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Schwimmsattelscheibenbremse für Fahrzeuge Die Erfindung betrifft
eine Schwimmsattelscheibenbreme für Fahrzeuge mit einem einstückigen, U-förmigen
Bremssattel, der die Bremsscheibe umgreift und mit, in Umfangsrichtung der Bremsscheibe
gesehen, einander gegenüberliegenden Fuhrungsflächen an entsprechenden Führungsflächen
eines Bremsträgers axial verschiebbar geführt ist, wobei die Fuhrungsflächen durch
nachgiebige Mittel, welche zwischen dem Bremssattel und dem Bremsträger wirken,
an die entsprechenden Führungsflächen am Bremsträger gedrückt gehalten sind.
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Bei einer bekannten Schwimmsattelschaibenbremse dieser Art (FR-PS
1 484 078) sind die nachgiebigen Mittel vor, zwei Zugfedern gebildet, die an in
Umfangsrichtung einander gegenüberliegenden Seiten der Bremse angeordnet sind.
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Um hier eine Vereinfachung zu schaffen, ist bei der Schwimmsattelscheibenbremse
gemäß der Erfindung vorgesehen, daß die nachgiebigen Mittel von einer Druckfeder
gebildet sind, die mit dem äußeren Ende eines Bolzens zusammenwirkt, welcher am
Bremsen trager befestigt ist und sich radial nach außen durch eine Öffnung im Bremssattel
erstreckt.
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Die Schwimmsattelscheibenbremse gemäß der Erfindung kommt nur mit
einer einzigen Druckfeder aus. Gegenüber der bekannten Anordnung ist außer dem Herstellungsaufwand
auch der Montageaufwand verringert.
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Bei einer konstruktiven Ausführung der Erfindung wirkt die als Schraubenfeder
ausgebildete Druckfeder zwischen im Abstand voneinander vorgesehenen Halteplatten,
von denen die untere mit dem Boden einer die Öffnung umgebenden Ausnehmung im Bremssattel
in Eingriff steht und die obere an einem Sprengring anliegt, welcher am Bolzen in
der Nähe seines über den Bremssattel vorstehenden äußeren Endes befestigt ist.
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Bei einer anderen Ausführung ist die Druckfeder eine federnde Platte,
die zwischen dem Bremssattel und dem Kopf des in den Bremsträger eingeschraubten
Bolzens wirkt.
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Die Erfindung ist im folgenden anhand schematischer Zeichnungen mit
weiteren Einzelheiten näher erläutert.
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Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer Schwimmsattelscheibenbremse; Fig.
2 ist eine Draufsicht mit einem teilweisen Schnitt längs der Achse der Bremsbetätigungsvorrichtung;
Fig. 3 ist ein Teilschnitt längs der Linie 3-3 in Fig. 2; Fig. 4 ist ein Teilschnitt
längs der Linie 4-4 in Fig. 2; Fig. 5 ist eine Seitenansicht einer anderen Scheibenbremse;
Fig. 6 ist eine Draufsicht auf die in Fig. 5 gezeigte Schwimmsattelscheibenbremse;
Fig. 7 ist ein Schnitt durch die in Fig. 5 gezeigte Scheibenbremse; Fig. 8 ist ein
Schnitt längs der Linie 8-8 in Fig. 7;
Fig. 9 ist ein Teilschnitt
ähnlich Fig. 8, zeigt Jedoch ein abgewandeltes Bei dem in den Fig. 1 bis 4 gezeigten
Ausführungsbeispiel einer Schwimmsattelscheibenbremse ist ein Bremsträger 10 an
einem ortsfesten bzw. undrehbaren Teil an einer Seite einer drehbaren Bremsscheibe
II befestigt. Dazu hat,der Bremsträger zwei im Abstand voneinander nach innen ragende
Augen 12, die zur Befestigung dienende Schraubbolzen aufnehmen. Der Bremsträger,
der zweckmäßig als Guß- oder Schmiedestück ausgebildet ist, umfaßt einen hydraulischen
Zylinder 13, dessen Achse rechtwinklig zur Ebene der Scheibe verläuft. Dieser Zylinder
13 ist zweckmäßig als Bohrung im Bremsträger 10 ausgebildet.
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Am Bremsträger ist ein Bremssattel 14 in Richtung parallel zur Achse
der Bremsscheibe 11 beweglich geführt. Der Bremssattel 14 ist als Guß- oder Schmiedestück
ausgebildet und hat eine mittlere Ausnehmung 15, die über den Bremsträger und einen
Bereich des Umfangs der Scheibe 11 paßt. An den axial einander gegenüberliegenden
Enden der Ausnehmung 15 ist ein Paar einander gegenüberliegender, radial nach innen
ragender Ansätze 16 und 17 vorgesehen Ein weiteres Paar nach innen ragender paralleler
Ansätze ze 18 ist an in Umf&ngsrichtung der Bremsscheibe gesehen einander gegenüberliegenden
Seiten der Ausnehmung 15 vorgesehen. Die einander zugewandten Flächen der Ansätze
18 sind zu zwei ebenen parallelen Führungsflächen 19 bnarbeitet, die mit entsprechenden,
ebenen parallelen Führungsflächen 20 an einander gegenüberliegenden Seiten des Bremsträgers
10 in Gleiberührung stehen. An ihren radial äußeren und oberen Enden gehen die Führungsflächen
19 i.n ebene Lagerflachen 21 über, die senkrecht zu den Führungsfl>;chen 19 verlaufen.
Die Lagerflächen 21 stehen mit entsprechenden Scllul tern 22 am Bremsträger gleitend
in Eingriff, die durchgehend an die Führungsflächen 20 des Bremsträgers angrenzen.
Die F.ülirungsflächen 20 sind in Umfangsrichtung der Bremse gesehen außen an im
Abstand voneinander befindlichen parallelen Armen 23 ausgebildet, die mit dem. Brclnstra'prer
aus einem Stuck bestehen und von ihw bis kurz vor die Bremsscheibe 11 ragen.
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Die einander zugewandten Flächen 24 der Ansätze 16 und 17 sind zu
parallelen Stützflächen 24 bearbeitet, die sich rechtwinklig zu den ebenen parallelen
Führungsflächen 19 der Ansätze 18 erstrecken.
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Die Enden der Ansätze 16 und 17 haben in Umfangsrichtung der Bremse
gesehen Abstand von den Führungsflächen 19 der Ansätze 18 und die Enden der Ansätze
18 haben in axialer Richtung der Bremse se gesehen Abstand von den Stützflächen
24 der Ansätze 16, 17, so daß die Führungsflächen 19, 21 die Lagerflächen und die
Anschlagflächen 24 in zwei getrennten Arbeitsgängen in zueinander rechtwinkligen
Richtungen bearbeitet werden können, ohne daß die anderen Ansätze stören.
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Ein Reibungskissen 25alm Eingriff mit der dem Bremsträger 10 benachbarten
Flächen der Bremsscheibe 11 ist mit einer starren Stützplatte 26, die parallele
Endkanten hat, verklebt oder auf andere Weise an derselben befestigt. Die das Reibungskissen
25 un die Stützplatte 26 umfassende Bremsbacke ist in Richtung zur Scheibe und von
der Scheibe weg durch den gleitenden Eingriff der Endkanten der Stützplatte 26 mit
entsprechenden Fuhrungsflächen 27 von erheblicher Tiefe an den gegenüberliegenden
Innenseiten der Arme 23 beweglich geführt.
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Ein Reibungskissen 28 zum Eingriff mit der gegenüberliegenden Fläche
der Bremsscheibe 11 ist mit einer starren Stützplatte 29 verklebt oder auf andere
Weise an derselben befestigt.
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Die dieses Reibungskissen 28 und die Stützplatte 29 umfassende Bremsbacke
ist in der Ausnehmung 15 im Bremssattel angeordnet, und mit der Stützplatte stehen
die Stützflächen 24 des benachbarten Ansatzes 16 in Eingriff, mit dem die Stützplatte
durch zwei abnehmbare Zapfen 29a verbunden ist.
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Die Bremsbacke 25, 26 wird von einem im Zylinder 13 arbeiten den
Kolben 30 direkt an die Bremsscheibe 11 angelegt, während ein entgegengesetzter
Kolben 31 über den Ansatz 17 auf den Bremssattel
wirkt, um die
Bremsbacke 28, 29 an die gegenüberliegende Fläche der Bremsscheibe anzupressen,
wenn die Kolben durch ein von einem Hauptbremszylinder oder einer anderen Druckmittelquelle
kommendes und zwischen die Kolben geleitetes Druckmittel getrennt werden.
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Die direkt betätigte Bremsbacke 25, 26 ist durch einen axial in eine
Öffnung 32 in der Stützplatte 26 ragenden Zapfen 33 am äußeren Ende des'Kolbens30
gegen Bewegung in radialer Richtung festgehalten.
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Der Bremssattel 14 ist in ähnlicher Weise durch einen axial in eine
Öffnung 17a im Ansatz 17 ragenden Zapfen 34 am äußeren Ende des Kolbens 31 in seiner
Lage gehalten. Der Zapfen 34 ist an seinem inneren Ende von einer ringförmigen Druckfläche
35 umgeben, die mit der Lagerfläche am Ansatz 17 in Eingriff steht, um beim Bremsen
eine Druckkraft auf den Bremssattel aufzubringen.
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Eine nachgiebige, ringförmige Hülse 34a aus Kunststoff- ist zwischen
dem Zapfen 34 und der Öffnung 17a angeordnet und gleicht Toleranzschwankungen zwischen
diesen beiden Teilen aus.
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Beim Bremsen wird die Reibungskraft der direkt betätigten Bremsbacke
25, 26 je nach Umdrehungsrichtung der Scheibe von dem einen oder anderen der Arme
23 am Bremsträger 10 aufgenommen,während die Reibungskraft der Bremsbacke 28, 29
über den Bremssattel an der Außenfläche des anderen Arms aufgenommen wird.
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Der Bremssattel 14 ist von einer Druckfeder 36, die einen am Bremsträger
befestigten und sich durch eine axial geschlitzte Öffnung 38 im Bremssattel erstreckenden
Stift 37 umgibt, gegen die Schultern 22 am Bremsträger 10 gedrückt. Die Druckfeder
36 wirkt zwischen einander entsprechenden Halteplatten 39 und 40, von denen die
untere Platte 39 mit dem Boden einer die Öffnung 38 umgebenden Ausnehmung 38a im
Bremssattel in Eingriff steht, während die obere Platte 40 von einem entfernbaren
Sprengring oder
Splint 41 in ihrer Lage gehalten ist, welcher mit
einem außen über die Halteplatte 40 vorstehenden Teil des Stiftes 37 in Eingriff
steht.
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Wenn die Bremsbacken 25, 26 und 28, 29 abgenutzt sind und ausgewechselt
werden müssen, werden die Stifte 29a herausgenommen damit die Bremsbacke 25, 26
radial nach unten von der Bremse abgenommen werden kann. Nach Entfernen des Splints
41 kann der Brem sattel 14 in radialer Richtung abgenommen werden, nachdem er axia:
so bewegt worden ist, daß der Ansatz 17 außer Eingriff mit dem Zapfen 34 am äußeren
Ende des Kolbens 31 gekommen ist. Daraufhin kann die Bremsbacke 25, 26 nach einem
Zurückpressen des Kolbens 30 herausgenommen werden.
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Bei einem abgewandelten Ausführungsbeispiel ist der Stift 37 durch
einen Stift mit Kopf ersetzt, und eine Schraubenfeder wirkt zwischen dem Boden der
die geschlitzte Öffnung 38 im Joch 14 umgebenden Ausnehmung und dem Kopf des Stiftes.
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Bei einer anderen Konstruktion ist der Bremssattel 14 mit Hilfe von
zwei Zugfedern gegen die Schulter 22 am Träger 10 gedrückt gehalten. Diese Zugfedern
sind an in Umfangsrichtung einander gegenüberliegenden Enden der Bremse angeordnet
und zwischen Zapfen, die sich von den Außenflächen der Arme 23 am Bremsträger nach
außen erstrecken, und Punkten am Bremssattel 14 befestigt, die radial außerhalb
der Zapfen am Bremsträger liegen.
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Das in den Fig. 5 bis 9 gezeigte Ausführungsbeispiel einer Schwimmsattelscheibenbremse
ist ähnlich dem in den Fig. 1 bis 4 gezeigte Ausführungsbeispiel, so daß für einander
entsprechende Teile die gleichen Bezugszeichen verwendet sind.
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Bei dieser Konstruktion gehen die Führungsflächen 19 am Bremssattel
14' an ihren radial inneren Kanten in nach außen weisende, miteinander ausgerichtete
Lagerflächen 45 über, mit denen bearbeitete Schultern 46 an dem Bremsträger gleitend
zusammenwirken.
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Der Bremssattel 14 ist von einer federnden Platte 47 nachgiebig nach
innen in Eingriff mit den Schultern 46 bzw. am Bremsträger gepreßt. Wie aus den
Fig. 7 und 8 hervorgeht, wirkt die federnde Platte 47 zwischen der Außenseite des
Bremssattels 14 und der Unterseite des Kopfes 48 eines Schraubbolzens 49, der sich
durch die geschlitzte Öffnung 38 im Bremssattel erstreckt und in einen mittleren
Vorsprung 50.im radial äußersten Teil des Bremsträgers 10 eingeschraubt ist.
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Bei dem abgewandelten Ausführungsbelspiel gemäß Fig. 9 umfaßt der
Schraubbolzen eine EntlUftungschraube 51' zum Entlüften der hydraulischen Anlage
und besonders des Druckraums in der Zvlinderbohrung 13 zwischen den Kolben 30 und
31.
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Bei allen oben beschriebenen Ausführungsbeispielen, bei denen der
Bremssattel 14 aus einem Gußstück hergestellt ist, ist dieses zweckmäßigerweise
hohl, so daß das Gewicht der ganzen Scheibenbremse auf ein Minimum herabgesetzt
wird.
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Bei allen oben beschriebenen Ausführungsbeispielen können verschleißhindernde
Vorrichtungen, beispielsweise in Form von verschleißfesten Streifen, zwischen den
zueinander komplementhren Fu'hrungsflchen 19 und 20 angeordnet sein.
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Patentansprüche: