DE19647724C2 - Protektor für Motorradfahrer - Google Patents

Protektor für Motorradfahrer

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    • A41DOUTERWEAR; PROTECTIVE GARMENTS; ACCESSORIES
    • A41D13/00Professional, industrial or sporting protective garments, e.g. surgeons' gowns or garments protecting against blows or punches
    • A41D13/015Professional, industrial or sporting protective garments, e.g. surgeons' gowns or garments protecting against blows or punches with shock-absorbing means
    • A41D13/0156Professional, industrial or sporting protective garments, e.g. surgeons' gowns or garments protecting against blows or punches with shock-absorbing means having projecting patterns
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
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    • A41D13/00Professional, industrial or sporting protective garments, e.g. surgeons' gowns or garments protecting against blows or punches
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    • A41D13/055Protector fastening, e.g. on the human body
    • A41D13/0556Protector fastening, e.g. on the human body with releasable fastening means

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Description

Motorradschutzbekleidungen dienen in verschiedener Weise dem Schutz des Motorradfahrers; sie sollen den Motorrad­ fahrer bei Stürzen, insbesondere bei Stürzen von einem fahrenden Motorrad, vor Verletzungen schützen.
Es ist allgemein bekannt, Motorrad­ schutzbekleidung an besonders gefährdeten Stellen zu verstärken, daß also in die Motorradschutzbekleidung Wattierungen oder andere schützende Materialien aus biegsamen oder harten Materialien, beispielsweise aus Elastomeren eingesetzt werden. Diese sind dabei entweder dauerhaft mit der Motorradschutzbekleidung verbunden, oder befinden sich in Taschen der Schutzbekleidung. Eine weitere Möglichkeit des Schutzes für Motorradfahrer ge­ gen Schlageinwirkungen besteht darin, daß sich zwischen der Schutzbekleidung und dem Körper des Motorradfahrers Protektoren befinden, die einen flächigen Schutz des Körpers ergeben. Solche Protektoren werden dabei entwe­ der an der Motorradschutzbekleidung, beispielsweise mit einem Klettverschluß, oder am Körper des Motorradfah­ rers, beispielsweise mit Gurten, befestigt.
Die Wirkung des Protektors besteht darin, daß bei Unfäl­ len mit einem Aufprall des Motorradfahrers die Kraftein­ wirkung auf den menschlichen Körper gemildert wird.
Nachteilig bei der Verwendung von Elastomer-Protektoren ist, daß sie eine bestimmte Dicke aufweisen müssen, um ihre Dämpfungseigenschaften wirkungsvoll entfalten zu können. Dadurch wird wegen der erhöhten Materialmenge der Protektor schwer und teuer. Zudem ist der Protektor ab einer bestimmten Dicke der Elastomerschicht nicht mehr hinreichend biegefähig, so daß sich ein derartiger Protektor weniger gut an den Körper des Motorradfahrers anpaßt.
Aus der EP 0 591 575 A2 ist ein Protektor bekannt, der aus einer Unterlage mit pyra­ midenstumpfförmigen stoßdämpfenden Elementen und im Querschnitt keilförmigen Nuten und Freiräumen zwischen einigen der Segmente besteht. Da die keilförmigen Nuten und die Freiräume beim schalenförmigen Krümmen des Pro­ tektors verschwinden, läßt sich dieser körpergerecht formen, ohne die Bewegungsfreiheit des Benutzers wesent­ lich zu beeinträchtigen. Dieser bekannte Protektor ist jedoch in seiner Herstellung aufwendig, da er aus mehre­ ren Schichten verschiedener Materialien zusammengesetzt ist. Darüber hinaus erlaubt die Geometrie dieses Protek­ tors keine wesentliche Materialersparnis bei der Her­ stellung sowie keine strukturbedingte Gewichtsverringe­ rung.
Aus der WO 88/06413 A1 ist es bekannt, synthetischen Gummi zusammen mit einem Protek­ tor zu verwenden. Auch dieser Protektor weist keine Geo­ metrie und Bauweise auf, die zu einer Gewichts- oder Materialersparnis führt.
Der Erfindung liegt daher das Problem zugrunde, einen Elastomer-Protektor für eine Motorradschutzbekleidung zu schaffen, dessen Aufbau, Gewicht und Anpassungsvermögen optimal ist.
Nach der Erfindung wird das durch einen Protektor er­ reicht, bei dem eine Basis mit Erhebungen und/oder Ver­ tiefungen, vorzugsweise Noppen versehen und aus einem einheitlichen Material aufgebaut ist. Eine derar­ tige Struktur erlaubt eine verhältnismäßig dicke Ela­ stomerschicht bei verhältnismäßig geringem Materialauf­ wand und geringer Beeinträchtigung der Bewegungsfrei­ heit, obgleich die dämpfende Wirkung eines Protektors aus Vollmaterial nahezu erhalten bleibt. Insbesondere ergibt sich im Vergleich zu einem Protektor aus Vollma­ terial aufgrund der Noppenstruktur eine bessere Verform­ barkeit des Protektors, der sich somit dem Körper besser anpaßt. Ist aufgrund der Anpassung an den Körper der Protektor in einem Bereich gekrümmt, so liegen in diesem Bereich die Noppen dichter beieinander und bilden im Extremfall eine nahezu geschlossene Fläche.
Sind weiterhin die Noppen rasterförmig gegeneinander ver­ setzt, d. h. auf Lücke angeordnet, so ergibt sich einer­ seits eine regelmäßige Anordnung der Noppen und anderer­ seits eine dichte Anordnung der Noppen. Für spezielle Anwendungen kann der Raster zonenweise unterschiedlich sein, so daß verschiedene Bereiche des Protektors un­ terschiedlichen Körperpartien angepaßt sind.
Die Höhe der Noppen macht beispielsweise mehr als 70% der Dicke des Protektors aus. So kann die Basis 1,5 bis 2,5 mm dick sein, während die Höhe der Noppen 4,5 bis 12,5 mm beträgt. Die Gesamthöhe beträgt vorzugsweise 5 bis 12 mm.
Die Noppen können zylindrisch oder kegelstumpfförmig ausgebildet sein, oder sie besitzen eine abgerundete Oberfläche. In bevorzugter Weise besitzen die Noppen ei­ nen Durchmesser von weniger als 1 cm und insbesondere von 6 mm.
An die Stelle der Noppen können auch andere Erhebungen treten. Eine ähnliche, wenngleich nicht so gute Wirkung, ergibt sich, wenn der Protektor mit Rippen, Rillen oder anderen Vertiefungen versehen ist. Je nach Art der Erhe­ bungen und/oder Vertiefungen ergibt sich eine unter­ schiedliche Ersparnis an Gewicht und Kosten.
Der erfindungsgemäße Protektor besteht vorzugsweise aus dem Elastomer Polynorbonen oder Silikon.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung des näheren erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 die Draufsicht eines Noppenprotektors,
Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 bis 5 verschiedene Noppenformen und
Fig. 6 die in Fig. 4 dargestellten Noppen bei geboge­ nem Protektor.
Der Protektor besteht aus einer durchgehenden Basis 1 als Träger für Noppen 2, zwischen denen sich Vertiefun­ gen 3 befinden. Wie in Fig. 1 dargestellt, sind die Nop­ pen 2 rasterförmig auf Lücke angeordnet, so daß sich ei­ ne dichte Verteilung der Noppen 2 ergibt.
Der Durchmesser der Noppen beträgt vorzugsweise 6 mm, und die Abstände des Rasters variieren je nach Richtung von 1 bis 3 mm. Andere Abstände und Durchmesser sind oh­ ne weiteres möglich, insbesondere wenn unterschiedliche Anforderungen an die Schutzwirkung des Protektors ge­ stellt werden.
Unterschiedliche Noppenformen sind in den Fig. 3 bis 5 dargestellt. In den dargestellten Ausführungsbeispielen sind die Querschnitte der Noppen 2 entweder zylindrisch, kegelstumpfförmig oder abgerundet. In jedem Fall führen die Noppen 2 zu einer Verringerung des für die Herstel­ lung des Protektors notwendigen Materialaufwandes. Durch die Materialeinsparung ergibt sich nicht nur eine deutliche Gewichtsverringerung, sondern auch eine erheb­ liche Kostenreduzierung.
In Fig. 6 ist schließlich dargestellt, daß bei einem ge­ bogenen Protektor je nach dem Krümmungsradius die Noppen 2 nahezu völlig aneinander liegen. Somit ergibt sich bei einem Krümmen ein im wesentlichen geschlossener Körper. Die Schutzwirkung ist somit gerade bei gewölbten Körper­ teilen optimal. Darüber hinaus sind die Beweglichkeit und Verformbarkeit des Protektors wegen der vielen Frei­ räume besser als bei einem Protektor mit einer Vollma­ terialschicht.

Claims (7)

1. Protektor für einen Motorradfahrer mit
  • 1. einer Basis (1) und
  • 2. einer Vielzahl von Erhebungen und/oder Vertie­ fungen (2), wobei die Basis (1) und die Erhe­ bungen und/oder Vertiefungen (2) aus einem ein­ heitlichen Material aufgebaut sind.
2. Protektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhebungen (2) rasterförmig gegeneinander versetzt angeordnet sind.
3. Protektor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Durchmesser der Erhebungen (2) kleiner als 10 mm ist.
4. Protektor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhebungen (2) zylindrisch, kegelstumpfförmig oder abgerundet ausgebildet sind.
5. Protektor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekenn­ zeichnet durch eine 1,5 bis 2,5 mm dicke Basis.
6. Protektor nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekenn­ zeichnet durch eine Höhe von 5 bis 12 mm.
7. Protektor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekenn­ zeichnet durch eine Basis (1) und Erhebungen (2) aus Polynorbonen oder Silikon.
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