein die Eingabeeinheit 27 und Sensoren mit der Auswer­ teeinheit 28.
Die Wirkungsweise ist wie nachfolgend beschrieben:
Das Ansteuersignal wird im Zusammenwirken der Recheneinheit 21 mit dem Speicher 22 und der Zeitbasis 23 generiert. Der Impulsfor­ mer 24 transformiert das von der Recheneinheit 21 generierte Ansteuersignal auf die Pegelwerte "Null" und "Eins" zur Ansteue­ rung des steuerbaren Schaltelementes 25. Dieses schaltet den von der Stromversorgungseinheit 26 bereitgestellten Strom zu dem als Magnetventil ausgebildeten Absperrventil 5 durch. Die Zeitbasis 23 stellt ein Zeitsignal bereit, welches die Grundlage für alle Zeitvorgänge bei der Generierung des Ansteuersignals bildet, das heißt, für die Dauer Tf des Festsignalanteils 11, für die Dauer Tpuls der Pulsteile 13 und für die Dauer Tpause der Pausenteile 14 des puls-breiten-modulierten Signalanteils 12.
Die Recheneinheit 21 berechnet in der Grundkonfiguration der Vorrichtung unter Benutzung der im Speicher 22 abgelegten Werte und der von der Zeitbasis 23 bereitgestellten Zeiteinheiten die Dauer Tf des Festsignalanteils 11, die Dauer Tpuls der Pulsteile 13 und die Dauer Tpause der Pausenteile 14 des puls-breiten- modulierten Signalanteils 12, zählt die für die Haltestromzeit Ih notwendige Anzahl von Pulsteilen 13 und Pausenteilen 14 hinzu und setzt aus allen berechneten Signalteildauern das Ansteuersignal zusammen. Im Speicher 22 sind Werte für die Anpassung an verschie­ dene Absperrventile 5 und an unterschiedliche Einspritzvorgänge abgelegt.
Die optionalen Bestandteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Ansteuern von elektromagnetischen Schaltelementen durch Erzeugung des Ansteuersignals für den Ansteuerimpuls dienen zur manuellen Steuerung des Einspritzvorganges, beispielsweise in der Erpro­ bungsphase von Einspritzvorrichtungen oder zur Einstellung der Einspritzvorrichtung gemäß Fig. 1 auf spezielle Betriebsparameter oder zur automatischen Steuerung des Einspritzvorganges in Abhän­ gigkeit von bestimmten Umgebungsbedingungen, wie Luftdruck, Tempe­ ratur, Viskosität der einzuspritzenden Flüssigkeit oder anderen. Über die Eingabeeinheit 27 kann die Berechnung der Dauer Tf des Festsignalanteils 11, der Dauer Tpause der Pausenteile 14 und der Dauer Tpuls der Pulsteile 13 direkt beeinflußt werden und/oder der Recheneinheit 21 können verschiedene Parametergruppen aus dem Speicher 22 für die Berechnung zugewiesen werden.
Die von den in der Vorrichtung optional enthaltenen Sensoren mit Auswerteeinheit 28 bereitgestellten Signale werden von der Re­ cheneinheit 21 für die Berechnung des Ansteuersignals direkt verarbeitet oder weisen der Recheneinheit 21 Parametergruppen aus dem Speicher 22 zu.
Die Vorrichtung zum Ansteuern von elektromagnetischen Schaltele­ menten kann sowohl als separate Einheit als auch als Bestandteil einer Steuerung für Einspritzvorrichtungen ausgeführt sein.
Bezugszeichenliste
1 . . . Flüssigkeitsbehälter
2 . . . Vordruckpumpe
3 . . . Druckregler
4 . . . Flüssigkeitsleitung
5 . . . Absperrventil
6 . . . Rücklaufleitung
7 . . . Einspritzdüse
8 . . . Einspritzraum
11 . . . Festsignalanteil
12 . . . puls-breiten-modulierter Signalanteil
13 . . . Pulsteil
14 . . . Pausenteil
21 . . . Recheneinheit
22 . . . Speicher
23 . . . Zeitbasis
24 . . . Impulsformer
25 . . . Schaltelement
26 . . . Stromversorgungseinheit
27 . . . Eingabeeinheit
28 . . . Auswerteeinheit
T . . . Zeit
Ta . . . Ansteuerzeit des Ansteuerimpulses
Th . . . Haltezeit des Ansteuerimpulses
Tf . . . Dauer des Festsignalanteils 11
Tpuls . . . Dauer des Pulsteils 13
Tpause . . . Dauer des Pausenteils 14
I . . . Strom
Ia . . . Ansteuerstrom
Ih . . . Haltestrom

Claims (15)

1. Verfahren zum Ansteuern von elektromagnetischen Schaltele­ menten, insbesondere für Absperrventile in Einspritzvorrich­ tungen für Flüssigkeiten, wobei den Schaltelementen ein An­ steuerimpuls vermittelt wird, mit einem hohen Ansteuerstrom während seiner Ansteuerzeit und einem abgesenkten, mittleren Haltestrom während seiner nachfolgenden Haltezeit, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansteuerimpuls erzeugt wird durch Abgabe eines digitalen Ansteuersignals, bestehend aus einem vorausgehenden Festsi­ gnalanteil (11) der Länge (Tf) während der Ansteuerzeit (Ta) und einem nachfolgenden puls-breiten-modulierten Signalan­ teil (12) der Länge der Summen der Dauer (Tpuls) von Puls­ teilen (13) und der Dauer (Tpause) von zwischen den Pulstei­ len (13) liegenden Pausenteilen (14) während der Haltezeit (Th).
2. Verfahren zum Ansteuern von elektromagnetischen Schaltele­ menten nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das digitale Ansteuersignal bezüglich des Festsignalanteils (11) und der Pulsteile (13) des puls-breiten-modulierten Signalanteils (12) in der Amplitude die diskreten Werte der Pegel "Null" oder "Eins" einnimmt.
3. Verfahren zum Ansteuern von elektromagnetischen Schaltele­ menten nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die auf das Erreichen des Ansteuerstromes (Ia) bezogene Dauer (Tf) des Festsignalanteils (11) an die Parameter des Schaltelementes (25) und des Absperrventils (5) angepaßt wird.
4. Verfahren zum Ansteuern von elektromagnetischen Schaltele­ menten nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Dauer (Tf) des Festsignalanteils (11) größer ist als die Dauer (Tpuls) jedes einzelnen Pulsteils (13) des puls-brei­ ten-modulierten Signalanteils (12).
5. Verfahren zum Ansteuern von elektromagnetischen Schaltele­ menten nach den Patentansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die auf das Erreichen des Haltestromes (Ih) bezogene Dauer des aus der Aufeinanderfolge der Dauer (Tpuls) aller Puls­ teile (13) und der Dauer (Tpause) aller Pausenteile (14) zusammengesetzten puls-breiten-modulierten Signalanteils (12) an die Parameter des Schaltelementes (25) und des Absperrventils (5) und an die äußeren Bedingungen und die Anforderungen des Einspritzprozesses angepaßt wird.
6. Verfahren zum Ansteuern von elektromagnetischen Schaltele­ menten nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anpassung durch Veränderung der Dauer (Tpuls) aller Pulsteile (13) um einen gleich großen Betrag erfolgt.
7. Verfahren zum Ansteuern von elektromagnetischen Schaltele­ menten nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anpassung durch Veränderung der Dauer (Tpuls) eines Teils der Pulsteile (13) um einen gleich großen Betrag erfolgt.
8. Verfahren zum Ansteuern von elektromagnetischen Schaltele­ menten nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anpassung durch Veränderung der Dauer (Tpuls) der Puls­ teile (13) um unterschiedlich große Beträge erfolgt.
9. Verfahren zum Ansteuern von elektromagnetischen Schaltele­ menten nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anpassung durch Veränderung der Dauer (Tpause) aller Pausenteile (14) um einen gleich großen Betrag erfolgt.
10. Verfahren zum Ansteuern von elektromagnetischen Schaltele­ menten nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anpassung durch Veränderung der Dauer (Tpause) eines Teils der Pausenteile (14) um einen gleich großen Betrag erfolgt.
11. Verfahren zum Ansteuern von elektromagnetischen Schaltele­ menten nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anpassung durch Veränderung der Dauer (Tpause) der Pausenteile (14) um unterschiedlich große Beträge erfolgt.
12. Verfahren zum Ansteuern von elektromagnetischen Schaltele­ menten nach Patentanspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Anpassung durch Veränderung der Dauer (Tpause) des auf den Festsignalanteil (11) folgenden Pausenteils (14) er­ folgt.
13. Vorrichtung zum Ansteuern von elektromagnetischen Schaltele­ menten, insbesondere für Absperrventile in Einspritzvorrich­ tungen für Flüssigkeiten, zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Patentansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß sie besteht aus einer Schaltungsanordnung zur Erzeugung und Abgabe des Ansteuersignals über das steuerbare Schaltelement (25) an das Absperrventil (5), mit einer Recheneinheit (21), einem Speicher (22), einer Zeitbasis (23), einem Impulsformer (24) und einer Stromversorgungseinheit (26).
14. Vorrichtung zum Ansteuern von elektromagnetischen Schaltele­ menten nach Patentanspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Eingabeeinheit (27) besitzt.
15. Vorrichtung zum Ansteuern von elektromagnetischen Schaltele­ menten nach Patentanspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß sie Sensoren mit einer Auswerteeinheit (28) besitzt.
DE1996132425 1996-08-12 1996-08-12 Verfahren und Vorrichtung zum Ansteuern von elektromagnetischen Schaltelementen, insbesondere für Absperrventile in Einspritzvorrichtungen für Flüssigkeiten Withdrawn DE19632425A1 (de)

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