DE19715468C1 - System zur Stabilisierung eines Stromversorgungsnetzes - Google Patents
System zur Stabilisierung eines StromversorgungsnetzesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein System zur Stabilisierung eines
Stromversorgungsnetzes umfassend eine Drossel, welche das
Stromversorgungsnetz mit einem Stromeinspeisenetz verbindet,
ein an das Stromversorgungsnetz angeschlossenes Umformer
system mit einer einen Läufer und mindestens eine Drehstrom
wicklung aufweisenden Umformermaschine.
Ein derartiges System ist beispielsweise aus der EP 0 071 852
im Zusammenhang mit deren Fig. 6 bekannt. Das in dieser
Druckschrift beschriebene System zur Stabilisierung eines
Stromversorgungsnetzes weist eine Drossel auf, welche das
Stromversorgungsnetz mit einem Stromeinspeisenetz verbindet,
sowie ein an das Stromversorgungsnetz angeschlossenes Umfor
mersystem mit einer einen Läufer und mindestens eine Dreh
stromwicklung aufweisenden Umformermaschine. Die in dieser
Druckschrift beschriebene Umformermaschine weist eine Primär
wicklung und eine Sekundärwicklung auf, die in einem gemein
samen Ständerpaket jeweils in durchgehenden Nuten über den
Umfang des Ständerpakets gleichmäßig verteilt angeordnet
sind, wobei beide Wicklungen sich über die volle Breite des
Ständerpakets erstrecken. Vorzugsweise sind die beiden Wick
lungen dabei in gesonderten Nuten angeordnet. Ferner ist der
Läufer vorzugsweise noch mit einer Dämpferwicklung versehen.
Dieses System stellt jedoch lediglich eine unvollständige
Stabilisierung des Stromversorgungsnetzes dar, da dieses nur
eingeschränkt in der Lage ist, Spannungsabfälle im
Stromversorgungsnetz abzufangen.
Aus dem Artikel von Sachs, K., Darrelmann, H. mit dem Titel
"Univers im Uniblock", veröffentlicht in der Zeitschrift
EET, 6/89, Seiten 16 bis 25, sind ebenfalls Lösungen zur Sta
bilisierung von Stromversorgungen bekannt, wobei diesbezüg
lich noch Stabilisatoren erwähnt sind, die die rotierenden
Massen elektrischer Maschinen, gegebenenfalls durch Zusatz
massen unterstützt, als Energiespeicher ausnützen, wobei in
diesem Fall auf elektrische Maschinen mit Schwungrad gemäß
Abb. 2 dieses Artikels verwiesen wird.
Ferner ist in dem Artikel von Sachs, K. mit dem Titel "Neue
USV-Generation" in der Zeitschrift etz, Bd. 112 (1991),
H. 20, S. 1102 bis 1107 ebenfalls ein System zur Stabilisie
rung eines Stromversorgungsnetzes beschrieben, welches eine
Synchronmaschine einsetzt, bei der Motor- und Generatorwick
lung auf einem einzigen, für beide Wicklungen gemeinsamen
Ständer untergebracht sind. Der Rotor ist gleichstromerregt
und trägt eine Dämpferwicklung ähnlich dem Käfig einer Asyn
chronmaschine.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein System
zur Stabilisierung eines Stromversorgungsnetzes zu schaffen,
welches in der Lage ist, die Spannung im Stromversorgungsnetz
auf einen bestimmten Wert besser zu stabilisieren.
Diese Aufgabe wird bei einem System der eingangs beschrie
benen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Umformer
system einen Schwungsradspeicher mit einer Synchronmaschine
und einem mit dieser gekoppelten Schwungrad umfaßt, daß das
Umformersystem ein Umrichtersystem aufweist, mit welchem der
Schwungradspeicher so mit der Umformermaschine koppelbar ist,
daß der Schwungradspeicher Leistung von der Umformermaschine
aufnehmen oder an diese abgeben kann, und daß eine Steuerung
vorgesehen ist, welche die Spannung des Stromversorgungs
netzes erfaßt und das Umrichtersystem so ansteuert, daß die
Umformermaschine durch Leistungsaufnahme oder Leistungsabgabe
die Spannung des Stromversorgungsnetzes auf einen vorgebbaren
Wert stabilisiert.
Das erfindungsgemäße System hat den Vorteil, daß dieses in
der Lage ist, sowohl Leistung aus dem Stromversorgungsnetz
aufzunehmen als auch an dieses Abzugeben und somit jede Art
von Leistungsschwankungen im Stromversorgungsnetz auszu
gleichen und die Spannung hinsichtlich Effektivwert und
Phasenlage vollständig zu stabilisieren.
Eine gute Stabilisierung des Stromversorgungsnetzes muß dabei
in der Lage sein, in kurzen Intervallen Leistung aufzunehmen
und Leistung abzugeben. Dies wird vorteilhafterweise durch
einen Schwungradspeicher erreicht, welcher hierzu aufgrund
seiner hohen Wechsellastfestigkeit bei langer Lebensdauer
prädestiniert ist, wobei dessen Kombination mit dem Um
richtersystem den weiteren Vorteil bietet, daß schnelle
Wechsel zwischen Leistungsaufnahme und Leistungsabgabe mög
lich sind.
Das Umrichtersystem kann prinzipiell beliebig ausgebildet
sein, so lange es schnell und zuverlässig einen Wechsel
zwischen Leistungsaufnahme und Leistungsabgabe des Schwung
radspeichers ermöglicht. Eine besonders günstige Lösung sieht
dabei vor, daß das Umrichtersystem mindestens einen Um
richterkreis mit zwei über einen Gleichstromzwischenkreis
gekoppelten Umrichtern umfaßt. Ein derartiges Umrichtersystem
läßt sich einfach betreiben und erlaubt außerdem die Möglich
keit, bei hervorragender Regelbarkeit die von dem Schwung
radspeicher aufgenommene oder abgegebene Leistung mit der
erforderlichen Genauigkeit, die für eine gute Stabilisierung
notwendig ist, zu regeln.
Um dabei im einfachsten Fall mit einem Umrichterkreis arbei
ten zu können, ist vorzugsweise vorgesehen, daß jeder der Um
richter zwischen einer Gleichrichterfunktion und einer
Wechselrichterfunktion umsteuerbar ist. Damit ist sowohl die
Leistungsaufnahme als auch die Leistungsabgabe des Schwung
radspeichers in einfacher Weise steuerbar.
Um Fehlfunktionen des Umrichterkreises zu vermeiden ist vor
zugsweise vorgesehen, daß die Umrichter durch die Steuerung
nur so ansteuerbar sind, daß in einem Umrichterkreis einer
der Umrichter in Gleichrichterfunktion und der andere in
Wechselrichterfunktion arbeitet. Damit ist eine stetige Funk
tionsbereitschaft des Umrichterkreises, entweder für die
Leistungsaufnahme oder für die Leistungsabgabe, sicher
gestellt.
Aufgrund der Umschaltbarkeit der Umrichter eines Umrichter
kreises ist es prinzipiell ausreichend, wenn das Umrichter
system mit einem Umrichter arbeitet.
Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht jedoch vor, daß das
Umrichtersystem mehrere parallel geschaltete Umrichterkreise
umfaßt. Bei dieser Lösung wäre es prinzipiell nicht notwen
dig, die Umrichterkreise so auszubilden, daß die Umrichter
jeweils umsteuerbar sind. Es wäre beispielsweise möglich,
einen Umrichterkreis so auszulegen, daß er nur zur Leistungs
abgabe des Schwungradspeichers einsetzbar ist, und den
anderen Umrichterkreis so auszubilden, daß er nur zur
Leistungsaufnahme des Schwungradspeichers einsetzbar ist.
Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn auch jeder der
Umrichterkreise des Umrichtersystems mit umsteuerbaren
Umrichtern versehen ist, da damit beispielsweise die Möglich
keit geschaffen ist, ein redundantes System aufzubauen, das
beispielsweise auch bei Ausfall eines Umrichterkreises noch
funktioniert.
Eine weitere vorteilhafte Lösung sieht vor, daß die Umrichter
eines Umrichterkreises von der Steuerung bevorzugt zur
Leistungsabgabe an die Umformermaschine oder Leistungs
aufnahme von der Umformermaschine einsetzbar sind. Diese
bevorzugte Einsetzbarkeit schließt jedoch eine Umsteuerbar
keit der Umrichter der Umrichterkreise nicht aus. So ist die
Umsteuerbarkeit für das Erhalten einer Redundanz des Systems
vorteilhaft einsetzbar.
Es ist aber auch bei mehreren Umrichterkreisen vorteilhafter
weise denkbar, diese so auszulegen, daß sie lediglich in der
Lage sind, die halbe maximale Wirkleistung zu koppeln, so daß
so lange, solange lediglich die halbe maximale Wirkleistung
von dem Schwungradspeicher in die Umformermaschine oder umge
kehrt gekoppelt werden muß, die Umrichterkreise in ihrem be
vorzugten Arbeitsmodus einsetzbar sind, während dann, wenn
eine Leistung von der Umformermaschine zum Schwungradspeicher
oder umgekehrt gekoppelt werden muß, die größer als die halbe
maximale Wirkleistung ist, die Umrichter des einen Umrichter
kreises umgesteuert werden, so daß in diesem Fall dann beide
Umrichterkreise parallel arbeiten. Ein derartiges System hat
außerdem noch den Vorteil, daß es dann auch bis zur halben
maximalen Wirkleistung redundant arbeiten kann, das heißt bei
Ausfall eines Umrichterkreises zumindest eine Stabilisierung
des Stromversorgungsnetzes in den Fällen möglich ist, in
denen maximale die halbe maximale Wirkleistung erforderlich
ist.
Ferner ist vorzugsweise vorgesehen, daß in dem Gleichstrom
zwischenkreis jedes Umrichterkreises eine Drossel angeordnet
ist. Eine derartige Drossel hat den Vorteil, daß mit dieser
Stromänderungen durch Unterschiede der Spannungsmomentan
werte, die durch das Schalten oder Umsteuern der beiden Um
richter bedingt sind, minimiert werden können.
Im Zusammenhang mit der bisherigen Erläuterung des erfin
dungsgemäßen Systems wurde lediglich davon ausgegangen, daß
eine Drossel zwischen dem Stromeinspeisenetz und dem Strom
versorgungsnetz vorgesehen ist. Eine besonders vorteilhafte
Lösung sieht dabei vor, daß die Drossel zwischen dem Strom
einspeisenetz und dem Stromversorgungsnetz als Koppeldrossel
ausgebildet ist und daß die Umformermaschine mit einem
Zwischenabgriff der Koppeldrossel verbunden ist. Eine der
artige Koppeldrossel hat den Vorteil, daß sie die Auswir
kungen von Spannungsänderungen im Stromeinspeisenetz für das
Stromversorgungsnetz selbst teilweise kompensiert und damit
die Wirkung der Umformermaschine zur Stabilisierung der
Spannung im Stromversorgungsnetz unterstützt.
Eine besonders zweckmäßige Lösung sieht dabei vor, daß die
Gegenreaktanz der Koppeldrossel ungefähr der subtransienten
Reaktanz der Umformermaschine entspricht. In diesem Fall ist
eine optimale Anpassung zwischen Umformermaschine und Koppel
drossel erreicht, so daß die Koppeldrossel die Wirkung der
Umformermaschine zur Stabilisierung des Stromversorgungs
netzes optimal unterstützt.
Hinsichtlich der im erfindungsgemäßen System eingesetzten
Steuerung wurden bislang keine näheren Angaben gemacht. So
sieht ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel vor, daß die
Steuerung die Spannung im Stromeinspeisenetz und die Spannung
im Stromversorgungsnetz erfaßt und vergleicht. Damit ist die
Steuerung in der Lage, auch die Spannungs- und Phasen
differenz zwischen dem Stromversorgungsnetz und dem Strom
einspeisenetz zu erfassen und die von dem Umrichtersystem
bewirkte Leistungskopplung zwischen dem Schwungradspeicher
und der Umformermaschine genau zu steuern, wobei dies insbe
sondere durch eine Vorgabe eines Zündwinkels für die Um
richter erfolgt.
Ein besonders günstiger Aufbau der Steuerung sieht dabei vor,
daß diese noch zusätzlich den Strom im Gleichstromzwischen
kreis des jeweiligen Umrichterkreises zur Steuerung heran
zieht.
Hinsichtlich der Steuerbarkeit der erfindungsgemäßen Um
formermaschine wurden im Zusammenhang mit der bisherigen
Erläuterung der erfindungsgemäßen Lösung keine näheren An
gaben gemacht. So sieht ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel
vor, daß die von der Umformermaschine erzeugte Spannung über
eine Erregerwicklung des Läufers steuerbar ist, wobei über
diese Erregerwicklung des Läufers der Betrag der Spannung,
nicht jedoch deren Phasenwinkel, steuerbar ist. Die Steuerung
des Phasenwinkels erfolgt in der bereits beschriebenen Weise
über die genaue Steuerung des Umrichtersystems, insbesondere
die Steuerung der Zündwinkel in diesem.
Um die Erregung der Umformermaschine besonders günstig lösen
zu können, ist vorgesehen, daß die Erregerwicklung bürstenlos
erregbar ist.
Zur Steuerung der von der Umformermaschine erzeugte Spannung
ist vorzugsweise vorgesehen, daß die Erregung der Umformer
maschine entsprechend der Spannung im Stromversorgungsnetz
gesteuert ist.
Vorzugsweise ist diese Steuerung der Erregung der Umformer
maschine unabhängig von der Steuerung für das Umrichter
system, so daß unabhängig von dem Arbeiten des Umrichter
systems eine selbstständige Steuerung der Umformermaschine,
insbesondere sogar in Form einer Regelung, möglich ist.
Hinsichtlich des Aufbaus der Umformermaschine selbst wurden
im Zusammenhang mit der bisherigen Erläuterung der einzelnen
Ausführungsbeispiele keine näheren Angaben gemacht. So sieht
ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel vor, daß die Umformer
maschine eine einzige Drehstromwicklung aufweist, welche mit
dem Stromversorgungsnetz und mit dem Umrichtersystem ver
bunden ist. Dies ist die einfachste Möglichkeit des Aufbaus
einer derartigen Umformermaschine, welche jedoch hinsichtlich
der Qualität der im Stromversorgungsnetz anliegenden Spannung
Nachteile aufweist, insbesondere da diese mit Spitzen und
Einbrüchen aufgrund des Schaltens des Umrichtersystems be
haftet ist.
Aus diesem Grund sieht eine weitere vorteilhafte Lösung vor,
daß die Umformermaschine eine erste und eine zweite Dreh
stromwicklung aufweist, so daß jeweils das Stromversorgungs
netz mit einer Drehstromwicklung und der Schwungradspeicher
mit der anderen Drehstromwicklung koppelbar sind.
Dabei ist es besonders günstig, wenn die erste Drehstrom
wicklung und die zweite Drehstromwicklung dieselbe Polzahl
aufweisen.
Prinzipiell kann eine derartige Umformermaschine mit zwei
Drehstromwicklungen in Form zweier mechanisch über eine Welle
miteinander gekoppelter Maschinen aufgebaut sein. Diese
Lösung hat zwar hinsichtlich der Baugröße der Maschine Nach
teile. Sie hat jedoch aber auch Vorteile, da beispielsweise
die mit dem Stromversorgungsnetz gekoppelte Drehstromwicklung
als Wicklung für Hochspannung ausgebildet sein kann, während
die andere Drehstromwicklung für Mittel- oder Niederspannung
ausgelegt sein kann.
Ein besonderer Vorteil zweier Drehstromwicklungen ist unab
hängig von der Frage der anliegenden Spannung insbesondere
aber auch darin zu sehen, daß dadurch eine galvanische Ent
kopplung des Stromversorgungsnetzes und des Umrichtersystems
mit dem Schwungradspeicher möglich ist.
Hinsichtlich der Baugröße und der Wirkungsweise ist es beson
ders günstig, wenn die erste Drehstromwicklung und die zweite
Drehstromwicklung in einem gemeinsamen Ständerpaket ange
ordnet sind. Eine derartige Lösung hat den großen Vorteil,
daß einerseits die Maschine im Verhältnis zur erforderlichen
Leistung klein baut und außerdem noch einen kleinen Innen
widerstand aufweist.
Vorzugsweise erfolgt bei einer derartigen Lösung gar keine
Umwandlung der in der einen Drehstromwicklung zugeführten
Leistung in mechanische Energie und dann wieder eine Rück
wandlung von mechanischer Energie in elektrische Energie in
der anderen Drehstromwicklung, es erfolgt vielmehr eine
direkte transformatorische Übertragung der elektrischen
Energie durch Flußverkettung zwischen den beiden Drehstrom
wicklungen.
Eine besonders günstige Lösung sieht dabei vor, daß die erste
Drehstromwicklung und die zweite Drehstromwicklung in ge
sonderten Nuten angeordnet sind.
Eine weitere vorteilhafte Lösung der erfindungsgemäßen Um
formermaschine sieht vor, daß der Läufer eine Dämpferwicklung
aufweist. Eine derartige Dämpferwicklung hat den Vorteil, daß
sie die Oberwellen der anliegenden Spannung wirkungsvoll
kurzschließt und damit im Fluß eliminiert, so daß nur die
Grundfrequenz von der einen Drehstromwicklung auf die andere
Drehstromwicklung übertragen wird.
Hinsichtlich der Ausbildung des Schwungradspeichers selbst
wurden im Zusammenhang mit der bisherigen Beschreibung der
einzelnen Lösungen keine näheren Angaben gemacht. So sieht
ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel vor, daß der Schwung
radspeicher ein um eine vertikale Achse rotierendes Schwung
rad aufweist. Eine derartige Anordnung des Schwungrades hat
hinsichtlich der Lagerung desselben Vorteile, da die Möglich
keit besteht, das Schwungrad in axialer Richtung lediglich
durch ein Lager abzustützen. So sieht eine vorteilhafte
Möglichkeit vor, daß das Schwungrad in Richtung seiner Dreh
achse in einem Lager gehalten ist, wobei dieses Lager bei
spielsweise ein im Bereich eines unteren Endes einer das
Schwungrad tragenden Welle vorgesehenes Lager sein kann.
Alternativ dazu ist vorteilhafterweise vorgesehen, daß das
Schwungrad hängend angeordnet ist, das heißt, daß das
Schwungrad in Richtung seiner Drehachse abstützende Lager
vertikal oberhalb des Schwungrades liegt, diese Lagerung des
Schwungrades läßt sich auch bei hohen Drehzahlen des Schwung
rades einfach stabilisieren.
Das das Schwungrad in axialer Richtung stabilisierende Lager
kann prinzipiell als Gleitlager ausgebildet sein.
Alternativ dazu sieht jedoch ein vorteilhaftes Ausführungs
beispiel vor, daß dieses Lager als Magnetlager ausgebildet
ist, welches den Vorteil hat, das geringere Lagerreibungs
kräfte auftreten.
Eine besonders günstige Lösung, insbesondere auch im Hinblick
auf die Auswahlsicherheit sieht vor, daß das Magnetlager als
passives Magnetlager ausgebildet ist.
Hinsichtlich der Anordnung eines Läufers der Synchronmaschine
relativ zum Schwungrad wurden bislang keine näheren Angaben
gemacht. So sieht ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel vor,
daß ein Läufer der Synchronmaschine direkt auf einer Welle
des Schwungrades sitzt, so daß keine Getriebeelemente
zwischen diesen beiden nötig und erforderlich sind und somit
eine besonders einfache und funktionsstabile Einheit ent
steht.
Besonders günstig ist es hierbei, wenn das Schwungrad auf
einer dem Magnetlager gegenüberliegenden Seite des Läufers
angeordnet ist, so daß sowohl der Läufer als auch das
Schwungrad relativ zum Magnetlager hängend angeordnet sind
und somit eine einfache Stabilisierung auch hinsichtlich der
Kippmomente erhältlich ist.
Ferner ist die Synchronmaschine vorzugsweise mit einer dieser
zugeordneten Erregermaschine versehen, welche ebenfalls die
Möglichkeit bietet, die Erregung der Synchronmaschine zu
steuern und somit auch die aus dieser entnommene oder dieser
zugeführte Leistung exakt zu steuern.
Im Zusammenhang mit der bisherigen Erläuterung der einzelnen
Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Systems wurde auf
den primären Einsatzzweck dieses Systems, nämlich die Stabi
lisierung einer Spannung in einem Stromversorgungsnetz abge
stellt.
Das erfindungsgemäße System kann aber auch noch zusätzlich so
ausgebildet sein, daß das Umformersystem bei Ausfall einer
Stromeinspeisung durch das Stromeinspeisenetz die gesamte im
Stromversorungsnetz verbrauchte Leistung liefert, das heißt,
daß in diesem Fall das Umformersystem noch gleichzeitig als
unterbrechungsfreie Stromversorgung für das Stromversorgungs
netz zumindest in einem bestimmten Zeitintervall zur Ver
fügung steht. In diesem Fall ist es erforderlich, den
Schwungradspeicher entsprechend der im Stromversorgungsnetz
zugelassenen Last zu dimensionieren.
Damit liefert das erfindungsgemäße System nicht nur eine
ständige Stabilisierung der Spannung im Stromversorgungsnetz
bei funktionierendem Stromeinspeisenetz, sondern ist auch in
der Lage, selbst einen Ausfall des Stromeinspeisenetzes für
einen bestimmten Zeitraum zu überbrücken.
Soll eine lang andauernde Überbrückung eines Ausfalls des
Stromeinspeisenetzes vorgesehen sein, so kann das erfindungs
gemäße System auch noch dahingehend erweitert werden, daß die
Umformermaschine des Umformersystems mit einem motorischen
Antrieb, beispielsweise einem Dieselmotor koppelbar ist,
welcher dann durch Antreiben des Läufers der Umformermaschine
diese als Generator betreibt, welcher die Spannung für das
Stromversorgungsnetz liefert. Dabei dient das Umformersystem
aber nach wie vor immer noch zur Stabilisierung der Spannung
in dem Stromversorgungsnetz, wobei insbesondere das Umrich
tersystem und der Schwungradspeicher in der Lage sind, einer
seits Lastwechsel im Stromversorgungsnetz auszugleichen oder
andererseits auch Leistungsschwankungen des die Umrichter
maschine antreibenden Motors auszugleichen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden in der nachfolgen
den Beschreibung sowie der Zeichnung unter Bezugnahme auf den
Stand der Technik näher erläutert.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines ersten
Ausführungsbeispiels eines Systems;
Fig. 2 einen vertikalen Schnitt durch eine schema
tische Darstellung eines bevorzugten Aus
führungsbeispiels eines Schwungradspeichers;
Fig. 3 einen vertikalen Längsschnitt durch eine bei
den Ausführungsbeispielen eingesetzte Umfor
mermaschine, wie sie auch aus dem Stand der
Technik bekannt ist;
Fig. 4 einen Schnitt längs Linie 4-4 in Fig. 3 mit
Darstellung der Drehstromwicklungen;
Fig. 5 eine schematische Darstellung ähnlich Fig. 1
eines zweiten Ausführungsbeispiels;
Fig. 6 eine schematische Darstellung ähnlich Fig. 1
eines dritten Ausführungsbeispiels;
Fig. 7 eine schematische Darstellung ähnlich Fig. 1
eines vierten Ausführungsbeispiels und
Fig. 8 eine schematische Darstellung ähnlich Fig. 1
eines fünften Ausführungsbeispiels.
Ein erstes Ausführungsbeispiel eines Systems zur Stabilisie
rung eines Stromversorgungsnetzes 10, welches mittels einer
Drossel 12 mit einem Stromeinspeisenetz 14 verbunden ist, um
faßt ein als Ganzes mit 20 bezeichnetes Umformersystem,
welches eine Umformermaschine 22 aufweist.
Die Umformermaschine 22 weist ihrerseits eine erste Dreh
stromwicklung 24 und eine zweite Drehstromwicklung 26 auf,
sowie einen Läufer 28, welcher mit einer Erregerwicklung 30
versehen ist. Die Erregerwicklung 30 ist vorzugsweise als
Gleichstromwicklung ausgebaut, welche über eine Erreger
maschine 32 mit einer stationären Gleichstromwicklung 34
erregbar ist.
Die einen Feldstrom für die Erregung der Umformermaschine 32
liefernde Gleichstromwicklung 34 ist von einem Spannungs
regler 36 angesteuert, welcher einerseits einen von einem
Sollwertgeber 38 vorgegebenen Spannungssollwert erfaßt und
andererseits über ein Spannungsdetektor 39 die Spannung des
Stromversorgungsnetzes 10 detektiert.
Die zweite Drehstromwicklung 26 ist mit einem als Ganzes mit
40 bezeichneten Umrichtersystem verbunden, welches beispiels
weise einen Umrichterkreis 42 umfaßt, der mit einem mit der
zweiten Drehstromwicklung 26 verbundenen Umrichter 44 und
einem Umrichter 46 versehen ist, wobei beide Umrichter 44, 46
über einen Gleichstromzwischenkreis 48 gekoppelt sind. In dem
Gleichstromkreis 48 ist ferner noch eine Drossel 49 vorge
sehen.
Die Drossel 49 im Gleichstromkreis 40 dient dazu, Strom
änderungen und somit Unterschiede der Spannungsmomentanwerte,
bedingt durch das Schalten der beiden Umrichter, auszu
gleichen.
Der Umrichter 46 ist seinerseits mit einem als Ganzes mit 50
bezeichneten Schwungradspeicher versehen, welcher eine
Synchronmaschine 52 und ein mit dieser gekoppeltes Schwungrad
54 aufweist.
Die Synchronmaschine 52 umfaßt dabei eine stationäre Dreh
stromwicklung 56 sowie einen Läufer 58 mit einer Erreger
wicklung 60, welche über eine Erregermaschine 62 bürstenlos
mit Gleichstrom beaufschlagbar ist. Die Erregermaschine 62
umfaßt dabei eine stationäre Gleichstromwicklung 64 zur
Steuerung des Erregerstroms in der Erregerwicklung 60.
Zur Beaufschlagung der Gleichstromwicklung 64 ist eine Er
regerregelung 66 vorgesehen, welche einerseits einen von
einem Sollwertgeber 68 vorgebbaren Spannungssollwert mit der
Spannung an der Drehstromwicklung 56 vergleicht, welche über
einen Spannungsdetektor 70 erfaßbar ist.
Das Umrichtersystem 40 ist seinerseits mit einer als Ganzes
mit 80 bezeichneten Steuerung ansteuerbar, welche einen
Frequenzregler 82 aufweist, der die Spannung des Stromver
sorgungsnetzes 10 und die Spannung des Stromeinspeisenetzes
14 erfaßt und vergleicht und ferner einen diesem nachge
schalteten Stromregler 84 welcher einen Strom im Gleichstrom
zwischenkreis 48 zusätzlich zum Ausgangssignal des Frequenz
reglers 82 erfaßt und seinerseits Zündsteuerungen 86 und 88
für die Umrichter 44 und 46 ansteuert. Über die Zündeinrich
tungen 86 und 88 ist jeweils festlegbar, daß einer der Um
richter 44 oder 46 als Gleichrichter und der andere Umrichter
46 oder 44 als Wechselrichter arbeitet und ferner ist über
die Zündeinrichtungen 86 und 88 noch einen Zündwinkel beiden
Umrichtern vorgebbar.
Das erfindungsgemäße System funktioniert nun so, daß das von
dem Stromeinspeisenetz 14 über die Drosseln 12 gespeiste
Stromversorungsnetz dadurch stabilisiert wird, daß das Um
formersystem 20 aus dem Stromversorgungsnetz 10 entweder
Leistung entnimmt oder diesem Leistung zuführt, je nach dem,
in welcher Richtung sich eine Änderung der zu stabilisieren
den Spannung des Stromversorgungsnetzes 10 ergibt. Wird bei
spielsweise die vom Stromeinspeisenetz 14 zugeführte Spannung
niedriger, so führt das Umformersystem 20 dem Stromver
sorgungsnetz 10 Leistung zu, um die Spannung im Stromver
sorgungsnetz 10 konstant zu halten. Gleichzeitig wird auch
Leistung zugeführt, wenn beispielsweise in dem Stromver
sorgungsnetz 10 eine Aufschaltung einer Last erfolgt oder
beispielsweise ein Energieerzeuger im Stromversorgungsnetz 10
abgeschaltet wird.
Ferner wird bei dem erfindungsgemäßen System dem Stromver
sorgungsnetz 10 Leistung entnommen, wenn beispielsweise in
diesem ein Lastabwurf oder eine Aufschaltung eines Energie
erzeugers erfolgt, welche dazu führen würden, daß die
Spannung im Stromversorgungsnetz 10 über die gewünschte
Spannung ansteigen würde.
Die Leistungsentnahme und Leistungszufuhr über das Umformer
system 20 erfolgt einerseits durch Steuerung der von der Um
formermaschine 22 erzeugten Spannung dadurch, daß der
Spannungsregler 36 die Spannung im Stromversorgungsnetz 10
erfaßt und mit dem im Sollwertgeber 38 vorgegebenen Sollwert
vergleicht. Dementsprechend erfolgt eine Ansteuerung der Er
regung in der Erregerwicklung 30 im Läufer 28.
Zusätzlich erfaßt der Frequenzregler 82 die Spannung im
Stromversorgungsnetz 10 und die Spannung im Stromeinspeise
netz 14 sowie den Strom im Gleichstromzwischenkreis 48 und
steuert dementsprechend die Zündeinrichtungen 86 und 88 der
Umrichter 44 und 46 so, daß der Umrichterkreis 42 aufgrund
des mit der zweiten Drehstromwicklung 26 verbundenen Um
richters 44 über die Umformermaschine 22 aus dem Stromver
sorgungsnetz 10 Wirkleistung entnimmt und über die Synchron
maschine 52 in dem Schwungrad 54 speichert, das heißt das
Schwungrad 54 auf eine höhere Drehzahl beschleunigt, oder so,
daß der Umrichterkreis 42 aus dem Schwungradspeicher 50 durch
Abbremsen des Schwungrads 54 mittels der Synchronmaschine 52
Wirkleistung entnimmt und über die Umformermaschine 22 dem
Stromversorgungsnetz 10 zuführt.
Aufgrund der Tatsache, daß der Schwungradspeicher 50 eine
hohe Wechsellastfestigkeit aufweist, besteht damit die Mög
lichkeit, auch innerhalb sehr kurzer Zyklen Wirkleistung aus
dem Stromversorgungsnetz 10 zu entnehmen oder diesem zuzu
führen.
Bei jeder Art der Stabilisierung des Stromversorgungsnetzes
10 führt die Umformermaschine 22 dem Stromversorgungsnetz 10
nicht nur Wirkleistung zu oder entnimmt diese aus diesem,
sondern führt zusätzlich Blindleistung zu oder entnimmt diese
daraus, so daß die Möglichkeit besteht, große Spannungs
schwankungen, vorzugsweise Spannungsschwankungen von bis zu
50%, bei relativ geringer Entnahme oder Zufuhr von Wirk
leistung auszugleichen, da die Umformermaschine 22 in der
Lage ist, zusätzlich zur Wirkleistung sehr hohe Blind
leistungen dem Stromversorgungsnetz 10 zuzuführen oder aus
diesen zu entnehmen, diese dann zu der vom Stromeinspeisenetz
14 nach wie vor zugeführten Spannung so addieren, daß im
Stromversorgungsnetz 10 die Spannung im wesentlichen konstant
gehalten wird.
Zusätzlich ist noch zwischen dem Stromeinspeisenetz 14 und
der Drossel 12 ein Schalter 16 vorgesehen, welcher bei einem
Zusammenbruch der Spannung des Stromeinspeisenetzes geöffnet
wird. Damit kann beispielsweise bei einem Kurzschluß im
Stromeinspeisenetz ein unnötiger Leistungsverbrauch durch den
Kurzschluß vermieden werden.
Wie in Fig. 2 dargestellt, sieht eine vorteilhafte Aus
führungsform des erfindungsgemäßen Schwungradspeichers 50
vor, daß das Schwungrad 54 selbst hängend angeordnet ist und
zwar in einem als Ganzes mit 100 bezeichneten passiven
Magnetlager, welches eine vorzugsweise einstückig mit dem
Schwungrad 54 verbundene Schwungradwelle 102 in Richtung
ihrer Achse 104 hängend fixiert, wobei zusätzlich die
Schwungradwelle 102 in dem Magnetlager 100 benachbarten
Radiallager 106 und an einem unteren Ende der Schwungradwelle
102 angeordneten Radiallagern 108 gelagert ist, wobei die
Radiallager 106 und 108 vorzugsweise mechanische Lager sind,
die lediglich geringen Belastungen ausgesetzt sind.
Zwischen dem Magnetlager 100 und dem Schwungrad 54 sitzt un
mittelbar auf der Schwungradwelle der Läufer 58 der Synchron
maschine 52 und ist von einem Ständer 110 der Synchron
maschine 52 umgeben, in welchem die Drehstromwicklung 56
angeordnet ist.
Ferner sitzt zwischen dem Magnetlager 100 und der Synchron
maschine 52 die Erregermaschine 62, wobei ein Läufer 112 der
selben ebenfalls auf der Schwungradwelle 102 sitzt und mit
einem ebenfalls auf der Schwungradwelle 102 sitzenden mit
rotierenden Gleichrichter 114 verbunden ist, welcher den
Gleichstrom für die Erregerwicklung 60 des Läufers 58
liefert.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Schwungradspeicher 50 sitzt
das Schwungrad 54 nahe eines unteren Endes der Schwungrad
welle 102, welches in dem Radiallager 108 gelagert ist.
Ferner ist das Schwungrad 54 in einer die Reibung reduzieren
den Gasatmosphäre, vorzugsweise bei Unterdruck, gelagert.
Eine im Rahmen der Ausführungsbeispiele eingesetzte und aus
der eingangs genannten EP 0 071 852 A1 bekannte Umformer
maschine, dargestellt in den Fig. 3 und 4 umfaßt ein Gehäuse
120 mit Lagerschilden 122, in welchen eine Welle 124 drehbar
gelagert ist. Die Welle 124 trägt dabei den Läufer 28 mit der
Erregerwicklung 30.
Ferner ist in dem Gehäuse 120 ein als Ganzes mit 126 bezeich
netes Ständerpaket angeordnet, in welches, wie in Fig. 4 dar
gestellt, sowohl die erste Drehstromwicklung 24 als auch die
zweite Drehstromwicklung 26 eingewickelt sind und zwar so,
daß die erste Drehstromwicklung 24 und die zweite Drehstrom
wicklung 26 identisch ausgebildet sind und jeweils um eine
Nutteilung relativ zueinander versetzt im Ständerpaket 126
liegen. Die Wicklungsstränge der ersten Drehstromwicklung 24
sind dabei in Fig. 4 mit voll ausgezogenen Linien darge
stellt, während die Wicklungsstränge der Drehstromwicklung 26
in Fig. 4 gestrichelt wiedergegeben sind. Die Drehstrom
wicklungen 24 und 26 sind dabei in Fig. 4 an einer Maschine
in vierpoliger-dreiphasiger Ausführung mit einem verkürzten
Wickelschritt von 5/6 Polteilung und aus Gründen der Einfach
heit in Form einer Einschichtwicklung dargestellt.
Ferner ist der Läufer 28 noch mit Dämpfungswicklungen in Form
von Dämpferstäben 128 versehen, welche im Bereich von stirn
seitigen Enden des Läufers 28 durch Kurzschlußbleche 130
kurzgeschlossen sind. Durch diese Dämpferwicklungen im Läufer
28 werden alle Oberwellen der an der ersten Drehstromwicklung
24 anliegenden Spannung wirkungsvoll kurzgeschlossen und
damit im Fluß eliminiert. Somit besteht die Möglichkeit, nur
die Grundfrequenz von der ersten Drehstromwicklung 24 auf die
zweite Drehstromwicklung 26 zu übertragen.
Durch den Läufer 28 wird das umlaufende magnetische Feld der
ersten Drehstromwicklung 22 mitgenommen, wobei im Fall einer
als Synchronmaschine ausgebildeten Umformermaschine die Mit
nahme des Läufers synchron erfolgt. Ferner tritt bei der
Umformermaschine 22 keine Umwandlung der der ersten Dreh
stromwicklung 24 zugeführten Leistung in mechanische Energie
auf. Es erfolgt vielmehr eine direkt transformatorische Über
tragung der elektrischen Energie durch Flußverkettung
zwischen den beiden Drehstromwicklungen 24 und 26.
Vorzugsweise erfolgt die Auslegung der Umformermaschine ent
sprechend den addierten Leistungen der ersten und zweiten
Drehstromwicklungen 24 bzw. 26, das heißt für die doppelte
Leistung für die bei einer bekannten Eingehäusemaschine
gleicher Leistung jeweils Motor und Generator auszulegen
sind. Dadurch kommt es zu einer wesentlichen Verringerung des
Leistungsgewichts und darüber hinaus zu einer Erhöhung des
Wirkungsgrads.
Bei Ausbildung der Umformermaschine 22 als Synchronmaschine
gibt die erste Drehstromwicklung 24 eine von Lastschwankungen
im Stromversorgungsnetz 10 unabhängige konstante sinusförmige
Spannung ab, die unbeeinflußt von allen Vorgängen im Strom
einspeisenetz 14 bleibt, wobei der Spannungsregler 36 dafür
sorgt, daß der magnetische Fluß der Umformermaschine über die
Gleichstromerregung des Läufers 28 so erfolgt, daß die
Spannung in der ersten Drehstromwicklung 24 im wesentlichen
konstant bleibt.
Bei einem zweiten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Systems, dargestellt in Fig. 5, sind diejenigen Teile, die
mit denen des ersten Ausführungsbeispiels identisch sind, mit
denselben Bezugszeichen versehen, so daß hinsichtlich deren
Beschreibung vollinhaltlich auf die Beschreibung des ersten
Ausführungsbeispiels verwiesen werden kann.
Im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel ist bei dem
zweiten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 die Drossel 12'
nicht als einfache Drossel ausgebildet, sondern als Koppel
drossel mit einer dem Stromeinspeisenetz 14 zugewandten
ersten Wicklung 12a', einer dem Stromversorgungsnetz 10 zuge
wandten zweiten Wicklung 12b' und einem Zwischenabgriff 12c',
welcher mit der ersten Drehstromwicklung 24 der Umformer
maschine 22 des Umformersystems 20 verbunden ist. Eine der
artige Koppeldrossel 12' hat den Vorteil, daß mit dieser auch
Kurzschlüsse im Stromeinspeisenetz 14 durch das Umformer
system 20 beherrschbar sind und die Möglichkeit eröffnet
wird, mittels des Umformersystems 20 in dem Stromversorgungs
netz 10 auch bei derartigen Kurzschlüssen die Spannung im
wesentlichen konstant zu halten. Insbesondere ist dies dann
vorteilhafterweise möglich, wenn die Gegenreaktanz zwischen
den Wicklungen 12a' und 12b' ungefähr der subtransienten
Reaktanz der Umformermaschine 22 entspricht, und somit die
Gegenreaktanz im Fall eines Kurzschlusses im Stromeinspeise
netz 14 einen Spannungsabfall der Umformermaschine aufgrund
von deren Innenwiderstand ausgleicht.
Ansonsten ist das zweite Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 mit
dem ersten Ausführungsbeispiel identisch, so daß diesbezüg
lich voll inhaltlich auf die Ausführungen zum ersten Aus
führungsbeispiel Bezug genommen werden kann.
Bei einem dritten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Systems, dargestellt in Fig. 6, sind ebenfalls diejenigen
Elemente, die mit denen der ersten Ausführungsbeispiels und
des zweiten Ausführungsbeispiels identisch sind, mit den
selben Bezugszeichen versehen, so daß hinsichtlich der Be
schreibung dieser Elemente auf die Ausführungen zu den vor
angehenden Ausführungsbeispielen verwiesen werden kann. Im
Gegensatz zu den vorangehenden Ausführungsbeispielen umfaßt
allerdings das Umrichtersystem 40 zwei parallel zueinander
angeordnete Umrichterkreise 42a und 42b, wobei jeder der Um
richterkreise einen Umrichter 44a, 44b aufweist, welcher mit
der zweiten Drehstromwicklung 26 verbunden ist und einen Um
richter 46a, 46b, welcher mit der Drehstromwicklung 56 der
Synchronmaschine 52 des Schwungradspeichers 50 verbunden ist.
Ferner sind in beiden Umrichterkreisen 42a und 42b die beiden
Umrichter 44a, 46a bzw. 44b, 46b über Gleichstromzwischen
kreis 48a bzw. 48b miteinander gekoppelt.
Die Steuerung 80 ist dabei so ausgebildet, daß sie in der
Lage ist, die Zündeinrichtungen 86a, 88a bzw. 86b, 88b in den
beiden Umrichterkreisen 42a, b anzusteuern.
Vorzugsweise sind die beiden Umrichterkreis 42a, 42b so aus
gebildet, daß sie in der Lage sind, jeweils ungefähr die
halbe maximal mögliche Wirkleistung zu schalten. Beispiels
weise ist der Umrichterkreis 42a von der Steuerung 80 primär
so betrieben, daß dieser zur Kopplung von Wirkleistung von
der Umformermaschine zum Schwungradspeicher 50 einsetzbar
ist, während der Umrichterkreis 42b primär so betrieben wird,
daß dieser zum Koppeln von Wirkleistung von dem Schwung
radspeicher 50 zur Umformermaschine 22 einsetzbar ist. Dies
ist ausreichend, so lange jeweils maximal die Hälfte der
maximal möglichen Wirkleistung zwischen der Umformermaschine
22 und dem Schwungradspeicher 52 zu schalten ist. Bis zu
dieser halben maximalen Wirkleistung bietet die Lösung gemäß
dem dritten Ausführungsbeispiel den Vorteil, daß die Schalt
zeiten schneller werden, da ein Umsteuern der Umrichter 44a,
46a bzw. 44b, 46b nicht erforderlich ist, sondern die beiden
Umrichterkreise 42a und 42b aufgrund ihrer Grundeinstellung
durch die Steuerung jeweils in entgegengesetzten Richtungen
betrieben werden.
Ist jedoch die maximale Wirkleistung vom Schwungradspeicher
50 zur Umformermaschine 22 oder umgekehrt zu koppeln, so wird
derjenige Umrichterkreis 42a oder 42b, welcher in seiner
Grundeinstellung in der entgegengesetzten Richtung arbeitet,
von der Steuerung 80 umgesteuert, so daß in diesem Fall beide
Umrichterkreise 42a, 42b parallel arbeiten.
Die Umsteuerbarkeit der Umrichter 44a, b, 46a, b hat ferner
noch den Vorteil, daß bis zur halben Wirkleistung ein redun
dantes System zur Verfügung steht, da bei Ausfall einer der
Umrichterkreise 42a, 42b der andere Umrichterkreis 42b, 42a
durch Umsteuern der Umrichter zwischen Gleichrichterfunktion
und Wechselrichterfunktion zum Übertragen von Wirkleistung in
beiden Richtungen einsetzbar ist.
Bei einem vierten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Systems, dargestellt in Fig. 7, ist die Umformermaschine 22'
in Form zweier getrennter Synchronmaschinen 22a' und 22b'
ausgebildet, wobei jede dieser Synchronmaschinen eine Er
regerwicklung 30a bzw. 30b aufweist und jede Erregerwicklung
über einen hierfür vorgesehenen Spannungsregler 36a bzw. 36b
regelbar ist. Im Fall des Spannungsreglers 36b erfolgt eine
Regelung entsprechend der in der zweiten Drehstromwicklung 26
auftretenden Spannung.
Bei einem fünften Ausführungsbeispiel, dargestellt in Fig. 8,
ist die Umformermaschine 22'' in Form einer vereinfachten
Maschine ausgebildet und weist lediglich die Drehstrom
wicklung 24 auf, die sowohl mit dem Zwischenabgriff 12c' der
Koppeldrossel 12' verbunden ist als auch mit dem Umrichter 44
des Umrichterkreises 42, so daß die zweite Drehstromwicklung
26 entfallen kann und gleichzeitig durch die erste Drehstrom
wicklung 24 gebildet ist.
Das System zur Stabilisierung der Spannung in dem Stromver
sorgungsnetz 10 kann vorzugsweise auch dazu eingesetzt
werden, als unterbrechungsfreie Stromversorgung zu arbeiten.
Vorzugsweise ist der Schwingradspeicher 50 so dimensioniert,
daß dessen Energie ausreicht, um die Spannung in dem
Spannungsversorgungsnetz 10 bei einem Ausfall des Stromein
speisenetzes 14 für einen Zeitraum von bis zu 10 Sekunden
aufrecht zu erhalten. Da 97% aller üblichen Netzausfälle im
Stromeinspeisenetz in Zeiträumen liegen, die kürzer sind als
10 Sekunden, reicht die Energie im Schwungradspeicher 50 für
97% aller Ausfälle des Stromeinspeisenetzes 14.
Dauert der Ausfall des Stromeinspeisenetzes länger als 10
Sekunden, so kann bei einer Ausführungsform des Systems eine
zusätzliche Steuerung vorgesehen sein, welche zum Abschalten
des Stromversorgungsnetzes dient.
Alternativ dazu ist es denkbar, die Umformermaschine 22 mit
einem Dieselaggregat zu koppeln und im Fall eines Ausfalles
des Stromeinspeisenetzes 14 von mehr als 10 Sekunden das
Dieselaggregat zu starten, das dann den Läufer 28 der Um
formermaschine 22 antreibt, um die Spannung im Stromver
sorgungsnetz 10 über einen längeren Zeitraum sicherzustellen.
In diesem Fall dient die im Schwungradspeicher 50 ge
speicherte Energie dazu, bei einem derartigen Ausfall des
Stromeinspeisenetzes 14 zunächst den Zeitraum zu überbrücken,
bis das Dieselaggregat die volle Leistung erreicht hat.
Sobald das Dieselaggregat primär den Antrieb des Läufers 28
übernommen hat, dient das Umrichtersystem 40 mit dem Schwung
radspeicher 50 weiterhin in der bereits vorstehend beschrie
benen Art und Weise dazu, die Spannung im Stromversorgungs
netz zu stabilisieren, beispielsweise bei Lastsprüngen im
Stromversorgungsnetz und dabei das Dieselaggregat zu unter
stützen.
Claims (26)
1. System zur Stabilisierung eines Stromversorgungsnetzes
(10) umfassend
eine Drossel (12), welche das Stromversorgungsnetz (10) mit einem Stromeinspeisenetz (14) verbindet,
ein an das Stromversorgungsnetz (10) angeschlossenes Um formersystem (20) mit einer einen Läufer (28) und min destens eine Drehstromwicklung (24) aufweisenden Umfor mermaschine (22),
dadurch gekennzeichnet,
daß das Umformersystem (20) einen Schwungradspeicher (50) mit einer Synchronmaschine (52) und einem mit dieser gekoppelten Schwungrad (54) umfaßt,
daß das Umformersystem (20) ein Umrichtersystem (40) aufweist, mit welchem der Schwungradspeicher (50) so mit der Umformermaschine (22) koppelbar ist, daß der Schwungradspeicher (50) Leistung von der Umformer maschine (22) aufnehmen oder an diese abgeben kann,
und daß eine Steuerung (80) vorgesehen ist, welche die Spannung des Stromversorgungsnetzes (10) erfaßt und das Umrichtersystem (40) so ansteuert, daß die Umformer maschine (22) durch Leistungsaufnahme oder Leistungsab gabe die Spannung des Stromversorgungsnetzes (10) auf einen vorgebbaren Wert stabilisiert.
eine Drossel (12), welche das Stromversorgungsnetz (10) mit einem Stromeinspeisenetz (14) verbindet,
ein an das Stromversorgungsnetz (10) angeschlossenes Um formersystem (20) mit einer einen Läufer (28) und min destens eine Drehstromwicklung (24) aufweisenden Umfor mermaschine (22),
dadurch gekennzeichnet,
daß das Umformersystem (20) einen Schwungradspeicher (50) mit einer Synchronmaschine (52) und einem mit dieser gekoppelten Schwungrad (54) umfaßt,
daß das Umformersystem (20) ein Umrichtersystem (40) aufweist, mit welchem der Schwungradspeicher (50) so mit der Umformermaschine (22) koppelbar ist, daß der Schwungradspeicher (50) Leistung von der Umformer maschine (22) aufnehmen oder an diese abgeben kann,
und daß eine Steuerung (80) vorgesehen ist, welche die Spannung des Stromversorgungsnetzes (10) erfaßt und das Umrichtersystem (40) so ansteuert, daß die Umformer maschine (22) durch Leistungsaufnahme oder Leistungsab gabe die Spannung des Stromversorgungsnetzes (10) auf einen vorgebbaren Wert stabilisiert.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Umrichtersystem (40) mindestens einen Umrichterkreis
(42) mit zwei über einen Gleichstromzwischenkreis (48)
gekoppelten Umrichtern (44, 46) umfaßt.
3. System nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder der Umrichter (44, 46)
zwischen einer Gleichrichterfunktion und einer Wechsel
richterfunktion umsteuerbar ist.
4. System nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Umrichter (44, 46) durch die Steuerung (80) so ansteuer
bar sind, daß in einem Umrichterkreis (42) einer der Um
richter (44, 46) in Gleichrichterfunktion und der andere
(46, 44) in Wechselrichterfunktion arbeitet.
5. System nach einem der Ansprüche 2 bis 4 dadurch gekenn
zeichnet, daß das Umrichtersystem (40) mehrere parallel
geschaltete Umrichterkreise (42a, b) umfaßt.
6. System nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Umrichter (44, 46) eines Umrichterkreises (42) von der
Steuerung (80) bevorzugt zur Leistungsabgabe an die Um
formermaschine (22) oder Leistungsaufnahme von der Um
formermaschine (22) einsetzbar sind.
7. System nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß in dem Gleichstromzwischenkreis (48) jedes
Umrichterkreises (42) eine Drossel (49) angeordnet ist.
8. System nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Drossel zwischen dem Stromein
speisenetz und dem Stromversorgungsnetz als Koppel
drossel (12) ausgebildet ist und daß die Umformer
maschine (22) mit einem Zwischenabgriff (12c) der
Koppeldrossel (12') verbunden ist.
9. System nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Gegenreaktanz der Koppeldrossel (12') ungefähr der sub
transienten Reaktanz der Umformermaschine (22) ent
spricht.
10. System nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Steuerung (80) die Spannung im
Stromeinspeisenetz (14) und die Spannung im Stromver
sorgungsnetz (10) erfaßt.
11. System nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die von der Umformermaschine (22)
erzeugte Spannung über eine Erregerwicklung (30) des
Läufers (28) steuerbar ist.
12. System nach Anspruch 11 dadurch gekennzeichnet, daß die
Erregerwicklung (30) bürstenlos erregbar ist.
13. System nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Erregung der Umformermaschine
(22) entsprechend der Spannung im Stromversorgungsnetz
(10) gesteuert ist.
14. System nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Umformermaschine (22) eine ein
zige Drehstromwicklung (24) aufweist, welche mit dem
Stromversorgungsnetz (10) und mit dem Umrichtersystem
(40) verbunden ist.
15. System nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Umformermaschine (22) eine erste
und eine zweite Drehstromwicklung (24, 26) aufweist.
16. System nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die
erste Drehstromwicklung (24) und die zweite Drehstrom
wicklung (26) dieselbe Polzahl aufweisen.
17. System nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Drehstromwicklung (24) und die zweite
Drehstromwicklung (26) in einem gemeinsamen Ständerpaket
(126) angeordnet sind.
18. System nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die
erste Drehstromwicklung (24) und die zweite Drehstrom
wicklung (26) in gesonderten Nuten angeordnet sind.
19. System nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Läufer (28) eine Dämpferwicklung
(128) aufweist.
20. System nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schwungradspeicher (50) ein um
eine vertikale Achse (104) rotierendes Schwungrad (54)
aufweist.
21. System nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß das
Schwungrad (54) in einem Lager (100) hängend angeordnet
ist.
22. System nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß das
Lager (100) als Magnetlager ausgebildet ist.
23. System nach einem der voranstehenden Ansprüche dadurch
gekennzeichnet, daß ein Läufer (58) der Synchronmaschine
(52) auf einer Welle (102) des Schwungrades (54) sitzt.
24. System nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß das
Schwungrad (54) auf einer dem Magnetlager (100) gegen
überliegenden Seite des Läufers (58) angeordnet ist.
25. System nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Synchronmaschine (52) eine Er
regermaschine (62) zugeordnet ist.
26. System nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Umformersystem (20) so dimensio
niert ist, daß es bei Ausfall einer Stromeinspeisung
durch das Stromeinspeisenetz (14) die gesamte im Strom
versorgungsnetz (10) verbrauchte Leistung liefert.
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