DE19632431A1 - Anordnung zum Abdichten einer Öffnung in einer Karosseriewand - Google Patents

Anordnung zum Abdichten einer Öffnung in einer Karosseriewand

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D1/00Steering controls, i.e. means for initiating a change of direction of the vehicle
    • B62D1/02Steering controls, i.e. means for initiating a change of direction of the vehicle vehicle-mounted
    • B62D1/16Steering columns
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D25/00Superstructure or monocoque structure sub-units; Parts or details thereof not otherwise provided for
    • B62D25/24Superstructure sub-units with access or drainage openings having movable or removable closures; Sealing means therefor

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Sealing Devices (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Abdich­ ten einer Öffnung in einer Karosseriewand, durch die der Ritzelschaft eine Lenkgetriebes hindurchgeführt ist, wo­ bei ein Balg den Ritzelschaft umgibt und das eine Ende des Balgs am Lenkgetriebe und das andere Ende die Öffnung umschließend an der Karosseriewand gehalten sind.
Gemäß der DE 36 01 044 C2 ist der Balg am Lenkgetriebege­ häuse befestigt und wird, nachdem das Lenkgetriebe mon­ tiert worden ist, mit seinem der Wand zugewandten Ende in die Öffnung eingeknöpft. Diese Vorgehensweise hat den Nachteil, daß der an sich einfache Vorgang des Einknöp­ fens einer Manschette nur noch umständlich durchgeführt werden kann, da nach der Montage des Lenkgetriebes, die zusammen mit anderen Fahrzeugbauteilen erfolgt, die Öff­ nung nicht mehr ohne weiteres zugänglich ist.
In der DE 88 10 952 U1 wird daher vorgeschlagen, als Ab­ dichtelement nicht einen elastisch verformbaren Balg ein­ zusetzen, sondern einen durch radiale Rippen ausgesteif­ ten formstabilen Hohlkörper, der bei der Montage des Lenkgetriebes passend in die Öffnung eingesetzt wird. Diese Anordnung hat den Nachteil, daß wegen Toleranzab­ weichungen im Aufbau der Fahrzeugkarosserie das Lenkge­ triebe nicht stets in gleicher Weise mit der Öffnung in der Spritzwand fluchtet. Liegen deutliche Abmessungen vom Sollmaß vor, kann es vorkommen, daß die formstabile Dich­ tung nicht in die Öffnung eingesetzt werden kann.
Die Erfindung beruht daher auf der Aufgabe, eine Anord­ nung zu schaffen, bei der die Dichtung zusammen mit dem Lenkgetriebe montiert werden kann, wobei berücksichtigt werden soll, daß deutliche Toleranzen hinsichtlich der relativen Anordnung des Lenkgetriebes zur Wand auftreten können.
Die Aufgabe wird für eine Anordnung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 dadurch gelöst, daß das der Karosserie­ wand zugewandte Ende des Balgs an einem Führungskörper befestigt ist, der in die Öffnung einsteckbar und derart geformt ist, daß er in der Öffnungsebene im wesentlichen unbeweglich liegt, und daß der Ritzelschaft durch den Führungskörper hindurchgeführt ist und ihm gegenüber un­ terschiedliche jeweils zueinander radial versetzte Posi­ tionen einnehmen kann.
Der Führungskörper weist vorzugsweise die Form eines Top­ fes auf, wobei das Balgende an der Außenseite der Topf­ wand gehalten wird und im Boden des Topfes eine Öffnung vorgesehen ist, durch die der Ritzelschaft hindurchge­ führt ist. Damit er gegenüber dem Führungskörper unter­ schiedliche radial versetzte Positionen einnehmen kann, ist die Querschnittsfläche der Öffnung größer als die Querschnittsfläche des Ritzelschafts im Durchtrittsbe­ reich. Damit der Führungskörper bei der Montage des Lenk­ getriebes in die Öffnung geführt werden kann, ist es not­ wendig, ihn bis zum Einführen in die Öffnung am Lenkge­ triebe zu fixieren. Dies wird dadurch erreicht, daß ein am Lenkgetriebe gehaltener Gegenkörper vorgesehen ist, wobei zwischen dem Gegenkörper und dem Führungskörper eine Feder eingespannt ist, die beide Körper in axialer Richtung auseinanderdrückt. An beiden Körpern sind gegen­ überliegende Anschlagflächen vorgesehen, die durch die Federspannung aneinandergedrückt werden. Der Führungskör­ per wird somit mittels Federkraft am Gegenkörper, der wiederum am Bauteil befestigt ist, halbstarr gehalten. Eine Möglichkeit dies zu erreichen, besteht darin Füh­ rungskörper und Gegenkörper bajonettartig miteinander zu koppeln, wobei am Führungskörper eine Anschlagplatte mit Ausnehmungen und am Gegenkörper Arme vorgesehen sind, die durch die Ausnehmungen hindurchgeführt werden können und an denen die Anschlagflächen ausgebildet sind.
Im folgenden soll anhand eines Ausführungsbeispiels die Erfindung näher erläutert werden. Dabei zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Dichtungsan­ ordnung für eine Fahrzeuglenkung;
Fig. 2 einen Querschnitt entlang der Linie II-II der Fig. 1;
Fig. 3 einen Längsschnitt durch eine zweite Ausfüh­ rungsform.
Das Lenkgetriebe 1 verfügt über einen Ritzelschaft 2, der durch eine Öffnung 3 in der Fahrzeug-Spritzwand hindurch­ gesteckt ist. Der Ritzelschaft 2 wird mit einer Lenksäule gekoppelt und überträgt die Drehung eines Lenkrades auf das Lenkgetriebe. Die Dichtungsanordnung besteht im we­ sentlichen aus einem Balg 5, einem Führungskörper 6 und einem Gegenkörper 7. Der Führungskörper 6 hat die Form eines Topfes mit einem Boden 8 und einer Wand 10, dessen offene Seite dem Lenkgetriebe 1 zugewandt ist. Im Boden 8 des Führungskörpers 6 befindet sich ein Loch 9, durch das der Ritzelschaft 2 hindurchgeführt ist und das einen größeren Durchmesser als der Ritzelschaft aufweist. An der Außenseite der Wand 10 des Führungskörpers 6 befindet sich ein an der Spritzwand 4 anliegender umlaufender Flansch 11, in dem eine nach außen und zur Spritzwand hin offene Nut 12 vorgesehen ist, in der das wandseitige Ende 13 des Balgs 5 liegt, das somit zwischen der Wand 10 des Führungskörpers 3, einer Flanke der Nut 12 sowie der Spritzwand 4 eingequetscht ist.
An der offenen Seite des Führungskörpers 6 ist eine An­ schlagplatte 16 mit einer zentralen Öffnung 17 befestigt. Am Innenrand der Anschlagplatte 16 sind vier Ausnehmungen 18 vorgesehen.
Der Gegenkörper 7 besteht aus mehreren Abschnitten, wobei ein Abschnitt eine Grundscheibe 20 bildet, die einen sich in axialer Richtung erstreckenden Kragen 21 aufweist. Die Grundscheibe liegt auf einen Absatz 22 am Lenkgetriebe 1, wobei der Kragen 21 das Lenkgetriebe 1 umfaßt. Der Rand des Kragens 21 weist eine nach innen offene Nut 23 auf, in der das andere Ende 14 des Balgs 5 liegt. Dieses Ende wird zwischen der Nutwand, dem Nutboden und der Mantel­ fläche des Absatzes 22 sowie einem Bund 24 am Lenkgetrie­ be umgriffen und gehalten.
Ausgehend von der Grundscheibe 20 erstreckt sich eine Hülse 25 des Gegenkörpers 7 durch die Öffnung 17 in der Anschlagplatte 16. Vom freien Ende der Hülse 25 stehen kreuzförmig vier Arme 26 ab, deren Form die der Ausneh­ mungen 18 entspricht.
Zwischen dem Führungskörper 6 und dem Gegenkörper 7 ist konzentrisch zum Ritzelschaft 2 eine Druckfeder 30 einge­ spannt, die am Führungskörper 6 über eine Platte 31 aus Teflon abgestützt ist. Diese Platte weist einen zentralen Durchbruch auf, dessen Durchmesser dem Durchmesser des Ritzelschaftes 2 entspricht. Ihr Außendurchmesser ist größer als der Durchmesser des Loches 9 im Topfboden 8. Der Durchmesser der Feder 30 ist etwas kleiner als der Innendurchmesser der Hülse 29, so daß diese eine Führung für sie bildet.
Um den Führungskörper 6 und den Gegenkörper 7 miteinander zu koppeln, werden diese so gegeneinander verdreht, daß die Arme 26 mit den Ausnehmungen 18 in der Anschlagplatte 8 fluchten. Nun können die beiden Körper aufeinander zu bewegt werden, wobei die Arme 26 durch die Ausnehmungen 18 in den Führungskörper gebracht werden. Anschließend kann der Gegenkörper 7 gegenüber dem Führungskörper um etwa 45° verdreht werden, so daß die Arme 26 hinter die Anschlagplatte 16 gelangen. Die Feder bewegt die beiden Körper 6, 7 soweit auseinander, bis die Oberseite 40 der Anschlagplatte 16 reibschlüssig gegen die Unterseite 41 der Arme 8 gedrückt wird. Diese Kopplung wird erst bei der Montage des Führungskörpers in die Spritzwand wieder aufgehoben.
Bei der Montage der Dichtung bzw. des Lenkgetriebes im Gehäuse wird wie folgt vorgegangen:
Zunächst werden der Führungskörper und der Gegenkörper wie oben beschrieben miteinander verbunden. Sodann werden die Enden des Balgs in die entsprechenden Aufnahmenuten 12, 23 eingelegt und der Gegenkörper 7 auf den Absatz 22 am Lenkgetriebe 1 aufgesetzt. Der Führungskörper 6 ist nun halbstarr am Lenkgetriebe angeordnet.
Das Lenkgetriebe 1 wird zusammen mit der Dichtungsanord­ nung in die Fahrzeugkarosserie eingebaut, wobei zunächst der Führungskörper in die Öffnung 3 der Querwand 4 einge­ fädelt wird. Dabei zwingt der konisch zulaufende Über­ gangsbereich den Führungskörper 6 einen Querversatz auf, wenn das Lenkgetriebe 1 sich nicht in seiner Sollposi­ tion, gegenüber der Öffnung befindet.
Der Führungskörper 6 nimmt eine bezogen auf die Öffnungs­ ebene fixierte Position ein, da der Außendurchmesser der Wand des Führungskörpers 6 dem Innendurchmesser der Öff­ nung 3 entspricht. Der Gegenkörper richtet sich nun ent­ sprechend der Einbaulage des Lenkgetriebes gegenüber dem Führungskörper aus. Das Lenkgetriebe kann daher von Fahr­ zeug zu Fahrzeug unterschiedliche Positionen relativ zur Öffnung einnehmen.
In der Fig. 3 ist eine zweite Ausführungsform einer Dich­ tungsanordnung beschrieben, die sich nur in einigen Punk­ ten von der Ausführung nach Fig. 1 unterscheidet. Gleiche Teile sind daher mit denselben Bezugsziffern versehen.
Der Unterschied äußert sich vor allem darin, daß der Füh­ rungskörper 6 schmaler und schlanker ausgebildet ist. In einer umlaufenden nach oben offenen Rille 40 liegt ein Dichtring 41, der den Führungskörper gegenüber der Fahr­ zeug-Spritzwand 4 abdichtet. Das wandseitige Ende des Balgs 5 wird am unteren Ende des Führungskörpers 6 gehal­ ten.
Der Topfboden 8 weist einen nach innen gerichteten hül­ senartigen Fortsatz 42 auf, an dessen Unterseite sich die Platte 31 für die Druckfeder 30 abstützt.
Das untere Ende der Feder 30 ist nicht an der Grundschei­ be 20, sondern an den Armen 26 abgestützt.
In beiden Ausführungsformen bewirkt die Feder 30, daß nach der Montage der Führungskörper ausreichend dichtend gegen die Spritzwand 4 gedrückt wird.

Claims (7)

1. Anordnung zum Abdichten einer Öffnung (3) in einer Karosseriewand (4), durch die der Ritzelschaft (2) eines Lenkgetriebes hindurchgeführt ist, wobei ein Balg (5) den Ritzelschaft (2) umgibt, das eine Ende des Balgs am Lenkgetriebe (2) und das andere Ende die Öffnung (3) umschließend an der Karosseriewand (4) gehalten sind, dadurch gekennzeichnet, daß das wandseitige Ende des Balgs (5) an einem Führungskör­ per (6) befestigt ist, der in die Öffnung (3) ein­ steckbar und derart geformt ist, daß er in der Öff­ nungsebene im wesentlichen unbeweglich liegt, und daß der Ritzelschaft (2) durch den Führungskörper (6) hindurchgeführt ist und gegenüber dem Führungs­ körper (6) unterschiedliche jeweils zueinander ra­ dial versetzte Positionen einnehmen kann.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungskörper (6) die Form eines Topfes aufweist, daß an der Außenseite der Topfwand (10) das wandseitige Ende des Balgs (5) gehalten ist und daß eine Öffnung im Boden (8) vorgesehen ist, durch den der Ritzelschaft (2) hindurchgeführt ist, wobei die Querschnittsfläche der Öffnung (9) größer ist als die Querschnittsfläche des Bauteils (2) im Be­ reich der Öffnung (9).
3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein am Lenkgetriebegehäuse gehaltener Gegenkör­ per (7) vorgesehen ist, wobei zwischen dem Führungs­ körper (6) und dem Gegenkörper (7) eine Feder (30) eingespannt ist, die beide Körper derart auseinan­ derbewegt, daß Anschlagflächen (40, 41) an den Kör­ pern aneinandergedrückt werden.
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungskörper (6) und der Gegenkörper (7) bajonettartig miteinander gekoppelt sind.
5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß am Führungskörper eine Anschlagplatte (16) mit Ausnehmungen (18) befestigt ist und am Gegenkörper radial abstehende Arme (26) vorgesehen sind, die durch die Ausnehmungen (18) hindurchgeführt werden können, und daß der Führungskörper (6) und der Ge­ genkörper (7) gegeneinander verdrehbar sind.
6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Arme (26) an einem hülsenartigen Abschnitt (25) des Gegenkörpers (7) angeformt sind, wobei der hülsenartigen Abschnitt (25) die Feder (30) umfaßt.
7. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungskörper (6) im Übergang zwischen der Wand (10) und dem Boden (8) kegelförmig zuläuft.
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