DE19636220C2 - Isolierglasscheibe mit thermoplastischem Abstandhalter und mit eingesetztem Sprossenrahmen - Google Patents

Isolierglasscheibe mit thermoplastischem Abstandhalter und mit eingesetztem Sprossenrahmen

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DE19636220C2
DE19636220C2 DE1996136220 DE19636220A DE19636220C2 DE 19636220 C2 DE19636220 C2 DE 19636220C2 DE 1996136220 DE1996136220 DE 1996136220 DE 19636220 A DE19636220 A DE 19636220A DE 19636220 C2 DE19636220 C2 DE 19636220C2
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Description

Die vorliegende Erfindung bezweckt eine weitere Ausbildung der durch das Pa­ tent 195 33 854 geschützten Erfindung. Eine Isolierglasscheibe mit den im Ober­ begriff des vorliegenden Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen ist Gegenstand des Anspruchs 9 im Patent 195 33 854. Um einen solchen Sprossenrahmen auf der Glastafel zu fixieren wird ein Sprossenrahmen verwendet, dessen Sprossen dünner sind als der vorgegebene Abstand der Glastafeln der Isolierglasscheibe und Endstücke haben, die entweder so dick sind wie der vorgegebene Abstand oder kompressibel und etwas dicker sind als der vorgegebene Abstand der Glastafeln; die Länge der Sprossen einschließlich ihrer Endstücke wird etwas kleiner, vorzugsweise 1 bis 2 mm kleiner gewählt als die längs der Sprossen ge­ messene lichte Weite des auf die eine Glastafel extrudierten rahmenförmigen Ab­ standhalters, bevor dieser durch Verpressen der halbfertigen Isolierglasscheibe gestaucht wird; außerdem sind die Endstücke der Sprossen wenigstens auf einer der den beiden Glastafeln zugewandten Seiten klebend ausgebildet. Ein so vor­ bereiteter Sprossenrahmen wird auf den Abstandhalter ausgerichtet, welcher auf die eine Glastafel extrudiert wurde, und so in den vom Abstandhalter umschlos­ senen Raum eingeführt und mit der Glastafel verklebt, daß die Endstücke den Abstandhalter nicht berühren. Anschließend wird die zweite Glastafel an den Ab­ standhalter gelegt und die so gebildete halbfertige Isolierglasscheibe verpreßt, um den vorgegebenen Abstand zwischen den Glastafeln einzustellen. Durch das mit dem Verpressen einhergehende Stauchen des Abstandhalters werden die zwischen den Endstücken und dem Abstandhalter zunächst bestehenden Spalte geschlossen, ohne daß es zu einem den Abstandhalter wellig machenden Ein­ drücken der Endstücke in den Abstandhalter kommt.
Das hat eine Reihe von Vorteilen:
  • - Der Einbau des Sprossenrahmens läßt sich automatisieren, ohne die Taktzeit einer Isolierglasfertigungslinie zu verlängern.
  • - Der thermoplastische Abstandhalter wird durch den Einbau des Sprossenrahmens weder beschädigt noch nachteilig verformt; insbesondere findet kein Durchstoßen des Abstandhalters statt, welches die Gefahr von Undichtigkeiten erhöhen könnte.
  • - Durch die mechanische Entkopplung des Sprossenrahmens vom Abstandhalter können Wärmedehnungen und Druckschwankungen im Innenraum der Isolierglasscheibe sich weniger nachteilig auf den thermoplastischen Abstandhalter auswirken.
  • - Der Arbeitsaufwand für das Einsetzen und Fixieren des Sprossenrahmens ist wesentlich geringer als im Fall von Isolierglasscheiben mit herkömmlichem metallischem Abstandhalterrahmen; in einer Fertigungslinie kann auf diese Weise eine Arbeitskraft eingespart werden.
Als Sprossen werden zweckmässigerweise Hohlprofile verwendet und als End­ stücke vorzugsweise solche, die durch Spritzgießen aus Kunststoff hergestellt werden und einen Schaft sowie einen Kopf haben, der über den Schaft vor­ springt. Solche Endstücke werden mit dem Schaft in das hohle Ende der Spros­ sen gesteckt, bis sie mit dem Kopf anschlagen. Haben die Köpfe zwei parallele, den beiden Glastafeln zugewandte Anlegeflächen, deren Abstand mit dem vorge­ gebenen Abstand der Glastafeln übereinstimmt, dann kann der Kopf massiv aus­ gebildet sein. Wenn die halbfertige Isolierglasscheibe verpreßt wird, liegen die Anlegeflächen der Köpfe den Glastafeln an, sind ein Mittel zum Fixieren des vor­ gegebenen Abstandes der Glastafeln und zentrieren zugleich die Sprossen, so daß diese einen Abstand von den beiden Glastafeln haben und an diesen nicht reiben können.
Günstiger und für das Fixieren des Sprossenrahmens geeigneter sind Endstücke, welche kompressibel sind und Anlegeflächen haben, deren Abstand zunächst et­ was größer ist als der vorgegebene Abstand der Glastafeln. Der Vorteil besteht darin, daß trotz Maßabweichungen und Ungenauigkeiten in der Arbeitsweise ein sicheres Verkleben der Endstücke mit den Glastafeln gewährleistet ist. Vorzugs­ weise haben die Endstücke ein Übermaß von 1 mm bis 2 mm, so daß sie um 1 mm bis 2 mm zusammengedrückt werden, wenn die halbfertige Isolierglasscheibe verpreßt wird. Um die gewünschte Kompressibilität zu erhalten, könnte man den Kopf des Endstücks aus einem weichplastischen Kunststoff herstellen. Günstiger ist es, die Endstücke einheitlich aus einem härteren, formstabileren Kunststoff, z. B. aus einem Polyamid, herzustellen und die gewünschte Kompressibilität da­ durch zu verwirklichen, daß man die Endstücke längs schlitzt, wobei der Schlitz vom Kopf ausgeht und sich bis in den Schaft hinein erstreckt. Die beiden Teile des Kopfes können dann durch elastisches Biegen des geschlitzten Schaftab­ schnittes einander angenähert werden.
Zum Fixieren der Endstücke in der Isolierglasscheibe genügt es im Prinzip, sie mit einer der beiden Glastafeln zu verkleben. Größere Sicherheit erzielt man je­ doch durch ein Verkleben mit beiden Glastafeln. Zu diesem Zweck kann man die beiden Anlegeflächen des Kopfes und der Endstücke mit einem Kontaktkleber beschichten, welcher zunächst durch eine Schutzfolie abgedeckt wird, die erst unmittelbar vor dem Einsetzen des Sprossenrahmens in den Abstandhalter ent­ fernt wird.
Grundsätzlich kann man den Sprossenrahmen von Hand einsetzen. Einfacher und genauer geht es jedoch mit einer Montagehilfe, wie im Patent 195 33 854 of­ fenbart. Dazu genügt es, zwei Leitelemente an wenigstens zwei sich rechtwinklig zueinander erstreckenden Rändern der Glastafel vorzusehen. An diese Leitele­ mente kann man den Sprossenrahmen anlegen und durch die Leitelemente ge­ führt in die vorgesehene Lage auf der Glastafel bringen.
Die weit überwiegende Anzahl der Isolierglasscheiben hat einen rechteckigen Umriß. Es gibt aber auch Isolierglasscheiben, deren Umriß nicht rechteckig ist, sondern z. B. dreieckig, trapezförmig, halbrund oder bogenförmig. Solche Isolier­ glasscheiben werden auch als "Modellscheiben" bezeichnet. Will man in Modell­ scheiben Sprossenrahmen einbauen, dann müssen die Sprossen an ihren Enden dem besonderen Verlauf des Abstandhalters angepaßt werden. Das gilt auch für die Endstücke, die den zumindest optischen Anschluß zwischen dem Sprossen­ rahmen und dem Abstandhalter herstellen sollen. Man könnte versuchen, dem durch eine Sammlung von Endstücken mit Sonderformen gerecht zu werden. An­ gesichts der unbeschränkten Vielfalt an Formen von Modellscheiben wäre das je­ doch ein aufwendiges Unterfangen. Man könnte auch daran denken, die Endstüc­ ke für die Modellscheiben individuell herzustellen, aber auch das wäre eine auf­ wendige Vorgehensweise.
Wesentlich günstiger ist die Lösung, welche mit der vorliegenden Anmeldung ei­ nes Zusatzpatentes vorgeschlagen wird.
Gemäß Anspruch 1 wird in Modellscheiben ein Sprossenrahmen verwendet, in welchem wenigstens eine Sprosse schräg abgeschnitten ist und an dem schräg abgeschnittenen Ende der Sprosse ein Endstück vorgesehen ist, welches als Kopf einen schwenkbar am Schaft angebrachten zweiarmigen Hebel hat, dessen Schwenkachse senkrecht zu den Glastafeln verläuft. Das macht es möglich, im Bereich des vorgesehenen Schwenkwinkels den Hebel dem nicht im rechten Winkel zur Längsrichtung der Sprosse verlaufenden Abstandhalter anzupassen, wobei der schräge Abschnitt am Ende der Sprosse dem Verlauf des Abstandhal­ ters individuell angepaßt werden kann. Diese Lösung eignet sich besonders, wenn das Ende der Sprosse zwischen zwei Ecken der Isolierglasscheibe auf ei­ nen schräg oder bogenförmig verlaufenden Abschnitt des Abstandhalters trifft. Ist das Ende der Sprosse in eine Ecke der Isolierglasscheibe gerichtet oder trifft es auf einen stärker gekrümmten Abschnitt des Abstandhalters, dann eignet sich eher die im unabhängigen Anspruch 2 angegebene Lösung, welche anstelle ei­ nes zweiarmigen Hebels am Endstück der Sprosse zwei einarmige Hebel verwen­ det, welche unabhängig voneinander verschwenkbar sind und beispielsweise ei­ ne satteldachartige Stellung einnehmen können.
Die für das Fixieren des Sprossenrahmens durch Verpressen der Isolierglas­ scheibe erforderliche Kompressibilität der Endstücke kann man wie im Falle des Hauptpatentes dadurch verwirklichen, daß man wenigstens die Hebel am Kopf der Endstücke aus einem kompressiblen Werkstoff, z. B. aus einem weichplasti­ schen Kunststoff herstellt. Günstiger ist es jedoch, die Endstücke und die darin befestigten Hebel einheitlich aus einem härteren, formstabileren Kunststoff, z. B. aus einem Polyamid, herzustellen und die gewünschte Kompressibilität dadurch zu verwirklichen, daß man die Endstücke einschließlich der daran befestigten He­ bel längs schlitzt, wobei der Schlitz vom Kopf ausgeht und sich bis in den Schaft hinein erstreckt, mit welchem die Endstücke in die vorzugsweise hohlen Sprossen gesteckt sind, bis sie mit der Rückseite der Hebel am schräg abge­ schnittenen Ende der Sprossen anschlagen. Diese Lösung ist nicht nur technisch einfach, sondern auch ästhetisch anspruchsvoll, denn man sieht vom Endstück nur noch die am Abstandhalter anliegenden Hebel, welche dünn und in der Farbe des Abstandhalters gehalten sein können und durch eine relativ große Anlageflä­ che am Abstandhalter sicherstellen, daß dieser auf den Abstandhalter nur einen geringen Druck ausübt. Die eigentliche Fixierung soll möglichst durch Verklebung der Endstücke mit den beiden Glastafeln erfolgen.
Will man die gewünschte Kompressibilität durch einen sich vom Kopf bis in den Schaft erstreckenden Längsschlitz der Endstücke erreichen, dann läßt sich das dadurch verwirklichen, daß die Hebel paarweise vorgesehen und zu beiden Sei­ ten des Schlitzes schwenkbar gelagert sind. Dabei kann der auf der einen Seite des Schlitzes angeordnete Hebel unabhängig von dem auf der anderen Seite des Schlitzes liegenden Hebel verschwenkbar sein. Das Endstück erhält jedoch eine größere Stabilität und ist leichter handhabbar, wenn die ein Paar bildenden, zu beiden Seiten des Schlitzes im Schaft liegenden Hebel nicht völlig voneinander getrennt, sondern federnd oder flexibel miteinander verbunden sind, z. B. durch einen oder mehrere flexible oder federnde Bügel, vorzugsweise durch Filmschar­ niere, welche den Schlitz überbrücken und ein Annähern der beiden Hebel des Hebelpaares erlauben. Sind die Bügel oder Filmscharniere an den freien Enden der Hebel angeordnet, dann können diese infolge des Verpressens der Isolier­ glasscheibe aneinander anschlagen, ohne daß die sie verbindenden Bügel hin­ derlich wären. Es könnten an den einander zugewandten Seiten der Hebel aber auch Ausnehmungen vorgesehen sein, welche die Bügel oder Filmscharniere beim Verpressen der Isolierglasscheibe aufnehmen und verbergen.
Das vordere Ende des Schaftes, an welchem der oder die Hebel befestigt sind, hat vorzugsweise eine schräg zu seiner Längsrichtung verlaufende Endfläche, um den Schaft vollständig im schräg abgeschnittenen Ende der Sprosse ver­ schwinden lassen zu können. Ein solches Endstück muß in einer ausgewählten Orientierung von zwei möglichen Orientierungen in die Sprosse gesteckt werden. Einfacher in der Handhabung und Montage des Sprossenrahmens ist es, den Schaft mit einer beidseitig abgeschrägten Spitze zu versehen und an dieser ne­ beneinander zwei Schwenkachsen oder mittig eine Schwenkachse vorzusehen. In diesem Fall kann das Endstück in beiden möglichen Orientierungen in das schräg abgeschnittene Ende der Sprosse gesteckt werden, da sich die Hebel in beiden Schwenkrichtungen an den Verlauf des Abstandhalters anpassen können.
Die körperlich vorgesehenen Schwenkachsen haben vorzugsweise den Glasta­ feln zugewandte Anschläge für den jeweiligen Teil des Hebels. Das hat den Vor­ teil, daß sich die Hebel - solange der Schlitz im Endstück nicht zusammenge­ drückt wird - auf den körperlich vorgesehenen Schwenkachsen nicht aufeinander zu bewegen können, weil die Anschläge dieses verhindern.
Die Hebel haben angrenzend an ihre Schwenkachse vorzugsweise einen Aus­ schnitt, in welchen beim Schwenken der Schaft eintaucht; dadurch wird die Aus­ bildung der Spitze des Schaftes und dessen vollständige Versenkbarkeit in der Sprosse erleichtert.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den beigefügten Zeichnungen dargestellt und werden nachstehend beschrieben. Gleiche oder einander ent­ sprechende Teile sind in den beiden Ausführungsbeispielen mit übereinstimmen­ den Bezugszahlen bezeichnet.
Fig. 1 zeigt die Anordnung einer längs geschnittenen Sprosse eines Sprossenrahmens relativ zum thermoplastischen Abstandhalter auf einer einzelnen Glastafel in einer Draufsicht auf die Glastafel,
Fig. 2 zeigt die Anordnung gemäß Fig. 1 in einem Schnitt senkrecht zu dieser Glastafel und längs durch die Sprosse,
Fig. 3 zeigt als Detail ein Mittelstück des im Sprossenendstück verwende­ ten Hebels mit einem Lager für eine Schwenkachse,
Fig. 4 zeigt in einer Darstellung wie in Fig. 2 den Zustand nach dem An­ setzen der zweiten Glastafel der Isolierglasscheibe und nach deren Verpressen,
Fig. 5 zeigt das Sprossenendstück aus Fig. 2 in der Draufsicht,
Fig. 6 zeigt das Sprossenendstück nach dem Verpressen der Isolierglas­ scheibe (Fig. 4) in der Draufsicht,
Fig. 7 zeigt das Sprossenendstück aus den Fig. 1 bis 6 mit schräg ab­ geschnittener Sprosse in einer Modellscheibe,
Fig. 8 zeigt in einer Darstellung entsprechend der Fig. 1 ein zweites Aus­ führungsbeispiel einer Sprosse mit einem Sprossenendstück auf ei­ ner Glastafel,
Fig. 9 zeigt die Anordnung aus Fig. 8 in einem senkrecht zur Glastafel gelegten Längsschnitt durch die Sprosse,
Fig. 10 zeigt als Detail die Ansicht der beiden inneren Enden der Hebel des Endstückes aus Fig. 8 mit den Lagern für zwei Schwenkachsen,
Fig. 11 zeigt die Draufsicht auf das Endstück aus Fig. 8 in einer Darstel­ lung entsprechend der Fig. 5,
Fig. 12 zeigt das Endstück aus Fig. 8 in einer Darstellung entsprechend der Fig. 6, und
Fig. 13 zeigt das Endstück aus den Fig. 8 bis 12 in einer spitz zulaufend abgeschnittenen Sprosse, welche gegen eine Ecke einer Isolier­ glasscheibe gerichtet ist.
Die Fig. 1, 2 und 4 zeigen eine Glastafel 1, welche umlaufend mit einem thermoplastischen Abstandhalter 2 belegt ist, welcher in situ extrudiert wurde. Von einem Sprossenrahmen ist eine einzelne Sprosse 3 im Längsschnitt darge­ stellt. Die Sprosse 3 ist ein Hohlprofilstab, in welchen ein durch Spritzgießen aus Kunststoff hergestelltes Endstück 4 eingeschoben und kraftschlüssig verankert ist. Zu diesem Zweck hat das Endstück einen Schaft 5, von welchem zwei Bügel 6 abstehen, welche sich parallel zur Glastafel 1 erstrecken und gegenüber der lichten Weite der Sprosse 3 ein Übermaß haben, so daß der Schaft 5 nur unter elastischer Verformung der Bügel 6 in die Sprosse 3 geschoben werden kann. Das nach außen gerichtete Ende 8 des Schaftes ist spitz zulaufend ausgebildet und zu diesem Zweck durch zwei Schrägflächen 13 und 14 begrenzt, welche im gezeichneten Beispiel einen Winkel von 90° einschließen. Der Schaft ist von der Spitze 8 ausgehend mit einem sich parallel zur Glastafel 1 erstreckenden Schlitz 9 versehen, welcher den Schaft 5 auf einem Teil seiner Länge in zwei Hälften teilt. Genau an der Spitze des Schaftes befinden sich zwei Zapfen 15 und 16, welche sich senkrecht zur Glastafel 1 erstrecken, auf der Außenseite der beiden Hälften des Schaftes fußen und zu beiden Seiten über die Sprosse 3 vorstehen (siehe Fig. 2), so daß die Sprosse Abstand von den Glastafeln 1, 12 hat.
Als Kopf des Endstückes 4 ist ein gerader, zweiarmiger Hebel 17 vorgesehen, welcher eine zentrische Ausnehmung 18 hat, die durch zwei zur Glastafel 1 pa­ rallele Flächen 19 und 20 sowie durch zwei senkrecht dazu verlaufende Schräg­ flächen 21 und 22 begrenzt ist, welche zwischen sich denselben Winkel ein­ schließen wie die Schrägflächen 13 und 14. Angrenzend an die Flächen 18 und 19 befinden sich in dem Hebel 17 zwei miteinander fluchtende, nach außen offe­ ne und zu den Flächen 19 und 20 hin offene, hinterschnittene Ausnehmungen 28 und 29, in welche die Zapfen 15 und 16 eingerastet sind. Auf diese Weise ist der Hebel 17 um die Zapfen 15 und 16 verschwenkbar. Der Schwenkbereich beträgt 90°; in den Endlagen liegt entweder die Schrägfläche 21 oder die Schrägfläche 22 am Schaft 5 an (siehe Fig. 7).
Zur Montage des Sprossenrahmens wird der Schaft 5, auf dessen Zapfen 15 und 16 der Hebel 17 aufgerastet ist, in das Ende der Sprosse 3 geschoben, bis beide Arme des Hebels 17 am Ende der Sprosse 3 anschlagen (Fig. 1). Über diesen Anschlag hinaus kann der Schaft 5 nicht in die Sprosse 3 hineingeschoben wer­ den, weil die nach außen offenen Ausnehmungen 21 und 22, in denen die Zapfen 15 und 16 liegen, verhindern.
Die Fig. 1 zeigt, daß erfindungsgemäße Endstücke 4 auch in rechteckigen Iso­ lierglasscheiben Verwendung finden können, in welchen die Sprossen 3 recht­ winklig zum Abstandhalter 2 verlaufen. Darüberhinaus können die Endstücke aber auch in Modellscheiben verwendet werden, in welchen die Sprossen 3 in ei­ nem von 90° verschiedenen Winkel zum Abstandhalter 2 verlaufen (Fig. 7). Zu diesem Zweck sind die Sprossen unter einem entsprechenden Winkel abge­ schnitten. Schiebt man das erfindungsgemäße Endstück 4 bis zum Anschlag in eine solche schräg abgeschnittene Sprosse 3 ein, dann legt sich auch in diesem Fall der Hebel 17 selbsttätig mit beiden Armen an das Ende der Sprosse 3 an und hat danach die gewünschte Orientierung parallel zum Abstandhalter 2. Durch die Art der Lagerung des Hebels kann das Endstück auch in diesem Fall nicht über den Anschlag hinaus in die Sprosse 3 geschoben werden.
Mit einem Schwenkbereich von 90° wird man in der weitaus überwiegenden Zahl der Formen von Modellscheiben auskommen. Es ist jedoch durchaus möglich, durch Vergrößern des Winkels zwischen den Schrägflächen 21 und 22 und ent­ sprechendes Verkleinern des Winkels zwischen den Schrägflächen 13 und 14 den Schwenkbereich noch zu vergrößern, falls gewünscht.
Um den mit Endstücken 4 versehenen Sprossenrahmen auf der Glastafel 1 fixie­ ren zu können, sind die den Glastafeln 1 und 12 zugewandten Flanken 10 des Hebels zweckmäßigerweise klebend ausgebildet, z. B. mit einem Kontaktkleber beschichtet. Der mit den Endstücken versehene Sprossenrahmen wird so auf die Glastafel 1 gesetzt und mit der klebenden Flanke 10 an der Glastafel 1 fixiert, daß zwischen dem Hebel 17 und der Innenseite des Abstandhalters 2 noch ein Spalt 11 verbleibt, siehe Fig. 2. Nach der Fixierung des Sprossenrahmens an der Glastafel 1 wird eine zweite Glastafel 12 an den Abstandhalter 2 gelegt, wo­ durch ein vorläufiger Verbund zwischen den Glastafeln 1 und 12 entsteht, weil der Abstandhalter 2 klebrig ist. Die halbfertige Isolierglasscheibe wird dann ver­ preßt, um den vorgegebenen Abstand zwischen den Glastafeln 1 und 12 einzu­ stellen und die Klebeverbindung zwischen dem Abstandhalter 2 und den Glasta­ feln 1 und 12 wasserdampfdicht zu machen. Durch das Verpressen wird der Ab­ standhalter gestaucht; der Verlust an Höhe wird ausgeglichen durch einen Zu­ wachs an Dicke, und dadurch wird der Spalt 11 geschlossen. Durch das Verpres­ sen wird gleichzeitig der Hebel 17 zusammengedrückt, unter gleichzeitiger Ver­ engung des zwischen den beiden Hälften des Hebels bestehenden Spaltes 23 und Verformung der beiden Filmscharniere 24 und 25, durch welche die beiden Hälften des Hebels 17 miteinander verbunden sind. Dadurch, daß die Zapfen 15 und 16 in Ausnehmungen stecken, welche zu den Außenseiten hin abgeschlos­ sen sind, werden durch das Zusammendrücken des Hebels 17 auch die beiden Hälften des Schaftes 5 unter Verengung des Schlitzes 9 zusammengedrückt. Die­ se elastische Verformung des Schaftes 5 hat eine größere Rückstellkraft zur Fol­ ge als die Verformung der Filmscharniere 24 und 25 und sorgt dafür, daß die bei­ den klebenden Flanken 10 des Hebels 17 hinreichend fest an den beiden Glasta­ feln 1 und 12 haften, so daß der Sprossenrahmen bereits wegen der Verklebung mit den Glastafeln 1 und 12 in der fertigen Isolierglasscheibe nicht verrutscht.
Der Zustand des Endstücks 4 vor dem Verpressen der Isolierglasscheibe ist in Fig. 5 dargestellt. Der Zustand nach dem Verpressen der Isolierglasscheibe zeigt Fig. 6, welche zeigt, daß der Spalt 23 zwischen den beiden Teilen des Hebels 17 und der Schlitz 9 im Schaft 5 geschlossen sind. Auf diese Weise bestimmt die Breite des Hebels 17 nach dem Zusammendrücken den Luftzwischenraum zwi­ schen den Glastafel 1 und 12 und das Ausmaß, um welches der Abstandhalter 2 gestaucht werden kann. Es ist aber auch möglich, den Schlitz 9 und den Spalt 23 so zu bemessen, daß sie durch das Verpressen des Isolierglases nicht vollständig geschlossen werden; in diesem Fall ist der gewünschte Luftzwischen­ raum zwischen den Glastafeln 1 und 12 durch Voreinstellung an der Isolier­ glaspresse zu gewährleisten.
Das in den Fig. 8 bis 13 dargestellte Sprossenendstück unterscheidet sich von dem in den Fig. 1 bis 7 dargestellten Sprossenendstück dahingehend, daß der Schaft 5 an seiner Spitze 8 anstelle eines zweiarmigen Hebels zwei ein­ armige Hebel 26 und 27 trägt, die um zueinander parallele Zapfen 15a, 15b, 16a, 16b verschwenkbar sind. Um diese vier Zapfen an der Spitze 8 des Schaftes un­ terbringen zu können, sind die Schrägflächen 13 und 14 verkürzt und die Spitze 8 dadurch stumpfer gestaltet als im Beispiel gemäß Fig. 1.
Dieses Sprossenendstück gemäß den Fig. 8 bis 13 eignet sich besonders für Sprossen, die gegen bogenförmig verlaufende Abstandhalter 2 gerichtet sind, ja sogar für Sprossen, die in eine Ecke der Isolierglasscheibe gerichtet sind, wie es Fig. 13 zeigt. In diesem Fall kann man das Ende der Sprosse zur Bildung einer Spitze entsprechend dem Verlauf des Abstandhalters 2 doppelt schräg abschnei­ den. Der Schaft 5 wird in die Sprosse 3 geschoben, bis die Hebel 26 und 27 am Ende der Sprosse anschlagen und dabei den gewünschten Winkel zueinander einnehmen. Auch dieses Ausführungsbeispiel läßt sich in rechteckigen Isolier­ glasscheiben verwenden, in denen die Sprosse rechtwinklig zum Abstandhalter verläuft, da die Hebel 26 und 27 auch eine gestreckte Lage einnehmen können. Über den Anschlag hinaus kann auch in diesen Beispielen der Schaft 5 nicht in die Sprosse 3 geschoben werden, weil die Hebel an drei Seiten des Sprossenen­ des anschlagen und die Ausnehmungen 21 für die Zapfen 15a, 15b, 16a und 16b in gleicher Weise orientiert sind wie im ersten Ausführungsbeispiel.

Claims (11)

1. Isolierglasscheibe mit rahmenförmigem, thermoplastischem Abstandhalter (2) zwischen je zwei einzelnen Glastafeln (1, 12) der Isolierglasscheibe
mit einem zwischen den Glastafeln (1, 12) angeordneten Sprossenrahmen, dessen Sprossen (3) dünner sind als der vorgegebene Abstand der beiden Glastafeln (1, 12) in der Isolierglasscheibe und Endstücke (4) haben, die ent­ weder ebenso dick sind wie der vorgegebene Abstand oder kompressibel und in spannungsfreiem Zustand etwas dicker sind als der vorgegebene Abstand,
wobei die Länge der Sprossen (3) einschließlich ihrer Endstücke (4) überein­ stimmt mit der längs der Sprossen (3) gemessenen lichten Weite des rahmen­ förmigen, thermoplastischen Abstandhalters und die Endstücke (4) abgese­ hen von einer montagebedingten Berührung nicht am Abstandhalter (2) befe­ stigt, sondern mit wenigstens einer der Glastafeln (1, 12) verklebt sind, nach Patent 195 33 854,
dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierglasscheibe einen nicht rechtecki­ gen Umriß und dementsprechend einen Sprossenrahmen hat, in welchem we­ nigstens eine Sprosse (3) schräg abgeschnitten ist und an dem schräg abge­ schnittenen Ende der Sprosse (3) ein Endstück (4) vorgesehen ist, welches als Kopf einen schwenkbar am Schaft (5) angebrachten, zweiarmigen Hebel (17) hat, dessen Schwenkachse (15, 16) senkrecht zu den Glastafeln (1, 12) verläuft.
2. Isolierglasscheibe mit rahmenförmigem, thermoplastischem Abstandhalter (2) zwischen je zwei einzelnen Glastafeln (1, 12) der Isolierglasscheibe
mit einem zwischen den Glastafeln (1, 12) angeordneten Sprossenrahmen, dessen Sprossen (3) dünner sind als der vorgegebene Abstand der beiden Glastafeln (1, 12) in der Isolierglasscheibe und Endstücke (4) haben, die ent­ weder ebenso dick sind wie der vorgegebene Abstand oder kompressibel und in spannungsfreiem Zustand etwas dicker sind als der vorgegebene Abstand,
wobei die Länge der Sprossen (3) einschließlich ihrer Endstücke (4) überein­ stimmt mit der längs der Sprossen (3) gemessenen lichten Weite des rahmen­ förmigen, thermoplastischen Abstandhalters und die Endstücke (4) abgese­ hen von einer montagebedingten Berührung nicht am Abstandhalter (2) befe­ stigt, sondern mit wenigstens einer der Glastafeln (1, 12) verklebt sind, nach Patent 195 33 854,
dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierglasscheibe einen nicht rechtecki­ gen Umriß und dementsprechend einen Sprossenrahmen hat, in welchem we­ nigstens eine Sprosse (3) schräg abgeschnitten ist und an dem schräg abge­ schnittenen Ende der Sprosse (3) ein Endstück (4) vorgesehen ist, welches als Kopf zwei schwenkbar am Schaft (5) angebrachte einarmige Hebel (26, 27) hat, deren Schwenkachsen (15a, 16a; 15b, 16b) senkrecht zu den Glastafeln (1, 12) verlaufen.
3. Isolierglasscheibe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprossen (3) hohl sind und in die hohlen Sprossen Endstücke (4) gesteckt sind, die einen Schaft (5) und einen über das Ende der Sprosse (3) vorsprin­ genden Kopf sowie einen vom Kopf ausgehenden und sich bis in den Schaft (5) hinein erstreckenden Schlitz (9) haben und so tief in die Sprossen (3) ge­ steckt sind, daß sie mit dem Kopf an den Sprossen (3) anschlagen.
4. Isolierglasscheibe nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (5) eine einseitig schräg abgeschnittene Spitze (8) und an dieser die Schwenkachse (15, 16) hat.
5. Isolierglasscheibe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (5) eine beidseitig schräg abgeschnittene Spitze (8) und an dieser ne­ beneinander zwei Schwenkachsen (15a, 16a; 15b, 16b) oder mittig eine Schwenkachse hat.
6. Isolierglasscheibe nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Hebel (17; 26, 27) parallel zur Glastafel (1) geteilt, ihre beiden Teile aber durch einen oder mehrere flexible oder federnde Bügel (24, 25) miteinander verbunden sind.
7. Isolierglasscheibe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bü­ gel (24, 25) Filmscharniere sind.
8. Isolierglasscheibe nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Bügel (24, 25) an den freien Enden der Hebel (17; 26, 27) angeordnet sind.
9. Isolierglasscheibe nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Achsen (15, 16; 15a, 16a; 15b, 16b) quer geteilt sind.
10. Isolierglasscheibe nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeich­ net, daß die Achsen (15, 16; 15a, 16a; 15b, 16b) den Glastafeln (1, 12) zugewandte Anschläge (28, 29) für den jeweiligen Teil des Hebels (17; 26, 27) haben. zugewandte Anschläge (28, 29) für den jeweiligen Teil des Hebels (17; 26, 27) haben.
11. Isolierglasscheibe nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Hebel (17; 26, 27) angrenzend an die Achse (15, 16; 15a, 16a; 15b, 16b) einen Ausschnitt (18) haben, in welchen beim Schwenken der Schaft (5) eintaucht.
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