DE196455C - - Google Patents

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DE196455C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H57/00Guides for filamentary materials; Supports therefor
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H2701/00Handled material; Storage means
    • B65H2701/30Handled filamentary material
    • B65H2701/31Textiles threads or artificial strands of filaments

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  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 196455 KLASSE 76 d. GRUPPE
CARL WILHELM PILSCHEUR in BARMEN.
Fadenführeinrichtung für Spulmaschinen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. August 1907 ab.
Um beim Spulen von Garn die Windungen
auf der Spule regelmäßig zu verteilen, wird bei Spulmaschinen mit liegenden Spulen ein Fadenleiter oder Fadenführer gegenüber der Spule, parallel zu ihrer Achse, um die Länge des Spulenraumes hin und her bewegt. Wird
" nun aber bei den bisher bekannt gewordenen Einrichtungen diese Bewegung nicht genau geregelt, so kann es vorkommen, .daß einzelne
ίο Garnwindungen nicht mehr auf die Spule zu liegen kommen und sich außerhalb der Spulenscheibe auf die Spindel legen. Man erhält dann Spulen, die nicht verwendbar sind. Um dies zu vermeiden, wird dann wohl öfter nicht bis . an die Endscheiben herangespult, so daß sich Spulen ergeben, die zwar noch brauchbar, aber minderwertig sind.
Diese Übelstände sollen nun durch die den Gegenstand der Erfindung bildende Fadenführeinrichtung für Spulmaschinen vermieden werden. Bei dieser gelangt der Faden nicht unmittelbar von dem hin und her bewegten Fadenführer auf die Spule, sondern es ist an dem Träger des letzteren noch ein in der Bewegungsrichtung desselben hin und her drehbarer Arm vorgesehen, welcher dem Faden eine nochmalige Führung verleiht und der. mit einem Ansatz bis zwischen die Endscheiben der Spule eingreift. Wird bei dieser . Einrichtung auch der eigentliche Fadenführer bei seiner Bewegung bis über die Spulenenden hinaus bewegt, so bleiben doch die Windungen auf der Spule, da der mit dem Fadenführer sich bewegende Arm dann mit seinem Ansatz an die Endscheibe der Spule 40
anschlägt und dadurch in der der Bewegung des Fadenführers entgegengesetzten Richtung gedreht* wird, so daß er immer den Faden sicher auf der Spule hält.
Bei Anwendung dieser Neuerung ist also eine genaue Regelung der Bewegung des Fadenführers nicht erforderlich, und man kann auf ein und derselben Maschine Spulen der verschiedensten Art spulen, ohne Ver-Stellungen an dem Getriebe des Fadenführers vornehmen zu brauchen.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand veranschaulicht. Dabei zeigt Fig. 1 denselben in Seitenansicht, Fig. 2 in einer Ansicht von rechts der Fig. 1, Fig. 3 im Grundriß mit dem über der Mitte der Spule stehenden Fadenführer und Fig. 4 in einer entsprechenden Darstellung, aber den Fadenführer am einen Ende seiner Bahn veranschaulichend.
Es ist auf der Zeichnung 1 der Träger für den Fadenführer 2, welcher am vorderen. Ende dieses Trägers angeordnet ist. Mit dem hinteren Ende wird letzterer auf dem seine Hin- und Herbewegung vermittelnden Maschinenteil, beispielsweise durch eine Verschraubung, befestigt, wobei der Schlitz 3 eine Einstellung des Trägers gegenüber der Spule ermöglicht. Der von der Weifkrone kommende Faden ist zuerst durch ein in dem Träger 1 auf und ab bewegbar gehaltenes Belastungsgewicht 4 und dann über eine Federklemme 5 weg zum Fadenführer 2 geführt, so daß, wenn der von der Krone ab- laufende Faden reißen sollte, das dann herabfallende Gewicht 4 den Faden in die Klemme 5
hineinzieht und dadurch das spulenseitige Fadenende festgeklemmt wird. Hierdurch wird vermieden, daß sich das Fadenende auf der Spule in die vorhandenen Windungen hineinziehen kann. Dies bildet aber keinen Teil der Erfindung.
Unter dem Träger ι ist nun ein besonderer Führungsarm 6 vorgesehen. An dem Träger ist lotrecht nach abwärts stehend ein
ίο Bolzen 7 befestigt, auf dem drehbar ein Röhrchen 8 aufgesteckt ist, das durch die Mutter 9 an Ort gehalten ist. Dieses Röhrchen trägt auf seiner Außenseite Gewinde und auf diesem ist mit einem entsprechenden Muttergewinde und etwas Klemmung der Arm 6 geführt, so daß letzterer sich in der Bewegungsrichtung des Trägers 1 hin und her drehen und zugleich auch durch Drehen des Röhrchens 8 in der Höhenrichtung verstellt werden kann. Um das Drehen des Röhrchens 8 zu ermöglichen, ist dieses mit einem vorspringenden Rand 10 ausgestattet.
An dem freien Ende trägt der Arm 6 eine
Führungsgabel 11, durch die der vom eigentliehen Fadenführer 2 kommende Faden auf die Spule 12 gelangt und an der Unterseite einen Ansatz 13, welcher in den Raum zwischen den Spulenscheiben 14 hineinragt (Fig. i).
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist kurz folgende:
Für gewöhnlich wird der Führungsarm 6 durch die Spannung des Fadens in der Mittelstellung gehalten, d. h. so, daß seine Führungsgabel 11 unter dem Fadenführer 2 steht. Wird nun aber der letztere über die Spulenenden hinaus bewegt (Fig. 4), so kann der Führungsarm 6 diese Bewegung nicht machen, da der Anschlag 13 an die Endscheibe 14 der Spule anschlägt und dadurch der Arm 6 zurückgehalten wird. Dieser muß sich demnach entgegengesetzt der Bewegung des Fadenführers 2 um das Röhrchen 8 drehen, wodurch dann der Faden auf der Spule gehalten ist, trotz der zu großen Bewegung des Fadenführers. Beim Rückgang des letzteren wird der Führungsarm 6 von selbst durch den Einfluß des Fadens in seine Anfangslage zurückgeführt.
Die Verstellbarkeit des Armes 6 in der Höhenrichtung ermöglicht, daß seine Lage immer der Form und Größe der Spule angepaßt werden kann.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Fadenführeinrichtung für Spulmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß an dem den eigentlichen Fadenführer (2) bildenden Träger (1) noch ein besonderer Führungsarm (6) in der Bewegungsrichtung des Fadenführers hin und her schwingbar angeordnet ist, durch welchen erst der Faden der Spule zugeführt wird, und welcher mit einem die Umkehrbewegung regelnden Ansatz (13) in den von den Spulenscheiben begrenzten Raum eingreift.
2. Fadenführeinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsarm (6) in der Höhe einstellbar an dem Träger (1) gehalten ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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