DE1963310B2 - Praegevorrichtung - Google Patents
PraegevorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Prägevorrichtung mit einem Wagen für den schrittweisen Vorschub eines
zu prägenden Gegenstandes in einer gegebenen Prägeebene und mit Patrizen und Matrizen zur Durchführung
des Prägevorganges, von denen die Matrizen und die Patrizen auf einer ersten und einer zweiten
Scheibe sitzen, die beide mittels einer Welle auf entgegengesetzten Seilen der Prägeebene in voneinander
abstehenden Ebenen gehalten werden, und zwar mit entsprechender Ausrichtung von Matrizen und Patrizen,
wobei die Prägescheiben für das erforderliche Aneinanderpressen von Patrizen und Matrizen beide
biegsame Gestaltung aufweisen und zwecks Verlagerung ausgewählter Palrizen- und Matrizensätze in die
Prägestaüon einen gemeinsamen Drehantrieb um eine sie tragende Welle haben und wobei weiterhin
Jie Prägestalion mit einem Prägekopf und einer Auflagefläche
ausgerüstet ist, über welche die Prägekräfte in einen Maschinenrahmen geleilet werden.
Bei einer bekannten Prägevorrichiung (deutsche Patentschrift 441 005) der genannten Gattung sitzen
die die Patrizen und Matrizen tragenden Prägescheiben mit dichtem Abstand auf der sie tragenden
Welle. Ein solcher dichter Abstand ist erforderlich, weil die Biegsamkeit der Prägescheiben, insbesondere
bei voller, undurchbrochener Ausführung, immer bescUränkt bleib» und daher der für den Prägevorgang
,' irderliche Hub der beiden Prägescheiben
aufeinander zu klein gehalten sein muß. Dabei ist insbesondere auch zu berücksichtigen, daß die Auswahl
der Materialien für die Prägescheiben nicht beliebig erfolgen kann, sondern sich nach der guten
Eignung der Materialien als Prägewerkzeug richtet. Die dafür geeigneten Materialien neigen aber leicht
zur Versprödung. wenn sie zu stark auf Biegung beansprucht werden.
Ein kleiner Abstand zwischen den Prägescheiben bedingt aber wiederum Schwierigkeiten bei der Einführung
der zu prägenden Gegenstände.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Prägevorrichtung der in Rede stehenden Art zu
schaffen, bei der trotz eines großen Abstandes zwischen den Prägescheiben die Biegebeanspruchung
der Prägescheiben beim Prägevorgang klein gehalten sein kann.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe wird der Erfindung gemäß vorgesehen, daß die die Patrizen und die
Matrizen tragenden Scheiben zur losen Annäherung an den zu prägenden Gegenstand insgesamt auf ihrer
Welle mittels einer Verschiebevorrichtung axial gegegenseitig verschiebbar angeordnet sind und daß für
das Zusammenpressen der an den Scheiben auf biegsamen Findern sitzenden Patrizen und Matrizen eine
in betrieblicher Folgesteuerung mit der Verschiebevorrichtung stehende Preßvorrichtung für den Prägekopf
vorgesehen ist, die einen vom Gehäuse der Prägevorrichtung unabhängigen, geschlossenen Preßrahmen
zur Aufnahme der Prägekräfte aufweist.
Die Erfindung gründet sich also auf den Gedanken, bei einer Prägevorrichtung, deren Patrizen and
Matrizen auf biegsamen Scheiben sitzen, den bei einem verhältnismäßig großen Abstand der Prägescheiben
erforderlicher Hub auf zwei Bewegungsvorgänge aufzuteilen, bei denen eine ohne Biegebeanspruchung
erfolgende Gesamtbewegung der Prägescheiben zueinander hin und voneinander fort den
Hauptteil der Bewegung übernimmt, während die unter Ausnutzung der Biegsamkeit der Scheiben erfolgende
eigentliche Prägebewegung ein wesentlich kleineres Ausmaß hat. Dabei sind Vorkehrungen getroffen,
um die beiden Bewegungsvorgänge zuverlässig miteinander zu koordinieren.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
ist vorgesehen, daß die Verschiebevorrichtung und die Preßvorrichtung mittels einer einzigen,
Abschnitte unterschiedlicher Höhe aufweisenden Kurve steuerbar sind und daß der Prägekopf unmittelbar
durch die Kurve betätigbar ist, während ein die Prägescheiben schließendes Glied über ein Hebelwerk
mit dem Prägekopf in Antriebsverbindung steht.
Mit der Erfindung ist eine kompakte, wenig aufwendige Prägevorrichtung geschaffen worden, die
sich zur Prägung von Kunststoff- und Metallplatten eignet, die sich als Kreditkarten oder Adressenplatlen
verwenden lassen.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die Prägevorrichtung transportabel ist, daß sich
mit ihr auf billige Weise auch Metalle und harte Kunststoff platten prägen lassen, und zwar mittels Patrizen-
und Matrizengliedern, die in zwei Scheiben eingearbeitet sind.
Nachstehend sind Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der Zeichnung beschrieben.
F i g. 1 ist eine schaubildliche Vorderansicht einer Prägevorrichtung nach der Erfindung;
F i g. 2 ist ein teilweise geschnittener und fortgebrochener Grundriß der Prägevorrichtung nach
Fig. 1;
F i g. 3 ist eine längs der Lmie 3-3 der F i g. 2 gelegte
Schnittdarstellung;
F ig. 4 und 5 sind herausgebrochene und teilweise geschnittene Seitenansichten, ;m wesentlichen längs
der Linie 4-4 der F i g. 2;
F i g. 6 ist ein Grundriß einer in der Prägevorrichtung
verwendeten Scheibe;
Fig. 7 ist ein längs der Linie 7-7 der Fig. 6 gelegter
schnitt;
F i g. 8 ist ein im wesentlichen längs der Linie 8-8 der F i g. 6 gelegter Schnitt;
F i g. 9 ist ein Grundriß einer mit der Scheibe aus F i g. 6 zusammenpassenden Scheibe;
Fig. 10 ist ein im wesentlichen längs der Linie
10-10 der Fig.9 gelegter Schnitt;
F i g. 11 ist ein im wesentlichen längs der Linie
11-11 der F i g. 9 gelegter Schnitt;
Fig. 12 ist eine schaubildliche Darstellung, die den Antriebsmechanismus und Teile des Prägemechanismus
zeigt und in Beziehung zu den F i g. 3 bis 5 steht;
F i g. 13 bis 15 sind Seitenansichten des Gehäuses
in verschiedenen Öffnungsstellungen zur Auswechslung der Scheiben;
Fig. 16 (auf dem eisten Zeichnungsblatt) ist eine
teilweise Ansicht von hinten eines Bügels, der eine Einsteliverschiebung gestattet, um den tatsächlichen
Hubweg zur Auswahl der einwirkenden Prägekraft einzustellen;
Fig. 17 (auf dem ersten Zeichnungsblatt) ist ein Grundriß der aus Fig. 16 ersichtlichen Einrichtung;
Fig. 18 ist eine Seitenansicht der aus Fig. 16 ersichtlichen
Einrichtung;
Fig. 19 (auf dem letzten Zeichnungsblau) ist ein etwas schemaüscher Grundriß einer motorbetriebenen
Ausführungsform des Antriebsmechanismus: diese Ausführungsform kann die handbetriebene
Ausführungsform nach F i g. 12 ersetzen.
Es wird jetzt auf die F i g. 1 und 2 der Zeichnung Bezug genommen, in denen eine Prägevorrichtung
nach der Enindung gezeigt ist. Die Prägevorrichtung hat ein Gehäuse 20 mit einem Unterteil 22 und
einem Deckelteil 24.
Auf dem Unterteil 22 ist ein Wagen 26 gelagert. Der Wagen kann einen zu prägenden Gegenstand,
wie eine KurUstoffkarte oder Aluminiumlegierungsplatte,
tragen und läßt sich nach Prägung eines Schriftzeichens jeweils schrittweise weiterschalten.
Der Wagen kann auch quer zur Zeilenrichtung geschaltet werden, so daß auf den Gegenstand verschiedene,
voneinander abstehende Zeilen eingeprägt werden können.
Nun wird auf die F i g. 2 und 3 Bezug genommen,
welche die in dem Gehäuse 20 untergebrachte Präge- zeichen hergestellt werden sollen, die mit dem Auge
vorrichtung im einzelnen zeigen. Dazu wird zuerst gelesen werden können, dann trägt die obere Prägeauf
die F i g. 3 Bezug genommen. Die Prägevorrich- scheibe 62 die Matrizenteile und die untere Prägetung
besitzt eine Welle 28, die aus einer in dem Dek- scheibe 64 die Patrizenteile; wenn die Vorrichtung
kelteil 24 angebrachten Nabe 30 heraussteht. Zur 5 zur Prägung von umgekehrten Schriftzeichen oder
Verriegelung der Welle 28 an ihrem Platz dienen Druckzeichen auf einer Platte eingesetzt werden soll,
eine Mutter 32 und eine Unterlegscheibe 34, die dann trägt die untere Prägescheibe 64 die Matrizen
auch eine Drehung der Welle verhindern. Auf der und die obere Prägescheibe 68 die Patrizen.
Welle 28 sitzt eine Antriebsscheibe 36, die an der In den F i g. 6 und 8 sieht man, daß die Präge-Welle 28 mittels eines Federringes 38 gesichert ist. io scheibe einen verstärkten Mittelteil 80 mit einer Die Antriebsscheibe 36 läßt sich mittels eines Knop- Reihe von getrennt davon abstehenden Armen 82 fes 40 betätigen, der gemäß F i g. 2 aus dem Gehäuse hat. Am Ende der Arme 82 sitzt eine Patrize 84, von herausragt. Von dem Knopf 40 erstreckt sich eine deren Fläche ein Schriftzeichen vorsteht. In ähnli-Welle 41 durch den Deckel 24 hindurch und trägt ein eher Weise hat die in F i g. 9 gezeigte Prägescheibe Kegelzahnrad 42, \velches mit einer Verzahnung 44 15 einen starken Mittelteil 80' und mehrere davon abauf einem Nabenteil der Antriebsscheibe 36 kämmt. stehende Arme 82'. Am Ende eines jeden der Arme
Welle 28 sitzt eine Antriebsscheibe 36, die an der In den F i g. 6 und 8 sieht man, daß die Präge-Welle 28 mittels eines Federringes 38 gesichert ist. io scheibe einen verstärkten Mittelteil 80 mit einer Die Antriebsscheibe 36 läßt sich mittels eines Knop- Reihe von getrennt davon abstehenden Armen 82 fes 40 betätigen, der gemäß F i g. 2 aus dem Gehäuse hat. Am Ende der Arme 82 sitzt eine Patrize 84, von herausragt. Von dem Knopf 40 erstreckt sich eine deren Fläche ein Schriftzeichen vorsteht. In ähnli-Welle 41 durch den Deckel 24 hindurch und trägt ein eher Weise hat die in F i g. 9 gezeigte Prägescheibe Kegelzahnrad 42, \velches mit einer Verzahnung 44 15 einen starken Mittelteil 80' und mehrere davon abauf einem Nabenteil der Antriebsscheibe 36 kämmt. stehende Arme 82'. Am Ende eines jeden der Arme
Die Antriebsscheibe 36 dient zum Antrieb einer 82' befindet sich eine erhöhte Auflage 84' mit einer
mit sichtbaren Zeichen ausgestatteten Einrichtung. eingesenkten Schriftzeichenmatrize.
Die Antriebsscheibe 36 wird von einem Band 46 um- Gemäß F i g. 2 und 3 sind die Prägescheiben 62
schlungen, welches auch zwei an entgegengesetzten 20 und 64 der Scheibenanordnung 56 so angebracht,
Enden in dem Deckelteil 24 gelagerte Führungsschei- daß die einander entsprechenden Patrizen- und Ma-
ben 48 und 50 umschlingt. Das Band 46 ist an einem trizenteile 84 und 84' fluchten und bei Druckeinwir-
Zeiger 52 befestigt, der mit einer geradlinigen Anzei- kung einen Prägevorgang ausführen können,
geskala 54 für Schriftzeichen zusammenarbeitet. Der Die Patrizen- und Matrizensätze werden durch
Zeiger und die Anzeigeskala dienen zur Einstellung 25 Drehur.3 des Knopfes 40 in eine Prägestation ge-
des zu prägenden Schriftzeichens. dreht. Dabei dreht sich die Antriebsscheibe 36. Da
Zwei in den Fig.6 und9 im einzelnen gezeigte die Scheibenanordnung 56 mit der Antriebsscheibe
Scheiben bilden zusammen eine Scheibenanordnung, 36 verkeilt ist, laufen sie gemeinsam um. Der Zeiger
die in Fig.3 allgemein das Bezugszeichen 56 trägt. 52 wird durch dn«; Rand 46 an der Anzeigeskala 54
Die Scheibenanordnung 56 ist drehbar auf der Welle 30 entlanggeführt und zeigt an. welcher Schriftzeichen-
28 angebracht und darauf mittels eines Federringes satz auf die Prägestation eingestellt ist.
57 gesichert. Die Scheibenanordnung 56 hat an in- Gemäß F i g. 3 wird ein zu prägender Gegenrem
oberen Ende ein kreisförmiges Ringglied 58 mit stand A durch den Wagen in eine Ebene zwischen
einer nach oben stehenden Zunge, die in einen den Prägescheiben 62 und 64 gehalten, und zwar mit
Schlitz 60 der Nabe der Antriebsscheibe 56 eingreift. 35 der zu prägenden Stelle. Als Gegenhalter dient ein
Diese Anordnung dient zur präzisen Verriegelung Bügel 86 mit einer Auflagefläche.
der Scheibenanordnung £6 gegenüber der auf der Von den entgegengesetzten Enden des Bügels 86
Welle 28 befindlichen Antriebsscheibe 36 und sorgt hängen Schenkel 89 herab, die drehbar auf einer
dafür, daß die Scheibenanordnung 56 gemeinsam mit Welle 90 gelagert sind, die ihrerseits in dem Unterteil
der Anti iebsscheibe 36 umläuft. 40 22 des Gehäuses 20 sitzt und in noch näher zu be-
Die Scheibenanordnung 56 besteht aus einer obe- schreibender Weise als Reaktionsstab dient,
ren Prägescheibe 62 und einer unteren Prägescheibe Es wird jetzt auf die F i g. 3 und 12 Bezug genom-
ren Prägescheibe 62 und einer unteren Prägescheibe Es wird jetzt auf die F i g. 3 und 12 Bezug genom-
64. Die obere Prägescheibe 62 ist an dem Ringglied men. Der Prägedruck wird mittels einer Kurve 92
58 mittels mehrerer Niete 66 festgemacht. Die untere aufgebracht, die auf dem Reaktionsstab 90 sitzt. Die
Prägescheibe 64 ist mittels mehrerer Niete 70 an 45 Kurve 92 betätigt einen allgemein mit der Bezugszifeiner
Hülse 68 festgemacht. Die Hülse 68 läßt sich fer 94 bezeichneten Hcbelmechanismus.
axial auf einem axialen Ansatz des Ringgliedes 58 Der Hebelmechanismus 94 hat einen Prägekopf
verschieben und ist daran mittels eines Federringes 96, dieser sitzt auf einem Kurventaster 98, der an det
73 gesichert. Eine den Ansatz 72 umgebende Schrau- Hache der Kurve 92 anliegt. Der Prägekopf 96 und
benfeder 74 legt sich gegen eine an dem Ansatz 72 50 der Kurvemaster 98 sind an dem einen Ende eines
vorgesehene Schulter 76 und die Hülse 68 und gegabelten Hebels 100 festgemacht. Das entgegenge
drängt somit die beiden Prägescheiben 62 und 64 setzte Ende des Hebels 100 ist auf einer Welle 102
normalerweise voneinander fort. Dabei wirkt der drehbar gelagert, die in einem Halter 104 sitzt. Dei
Federring 73 als ein Anschlag. Halter 104 ist an dem Unterteil 22 des Gehäuses 20
Durch das Ringglieo 58, die obere Prägescheibe 55 festgemacht. Auf entgegengesetzten Seiten des He-62 und die untere Prägescheibe 64 geht ein Füh- bels 100 sind zwei Totganghebcl 106 vorgesehen,
rungszapfen 78 hindurch und dient dazu, die untere deren jeder sich von der Mitte des Hebels 100 zu dem
Prägescheibe gegenüber der oberen Prägescheibe zu Mittelteil eines zweiten gegabelten Hebels 108 erführen, so daß die Schriftzeichensätze in der richti- streckt. Ein Ende des Hebels 108 ist mittels einei
gen Fluchtung zueinander gehalten werden. 60 Welle 110 an dem Halter 104 festgemacht.
passenden Patrizen- und Matrizengliedern ausgerü- gangverbindung eines jeden Totganghcbcls 106 tsi
stet, mittels deren in der ün den Fig.6 bis II veran- auf die Anbringung eines länglichen Schlitzes 112 it
schaulichten Weise die Prägung vorgenommen wird. dem Totganghebel 106 zurückzuführen. Durch det
Die in den Fig.9 bis 11 gezeigte Prägescheibe trägt 65 Schlitz 112 erstreckt sich ein auf dem gegabelten He
die eingesenkten Matrizenteile, und die in den Fig.6 bei 108 sitzender Zapfen 114. Das andere Ende de;
bis 8 gezeigte Prägescheibe trägt die erhabenen Patri- Totganghebels 106 ist mitteis eines Zapfens 118 ai
zerteile. Wenn mit der Vorrichtung erhabene Schrift- den gegabelten Hebel 100 angeschlossen. Zwischer
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Y- *
den Zapfen 114 und 118 erstreckt sich eine Feder zeigte Stellung zurückgehen. Die Federspannung
116. Der gegabelte Hebel 108 hat neben seinem reicht aus, um die Prägescheiben zu schließen, aber
einen Ende Kurvenflächen 120. Diese wirken auf die es ist eine besondere Einwirkung für das Öffnen erHülse
68 ein. Das siehi man in F i g. 3. forderlich. Das wird durch den Totganghebel 106
Die Fig. 2 bis 5 veranschaulichen die Arbeitsweise 5 sichergestellt. Der geprägte Gegenstand kann dann
der durch lie Kurve 92 betätigten Prägevorrichtung. weiter vorgeschoben werden, und der Knopf kann
Wenn die als Reaktionsstapel dienende Welle 90 sich zur Auswahl eines anderen Schriftzeichens gedreht
im Uhrzeigersinne dreht (das ist in den Fig. 2,3,4 werden. Ein herausragender Vorteil der vorliegenden
und 5 angedeutet), dann hebt die Kurve 92 den Kur- Erfindung, bei der die Prägescheiben in parallelen
ventaster 98 an. Das führt dazu, daß der Hebel 100 io Ebenen geschlossen werden, liegt in dieser Anordum
die Welle 102 schwenkt und die Feder 116 den nung. die für ein präzises Ineinanderpassen von Pa-Hebel
108 um die Welle 110 schwenken läßt. Wenn trizen und Matrizen sorgt. Wenn das Prägen durch
der Hebel 108 um die Welle 110 schwenkt, dann wir- Biegen der Arme 82 und 82' erfolgt, dann läßt sich
ken die Kurvenflächen 120 auf das Ende der Hülse ein präzises Ineinanderpassen von Palrize und Ma-68
ein und stoßen diese nach oben. Damit gleitet die 15 trize oft schwer erreichen. Das liegt daran, weil die
Prägescheibe 64 axial auf dem Nabenansatz 72 in Teile sich auf einer bogenförmigen Bahn bewegen
Richtung auf die Scheibe 62. Auch der Prägekopf 96 und nicht auf einer geradlinigen Bahn wie bei der
bewegt sich nach oben. Das Profil der Kurve 92 und vorliegenden Erfindung.
der Hebelmechanismus 94 sind jedoch so ausgelegt, Die besondere Anordnung der Prägevorrichtung
daß die übersetzung eine Berührung des Prägekopfes *<
> nach der Erfindung ermöglicht es auch, daß man die 96 mit der unteren Prägescheibe 64 so lange verhin- Prägescheiben in Ebenen anbringt, die genügend weit
dcrt bis die Scheiben sich in der in F i g. 4 gezeigten voneinander abstehen, daß der zu prägende Gegen-Weise
geschlossen haben. Der Hebelmechanismus 94 stand genügend Spiel zwischen den Prägescheiben
führt also zunächst die untere Prägescheibe 64 axial hat. Die Prägescheiben 62 und 64 können sich also
zu der oberen Prägescheibe 62, und zwar so weit, bis 35 frei drehen, ohne daß sie an dem Gegenstand entdie
Patrizer- und Matrizensätze 84 und 84' in Beruh- langschaben oder daran hängenbleiben. Diese günrung
mit den gegenüberliegenden Seiten des Gegen- stige weite Trennung ist möglich, weil die untere Prästandes
,1 kommen. Wenn dann die Prägescheiben gescheibe 64 für den Prägevorgang zunächst an die
ceschlossen worden sind, dann führt eine weitere Be- obere Prägescheibe 62 hcranbewegt wird und der
wegung der Kurve 92 in Richtung des Pfeiles über 30 Prägedruck auf das Frageeicment 84' nicht eher eindie
in F i g 4 «ezeigte Stellung hinaus in die in wirkt, bis die Prägeplatten nicht geschlossen worden
F i g 5 gezeigte "stelle dazu, daß der Prägekopf 96 sind. Wenn man den Prägedruck unmittelbar auf das
sich gegen die Patrize 84 legt. Eine weitere Bewe- Prägeelement der unteren Prägescheibe einwirken
gung der Kurve erzeugt dann einen Prägedruck ge- lassen würde, ohne diese erst in Schließstellung anzugen
die Auflagefläche ^88 des Hebels 86. Das letzte 35 heben, dann müßte man den das Prägeelement 84
Flächenstück der Kurve 92 hat einen sich stetig er- tragenden Arm erheblich anheben. Je großer der Abweiternden
Radius Der Prägedruck für ein gegebe- stand zwischen den Prägeplatten 62 und 64 ist, des.)
nes Kartenmaterial läßt sich dadurch verändern, daß größer müßte auch die Biegung des Armes 82 sem.
man den Endpunkt der Drehbewegung der Kurve Es wurde gefunden, daß die Arme 82 bei wiederholentsprechend
wählt Nachdem die Prägescheiben 40 ter Biegung über eine größere Strecke zerstört wermittels
der durch die Feder 116 übertragenen An- den, weil das Material eine Verformungserhartung
triebskraft geschlossen worden sind, führt eine wei- erfährt. Bei der vorliegenden Erfindung tritt ein soltere
Bewegung des Hebels 100 nur zu einer Dehnung eher Mangel nicht auf. weil die wiederholte Biegung
der Feder 116 ^eT Arrne der Scheiben vermieden wird. Man kann
Der Prägedruck sorgt dafür, daß in den zwischen 45 also die Prägeplatten 62 und 64 in einem ausreichenden
Patrizen- und Matrizensätzen an der Prägesta- den Abstand anbringen und somit dem Gegention
befindlichen Gegenstand ein Schriftzeichen ein- stand A genu2end Spielraum lassen, wenn die Prägegeprägt
wird (Nach der das Schließen der Scheiben- scheiben zur Auswahl des zu pragenden Schnftzeianordnung
bewirkenden Aufwärtsbewegung der Prä- cheiw; gedreht werden.
gescheibe 64 gelangen übrigens auch die Patnzen- 50 'iei der dargestellten Konstruktion ist der als Ge
und Matrizensitze 84 und 84' an den verschiedenen genhalter dienende Bügel 86 an die als Reaktionsstat
Armen neben der Prägestation in enge Berührung dienende Welle 90 angeschlossen: die beim Präge
mit den Flächen des Gegenstandes. Die Schließkraft Vorgang auftretenden Reaktionskräfte werden alsc
reicht jedoch hier nicht für eine Prägung aus. und von dem Bügel und dem Reaktionsstab aufgenom
eine ausreichende Prägekraft wird in der beschriebe- 55 men, aber nicht an das Gehäuse weitergeleitet. Mai
nen Weise durch den Prägekopf 96 nur auf die Pa- kann daher das Gehäuse aus einem verhältnismäßij
trize und Matrize ausgeübt, die sich an der Prägesta- leichten Werkstoff machen, da es ja nicht die bein
tion befinden ) Prägevorgang auftretenden Reaktionskräfte weiter
Nachdem ein Schriftzeichen in den Gegenstand A leiten oder aufnehmen muß.
eingeprägt worden ist, führt eine Bewegung der 60 Es wird nun auf die Fig. 12 Bezug genommen
Welle in entgegengesetzter Richtung zur Freigabe des Dort fieht man den Antriebsmechanismus für dei
Prägemechanismus, so daß dieser in die in F i g. 3 ge- Prägemechanhmus. Zu dem Antriebsmechanismu
zeigte Stellung zurückkehrt. Eine nicht dargestellte gehört sine Kurbel 122, die auf einer zweiten, al
Torsionsfeder spannt den Hebel 100 entgegen der Reaktion&rtab dienenden Welle 124 sitzt Auf diese
Wirkung der Kurve 92 in Richtung auf die Stellung 65 Welle 124 sitzt auch eine exzentrische Muffe 126
nach Fig 3 vor. Wenn der Hebel 100 zurückkehrt, Die Muffe 126 ist mittels eines Antriebsstabes 121
dann läßt der Totganghebel 106 auch den Hebel 108, an eine zweite exzentrische Muffe 130 auf der Well
der die Prägescheiben antreibt, in die ifl F i g. 3 ge- SO angcsrhlossen. Eine den Reaktionsstab 124 umge
' 10
bende Rückstellfeder spannt den Reaktionsstab 124 Kurve 152 aui der Welle 124 betätigbar ist. Eine Fe-
normalerweisc im Uhrzeigersinne in Richtung auf die der 153 hält den Klinkenfinger 140 normalerweise in
gezeigte Stellung vor. Bei einer Drehung der Kurbel seiner in F i g. 3 gezeigten zurückgezogenen Lage.
126 im Gegenuhrzeigersinne dreht sich der Reak- Wenn die als Reaktionsstab dienende Welle 124
tionsstab 124 in der durch den Pfeil angedeuteten S bei Betätigung der Kurbel 122 gedreht wird, dann
Weise ebenfalls im Gegenuhrzeigersinne. Das führt treibt die Kurve 152 den Hebel 146 im Drehsinn um
dazu, daß der Antriebsstab 128 den Reaktionsstab die Welle 148 an. Der Hebelarm 146 treibt das Betä-
90 im Uhrzeigersinne dreht. Wie oben beschrieben, tigungsglied 144 an und läßt den Klinkenfinger 140
führt eine Drehung des Reaktionsstabes 90 zunächst um die Welle 142 schwenken. In dem Ringglied 58
zum Schließen der Prägescheiben und anschließend io sind Einsenkungen oder Nuten 154 vorgesehen. Die
zur Einwirkung des Prägedruckes. Wenn die von Nuten 154 sind rings um den Umfang des Ringglie-
Hand zu betätigende Kurbel 122 losgelassen wird, des 58 verteilt, und zwar derart, daß jede Nut einer
dann führt die Feder 131 den Mechanismus in seine bestimmten Patrize und Matrize auf den Prägeschei-
Ausgangslage zurück. ben 62 und 64 entspricht. Die Nuten haben gleiche
Vorzugsweise wird der Antriebsstab 128 längen- 15 Abstände. Wenn der Klinkenfinger 140 schwenkt,
verstellbar ausgeführt. Man macht den Antriebshebel dann gelangt er in Eingriff mit derjenigen Nm, die
128 dazu aus zwei Teilen und sieht eine Einstell- am besten mit ihm fluchtet. Das sieht man in den
schraube und eine Mutter 132 vor, welche die beiden F i g. 4 und 5.
Teile verbinden. Diese Längenverstellung dient ver- Wenn somit die Scheibenanordnung 56 durch die
schiedenen Zwecken. Man kann zunächst einmal ao Bedienungsperson nicht genau ausgerichtet worden
nach dem Zusammenbau der Vorrichtung eine Ju- ist, dann wird die Scheibenanordnung 56 beim Ein-
stierung vornehmen und auf diese Weise einige fallen des Klinkenfingers 140 in die Nut 154 etwas
Toleranzen erheblich größer halten, als es sonst mög- im Uhrzeigersinne oder Gegenuhrzeigersinne ge-
lich wäre. Durch die Längenverstellung des Antriebs- dreht, und die Patrizen und Matrizen werden genau
hebeis 128 kann man auch den Hub des Antriebshe- 25 auf die Prägestation ausgerichtet,
bels 128 und damit die Drehstellung der Kurbel 92 Das Profil der Kurve 152 und das durch die Kurve
und den auf die Prägescheibe 62 ausgeübten Präge- betätigte Gestänge sind derart ausgelegt, daß der
druck verändern. Eine Veränderung des Prägedruk- Klinkenfinger 140 in die Nuten 154 einfällt, bevor
kes ist erwünscht, wenn Gegenstände aus verschiede- sich die Prägescheiben 62 und 64 gegen den Gegennem
Material zu prägen sind. Die Bedienungsperson 30 stand schließen. Das geschieht, damit die Prägcschci-
kann schließlich auf diese Weise auch genau den ben genügende Bewegungsfreiheit haben. Das wäre
Druck einstellen, der für eine Präzisionssteuerung er- nicht der Fall, wenn das Schließen vorher erfolgen
forderlich ist. würde. Wenn der Antriebsmechanismus freigegeben
Der Reaktionsstab 90 ist an den Reaktionsstab wird, dann wird der Klinkenfinger 140 durch die Fe-
124 mittels zweier Stegglieder 134 angeschlossen, die 35 der 153 zurückgezogen.
drehbar an den gegenüberliegenden Enden der die Gemäß Fig. 2 und 12 sind auf der als Reaktions-
Reaktionsstäbc bildenden Wellen 90 und 124 sitzen. stab dienenden Welle 90 weitere Sätze von Kurven
Diese Konstruktionsweise sorgt dafür, daß die An- 156 und 158 angebracht. Diese Kurven betätigen ein
tnebskräfte auf die Wellen 90 und 124 begrenzt blei- aus Fig. 2 ersichtliches Vorschubwerk 160, welches
ben und nicht auf das Gehäuse übertragen werden. 40 den Wagen 26 für jeden vollständigen Prägevorgang
Bei der vorliegenden Konstruktion bleiben also nicht um eine Einheit voranschaltet.
nur die Reaktionskräftc beim Prägen auf den Bügel Die Fig. 13 und 15 zeigen, wie man die Prägevor-
86 und den Reaktionsstab 90 beschränkt, sondern richtung öffnen kann, um an das Innere heranzukön-
auch die Antriebskräfte auf den Reaktionsstab 90 nen und die Prägescheiben auszuwechseln,
und den Reaktionsstab 124. Es werden also keinerlei 45 Wie man in diesen Figuren sieht, ist der Deckel 27
und den Reaktionsstab 124. Es werden also keinerlei 45 Wie man in diesen Figuren sieht, ist der Deckel 27
extreme Kräfte auf das Gehäuse übertragen. an dem Unterteil 22 mittels Scharnierstiften 162 an-
Wie oben herausgestellt, wird das gewünschte gelenkt. An dem Bügel 86 sitzt schwenkbar eine
Schriftzeichen durch Drehung der Scheibenanord- Klinke 164, die am einen Ende eine Nut 165 zum
nung 56 eingestellt. Dabei handelt es sich aber nur Eingriff eines Verriegelungsstiftes hat, der innen an
um eine grobe, näherungsweise Einstellung. Für eine $0 dem Deckel 24 sitzt. Wie man am besten in der
genaue Ausrichtung der Schriftzeichensätze ist daher F i g. 2 und 12 sehen kann, ist rings um das eine
noch ein Klinkenmechanismus vorgesehen. Ende des Reaktionsstabes 90 eine Schraubenfedei
Fig. 2, 3 und 12 beschrieben und befindet sich neben auf den Bügel 86 ein und trachtet normalerweise
dem mittleren Bereich der als Reaktionsstab dienen- 55 nach einer Drehung des Bügels im Gegenuhrzeiger
den Welle 124. Der Klinkenmechanismus ist allge- sinne (bezogen auf die Fig. 12 und 15). Der Riege
mein mit der Bezugsziffer 136 bezeichnet. Er besitzt 164 hält den Bügel 86 bei Eingriff mit dem Verriege
einen in Fig 3 gezeigten Halter 138, der an dem lungsstift 166 gegen eine solche Drehbewegung fest
Deckel 24 des Gehäuses 20 angebracht ist. Auf einer und zwar in solcher Lage, daß die Auflagefläche 81
von dem Halter 138 getragenen Welle 142 sitzt dreh- 60 sich in der Nachbarschaft eines der Prägeglieder 84
bar ein Klinkenfinger 140. Zwischen dem Klinken- der Prägescheibe 72 befindet. Es kann also gepräg
finger 140 und einem Hebelarm 146 ist ein Betäti- werden.
gungsglied 144 eingeschaltet. Das Betätigungsglied Um an das Innere des Gehäuses 20 heranzukom
144 hat ähnlich dem Totgangsglied 106 eine Tot- men, wird der Riegel 164 niedergedrückt, so daß e
gangsverbindung. Der Hebelarm 146 sitzt schwenk- 65 außer Eingriff von dem Verriegelungsstift I61
bar auf einer Welle 148, die ihrerseits von dem Hai- kommt. Wenn dies geschieht, dann schwenkt der Bü
ter 138 getragen wird. Der Hebelarm 146 ist mit gel 86 in die in Fig. i4 gezeigte Stellung. Das ge
einem Kurventaster !50 ausgestattet, der durch eine schieht unter dem Eiufluß der Schraubenfeder 16ί
3154
Diese Schwenkbewegung des Bügels schafft genügend !'latz, daß der Bügel die Bewegung der Prägescheiben
62 und 64 nicht stört, wenn der Deckel in die in Fig. 15 gezeigte Lage angehoben wird. Um
den Deckel in der offenen Lage zu halten, kann man ein nicht gezeigtes Gliederscharnier benutzen.
Wie die Fig. 15 zeigt, ist die Scheibenanordnung 56 in der offenen Lage des Deckels gut zugänglich
und kann leicht ausgewechselt werden, wenn man lediglich den Federring 57 abnimmt und dann die
Scheibenanordnung 56 von der Welle 28 abzieht. Eine andere Scheibenanordnung braucht man dann
lediglich auf die Welle aufzuschieben, wozu die Zunge 59 mit der Nut 60 ausgerichtet wird. Alsdann
läßt sich die Scheibenanordnung 56 an ihren Platz schieben, so daß der Federring 57 wieder eingesetzt
werden kann. Man kann dann den Deckel 24 schließen, den Bügel 86 zurückschwenken und den Riegel
164 mii dem Verriegelungsstift 166 in Eingriff bringen,
um die Maschine wieder betriebsfertig zu machen.
Es folgt nun eine Beschreibung der Arbeitsweise der Maschine. Man wählt zunächst die gewünschte
Scheibenanordnung 56 aus und setzt sie in die Maschine ein. Der zu prägende Gegenstand — eine
Kunststoffkarte oder eine Aluminiumlegierungsplatte od. dgl. — wird dann in den Wagen eingesetzt und in
die Prägestellung zwischen den Scheiben gefördert. Der Knopf 40 wird gedreht, um die Scheibenanordnung
56 zur Verlagerung der gewünschten Patrizen- und maiiizcfisäize 84 und 84' ir. die Prägestatson zu
drehen. Die gewählte Patrize und Matrize liegen dann neben der Auflagefläche 88 des Bügels 86. Die
an dem Deckel angebrachten Zeichen lassen dann mittels des Zeigers erkennen, welche Schriftzeichen
sich in der Prägestation befinden.
Wenn das gewünschte Schriftzeichen ausgewählt worden ist, dann wird die Kurbel 122 betätigt, um
den Reaktionsstab 124 zu drehen. Bei Drehung des Reaktionsstabes 124 wird die Kurve 152 gedreht und
betätigt den Klinkenmechanismus 136, um die Scheibenanordnung 56 richtig für den Prägevorgang auszurichten.
Gleichzeitig dreht der Reaktionsstab 124 auch den Reaktionsstab 90 und die Kurve 92 mit, so
daß das Hebelwerk 94 betätigt wird und seinerseits die untere Prägescheibe 64 zu der oberen Prägescheibe
62 hin anhebt. Damit werden die Patrize und Matrize 84 und 84', die sich in der Prägestation befinden,
gegen den Gegenstand A geschlossen. Nach diesem Schließvorgang bewegt sich die Kurve 92
weiter und bewegt den Prägekopf 96 in Prägeeingriff mit dem an der Prägestation befindlichen Prägeelement
84'. Daraufhin wird das Prägeelement 84 gegen die Anlagefläche 88 des als Gegenlager dienenden
Bügels 86 gedrückt und prägt in dem Gegenstand A ein Schriftzeichen. Der an dem Reaktionsstab angebrachte
Bügel 86 sorgt dafür, daß die Reaktionskräfte des Prägevorganges zwischen dem Bügel und
dem Reaktionsstab verlaufen; und da der Reaktionsstab 124 über die Stege 133 und 134 mit dem Reaktionsstab
90 verbunden ist, bleiben die Reaktionskräfte des Antriebes auf die Reaktionsstäbe 90 und
124 beschränkt. Nach Vollendung des Prägevorganges wird die Kurbel freigegeben und durch die Feder
131 in ihre Ausgangslage zurückgestellt. Der Reaktionsstab 90 dreht sich dann selbst und auch die
Kurve 92. Diese wiederum läßt die Feder 74 die Prägescheiben
62 und 64 voneinander trennen, während die Feder 153 den Klinkenfinger 140 zurückzieht.
Die Kurven 156 und 158 betätigen dabei das Vorschubwerk
160 des Wagens und schieben den zu prägenden Gegenstand um eine Abstandseinheit voran,
so daß er fertig für den nächsten Prägevorgang ist. Wie oben herausgestellt, ist ein Grund für die Verstellbarkeit
des Antriebsstabes 128 die Änderung des aufgebrachten Prägedruckes. Selbstverständlich kann
jedoch der Prägedruck auch auf andere Wci.-c geändert
werden. So ist beispielsweise in den Fig. 16
ίο bis 18 ein Schiebekeilmechanismus gezeigt. Bei dieser
Ausführungsform ist an dem unteren Teil des Bügels 86 mittels zwei durch längliche Schlitze 174 hindurchgehender
Schrauben eine keilförmige Steilplatte 170 befestigt. Die Platte 170 kann daher in der durch
die Pfeile in Fig. 17 angedeuteten Weise seitlich auf den Schrauben verschoben werden. Auf der Rückseite
des Bügels ist mittels zweier Schrauben 180 ein Halter 178 für eine Andrückplatte 176 angebracht.
Die Aufdrückplatte 176 hat einen unteren Andrückarm 182, der unterhalb der keilförmigen Einstellplatte
170 liegt und damit in Berührung steht. Der Andrückarm 182 ist entsprechend der Keilform der
Einstellplatte 170 auch keilförmig gestaltet. Die Andrückplatte 176 hat oben einen Ansatzarm 186. Zwisehen
den Halter 178 und den Ansatzarm 186 der Andrückplatte 176 sind zwei Vorspannfedern 184
eingeschaltet, die die Andrückplatte 176 normalerweise in enge Berührung mit der Einstellplatte drängen.
Die Vorspannkraft ist genügend stark, um die Einstellplatte 170 nach Wunsch gegen eine seitliche
Verlagerung zu sichern. Die untere Fläche 188 des keilförmigen Andrückarmes 182 dient als Anlagcflächc,
auf die der Prägedruck einwirkt. Die Bewegung der Einstellplatte 170 nach links (bezogen auf
die Fig. 16 und 17) läßt den Andrückarm 182 weiter von der Unterseite des Bügels fortgehen, und bei
einer Bewegung nach rechts geht der Andrückarm enger an den Bügel heran. Damit ändert sich der Abstand
der Anlagefläche von dem Prägekopf 96. Bei einem geeigneten Kurvenprofil verändert diese Abstandsänderung
den einwirkenden i-rägedruck, ohne daß die Hubgröße des Antriebes geändert werden
müßte. Wenn erwünscht, kann man auch einen Zeiger und geeignete Zeichen vorsehen, welche die Stellung
der Einstellplatte 170 und die relative Höhe der Anlagefläche 188 anzeigen.
Es wird nun auf Fig. 19 Bezug genommen, an
Hand deren eine motorisierte Ausführungsform des Antriebsmechanismus für die eTfindungsgemäße Prä-So
gevorrichtung beschrieben wird.
Bei dieser Ausführungsforni sind der Prägemechanismus
und der Wagen im wesentlichen die gleichen wie bei der vorher beschriebenen Ausführungsform.
An Stelle einer von Hand zu betätigenden Kurbel isl jedoch ein Motor 190 vorgesehen, zu dem eine geeignete
Motorsteuerung und Antriebsteile gehören, die allgemein mit der Bezugsziffer 192 bezeichnet sind
Diese Bestandteile und der Motor arbeiten in üblicher Weise, um die Reaktionsstäbe 90 und 124 zi
drehen. Bei dieser Ausführungsform ist der Antriebsstab 128 aus einem Stück hergestellt. Dafür ist abei
ein Verbindungsstück 194 vorgesehen, welches der Motor mit dem Reaktionsstab 124 verbindet. Diese«
Verbindungsstück hat eine Einstellschraube 196 mittels deren die Länge des Verbindungsstückes verstellt
werden kann. Auf Grund dieser Längenvcrstel lung ist auch die Hublänge des Antriebs verstellbar
um die Prägekraft zu verändern.
3154
Die dem Motor zugeordneten Antriebstelle 19-lassen sich mittels eines nicht gezeigten Schalters Betätigen.
Dieser erregi den Motor für eine vollständige Umdrehung eines Antriebsexzenters 198. Diese Umdrehung
reicht für ein vollständiges Prägearbeitsspiei
aus. Alsdann wird der Motor in üblicher Weise abgeschaltet.
14
Statt förmiger durch die und unmittelbar
5 se
Skala kann auch ein scheibenr vorgesehen sein, der sich
β hindurch erstreckt
des ^^^ 36
an d zusammen mil der Anum
und zeigt das zu prägende
Schriftzeichen an.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (11)
1. Prägevorrichtung mit einem Wagen für den schrittweisen Vorschub eines zu prägenden Gegenstandes
in einer gegebenen Prägeebene und mit Patrizen und Matrizen zur Durchführung des
Prägevorgarij, ; von denen die Matrizen und die
Patrizen auf einer ersten und einer zweiten Scheibe sitzen, die beide mittels einer Welle auf
entgegengesetzten Seiten der Prägeebene in voneinander abstehenden Ebenen gehalten werden,
und zwar mit entsprechender Ausrichtung von Matrizen und Patrizen, wobei die Prägescheiben
für das erforderliche Aneinanderpressen von Patrizen und Matrizen beide biegsame Gestaltung
aufweisen und zwecks Verlagerung ausgewählter Patrizen- und Matrizensätze in die Prägestation
einen gemeinsamen Drehantrieb um eine sie tragende Welle haü'.n und wobei weiterhin die Prägestation
mit einem Prägekopf und einer Auflagefläche ausgerüstet ist, über welche die Prägekräfte
in einen Maschinenrahmen geleitet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die die Patrizen (84) und die Matrizen (84') tragenden
Scheiben (62 und 64) zur losen Annäherung an den zu prägenden Gegenstand insgesamt auf
ihrer Welle (28) mittels einer Verschiebevorrichtung (92,100 bis 120) axial gegenseitig verschiebbar
angeordnet si d und daß für das Zusammenpressen der an den Scheiben (*2 und 64) auf
biegsamen Fingern (82,82") sitzenden Patrizen
(84) und Matrizen (84') eine in bet ieblicher Folgesteuerung
mit der Verschiebevorrichtung stehende Preßvorrichtung (86 bis 98) für den Prägekopf
(96) vorgesehen ist, die einen vom Gehäuse (20) der Prüfvorrichtung unabhängigen, geschlossenen
Preßrahmen (86,89,90)"zur Aufnahme der Prägekräfte aufweist.
2. Prägevorrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebevorrichtung
(92. 100.120) und die Preßvorrichtung (86 bis 98) mittels einer einzigen. Abschnitte unterschiedlicher
Höhe aufweisenden Kurve (92) steuerbar sind und daß der Prägekopf (96) unmittdbar
durch die Kurve (92) betätigbar ist, während ein die Piäiiesciieiben (62,64) schließendes Glied
(120) über ein Hebelwerk (98 bis 20) mit dem Piügekopf (96) in Antriebsverbindung steht.
3. Prägevorrichtung nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß das Hebelwerk (98 bis 120)
eine Tolgnngverbindung (112, 114,116) aufweist,
die eine Bewegung des Prägekopfes (96) auch nach dem Schließen der Prägescheiben durch das
Glied (120) zuläßt.
4. Prüfvorrichtung nach Ansprüchen 1.2
oder 3. dadurch gekennzeichnet, daß der geschlossene
Rahmen der Preßvorrichtung von einem die Auflagefläche (88) tragenden Bügel
(86) und einer die Kurve (92) tragenden Welle (90) gebildet wird, die miteinander durch Streben
(89) zu einem geschlossenen Kraftaufnahmesysleni verbunden sind, wobei der Prägekopf (96)
auf einem Hebel (100) sitzt, der mit seinem den Prägekopf (96) tragenden Ende über der Kurve
(92) liegt und zu dem die Prägescheiben schließenden hebelwerk (98 bis 120) gehört.
5. Prägevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Bügel (86) mittels der drehbar auf der Welle (90) angeordneten Streben
(89) zwischen einer ersten Stellung, in der sich die Patrizen- und Mairizensätze an der Prägestation
in der Nachbarschaft der Auflagefläche (88) befinden, und einer zweiten Stellung verlagerbar
ist, in der die Auflagefläche (88) aus der Nachbarschaft der Patrizen- und Matrizensätze in der
Prägestation herausbewegt ist, so daß die Scheiben herausgenommen und ausgewechselt werden
können, wenn der Bügel sich in der zweiten Stellung befindet.
6. Prägevorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß" der Bügel (86) normalerweise
mittels eines Vorspanngliedes (168) in die zweite Stellung gedrängt wird und daß mit dem
Bügel (86) ein auslösbarer Klinkenmechanismus (164 bis 166) zusammenwirkt, um den Bügel gegen
die Vorspannkraft in der ersten Stellung zu hallen.
7. Prägevorrichtung nach Anspruch 6, dadi rch gekennzeichnet, daß eine Antriebskurbel (122)
und Antriebsverbindungsglieder (126,128) zur Übertragung der Antriebskraft auf die Kurve (92)
vorgesehen sind.
8. Prägevorrichiang nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Prägedruck durch Verstellung
der Länge der Antriebsverbindungsglieder (126.128) verstellbar ist.
9. Prägevorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verstellung des Prägedruckes
eine Keilanordnung (Fig. 16 bis 18) vorgesehen
ist, die eine mit der Auflagefläche (188) zusammenwirkende schiefe Ebene hat.
10. Prägevorrichtung nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch einen zweiten Reaktionsstab
(124), der betrieblich derart mit dem ersten Reaktionsstab (90) verbunden ist, daß die beim
Antrieb auftretenden Reaktionskräfte zwischen dem ersten Reaktionsstab (90) und dem zweiten
Reaktionsstab (124) aufgenommen werden.
11. Prägevorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Reaktionsstäbe (90 und 124) durch zwei starre Stege
(133,134) verbunden sind.
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