DE19632431A1 - Anordnung zum Abdichten einer Öffnung in einer Karosseriewand - Google Patents
Anordnung zum Abdichten einer Öffnung in einer KarosseriewandInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Abdich
ten einer Öffnung in einer Karosseriewand, durch die der
Ritzelschaft eine Lenkgetriebes hindurchgeführt ist, wo
bei ein Balg den Ritzelschaft umgibt und das eine Ende
des Balgs am Lenkgetriebe und das andere Ende die Öffnung
umschließend an der Karosseriewand gehalten sind.
Gemäß der DE 36 01 044 C2 ist der Balg am Lenkgetriebege
häuse befestigt und wird, nachdem das Lenkgetriebe mon
tiert worden ist, mit seinem der Wand zugewandten Ende in
die Öffnung eingeknöpft. Diese Vorgehensweise hat den
Nachteil, daß der an sich einfache Vorgang des Einknöp
fens einer Manschette nur noch umständlich durchgeführt
werden kann, da nach der Montage des Lenkgetriebes, die
zusammen mit anderen Fahrzeugbauteilen erfolgt, die Öff
nung nicht mehr ohne weiteres zugänglich ist.
In der DE 88 10 952 U1 wird daher vorgeschlagen, als Ab
dichtelement nicht einen elastisch verformbaren Balg ein
zusetzen, sondern einen durch radiale Rippen ausgesteif
ten formstabilen Hohlkörper, der bei der Montage des
Lenkgetriebes passend in die Öffnung eingesetzt wird.
Diese Anordnung hat den Nachteil, daß wegen Toleranzab
weichungen im Aufbau der Fahrzeugkarosserie das Lenkge
triebe nicht stets in gleicher Weise mit der Öffnung in
der Spritzwand fluchtet. Liegen deutliche Abmessungen vom
Sollmaß vor, kann es vorkommen, daß die formstabile Dich
tung nicht in die Öffnung eingesetzt werden kann.
Die Erfindung beruht daher auf der Aufgabe, eine Anord
nung zu schaffen, bei der die Dichtung zusammen mit dem
Lenkgetriebe montiert werden kann, wobei berücksichtigt
werden soll, daß deutliche Toleranzen hinsichtlich der
relativen Anordnung des Lenkgetriebes zur Wand auftreten
können.
Die Aufgabe wird für eine Anordnung nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 dadurch gelöst, daß das der Karosserie
wand zugewandte Ende des Balgs an einem Führungskörper
befestigt ist, der in die Öffnung einsteckbar und derart
geformt ist, daß er in der Öffnungsebene im wesentlichen
unbeweglich liegt, und daß der Ritzelschaft durch den
Führungskörper hindurchgeführt ist und ihm gegenüber un
terschiedliche jeweils zueinander radial versetzte Posi
tionen einnehmen kann.
Der Führungskörper weist vorzugsweise die Form eines Top
fes auf, wobei das Balgende an der Außenseite der Topf
wand gehalten wird und im Boden des Topfes eine Öffnung
vorgesehen ist, durch die der Ritzelschaft hindurchge
führt ist. Damit er gegenüber dem Führungskörper unter
schiedliche radial versetzte Positionen einnehmen kann,
ist die Querschnittsfläche der Öffnung größer als die
Querschnittsfläche des Ritzelschafts im Durchtrittsbe
reich. Damit der Führungskörper bei der Montage des Lenk
getriebes in die Öffnung geführt werden kann, ist es not
wendig, ihn bis zum Einführen in die Öffnung am Lenkge
triebe zu fixieren. Dies wird dadurch erreicht, daß ein
am Lenkgetriebe gehaltener Gegenkörper vorgesehen ist,
wobei zwischen dem Gegenkörper und dem Führungskörper
eine Feder eingespannt ist, die beide Körper in axialer
Richtung auseinanderdrückt. An beiden Körpern sind gegen
überliegende Anschlagflächen vorgesehen, die durch die
Federspannung aneinandergedrückt werden. Der Führungskör
per wird somit mittels Federkraft am Gegenkörper, der
wiederum am Bauteil befestigt ist, halbstarr gehalten.
Eine Möglichkeit dies zu erreichen, besteht darin Füh
rungskörper und Gegenkörper bajonettartig miteinander zu
koppeln, wobei am Führungskörper eine Anschlagplatte mit
Ausnehmungen und am Gegenkörper Arme vorgesehen sind, die
durch die Ausnehmungen hindurchgeführt werden können und
an denen die Anschlagflächen ausgebildet sind.
Im folgenden soll anhand eines Ausführungsbeispiels die
Erfindung näher erläutert werden. Dabei zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Dichtungsan
ordnung für eine Fahrzeuglenkung;
Fig. 2 einen Querschnitt entlang der Linie II-II
der Fig. 1;
Fig. 3 einen Längsschnitt durch eine zweite Ausfüh
rungsform.
Das Lenkgetriebe 1 verfügt über einen Ritzelschaft 2, der
durch eine Öffnung 3 in der Fahrzeug-Spritzwand hindurch
gesteckt ist. Der Ritzelschaft 2 wird mit einer Lenksäule
gekoppelt und überträgt die Drehung eines Lenkrades auf
das Lenkgetriebe. Die Dichtungsanordnung besteht im we
sentlichen aus einem Balg 5, einem Führungskörper 6 und
einem Gegenkörper 7. Der Führungskörper 6 hat die Form
eines Topfes mit einem Boden 8 und einer Wand 10, dessen
offene Seite dem Lenkgetriebe 1 zugewandt ist. Im Boden 8
des Führungskörpers 6 befindet sich ein Loch 9, durch das
der Ritzelschaft 2 hindurchgeführt ist und das einen
größeren Durchmesser als der Ritzelschaft aufweist. An
der Außenseite der Wand 10 des Führungskörpers 6 befindet
sich ein an der Spritzwand 4 anliegender umlaufender
Flansch 11, in dem eine nach außen und zur Spritzwand hin
offene Nut 12 vorgesehen ist, in der das wandseitige Ende
13 des Balgs 5 liegt, das somit zwischen der Wand 10 des
Führungskörpers 3, einer Flanke der Nut 12 sowie der
Spritzwand 4 eingequetscht ist.
An der offenen Seite des Führungskörpers 6 ist eine An
schlagplatte 16 mit einer zentralen Öffnung 17 befestigt.
Am Innenrand der Anschlagplatte 16 sind vier Ausnehmungen
18 vorgesehen.
Der Gegenkörper 7 besteht aus mehreren Abschnitten, wobei
ein Abschnitt eine Grundscheibe 20 bildet, die einen sich
in axialer Richtung erstreckenden Kragen 21 aufweist. Die
Grundscheibe liegt auf einen Absatz 22 am Lenkgetriebe 1,
wobei der Kragen 21 das Lenkgetriebe 1 umfaßt. Der Rand
des Kragens 21 weist eine nach innen offene Nut 23 auf,
in der das andere Ende 14 des Balgs 5 liegt. Dieses Ende
wird zwischen der Nutwand, dem Nutboden und der Mantel
fläche des Absatzes 22 sowie einem Bund 24 am Lenkgetrie
be umgriffen und gehalten.
Ausgehend von der Grundscheibe 20 erstreckt sich eine
Hülse 25 des Gegenkörpers 7 durch die Öffnung 17 in der
Anschlagplatte 16. Vom freien Ende der Hülse 25 stehen
kreuzförmig vier Arme 26 ab, deren Form die der Ausneh
mungen 18 entspricht.
Zwischen dem Führungskörper 6 und dem Gegenkörper 7 ist
konzentrisch zum Ritzelschaft 2 eine Druckfeder 30 einge
spannt, die am Führungskörper 6 über eine Platte 31 aus
Teflon abgestützt ist. Diese Platte weist einen zentralen
Durchbruch auf, dessen Durchmesser dem Durchmesser des
Ritzelschaftes 2 entspricht. Ihr Außendurchmesser ist
größer als der Durchmesser des Loches 9 im Topfboden 8.
Der Durchmesser der Feder 30 ist etwas kleiner als der
Innendurchmesser der Hülse 29, so daß diese eine Führung
für sie bildet.
Um den Führungskörper 6 und den Gegenkörper 7 miteinander
zu koppeln, werden diese so gegeneinander verdreht, daß
die Arme 26 mit den Ausnehmungen 18 in der Anschlagplatte
8 fluchten. Nun können die beiden Körper aufeinander zu
bewegt werden, wobei die Arme 26 durch die Ausnehmungen
18 in den Führungskörper gebracht werden. Anschließend
kann der Gegenkörper 7 gegenüber dem Führungskörper um
etwa 45° verdreht werden, so daß die Arme 26 hinter die
Anschlagplatte 16 gelangen. Die Feder bewegt die beiden
Körper 6, 7 soweit auseinander, bis die Oberseite 40 der
Anschlagplatte 16 reibschlüssig gegen die Unterseite 41
der Arme 8 gedrückt wird. Diese Kopplung wird erst bei
der Montage des Führungskörpers in die Spritzwand wieder
aufgehoben.
Bei der Montage der Dichtung bzw. des Lenkgetriebes im
Gehäuse wird wie folgt vorgegangen:
Zunächst werden der Führungskörper und der Gegenkörper wie oben beschrieben miteinander verbunden. Sodann werden die Enden des Balgs in die entsprechenden Aufnahmenuten 12, 23 eingelegt und der Gegenkörper 7 auf den Absatz 22 am Lenkgetriebe 1 aufgesetzt. Der Führungskörper 6 ist nun halbstarr am Lenkgetriebe angeordnet.
Zunächst werden der Führungskörper und der Gegenkörper wie oben beschrieben miteinander verbunden. Sodann werden die Enden des Balgs in die entsprechenden Aufnahmenuten 12, 23 eingelegt und der Gegenkörper 7 auf den Absatz 22 am Lenkgetriebe 1 aufgesetzt. Der Führungskörper 6 ist nun halbstarr am Lenkgetriebe angeordnet.
Das Lenkgetriebe 1 wird zusammen mit der Dichtungsanord
nung in die Fahrzeugkarosserie eingebaut, wobei zunächst
der Führungskörper in die Öffnung 3 der Querwand 4 einge
fädelt wird. Dabei zwingt der konisch zulaufende Über
gangsbereich den Führungskörper 6 einen Querversatz auf,
wenn das Lenkgetriebe 1 sich nicht in seiner Sollposi
tion, gegenüber der Öffnung befindet.
Der Führungskörper 6 nimmt eine bezogen auf die Öffnungs
ebene fixierte Position ein, da der Außendurchmesser der
Wand des Führungskörpers 6 dem Innendurchmesser der Öff
nung 3 entspricht. Der Gegenkörper richtet sich nun ent
sprechend der Einbaulage des Lenkgetriebes gegenüber dem
Führungskörper aus. Das Lenkgetriebe kann daher von Fahr
zeug zu Fahrzeug unterschiedliche Positionen relativ zur
Öffnung einnehmen.
In der Fig. 3 ist eine zweite Ausführungsform einer Dich
tungsanordnung beschrieben, die sich nur in einigen Punk
ten von der Ausführung nach Fig. 1 unterscheidet. Gleiche
Teile sind daher mit denselben Bezugsziffern versehen.
Der Unterschied äußert sich vor allem darin, daß der Füh
rungskörper 6 schmaler und schlanker ausgebildet ist. In
einer umlaufenden nach oben offenen Rille 40 liegt ein
Dichtring 41, der den Führungskörper gegenüber der Fahr
zeug-Spritzwand 4 abdichtet. Das wandseitige Ende des
Balgs 5 wird am unteren Ende des Führungskörpers 6 gehal
ten.
Der Topfboden 8 weist einen nach innen gerichteten hül
senartigen Fortsatz 42 auf, an dessen Unterseite sich die
Platte 31 für die Druckfeder 30 abstützt.
Das untere Ende der Feder 30 ist nicht an der Grundschei
be 20, sondern an den Armen 26 abgestützt.
In beiden Ausführungsformen bewirkt die Feder 30, daß
nach der Montage der Führungskörper ausreichend dichtend
gegen die Spritzwand 4 gedrückt wird.
Claims (7)
1. Anordnung zum Abdichten einer Öffnung (3) in einer
Karosseriewand (4), durch die der Ritzelschaft (2)
eines Lenkgetriebes hindurchgeführt ist, wobei ein
Balg (5) den Ritzelschaft (2) umgibt, das eine Ende
des Balgs am Lenkgetriebe (2) und das andere Ende
die Öffnung (3) umschließend an der Karosseriewand
(4) gehalten sind, dadurch gekennzeichnet, daß das
wandseitige Ende des Balgs (5) an einem Führungskör
per (6) befestigt ist, der in die Öffnung (3) ein
steckbar und derart geformt ist, daß er in der Öff
nungsebene im wesentlichen unbeweglich liegt, und
daß der Ritzelschaft (2) durch den Führungskörper
(6) hindurchgeführt ist und gegenüber dem Führungs
körper (6) unterschiedliche jeweils zueinander ra
dial versetzte Positionen einnehmen kann.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Führungskörper (6) die Form eines Topfes
aufweist, daß an der Außenseite der Topfwand (10)
das wandseitige Ende des Balgs (5) gehalten ist und
daß eine Öffnung im Boden (8) vorgesehen ist, durch
den der Ritzelschaft (2) hindurchgeführt ist, wobei
die Querschnittsfläche der Öffnung (9) größer ist
als die Querschnittsfläche des Bauteils (2) im Be
reich der Öffnung (9).
3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß ein am Lenkgetriebegehäuse gehaltener Gegenkör
per (7) vorgesehen ist, wobei zwischen dem Führungs
körper (6) und dem Gegenkörper (7) eine Feder (30)
eingespannt ist, die beide Körper derart auseinan
derbewegt, daß Anschlagflächen (40, 41) an den Kör
pern aneinandergedrückt werden.
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Führungskörper (6) und der Gegenkörper (7)
bajonettartig miteinander gekoppelt sind.
5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß am Führungskörper eine Anschlagplatte (16) mit
Ausnehmungen (18) befestigt ist und am Gegenkörper
radial abstehende Arme (26) vorgesehen sind, die
durch die Ausnehmungen (18) hindurchgeführt werden
können, und daß der Führungskörper (6) und der Ge
genkörper (7) gegeneinander verdrehbar sind.
6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Arme (26) an einem hülsenartigen Abschnitt
(25) des Gegenkörpers (7) angeformt sind, wobei der
hülsenartigen Abschnitt (25) die Feder (30) umfaßt.
7. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Führungskörper (6) im Übergang zwischen der
Wand (10) und dem Boden (8) kegelförmig zuläuft.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996132431 DE19632431A1 (de) | 1996-08-12 | 1996-08-12 | Anordnung zum Abdichten einer Öffnung in einer Karosseriewand |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996132431 DE19632431A1 (de) | 1996-08-12 | 1996-08-12 | Anordnung zum Abdichten einer Öffnung in einer Karosseriewand |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19632431A1 true DE19632431A1 (de) | 1998-02-19 |
Family
ID=7802400
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996132431 Withdrawn DE19632431A1 (de) | 1996-08-12 | 1996-08-12 | Anordnung zum Abdichten einer Öffnung in einer Karosseriewand |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19632431A1 (de) |
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-
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- 1996-08-12 DE DE1996132431 patent/DE19632431A1/de not_active Withdrawn
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