DE19719002A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Erheben von Gebühren für die Nutzung eines Telekommunikationsnetzes - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Erheben von Gebühren für die Nutzung eines TelekommunikationsnetzesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Erheben von Gebüh
ren für die Nutzung eines Telekommunikationsnetzes, insbesondere eines Mobil
funknetzes, mit einer Telekommunikationsvorrichtung, wobei die Telekommunikati
onsvorrichtung eine Speichereinrichtung für gebührenrelevante Informationen, insbe
sondere über die Höhe eines für die Nutzung zur Verfügung stehenden Geldbetrags,
umfaßt.
Ein Verfahren sowie eine Vorrichtung der in Rede stehenden Art sind seit geraumer
Zeit aus der Praxis bekannt. Die bekannte Vorrichtung sowie das bekannte Verfahren
finden ihre Anwendung bspw. bei öffentlichen Telekommunikationsvorrichtungen in
Form von Fernsprechern, bei denen die Erhebung von Gebühren für die Nutzung des
angeschlossenen Telekommunikationsnetzes über sogenannte Telefonkarten erfolgt.
Derartige Telefonkarten bilden eine Speichereinrichtung für gebührenrelevante In
formationen, d. h. im besonderen die Information über die Höhe eines für die Nutzung
zur Verfügung stehenden Geldbetrags.
Die bekannten, als Speichereinrichtung für gebührenrelevante Informationen dienen
den Telefonkarten sind an unterschiedlichen Verkaufsstellen erhältlich und ermögli
chen die Nutzung eines Telekommunikationsnetzes im Umfang des vorgegebenen
Kartenwertes. Während einer Nutzung des Telekommunikationsnetzes im Rahmen
von bspw. einer Sprechverbindung reduziert sich der Kartenwert entsprechend den
durch die Nutzung anfallenden Gebühren.
Bei dem bekannten Verfahren sowie bei der bekannten Vorrichtung ist problematisch,
daß die bekannten Telefonkarten nach Aufbrauchen des Kartenwerts nicht weiter
verwendbar sind und ggf. weggeschmissen werden müssen. Es handelt sich dabei
quasi um Einwegkarten. Daraus ergibt sich neben der Umweltschädlichkeit eines sol
chen Einwegsystems für einen Nutzer, der eine große Nutzungsreserve benötigt, der
große Nachteil, daß er zur Bereitstellung einer hohen Nutzungsreserve mehrere Te
lefonkarten bei sich führen muß. Dies ist äußerst unpraktisch und beeinträchtigt die
Flexibilität hinsichtlich der Nutzung des entsprechenden Telekommunikationsnetzes
erheblich, so daß die bekannte Vorrichtung sowie das bekannte Verfahren auch für
einen Netzbetreiber eine umsatzhemmende und damit wirtschaftlich ungünstige Si
tuation bedingen.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren sowie
eine Vorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, wonach eine umwelt
freundliche und flexible Nutzung eines Telekommunikationsnetzes mit einfachen
Mitteln erreicht ist.
Erfindungsgemäß wird die voranstehende Aufgabe hinsichtlich eines Verfahrens zum
Erheben von Gebühren für die Nutzung eines Telekommunikationsnetzes der in
Rede stehenden Art durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Danach ist
das in Rede stehende Verfahren derart ausgestaltet, daß zumindest die die Höhe des
Geldbetrags betreffende Information vor und/oder während und/oder nach einer Nut
zung verändert werden kann.
In erfindungsgemäßer Weise ist erkannt worden, daß die Möglichkeit der Verände
rung der die Höhe des Geldbetrags betreffenden Information die obige Aufgabe auf
überraschend einfache Weise löst. Durch das Verändern der Information kann insbe
sondere der zur Verfügung stehende Geldbetrag in geeigneter Weise erhöht werden.
Stellt der Nutzer bspw. vor der Nutzung fest, daß der Geldbetrag für die beabsichtigte
Nutzung nicht ausreichen wird, so kann er durch die Veränderung der die Höhe des
Geldbetrags betreffenden Information die für die beabsichtigte Nutzung erforderlichen
Bedingungen im voraus einstellen. Desgleichen ist es auch möglich, die die Höhe
des Geldbetrags betreffende Information während und/oder nach einer Nutzung zu
verändern. Wird bspw. nach einer Nutzung durch den Nutzer festgestellt, daß der
Geldbetrag sehr niedrig ist und ggf. für eine weitere Nutzung nicht mehr ausreicht, so
kann er unmittelbar nach der Nutzung die die Höhe des Geldbetrags betreffende In
formation derart verändern, daß die für eine weitere Nutzung erforderlichen Bedin
gungen hinsichtlich des Geldbetrags vorliegen.
Durch die erfindungsgemäße Veränderbarkeit der die Höhe des Geldbetrags betref
fenden Information ist es weiterhin möglich, die vorhandene Speichereinrichtung,
bspw. eine Telefonkarte, mehrfach zu verwenden, wodurch eine Umweltschädigung
durch das Wegwerfen verbrauchter bekannter Telefonkarten vermieden ist. Das Mit
führen mehrerer Telefonkarten zur Sicherstellung der erforderlichen Bedingungen
hinsichtlich einer hohen Nutzungsreserve ist nicht mehr erforderlich.
Damit ergibt sich für den Nutzer des Telekommunikationsnetzes eine sehr hohe Fle
xibilität hinsichtlich der Nutzung des Telekommunikationsnetzes. Des weiteren ist ein
Umsatzhemmnis und damit eine wirtschaftlich nachteilige Situation für einen Netzbe
treiber aufgehoben.
Folglich ist mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ein Verfahren angegeben, wo
nach eine umweltfreundliche und flexible Nutzung eines Telekommunikationsnetzes
mit einfachen Mitteln erreicht ist.
Im Hinblick auf einen möglichst hohen Informationsgehalt könnten die Informationen
die Art der Telekommunikationsnutzung, die Telekommunikationsentfernung, die
Nutzungsdauer, den Nutzungszeitpunkt, den aktuellen Gebührentarif und/oder die
während einer Nutzung anfallenden Nutzungsgebühren umfassen. Hierdurch wäre
eine umfassende Kontrollmöglichkeit der Telekommunikationsaktivitäten durch den
Nutzer gegeben. Hierbei könnten sämtliche Informationen vor und/oder während
und/oder nach einer Nutzung - je nach Erfordernis automatisch - verändert werden.
Die Informationen könnten auch die Nutzeridentifikation, bspw. Name und/oder Kun
dennummer, und/oder die Bankverbindung, bspw. der Name des Bankinstituts, die
Bankleitzahl und die Kontonummer, und/oder Nutzerbonitätskriterien, bspw. die Kre
ditwürdigkeit oder ein Kreditlimit für die Höhe eines für die Nutzung zur Verfügung
stehenden Geldbetrags, und/oder ein akkumuliertes Gebühren- oder Nutzungsauf
kommen oder Nutzungsverhalten über einen bestimmten Zeitraum umfassen.
Zur Gewährleistung eines besonders komfortablen Verfahrens könnte die Höhe des
Geldbetrags während der Nutzung kontinuierlich, der Art der Telekommunikations
nutzung und/oder der Telekommunikationsentfernung und/oder der Nutzungsdauer
und/oder dem aktuell gültigen Gebührentarif entsprechend reduziert werden. Hierzu
würden die jeweiligen bereits abgespeicherten Informationen vor der Nutzung aus
der Speichereinrichtung ausgelesen und während der Nutzung neu in die Speicher
einrichtung eingelesen werden. Dies hätte quasi einen ständigen Lese- und Schreib
vorgang durch die Telekommunikationsvorrichtung bzw. eine zugeordnete Schreib-
Lese-Einrichtung zur folge.
Bei Unterschreiten einer vorgebbaren Höhe des Geldbetrags könnte die Nutzung zur
Sicherstellung einer korrekten Erhebung und Abrechnung der Gebühren unterbunden
werden. Für ein solches Unterbinden könnten auch andere gebührenrelevante Infor
mationen verwendet werden. Letztlich wird das Verhalten der Telekommunikations
vorrichtung über die gebührenrelevanten Informationen gesteuert. In besonders ein
facher Weise könnte die vorgebbare Höhe des Geldbetrags Null sein.
Die Nutzung könnte auch nach Überschreiten eines vorgebbaren zeitlichen
Nutzungsaufkommens, insbesondere eines Monats, unterbunden werden. Damit
wäre ein nachträgliches Entrichten der Gebühren möglich, wenn eine auf den vor
gebbaren Zeitraum abgestimmte und ggf. hinsichtlich der Höhe des zur Verfügung
stehenden Geldbetrags limitierte Kreditierung vorläge.
Je nach Erfordernis oder durch die individuelle Telekommunikationsvorrichtung vor
gegebenen Randbedingungen könnte die Speichereinrichtung elektronisch und/oder
magnetisch und/oder optisch arbeiten.
In einer besonders kompakten Ausgestaltung könnte die Speichereinrichtung in die
Telekommunikationsvorrichtung integriert sein. Dabei könnte die Speichereinrichtung
im Hinblick auf ein besonders flexibles Verändern der Informationen aus der Tele
kommunikationsvorrichtung herausnehmbar oder von dieser abnehmbar und an
schließend einer Vorrichtung zuführbar sein, die eine Veränderung der Informationen
ermöglicht. Hinsichtlich einer einfachen Ansteuerung der Speichereinrichtung könnte
die Speichereinrichtung in einen Mikroprozessor integriert sein. Dabei wäre es auch
denkbar, daß die Speichereinrichtung selbst ein Mikroprozessor ist.
In einer besonders einfachen und vielseitigen Ausgestaltung könnte die Veränderung
der Information über einen mit der Speichereinrichtung in Kommunikation bringbaren
separaten Informationsträger erfolgen. Dabei könnte der Informationsträger derart
konditioniert werden, daß sofort bei der Herstellung der Kommunikation mit der Spei
chereinrichtung ein Informationsfluß zwischen Informationsträger und Speicherein
richtung stattfindet. Zusätzlich könnten die Informationen auch über den Informati
onsträger aus der Speichereinrichtung ausgelesen werden. Dabei wäre es möglich,
in der Speichereinrichtung abgespeicherte Informationen über eine andere geeignete
Einrichtung - bspw. ein Sichtgerät - darzustellen und dann wiederum den Informati
onsträger in gewünschter Weise zu konditionieren bzw. zu manipulieren.
Im Hinblick auf eine besonders kostengünstige Ausgestaltung könnte der Informati
onsträger eine Chipkarte und/oder eine Magnetstreifenkarte sein. Je nach Erfordernis
könnte der Informationsträger auch optisch arbeiten.
Zum Erreichen eines besonders hohen Universalitätsgrads und im Hinblick auf einen
besonders einfachen Aufbau der Telekommunikationsvorrichtung könnte die Spei
chereinrichtung eine Chipkarte und/oder eine Magnetstreifenkarte sein. Eine derar
tige, als Chipkarte und/oder als Magnetstreifenkarte ausgebildete Speichereinrich
tung könnte zusätzlich zu einem separaten Informationsträger vorgesehen sein oder
könnte selbst als Informationsträger der oben beschriebenen Art dienen.
Grundsätzlich könnte die Verarbeitung der Informationen in einem Mikroprozessor
erfolgen. Dieser Mikroprozessor könnte dann auch als Informationsträger der obigen
Art eingesetzt werden. Bei Einsatz einer Chipkarte als Speichereinrichtung und/oder
als Informationsträger könnte die Chipkarte bei Einsatz des Verfahrens in einem Mo
bilfunknetz die "Freischaltungskarte", bzw. die Netzkarte des jeweiligen Mobilfunknet
zes sein. Damit hätte der Benutzer in universeller Weise die Netzkarte, die Speicher
einrichtung und/oder den Informationsträger in einer Karte integriert. Der Informati
onsträger und/oder die Speichereinrichtung könnten - ggf. mit Netzkartenfunktion -
zusätzlich oder alternativ hierzu in eine Kreditkarte integriert sein. Dabei ist auch die
Integration in bekannte Geld-, Geldautomaten-, Telefon- oder PIN-Karten jeglicher
Art denkbar.
In besonders flexibler Weise könnte der Informationsträger und/oder die Speicherein
richtung gegen gleichartige Informationsträger bzw. Speichereinrichtungen aus
tauschbar sein. Damit wäre gewährleistet, daß unterschiedliche Benutzer jeweils ih
ren eigenen Informationsträger und/oder ihre eigene Speichereinrichtung bei bspw.
einer einzigen vorhandenen Telekommunikationsvorrichtung einsetzen könnten. So
mit wäre eine dem jeweiligen Nutzer zugeordnete Erhebung bzw. Abrechnung von
Gebühren möglich.
Die Austauschbarkeit der Informationsträger und/oder Speichereinrichtungen ermög
licht auch einen nachträglichen Kauf weiterer gleichartiger Informationsträger
und/oder Speichereinrichtungen zur Fortführung der Telekommunikationsnutzung.
Damit wäre eine Bargeldvergebührung durch Bargeldeinsatz gegeben. Damit wäre
die Aquisition von nicht geschäftsfähigen oder kreditfähigen Personen ermöglicht.
Grundsätzlich ist festzuhalten, daß gebührenrelevante Informationen in beliebiger
Weise auf dem Informationsträger und/oder der Speichereinrichtung abgespeichert
bzw. aufgebucht werden können. Dieser Vorgang kann beliebig oft erfolgen.
Im Hinblick auf eine besonders einfache Veränderung der Information, insbesondere
über die Höhe des Geldbetrags, könnte die Veränderung der Information in dem In
formationsträger und/oder in der Speichereinrichtung mittels einer mit einem Geldin
stitut kommunizierenden Schreib-Lese-Einheit erfolgen. Hierdurch wäre ein bargeld
loser Zahlungsausgleich zum Entrichten von Gebühren für die Nutzung eines Tele
kommunikationsnetzes erreicht. In weiterhin besonders einfacher Weise könnte die
Schreib-Lese-Einheit ein Geldautomat sein, wie er schon seit langem zum Abheben
von Bargeld oder auch zur Durchführung unterschiedlicher Abfragen hinsichtlich
Kontodaten bekannt ist und eingesetzt wird.
In besonders praktischer Weise könnte die Schreib-Lese-Einheit in die Telekommu
nikationsvorrichtung integriert oder dieser zugeordnet sein. Hierbei wäre ein ansteck
bares Modul mit einem Kartenschlitz denkbar. Damit könnte die Information über eine
Telekommunikationsverbindung mit einem Geldinstitut direkt mittels der Telekom
munikationsvorrichtung verändert werden. Hierdurch könnte ein einfaches Aufladen
der Speichereinrichtung hinsichtlich der Höhe des für die Nutzung zur Verfügung
stehenden Geldbetrags erreicht werden.
Je nach Erfordernis oder verwendeter Speichereinrichtung könnte die Schreib-Lese-Einheit
elektronisch und/oder magnetisch und/oder optisch arbeiten. Zur Gewährlei
stung eines reparaturfreundlichen Aufbaus der Telekommunikationsvorrichtung
könnte die Schreib-Lese-Einheit aus der Telekommunikationsvorrichtung entnehmbar
oder von dieser abnehmbar sein.
Grundsätzlich bleibt festzuhalten, daß die Entrichtung von Gebühren für die Nutzung
eines Telekommunikationsnetzes durch einen Nutzer selbst in flexibler Weise durch
geführt werden kann. Zur Durchführung des Verfahrens könnten als Teilnehmer zum
einen der Telekommunikationsnetzbetreiber sowie die für den Zahlungsausgleich der
Nutzung zuständigen Institutionen bzw. Geldinstitute, jedoch auch weitere Dritte vor
gesehen sein.
Die Entrichtung der Gebühren durch den Nutzer selbst in Form eines Informations
übertrags bzw. -austauschs von der Telekommunikationsvorrichtung zu einem Geld
institut bzw. einer geeigneten Zahlstelle oder auch der Kartenerwerb durch Barzah
lung oder durch Abbuchung von einem vorhandenen Kontoguthaben bringt eine we
sentliche Kostenersparnis für den Netzbetreiber, da kein aufwendiges zentrales Er
hebungsverfahren durch den Netzbetreiber mehr erforderlich ist. Ungeachtet dessen
könnten dem Netzbetreiber Gebühreninformationen in Form von bspw. mitgezählten
Gebührentakten oder bereits errechneten Gebühreneinheiten einer erfolgten Ge
sprächsverbindung übermittelt werden. Diese Informationen könnten dann zur Kon
trolle bzgl. der entrichteten Zahlungen durch den Nutzer verwendet werden.
Hinsichtlich eines vielseitigen Einsatzbereichs des angegebenen Verfahrens könnte
das Telekommunikationsnetz auch ein dezentral organisiertes Netz sein. Ein derarti
ges Netz, das bspw. aus einzelnen Mobilfunkendgeräten sowie Mobilfunkrelais be
steht, ist aus der deutschen Patentanmeldung 195 35 021.9, die auf den Anmelder
zurückgeht, beschrieben. Bei einem derartigen Telekommunikationsnetz ist wesent
lich, daß das Netz nicht durch eine zentrale Betreiberstelle, sondern vollkommen de
zentral über die als Endgeräte sowie als Relais wirkenden Telekommunikationsvor
richtungen betrieben wird. Insbesondere das Erheben von Gebühren erfolgt bei de
zentral organisierten Netzen nicht über einen zentralen Betriebsrechner, sondern di
rekt innerhalb der Telekommunikationsvorrichtung. Es besteht somit keine Telekom
munikationsverbindung zwischen einer Zentralstelle und den Telekommunikations
vorrichtungen und keine zentrale Netzverwaltung. Dabei werden die gebührenrele
vanten Informationen dezentral durch die Telekommunikationsvorrichtung generiert
bzw. erhoben. Jeglicher Abrechnungsvorgang erfolgt direkt und dezentral über die
jeweilige Telekommunikationsvorrichtung, die bspw. ein Endteilnehmergerät sein
kann.
Hinsichtlich einer Vorrichtung wird die voranstehende Aufgabe durch die Merkmale
des Patentanspruches 28 gelöst. Danach ist die in Rede stehende Vorrichtung derart
ausgestaltet, daß zumindest die die Höhe des Geldbetrags betreffende Information
vor und/oder während und/oder nach einer Nutzung veränderbar ist.
Auch eine derartige Vorrichtung kann in einem dezentral organisierten Telekommuni
kationsnetz eingesetzt werden. Bei einer Telekommunikationsnutzung registriert
dann bspw. die Telekommunikationsvorrichtung - bspw. ein Endteilnehmergerät - die
gebührenrelevanten Informationen und schreibt diese Informationen nach und/oder
während der Nutzung des Endgeräts in die Speichereinrichtung ein. Bei jeder erneu
ten Nutzung liest das Endgerät die bisher akkumulierte gebührenrelevante Informa
tion aus und unterbindet automatisch eine weitere Nutzung, sobald ein gewisses
Nutzungsaufkommen erreicht ist bzw. eine vorgebbare Höhe des Geldbetrags unter
schritten ist. Das Erheben von Gebühren erfolgt dann nicht über einen zentralen Be
triebsrechner eines zentral organisierten Netzes, sondern direkt über die Telekom
munikationsvorrichtung oder über den Nutzer, der die die Höhe des Geldbetrags be
treffende Information in der Speichereinrichtung vor einer Nutzung verändert hat. Da
bei ist wesentlich, daß bereits vor einer Telekommunikationsnutzung ein entspre
chend hoher Gebührenbetrag entrichtet sein muß, damit eine Nutzung erfolgen kann.
Dies bringt dem Netzbetreiber eine erhöhte Absicherung hinsichtlich der Einbringbar
keit der Gebühren, da der Netzbetreiber nicht zuerst seine Leistung in Form des
Netzzugangs erbringen muß und erst anschließend die Gebühren hierfür erhält, son
dern umgekehrt zuerst die Gebühren erhält.
Insbesondere in einem dezentral organisierten Telekommunikationsnetz der oben
beschriebenen Art könnten die Informationen das Endteilnehmerschnittstellenver
halten und das Relaisverhalten dieser Geräte steuern.
Zur einfachen Veränderung der Information, insbesondere über die Höhe des für die
Nutzung zur Verfügung stehenden Geldbetrags, könnte die Schreib-Lese-Einheit, die
die Informationen in der Speichereinrichtung abspeichert oder aus dieser ausliest
dieselbe Schreib-Lese-Einheit sein, die mit einem Geldinstitut kommunizieren kann.
Abschließend sei ganz besonders hervorgehoben, daß das erfindungsgemäße Ver
fahren sowie die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Erheben von Gebühren für die
Nutzung eines Telekommunikationsnetzes sowohl in einem herkömmlichen zentral
organisierten als auch in einem dezentral organisierten Telekommunikationsnetz ein
gesetzt werden können.
Claims (30)
1. Verfahren zum Erheben von Gebühren für die Nutzung eines Telekommunika
tionsnetzes, insbesondere eines Mobilfunknetzes, mit einer Telekommunikationsvor
richtung, wobei die Telekommunikationsvorrichtung eine Speichereinrichtung für ge
bührenrelevante Informationen, insbesondere über die Höhe eines für die Nutzung
zur Verfügung stehenden Geldbetrags, umfaßt,
dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die die Höhe des Geldbetrags
betreffende Information vor und/oder während und/oder nach einer Nutzung verän
dert werden kann.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Informationen
die Art der Telekommunikationsnutzung, die Telekommunikationsentfernung, die
Nutzungsdauer, den Nutzungszeitpunkt, den aktuellen Gebührentarif und/oder die
während einer Nutzung anfallenden Nutzungsgebühren umfassen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Informa
tionen die Nutzeridentifikation, bspw. Name und/oder Kundennummer, und/oder die
Bankverbindung, bspw. der Name des Bankinstituts, die Bankleitzahl und die Konto
nummer, und/oder Nutzerbonitätskriterien, bspw. die Kreditwürdigkeit oder ein Kredit
limit für die Höhe eines für die Nutzung zur Verfügung stehenden Geldbetrags,
und/oder ein akkumuliertes Gebühren- oder Nutzungsaufkommen oder Nutzungsver
halten über einen bestimmten Zeitraum umfassen.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
sämtliche Informationen vor und/oder während und/oder nach einer Nutzung verän
dert werden können.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Höhe des Geldbetrags während der Nutzung kontinuierlich, der Art der Telekom
munikationsnutzung und/oder der Telekommunikationsentfernung und/oder der Nut
zungsdauer und/oder dem aktuell gültigen Gebührentarif entsprechend reduziert
wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Nutzung bei Unterschreiten einer vorgebbaren Höhe des Geldbetrags unterbun
den wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die vorgebbare
Höhe Null ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Nutzung nach Überschreiten eines vorgebbaren zeitlichen Nutzungsaufkommens
insbesondere eines Monats, unterbunden wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Speichereinrichtung elektronisch und/oder magnetisch und/oder optisch arbeitet.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Speichereinrichtung in die Telekommunikationsvorrichtung integriert ist.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Speichereinrichtung aus der Telekommunikationsvorrichtung herausnehmbar
oder von dieser abnehmbar ist.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die Speichereinrichtung in einen Mikroprozessor integriert ist.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die Veränderung der Information über einen mit der Speichereinrichtung in Kommu
nikation bringbaren separaten Informationsträger erfolgt.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Informationen
über den Informationsträger aus der Speichereinrichtung ausgelesen werden können.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß der In
formationsträger eine Chipkarte ist.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß
der Informationsträger eine Magnetstreifenkarte ist.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß
der Informationsträger optisch arbeitet.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß
die Speichereinrichtung eine Chipkarte ist.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß
die Speichereinrichtung eine Magnetstreifenkarte ist.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß
der Informationsträger und/oder die Speichereinrichtung in eine Kreditkarte, Geld
karte, Geldautomatenkarte, Telefonkarte oder in eine beliebige PIN-Karte integriert
sind bzw. ist.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß
der Informationsträger und/oder die Speichereinrichtung gegen gleichartige Informa
tionsträger bzw. Speichereinrichtungen austauschbar sind bzw. ist.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß
die Veränderung der Information in dem Informationsträger und/oder in der Speicher
einrichtung mittels einer mit einem Geldinstitut kommunizierenden Schreib-Lese-Ein
heit erfolgt.
23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Schreib-Lese-Einheit
ein Geldautomat ist.
24. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Schreib-Lese-Einheit
in die Telekommunikationsvorrichtung integriert oder dieser zugeordnet ist.
25. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schreib-Lese-Einheit elektronisch und/oder magnetisch und/oder optisch arbeitet.
26. Verfahren nach Anspruch 24 und ggf. 25, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schreib-Lese-Einheit aus der Telekommunikationsvorrichtung entnehmbar oder von
dieser abnehmbar ist.
27. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß
das Telekommunikationsnetz ein dezentral organisiertes Netz ist.
28. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß
die gebührenrelevanten Informationen dezentral durch die Telekommunikationsvor
richtung generiert bzw. erhoben werden.
29. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß
die Telekommunikationsvorrichtung ein Endteilnehmergerät ist.
30. Vorrichtung zum Erheben von Gebühren für die Nutzung eines Telekommuni
kationsnetzes, insbesondere eines Mobilfunknetzes, insbesondere zur Durchführung
des Verfahrens nach einem der Patentansprüche 1 bis 29, mit einer Telekommunika
tionsvorrichtung, wobei die Telekommunikationsvorrichtung eine Speichereinrichtung
für gebührenrelevante Informationen, insbesondere über die Höhe eines für die Nut
zung zur Verfügung stehenden Geldbetrags, umfaßt,
dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die die Höhe des Geldbetrags
betreffende Information vor und/oder während und/oder nach einer Nutzung verän
derbar ist.
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|---|---|---|---|
| DE19719002A DE19719002A1 (de) | 1996-05-14 | 1997-05-06 | Verfahren und Vorrichtung zum Erheben von Gebühren für die Nutzung eines Telekommunikationsnetzes |
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| DE19719002A DE19719002A1 (de) | 1996-05-14 | 1997-05-06 | Verfahren und Vorrichtung zum Erheben von Gebühren für die Nutzung eines Telekommunikationsnetzes |
Publications (1)
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|---|---|
| DE19719002A1 true DE19719002A1 (de) | 1997-11-27 |
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| DE19719002A Ceased DE19719002A1 (de) | 1996-05-14 | 1997-05-06 | Verfahren und Vorrichtung zum Erheben von Gebühren für die Nutzung eines Telekommunikationsnetzes |
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| AU (1) | AU2891697A (de) |
| DE (1) | DE19719002A1 (de) |
| WO (1) | WO1997043851A1 (de) |
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