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Die
Erfindung betrifft eine Zuführ-
und Auflöseeinrichtung
für eine
Offenend-Spinnvorrichtung mit einer Zuführwalze zum Zuführen eines
Faserbandes, mit einer in einem Auflösewalzengehäuse umlaufenden Auflösewalze
zum Auflösen
des Faserbandes zu Einzelfasern, mit einem Zuführtisch zum elastischen Andrücken des
Faserbandes an die Zuführwalze
sowie mit einer zwischen Zuführtisch
und Auflösewalze angeordneten,
lösbar
am Auflösenwalzengehäuse angebrachten
stationären
Faserbandstütze,
die mit einer Umlenkkante zum Umlenken des Faserbandes und mit einer
das Ende des Faserbandes etwa tangential an die Auflösewalze
andrückenden
Stützfläche versehen
ist.
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Bei
einer Zuführ-
und Auflöseeinrichtung
dieser Art (
DE 41 01
315 A1 ) ist die Faserbandstütze stationär an einem Auflösewalzengehäuse angebracht.
Nähere
Angaben über
die Art der Befestigung oder Hinweise über den Zweck einer Austauschbarkeit
sind in der Druckschrift nicht gemacht. Die bekannte Ausgestaltung
hat den Vorteil, daß nicht
ein beweglicher Zuführtisch
die Stelle bestimmt, an welcher das Faserband zur Garnitur der Auflösewalze gelangt,
sondern die stationäre
Faserbandstütze,
so daß sich
die Bedingungen an der Auflösewalze
nicht ändern,
wenn sich der Zuführtisch
bewegt.
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Es
ist ferner bekannt (
DE
35 00 511 A1 ), eine bei Betrieb stationäre Faserbandstütze zur
Anpassung an unterschiedliches Fasermaterial austauschbar zu gestalten.
Diese bekannte Faserbandstütze
ist dabei an einem Traghalter angeordnet, der auch den Zuführtisch
trägt,
so daß die
Faserbandstütze
im Falle eines Fadenbruches von der Auflösewalze abgeschwenkt werden
kann.
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Es
ist schließlich
bekannt
DE 25 24 093
A1 , an einem plattenförmigen
Auflösewalzengehäuse einzelne
Faserleitflächen
zur leichteren Fertigung austauschbar anzubringen. Eine vom Zuführtisch
unabhängige
Faserbandstütze
ist dabei nicht vorgesehen.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, an einem Auflösewalzengehäuse eine
Faserbandstütze, die
bei Betrieb stationär
angeordnet ist, austauschbar anzubringen und zu diesem Zweck das
Auflösewalzengehäuse entsprechend
zu gestalten.
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Die
Aufgabe wird dadurch gelöst,
daß das Auflösewalzengehäuse aus
wenigstens zwei Teilgehäusen
besteht und daß die
Faserbandstütze
an beiden Teilgehäusen
austauschbar gehalten ist.
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Das
eine Teilgehäuse
dient dabei der Befestigung des Auflösewalzengehäuses an der Offenend-Spinnvorrichtung
insgesamt und trägt
sowohl die Lagerung der Auflösewalze
als auch das andere Teilgehäuse.
Dieses andere Teilgehäuse
dient im wesentlichen der umfangsseitigen Abdeckung der Auflösewalze
und ist hierzu mit entsprechenden Faserleitflächen versehen. Dadurch, daß die Faserbandstütze an beiden
Teilgehäusen
gehalten ist, läßt sie sich
längs ihrer
Seitenflächen
spaltfrei einspannen, so daß das
Ansetzen von Faserflug an der Faserbandstütze weitgehend unterbunden
wird.
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Jedes
Teilgehäuse
ist zweckmäßig mit
Anlageflächen
für eine
Seitenfläche
der Faserbandstütze versehen.
Der Abstand der Anlagefächen
voneinander wird vorteilhaft durch zwei in den Teilgehäusen gehaltene
Durchgangsschrauben überbrückt. Einer Durchgangsschraube
ist dabei zweckmäßig eine Durchgangsbohrung
der Faserbandstütze
und der anderen Durchgangsschraube eine halbschalenförmige Aufnahme
der Faserbandstütze
zugeordnet. Dies führt
zu dem Vorteil, daß nur
eine Durchgangsschraube zum Austauschen der Faserbandstütze gelöst werden
muß, während es
genügt,
die zweite, der halbschalenförmigen
Aufnahme zugeordnete Durchgangsschraube lediglich etwas zu lockern.
Die der Durchgangsbohrung zugeordnete Durchgangsschraube dient vornehmlich
der Zentrierung der Faserbandstütze,
die andere Durchgangsschraube der seitlichen Anpassung der Faserbandstütze an die Garnitur
der Auflösewalze.
Zu diesem Zweck läßt sich
die Faserbandstütze
insgesamt um die zentrierende Durchgangsschraube geringfügig verschwenken,
jedoch nur in kleinen Bereichen von Millimeterbruchteilen.
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Dadurch,
dass die Faserbandstütze
austauschbar gehaltert ist läßt sich
nicht nur ein Anpassen an unterschiedliche Spinnbedingungen und
Fasermaterialien vornehmen, sondern die Faserbandstütze kann
auch aus anderen Materialien als die Teilgehäuse hergestellt werden und
gegebenenfalls mit Beschichtungen versehen werden, die nicht nur dem
Verschleißschutz
dienen, sondern beispielsweise die Spinnbedingungen verbessern.
So sind Beschichtungen bekannt, die speziell an der Faserbandstütze dafür vorgesehen
werden, daß im
Faserband vorhandener sogenannter Honigtau weniger zum Verkleben
an der Umlenkkante neigt.
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Die
Zuführ-
und Auflöseeinrichtung
ist in der nachfolgenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele
näher beschrieben.
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Es
zeigen:
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1 eine Draufsicht, von der
Bedienungsseite der Offenend-Spinnvorrichtung
her gesehen, auf eine Zuführ-
und Auflöseeinrichtung
mit einem erfindungsgemäß gestalteten
Auflösewalzengehäuse und
einer austauschbar daran angebrachten Faserbandstütze,
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2 eine geschnitten dargestellte
Teilansicht der 1 zum
Erläutern
des Auflösens
eines Faserbandes zu Einzelfasern,
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3 eine Ansicht in Richtung
des Pfeiles III der 1 auf
das aus zwei Teilgehäusen
bestehende Auflösewalzengehäuse und
die daran angebrachte Faserbandstütze,
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4 eine vergrößert dargestellte
Faserbandstütze
in der Ansicht gemäß 1,
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5 eine Ansicht auf die Faserbandstütze in Richtung
des Pfeils V der 4,
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6 eine etwas anders gestaltete
Faserbandstütze ähnlich 4.
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Die
in 1,2 und 3 dargestellte
Zuführ-
und Auflöseeinrichtung
ist in bekannter Weise Bestandteil einer nicht weiter dargestellten
Offenend-Spinnvorrichtung. Die Zuführ- und Auflöseeinrichtung
dient den Zuführen
eines Faserbandes 1 und dessen Auflösen zu Einzelfasern 2.
Hierfür
ist unter anderem eine in Drehrichtung A angetriebene Zuführwalze 3 vorgesehen,
an welche ein Zuführtisch 4 elastisch von
unten andrückbar
ist. Hierzu ist der Zuführtisch 4 um
eine Schwenkachse 5 durch eine nicht dargestellte Belastungsfeder
belastet. Es wird dadurch zwischen der Zuführwalze 3 und dem
Zuführtisch 4 eine Klemmstelle 6 gebildet,
an welcher das Faserband 1 während seiner Transportbewegung
geklemmt wird. Der Zuführwalze 3 ist
ein Einlauftrichter 7 für
das Faserband 1 vorgeschaltet.
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Die
Zuführwalze 3 bietet
das aufzulösende Faserband 1 einer
wesentlich schneller angetriebenen Auflösewalze 8 dar, die
gleichlaufend mit der Zuführwalze 3 in
Drehrichtung B angetrieben ist. Die Auflösewalze 8 ist in bekannter
Weise mit einer Garnitur 9 versehen, die beispielsweise
aus Nadeln oder Sägezähnen oder
dergleichen bestehen kann.
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Zwischen
dem Zuführtisch 4 und
der Auflösewalze 8 ist
in später
noch näher
zu beschreibender Weise eine Faserbandstütze 10 stationär angeordnet,
die das Ende 11 des aufzulösenden Faserbandes 1 von
der rückwärtigen Seite
in die Garnitur 9 der Auflösewalze 8 hineindrückt. Die
Faserbandstütze 10 enthält eine
Umlenkkante 12, welche gleichsam die Anlagefläche des
Zuführtisches 4 an
der Klemmstelle 6 verlängert,
welche aber nicht die Schwenkbewegungen des Zuführtisches 4 mitmacht,
sondern bei Betrieb stets die gleiche Position beibehält. Die
Faserbandstütze 10 enthält ferner
eine Stützfläche 13, die
im Anschluß an
die Umlenkkante 12 etwa tangential zur Auflösewalze 8,
mit ganz geringem Abstand zu dieser, ausgerichtet ist. Dadurch wird
das Ende 11 des Faserbandes 1 in der Garnitur 9 gehalten.
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Die
genannten Bauteile sind an einem insgesamt mit 14 bezeichneten
Auflösewalzengehäuse 14 gehaltert,
welches im wesentlichen aus zwei Teilgehäusen 15 und 16 besteht.
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Das
Teilgehäuse 15 dient
im wesentlichen in nicht dargestellter Weise dem Befestigen des
gesamten Auflösewalzengehäuses 14 an
einer Halterung der Offenend-Spinnvorrichtung und des weiteren der Lagerung
der Auflösewalze 8.
Hierzu ist das Teilgehäuse 15 mit
einer zylindrischen Aufnahme 17 für ein Lagergehäuse der
Auflösewalze 8 versehen.
Das Teilgehäuse 15 besitzt
ferner eine plane Anlagefläche 18,
an welcher das andere Teilgehäuse 16 in nicht
näher dargestellter
Weise gehaltert ist.
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Das
zweite Teilgehäuse 16 dient
im wesentlichen der umfangsseitigen Abdeckung der Auflösewalze 8 und
weist zu diesem Zweck wenigstens eine Umfangsfläche 19 auf, die die
Auflösewalze 8 über einen
Teil ihres Umfanges umgibt. Am Teilgehäuse 16 sind ferner
Leitflächen 20 angebracht,
beispielsweise für
das Begrenzen einer an sich bekannten Schmutzabscheideöffnung.
Das Teilgehäuse 16 enthält schließlich Anlageflächen 21 für das später noch zu
beschreibende Haltern der Faserbandstütze 10.
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Das
Auflösewalzengehäuse 14 kann
weitere Teilgehäuse
enthalten, beispielsweise ein nur strichpunktiert angedeutetes Kanalgehäuse 22,
welches mit einem Faserzuführkanal 23 versehen
ist. Über diesen
Faserzuführkanal 23 werden
die aufgelösten Einzelfasern 2 in
bekannter Weise einem nicht dargestellten Drallorgan, beispielsweise
einem Spinnrotor, zugeführt.
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Die
bereits genannten Anlageflächen 18 und 21 weisen
voneinander einen Abstand c auf, der im wesentlichen der Arbeitsbreite
d der Faserbandstütze 10 entspricht.
Dadurch lassen sich die Seitenflächen 24 und 25 der
Faserbandstütze 10 (siehe
hierzu auch 4 und 5) spaltfrei zwischen den
zueinander parallelen und planen Anlageflächen 18 und 21 einspannen.
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Zwecks
Befestigung am Auflösewalzengehäuse 14 weist
die Faserbandstütze 10 eine
Durchgangsbohrung 26 auf, durch welche eine Durchgangsschraube 27 hindurchführbar ist.
Diese Durchgangsschraube 27 ist mittels eines Gewindes
im Teilgehäuse 16 gehalten
und im Bereich ihres Schraubenkopfes durch eine entsprechende Bohrung
des anderen Teilgehäuses 15 hindurchgesteckt.
Dadurch ist die Faserbandstütze 10 austauschbar
an beiden Teilgehäusen 15 und 16 des
Auflösewalzengehäuses 14 gehalten.
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Die
Faserbandstütze 10 ist
in geringem Abstand zur Durchgangsbohrung 26 mit einer
halbschalenförmigen
Aufnahme 28 versehen, an der eine weitere Durchgangsschraube 29 geführt ist.
Die zweite Durchgangsschraube 29 ist in ähnlicher
Weise wie die Durchgangsschraube 27 an beiden Teilgehäusen 15 und 16 gehalten.
Bei einem Austausch der Faserbandstütze 10 genügt es, lediglich
die Durchgangsschraube 27 komplett herauszunehmen, während die andere
Durchgangsschraube 29 nur gelockert zu werden braucht.
Die Durchgangsschraube 27 dient dem Festlegen der Faserbandstütze 10 am
Auflösenwalzengehäuse 14,
während
wegen des geringen Spiels der halbschalenförmigen Aufnahme 28 mittels der
zweiten Durchgangsschraube 29 ein geringfügiges seitliches
Ausrichten der Faserbandstütze 10 möglich wird.
Dadurch läßt sich
die Stützfläche 13 sehr
genau in einem vorgegebenen Abstand zur Garnitur 9 der
Auflösewalze 8 einstellen.
Hierfür
kann beispielsweise eine nur der Montage der Faserbandstütze 10 dienende
Justierwalze vorgesehen werden, die anstelle der Auflösewalze 8 vorübergehend
ins Auflösewalzengehäuse 14 eingesetzt
wird und die einen geringfügig
größeren Durchmesser
aufweist als die Auflösewalze 8.
Die Faserbandstütze 10,
also deren Stützfläche 13,
wird dann an die Justierwalze angelegt und in dieser Position befestigt.
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Wie
insbesondere aus 4 und 5 noch ersichtlich ist, weist
die Faserbandstütze 10 im
Bereich der Umlenkkante 12 zwei Seitenführungen 30 und 31 auf,
damit das Ende 11 des Faserbandes 1 auch in seitlicher
Richtung nicht ausweichen kann.
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Die
mehrteilige Ausgestaltung des Auflösewalzengehäuses 14 sowie die
austauschbar konstruierte Faserbandstütze 10 machen es möglich, die
Faserbandstütze 10 an
unterschiedliche Spinnbedingungen und unterschiedliche Fasermaterialien
anzupassen. Es wird jedoch außerdem
möglich,
die Faserbandstütze 10 aus
einem anderen Grundmaterial als die übrigen Teilgehäuse 15 und 16 herzustellen und/oder
andere Beschichtungen zu verwenden. Beispielsweise werden für die Teilgehäuse 15 und 16 chemisch
vernickelte Zink-Druckgußteile verwendet. Die
Faserbandstütze 10 hingegen
wird vorteilhaft mit einer anderen Beschichtung versehen, die nicht
nur dem Verschleißschutz
dient, sondern die auch die Spinnbedingungen verbessert. Beispielsweise
kann eine Beschichtung vorgesehen werden, die gegenüber dem
im Faserband 1 enthaltenen klebrigen Honigtau weniger anhaftend
ist. Eine solche Beschichtung der Faserbandstütze 10 läßt sich
durch Hartverchromen erhalten, wozu die Faserbandstütze 10 zweckmäßig aus
Stahl besteht.
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Würde das
Auflösewalzengehäuse 14 aus einem
einstückigen
Druckgußteil
bestehen, dann könnten
derartig feine Anpassungen hinsichtlich Werkstoff und Beschichtung
für die
einzelnen Faserführungsflächen nicht
vorgenommen werden.
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In 6 ist eine geringfügig anders
gestaltete Faserbandstütze 32 vorgesehen.
Sie unterscheidet sich von der bisher beschriebenen Faserbandstütze 10 nur
dadurch, daß die
halbschalenförmige Aufnahme 33 nicht
nach oben, sondern nach unten offen ist. Dadurch läßt sich
die Faserbandstütze 32 bei
einer Montage leichter an die zugeordnete Durchgangsschraube 29 einhängen, und
die Faserbandstütze 32 kann
außerdem
als Anschlag für
den von der Zuführwalze 3 abschwenkbaren
Zuführtisch 4 benutzt
werden.