DE19646341C1 - Vorrichtung zum unterirdischen Verlegen von Rohren - Google Patents

Vorrichtung zum unterirdischen Verlegen von Rohren

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    • E21B7/20Driving or forcing casings or pipes into boreholes, e.g. sinking; Simultaneously drilling and casing boreholes
    • E21B7/205Driving or forcing casings or pipes into boreholes, e.g. sinking; Simultaneously drilling and casing boreholes without earth removal
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einziehen von Rohren, bei der die dreh- und lösbare Verbindung zwischen einem Aufweitkopf und einem Rohr so ausgebildet ist, daß bei der Aufbringung einer Schubkraft der Aufweitkopf ein Rohr ohne seitliches Ausweichen entgegen der Einzugrichtung bewegt.
Eine Vorrichtung zum grabenlosen Durchbohren von Erdreich ist in der DE 92 07 047 beschrieben. Bei dieser Vorrichtung wird ein Bohrgestänge durch das Erdreich gestoßen und kann zur Änderung der Richtung gedreht werden. Beim Ziehvorgang wird ein Kabel oder ein Rohr in die Bohrung eingebracht. Es ist auch möglich, an dieses Bohrgestänge einen Aufweitkopf anzubringen, der den Durchmesser der Bohrung auf ein mehrfaches der ursprünglichen Bohrung vergrößert.
Aus der Patentschrift DE 44 03 267 ist ein Verfahren zum unterirdischen Verlegen von Muffenrohren bekannt, bei dem zuerst eine unterirdische Vorbohrung im Horizontal - Spülverfahren erstellt wird. Das dort beschriebene Verfahren bezieht sich auf Muffenrohre. Neben dem Einziehen von Muffenrohren sind auch schon Vorrichtungen zum Einziehen von muffenlosen Rohren und Endlosrohren im Einsatz.
Bei diesem Horizontal-Spülverfahren oder dem aus der DE 92 07 047 bekannten Stoßbohrgerät erfolgt zuerst die Herstellung einer Vorbohrung. Anschließend wird ein kleiner Bohrkopf gegen einen Bohrkopf mit einem Durchmesser, welcher größer ist wie der Durchmesser der Vorbohrung, ausgetauscht. Dieser, auch Aufweitkopf genannte, Bohrkopf wird mittels des Bohrgestänges rückwärts gezogen und weitet die vorhandene Bohrung auf. Dieses kann ohne oder mit Unterstützung einer Bohremulsion, z. B. Bentonit, erfolgen. Der Aufweitkopf weist eine Anschlußmöglichkeit für das in das Erdreich zu verlegende Rohr auf. Da der Aufweitkopf beim Zurückziehen auch gedreht wird, diese Drehbewegung aber nicht auf die einzuziehenden Rohre übertragen werden sollte, wird zwischen Aufweitkopf und Rohr ein Wirbel eingebaut. Dieser sorgt dafür, daß das Rohr nur eine axiale Bewegung ausführt. Eine Drehbewegung des Rohres unterbleibt.
Die bisher benutzten Wirbel werden z. B. an einer Seite mittels einer Schrauböse und einem Gabelkopf mit dem Aufweitkopf und auf der anderen Seite, ebenfalls mit Schrauböse und Gabelkopf, mit einer Vorrichtung verbunden, welche kraftschlüssig an dem einzuziehenden Rohr befestigt ist. Dieser Aufbau bewirkt, daß das Rohr in einem gewissen Abstand und über zwei Gelenke an den Aufweitkopf gekoppelt wird.
Nachteilig bei den bekannten Ausführungen ist die Möglichkeit, daß zwischen dem Aufweitkopf und dem einzuziehenden Rohr ein Hohlraum vorliegt, in den, je nach Bodenbeschaffenheit, Erdreich einfallen kann und das Einziehen des Rohres behindert.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß bei festsitzendem Rohr die Bohrvorrichtung nicht ohne weiteres von Zug auf Schub umgestellt werden kann, um das einzuziehende Rohr durch eine rückwärtige Bewegung in die Ausgangsposition zurückzuschieben um so das Festklemmen im Erdreich zu überwunden. Hierbei besteht die Gefahr, daß das Bohrgestänge durch die vorhandenen zwei Gelenke von der beabsichtigten Bohrachse abweicht und die Verbindung zum einzuziehenden Rohr abreißt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der es möglich ist, den einzuziehenden Rohrstrang bei Bedarf in die Zielgrube zurückzuschieben.
Die Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß der zwischen Aufweitkopf und Rohrstrang angeordnete Wirbel so in den Aufweitkopf integriert ist, daß ein seitliches Ausweichen des Rohrstranges nicht mehr möglich ist. Dadurch, daß sich der Wirbel im Aufweitkopf befindet, kann eine bewegliche Verbindung wegfallen. Weiterhin bewirkt die bei einer notwendigen Richtungsänderung aufgebrachte Schubkraft eine Berührung von Aufweitkopf und dem Rohr, da sich der Wirbel im Aufweitkopf axial bewegen und die zur Befestigung zwischen Aufweitkopf und Rohr dienende Befestigung mit in einen Hohlraum des Aufweitkopfes geschoben wird.
Die Erfindung wird nun anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles erläutert.
Über ein Bohrgestänge (1) wird ein Aufweitkopf (2) durch eine Pilotbohrung (nicht dargestellt) in Pfeilrichtung gezogen. Hierbei wird die Pilotbohrung aufgeweitet und gleichzeitig ein Rohr (7), welches mit einem Innenziehkopf (6) über eine Gabelbrücke (5) kraftschlüssig an einer Schrauböse (4) eines Wirbels (3) befestigt ist, eingezogen. Der Wirbel (3) ist axial beweglich in einer Kammer (8) des Aufweitkopfes (2) angeordnet. Kommt es beim Einziehen des Rohres (7) zu einem Klemmvorgang, der die Zugbewegung unterbindet, so wird auf das Bohrgestänge (1) eine Schubbewegung aufgebracht und die komplette Einheit, bestehend aus Bohrgestänge (1), Aufweitkopf (2) und Rohr (7) mit den Verbindungselementen in die Ausgangsrichtung geschoben. Hierbei bewegt sich Wirbel (3) zuerst im Aufweitkopf (2) und ermöglicht somit, daß sich der Innenziehkopf (6) am Aufweitkopf (2) abstützen kann und das Rohr (7) in der vorhandenen Bohrung, ohne seitliches Ausweichen, geführt wird.

Claims (1)

  1. Vorrichtung zum Einziehen von Rohren, bestehend aus einem Aufweitkopf, einem Wirbel, einem kraftschlüssigen Verbindungselement und einem Innenziehkopf dadurch gekennzeichnet daß der Wirbel axial beweglich und auswechselbar in dem Aufweitkopf angeordnet ist und beim Einsatz von Schubkräften der Innenziehkopf an dem Aufweitkopf anliegt.
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