DE19732402A1 - Elektrische Busanordnung und Verfahren zum Minimieren der Induktanz in einer elektrischen Busanordnung - Google Patents
Elektrische Busanordnung und Verfahren zum Minimieren der Induktanz in einer elektrischen BusanordnungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine elektrische Busanordnung
zur Gleichstromversorgung von Schaltungselementen, ins
besondere für einen Wechselrichter, mit einer ersten
und einer zweiten Platte, die unter Zwischenlage einer
Isolierschicht parallel zueinander angeordnet sind,
wobei die erste Platte erste Anschlüsse von Schaltungs
elementen einer ersten Gruppe mit ersten Anschlüssen
von Schaltungselementen einer zweiten Gruppe verbindet
und die zweite Platte zweite Anschlüsse der Schaltungs
elemente der ersten Gruppe mit zweiten Anschlüssen der
Schaltungselemente der zweiten Gruppe verbindet. Ferner
betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Minimieren der
Induktanz in einer elektrischen Busanordnung zur
Gleichstromversorgung von schaltenden Schaltungselemen
ten, bei der der Strom in einer ersten Platte der Bus
anordnung in eine Richtung und in einer dazu parallelen
und dicht benachbarten zweiten Platte der Busanordnung
in die entgegengesetzte Richtung fließt.
Die Erfindung soll im folgenden anhand eines Frequenz
umrichters oder kurz Umrichters beschrieben werden,
wenngleich sie auch bei anderen Einsatzfällen denkbar
und möglich ist. Ein derartiger Umrichter richtet zu
nächst elektrische Spannung aus einem Netz gleich und
stellt sie in einem Zwischenkreis als Gleichspannung
zur Verfügung. Im Zwischenkreis ist üblicherweise eine
Spule und ein Kondensatorblock angeordnet, der seiner
seits wiederum mit einer Schaltanordnung verbunden ist,
die durch Ein- und Ausschalten von Schaltern einen ein- oder
mehrphasigen Wechselstrom erzeugt. Die Schalt
anordnung steuert beispielsweise über die Frequenz die
Geschwindigkeit von elektrischen Ein- oder Mehrphasen
motoren. Um die Leistungsverluste des Umrichters zu
begrenzen, ist eine hohe Schaltgeschwindigkeit erfor
derlich. Ein Sonderfall ist ein einfacher Wechselrich
ter, bei dem die Gleichspannung aus einer anderen Quel
le stammt.
Ein Hochgeschwindigkeitsschalten bedeutet allerdings
eine starke zeitliche Stromänderung, d. h. ein hohes
di/dt. Dementsprechend werden beim Umschalten wegen der
Induktivität der Busanordnung hohe Spannungspitzen in
duziert. Die induzierten Spannungsspitzen v ergeben
sich aus der bekannten Beziehung v = L.di/dt. Es ist
deswegen von größter Wichtigkeit, die Induktivität L
und damit die Induktanz der Busanordnung so klein wie
möglich zu halten.
Um die Induktanz kleinzuhalten, sollten die Leiter der
Busanordnung so kurz, dünn und breit wie möglich sein.
Wenn man Leitungen mit gleichen, aber entgegengesetzt
gerichteten Strömen so anordnet, daß sie eng benachbart
und überlappend zueinander sind, wird der magnetische
Fluß, der durch die entgegengerichteten Ströme erzeugt
wird, weitgehend eliminiert werden. Insgesamt wird der
magnetische Fluß um die Leitungen im wesentlichen Null.
Somit bewirken Stromänderungen nur kleine Flußänderun
gen, wodurch der effektive Blindwiderstand oder die
Induktanz der Busleitungen drastisch vermindert wird.
Es ist deswegen allgemein bekannt, die Busanordnung
laminiert auszubilden, d. h. mit einer positiven Lei
tung, einer Isolierschicht und einer negativen Leitung,
die einander überlappend angeordnet sind. Diese Leitun
gen oder Leitschienen führen Ströme von gleichen Ampli
tuden und entgegengesetzten Richtungen von und zu der
Kondensatoranordnung, um dadurch den erzeugten magneti
schen Fluß durch die Schaltströme in den Busleitungs
schienen zu eliminieren.
Beispielsweise beschreibt JP 62 040069 A eine geschich
tete Busanordnung mit einem daran montierten Kondensa
tor. Die Busanordnung hat Beine, die sich zu Schal
tungselementen erstrecken. Die Verbindungsbeine haben
jedoch eine ungleiche Länge, da die Beine der negativen
Platte zumindest um die Dicke der Busanordnung überste
hen. Darüber hinaus wird der Kondensator auf Beinen
montiert, die von der Busanordnung abstehen, wodurch
der Kondensator auf einer Kante der Busanordnung mon
tiert wird, was mehr Raum benötigt.
Eine andere Busanordnung ist aus US 5 132 896 bekannt.
Auch hier sind die Leiterschienen als Platten ausgebil
det, nämlich eine positive Platte, die Pole von Lei
stungsschaltern mit Polen der Kondensatoren verbinden,
und einer negativen Platte, die die anderen Pole der
Leistungsschalter mit den anderen Polen der Kondensato
ren verbinden. Die negative und die positive Platte
sind durch eine Isolationsschicht getrennt und auf den
Schaltungskomponenten mit Hilfe von Schrauben befe
stigt. Charakteristisch für diese Konstruktion ist die
gemeinsame Verwendung der Busanordnung mit den Leiter
schienen für die Stromübertragung und die Wärmeablei
tung.
JP 04 133669 A zeigt eine laminierte Busanordnung mit
einer positiven und einer negativen Platte, einer Iso
lationsplatte und einer Mittelpunktplatte. Die Mittel
punktplatte wird verwendet, um zwei Kondensatoren in
Reihe zu schalten. Die Mittelpunktplatte ist hierbei in
der selben Ebene angeordnet wie die positive Platte.
Die Platten der Busanordnung dienen hierbei als Verbin
der zwischen dem Kondensator und einem Gleichrichter
und als eine Leitung zwischen dem Kondensator und den
Schaltern, wenn die Kondensatoren ihre Energie durch
die Schalter abgeben.
Man hat in den bekannten Busanordnungen (unter "Bus
anordnung" soll hier und im folgenden eine Anordnung
von Leitungen verstanden werden), zwar bereits einen
hohen Grad der Flußminimierung erreicht. Dennoch zeigen
sich größere Bereiche in der Busanordnungen, in denen
die Busplatten einander nicht überlappen und deswegen
nichts zur Flußverminderung beitragen. Diese "blinden"
Flecke sind in den Bereichen angeordnet, wo die Lei
stungskomponenten (hier und im folgenden auch
"Schaltungskomponenten" genannt) mit den Busplatten
verbunden sind. In der genannten US 5 132 896 hat die
negative Platte eine Z-Form an ihrem Ende und ist an
den ersten Polen der Schaltungselemente montiert, wäh
rend die positive Platte ebenfalls eine Z-Form an ihrem
Ende hat. Sie ist parallel und dicht an der negativen
Platte montiert. Sie steht aber über die negative Plat
te vor, um die zweiten Pole der Schaltungselemente zu
erreichen. Da die positive Platte länger als die nega
tive Platte ist, ergibt sich ein nicht mehr zu vernach
lässigender Bereich, bei dem die Kompensation für den
magnetischen Fluß fehlt, der während der Stromübertra
gung vom Kondensator zu den Schaltungselementen ent
steht. Außerdem wird ein magnetischer Fluß durch einen
induktiven Strom erzeugt, der in Querrichtung fließt,
und zwar von einem Kollektor zu einem anderen, und der
nicht kompensiert wird. Diese fehlende Kompensierung
führt zu einer Begrenzung der Schaltfrequenzen. Wie
oben erwähnt, verursachen die parasitären Reaktanzen
Überspannungen, die über die Nenndaten der Schaltungse
lemente hinausgehen. Hierdurch wird entweder die Le
bensdauer herabgesetzt oder die Schaltungselemente wer
den sogar zerstört.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Schalt
frequenz erhöhten zu können, ohne die Schaltungselemen
te zu gefährden.
Diese Aufgabe wird bei einer elektrischen Busanordnung
der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß sich die
erste und die zweite Platte im Bereich der Schaltungse
lemente der zweiten Gruppe mit Anschlußfortsätzen ver
zweigen, die jeweils in unterschiedlichen Richtungen
gerichtet sind, und die erste und die zweite Platte vom
Zusammentreffen der Anschlußfortsätze an parallel ver
laufen.
Damit erreicht man eine gegenseitige Überdeckung der
beiden Platten im stromführenden Bereich, die bis zu
der Verzweigung reicht. Erst ab der Verzweigung findet
die Eliminierung des magnetischen Flusses durch entge
gengerichtet verlaufende Ströme nicht mehr statt. Da es
sich aber nur um Anschlußfortsätze handelt und nicht
mehr um ganze Plattenbereiche, sind die nicht kompen
sierten Leiterbereiche relativ kleine.
Vorzugsweise liegen die Anschlußfortsätze in einer Ebe
ne, die mit einer Ebene, zu der die Platten parallel
liegen, nicht parallel ist. Mit anderen Worten kombi
niert man hier zwei Forderungen. Zum einen müssen die
Anschlußfortsätze selbst in einer Ebene liegen, die für
die Anschlußfortsätze der ersten und der zweiten Platte
gemeinsam ist. Diese Ebene ist aber nicht gleich der
Ebene, in der die beiden Platten der Busanordnung lie
gen. Damit erreicht man eine geometrische Entkopplung.
An den Anschlußfortsätze steht genügend Raum für die
Montage der Schaltungselemente zur Verfügung. Die Plat
ten stehen hierzu in einem Winkel ab.
Hierbei ist besonders bevorzugt, daß die Anschlußfort
sätze unter einem Winkel von 90° zu den Platten stehen.
Damit wird es möglich, die Verzweigung der beiden Plat
ten im Bereich Ihrer Anschlußfortsätze in die geometri
sche Ebene zu verlegen, die durch die Anschlüsse oder
Pole der Schaltungselemente definiert ist. Darüber hin
aus ist es bei dieser Ausgestaltung möglich, die beiden
Platten senkrecht zu dieser Ebene anzuordnen, was den
Vorteil hat, daß alle anderen Elemente, beispielsweise
die Schaltungselemente der ersten Gruppe, die an den
Platten montiert sind, leichter zugänglich sind und
auch besser gekühlt werden können, beispielsweise durch
Konvektion.
Vorteilhafterweise sind die Anschlußfortsätze gleich
lang. Damit liegen die Platten in der Mitte zwischen
den beiden Polen. Die Ausbildung ist demnach symme
trisch. Der magnetische Fluß in den beiden Anschluß
fortsätzen wird zwar nicht mehr kompensiert. Da es sich
aber hier nur um recht kleine Flächenbereiche handelt,
kann dies toleriert werden.
Vorzugsweise sind beide Platten gleich weit von den
ersten Anschlüssen und von den zweiten Anschlüssen der
Schaltungselemente der zweiten Gruppe entfernt. Damit
ergibt sich eine symmetrische Anordnung, und man er
reicht auf diese Weise leichter eine gegenseitige Kom
pensation der Ströme.
Mit Vorteil stehen die Schaltungselemente der ersten
Gruppe senkrecht zu den Platten. Dies erleichtert die
Montage. Auch die Kühlung ist, wie oben angegeben, ein
facher. Es steht eine relativ große Fläche zur Verfü
gung, über die Wärme abgeführt werden kann.
Vorzugsweise ist die erste Platte in zwei in der glei
chen Ebene angeordnete Teilplatten aufgeteilt. Man kann
die eine Teilplatte nun als Verbindung zu den Anschlüs
sen der Schaltungselemente der zweiten Gruppe nutzen
und die andere Teilplatte dazu verwenden, bestimmte
Schaltungskonfigurationen im Hinblick auf die Schal
tungselemente der ersten Gruppe zu realisieren.
Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Teilplat
te, die nicht den Anschlußfortsatz aufweist, auf einem
Potential im Bereich der Mitte zwischen den Potentialen
der ersten und der zweiten Anschlüsse liegt. Beispiels
weise kann diese Teilplatte dazu verwendet werden, zwei
Kondensatorgruppen in Reihe zu schalten. Es spielt
hierbei keine Rolle, daß die beiden Teilplatten auf
unterschiedlichen Potentialen liegen. Entscheidend ist
vielmehr, daß sie vom Strom in der gleichen Richtung
durchflossen werden. Da dies der Fall ist, bilden beide
Teilplatten funktional zusammen die erste Platte.
Die Lösung der oben genannten Aufgabe ergibt sich al
ternativ oder zusätzlich auch dadurch, daß die erste
Platte mit mehreren ersten Leitungsbereichen und die
zweite Platte mit einer entsprechenden Anzahl von zwei
ten Leitungsbereichen versehen sind, wobei die ersten
Leitungsbereiche jeweils die ersten Anschlüsse der
Schaltungselemente der zweiten Gruppe miteinander oder
mit einem ersten Versorgungsanschluß und die zweiten
Leitungsbereiche jeweils die zweiten Anschlüsse der
Schaltungselemente der zweiten Gruppe miteinander oder
mit einem zweiten Versorgungsanschluß verbinden und
einander entsprechende erste und zweite Leitungsberei
che einander überdeckend angeordnet sind, und wobei die
Schaltungselemente so betrieben werden, daß die Summe
der Ströme in einander entsprechenden ersten und zwei
ten Leitungsbereichen vor und nach einem Schaltvorgang
gleich ist.
Mit den zuvor genannten Maßnahmen kann man erreichen,
daß die Induktanz der gesamten Busanordnung klein
bleibt, weil der Fluß dadurch stark vermindert wird,
daß einander entgegengesetzt gerichtete Ströme in den
beiden Platten fließen. Mit der hier vorgestellten wei
teren Maßnahme wird zwar der Fluß nicht kompensiert,
also durch entgegengesetzt gerichtete Ströme vermin
dert, sondern es werden nur Flußänderungen klein gehal
ten. Dies läßt sich am einfachsten anhand des Wechsel
richterabschnitts eines mehrphasigen Umrichters erläu
tern. Ein Drei-Phasen-Wechselrichter weist beispiels
weise sechs gesteuerte Schalter auf, die durch anti
parallel geschaltete Freilaufdioden überbrückt sind.
Die Schalter sind beispielsweise durch Feldeffekttran
sistoren (FET) oder durch bipolare Transistoren mit
isolierter Steuerelektrode gebildet. Jeder Leitungs
zweig, in dem zwei Schalter hintereinander angeordnet
sind, ist über den Mittelabgriff mit einem Verbraucher
verbunden. Der Strom fließt nun durch einen Schalter in
einem Zweig, dann durch mindestens zwei Phasen des Ver
brauchers und dann durch einen Schalter eines anderen
Zweiges zurück. Hierbei fließt der Strom durch Lei
tungsstrecken, die von der Versorgungsleitung zu dem
entsprechenden Ausgang des Schalters gelegt sind. Wenn
nun der Schalter geöffnet wird, kann der Strom nicht
mehr hindurchfließen. Er sucht sich dann einen Weg über
die Freilaufdiode des anderen Schalters im gleichen
Brückenzweig. Dementsprechend fließt er durch die ande
re Versorgungsleitung. Wenn man nun die beiden Versor
gungsleitungen auf den Platten so einrichtet, daß sie
einander überlappen, dann fließt vor dem Öffnen dies
Schalters der Strom auf der einen Platte und nach dem
Öffnen auf der anderen Platte, dies aber immer im glei
chen Bereich und in der gleichen Richtung. Dementspre
chend ändert sich der Fluß praktisch nicht. Man ist
hierbei nicht einmal darauf festgelegt, daß der Strom
in konkreten Leiterbahnen fließt, wenngleich dies na
türlich die Ausgestaltung erleichtert. Wenn die beiden
Platten von ihrer physikalischen Eigenschaft im wesent
lichen gleich sind, dann reicht es aus, wenn man die
entsprechenden Anschlußpunkte gleich positioniert. Mit
dieser Ausgestaltung verhindert man, wie gesagt, Fluß
änderungen. Spannungen werden aber nur dann induziert,
wenn sich der magnetische Fluß ändert. Solange sich der
Fluß nicht ändert, werden auch keine Spannungen und
auch keine Spannungsspitzen induziert.
Mit Vorteil stehen die Anschlußfortsätze einander ge
genüber. Auf diese Weise ergibt sich die Möglichkeit,
die Stromlaufpfade auf der positiven Platte und auf der
negativen Platte gleich auszubilden, so daß sie einan
der überdecken. In diesem Fall läßt sich die Summe der
Ströme auf der ersten und auf der zweiten Platte gleich
halten, auch wenn sich der Schaltungszustand des Wech
selrichters ändert.
Die Aufgabe wird auch bei einem Verfahren der eingangs
genannten Art dadurch gelöst, daß man die Summe der
Ströme in einander überdeckenden Bereichen der beiden
Platten vor dem Schalten gleich der Summe der Ströme in
diesen Bereichen nach dem Schalten hält.
Dadurch wird der Fluß zwar nicht kompensiert, also
durch entgegengesetzt gerichtete Ströme ausgeglichen
oder auf Null vermindert, er wird nur konstant gehal
ten. Es ergibt sich allenfalls eine kleine örtliche
Verschiebung des magnetischen Flusses um die Breite
einer Platte plus der Breite der Isolierschicht. Diese
örtliche Änderung des magnetischen Flusses induziert
aber allenfalls eine kleine Spannungspitze, die noch
tolerierbar ist. Im übrigen werden praktisch keine
Spannungen induziert.
Mit Vorteil verwendet man zum Gleichhalten der Summe
der Ströme einen Hilfsstrom, der durch eine Freilaufdi
ode des anderen Schalters im gleichen Brückenzweig
liegt. Dieser Hilfsstrom entsteht automatisch beim Öff
nen des einen Schalters im gleichen Brückenzweig. Er
hat die gleiche Stärke wie der zuvor durch den Schalter
fließende Strom, so daß er in der richtigen Stärke und
der richtigen Richtung ohnehin zur Verfügung steht. Man
verlagert ihn sozusagen nur auf eine andere Platte der
Bus- oder Leiteranordnung, so daß sich nur eine äußerst
geringe Flußänderung durch räumliche Änderung des
Stromflusses ergibt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzug
ten Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeich
nung näher beschrieben. Darin zeigen:
Fig. 1 eine Explosionsansicht einer elektrischen
Busanordnung,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht der Busanord
nung,
Fig. 3 einen Schnitt A-A nach Fig. 2,
Fig. 4 eine Schaltungsanordnung mit einem ersten
Stromverlauf und
Fig. 5 eine Schaltanordnung mit einem zweiten Strom
verlauf.
Eine Busanordnung 1, die in Fig. 1 dargestellt ist,
dient zur Gleichstromversorgung einer in Fig. 1 nicht
näher dargestellten Wechselrichteranordnung. Die elek
trische Schaltung einer derartigen Wechselrichteranord
nung findet sich in den Fig. 4 und 5. Die Busanordnung
1 kann man auch als Leiteranordnung bezeichnen. Bei
einer Leiteranordnung zur Gleichstromversorgung sind im
Prinzip zwei Leiter ausreichend, nämlich ein positiver
Leiter für die Leitung des Stroms zum Wechselrichter
und ein negativer Leitung für die Leitung des Stroms
vom Wechselrichter.
Dementsprechend ist die Busanordnung 1 gebildet durch
eine erste Platte 2, die im folgenden auch als positive
Platte bezeichnet werden wird, und eine zweite Platte
3, die im folgenden auch als negative Platte bezeichnet
werden wird. Die beiden Platten 2, 3 werden unter Zwi
schenlage einer Isolierschicht 4, die als Platte oder
als Folie ausgebildet sein kann (in Fig. 3 wegen gerin
ger Dicke nicht erkennbar), flächig aneinandergelegt,
so daß sie parallel sind. Hierbei deckt die erste Plat
te 2 die zweite Platte 3 vollständig ab. Auf der der
Isolierschicht 4 gegenüberliegenden Seite der ersten
Platte 2 ist eine Halteplatte 5 angeordnet. In der
gleichen Ebene wie die zweite Platte 3 ist eine Mittel
platte 6 angeordnet, deren Funktion weiter unten erläu
tert werden wird.
An der ersten Platte 2 befindet sich ein positiver An
schluß 7 und an der zweiten Platte 3 ein negativer An
schluß 8, der zur Strom- und Spannungsversorgung der
Busanordnung 1 genutzt werden kann. Die Platten werden
auf Montagefüßen 9 zusammengebaut. Diese sind elek
trisch isolierend. Um einerseits die Platten zusammen
zuhalten und andererseits elektrische Verbindungen her
zustellen, weisen die Platten 2-6 Bohrungen 10, 11 auf,
durch die Anschlüsse oder Pole 12 von Kondensatoren 13
geführt werden können.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, ist die Busanordnung 1
mit den Kondensatoren 13 auf Modulen 14 montiert, die
die Schalter des Wechselrichters enthalten. Diese
Schalter können beispielsweise als bipolare Transisto
ren mit isolierter Steuerelektrode (IGBT = Insulated
Gate Bipolar Transistor) ausgebildet sein. Die Platten
2, 3 stehen hierbei senkrecht zu den Modulen 14.
Die Kondensatoren 13 bilden hierbei die Schaltungsele
mente einer ersten Gruppe, die Module 14 mit ihren
Schaltern Schaltungselement einer zweiten Gruppe. Die
Platten 2, 3 verbinden also die Kondensatoren 13 mit
den Modulen 14, und zwar über die Platte 2 so, daß der
Strom von den Kondensatoren 13 zu den Modulen 14 flie
ßen kann und über die Platten 3, 6 so, daß der Strom
von den Modulen 14 zu den Kondensatoren 13 zurückflie
ßen kann. Hierbei sind die Kondensatoren 13 in zwei
Reihen übereinander angeordnet. Die Kondensatoren der
oberen Reihe sind hierbei parallelgeschaltet. Die bei
den parallelgeschalteten Reihen sind hingegen wieder in
Reihe geschaltet. Hierzu dient die Mittelplatte 6. Sie
verbindet die Minus-Pole der Kondensatoren der oberen
Reihe mit den Plus-Polen der Kondensatoren der unteren
Reihe, wie anhand von Fig. 3 erkennbar ist. Die Mittel
platte 6 befindet sich also auf einem Potential zwi
schen den Potentialen der Plus-Pole der Kondensatoren
der oberen Reihe und den Minus-Polen der Kondensatoren
der unteren Reihe. Wenn die Kondensatoren gleich sind,
befindet sich die Mittelplatte 6 mit anderen Worten auf
dem Null-Potential, d. h. in der Mitte zwischen dem
Plus- und dem Minus-Potential.
Wie sich anhand von Fig. 3 erkennen läßt, weist die
erste oder Plus-Platte 2 einen Anschlußfortsatz 15 auf
und die zweite oder Minus-Platte 3 einen Anschlußfort
satz 16. Beide Anschlußfortsätze 15, 16 sind gleich
lang und rechtwinklig zu den Platten 2, 3 abgebogen.
Dementsprechend stehen die Platten 2, 3, wie erwähnt,
senkrecht auf den Modulen 14. Die beiden Anschlußfort
sätze 15, 16 stoßen an einem Punkt 17 zusammen. Von dem
Punkt 17 an nach oben sind die Platten 2, 3 bzw. 2, 6
parallelgeführt und überlappen einander. Ausgenommen
ist lediglich ein kleiner Bereich 18 in der Nähe des
Plus-Pols 12 der Kondensatoren 13 der oberen Reihe.
Dieser Bereich ist aber relativ weit von den Modulen 14
entfernt. Die Überdeckung geht aber zumindest bis zum
Minus-Pol 19 der Kondensatoren 13 der oberen Reihe. Die
Pole 12, 19 bzw. der Plus-Pol 20 und der Minus-Pol 21
der Kondensatoren 13 der unteren Reihe sind mit Hilfe
von Schrauben oder Muttern 22 mit der Busanordnung 1
verbunden. Die Halteplatte 5, die aus Kunststoff gebil
det ist, erlaubt hier eine gewisse Vorspannung.
Neben anderen Vorteilen hat diese Ausbildung auch den
Vorteil der leichteren Montage und Wartung. Wenn ein
Kondensator 13 ausgewechselt werden muß, reicht es aus,
die Schrauben 22 zu lösen, den Kondensator auszutau
schen und die Schrauben 22 wieder zu befestigen.
Die beiden Platten 2, 3 sind im Schnitt gesehen als
zwei "L" ausgebildet, die Rücken an Rücken aneinander
liegen. Hierbei gehen die unteren Schenkel der "L"
nicht über die gesamte Länge der Platten 2, 3 durch.
Sie beschränken sich vielmehr auf den Bereich der Modu
le 14. Es handelt sich also um relativ kleine Flächen
anteile. In den übrigen Flächen, ausgenommen der Be
reich 18, liegen sich immer zwei Platten gegenüber, in
denen die Ströme entgegengesetzte Richtungen haben.
Dadurch wird der magnetische Fluß sehr klein gehalten.
Im Grunde genommen wird er auf den Wert Null vermin
dert.
Änderungen im Strom, die unvermeidlich sind, bewirken
also allenfalls eine Änderung des Flusses im Bereich
Null. Dort sind sie aber relativ klein, so daß die
kleinen Änderungen auch nur kleine Spannungen induzie
ren können. Mit dieser Anordnung wird also der gesamte
Fluß klein gehalten. Die Anschlußfortsätze 15, 16 sind
mit Anschlüssen 23, 24 oder Polen der Module 14 verbun
den. Hierbei ist der Anschluß 23 der Plus-Pol und der
Anschluß 24 der Minus-Pol. Die Module 14 weisen ferner
noch eine Anschluß 25 auf, der einen Mittelabgriff bil
det, wie anhand der Fig. 4 und 5 erläutert werden wird.
Da die beiden Anschlußfortsätze 15, 16 einerseits
gleich lang sind und andererseits rechtwinklig zu den
Platten 2 bzw. 3 abgebogen sind, steht die Busanordnung
nicht nur senkrecht auf den Modulen 14. Sie befindet
sich auch in der Mitte zwischen den Anschlüssen 23, 24
und ist bis zu einer geometrischen Ebene heruntergezo
gen, die durch die Anschlüsse 23, 24 definiert ist.
Aus Fig. 2 ist ersichtlich, daß neben den Modulen 14
auch noch Snubber (Dämpfer) 27 vorgesehen sein können,
die ebenfalls mit den Anschlußfortsätzen 15, 16 verbun
den sind.
Die Fig. 4 und 5 zeigen eine weitere Maßnahme zur Ver
minderung von Spannungspitzen, die es entsprechend er
laubt, die Schaltfrequenzen zu erhöhen. Diese Maßnahme
beruht auf dem gleichen Grundgedanken, nämlich das Aus
nutzen von überlappenden oder einander überdeckenden
Stromlaufpfaden zur Verringerung von Flußänderungen.
Fig. 4 zeigt hierbei den Schaltungszustand eines Wech
selrichters 28, der durch drei elektrisch parallelge
schaltete Module 14 gebildet ist, in einem Zustand kurz
vor dem Öffnen eines Schalters UN. Fig. 5 zeigt den
Zustand kurz nach dem Öffnen dieses Schalters UN.
Der Wechselrichter 28 weist drei Zweige auf, wobei je
der Zweig zwischen einer Plus-Schiene P (entsprechend
der Platte 2) und einer Minus-Schiene N (entsprechend
der Platte 3) angeordnet ist. Jeder Zweig weist zwei in
Reihe angeordnete Schalter UP, UN bzw. VP, VN bzw. WP
WN auf. Diese Schalter sind als IGBT (Insulated Gate
Bipolar Transistor - bipolarer Transistor mit isolier
ter Steuerelektrode) ausgebildet. Hierbei sind die
Emitter der Transistoren mit Index P mit dem Kollektor
der Transistoren mit dem Index N verbunden. In dieser
Verbindung befindet sich der Mittelabgriff, der zu dem
Anschluß 25 führt. Die Schienen P, N sind hingegen mit
den Anschlüssen 23, 24 verbunden.
Die Schienen P, N sind jeweils unterteilt in drei Ab
schnitte P1, P2, P3 bzw. N1, N2, N3, wobei diese Ab
schnitte zwischen den positiven bzw. negativen Polen
der Brückenzweige bzw. zwischen den positiven bzw. ne
gativen Polen der Brückenzweige und einem Plus-Anschluß
(+) bzw. einem Minus-Anschluß (-) gelegen sind. Diese
Abschnitte P1, P2, P3 bzw. N1, N2, N3 können auf den
Platten 2, 3 explizit ausgeführt sein. Sie müssen es
aber nicht. Sie ergeben sich vielmehr aus der räumli
chen Zuordnung der Pole bzw. Anschlüsse der Kondensato
ren 13 und der Module 14.
Bei dem Schaltungszustand, der in Fig. 4 dargestellt
ist, ist der Schalter UN noch geschlossen. Der Strom
fließt dementsprechend vom Plus-Anschluß durch den Ab
schnitt P2, den Schalter VP, eine Phase b eines Ver
brauchers 29 und teilt sich dann auf in zwei Phasen a,
c, und zwar ungleichmäßig. Bei einer angenommenen
Stromstärke von 500 A fließt ein Strom von 300 A durch
die Phase a und ein Strom von 200 A durch die Phase c
zurück zu den Anschlüssen 25 der jeweiligen Wechsel
richter. Die 300 A fließen dann durch den Schalter UN
und durch die Leitungsabschnitte N1, N2. Die 200 A in
der Phase c des Verbrauchers 29 fließen durch den
Schalter WN und den Leitungsabschnitt N3. In der
P-Leitung ist nur der Leitungsabschnitt P2 mit 500 A be
lastet.
Wenn nun der Schalter UN öffnet, ändert sich aufgrund
der relativ großen Induktivität des Verbrauchers 29 der
Strom und die Stromverteilung in den Phasen a, b, c
nicht. Der Strom fließt dementsprechend zurück zu dem
Punkt zwischen den Schaltern UP und UN. Da beide Schal
ter geöffnet sind, fließt der Strom durch die Freilauf
diode zum Schalter UP (jeder Schalter ist mit einer
derartigen Freilaufdiode versehen) und den Leitungsab
schnitt P1 und dann sozusagen im Kreis durch den Schal
ter VP wieder in die Phase b. Dementsprechend muß der
Leitungsabschnitt P2 nur noch einen Strom von 200 A
aufnehmen, während im Leitungsabschnitt N2 kein Strom
mehr fließt. Die Verhältnisse in den Leitungsabschnit
ten P3 und N3 haben sich hingegen nicht geändert. Im
Leitungsabschnitt P3 fließt kein Strom, während im Lei
stungsabschnitt N3 jeweils 200 A fließen.
Wenn man nun die Summe der Leistungsabschnitte P1, N1
bzw. P2, N2 und P3, N3 miteinander vergleicht, stellt
man fest, daß die Summe der Ströme vor dem Öffnen des
Schalters UN und nach dem Öffnen dieses Schalters UN
(Fig. 5) gleichgeblieben ist. Dies läßt sich auch an
hand der nachfolgenden Tabelle nachvollziehen:
Der Strom wird zwar von einer Platte auf die andere
verlagert. Dies ergibt eine geringfügige räumliche Än
derung des Flusses und damit eine kleine induzierte
Spannung. Da aber die Stromstärke nicht geändert wird,
bleibt die Flußstärke gleich, so daß durch eine Ände
rung der Stärke des Flusses keine Spannungen induziert
werden können.
Die Ströme werden bei einem Wechselrichter häufig an- und
abgeschaltet. Die von den Strömen verursachten ma
gnetischen Felder schwingen deswegen und erzeugen einen
Strom mit hoher Frequenz durch die Kondensatoren und
die Dämpfer 27. Wenn man hingegen eine erfindungsgemäße
Busanordnung 1 verwendet, bei der die Platten so zuein
ander angeordnet sind, daß nur ganz kleine nicht kom
pensierte Bereiche existieren, dann minimiert die In
duktanz die Amplitude der Schwingungen. Man kann damit
erreichen, daß derartige Wechselrichter den Anforderun
gen an elektromagnetischen Störungen genügen. Auch die
Gestaltung der Snubber 27 wird einfacher.
Die vertikale Struktur der Busanordnung, wie sie in
Fig. 3 dargestellt ist, hat neben dem Vorteil der
leichteren Montage und Wartung auch den Vorteil, daß
man mehrere Kondensatoren in Reihe schalten kann. Hier
bei fließt der Strom zwar von den Pluspolen der unteren
Reihe durch die Mittelplatte 6 zu den Minuspolen der
Kondensatoren oberen Reihe 13. Die Stromrichtung ver
läuft hierbei jedoch von unten nach oben, genau wie in
der zweiten Platte 3, so daß auch die Mittelplatte 6
funktional als zweite Platte 3 zu sehen ist, in der
Ströme entgegengesetzt zu der Richtung in der ersten
Platte 2 fließen.
Claims (12)
1. Elektrische Busanordnung zur Gleichstromversorgung
von Schaltungselementen, insbesondere für einen
Wechselrichter, mit einer ersten und einer zweiten
Platte, die unter Zwischenlage einer Isolierschicht
parallel zueinander angeordnet sind, wobei die er
ste Platte erste Anschlüsse von Schaltungselementen
einer ersten Gruppe mit ersten Anschlüssen von
Schaltungselementen einer zweiten Gruppe verbindet
und die zweite Platte zweite Anschlüsse der Schal
tungselemente der ersten Gruppe mit zweiten An
schlüssen der Schaltungselemente der zweiten Gruppe
verbindet, dadurch gekennzeichnet, daß sich die er
ste und die zweite Platte (2, 3) im Bereich der
Schaltungselemente (14) der zweiten Gruppe mit An
schlußfortsätzen (15, 16) verzweigen, die jeweils
in unterschiedlichen Richtungen gerichtet sind, und
die erste und die zweite Platte (2, 3) vom Zusam
mentreffen (17) der Anschlußfortsätze (15, 16) an
parallel verlaufen.
2. Busanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Anschlußfortsätze (15, 16) in einer
Ebene liegen, die mit einer Ebene, zu der die Plat
ten (2, 3) parallel liegen, nicht parallel ist.
3. Busanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Anschlußfortsätze (15, 16) unter einem
Winkel von 90° zu den Platten (2, 3) stehen.
4. Busanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß die Anschlußfortsätze
(15, 16) gleich lang sind.
5. Busanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß beide Platten (2, 3)
gleich weit von den ersten Anschlüssen (23) und von
den zweiten Anschlüssen (24) der Schaltungselemente
(14) der zweiten Gruppe entfernt sind.
6. Busanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß die Schaltungselemente
(13) der ersten Gruppe senkrecht zu den Platten (2,
3) stehen.
7. Busanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß die zweite Platte (3) in
zwei in der gleichen Ebene angeordnete Teilplatten
aufgeteilt ist.
8. Busanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich
net, daß die Teilplatte (6), die nicht den An
schlußfortsatz (16) aufweist, auf einem Potential
im Bereich der Mitte zwischen den Potentialen der
ersten und der zweiten Anschlüsse liegt.
9. Elektrische Busanordnung zur Gleichstromversorgung
von Schaltungselementen, insbesondere für einen
Wechselrichter, mit einer ersten und einer zweiten
Platte, die unter Zwischenlage einer Isolierschicht
parallel zueinander angeordnet sind, wobei die er
ste Platte erste Anschlüsse von Schaltungselementen
einer ersten Gruppe mit ersten Anschlüssen von
Schaltungselementen einer zweiten Gruppe verbindet
und die zweite Platte zweite Anschlüsse der Schal
tungselemente der ersten Gruppe mit zweiten An
schlüssen der Schaltungselemente der zweiten Gruppe
verbindet, insbesondere nach einem der Ansprüche 1
bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Platte
(2) mit mehreren ersten Leitungsbereichen (P1, P2,
P3) und die zweite Platte (3) mit einer entspre
chenden Anzahl von zweiten Leitungsbereichen (N1,
N2, N3) versehen sind, wobei die ersten Leitungsbe
reiche (P1, P2, P3) jeweils die ersten Anschlüsse
(14) der Schaltungselemente (14) der zweiten Gruppe
miteinander oder mit einem ersten Versorgungsan
schluß (+) und die zweiten Leitungsbereiche (N1,
N2, N3) jeweils die zweiten Anschlüsse (24) der
Schaltungselemente (14) der zweiten Gruppe mitein
ander oder mit einem zweiten Versorgungsanschluß
(-) verbinden und einander entsprechende erste und
zweite Leitungsbereiche (P1, P2, P3; N1, N2, N3)
einander überdeckend angeordnet sind, und wobei die
Schaltungselemente (14) so betrieben werden, daß
die Summe der Ströme in einander entsprechenden er
sten und zweiten Leitungsbereichen (P1, P2, P3; N11
N2, N3) vor und nach einem Schaltvorgang gleich
ist.
10. Busanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß die Anschlußfortsätze
(15, 16) einander gegenüberstehen.
11. Verfahren zum Minimieren der Induktanz in einer
elektrischen Busanordnung zur Gleichstromversorgung
von schaltenden Schaltungselementen, bei der der
Strom in einer ersten Platte der Busanordnung in
eine Richtung und in einer dazu parallelen und
dicht benachbarten zweiten Platte der Busanordnung
in die entgegengesetzte Richtung fließt, dadurch
gekennzeichnet, daß man die Summe der Ströme in
einander überdeckenden Bereichen der beiden Platten
vor dem Schalten gleich der Summe der Ströme in
diesen Bereichen nach dem Schalten hält.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß man zum Gleichhalten der Summe der Ströme einen
Hilfsstrom verwendet, der durch eine Freilaufdiode
des anderen Schalters im gleichen Brückenzweig
fließt.
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